Die Tribute von Panem - The Hunger Games - Kritik

The Hunger Games

US · 2012 · Laufzeit 142 Minuten · FSK 12 · Drama, Science Fiction-Film, Actionfilm · Kinostart
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    Dan92 25.01.2016, 15:14 Geändert 25.01.2016, 15:21

    Ich persönlich konnte dem Ganzen nicht so viel abgewinnen, von daher frage ich mich wirklich, woher dieser Hype kommt. Für mich ist das alles recht dürftiges Mittelmaß. Nicht wirklich übermäßig schlecht, aber eben erst recht auch nicht wirklich gut.
    Hui, junge Leute lehnen sich gegen ein faschistisches Regime auf, gab es ja auch noch nie!
    Hui, Jennifer Lawrence spielt mit! Ist wohl auch nur so beliebt, weil sie eine starke Frauenfigur spielt, die aber auch nie an wirkliche "Sheroes" wie Ellen Ripley oder Kiddo rankommt. Hier allerdings kriegen wohl nur Hardcore-Feministen und Teenie-Mädels einen feuchten Schlüpper.
    Hui, mittendrin noch eine tolle Liebesgeschichte zwischen der supi-dupi-süßen Lawrence und einem austauschbaren Bubi mit Muckis, um auch noch die letzten pubertären Mädels hinter ihrer Bravo mit dem nächsten Star-Schnitt von One Direction hervorzuholen. Und dann dürfen die beiden natürlich nur zusammen überleben. Hach, ist das romantisch!
    Wo das Unterhaltung sein soll, die sich auch an Erwachsene richtet, bleibt mir schleierhaft. Es sei denn, 2.-Weltkrieg-Veteranen aus Deutschland sollten eine Zielgruppe sein, die dann voller Stolz mitreden können, dass auch sie schon so eine Diktatur überstanden haben. Wie sang schon Hans Albers? "Einmal muss es vorbei sein..." Das gilt nicht nur für Diktaturen, sondern zum Glück auch für Franchises. God bless Hollywood.

    • 3 .5

      Ich verstehe den Hype um TVP überhaupt nicht. Noch weniger verstehe ich, warum Lawrence einen Oscar kassiert hat, denn ihre Miene ist meistens ausdrucksloser als die von C-3P0 ^^
      Ich habe das Buch nie gelesen, und deswegen beurteile ich auch nicht die Umsetzung, sondern nur mein Erlebnis vor der Glotze. Nur so viel: Wer Battle Royal bereits gesehen hat, der wird ein Déjà-vu erleben. Das lässt sich aber hinnehmen. Mein größtes, aber eben entscheidendes Problem mit dem Film: Die Hauptdarsteller wirkten auf mich alle unsympatisch, nur Woody Harrelson war überzeugend. Sonst waren die Sets durchaus schön gestaltet, und die Effekte sind auch okay, aber wer heutzutage nicht auf dem Standard ist, hat eben überhaupt keine Chancen mehr in Hollywood ^^

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      • 9 .5

        Der beste Film in der Trilogie. Hier ist die Spannung am höchsten.

        • 10

          Den film habe ich mir heute zum 30.785 mal angeschaut und ich werde ihn noch 30.785 mal schauen , ich liebe diesen film ..man kann lachen , weinen und mitfühlen

          • 9 .5

            Ich finde es ein super film geworden das buch wurde im film super umgesetzt. Ich finde der film baut die geschichte sehr gut auf. Ich kann jedem nur das Buch und den Film empfehlen!!

            • 6

              Durch das hohe Budget hat der Film durchgehend einen hochwertigen look (Kulissen, Kostüme, Settings etc), allerdings gibt es dahinter nicht viel Film. Der Plot ist schnell erzählt. Diktatur hält zur Belustigung der Massen Spiele ab, in denen sich jugendliche bis zum Tod bekämpfen. Die Hauptprotagonistin rebelliert dagegen und tritt so eine Rebellion los, die in den nachfolgenden Teilen behandelt wird.

              Wo ist das Problem? Nun für dieses wir bekämpfen uns bis zum Tod geht es im Film doch ziemlich freundlich zu. Es gibt eine Hollywood love story und die Duelle sind trotz des harten Hintergrunds familienfreundlich gehalten, es rollen hier keine Köpfe oder ähnliches. man merkt das junge Zielpublikum, ich musste hier ständig an einen entschärften und seiner Seele beraubten "Battle Royale" denken.

              Immerhin gibt es einen hochkarätigen Cast, der bei erstmaligem Sehen ein bisschen über den dünnen Plot hinweg tröstet.

              Nicht schlecht, aber auch nicht empfehlenswert.

              • 0
                Benilinus 14.12.2015, 10:33 Geändert 14.12.2015, 10:34

                Dies ist ein Wichtelkommentar zum dritten Advent für unser Mitglied Jimmy.Valmer!
                -Aber heute ist doch gar nicht der dritte Advent.
                Schnauze, wir leben in meiner Diktatur in meinen Kommentaren und da ist dritter Advent, wenn ich dir sage, dass dritter Advent ist!

                Ernst beiseite, Hass komm her.
                Man sollte "Hass"kommentare mit heißer Nadel schreiben; ansonsten wird das nicht...oder doch?

                Hassfilm. Was ist das? Das hat für mich weniger mit einem emotionalen Verständnis von Hass zu tun. "Ich kann mit dem Film nichts anfangen" wäre wohl die treffendere Beschreibung des Debakels, wie ich es manchmal erlebe.
                Da nützen dann keine handwerklich einwandfrei kreierten Bilder. Die besten Schauspieler verkommen zur Randnotiz einer gen Himmel schreienden Nichtigkeit.

                Aber nun zum Film selbst; Spoiler gibt es - hoffentlich.
                Dieser Kommentar thematisiert den Feminismus in diesem Werk und darauf Revolte gegenüber Diktaturen.

                Ich mag Jennifer Lawrence einfach nicht. Da nützt ihr brünetter Hauptschopf auch nichts mehr, um meine Sympathien zu wecken.
                Katniss steht für all das, was falsch läuft - und ja betrachtet mich ruhig als Misogynisten (auch wenn die Vokabel völlig verfehlt, denn ja ich mag Frauen, zumindest hasse ich sie nicht). Dass das Frauenbild sich im letzten Jahrhundert drastisch geändert hat, ist hinreichend bekannt. Muss das jedem gefallen? Absolutely fucking not (um mein Profilbild mal sprechen zu lassen). Ich bin - wie eben schon erwähnt kein Misogynist, aber eine Ablehnender des modernen Frauenverständnis. Meinungsfreiheit und so...
                Männer und Frauen sind sich "gleich". Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren, aber jeder muss seinen Platz in der Schöpfung/Natur kennen; soll heißen, dass den Geschlechtern von der Natur unterschiedliche Aufgaben übergeben worden sind - Zeugen und Gebären nur als Beispiel an dieser Stelle (mit allen anderen Beispielen würde ich gegen unser System vorgehen und Revolte ist ja nicht mehr gewünscht, sobald anscheinend paradiesische Zustände herrschen - doch das liegt im Auge des Betrachters)..
                Und das ist ja das Thema in diesem Werk. Die Überhöhung des Weiblichen! Und damit meine ich nicht, die Überhöhung des Weiblichen gegen das Männliche, sondern die Überhöhung des Weiblichen gegenüber der (haut mich ruhig für den Ausdruck - das muss es mir jetzt wert sein.) ursprünglichen "Zweckbestimmung" des Weiblichen - die totale Revolte gegen die Natur.

                Überhaupt sind es bereits die 73. Hungerspiele, die abgehalten werden. Was uns das sagt? Dass vorher kein Mensch eine Revolte gegen das System gestartet hat und anscheinend alle auf den Aufstieg einer Retterin gewartet hat.

                Soweit ich mich erinnere, gibt es zwei Regeländerungen während dem Spiel, was mir bei meiner Sichtung sauer aufgestoßen ist, da ich ab einem gewissen Punkt nur noch wollte, dass der Abspann sich über das Tal der Trauer senkt.
                In diversen hitzigen Diskussionen ist mir bewusst worden, dass hiermit tatsächlich die Willkür des Diktators (der natürlich männlich sein muss!) impliziert wird. Aber warum lässt er sich durch Katniss´ Trick mit dem angedrohten Doppelselbstmord am Ende reinlegen. Dann hätte eben keiner gewonnen und alle müssten ein Jahr lang hungern - DAS, meine sehr verehrten Herren und Damen - wäre wahre Willkür gewesen - DAS wäre erschütternd gewesen und hätte die Bösartigkeit des Diktatorischen perfekt final unterstrichen. There is no mercy in a dictatorship!

                Aber sie muss überleben, weil die Botschaft sonst eine andere wäre und weil nunja Sequels und so.
                Der Film legt dar: Du musst dich nur genug anstrengen, dann schaffst du es gegen die widrigsten Umstände dich durchzusetzen - Aber genau darum geht es im Leben nicht; genau diese Einstellung ist schlichtweg falsch. Du sollst immer aufrichtig und gegen Ungerechtigkeit revoltierend sein, aber ABER bilde dir, du armer Wurm, nur nicht ein, dass du am Gesamtsystem irgendwas ändern wirst - Bilde es dir ja nicht ein. Aufrichtigkeit um der Aufrichtigkeit willen und nicht Aufrichtigkeit nur deswegen, weil du dir erhoffst, eine neue Erde zu schaffen - Das ist einem anderen überlassen!

                In "meinem" alternativen Ende hätte Katniss bis zum Ende gekämpft, an Ihrem Prinzipien festgehalten und wäre durch die Willkür des Systems dahingerafft worden.
                Weil es so ist; der Aufrichtige bekommt auf dieser Welt keinen Lohn, keinen Ruhm, keine Ehre! Und wenn er sie doch bekommt, wenn er durch das System gelobt wird, dann ist er bereits Teil des Systems und kann seine Waffen als entschärft betrachten (siehe Blackmirror, S01E02).

                "Am Guten festhaltend das Böse erwarten in dieser Welt und auf die neue hoffen!"

                Eine spätere Gesellschaft wird diesen Film, sofern er überhaupt noch wahrgenommen wird, als propagandistisches Werk verurteilen. Ich könnte an dieser Stelle noch behaupten, dass im Grunde genommen jede Staatsform eine Diktatur ist (ob jetzt eine Ein-Mann/Wenig-Mann oder gar parlamentarische Diktatur), aber das würde den Rahmen dieses Kommentars endgültig in Schutt und Asche legen.

                Kommen wir zur Gretchen-Frage: Hätte der Film mir besser gefallen, wenn Katniss ein Mann gewesen wäre?!
                Vielleicht! Vielleicht aber auch nicht.

                Und manchmal, wenn du in einem Abgrund schaust, siehst du das Grund und Fundament deines Denken in völlig neuer Dunkelheit.

                Hass und Terror, Leid und Lüge, ab in die Kommentare damit!

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                • 1

                  Einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Da stimmt ja wirklich gar nichts. Ihnen gelingt nicht einmal die Patina aus Kitsch, mit der die Macher den gesamten Film offenbar überziehen wollten.

                  • 9

                    Der erste Teil ist nach Mockingjay teil 2 der Beste der Reihe. Oder sie liegen gleich auf ist bei The Hunger Games schwer zu sagen. Aber die Geschichte kapiert man sofort nach 5 Min oder weniger und der Film ist sehr spannend aufgebaut. Natürlich sind die Rollen auch sehr gut besetzt. Von meiner Seite aus eine klare Empfehlung.

                    • 7 .5

                      Dieser Film war noch wirklich gut und originell. Die Perversion der Welt, dieser Hunger Spiele, das Schicksal der Menschen, das alles wurde ordentlich und packend umgesetzt.
                      Für meinen Geschmack bot diese Geschichte jedoch nicht den Stoff für eine ganze Filmreihe, sondern in einem Film hätte man alles notwendige erzählen können.
                      Die Fortsetzungen zeigen dann den vorhersehbaren Ablauf und bringen für mich keinen Mehrwert.

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                      • 4
                        KuffarBoy 22.11.2015, 15:58 Geändert 22.11.2015, 15:59

                        Mal abgesehen vom medial erzwungenden hype, hat der Film leider nicht so richtig viel zu bieten. Willkommen in PG13-Country in dem die grundprämisse eines, kinder bringen sich gegenseitig um nicht wirklich thematisiert wird, wie sovieles andere auch. Protagonistin Katniss bleibt herrlich eindemensonal und läuft die ganze zeit, relativ emotionsfrei durch die gegend. Ziel ist es ihre schwester zu retten, aber wer ist Sie? woher kommt Sie? Vielleicht müsste man die fehlenden Elemente aus der Romanvorlage ergänzen.. Auch wenn die ersten 45min des films inhaltlich eher fades geplänkel sind, unterhalten sie immer noch besser als die eigentlichen "Hunger Games".

                        Mich beschäftigten zusätzlich noch einige fragen: Wofür braucht dieser film für so wenig handlung so wahnsinnig viel zeit? Was zum geier ist das für ein bescheuertes weltkonzept? Was sollen diese Spiele? Wieso halten sie bezirke von der rebellion ab? Warum muss das ganze wie deutschland sucht den superstar präsentiert werden, obwohl man keine wahl hat? Warum lässt der tod von so vielen kindern die bezirke scheinbar kalt und wenn irgend ein belangloses kleines miststück stirbt bricht sofort krieg aus? warum herrscht angeblich nahrungsmangel in einer Welt die aus feldern und wäldern besteht? Und warum habe ich mir das überhaupt angetan?
                        Aber hey! tolle kostüme, ehrlich! Und die lawrence in lederjacke und stiefel war auch lecker

                        • 8

                          Ich bin ein Fan der Bücher. Die habe ich schon vor dem Film gelesen. Ich war positiv vom Film überrascht. Die Handlung wird im allgemeinen gut umgesetzt, die Darsteller gefallen mir auch. Im großen und ganzen ein guter Film. Effie fand ich im Film einfach perfekt besetzt und inszeniert. Die gelungenste (Jugendbuch-)Roman Verfilmung seit Harry Potter.

                          • 6

                            Unterhaltungssucht wird in "The Hunger Games" mit großen Buchstaben an die Wand gemalt und archaische Appetenzen nach Blut und Mord wie im alten Rom werden von der faschistischen Oberschicht verabsolutiert. Doch was ist die eigentliche Botschaft, die in diesem Werk vermittelt wird? Auf der Meta-Ebene ausschlaggebend das Leitmotiv »Wie weit darf Unterhaltung gehen?«, vorallem wie weit darf sich das mediale Gaudium entfalten, bevor es seinen Zenit erreicht? In Gary Ross' Regiearbeit wird die Medienphilosophie angeprangert, welche sich sowohl an Realismus als auch an Konstruktivismus bedient und welche (nach Kant) die totale Vernunft vollkommen untergräbt. Menschenjagd auf Jugendliche in einem postapokalyptischen Nordamerika ist die privatime Metapher für Gladiatorenkämpfe im römischen Reich, wodurch quasi die Dystopie zur Antike avanciert. "The Hunger Games" ist die Zelebrierung archaischer Moralitäten und eine (relativ) clevere Sozialstudie und Verbindung von Moderne und Antike, welche uns den Homo Sapiens als zurückentwickelten media-addict präsentiert.

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                            • 4 .5

                              alles in allem hab ich 6 tage für den Film gebraucht
                              alles Durchschnitt in dem Film
                              und das war mir dann doch zu wenig bei dem Hype

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                              • 8

                                Ich kenne die Bücher nicht und kann daher keinen medialen Quervergleich anstellen. Nachdem ich mir Ender’s Game durchgelesen habe und nicht schlecht beeindruckt gewesen bin, gehe ich davon aus, dass die Tribute von Panem mich herb enttäuschen wird. Muss ich mir also nicht durchlesen, zumal sich die Autorin offenbar überall ein bisschen bedient und die ganze Sauce dann bloss neu gemischt hat …

                                Der Film hat mich allerdings positiv überrascht. Handwerklich gibt es nicht viel zu meckern, unterhalten hat er mich eigentlich auch. So im Quervergleich wäre es unfair, weniger als acht Punkte zu geben, nur weil es eine Teenie-Story-Verfilmung ist.

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                                • 8 .5

                                  Hab von diesem Film ncht viel gehalten! Habs mir angesehen und fand den sehr interessant. Alles sehr schön und toll gemacht und eine Story die einen mitnimmt.
                                  Ganz grosses Kino

                                  • 8 .5

                                    Dieser Film kann sich durchaus sehen lassen.

                                    • 3

                                      Ich hatte mir den ersten Teil der Reihe damals im Kino angesehen. Dazu muss man sagen, dass es der einzeigst Film war, bei dem ich jemals im Kino eingeschlafen bin. Ich dachte mir ok, siehst du ihn dir nochmal an, alle schwärmen so davon. Immer noch schlecht gemacht. Die Welt finde ich interessant und auch die Schauspieler sind zu größten Teilen passabel an zu sehen aber Kulisse, Schnitt und Kostüme sind einfach zum Kotzen. "Soldaten" die in weiß lackierten Motorradschutzbekleidungen rumlaufen und billige BW Lederhandschuhe anhaben sind in Kombination mit schlecht gemachtem CGI, Sekundenbruchteilschnitten in jeder Art von Kampf und aufgepflanzt wirkender Storry echt schwer zu ertragen (und ja die Welt kann interessant sein, auch wenn die Storry mies ist). Mit mehr schönen Aktion Scenen ohne den "FSK 6" Schnitt wäre es vielleicht sogar ein passabler Aktion Film geworden.

                                      • 8

                                        Wenn dieser Film wirklich ein Überraschungserfolg aufgrund der guten Nachfrage bei den jungen Menschen unseres Planeten ist, dann ist nichts verloren, die Jugend ist ganz in Ordnung trotz IPhones und Twitter.

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                                        • 7

                                          Was diese Teenie Dystopie über den Durchschnitt hebt ist zum einen Jennifer Lawrence und zum anderen die doch recht überzeugende Medienkritik.
                                          Die Dramaturgie und Charaktere wirken etwas hölzern und das ganze ist etwas lahm erzählt, aber dennoch recht unterhaltsam.
                                          Ich kann verstehen, warum Teenies den ganz toll finden, aber die unzähligen Kopien von "Teenies kämpfen in einem totalitären Staat ums Überleben und schließlich gegen das System"...naja, so unterläuft natürlich jede Kritik sich selbst, weil sie im Grunde durch das unterhält, was sie kritisiert...

                                          Kurz: Ein recht unterhaltsamer Film mit einer überzeugenden Jennifer Lawrence.

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                                          • 8 .5
                                            smartbo 08.11.2015, 12:07 Geändert 08.11.2015, 13:27

                                            Ein Sci-Fi-Film der Extraklasse mit einer sehr originellen Story und exzellent spielenden Jennifer Lawrence. Hinzu kommen die brillante Tricktechnik und grandiose Optik. Auch an der Inszenierung und Dramaturgie gibt es nichts zu meckern: der Film hat mich ohne Leerlauf gefesselt und unterhalten. Ja okay, die schauspielerische Leistung von Josh Hutcherson ist weniger gut. Dies ist aber für meine Bewertung nicht das Entscheidende.

                                            Die partiell schlechten Bewertungen kann ich nicht nachvollziehen. Ein großartiger Blockbuster, den ich ohne Wenn und Aber empfehlen kann.

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                                            • 7
                                              FilmFan92 06.11.2015, 16:27 Geändert 11.11.2015, 13:08

                                              Spoiler-Alarm

                                              Das war also "Die Tribute von Panem", das Phänomen, welches Kritik und Publikum überzeugen konnte, mit Jennifer Lawrence, dem zur Zeit vielleicht größten Sternchen am Hollywood-Himmel, in der Hauptrolle. Und was soll man sagen? Der Film erfreut sich nicht zu Unrecht großer Beliebtheit. Es ist eine Geschichte über eine große Heldin, die Ängsten und Unterdrückung strotzt, um selbstlos ihrer kleinen Schwester zu helfen. Eine Heldin, wie sie im Buche steht, die tatsächlich nur einmal tödlich zur Waffe greift. Natürlich in Notwehr.
                                              "Die Tribute von Panem" zielt merklich auf ein jugendliches Publikum ab. Klar, wenn die Protagonisten selbst noch Kinder sind und noch auf der Suche nach sich selbst und der großen Liebe sind. Da ist es beinahe selbstverständlich, dass die durchaus interessante (wenn auch von "Battle Royal" übernommene) Prämisse, vorallem im sozialkritischen Element, eher vernachlässigt wird. Schade, denn gerade die ersten 45 Minuten haben einige gute Momente zu bieten. Da werden Penthouses im Stile von Kubrick's "Uhrwerk Orange" (natürlich ohne Sexual-Kunstobjekte) überbordernd und farbenprächtig inszeniert, die Reichen laufen in herrlich abgedrehten Klamotten durch die Gegend, aber so wirklich bissig ist das selten. Aber kein Problem, wer "Hunger Games" wegen der dystopischen Sozialkritik anschaut, sitzt im falschen Film.
                                              Nach dieser extravaganten Eröffnung, die leider nicht ohne Längen auskommt, geht es dann nach ca. einer Stunde richtig los. Zumindest für drei oder vier Minuten. Da wird dann tatsächlich gemetzelt. Wobei "gemetzelt" der falsche Begriff ist. Natürlich schielte man wieder auf die Zielgruppe und ließ Blut nur sehr schemenhaft fließen. Man will ja keine jungen Gemüter mit zu viel Gewalt überfordern.
                                              Das anfängliche Blut vergießen ist allerdings auch recht belanglos, werden doch nahezu alle Tribute vollkommen "vergessen". Außer Namen und wenige Einstellungen, die Talente der Tribute offenbaren, sind 22 Tribute bloß da, um zu sterben.
                                              Da kommt auch wenig Spannung in den "Überlebenskampf" von Katniss (auch wenn Jennifer Lawrence ihre Sache echt gut macht), da jeder weiß, die Dame überlebt/gewinnt. Gleiches gilt für ihren treuen Kameraden Peeta. Deren Liebesbeziehung (auch dank Liam Hemsworth' Charakter) ordentlich aufgesetzt ist (Das liegt eventuell auch am Buch selbst, welches ich aber nicht gelesen habe) und eher störend wirkt.
                                              Die 142 Minuten sind dann im Endeffekt auch etwas zu lang, zu Mal Legende Donald Sutherland nur gefühlte 5 Minuten zu sehen ist. Was für eine Verschwendung (auch wenn er in den späteren Teilen sicher eine größere Rolle hat). Dafür macht Woody Harrelson unglaublich viel Laune als alkoholgefüllter "Mentor" mit Galgenhumor und Weisheiten. Neben Woody Harrelson und (natürlich) Jennifer Lawrence weiß Stanley Tucci noch am meisten zu überzeugen. Der Typ spielt so herrlich abgedreht und hätte mehr Leinwandzeit verdient, ist er doch eines der Highlights für mich gewesen.

                                              "Die Tribute von Panem" ist ein sehr solider Blockbuster geworden. Ja, die Charaktere sind flach, die Action, wie neuerdings üblich, viel zu unübersichtlich. Entweder werden Schnitte in höchstem Tempo aneinander gereiht, oder die Kamera wackelt wie bei einem epileptischen Anfall. Die Story (das Buch erschien Jahre nach "Battle Royale") irgendwie geklaut und die beachtliche Riege an großen Darstellern irgendwie verschwendet. Und auch wenn der Film nicht echt genug für Gefühlskino, zu unspektakulär für's Actionkino, nicht bissig genug für Satire und insgesamt zu harmlos für echte Kritik ist, so ist "Die Tribute von Panem" doch vorallem eins. Gute Blockbuster-Unterhaltung, und mehr wollte man sicher auch nicht.

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                                              • 7

                                                Es ist eine clevere Mischung von bekannten Details aus Geschichte, Literatur, Manga und Comik, die geschickt zusammengefügt nur ein Ziel verfolgen: den Erfolg an der Kinokasse. Und der ist sicher, denn der Film bietet anregende Unterhaltung.
                                                Ein bisschen durchgeknallt, ein bisschen schrill, eine Lovestory und manche unerklärbare Absonderlichkeit. Manche Figuren stammen direkt aus Alice im Wunderland (z.B. Elizabeth Banks), Urwaldfallen aus dem Überlebenskampf von Rambo und die groteske Mediensatire kennt man halt – egal woher.
                                                Ein totalitärer Staat in der Zukunft, dessen Bewohner in mittelalterlichen Verhältnissen leben, weckt zunächst das Interesse der Zuschauer. Die soziale Diskrepanz wird noch durch einen Klassengegensatz verstärkt: die Regierenden sind fies, grausam und lieben makabre Scherze. Die verdummte Masse des Volkes scheint leicht manipulierbar durch die Allgegenwart der Medien. Will uns da etwa jemand einen Spiegel vorhalten?
                                                Ausgesuchte Gladiatoren kämpfen nach dem Highlander-Prinzip gegen einander, a) um Sponsoren und b) in der Wildnis. Auch eine Liebespaar findet sich: Katness (Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson).
                                                Und doch schleicht sich in der Mitte ein Hänger ein. Die Stunts wiederholen sich, alles verläuft zu glatt. Auch die anfangs und am Ende emotionale Schiene wird im Breitformat gefahren nutzt sich etwas ab, was der Zielgruppe auf die das Spektakel abzielt offenbar nichts ausmacht. Beeindruckend die Kunstfigur des Moderators Caesar Flickerman (Stanley Tucci), neben dem selbstzerstörerischen Exhelden und Säufer Haymitch (Woody Harrelson). Da ist von Vielem so viel drin, dass man manches gut findet, weil der Unterhaltungseffekt stimmt.

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                                                • 8

                                                  Ich habe mich lange vor dieser Reihe gedrückt, da ich mit diesen Filmen immer weibliche teeny fans und 12 Jährige Minecraft kiddys verbunden habe, und ich davon ausging das die Filme übertrieben overhyped sind.

                                                  Dennoch habe ich jetzt der Reihe eine Chance gegeben und mir den ersten Teil angeschaut und wurde wirklich positiv überrascht, da mir der Film besser gefallen hat als gedacht.

                                                  Ja aus neutraler Sicht ist der Film natürlich bisschen Overhyped aber so schlecht wie ihn viele hier darstellen ist er meiner Meinung nach bei weitem nicht. Natürlich sind Geschmäcker verschieden und das ist auch gut so, aber bei Leuten die dem Film hier 0-3 Punkte geben frage ich mich ob sie mal ein paar andere aktuelle 0815 Hollywood streifen gesehen haben und wie sie dann diese Bewertung gerechtfertigen aber egal.

                                                  Mir hat das Szenario sehr zugesagt und ich fands wirklich interessant umgesetzt. Den Soundtrack fand ich klasse und die Schauspieler fand ich gut bis sehr gut.

                                                  Was mir nicht so gut gefallen hat, woran aber wahrscheinlich die Buchvorlage schuld ist (die ich nicht gelesen habe) ist das bei den Spielen auch sehr junge Kinder (12-14 jährige) mitmachen, da diese in das eigentlich recht brutale Szenario nicht gut reinpassen und mir die jungen Schauspieler nicht so gut gefallen haben. Aber wie gesagt im Buch ist es wahrscheinlich auch so gewesen.

                                                  2 weitere Punkte haben leider auch etwas Potenzial verschenkt und zwar zum einen die Freigabe ab 12 Jahren, die viele Sachen einfach eingeschränkt hat, und Zweitens wurden leider viele Hintergründe der Welt und der Spiele nur kurz erwähnt und nicht wirklich in den Film eingebracht.

                                                  Ansonsten hat mir der Film wie schon erwähnt wirklich gefallen und hat mich dazu gebracht ihn mir ein zweites mal anzusehen und beim 2. mal hat er mir sogar noch ein ticken besser gefallen und das ist bei mir zumindest selten der Fall.

                                                  • 5 .5

                                                    Also die Beliebtheit des Films ist mir ein großes Rätsel. Der Film ist so schlecht, dass ich auch wenig Lust dazu habe, detailliert auf jede einzelne Unstimmigkeit einzugehen... Meine Kritikpunkte in Kurzfassung: die fiktive Welt an sich wirkt unglaubwürdig und ist zudem lieblos und detaillos gestaltet; die Charaktere und die Dialoge sind einfallslos, uninteressant und wenig überraschend; die Handlung ist leider vollkommen vorhersehbar, was natürlich auch an den eben beschriebenen Voraussetzungen (fiktive Welt und Charaktere) liegt und wohl zudem an dem einfachen Schwarz-Weiß-Denken, das sich durch den ganzen Streifen zieht...

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