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Drive

Drive (2011), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 18, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 26.01.2012


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7.6
Kritiker
65 Bewertungen
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7.7
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20450 Bewertungen
809 Kommentare
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von Nicolas Winding Refn, mit Ryan Gosling und Carey Mulligan

In Drive versucht sich Ryan Gosling als cooler Fluchtwagenfahrer und Stuntman in LA. Für die Liebe seiner Nachbarin Carey Mulligan nimmt er es sogar mit der lokalen Mafia auf.

Drive ist die Kinoadaption des gleichnamigen Crimethriller-Romans von James Sallis. Ryan Gosling spielt in Nicolas Winding Refn’s Film einen Stuntman, der – spezialisiert auf Autostunts – schlicht The Driver genannt wird. Aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten hinter dem Steuer wird er gerne als Fluchtwagenfahrer angeheuert. Driver ist ein Vollprofi ohne jegliche zwischenmenschlichen Bindungen. Einzig zu seinem Mechaniker und Auftragbeschaffer Shannon (Bryan Cranston) hegt er so etwas wie freundschaftliche Gefühle. Dieser ist es auch, welcher ihm eine Karriere als Nascar-Profi in Aussicht stellt. Als er sich jedoch in seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) verliebt, bekommt die Fassade des einsamen Wolfes Risse. Ihr zuliebe will er ihrem Mann Standard (Oscar Isaac) bei einem Überfall helfen, durch den er sich und seine Familie von Schutzgelderpressern freikaufen will.

Hintergrund & Infos zu Drive
Allein die Produktionsgeschichte von Drive ist eine eigene Story wert und Beleg dafür, dass, was manchmal lange währt, am Ende doch noch gut wird: Nachdem das Buch 2005 erschienen war und durchweg positive Kritiken erhielt, war lange Zeit Universal an einer Umsetzung von Drive interessiert. Zunächst war Hugh Jackman für die Hauptrolle von Drive im Gespräch, doch letztlich setzte sich Ryan Gosling als Wunschkandidat von Produzent n/a durch. In der Tat war er von Gosling so angetan, dass er diesem freie Hand bei der Wahl des Regisseurs für Drive gab. So kam der Däne Refn an Bord, Regisseur der Pusher Trilogie und Bronson. Gosling spielt in Drive an der Seite eines illustren Ensembles bestehend aus u.a. Albert Brooks, Ron Perlman und Christina Hendricks.

Der Beruf des Fluchtwagenfahrers fasziniert Filmemacher und Publikum nicht erst seit Drive. Besondere Bekanntheit im Genre erlangte Walter Hills Klassiker Driver. Aber auch Filme wie The Italian Job – Charlie staubt Millionen ab oder Heat würdigen jene oft unterschätzte Aufgabe.

Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde Nicolas Winding Refn für Drive als Bester Regisseur ausgezeichnet. (EM)

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Mehr Bilder (44) und Videos (22) zu Drive


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Drive
Genre
Drama, Film Noir, Thriller
Zeit
Gegenwart, Nacht
Ort
Los Angeles
Handlung
Angst, Armbanduhr, Auftragskiller, Ausflug, Ausstieg, Auto, Autofahrt, Autopanne, Autorennen, Autowerkstatt, Basketball, Beschützung, Besorgt sein, Blick, Blut, Blutbad, Brutalität, Chance, Dankbarkeit, Dollar, Ehemann, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Einkaufswagen, Einkaufszentrum, Emotionslos, Entlassung aus dem Gefängnis, Ernst, Erschiessen, Eskalation von Gewalt, Fahndung, Fahrer, Fahrstuhl, Falle, Feier, Fenster, Fernsehen, Fernseher, Flucht, Fluchthelfer, Fluchtwagen, Frau zwischen zwei Männern, Fähigkeit, Gabel, Gangster, Gefühle, Geld, Geldkoffer, Geldübergabe, Gelächter, Gerechtigkeitssinn, Geschwindigkeit, Gewalt, Gewaltausbruch, Gewehr, Glück, Grausam, Hammer, Hausflur, Helikopter, Highway, Hilfsbereitschaft, Hinterhalt, Hoffnung, Intrige, Investition, Junge, Kaltblütig, Kamera, Kopfverletzung, Kultfilm, Kuss, Laterne, Lüge, Mafia, Maske, Menschenmenge, Messer, Messerstecherei, Mietshaus, Modell, Mutter-Sohn-Beziehung, Nachbarin, Nachbarschaft, Neubeginn, Neue Freunde, Parkhaus, Party, Patronen, Pizzeria, Polizeiauto, Polizeifunk, Polizeisirene, Polizeiwagen, Pornoproduzent, Prügel, Rache, Rasiermesser, Raubüberfall, Rendez-Vous, Rennwagen, Reparatur, Restaurant, Risiko, Scheinwerfer, Schießerei, Schnell, Schnittwunde, Schuss, Schuss in den Kopf, Schusswechsel, Schusswunde, Schutzgeld, Schweigen, Schüchternheit, Skorpion, Sofa, Sportwagen, Stadtpark, Stille, Stock-Car-Rennen, Strand, Straße, Straßenverkehr, Strip-Club, Sträfling, Stunt, Stuntman, Suche nach Mörder, Supermarkt, Tasche, Telefon, Telefonanruf, Tod durch Erschießen, Tritt ins Gesicht, Uniform, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vaterersatz, Vaterfigur, Verbluten, Verfolgung, Verfolgungsjagd, Verhör, Verkehrsampel, Verletzung, Verlieben, Vertrauen, Vorbereitung, Welle, Wohnung, Wunde, Zukunftspläne, Überfall
Stimmung
Aufregend, Eigenwillig, Ernst, Hart, Spannend, Traurig, Verstörend
Zielgruppe
Männerfilm, Über 18, Über 18 (Gewalt)
Tag
Kultfilm
Verleiher
Universum/24 Bilder
Produktionsfirma
Bold Films, Marc Platt Productions, Odd Lot Entertainment, Seed Productions

Kritiken (39) — Film: Drive

_Garfield: Blogbusters

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7.0Sehenswert

„And you have proved to be a real human being and a real hero.“

Nach eruptiver Dekonstruktion gewaltsamer Natur und grobkörnigem Milieu-Ausflug, gibt Refn sein Debüt im großen, bösen Hollywood. Irgendwo zwischen seichtem Arthaus-Einschlag und Mainstream-tauglichen Gewalt-Eskalationen. Und ein wenig überrascht es dann doch, dass gerade „Drive“ einen derartigen Hype erfuhr, erscheint dieser in seiner Elegie, seinem traumartigen Dahintreiben durch einen quasi nicht existenten Handlungsbogen für ein breiteres Publikum doch eher ungeeignet. Womöglich ist es die Figur des Driver, dieser gesichtslose Rächer der Entrechteten, dieser unscheinbare, wortkarge Jüngling, der jederzeit zum blutrünstigen Psychopathen mutieren könnte und eben jene, unfassbare Faszination, die von ihm ausgeht. Vor allem der Verdienst eines Ryan Gosling und dessen reduzierten, aber nicht minder faszinierenden Spiel. Zu einer abgehobenen Kunstfigur gerät der Driver auch deshalb nicht, weil es Gosling versteht Coolness nie zur lächerlichen Pose geraten zu lassen. Worte erübrigen sich in einem freundlichen Lächeln, in mal intensiven, mal ganz flüchtigen Blicken; die Geschichte einer Beziehung und einer tiefen, beidseitigen Zuneigung erzählt Refn ausschließlich über Bilder, über Gesten und über wenige Worte. Ein Ansatz, der nur über das fantastische Zusammenspiel von Gosling und einer bezaubernden Mulligan funktioniert und der sich in Anbetracht heutiger Geschwätzigkeit deutlich von anderen Produktionen unterscheidet. Leider begeht Refn den Fehler, in seinem Bestreben nach einem möglichst krassen Kontrast zwischen hilfsbereitem Ersatzvater und gewaltbereiten Rächer, die Gewalt viel zu oft zum Selbstzweck geraten zu lassen. Da werden Hälse zerstochen, Köpfe zu Brei zertreten oder direkt in Zeitlupe zerschossen, Oberkörper durchbohrt, Pulsadern aufgeschnitten und immer hält die Kamera drauf, will dabei sein, ganz nah dran. Nicht selten erwecken diese übertriebenen Sequenzen den Eindruck platter Provokation, die „Drive“ als makelloses Handwerksprodukt (grandioser Soundtrack) und vor allem die wunderbar unkonventionell agierenden Darsteller absolut nicht nötig gehabt hätten. Spätestens zu seinen Finale hin, dem Driver als interessanter Figur wurden längst übliche Handlungsmotive aufgezwungen, wirkt das alles nur noch redundant und aufgesetzt, wenngleich sich der abschließende Anti-Klimax sehr konsequent bekannten Mustern versagt. Das mag schlechter klingen, als es gemeint ist, mehr drin gewesen wäre aber auch.

„There's something inside you, it's hard to explain.“

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sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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2.0Ärgerlich

[...] Der Film ist stilistisch sehr an die 80er Jahre angelehnt, was vor allem der verwendete Soundtrack unterstreichen soll. Hier muss ich jedoch leider sagen, dass ich mich nicht in die “glorreichen” 80er zurückversetzt fühle, die ich in Sachen Action mit Darstellern wie Stallone und Schwarzenegger und Regisseuren wie McTiernan oder Walter Hill (kleine Randnotiz: dessen von der Thematik her sehr ähnliche Film “Driver” ist übrigens eine wirkliche Empfehlung!) verbinde. Also meistens stumpf, dafür aber geradeheraus ins Gesicht. Die Musik ist nicht stimmig, vielmehr fühlte ich mich oftmals an die Soundtracks von irgendwelchen alten Softpornos erinnert (ja, ich war auch mal jung, möchte mich aber nicht detaillierter zu diesen Erfahrungen äußern). Für die Atmosphäre des Films ist das nicht sonderlich zuträglich – allerdings muss man auch sagen, dass diese meiner Ansicht nach generell nicht sonderlich gelungen ist. Zu lange Einstellungen, in denen man mitunter gefühlte Ewigkeiten auf eine Reaktion eines Darstellers wartet, zu viele Längen vor allem über die komplette erste Hälfte des Films. Regisseur Winding Refn (dessen Pusher-Filme übrigens sehr zu empfehlen sind) mag damit zwar versucht haben, die Beziehung der Charaktere untereinander so genau wie möglich zu beschreiben und beim Zuschauer ein Verständnis für diese herauszuarbeiten, aber ich bin der Meinung, dass weniger hier auf jeden Fall mehr gewesen wäre. Echte Spannung baut sich dadurch auch erst ab dem Moment auf, in dem der geplante Überfall in die Hose geht, abgesehen vielleicht von der Verfolgungsjagd ganz zu Beginn des Streifens, welche durchaus in der Lage war zu zeigen, dass man auch ohne großartige Crashes und sich überschlagende Wagen ein spannendes Wettrennen um die Freiheit zu inszenieren. Einer der wenigen echten Pluspunkte von “Drive”. [...]

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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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10.0Lieblingsfilm

[...] Und obwohl teils treibende Beats das Geschehen untermauern ist Drive zu jedem Zeitpunkt so unterkühlt und beherrscht wie der namensgebende Driver. Hier braucht es keine übertrieben inszenierten Stunts, waghalsige Sprünge oder ohrenbetäubende Explosionen, sondern stattdessen nur handgemachte Action und einige wohlplatzierte aber dafür umso schockierender wirkende Gewaltspitzen, die aber nie selbstzweckhaft oder effekthascherisch daherkommen, sondern stets explizit im Fortgang der Geschichte begründet sind und tatsächlich nicht hätten fehlen dürfen, um dem Film nicht seine unbändige Kraft zu rauben.

Ansonsten bedient sich Refn aber gerne und häufig vieler inszenatorischer Spielereien wie Zeitsprünge, Zeitlupen- oder Makroaufnahmen und fügt diese ebenso nahtlos in seine Komposition aus Bild und Ton ein. Und obwohl ein Großteil der Figuren kaum drei Sätze miteinander zu wechseln bereit ist, hat man nie das Gefühl, durch das fehlende gesprochene Wort etwas zu vermissen, weil hier wirklich Blicke und Taten für sich sprechen. Daher rührt im Übrigen auch die Intensität der oben angesprochenen Romanze zwischen Irene und dem Driver, weil hier auf derart feinfühlige und subtile Art und Weise das zarte Anbahnen von Gefühlen angedeutet wird, dass die beinahe als im besten Sinne pathetisch zu beschreibende Kulmination in ihrer romantisch verklärten Darstellungsweise sich mühelos in die Reihe anbetungswürdiger Szenen in Drive reiht, welche schon mit der furiosen Einführungs-Verfolgungsjagd ihren Anfang nimmt, welche die Weichen stellt für die vorherrschende Atmosphäre. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

veity

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Was ist mit euch los? Das ihr den alle so gut bewertet, manche gaben ihm eine 10!?!?!!? So was von langweilig jede total unbedeutende Szene dauert gefühlte Stunden .... Unglaublich die Bewertungen ... Also die ihm 9-10 gaben, ist ja wohl ein Witz als wäre das einer der besten Filme ever.... die ersten 50 min kann man ebenso gut aus dem Fenster sehen, danach die "Action" Szenen sind extrem zu laut, also mit einer 5.1 Anlage unglaublich, kann man sich in einer Mietwohnung nicht ansehen...


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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9.5Herausragend

♫Back against the wall and odds
With the strength of a will and a cause
Your pursuits are called outstanding
You’re emotionally complex
Against the grain of dystopic claims
Not the thoughts your actions entertain
And you, have proved, to be
A real human being, and a real hero♫

[...]„Drive“ ist eine (Anti-)Superheldengenese, verpackt in ein stylestrotzendes NeoNoir-Retrolook Actiondrama mit Synthie-Pop- und Electro-Beat-Untermalung, das in seiner Plot- und Motivreduktion die großen Klassiker des Genres zitiert, wie Peter Yates‘ „Bullitt“, James Camerons „Terminator“ und George Millers „Mad Max“: der Driver verliert nie den Fokus, seine Augen sind wachsam, seine Haltung konzentriert, die meist auf leiseste Regungen heruntergefahrene Mimik durchbricht nie seine kontrollierte Ruhe. Der Driver ist engagierter Beschützer und unbarmherzige Mensch-Maschine zugleich und in beidem unumstößlich zielfixiert. Beschützen, was sich zu schützen (und lieben) lohnt, und töten, was zu sterben verdient. Der Driver versucht in einer unvorhersehbaren Unter- und Zwischenwelt, vielleicht einer ganz persönlichen Postapokalypse, seine Vergangenheit bleibt schließlich verborgen, die Kontrolle zu bewahren, und als sie ihm entgleitet geht er bis ans Äußerste. Er ist aber auch ein emotionsgestört-soziopathischer Nerd, der sich selbst längst verloren und aufgegeben zu haben scheint, der Driver ist eine Amalgamierung verschiedener Einflüsse, die er als Stuntfahrer in Hollywood vermutlich genau dort aufgenommen hat: in der Filmbranche.[...]

[...]Die Story des kontaktvermeidenden Loners, der sich aus selbstgewählter Einsamkeit herauswagt und seinem Herzen mehr gestattet, als nur benzinhaltiges Blut durch seine Adern zu pumpen, ist genau wie die Namenlosigkeit des Helden so abgenutzt wie ein Satz Reifen nach ein paar Rennrunden, und „Drive“ ist sicherlich nicht deswegen so ein brummender, fauchender und dröhnender Hochleistungsmotor von einem Film, weil er seiner stattlichen Zahl an Vorbildern und Inspirationsquellen so viele neue Facetten abgewinnen würde. Aber wer frisch in die Formel 1 einsteigt muss auch keine Karosserie von Grund auf neu erfinden, sondern einen funktionstüchtigen und verflucht schnellen Wagen konstruieren, der die bekannten Teile der Konkurrenz so aneinanderschraubt und optimiert, dass die Pole Position dabei rauskommt. Und genau das bekommt Refn mit Gosling am Steuer auf die Strecke gestellt. Eine energiestrotzende Dauerverbrennung von Kraft und Antrieb, technisch nahe am Optimum und immer wieder kontrolliert in verschiedene Genrerichtungen ausbrechend. Car chase-Actioner, Charakterportrait, Crime-Thriller, Liebesdrama, Slasher sogar, in überragendem visuellen Design präsentiert. Keine unentschlossene style over substance Masturbation auf filmhistorische Wichsvorlagen, trahierend progressiv und nonkonformistisch in seinem Ablauf, seiner Stilisierung, Visualisierung und Akkustisierung zwar, aber eben auch character driven, Interpretationsraum schaffend in der Mehrdeutigkeit surrealistischer Märchenlemente und Figurenentwicklungen.[...]

[...]Dafür muss man nicht wissen, wer genau nun der Driver ist und woher er kommt, dafür ist nur wichtig, wohin er will und wie er dorthin gelangt. Die rücksichtslose Brutaliät, die ihn begleitet und dem Film seine 18er-Freigabe einbrachte, lässt sich Zeit, ehe sie hereinbricht, kommt aber keineswegs völlig aus dem Nichts. Wie erwähnt, der Weg des Drivers ist in gewisser Weise der eines Superhelden und dieser findet, als es keine Alternative mehr dazu gibt, in der Erweiterung und endgültigen Entfesselung seiner Kräfte die Mittel zur Tat in seiner Gnadenlosigkeit, in ekstatisch-ausartenden und verschreckenden Gewaltakten, in ihrer Enthemmung auch dem Umstand geschuldet, dass der Driver sein plötzlich wegen Irene gefühlsdurchsetztes Inneres nicht mehr im Griff hat wie zuvor. Logischer und konsequenter können zerschossene, zermatschte und erstochene Leichen also kaum arrangiert werden. Every hero must learn his purpose. Ryan Gosling portraitiert diesen Wandel natürlich nicht einzig über die coolen Posen, in die „Drive“ ihn rückt, sondern indem er dem Driver neben seiner gefassten Abgeklärtheit eine ständige Aura der gezügelten Selbstzwanghaftigkeit verleiht, immer kurz davor, sich loszureißen und die Schwelle zwischen Maschine und Mensch, Mensch und Held, Held und Psychopathen zu überschreiten. And you have proved to be a real human being, and a real hero. Vielleicht der krasseste solche seit Robert De Niros Travis Bickle in „Taxi…wait for it…Driver“.[...]

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

techam

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Wo ist die gesammte Kritik zu finden? Sehr schöner Schreibstil!


ChristiansFoyer

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Na einfach den "Kritik im Original"-Link unter dem Text und neben dem "Gefällt mir"-Text klicken ;) Und danke sehr!


Xander8112: Xanders Blog

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9.0Herausragend

[...]
“Drive” ist ruhig und sentimental, “Drive” ist aber auch laut und brutal. Die Symbiose dieser beiden gegensätzlichen Parts macht aus dem Film, was er ist: Eine fast perfekt erzählte Geschichte über einen Fahrer, dem seine aufkeimenden Gefühle für eine Frau und ihr Kind fast zum Verhängnis werden. Grandiose Aufnahmen, ein passender Score und ein ideal besetzter Cast: Es gibt sie noch, die guten Filme.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hisayasu S: DAS MANIFEST.COM

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10.0Lieblingsfilm

Glückwunsch an alle Beteiligten. Meisterwerk und im Prinzip jetzt schon ein Klassiker.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

FlintPaper

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Macht dir nix draus Hisa, agynessa findet nämlich, dass das einzig Positive an Drive die "schonungslose Gewalt" war XD.


Hisayasu S

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Strange people everywhere...


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.5Ausgezeichnet

[...] Wie der Skorpion auf seiner Jacke, sticht auch er eiskalt zu. Ohne jegliches Gewissen und ohne Gnade, explodiert er auf dem Bildschirm und nimmt alles und jeden auseinander, der sich ihm in den Weg stellt. Nur um Irene nah zu sein. Der Driver ist mit Sicherheit ein schwieriger, völlig undurchsichtiger Charakter. Doch beim genaueren Betrachten fällt auf, dass er mit seinen Augen das Nötigste erzählt und mehr muss er nicht tun. Genau das macht ihn einfach zu einem der interessantesten Charaktere überhaupt. [...]

Kritik im Original 38 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr.Film: City of Cinema

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7.5Sehenswert

Drive ist ein Versuch die Moderne mit der Altmodischen Art zu kombinieren, wenn man sich zurückerinnert gab es früher kaum einen Actionstar der mehr als 1 Seite Dialog auswendig lernen musste, das war nicht nervig, das war sympathisch. Denn oft kann man sich jegliches Wort sparen. Das wurde früher mit den (explosiven) Bildern ausgeglichen, und auch heute, bei Drive, passt das einfach perfekt, die Bildsprache die Refn anwendet ist durchgehend einnehmend und zieht einen regelrecht in den Bann, wenn ich dann auch noch an diese absolut geniale Musik denken muss(wo zum Teufel ist Oscarnominierung Nr.1) die mit dieser wunderbaren Schnitttechnik(wo zum Teufel ist Oscarnominierung Nr.2) harmoniert und einen visuellen und akustischen Orgasmus einleitet, ja dann hat man schonmal ein paar Filmgelüste auf sehr schöne Weise befriedigt. Das ist auch der Schriftzug der ganz klar mit einem Edding von Refn gezeichnet wurde. Das Drive ein Erlebnis geworden ist, kann man größtenteils Herrn Gosling danken, nein, nicht in erster Linie weil er den (wirklich gut) gespielten Driver präsentiert, sondern weil er aussuchen durfte welcher Regisseur für den Film hinter der Kamera stehen durfte. Nicolas Wending Refn sollte es werden, er und nur er. Herr Gosling, Sie haben eine Menge Sympathiepunkte dazugewonnen. Drive wurde zwar nicht zum geplanten Blockbuster, doch kann man die Mainstreamingartigen Züge die der Film trägt nicht abstreiten, schlimms ist´s jedoch nicht, denn in Verbindung mit den Independentelementen ergibt das ziemlich interessantes, aufregendes Kino, das man eher selten zu sehen bekommt. Hier kann man auch mit einem sehr sympathischen Protagonisten punkten, klar, man mag Ryan Gosling einfach, das ist seine Art wie er wirkt, und schlecht schauspielern tut er auch auf keinen Fall, doch was hätte ihm die Oscarnominierung gebracht wenn er eh gegen Dujardin verloren hätte, seine Zeit wird noch kommen, die Zeit in der er noch mehr zeigen kann. Im Gegensatz zu anderen Actionfilmen und deren Stars gibt es einen wortkargen Typen der einem trotzdem tiefgründig vorkommt, das könnte aber auch daran liegen das man sich viele Gedanken darüber macht was er denn eigentlich für eine Persönlichkeit hat, denn allzu viel erfährt man nicht über ihn. Und da sind wir an dem Punkt an dem ich meckern muss. Drive ist zu kurz. Drive kratzt oftmals an der Oberfläche der Möglichkeiten. Der Kerl, der sich eine ganze Trilogie Zeit genommen hat um seine Charaktere zu beleuchten, fertigt eine so interessante, keine außergewöhnliche aber doch sehr interessante Geschichte, in knapp 100 Minuten ab. Schade. Da merkt man dann wieder das Drive zum Teil doch für die breite Masse gemacht wurde, ich jedoch, und ich denke viele andere auch, hätten sich über eine gründliche Beleuchtung des Drivers gefreut.

So verbleibt Drive bei einem coolen Neo-Noir Thriller der etwas anderen Art mit vielen Glanzmomenten und kaum Schwachstellen, doch was fehlt ist eben der absolute Höhepunkt, diese Stelle die man bei einer facettenreicheren Geschichte gefunden hätte. Brutal und mitreißend war`s aber allemal, das Reifenquietschen(Refnquietschen, der Wortwitz wäre doch auch toll) umhüllt von der kühlen Atmosphäre pumpt Adrenalinschübe durch den Körper.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

mitcharts

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@Mr.Film
Ich meine auch die Story und nicht die Länge.
Die Story ist - trotz der berechtigten Kritik an ihr - gut so wie sie ist und passt hier wunderbar. Ich geh sogar soweit und behaupte mal, dass hier 'ne typische B-Movie-Geschichte erzählt wurde.
Dennoch musst du mir mal erklären, wo du da mainstreamartige Züge verortest. :)

Und das mit der Hommage, sollte man schon ein stückweit berücksichtigen, aber nie als endgültiges Argument sehen.


Mr.Film

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Ja das ist eben der Unterschied, dem einen macht sowas etwas aus, dem anderen nicht, ich mag Refn eben dafür ganz anders zu sein, hier kam eben auch Hollywood mit durch(=mainstream), aber das ist ja nichtmal so schlimm, wie gesagt ist das zusammen mit dem Independent-Flair ziemlich ansprechend. Ich bleibe aber auf dem Punkt, das man die Persönlichkeit hätte vertiefen sollen :)


Moviesteve: Podcast

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8.0Ausgezeichnet

Gestern Abend endlich "Drive" gesehen - UK-Disc importierendem Bekannten sei Dank. Der deutsche Trailer hat dem Film wirklich Unrecht getan. Stimmige Inszenierung, tolle Darsteller, wunderschöner Soundtrack und einfach eine schöne Abwechslung zum Genre-Einheitsbrei. Abzüge gibt's lediglich für den kleinen Spannungshänger im Mittelteil und die vollkommen unnötige explizite Gewaltdarstellung (weniger zu sehen, wäre wahrscheinlich sogar noch eindrucksvoller gewesen). Insgesamt aber absolut sehenswert!

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KultHit.de: KultHit.de

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8.0Ausgezeichnet

Unbestritten, dieser Streifen ist effektvoll: Benzin, Blut und Adrenalin. Dazwischen, kaum fassbar, Zärtlichkeit. [...] Nur zu schnell reiht man den Protagonisten in dieselbe Reihe stoischer Antihelden wie Clint Eastwoods Alter Ego ein. Schleichend, beim Nähertreten, zerfällt er jedoch vor den Augen des Zuschauers in einen vielschichtigen, ambivalenten Charakter. [...] Die tatsächliche Handlung des Films zögert Refn weit über die Exposition hinaus und stellt klar, dass nicht das profane Tun im Mittelpunkt steht, sondern der Mensch und seine Absicht.

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.5Herausragend

"Es gibt keine guten Haie": Magisches, elegantes, subtiles Kopfkino – das ist “Drive” – für die Üblichen Verdächtigen der beste Film des Winters. Eine zarte Liebesgeschichte und ein brettharter Krimi – etwa so als hätte Sofia Coppola “Goodfellas” gedreht. Regisseur Nicolas Winding Refn (“Walhalla Rising”) hat die Geschichte um den jungen namenlosen Driver (Ryan Gosling) auf das Wesentliche reduziert. Traumhafte, schwebende Stadtnachtlichterbilder, lange Einstellungen und perfekte Dialoge. Man kann nicht sagen, dass sonst viel geredet wird. Wozu auch. Die Üblichen Verdächtigen geben 9,5 von 10 Punkten. Dringende Kinoempfehlung. (Mehr im Podcast)

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CineKie: CineKie.de

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7.0Sehenswert

Atmosphärisches Thrillerdrama mit einem, wie eigentlich immer, grandiosen Ryan Gosling und einem nicht minder tollen Soundtrack. Dass die Spannung aufgrund der ruhigen, ja zeitweise sogar zäh und langatmig wirkenden Inszenierung zuweilen auf der Strecke bleibt, nehme ich dabei gerne in Kauf. Kein Meisterwerk, aber ein interessanter und durchaus sehenswerter Film.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Jede Szene ist wie ein Gemälde, eine Photographie. Der namenlose Driver reißt jeden Funken Aufmerksamkeit an sich, nur durch seine Präsenz und jeder Ton, sei es ein Wort, ein Knall oder das Dröhnen eines Motors zerreißt nicht etwa die fast schon meditative Ruhe des Films, nein, es zerspaltet sie. „Drive“ fährt wie auf Schienen. Eine unglaubliche glatte Inszenierung, die immer wieder dreckig-eruptiv aufgesprengt wird. Dann ist „Drive“ plötzlich zittrig, unbarmherzig, wie im Fieber. Ein einfacher Film, mit einfachen Inhalt aber einer stilistisch wunderbaren Antriebskraft. Der beste, simpelste Film seit langem.

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kyote

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"Auf hohem Niveau enttäuscht". Ja das trifft es für mich ziemlich gut.


Vika

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Oh yesss! Wunderbarer Kommentar!


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Drive sieht wahnsinnig gut aus. Jedes Bild ist scheinbar konzipiert um als Poster ausgekoppelt zu werden. Jede Szene ist Style, Eleganz und perfektes Spiel von Licht und Schatten. Ryan Gosling der den ganzen Film mit einem Zahnstocher im Mund herumrennt, bzw. fährt wird als fleischgewordene Coolness inszeniert, die im Neonlook der 80er durch diesen modernen Noir-Film juckelt. Wer allerdings mehr als Style und Coolness erwartet, dürfte streckenweise seine Probleme mit dem Film haben, denn diese "The Driver"-Paraphrase fährt trotz des Titels über weite Strecken mit angezogener Handbremse. Nicolas Winding Refn schwelgt in minutenlangen Szenen die Gosling beim stoischen Starren, stoischen Herumfahren zeigen und bedient sich bisweilen derart exzessiver Zeitlupen, dass das Bild schon mal kurz vor der völligen Starre zu stehen scheint. Der ominös brummende Soundtrack suggeriert zwar, das wäre alles sehr wichtig und artsy, verhindert aber nicht völlig, dass es stellenweise auch schon mal extrem langweilig wird.

Was schade ist, denn Drive verspricht gerade zu Beginn einiges, der initiale Heist ist gekonnt und spannend inszeniert und auch einige der Nebenfiguren wie Albert Brooks jovial-sadistischer Gangster Bernie oder Ron Perlmans Nino bergen mehr Potential, als letztlich genutzt wird. Denn ähnlich wie ein Macho-Poser der vor lauter Männlichkeit kaum gerade gehen kann und der fürchtet er könne als Weichei gelten, wenn er redet oder lacht - so macht auch Drive oft den Eindruck vor lauter Coolness nicht aus dem Quark zu kommen. Während Tom Ford in "A Single Man" die steife Stilisierung der Bilder zu Kunstwerken nutzte um (wenn auch nicht immer subtil) etwas über seine Figuren auszusagen und einen Blick in ihr Innenleben zuzulassen, scheint Refn sich mit der Pose zufrieden zu geben. Was spätestens dann etwas ärgerlich wird, wenn unnötig brutale, ja durchaus sadistische Gewaltszenen als Schockeffekt ausgespielt werden, ohne sie je zu reflektieren oder sie in den Kontext der Person Drivers zu setzen. So wirken sie als pubertäre Provokation, als unnötige Ergänzung der "Look, Momma! It's art!"-Stylespielereien des behäbigen Rests.

Gosling schaut den gesamten Film entweder milde-amüsiert oder stoisch unnahbar und bleibt Ikone, bleibt Abziehbild des harten, wortkargen Loners der tief drinnen wohl irgendwo ein Herz haben muss. Abseits der Pose ist er wenig interessant und verblasst, denn selbst Oscar Isaac (der kaum 20min im Film mitspielt) hinterlässt als Irenes Mann einen nachhaltigeren, vielschichtigeren und menschlicheren Eindruck. Carey Muligan als Irene ist gewohnt gut, bleibt aber wie Gosling in den Fesseln der unterschriebenen Rolle hängen - die die Beziehung der beiden stets mehr als Plotdevice, denn nachvollziehbare Entwicklung behandelt.

Am Ende bleibt Drive doch ein erstaunlich leerer Film, der zwar Tropen des Genres gekonnt beherrscht sich aber letztlich doch mit dem Zitat zufrieden gibt ohne den Anspruch der Eigenständigkeit, aber auch ohne den Mash-Up-Ansatz den Tarantino und seine Epigonen verfolgen. Die Humorlosigkeit von Drive mag zwar in einer Welt der Permaironie ganz erfrischend gedacht sein, täuscht aber auf die volle Spieldauer nicht darüber hinweg, dass doch entsetzlich wenig passiert und diese Rächergeschichte abgewetzter ist als die Besetzungscouch von Michael Bay. Der Driver ist cool, er kann cool rumstehen, cool Köpfe zu Brei treten und cool in blutbesudelter Jacke herum rennen - was er nicht schafft ist, dass ich mich für ihn je so interessiere wie ich es für Steve McQueen oder Clint Eastwood je getan habe.

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relaxingdave

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Vor allem in Hinblick auf die so künstliche unnahbare Hauptfigur und die Ästhethik des Films genau meine Meinung.


ThomasWzS

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Ich frage mich, was von dem Film bliebe, wenn er auf diese unglaubliche Brutalität verzichtet hätte ... Zeitlupe und laaaaange Weile.


Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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8.5Ausgezeichnet

Drive, Refns erste Arbeit in Hollywood, überführt Manierismus nun auf nahezu perfekte Weise in schönste Genre-Formen.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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3.0Schwach

Drive, die angeblich beste Regie von Cannes 2011, ist ein völlig unoriginelles und brutales Action-Filmchen der Art, die Hollywood fast im Wochenrhythmus raushaut.

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Le Samourai

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Hahahaha, pure Ironie hoffe ich. Nur die Punktzahl gibt mir zu denken...


schroemasta

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Jeder kann ja seine eigene Meinung vertreten ganz klar aber wer einen Film, der von einer genialen Darsteller Leistung, toller Kameraführung, bedrückenden Atmosphäre und einen bomben Soundtrack lebt etc. mit einen üblichen Hollywood Blockbuster, vollgeschüttet mit Computereffekten, vergleicht, hat meines erachtens diesen Film unter keinen Umständen verstanden. Ausserdem setzt die Brutalität erst ziemlich am Ende ein und diese kommt deshalb so krass und intensiv rüber, da dieser Film es auf genialster Weise versteht, dieses langsam aber zu keinster Weise langweilig aufzubauen.


S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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10.0Herausragend

Ein Bildersturm! Ein Cineastentraum! Ein Meisterwerk!

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.0Ganz gut

Zwischen abgefahren und fahrlässig fährt „Drive“ eine eigene Fahrbahn. Der Hollywood-unerfahrene Regisseurs Nicolas Winding Refn („Walhalla Rising“) überfährt einen mit einem Verfahren voller Gefahren. Im Klartext: Der Film schöpft aus Elementen von B-Movies, Film noir und den 80ern, zollt den großen Auto-Actionfilmen wie „Bullitt“ und „Fluchtpunkt San Fransisco“ sowie den wortkargen Leinwandhelden der letzten fünf Jahrzehnte à la Clint Eastwood Tribut, erzählt alternativ in „Reservoir Dogs“-Manier und streift dem Ganzen ein edles Programmkino-Korsett über. Das ist eine hübsche, teilweise homogene Stilübung, die weniger Substanz hat, als es dem Publikum dabei weiß gemacht wird. [...]

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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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8.0Ausgezeichnet

Es ist die Stille, das Flirren der Lichter zwischen Zeitlupen, plötzlicher Gewalteruption und beredtem Schweigen, das Drive so faszinierend macht – es ist das unerwartete Knistern im Altbekannten.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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7.0Sehenswert

Nach 100 Minuten ist dann auch alles vorbei und man fragt sich schließlich: really!? Das soll der Überfilm gewesen sein, für den Nicolas Winding Refn in Cannes prämiert wurde und der sich auf jeder Jahresbestenliste der US-Kritik befand? In einigen Jahren wird "Drive" wohl so ein Geheimtipp werden, der eigentlich gar keiner ist, den aber jeder Semi-Cineast jedem seiner Freunde empfiehlt, der mal was Cooles abseits des Mainstreams sehen will. Klappe zu, Affe tot.

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Alle Kritiken (39)


Kommentare (769) — Film: Drive


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manuel.luger.3

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Bewertung9.0Herausragend

Ein außergewönlicher Film, der wenn man sich darauf einlässt, wirklich stark ist. Auf einen Actionfilm darf man sich hierbei nicht einstellen, ich wusste überhaupt nicht was mich hier erwartet und hab mich einfach mal überraschen lassen. Die Eröffnungssequenz ist grandios, danach gehts eher ruhig und gemächlich dahin und um Falle von Ryan Gosling etwas wortkag und ich habe die ganze Zeit gerätselt warum der Film ab 18 ist, doch in der letzten halben Stunde nimmt die Story noch mal richtig Fahrt auf und wird in einigen Szenen verdammt brutal. Die Darsteller sind gut, die Musik ist an sich Scheisse passt aber gut in den Film und die story ist auch ok. Ich würde sagen, einfach ansehen und sich überraschen lassen...

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FrEAk0

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Der hier ist ganz ganz stark, und mit Ryan Gosling dem ich sehr gerne zusehe.

http://www.moviepilot.de/movies/the-place-beyond-the-pines


manuel.luger.3

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Den werd ich mir demnächst bestimmt holen..


movimax

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Bewertung9.5Herausragend

"Ein wahrer Held, ein wahres Monster.."
Regisseur Winding Refn schafft es mit "Drive" einen sich spannenden anhörenden Action- Thriller in ein grandioses Meisterwerk zu wandeln, voller Tiefgang und Emotion, das sich von allen anderen Hollywood Verfolgungsjagd - Filmen durch seine dekommerzialisierte Umsetzung abhebt.
Winding Refn arbeitet vor allem mit dem Stilmittel der Reduktion. Nicht einmal sein Protagonist (Ryan Gosling) hat einen Namen, eine Herkunft, eine Vergangenheit...
Im Film wird außerordentlich wenig geredet, vor allem der Driver hat einen, für einen Protagonisten untypisch, geringen Sprechanteil. Er redet nur, wenn es absolut obligatorisch ist. Er wendet Gewalt an, roh und unretouchiert. Sogar seine Waffen reduziert der Regisseur auf einen Hammer und einen Nagel. Der Film wirkt dadurch pur und intensiv, ohne Rücksicht auf die Zuschauer im Kinosaal. Das macht den Film so realitätsnah, dass er unter die Haut geht. Ebenfalls der Einsatz von Filmmusik wurde gering und hintergründig gehalten, um die Emotion des Visuellen nicht zu verfälschen.
Winding Refn konzentriert seinen Film auf einzelne Szenen, die er mittels ausgeprägter Zeitdehnung hervorhebt. Die Spannung, die steigt, während der Driver im Wagen auf seine Komplizen wartet; der Kinosaal bleibt totenstill. Der Wechsel von Aktion und Passivität kreiert eine einzigartige Tension;der zuschauer hält förmlich den Atem an.
Der Kontrast von der Liebe zur fragilen, schon beinahe kindlich aussehenden Irene (Carey Mulligan), zum brutalen und rohen Gesicht der Mafia schafft den schmalen Grat zwischen dem selbstlosen Helden und dem rachsüchtigen Monster.
Wer einen gewöhnlichen, leichten Actionfilm sucht, wird es hassen. Wer ein Meisterwerk auf hohem Niveau sucht, mit Liebe, Spannung, Action und Gewalt, verbunden in der pursten, unverblümtesten Art und Weise, wird es Lieben.
Grandios.

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Ali34

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

So ein wunderschöner Film, ich glaub es nicht. Mir fehlen die Worte und ich kann wirklich nicht beschreiben, was ich so grandios an dem Film finde. Guckt ihn euch einfach an. Dann werdet ihr merken, was so einzigartig und faszinierend an dem Film ist.

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Cineast_Driver

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Das coolste Stück Zelluloid der gesamten 2000er Jahren, absolut.


Ali34

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Hundert pro. Das gibt es nichts anderes


L3uCh7f3u3r

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Bewertung3.5Schwach

Völlig überhypter Film meiner Meinung nach. Ryan Gosling spielt seine Paraderolle des kalten und distanzierten Typen und spielt gut. Allerdings hat der Film darüber hinaus nichts zu bieten. Die Story ist dünn und nicht unterhaltsam. Und für mich ist nicht relevant wieviel ich in einen Film reininterpretieren kann oder wieviel Kunst doch darin steckt. In aller erster Linie muss ein Film unterhalten und da hat dieser hier für mich versagt.

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Tq1991

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Bewertung10.0Herausragend

Tolle, coole, Grundstimmung.

Ryan, der charismatischste Bursche unter der Sonne.

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MrDurden

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Bewertung10.0Herausragend

Ich liebe einfach alles an diesem Film!

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lorenzbaum

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Beste Filmmusik!

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MaximusMeridius

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

https://www.youtube.com/watch?v=rkB4rvQ0D9I&list=LLgGL-jsGVHF7u_mVX9uiiog

Mehr ist da nicht zu sagen .

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RyGo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandios. Die Atmosphäre, der immer etwas Bedrückendes, Bedrohliches beihaftet, wird durch die unglaubliche Bildsprache & Kameraführung noch verstärkt. Mitten in diesem schwer zu fassenden Tristesse zeigt uns Ryan Gosling, warum er einer der besten Schauspieler dieser Generation ist; ohne große Dialoge, nur durch reine Mimik und Gestik schafft er es, tiefere Einblicke ins Innenleben der Figur zu ermöglichen als viele Schauspieler dazu in der Lage wären. Und das, ohne unglaubhaft zu wirken. Nebenher ist die Story eigentlich eine Liebesgeschichte, die erst in der zweiten Hälfte in Brutalität umschlägt. Die wunderbare Aufzugszene fasst dabei mehr oder weniger den komletten Film zusammen: es geht um wahre Liebe, für die der Driver alles tun würde. Wirklich alles. Selten wurde etwas so schön und gleichzeitig so schmerzhaft realistisch dargestellt. Ein wahres Meisterwerk über die Liebe und dem Ringen mit den eigenen widrigen Lebensbedingungen.

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Jose.Callejon

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Bewertung3.0Schwach

Letztens in der Videothek gewesen mit 3 Freunden, ich konnte mich mit "Drive" durchsetzen, denn ich hatte zwei Argumente: 1. extrem gute Kritiken 2. Ryan Gosling.

Leider wurde dies einer der Filme, bei denen ich absolut gegen den Strom schwimmen muss, auch wenn ich sicher nicht zu den "Anti-Alles" Menschen gehören.
Ich habe selten einen dermaßen overhypten "Thriller" gesehen. Damit fängt es schon an.
Ich fand den Film zu keiner Sekunde spannend, null. Wo wird es bitteschön aufregend, wo bleiben die Wendungen, die man Nicht erwartet?
Der Film ist zwar visuell gut und die Musik passt, allerdings täuscht das nicht über die viel zu lahme Story hinweg.
Ryan Gosling kaufe ich die harte Rolle nicht ab, das zieht mit seinem smarten Gesicht einfach nicht. Sein Kollege "Standard", der nicht lange in Erscheinung tritt, strahlt in der kurzen Zeit trotz Machtlosigkeit mehr Männlichkeit aus als Ryan im gesamten Film. Die Introvertiertheit wirkt wie Arroganz, die völlig fehl am Platz ist und ihn kaum sympathischer macht.. Seine "Mimik" sprach mMn eben Keine Bände, da gibt es ganz andere Kaliber an Schauspielern.
Seine Flamme, optisch erst 15, ist total unpassend besetzt.

Megapeinlich wird es aber, wenn der Textgehalt des Trailers schon 90% des gesamten Films darstellt! Diese "Ruhe", die von anderen gelobt wird, kann ich nicht nachvollziehen, denn sie erzeugt keinerlei Emotionen, weder Angst, Freude, Hass, Ungewisstheit oder sonst irgendwas. Sie ist schlicht und ergreifend einschläfernd. Die Geräuschlosigkeit wird wohl deshalb gehyped, weil man aus Hollywood in "Action""thriller" (beides trifft hier eher nicht zu) einfach mehr Krach gewohnt ist/war.
Die Hinführung zur eigentlichen Handlung schlägt inklusive oben kritisierter Merkmale mit einer Stunde Länge zu Buche. Wenn währenddessen dann auch nur sinngemäß Dialoge a la "Wie geht es dir? - OK." (OK ist die ulitmative Antwort auf alles) geführt werden, wirkt das schon extrem monoton.
Dass ich überhaupt wach bleibe, war zum Glück nicht so das Problem, denn die FSK18 Szenen rütteln den Zuschauer gegen Ende hin ein bisschen auf. Wobei die wohl auch nur drin waren, um den Film interessanter/härter erscheinen zu lassen, wirklich notwendig wären sie nicht gewesen. Das sollte wollte den Gegenpol zu dem ansonsten recht tonlosen Streifen darstellen.

Fazit: Schauspieler unglaubwürdig, unnötige Brutaloszenen, lahme Story, Dialoge zum Vergessen. Die Kulisse war nicht schlecht, aber die Verpackung bestimmt nicht über den Inhalt. Ein Taubstummer hätte bis auf die schöne Hintergrundmusik nicht viel verpasst. Nach der genialen Anfangsszene hab ich mir definitiv mehr erhofft.

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MartyMcFly1987

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Seit dem Film bin ich Ryan Gosling Fan. Ich glaube dass er für die Rolle geboren wurde denn wenn einer nur schaut und kaum redet und das so überzeugend dann Ryan Gosling. Super Film der nur von seinem 80iger Jahre Soundtrack noch hervorgehoben wird. Das ist einer der Filme die man nicht so schnell vergisst und zwar im positiven Sinne. Jetzt schon Kultstatus zurecht.

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Mr.Joshua

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So ruhig aber doch so laut. Klasse Ryan Gosling. Brutal und Toller Soundtrack. Sehr guter Bryan Cranston!

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veity

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Bewertung0.0Hassfilm

Der ist ja so was von schlecht ich hab während dem Film mehrmals diesen Kommentar geändert weil ich meinen Frust loswerden musste, nun ist er aus und ich hab den drang irgendwas kaputt zu machen .... so schlecht die Geschichte kann man locker in einen 30 min Film packen... Was ist mit euch los? Der Film ist ein absoluter Witz, er sieht zwar ganz schön aus aber der Inhalt ist eine Beleidigung die ersten 50 min passiert nichts jede Szene wird in die Länge gezogen... man sieht z.B. ständig einfach nur den Typ und die Frau und die machen nichts außer sich mal anlächeln... Das ist der Hammer und dann wenn die "Handlung" anfängt wird er brutal, wahrscheinlich auch der einzige Grund warum ihn dann manche gut bewerten. Und nur weil er gut gedreht ist und also gut aussieht und angeblich einen besonderen Style hat, ist es noch lange kein guter Film... Machte mich super wütend der Film... Dazu ist der Sound noch scheiße bei einer 5.1 Anlage, denn die ganze zeit super leise bis auf ein paar Action Szenen die übertrieben laut sind.. Also die den Film mit 10 bewerten zzzz man kann zwar über Meinungen streiten aber da hört es bei mir auf

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yaqwerdx

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Ich habe ihm zumindest zwei Punkte gegeben für stumpfsinnige 101 Minuten.


MartyMcFly1987

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Danke mit 2 Punkten kann ich gut leben ;)


timmoe

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Bewertung7.0Sehenswert

Drive hat audiovisuell einiges zu bieten. Stilistisch anspruchsvoll, bekommt man hier im Grunde genommen eine Art Neo-Italo-Western. Mir gefällt besonders die ruhige Bildsprache. Drive ist wunderschön fotografiert und musikalisch modern untermalt. Die Geschichte kommt in den knapp 100 Minuten aber wahrlich zu kurz.

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YellowheadAnimations

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Endlich jemand, der den Bezug zum Italo-Western noch einmal hervorhebt! Der "Driver" ist der neue "namenlose Fremde", Gosling der neue Clint Eastwood, Winding Refn orientiert sich an Leone. Und präsentiert wird uns 2011 eine Mixtur aus 3 is 4 filmen aus den 60-er Jahren, gekonnt variiert und glamourös verpackt in einen Film mit toller Cinematographie und atemberaubendem Soundtrack.


DerWaldHerr

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Drive" - Dass ist Stil, das ist der gelungene Spagat zwischen Mainstream und Arthouse.
Ja, "Drive" ist ein Meisterwerk.

Jetzt stellt sich natürlich die berechtigte Frage "Warum?". Nun, theoretisch ist "Drive" eigentlich nichts besonderes, Refn erzählt hier im Prinzip eine typische Western Story mit Autos und Mafiosi, rein Dialog technisch auch kein Meisterwerk, die Schauspieler sind auch nicht wirklich weltklasse (sie sind alle gut, aber an die Qualität eines De Niro kommen weder Perlman, Cranston oder Gosling ran), also, was ist es, was mich zu der Meinung bringt, "Drive" sei ein Meisterwerk? Ganz klar, in erster Linie der Stil des Filmes, solch eine urbane, Stilsichere Spielerrei mit natürlichen Farben kriegt maximal noch Michael Mann gebacken, der Soundtrack, sicherlich Geschmackssache, ist, um mal den Arthouse Klugscheißer rauszulassen, "elektrisierend", er passt nicht nur zum Film, er ist ein wichtiger Teil des Films. Und natürlich Ryan Gosling, ja, er starrt im Prinzip nur in die Kamera, ja, er redet nicht besonders viel und ja, er hat im Prinzip nur 2 Gesichtsausdrücke, aber verdammt, Gosling ist einfach ne coole Socke und der legitime Nachfolge von Steve fucking McQueen! Alleine wie er Carey Mulligan ansieht, es braucht keinen einzigen Dialog um die Szene zu verstehen.

"Drive" ist der Massentauglichste Film von Nicolas Winding Refn, jedoch wohl noch zu "ruhig" für die Masse, denn "Drive" ist wahrscheinlich der langsamste Film über einen Fluchtfahrer, quasi "The Fast and The Furious" auf Valium und in Intelligent.

Das einzige was man diesem Film ankreiden kann ist, dass er leider eine ganze Horde von Hipstern dazu gebracht hat, diesen furchtbaren 80er Jahre Stil wieder zu beleben...

Fazit:
Meisterwerk, zeitlos. Refn hat es einfach drauf.

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MartyMcFly1987

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Super Kommentar ! Danke besser kann man es einfach nicht ausdrücken ;) Schade dass viele die klasse des Films nicht sehen.


jorg.hoffmann.9849

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Bewertung9.0Herausragend

Keine leichte Kinokost serviert uns der Däne Nicolas Winding Refn mit Drive.
Der Film erinnert mich an Michael Manns Filme.Die sind auch kühl und mit Ruhe erzählt siehe Heat.Ryan Gosling spielt in Drive einen Stuntfahrer,der Nachts den Fahrer für Gangster macht.Bis eines Tages etwas schief geht.
Gosling und Mulligan passen wie die Faust aufs Auge.
So ruhig der Film auch ist,so explizit sind auch die Gewaltszenen,die nicht alltäglich für einen Hollywoodstreifen und auch für manchen schwer zu ertragen sind.
Starker kühler, aber auch hoffnungsloser Thriller mit einem überragendem Ryan Gosling und einer zarten Carrey Mulligan,dazu gibts groovige fetzige Mucke.Es gibt nur einen Punkt Abzug, für das Ende,auf der anderen Seite ist es nur konsequent.

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Hooded Justice

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Bewertung9.0Herausragend

Lange wusste ich nicht, was ich über »Drive« schreiben sollte. Irgendwie auch nicht, was an »Drive« so faszinierend ist. Doch Refn erschafft mit seinem Thrillerkunstwerk Wahnsinniges. Was ihn so besonders macht, ist sicherlich unter anderem sein Glanz, seine unglaublich schöne musikalische Untermalung, diese perfekte Inszenierung und selbstverständlich seine Schauspieler, doch ganz besonders an »Drive« ist die Melancholie, die Emotionalität, die aus ihm spricht, die an der Oberfläche so kühl erscheint, aber eigentlich sehr tief in warme Seelen blickt. Ähnlich wie in Refns unterschätztem »Bronson« besitzt der Film etwas sehr weiches und warmes. Wenn Bronsons Kampf plötzlich mit Musik der Pet Shop Boys untermalt wird, spielt der vermeintliche Actionstar in »Drive« mit einem kleinen Jungen das Blinzelspiel, sieht sich mit ihm einen Kinderfilm an und fährt seine Nachbarin und deren Sohn zu einem romantischen Ort. Wie berechnet ertönt ausgerechnet in letzterer Szene ein Song mit den Worten »A real human being, and a real hero …«.

Betrachten wir den von Ryan Gosling gottesgleich gespielten Driver, auf den ersten Blick eine typische Actionfilmschablone von Kerl. Doch seine Figur spuckt allen Genreklischees und -vorgaben recht schnell in die Fresse – vielleicht genau wie die rosafarbenen Schriftzüge im Vor- und Abspann des Films. Ein üblicher Actionfilm hätte gezeigt, wie dieser coole Muskelprotz mit seinen Kumpanen einen Deal nach dem nächsten klarmacht, Frauen beeindruckt und geil rüberkommt. Doch in »Drive« ist das nicht so. Hier ist alles eigentlich genau nicht so, wie es aussieht. Der Hai, der Muskelprotzt und Stuntman mit sexy Körper und schicken Klamotten ist ein ruhiger, gar schüchterner Kerl von nebenan. Ein Kerlchen, das mehr lächelt als spricht, der der Nachbarin die Einkaufstüten nach Hause trägt. Er ist jemand, der in der Werkstatt umgeben von Machos und Machogesprächen und Machosprüchen ein paar Meter entfernt steht und alleine am Auto schraubt. Es wird betont, dass er nicht raucht und in der Szene, in der er zitternd mit Gangster Nino telefoniert, heißt es spöttisch »Das hier ist nicht so dein Ding, oder?«. Er fährt schnelle Autos, man könnte fast meinen, sein Leben ist das Autofahren, und ist dennoch ist er alles andere als ein Vollkerl aus einem typischcoolen Film. Er sitzt da, am Steuer, nachdenklich, introvertiert. Mit einem tiefen Blick, der nichts sagt. Doch wie Watzlawick bereits sagte: Wir können nicht nicht kommunizieren. Selbst ein starrer, leerer Blickt erzählt uns von Insichgekehrtheit oder Nachdenklichkeit. Und diese sehen wir doch eigentlich ständig in diesem Film in Ryan Goslings Augen.

Wenig später sieht er sich mit dem Sohn seiner Nachbarin einen Film an. Der Junge meint, der Hai sei einer von den Bösen. Daraufhin fragt der Driver, ob es denn keine guten Haie gäbe. Darauf heißt es: »Sieht der etwa aus wie einer von den Guten?«. Nach dieser Stelle zeigt Refn Gosling noch einige Sekunden gedankenverloren in die Leere blicken. Diese Stelle halte ich für eine Art Schlüsselpunkt, denn würden wir die Figur von Ryan Gosling nicht auch oberflächlich mit etwas wie einem Hai vergleichen? Unter dieser Fassade ist er ganz anders, aber äußerlich wie ein Hai. Interessant ist, dass diese Stelle etwas in ihm zu verändern scheint. Wenig später rutscht er in die Gewalt und Kriminalität, er wird tatsächlich zum Hai. Vielleicht ist dies der Kern des Films: Als seien wir nur ein Produkt unserer gesellschaftlichen Sicht, der Oberflächlichkeit, unseres Äußeren. Und sind wir das nicht so oft wirklich?

Auch der Fortlauf der Dinge und sein Finale lassen den modernen Actionfilm noch einmal brechen. Während andere Filmhelden für eine Frau den unsauberen Ehemann vielleicht zur Hölle schicken würden, interessiert sich Ryan Goslings Figur nicht für solche Oberflächlichkeiten – genau wie er sich anderen Konventionen wie dem Händeschütteln verweigert –, sondern kämpft für die Befreiung der Frau und ihrem Sohn. Selbst wenn es so scheint, als würde nichts für ihn dabei herausspringen. Selbst wenn er in sie verliebt ist. Selbst wenn er am Ende diese Frau nie bekommen wird. Er ist kein Held, und deswegen gerade ein so Wahrer. Und hat Autofahren nicht auch etwas sehr Melancholisches? Ich finde schon. Immerhin singt auch Lana Del Rey in ihrem Song »Ride« davon.

»I hear the birds on the summer breeze,
I drive fast, I am alone in the night.
Been tryin' hard not to get into trouble,
But I, I've got a war in my mind.
So, I just ride, just ride,
I just ride, I just ride.«

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Hooded Justice

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Klar lese ich das :). Danke dir, und ja, das mit dem Hai ist etwas zu früh, aber interessant ist meiner Meinung nach die Tatsache, wie in jenem Moment die Kamera auf Ryan Goslings nachdenkliches Gesicht gehalten wird. Als denke er genau über das mit dem Hai nach, und dann irgendwann später wird er tatsächlich zum Hai (oder Skorpion).


Big_Kahuna

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Absolut, gut dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, auch wenn die Szene mir vorher schon etwas suspekt vorkam.
Eigentlich liest sich der Kommi wie ne 10 mit Herz, vlt solltest du das also nochmal überdenken. :P
Für mich ist es jedenfalls die absolute Perle 2011 und der letzten Jahre.
Besonders spannend find ich auch das Bonusmaterial wenn ich ehrlich bin. Refn ist schon ein klasse Typ, Gosling sowieso! ;)


LauraMi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

The Real Hero
großartiger Song, großartige Bilder, großartiger Film!

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Friedsas

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich mag Winding Refn´s Stil! Ich weiß zwar nicht immer was er aussagen will, wenn überhaupt etwas aber seine Filme sind visuell einfach eine Wucht! Egal ob Walhalla Rising oder in diesem Fall hier Drive.

Ryan Gossling sieht aus wie geleckt und spielt verdammt cool und ja ich muss sagen danach habe ich das mit dem Zahnstocher auch wieder probiert^^ Keine Ahnung warum :D Aber mal ehrlich der Film ist sehr sehenswert und fängt an ab der Hälfte ganz schön heftig zu werden ;)
Es wird geschossen, geschlitzt, gewürgt und verschlagen. Alles mit dabei die volle Palette!

Und das macht den Film für mich auch so gut, immer cool, Anfangs ruhig und dann Zack brennt Winding Refn ein Feuerwerk an das seinesgleichen sucht. Sauber, top :D

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Dual

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Der Soundtrack sollte noch erwähnt werden, der ist Hammer.
Ich sag nur Kavinsky - Nightcall....


Friedsas

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Natürlich hast du Recht der Film ist von vorne bis hinten durchgestylt und da gehört die Musik definitiv mit dazu ;)


Codercrush

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Bewertung6.5Ganz gut

So... beim zweiten Anlauf hab ich es nun doch geschafft den Film zu gucken. Beim ersten Versuch hab ich nach den ersten paar Minuten abgeschaltet.
Zwar besser als anfangs erwartet, jedoch für mich immernoch nich so der bringer. Mag vllt. auch daran liegen, dass ich die beiden Hauptdarsteller (Ryan "One Face" Gosling und Carey "Halbzwinkerin" Mulligan) nicht ausstehen kann.

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