Drive

Drive (2011), US
Laufzeit 101 Minuten, FSK 18, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Actionfilm, Kinostart 26.01.2012

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7.5 Kritiker
48 Bewertungen
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von Nicolas Winding Refn, mit Ryan Gosling und Carey Mulligan

Drive ist die Kinoadaption des gleichnamigen Crimethriller-Romans von James Sallis. Ryan Gosling spielt in Nicolas Winding Refn’s Film einen Stuntman, der – spezialisiert auf Autostunts – schlicht The Driver genannt wird. Aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten hinter dem Steuer wird er gerne als Fluchtwagenfahrer angeheuert. Driver ist ein Vollprofi ohne jegliche zwischenmenschlichen Bindungen. Einzig zu seinem Mechaniker und Auftragbeschaffer Shannon (Bryan Cranston) hegt er so etwas wie freundschaftliche Gefühle. Dieser ist es auch, welcher ihm eine Karriere als Nascar-Profi in Aussicht stellt. Als er sich jedoch in seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) verliebt, bekommt die Fassade des einsamen Wolfes Risse. Ihr zuliebe will er ihrem Mann Standard (Oscar Isaac) bei einem Überfall helfen, durch den er sich und seine Familie von Schutzgelderpressern freikaufen will.

Hintergrund & Infos zu Drive
Allein die Produktionsgeschichte von Drive ist eine eigene Story wert und Beleg dafür, dass, was manchmal lange währt, am Ende doch noch gut wird: Nachdem das Buch 2005 erschienen war und durchweg positive Kritiken erhielt, war lange Zeit Universal an einer Umsetzung von Drive interessiert. Zunächst war Hugh Jackman für die Hauptrolle von Drive im Gespräch, doch letztlich setzte sich Ryan Gosling als Wunschkandidat von Produzent Marc Platt durch. In der Tat war er von Gosling so angetan, dass er diesem freie Hand bei der Wahl des Regisseurs für Drive gab. So kam der Däne Refn an Bord, Regisseur der Pusher Trilogie und Bronson. Gosling spielt in Drive an der Seite eines illustren Ensembles bestehend aus u.a. Albert Brooks, Ron Perlman und Christina Hendricks.

Der Beruf des Fluchtwagenfahrers fasziniert Filmemacher und Publikum nicht erst seit Drive. Besondere Bekanntheit im Genre erlangte Walter Hills Klassiker Driver. Aber auch Filme wie The Italian Job – Charlie staubt Millionen ab oder Heat würdigen jene oft unterschätzte Aufgabe.

Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde Nicolas Winding Refn für Drive als Bester Regisseur ausgezeichnet.(EM)

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Cast & Crew


Kritiken (33) — Film: Drive

Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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10.0Lieblingsfilm

Glückwunsch an alle Beteiligten. Meisterwerk und im Prinzip jetzt schon ein Klassiker.

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ProjectChaos

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der Showdown passt perfekt. Soll halt nicht spektakulär sein, damit der sensationsgeile Zuschauer zufrieden ist. Soll stilistisch zum ruhigen Rest des Filmes passen. Gelungen.
Bilder sagen mehr aus als Dialoge. Die Charaktere sind nunmal so gezeichnet, dass sie mit wenig Worten auskommen.


Hisayasu S

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@Showdown: Zugegeben, ich war anfänglich auch etwas irritiert, aber rückblickend fand ich's doch spitze (und schön frech), wie die heutigen Übertrumpfungsstrategien gnadenlos ausgehebelt wurden.

"Heute zu tage verlange ich schon mehr" = Also gerade heutzutage hab ich mir abgewöhnt noch IRGENDETWAS zu verlangen.


SoulReaver: CinemaForever

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10.0Herausragend

[...] Wie der Skorpion auf seiner Jacke, sticht auch er eiskalt zu. Ohne jegliches Gewissen und ohne Gnade, explodiert er auf dem Bildschirm und nimmt alles und jeden auseinander, der sich ihm in den Weg stellt. Nur um Irene nah zu sein. Der Driver ist mit Sicherheit ein schwieriger, völlig undurchsichtiger Charakter. Doch beim genaueren Betrachten fällt auf, dass er mit seinen Augen das Nötigste erzählt und mehr muss er nicht tun. Genau das macht ihn einfach zu einem der interessantesten Charaktere überhaupt. [...]

Kritik im Original 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

Joeyjoejoe17

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bin ich queer, wenn ich auch selbiges behaupte? :D


SoulReaver

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Nö. Dann beweist du nur Geschmack :D


Moviesteve: Podcast

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8.0Ausgezeichnet

Gestern Abend endlich "Drive" gesehen - UK-Disc importierendem Bekannten sei Dank. Der deutsche Trailer hat dem Film wirklich Unrecht getan. Stimmige Inszenierung, tolle Darsteller, wunderschöner Soundtrack und einfach eine schöne Abwechslung zum Genre-Einheitsbrei. Abzüge gibt's lediglich für den kleinen Spannungshänger im Mittelteil und die vollkommen unnötige explizite Gewaltdarstellung (weniger zu sehen, wäre wahrscheinlich sogar noch eindrucksvoller gewesen). Insgesamt aber absolut sehenswert!

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KultHit.de: KultHit.de

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8.0Ausgezeichnet

Unbestritten, dieser Streifen ist effektvoll: Benzin, Blut und Adrenalin. Dazwischen, kaum fassbar, Zärtlichkeit. [...] Nur zu schnell reiht man den Protagonisten in dieselbe Reihe stoischer Antihelden wie Clint Eastwoods Alter Ego ein. Schleichend, beim Nähertreten, zerfällt er jedoch vor den Augen des Zuschauers in einen vielschichtigen, ambivalenten Charakter. [...] Die tatsächliche Handlung des Films zögert Refn weit über die Exposition hinaus und stellt klar, dass nicht das profane Tun im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch und seine Absicht.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.5Herausragend

"Es gibt keine guten Haie": Magisches, elegantes, subtiles Kopfkino – das ist “Drive” – für die Üblichen Verdächtigen der beste Film des Winters. Eine zarte Liebesgeschichte und ein brettharter Krimi – etwa so als hätte Sofia Coppola “Goodfellas” gedreht. Regisseur Nicolas Winding Refn (“Walhalla Rising”) hat die Geschichte um den jungen namenlosen Driver (Ryan Gosling) auf das Wesentliche reduziert. Traumhafte, schwebende Stadtnachtlichterbilder, lange Einstellungen und perfekte Dialoge. Man kann nicht sagen, dass sonst viel geredet wird. Wozu auch. Die Üblichen Verdächtigen geben 9,5 von 10 Punkten. Dringende Kinoempfehlung. (Mehr im Podcast)

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CineKie: CineKie.de

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7.0Sehenswert

Atmosphärisches Thrillerdrama mit einem, wie eigentlich immer, grandiosen Ryan Gosling und einem nicht minder tollen Soundtrack. Dass die Spannung aufgrund der ruhigen, ja zeitweise sogar zäh und langatmig wirkenden Inszenierung zuweilen auf der Strecke bleibt, nehme ich dabei gerne in Kauf. Kein Meisterwerk, aber ein interessanter und durchaus sehenswerter Film.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Drive sieht wahnsinnig gut aus. Jedes Bild ist scheinbar konzipiert um als Poster ausgekoppelt zu werden. Jede Szene ist Style, Eleganz und perfektes Spiel von Licht und Schatten. Ryan Gosling der den ganzen Film mit einem Zahnstocher im Mund herumrennt, bzw. fährt wird als fleischgewordene Coolness inszeniert, die im Neonlook der 80er durch diesen modernen Noir-Film juckelt. Wer allerdings mehr als Style und Coolness erwartet, dürfte streckenweise seine Probleme mit dem Film haben, denn diese "The Driver"-Paraphrase fährt trotz des Titels über weite Strecken mit angezogener Handbremse. Nicolas Winding Refn schwelgt in minutenlangen Szenen die Gosling beim stoischen Starren, stoischen Herumfahren zeigen und bedient sich bisweilen derart exzessiver Zeitlupen, dass das Bild schon mal kurz vor der völligen Starre zu stehen scheint. Der ominös brummende Soundtrack suggeriert zwar, das wäre alles sehr wichtig und artsy, verhindert aber nicht völlig, dass es stellenweise…

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TheJoker

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Denke zwar grundsätzlich anders, kann diese Herangehensweise aber absolut nachvollziehen =)


Dox

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Klasse formuliert, genau meine Gedanken. Bei dem Aspekt mit der Gewalt hast du wohl auch Recht, nur irgendwie fügen sich die Szenen in meinem Kopf super in das kühle Gesamtbild ein, weshalb ich mich nicht weiter daran störe.
Allerdings bin ich dennoch ein wenig vernarrt in den Film, leider. Das macht wohl die überaus interessante und ungewohnte Inszenierung, die hinterlässt einfach einen bleibenden Eindruck.


HerrLehmann: Das Manifest

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7.0Sehenswert

[…]Statt über interessante Charaktere, Plot oder Ideen funktioniert DRIVE über Atmosphäre und Stimmungen. Über weite Strecken im Mittelteil dominiert den Film eine fast schon kitschige Romantik. Wenn sich Goslings und Mulligans Figuren zu träumerisch-schönen Bildern und 80s-Retro-Soundtrack einander annähern ruft das - bedenkt man, dass man als Zuschauer nie wirklich eine Beziehung zu den platten Figuren aufbaut - beeindruckend zielsicher Emotionen hervor. Daneben stellt Refn im dritten Akt kurze, plötzliche Ausbrüche expliziter Gewalt, die im Kino selten so spürbar ist wie hier.
[…]
Bei aller Präzision in der Inszenierung ist DRIVE aber eben doch style over substance. So unterhaltsam, so fesselnd der Film unmittelbar wirkt, so intensiv das Erlebnis, am Ende ist er eben doch ein recht schnörkelloser Actionfilm ohne inhaltlichen Mehrwert. Verpassen sollte man den Film deshalb auf keinen Fall, doch der allgemeine Hype erscheint ein wenig überzogen.

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Andreas Busche: fluter, Der Freitag Andreas Busche: fluter, Der Freitag

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8.5Ausgezeichnet

Drive, Refns erste Arbeit in Hollywood, überführt Manierismus nun auf nahezu perfekte Weise in schönste Genre-Formen.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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3.0Schwach

Drive, die angeblich beste Regie von Cannes 2011, ist ein völlig unoriginelles und brutales Action-Filmchen der Art, die Hollywood fast im Wochenrhythmus raushaut.

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Graf Krolock

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Der Film erinnert eher gar nicht an Hollywood. Tztz...


DrMeister

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Hast wohl den neuen Fast and Furious geguckt. Drive kanns nicht gewesen sein.


S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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10.0Herausragend

Ein Bildersturm! Ein Cineastentraum! Ein Meisterwerk!

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Flibbo: wieistderfilm.de

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6.0Ganz gut

Zwischen abgefahren und fahrlässig fährt „Drive“ eine eigene Fahrbahn. Der Hollywood-unerfahrene Regisseurs Nicolas Winding Refn („Walhalla Rising“) überfährt einen mit einem Verfahren voller Gefahren. Im Klartext: Der Film schöpft aus Elementen von B-Movies, Film noir und den 80ern, zollt den großen Auto-Actionfilmen wie „Bullitt“ und „Fluchtpunkt San Fransisco“ sowie den wortkargen Leinwandhelden der letzten fünf Jahrzehnte à la Clint Eastwood Tribut, erzählt alternativ in „Reservoir Dogs“-Manier und streift dem Ganzen ein edles Programmkino-Korsett über. Das ist eine hübsche, teilweise homogene Stilübung, die weniger Substanz hat, als es dem Publikum dabei weiß gemacht wird. [...]

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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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8.0Ausgezeichnet

Es ist die Stille, das Flirren der Lichter zwischen Zeitlupen, plötzlicher Gewalteruption und beredtem Schweigen, das Drive so faszinierend macht – es ist das unerwartete Knistern im Altbekannten.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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7.0Sehenswert

Nach 100 Minuten ist dann auch alles vorbei und man fragt sich schließlich: really!? Das soll der Überfilm gewesen sein, für den Nicolas Winding Refn in Cannes prämiert wurde und der sich auf jeder Jahresbestenliste der US-Kritik befand? In einigen Jahren wird "Drive" wohl so ein Geheimtipp werden, der eigentlich gar keiner ist, den aber jeder Semi-Cineast jedem seiner Freunde empfiehlt, der mal was Cooles abseits des Mainstreams sehen will. Klappe zu, Affe tot.

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alviesinger: bummelkino

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6.5Ganz gut

Wow! Der Einstieg ist atemberaubend, die Bilderflut fasziniert, der Score wummert sich in dein Herz. Das ist zwar nur banale Action aber in ungewohnter Weise minimalistisch und unfassbar ergreifend, spannend. So hätte Anton Corbijn mal „The American“ inszenieren sollen. Es folgen Killerdialoge, eine schwermütige Romanze erblüht. Ganz toll! Und nach einer Stunde wechselt der Däne Nicolas Winding Refn plötzlich den Kurs, die Begeisterung schwindet. Der launische L.A.-Blues verwandelt sich in eine unpassende ultrabrutale Nummer, Winding Refn macht aus seinem blassen Helden einen doofen Racheengel, der irre, in stilisierter Zeitlupe und in fast schon koreanischen Ausmaßen losmetzeln darf, zwischendurch treudoof und scheinbar nachdenklich an und in alten Karren herumlungert und dann wieder für das Gute mordet. Die sowieso schon kaum existente Geschichte schrumpft weiter, der positive Eindruck lässt nach. Die bedrohlich-schönen Momente werden durch die grobschlächtige und sich dahin schleppende Inszenierung der zweiten Hälfte fast gänzlich aus der Erinnerung radiert. Am Ende bleibt ein aufgeblasener Neo-Noir-Thriller mit dicker Style-Schicht, der dank des famosen Soundtracks, einigen wirklich grandiosen Szenen und dem routinierten Spiel der Schauspieler, dann doch nur recht annehmbar geworden ist.

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TheCorey: MovieMaze

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8.5Ausgezeichnet

Gutes Kino ist seltener geworden. Weniger Spektakel als in den 1980er Jahren, dafür mehr Remakes und Reboots von Werken aus genau der Zeit. Nicolas Winding Refns jüngster und in Cannes für seine Regie prämierter Streifen ist dagegen kontemporäres Kinospektakel mit dem Charme der Eighties. Also ein fast perfekter Film.

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Elmar Mertens: ARTiBerlin Elmar Mertens: ARTiBerlin

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8.0Ausgezeichnet

Trotz erbarmungsloser Brutalität birgt diese Buchverfilmung einen unglaublich sanften und sensiblen Kern. [...] Mit einem wahnsinnig fesselnden Soundtrack werden die vielen wortlosen Momente, in denen man einfach nur die Darsteller beim Darstellen sieht, wundervoll untermalt.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Reichlich overhyped; für einen wirklich herausragenden Film greift Refn allzu oft in die Kitschnudelkiste. In seinen besten Momenten - und derer gibt es nicht wenige - aber eine unglaublich konzentrierte Arbeit, die das Gute und das Schlechte von Michael Manns Kino der frühen 80er evoziert. Refn gelingt wiederholt das Kunststück, das Erwartete nicht zu zeigen, das Unerwartete dafür aber um so drastischer. Die echte Sensation dieses letztlich doch bemerkenswerten Films ist nicht Gosling als Soziopath, sondern der total gegen den Strich besetzte Albert Brooks als Bösewicht.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Julio Sacchi

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Aber Hype ist gerade das, was sich in den Medien abspielt, das große Publikum am Ende aber nicht in dem Maße erreicht. AVATAR ist kein Hype, das war ein Hypererfolg.


Hisayasu S

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Also, wenn man sich an der Begrifflichkeit entlangangelt: Medienhype: "werden meist kurzlebige, in den Massenmedien aufgebauschte oder übertriebene Nachrichten verstanden, die gezielt von Interessenträgern zur Werbung für bestimmte Ideen, Personen oder Produkte lanciert wurden."

Ich finde, und das ist es auch, was mich im Endeffekt stört, dass DRIVE eben nicht aufgebauscht oder übertrieben dargestellt wurde - der Film ist TATSÄCHLICH sehenswert - während bei AVATAR im Endeffekt viel heiße Luft um nur ganz, ganz wenig gemacht wurde, eben ein echter Hype!

Oder, um's auf eine urpersönliche Ebene zu hieven: Ich hab endlich mal genau das bekommen, was mir versprochen wurde und das freut mich sehr! ;)


goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G

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9.0Herausragend

Eine bemerkenswerte Variation von Léon, die von einem beinahe poetischen Minimalismus geprägt ist. Nur Carey Mulligan wird leider zur rehäugigen Statistin degradiert. Regisseur Refn blieb sich in puncto Härtegrad treu und beweist Mut, dem gefassten und ruhigen Grundton des Films solch explizite Darstellungen entgegenzustellen.

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Graf Krolock

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Eine Frage, was für ein Léon??


Thomas Volkmann: Programmkino.de Thomas Volkmann: Programmkino.de

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9.0Herausragend

Weil der Film gerade in seinem Fall auf viele Worte verzichtet, kommt seinem Minenspiel und seinen Blicken eine besondere Bedeutung zu. Dass er wie ein moderner Samurai agiert, lässt auch an Alain Delons Rolle in „Der eiskalte Engel“ denken.

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Alle Kritiken (33)


Kommentare (427) — Film: Drive

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Andy VonHahn

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Bewertung3.0Schwach

Anfangs noch recht schwungvoll, verliert der Film schnell an "Drive". Ein introvertierter Held, eine junge Mutter im Granny-Look und Dagmar Berghoff Gedächtnisfrisur; und auch sonst recht belanglose Charaktere. Die ganze Handlung ließe sich in zwei Sätzen zusammenfassen. So kam bei mir keine Stimmung auf, da half auch die Retro-80er-Synthie Musik nicht. Ein technisch gut gespielter Schuss in den Ofen.

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AdeptusAstartes

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Bewertung9.0Herausragend

Spannend und hervorragend gefilmt. Optisch sehr stylish, allerdings ohne dass es mit den Schauwerten übertrieben wird. Klare Empfehlung.

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niceeddy

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Bewertung9.0Herausragend

Die Vorhersage traf dann voll und ganz zu, wirklich ein außergewöhnlicher Film. Verblüfft hat mich die recht kurze Spielzeit, ich hatte das Gefühl, einen viel längeren Film gesehen zu haben. Und auch die deutlichen Parallelen zu Pusher ließen mich erstaunen, Refn hat seine Fähigkeiten in die USA transportiert, ohne dem Mainstream zu erliegen -Bemerkenswert.
Absolut gelungen ist die Idee, dem Film diesen 80er Flair zu geben, das passt hervorragend und wirkt keineswegs aufgesetzt. Wenn Refn es jetzt noch schafft, für seinen nächsten Film Kim Bodnia in die USA zu schaffen, ist er mein Held.

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sikkmeidack

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Refn ist mein Held. Fck usa. Stücke des soundstracks sind killer. I don´t eat, I don´t sleep... seit Walhalla Rising verfolge ich seine Filme... he keeps me under his spell
http://www.youtube.com/watch?v=9K7rmxjk5RQ&feature=related


RG-freak♥

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich bin ein sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr großer fan von ryan gosling deswegen diese bewertung. :) was den film angeht...für meinen geschmack ein ticken zu viel blut :S kann daran liegen das ich erst 15 bin und ihn trotzdem gesehen habe >.>...aber was ich gut finde im film: die athmosphäre und den zahnstocher den ryan gosling in kompleter filmlänge immer im mundwinkel hat *_*

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Larisa94

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn ich bei NFS von Cops verfolgt werde, kriege ich immer einen rasenden Puls und Schweißattacken.
Und der ist dabei so locker, fast schon gelangweilt.
Wow, cooler Film!!!

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lumpenerna

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NFS = Need for Speed


Bandrix

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Bewertung9.0Herausragend

Nun konnte auch ich endlich DEN Film des Jahres 2011 im Kino genießen. Zwar mit reichlich Verspätung, aber immerhin.
Dem geneigten Filmfan ist Nicolas Winding Refn ja wirklich kein Unbekannter mehr.
Mit seiner „Pusher“ – Trilogie führte er uns in die Abgründe des skandinavischen Drogenmilieus, mit „Bronson“ ging es hinab in die Psyche eines gestörten, aber unterhaltsamen Häftlings und mit dem Überfilm „Walhalla Rising“ schickte er den schweigsamen Mads Mikkelsen (Anwärter auf den Titel „Coolster Däne aller Zeiten“) auf eine Odyssee die Seinesgleichen sucht.
Sein neuester Wurf, nun in Amerika, heißt „Drive“ und ist die konsequente Weiterführung seines Stils und seines Könnens.
Hier lässt er uns an dem Leben des Stuntmans und Fluchtwagenfahrers „The Driver“ teilhaben.
Nach spannendem Beginn entspinnt sich völlig unerwartet eine leise und glaubwürdig inszenierte Liebesromanze.
Getragen wird diese von einem Ryan Gosling, der in Sachen Coolness keinem etwas vormachen muss. Als „Partnerin“ fungiert Carey Mulligan, die wieder mal vollkommen überzeugen kann.
So richtig Schwung in die Geschichte kommt jedoch erst, wenn Mulligans Lebensgefährte aus dem Gefängnis frei kommt und Gosling sich das erste Mal für einen anderen Menschen aufgrund seiner Gefühle einsetzt.
Bis hierhin erstaunt „Drive“ lediglich durch die genau platzierten Kamerafahrten, die perfektionistischen Einstellungen und das genaue Schauspiel. Winding Refn überlässt hierbei nichts dem Zufall. Von Anfang bis Ende ist „Drive“ durchkomponiert, alles ist genau an seinem Platz. Hier treibt der Regisseur seinen Stil weiter voran, als in seinen bisherigen Filmen. Der 80er Jahre Soundtrack tut sein Übriges um den Zuschauer vollends in die Geschichte miteinzubeziehen. Die Songs sind punktgenau eingebaut und passen wie die Faust aufs Auge.
Sowieso besticht „Drive“ nicht durch seine Story, die gab es schon hundertmal, sondern viel eher auf der visuellen und schauspielerischen Ebene.
Da gibt es einiges zu bestaunen.
Angefangen natürlich bei dem bereits erwähntem Leinwandpaar bis hin zu Ron Perlman als Gangsterboss, Oscar Isaac als Lebensgefährte( ganz stark!) oder Bryan Cranston.
Sie alle überzeugen restlos und machen aus einer Allerweltsstory etwas Besonderes.
Die gekonnte Inszenierung tut dann ihr Übriges um aus „Drive“ etwas Außergewöhnliches werden zu lassen.
Zu erwähnen ist noch die explizite Darstellung der Gewalt. Zwar kommt diese selten vor, taucht sie allerdings auf, entfacht Winding Refn wahre Gewalteruptionen, die die Unnachgiebigkeit Goslings noch besser zur Geltung bringen.
„Drive“ ist kein Film für solche die einen schnöden Actionreißer erwartet haben. Dementsprechend fiel auch die Meinung eines Typen aus, der mit im Kino saß:
„Ich hab ja schon viel Schlechtes gesehen, aber das...und dann der Soundtrack erst!“
Das ist unheimlich schade, schließlich sollte man sich doch vorher wenigstens etwas über einen Film informiert haben, wenn man ihn sich im Kino ansieht.
„Drive“ ist inszenatorisch und bildlich gesehen eine Schönheit, die unter dem Deckmantel eines Rachethrillers noch vieles mehr zu bieten hat.
Unglaublich heftig.
Unglaublich spannend.
Unglaublich schön.

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Kloina1893

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Großartiger Film.
Großartiger Kommentar. :)


Bandrix

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Danke sehr! :)


Agent Smith 27

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Bewertung9.0Herausragend

Hatte vor dem Kinobesuch schon einige, teils herausragende Kritiken gelesen. Die Story klang zwar nicht sehr außergewöhnlich, aber meine Neugier war geweckt.
Der große Pluspunkt dieses Films ist die Atmosphäre. Es beginnt alles äußerst ruhig und gelassen. Oft wird minutenlang nichts gesagt. Es wird dabei trotzdem nie langweilig (was schon einiges aussagt). Dazu gibt es einen super Soundtrack, der die Stimmung des Films wirklich auf den Punkt trifft.
In der zweiten Hälfte wird das ganze brutaler, actionreicher und noch spannender. Es ist teilweise kaum auszuhalten.

Die Schauspieler, allen voran natürlich Ryan Gosling, bieten gerade in den ruhigen Szenen ganz große Kunst an. Nur durch Blicke werden da sehr intensive Gefühle vermittelt und der Zuschauer kann sich perfekt in die Situationen hineinversetzen.

Ganz klar ein Film für Film-Kenner und -Genießer. Wer einen Action-Thriller der klassischen Machart erwartet, wird hier wohl enttäuscht werden.
Alles in allem ein unerwarteter, früher Höhepunkt des Film-Jahres 2012, der auch noch ein paar Tage nach Kinobesuch nachklingt und fesselt!

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crazyivan

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Bewertung10.0Herausragend

geiler film und super soundtrack hatte bei einigen szenen richtig herzklopfen weil ich nicht wusste was im nächsten moment passiert. hab mich immer gefragt wer der typ überhaupt ist und wie man ihn einschätzen kann. über einige gewaltszenen hab ich mich aber auch ein bisschen erschrocken. hatte mich nicht über story oder so informiert hab nur gehört dass er gut sein soll und kann nur sagen gehört wahrscheinlich jetzt zu meinen lieblingsfilmen. mal sehen was der regisseur noch so rausbringt, hab von ihm noch nie was gehört. christina hendricks hab ich auch überhaupt nicht erkannt erst jetzt wo ich sie hier bei moviepilot gesehen hab :) bin noch bissl geflasht. den muss man sehen.

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janew94

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Märchenhaft-schöner (zum Ende hin: vorallem in der Gewaltdarstellung sehr expliziter) Gangsterthriller mit einem großartigen Ryan Gosling und einem tiefgehenden Soundtrack, der die isolierte, kühle Atmosphäre des Streifens super untermalt. Nicolas Winding Refn liefert mit "Drive" mal ebenso den coolsten Film aller Zeiten ab. Das visuell beeindruckende Kunstwerk ist eine Liebeserklärung an den Film und zurecht einer meiner absoluten Lieblingsfilme. [Engl. Original-Ton ist Pflicht!]

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Sülül

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Endlich gesehen und die hohen Erwartungen übertroffen.
Klasse Musik und Ryan Gosling in seiner bisher besten Rolle, verleihen dem Film einen unnachahmbaren Stil.
Aber das ware Prunkstück des Films ist seine Atmosphäre, welche den Zuschauer einfach nur fesseld.
Drive, ein Meisterwek
10 von 10

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Ugly_Honey

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Bewertung3.5Schwach

Mister Emotionslos fährt wie kein zweiter und schlachtet alle ab um seine große Liebe zu beschützen. Entschuldigung, aber was haben alle mit dem Film? Mir wurde der förmlich ans Herz getackert und ich hab mich wirklich auf was geiles gefreut. Es war wirklich sehr enttäuschend.
Na gut, vielleicht steh ich nicht so auf Autos und diese Action-Races, die eh immer gleich sind, aber das war peinlich. Schon allein diese Dämlichen Fahrerhandschuhe. Und die möchtegern "Verschlossenheit" des Hauptdarstellers. Ganz lieber Autoschrauber, AABEER nein er hat eine versteckte Seite. Nichts Neues oder besser umgesetztes.
Teilweiße trotzdem ganz gute Szenen, die ziemlich krass auch waren. Trotzdem enttäuschend. Absolut nicht meins.

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Dr.Hasenbein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Generationswechsel in Hollywood!
Während einztige Newcomer wie Leonardo Dicaprio, Brad Pitt, Johnny Depp und Christian Bale mitlerweile zu Hollywoods festen Größen gehören,
Schauspieler wie Mel Gibson, Tom Cruise, Tom Hanks oder Russell Crowe langsam die Rollen der älteren Figuren annehmen
und alt Stars wie Robert De Niro, Dustin Hoffman, Al Pacino und Clint Eastwood
zu großväterlichen Nebendarstellern degradiert wurden,
machen sich langsam aber sicher neue "junge wilde" in Hollywood breit!
Männer wie Michael Fassbender, Joseph Gordon-Levitt, Jeremy Renner, Tom Hardy und Hollywoods Allzweckwaffe Ryan Gosling mischen im Moment jedes erdenkliche Genre gehörig auf.
Und das erstaunlich gut!
Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Und so gibt es auch hier mit Zac Efron, Robert Pattinson oder Taylor Lautner ein paar schwarze Schafe.
Aber das ist hoffentlich nur eine Modeerscheinung!
Natürlich wehren sich Oldies wie Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis noch mit aller Waffengewalt gegen den Umbruch,
aber über kurz oder lang müssen sie wohl das Feld räumen.
Kurz noch was zum Film!
"Drive" ist ein sehr cooler, minimalistischer und dialogarmer Film mit starken Bildern, langen und ruhigen Einstellungen, einem dominierenden Soundtrack und tollen Schauspielern!
Der Film fängt sehr ruhig und melancholisch an, mutiert dann aber zu einem düsteren Splatter Thriller im Grindhouse Stil!
Diese gewöhnungsbedürftige Art dürfte nicht unbedingt jedermanns Sache sein,
mir hat dieser ungewöhnliche Streifen aber sehr gut gefallen!

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Filmpilot91

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr gut, nicht wegen der Story, sondern wegen der Inszenierung, der Musik und der Atmosphäre.
Sehr gut gespielt von Gosling, der seit Stay einer meiner Lieblingsschaupieler geworden ist.

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benutzerbenutzer

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

“If I drive for you, you give me a time and a place. I give you a five-minute window, anything happens in that five minutes and I’m yours no matter what. I don’t sit in while you’re running it down. I don’t carry a gun… I drive.”

Wer nach diesen ersten Sätzen glaubt, er befinde sich in einem Autofahrfilm oder standardisiertem Heist- Movie, könnte falscher nicht liegen. „Drive“ ist so ziemlich alles, von poetisch bis ultrabrutal, nur eines ist dieser Film nicht, und das ist alles, von poetisch bis ultrabrutal, nur eines ist dieser Film nicht, und das ist konventionell. Was Nicholas Winding Refn („Walhalla Rising“, „Bronson“) mit seinem ersten Hollywoodfilm geschaffen hat, ist nicht weniger als ein Instant- Meisterwerk, ein Film, perfekt inszeniert und durchcoreographiert, jede Szene für sich ein Kunstwerk, wie es wohl selten im Kino zu sehen war.
Dabei ist das Ganze storytechnisch nicht einmal besonders spektakulär angelegt, aber wer sich auf diesen Film einlässt, wird bald merken, dass die Geschichte ziemlich nebensächlich ist. Deshalb nur so viel: „Driver“ (Ryan Gosling) ist tagsüber Automechaniker und Stuntfahrer (was hier spektakulärer klingt, als es ist), während er sich nachts als Fluchtwagenfahrer gelegentlich etwas dazuverdient. Als er Irene (Carey Mulligan) und ihren Sohn Benicio (Kaden Leos) kennenlernt, fühlt er sich sofort für die beiden verantwortlich. Als Irenes Mann Standard (Oscar Isaac) aus dem Gefängnis entlassen wird und einen Überfall zur Begleichung seiner Schulden begehen will, beschließt der Driver, ihm zu helfen, um der jungen Famile eine Zukunft zu ermöglichen. Eine Entscheidung, von der er besser Abstand genommen hätte…

Winding Refn spielt in seiner ersten Hollywood- Regie konsequent mit den Erwartungen des Zuschauers. Das beginnt übrigens schon beim Trailer, der einen Low- Budget Fast- and – Furious- Abklatsch propagierte und dem Studio in den USA (wo auch sonst) sogar eine Klage wegen Irreführung einbrachte. Auch in der Eingangssequenz rechnet man ständig mit Stunts und spektakulären Crashs auf der Flucht vor der Polizei, wie Gosling aber tatsächlich entkommt, ist zehnmal stilvoller.

Überhaupt Gosling. Die Performance, die er hier als namenloser Protagonist abliefert, ist derart fesselnd, das man nicht umhin kann, diesen Mann als einen der fähigsten und besten Schauspieler seiner Generation zu adeln. Wie er lediglich mit seiner Mimik ganze Szenen kontrolliert, ist schlicht und ergreifend brilliant. Ohnehin steht er unmittelbar vor dem großen Durchbruch, überzeugte er doch im letzten Jahr bereits in „Crazy Stupid Love“ und vor allem in dem Independentdrama „Blue Valentine“.

Doch auch die anderen Darsteller müssen sich keineswegs verstecken, allen voran Albert Brooks als Bernie Rose, ein alternder Krimineller, der aber durchaus noch nicht zum alten Eisen zählt. Auch Bryan Cranston („Breaking Bad“) als Drivers Chef in der Werkstatt und zugleich Auftragsbeschaffer spielt gewohnt großartig auf.

Was „Drive“ aber neben den Schauspielleistungen, der makellosen Inszenierung Refns und den unglaublich schönen Bildern von Kameramann Greg Baldi zu einem derart eingängigen Kinoerlebnis macht, ist der Soundtrack von Cliff Martinez, garniert mit 80er- Jahre Elektrosounds, die noch Wochen nach dem Kinobesuch im Kopf herumschwirren und für Gänsehaut sorgen.

Kurzum, Nicholas Winding Refn tritt in seinem ersten Hollywood-Film den eindrucksvollen Beweis an, dass europäische Regisseure auch in Hollywood ihrem künstlerischen Anspruch treu bleiben können. Sein Film begeistert durch poetisch anmutende Bilder, starke Darsteller und nicht zuletzt einen atmosphärischen Soundtrack, der diesen atemberaubenden Film den letzen Feinschliff verleiht und ihn zum Kultfilm machen könnte.

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xXFilmFreakXx

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Bewertung9.5Herausragend

Tolle beklemmende Atmosphäre,super cooler Hauptdarsteller,toller Soundtrack spannende Handlung.Die Szenen im Aufzug wo der infernalische Wutausbruch im krassen Gegensatz zur zärtlichen Situation vorher steht oder wo Gosling mit dem Hammer auftaucht und dem kleinen Handlanger der beiden Hauptschurken einen Besuch abstattet und ihm die Leviten liest sind grandios gespielt und dargestellt.Gosling schafft es aus ganz wenig viel zu schaffen,auch wenn er sehr minimalistisch ist schafft er es gut Gefühle und Regungen rüberzubringen ,vorallem wenn er blötzlich alle Minimalistik fallen lässt und es ordentlich krachen lässt.Die Synchro war gut, in Original aber sicher besser,voralllem die Szene wo Gosling den Gauner in der Bar verbal bedroht ohne eine Wimper zu verziehen garantieren für mich jetzt schon Kultstatus.Leider fehlt mir ein Teil der ihm zum entgültigen Meisterwerk machen lässt.

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Chewbacca

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Bewertung9.5Herausragend

„Drive“ ist ein exzellenter Film und fesselt von der ersten Minute an mit einem vortrefflichen Sound, hält seine bedrückende Spannung ohne einzubrechen und hat mit Ryan Gosling einen perfekten Hauptdarsteller. Dieser spielt den namenlosen Stuntman, der nebenbei auch Fluchtwagen fährt, abseits der Straße aber kein soziales Leben führt und erst durch Carey Mulligan die Liebe und Zugehörigkeit entdeckt. Dabei verstrickt er sich aber zusehends in ein dunkles Netz aus Blut und Gewalt aus dem es kein Entkommen gibt außer man nimmt das Schicksal in die eigene Hand…

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Baneblade

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Kunstwerk. Nicht mehr und nicht weniger.

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Andre Jonas

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

[Achtung: kann SPOILER enthalten]
»Drive« macht es dem Zuschauer nicht leicht: Es fällt schwer, sich mit dem Hauptdarsteller zu identifizeren, denn man erfährt kaum etwas von seiner Person. Er wirkt unterkühlt, jede Geste scheint bewusst und berechnet, jedes Lächeln macht die Fassade deutlich, welche erst im Laufe des Films bröckelt und kurze Blicke auf eine trostlose, isolierte Seele ermöglicht.

Stilistisch bietet »Drive« eine interessante und durchaus unkonventionelle Mischung: Obwohl Verfolgungsjagden in schnellen Karossen und brutale und dabei teils explizite Gewalt einen nicht geringen Teil der Handlung ausmachen, strahlt der Film, in direkter Verbindung zu seinem Hauptcharakter, eine ungewöhnliche und manchmal lethargische Ruhe aus: Durchweg lange Einstellungen auch zu überraschenden Zeitpunken und betont langsame Kamerafahrten dominieren die Darstellung. Spätestens nach den ersten Andeutungen des Kommenden wird diese Ruhe jedoch zu einer zermürbenden Spannung, die fortan durch den Film trägt. Und wenn schließlich die Gewalt einsetzt, tut sie dies um so effektiver.

Perfekt auf diese stilistische Konstellation abgestimmt ist der Soundtrack, der sich durch mitunter pressende Ambient-Klänge auszeichnet und immer wieder Synth-Pop-Stücke in den Vordergrund stellt, die in Verbindung mit der sonstigen optischen Kühle des Films eine tiefe Großstadtmelancholie verströmen (was mich oft seltsam an »Lost in Translation« denken ließ).

Denn die dargestellte Szenerien wirken seltsam sauber, fast steril: Jede Karosserie, jede Glasscheibe glänzt fleckenlos, die Wohnungen erinnern an IKEA-Kataloge und sind aufgeräumt, nirgendwo liegt Staub. Selbst die dreckige Autowerkstatt, in welcher der Hauptcharakter arbeitet, wirkt irgendwie unecht und künstlich.

Ebenso kühl wirken die sich vor dieser Szenerie abspielenden Handlungen: Jede Emotion wird distanziert vermittelt, oft nur angedeutet und zeichnet das Stimmungsbild einer niemals schlafenden Großstadt, in der alles nur flüchtig und vergänglich ist, in der man im Grau der sozialen Isolation nach echten Gefühlen sucht und doch nur Masken und Schleier vorfindet, hinter denen sich nicht selten Schmerz und Gewalt verbergen.

Die Charaktere (vom Hauptcharakter etwas abgesehen) wirken folglich nicht wie Individuen, viel mehr sind typische postmodern Motive anzutreffen: Stumpfe Gangster in Stripclubs und die ihnen Übergeordneten, die sich in einer Bar über ihr Geschäft streiten; die jungverheiratete Mutter, die nie von ihrem Gefängnis sitzen Mann loskam und der alte Automechaniker mit den falschen, ins Verbrechen verstrickten Bekanntschaften. Und doch ist die sich aus diesem »Baumaterial« ergebene Konstellation interessant und trägt die Spannung des Films mühelos.

»Drive« hinterlässt wahrlich keine positiven Gefühle – was nach dem »Showdown« zurückbleibt, ist keine Erlösung, weder positiv, noch negativ. Viel mehr hat man das Gefühl, einer kurzen, eher deprimierenden, nüchtern erzählten Geschichte (der Film ist tatsächlich sehr kurzweilig) um einen Hauptcharakter beigewohnt zu haben, der aus der Bedeutungslosigkeit kam und, trotz des zwischendurch aufflammenden Gefühls eines vielleicht echten Menschseins, ebenso wieder in ihr verschwindet.

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midnightmeteora

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich will gar nicht zu viele Worte verlieren. Ich kann nicht sagen, dass ich enttäuscht bin, denn im Endeffekt war es ja kein schlechterFilm. Die Story ist ok, wenn auch nicht neu, und es wird ihr viel Zeit gegeben, was dem Film zu Gute kommt. Dass die Action nur sehr vereinzelt vorkommt, aber dann auch wirklich hart, fand ich passend und Atmosphäre fördernd, wenn sich denn überhaupt eine aufgebaut hätte.
Und da liegt das große Manko: Die viel zu häufigen Slow-Motion Szenen nerven einfach. Natürlich soll das stylisch sein, Dramatik aufbauen und zeigen, was für ein "deeper Shit" hier doch gerade geschieht. Doch nach dem zwanzigsten Kopfnicken in Slow-Mo stört das nur noch. Außerdem kann ich das große Lob für Ryan Gosling nicht nachvollziehen. Er spielt zwar nicht mies, aber eine Meisteleistung ist es im Vergleich zum Rest auch nicht. So müsste man nach dem Film denken, dass dieser bloß zwei Gesichstausdrücke im Repertoire hat, was ja eigentlich nicht so ist.
Wäre das nicht gewesen hätte der Film wahrscheinlich die vorrausgesagten 8,5 Punkte, wenn nicht sogar, mehr bekommen. Jetzt ist es ein netter Film, mehr auch nicht.

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Kaskodil

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Exakt mein Gedankengang, bloß kürzer in Worte gefasst!


T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

toller ruhiger film mit einem hammer hauptdarsteller, gewürzt mit einem super soundtrack

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