Pusher
Pusher (1996), DK Laufzeit 105 Minuten, FSK 18, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Actionfilm
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von Nicolas Winding Refn, mit Kim Bodnia und Zlatko Buric
Drogendealer Frank macht einen großen Deal mit Dope, das er nicht bezahlt hat. Die Polizei kommt dazwischen und Frank versenkt den Stoff im See. Seinem Lieferanten Milo schuldet er jetzt eine Menge Kohle, die er innerhalb von wenigen Tagen auftreiben muss. In der Unterwelt von Kopenhagen versucht Frank verzweifelt an Geld zu kommen während Milos Jungs ihm schon auf den Fersen sind.
Cast & Crew
-
Nicolas Winding Refn
-
Kim Bodnia
-
Zlatko Buric
-
Laura Drasbæk
-
Slavko Labovic
-
Mads Mikkelsen
-
Peter Andersson
Regie
Schauspieler
-
Vanja Bajicic
-
Lisbeth Rasmussen
-
Levino Jensen
-
Thomas Bo Larsen
-
Jens Dahl
-
Nicolas Winding Refn
- Genre
- Thriller, Mysterythriller, Kriminalfilm, Drama, Actionfilm
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Kopenhagen
- Handlung
- Cannabis, Drogen, Drogenboss, Drogendealer, Drogensucht, Gewalt, Polizeieinsatz, Prostitution, Rave, Schulden, Schuss in den Kopf, See, Wettlauf gegen die Zeit
- Stimmung
- Ernst, Hart, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Pusher
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Kritiken (2) — Film: Pusher
Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...
Kommentar löschenEindrucksvolles Debüt eines jungen Genies
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenEine Art Mischung aus "Pulp Ficition", "Trainspotting" und "Bube, Dame, König, Gras". Was "Pusher" allerdings von diesen drei Filmen unterscheidet ist seine authentische Nähe zum Drogen- und Kriminellenmilieu, "Pusher" ist weniger überzeichnet als "Pulp Fiction" und "Bube, Dame". Daher auch der Vergleich zu Trainspotting. So könnte es tatsächlich in der dänischen Unterwelt vor 15 Jahren ausgesehen haben. Was der Film also an überzeichneten, skurillen Charakteren, wie beispielsweise auch in "In China essen sie Hunde", nicht hat, macht er durch die realistisch wirkende Nähe wieder wett. Viel trägt die Handkamera zu diesem Eindruck bei, die immer wieder zum Einsatz kommt. Fazit: Guter Skandinavischer Gangster-Film. Für mich gibt es aber definitiv besser Genrefilme.
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Sheeeeep 2009/10/30 07:44:15
Antwort löschenMuss den Film mir jetzt endlich mal auch zu Gemüte führen ;)
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mar (-ion-) 2009/10/30 11:58:57
Antwort löschenam besten die komplette trilogy "wasu frrankeä!"
dustyOn3 2010/12/07 15:04:27
Antwort löschenÜberhaupt nicht mit "Pulp Fiction" zu vergleichen, meiner Meinung nach.
Kommentare (38) — Film: Pusher
Kommentar schreibenNyarlathotep68 2012/02/10 10:17:13
Kommentar löschenDie Stärke von "Pusher" ist sicher diese Authentizität, die dem Milieu sehr nahe kommt, die ständige Handkamera, die ganz nah bei den Personen ist, das Schmutzige und Banale der Schauplätze und Charaktere. Gut, dass das mal jemand gemacht hat. Die Stärke des Films ist aber auch gleichzeitig seine Schwäche. Ein Drogendealer mit ein wenig zu viel Herz wird von einem noch fetteren Fisch, dem er einen Haufen Geld schuldet, gejagt, und mit der Nutte, in die er sich ein wenig verguckt hat, klappt es auch nicht so richtig. Aber egal, er würde sowieso nie was mit einer Schlampe anfangen und man glaubt's ihm auf's Wort. An Handlung ist mir das ein wenig zu dünn, das gab es schon woanders und besser und die Kamera, die ständg ihren eher mittelmäßig agierenden Schauspielern hinterherjagt, wird irgendwann auch ein wenig langweilig. Ja, ich weiß, das muss so sein. Wir sind hier nicht bei "Pulp Fiction" oder "Trainspotting", aber es muss einen auch nicht wie der Blitz vom Hocker reißen.
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Canis Majoris 2012/02/07 17:41:42
Kommentar löschenDen Inhalt von "Pusher" könnte man fast auch aus meinem Leben abkopiert haben... daher volle 10-Sympathie-Punkte inkl. Liebeserklärung! :)
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FilmFreeza 2012/02/09 07:08:40
Antwort löschen:D :D ach so einer bist du ^^
Canis Majoris 2012/02/09 11:30:36
Antwort löschenAber nicht weiter sagen... ;-)
FilmFreeza 2012/01/30 19:25:05
Kommentar löschenPusher
Pusher ist der erste Film bei dem der, aktuell wieder in den Fokus geratene, Nicolas Winding Refn Regie geführt hat. Wie immer hat er auch in Pusher seine Note unverkennbar hinterlassen.
Mit realistischer Kameraführung und keinerlei Zimperlichkeit, präsentiert der Däne seinem Zuschauer hier einen Gangsterfilm der etwas anderen Art.
Der Drogendealer Frank leiht sich bei seinem Lieferanten Milo eine große Anzahl an Dope um einen großen Deal abzuwickeln und die fette Kohle zu machen. Als die Polizei vorbeischneit, entsorgt Frank den Stoff hektischer Weise in einem See und steht somit bei Milo tief in der Kreide. Fortan versucht Frank, das Geld so schnell wie möglich für den ungeduldigen Milo aufzutreiben. Der große Handlanger Radovan hat ihn dabei im Blick und so wird das nahezu unmögliche Unterfangen, zu einem realistischen wie auch spannenden Wettlauf gegen die Zeit.
Pusher ist wohl einer der „echtesten“ Filme die mir bisher unter die Augen gekommen sind. Das liegt nicht nur an der darauf ausgelegten Kameraführung, sondern auch an dem zu Beginn noch sympathischen Duo, das sich dann allerdings aufgrund „illoyaler Aktivitäten“ der einen Seite zersprengt. Fortan ist Frank die uneingeschränkte Hauptfigur und im Gegensatz zu vielen anderen, habe ich ihn ausschließlich hassen können. Die Art wie er sich verhält, der Umgang mit seinen Mitmenschen ein abscheulicher Mensch in meinen Augen. Aber genau diesen bringt er eben so gut rüber, dass ich sagen muss, Hut ab vor dieser Leistung !
Milo ist eigentlich kein Deut besser, kommt aber irgendwie sympathischer rüber. Ob das an seinem gebrochenem Deutsch oder an seiner Ironie liegt, kann man schwer sagen. Dennoch zeigt er sich als durchaus seriöser und letzten Endes doch autoritärer Geschäftsmann, der sich nicht gerne verarschen lässt, auch nicht von seinem Kumpel Frank.
Pusher steht in Sachen Brutalität den meisten anderen Refn – Filmen um einiges nach, was logischerweise kein Nachteil ist. Viel mehr wird diese hier sinnvoller platziert um die Brisanz die die Geschichte hat, neben den teils unfreiwillig komischen Szenen, wieder vor Augen zu führen. Ansonsten ist Pusher nicht der ganz große Wurf, wie beispielsweise Drive. Dazu fehlt einfach auch die überragenden Schauspieler und der grandiose Score, der so einen Film perfekt abrundet. Dennoch ist Pusher ein gelungener, eigener Film und ein hoffentlich würdiger Beginn in eine starke Trilogie.
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Kairesma 2012/01/30 22:55:04
Antwort löschenda macht heute einer den Pusher Day:D
FilmFreeza 2012/01/30 22:57:14
Antwort löschenJa werde ihn morgen beenden :)
Mr.Film 2012/01/26 13:24:12
Kommentar löschenDrogen, Drogen, Drogen und Schulden, Schulden, Schulden. Eine schlechte Mischung wie Guttenberg und ehrliche Arbeit, wie Reiner Calmund und kalorienarmes Essen, wie...eine schlechte Mischung eben. Vor allem nicht wenn die Summe ins 6 Stellige geht. Das merkt auch Frank(Kim Bodnia). Er hat sich es wegen einem verpatzten Drogenschäft mächtig bei dem Gangster Milo(Zlatko Buric) verscherzt. Was anfangs noch eine stabile Freundschaft darstellte, entwickelt sich mit der Zeit zu einer Hassliebe wo die „Liebe“ jedoch immer mehr verblasst.
„Pusher“ wird gerne als die dänische Variante „Goodfellas“ dargestellt, das möchte ich nicht unbedingt unterstützen. Es geht um Drogenhandel, zwar auch in einem Gangstergewerbe, jedoch gehen einem dann auch schon die Vergleiche aus. Dort wird nämlich eine Geschichte erzählt die über Jahrzehnte geht, hier jedoch wird 1 Woche zusammengefasst. „Pusher“ gehört jedenfalls in dieses Genre „Gangsterfilm“ und sticht dennoch extrem stark aus der Menge. Das vor allem wegen der Authenzität die Refn so gut wie möglich rüberbringen wollte. Hat er geschafft. Man sieht die Coolness der Darsteller und riecht gleichzeitig ihren Angstschweiß. Es gibt keine Schonungsphase, nicht für Frank, nicht für den Zuschauer, man sitzt in diesem bitterbös wirkenden Drogenthriller fest und muss diesen ganzen Mist mit Frank durchstehen. Währenddessen entdeckt man mehr als Franks eigenes, verkommenes Leben, wo man nur hinschaut, welcher Person man auch in die Augen blickt –überall liegen gescheiterte Existenzen verteilt. Junkies und weitere Drogendealer…hat man alles schon mal gesehen, aber die Atmosphäre die mit dieser Realitätsnahen Fassade zusammen wirkt lässt das Ganze viel düsterer und aggressiver wirken. Man ist immer wieder von dieser erschreckenden Brutalität geschockt.
Was „Pusher“ sehr einzigartig (und eigenartig) macht, sind die Charaktere die ich für meinen Teil noch nie so gesehen habe. Man mag irgendwie gar keinen. Und doch mag man alle. Das liegt daran das (fast) alle Charaktere so facettenreich sind und man immer wieder ein neues Bild von Ihnen kriegt. Ein gutes Beispiel dafür stellt wohl Franks bester Freund Tonny(Mads Mikkelsen, seine erste „große“ Rolle(die er auch gut gemeistert hat)) dar, bis zum Drogengeschäft das verpatzt wird sind er und Frank unzertrennlich und können über alles reden, doch sobald die Cops eingreifen packt er aus. Da sollte er seine Tättoowierung, RESPECT, die er auf seinem kahlen Hinterkopf trägt, nochmal überdenken, denn es spricht nicht dafür dass er Respekt vor seinem Freund hat wenn er ihn sofort verpfeift. Doch die Charaktere würden nicht ohne die richtigen Darsteller zur Geltung kommen. Der Cast war klasse, bis auf ein paar Außnahmen schaut man einfach jedem gerne zu, in mein Herz habe ich Slavko Labovic geschlossen, ein Schläger der am liebsten ein Restaurant eröffnen möchte, hach, so was ist doch schön.
„Pusher“ hat mich etwas vergewaltigt zurückgelassen. Unverblümt wird einem die ekelhafte Welt des Drogengeschäfts ins Gesicht geschmissen. Doch faszinierend war’s allemal.
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seven 2012/01/26 13:27:58
Antwort löschenFreut mich, dass er dir so gut gefallen hat. :)
Mr.Film 2012/01/26 13:30:07
Antwort löschenHat er. Bin auf die Fortsetzungen gespannt :)
Sheeeeep 2012/01/26 14:00:05
Antwort löschenSteht auch auf meiner To-Watch Liste ganz oben! Kim Bodnia ist mein Held :)
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Mr.Film 2012/01/26 16:40:31
Antwort löschenEr hat seine Sache auch toll gemacht :)
stuforcedyou 2012/01/27 10:34:05
Antwort löschenHab den vor Jahren mal gesehen und fand de damals eher mau, wird wohl Zeit für ein zweites Mal.
Benni-THE-KING 2012/01/02 21:10:31
Kommentar löschensehr intensiv
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Jack_Torrance 2011/11/30 17:23:28
Kommentar löschenIch liebe Snatch. Ich verehre GoodFellas und Casino. Ich bin einer der vielen, die Pulp Fiction großartig finden. Aber Pusher hat meinen Gangsterfilmhorizont erweitert. Dieser Film ist eine Gangsterfilmepoche - eine große Revolution.
Pusher hat nicht die megacoolen Dialoge eines Tarantino, nicht das ansehnliche Verpacken des brutalen Gangsterdaseins in cooler Musik eines Martin Scorsese, auch nicht die drollig verspielte Inszenierungsleichtigkeit eines Guy Ritchie. Pusher ist ehrlich konsequent und deprimierend.
So weit kann ich den Film noch in Worte fassen: Realitätsnah und nicht so wie die anderen - der Stand meiner Aussage bis hierhin.
Kommen wir nun zur Fragestellung, was den Film so anders und besonders macht: Pusher vermeidet (wie schon vorher mehrmals erwähnt) die üblichen Gangsterfilmklischees; keine Obercoolness, keine Klischees, keine leicht verdaulichen Verfälschungen.
Pusher ist eine sehr treffende und zugleich deprimierende Studie über Träume und Illusionen, über Sterben und Überleben. Alle Protagonisten dieses Filmes (vor allem Frank) versuchen aus der Misere, in der sie sich befinden herauszukommen. Sie wollen die Welt nach ihren Idealen richten. Gelingt ihnen nicht - und so stehen sie am Ende da; Wracks, die nichts erreicht haben.
Wie die Protagonisten habe ich mich am Ende gefühlt - wie ein nichts, wie ein Etwas, das irgendwo im Sonnensystem, in irgendeinem Universum vor sich hin vegitiert.
So ist Pusher ein Film, der den Zuschauer am Ende wachrüttelt und schockiert. Sorgt verdammt noch mal dafür, das ihr euch tatsächlich auf einem Lebensweg bewegt und nicht wie die Protagonisten auf einem Lebnenslaufband !
Der Magen verknotet sich. Die Mundwinkel senken sich. Es herrscht pure Tristesse - so fühlt sich Pusher an !
Ich wiederhole mich:
Schaut nicht weg - schaut Pusher !
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seven 2011/11/30 17:49:46
Antwort löschenGanz meine Meinung, rotzfrecher Genreaußenseiter! Super geschrieben.^^
Jack_Torrance 2011/11/30 18:06:06
Antwort löschenDanke :)
Muss auf jeden Fall die nächsten beiden Teile sehen... Und Drive... Und Valhalla Rising... Ach was, alles von Refn !
Andy Dufresne 2011/11/30 18:07:16
Antwort löschenJapp, top Kommentar zu überragendem Film (Teil 2 und 3 auch gesehen?)
Jack_Torrance 2011/11/30 18:11:05
Antwort löschenDanke :)
Antwort auf Frage: siehe oben ;-)
dbeutner 2011/11/30 18:20:31
Antwort löschenLeider lassen in meinen Augen die beiden Teile jeweils etwas nach - aber das ist Jammern auf (sehr) hohem Niveau ;-) Hätt' mich auch gewundert, wenn der Dir nicht gefallen hätte. "Franke, min ven..." :-))) Ist einer der Filme, die ich mir immer wieder anschaue, schon wegen des genialen Casts, 110% (und wenn man Mads Mikkelsen sonst nicht kennen würde, würde man ihm die Rolle des Volldeppen ohne weiteres komplett abnehmen :-)) Hoffentlich im O-Ton gesehen?
Jack_Torrance 2011/11/30 18:30:16
Antwort löschenNatürlich :)
Andy Dufresne 2011/11/30 18:36:59
Antwort löschenAugen auf,ne ;D Werden dir sicher auch gefallen,die anderen Teile.dbeutner hat nicht unrecht: "die beiden Teile (lassen) jeweils etwas nach - aber das ist Jammern auf (sehr) hohem Niveau " So kann man es stehenlassen,Beide lohnen sich aber auf jeden Fall.
Jack_Torrance 2011/11/30 18:43:11
Antwort löschenCool, jetzt befinden sich zwei weitere Filme auf meiner unendlich langen "Filme, die ich dringend sehen muss"-Liste ;-)
Andy Dufresne 2011/11/30 19:03:06
Antwort löschenOh ja,die ist auch bei mir immer noch ellenlang...:D
Jack_Torrance 2011/12/01 18:07:26
Antwort löschenAuf meiner steht unter anderem "Der Pate"...
Andy Dufresne 2011/12/05 20:13:48
Antwort löschenDas lieber Jack, geht garnicht...;D
Den Paten musst du wirklich sehen aber ich bin sicher nicht der erste der dir das erzählt :D
Jack_Torrance 2011/12/06 15:39:17
Antwort löschenEigentlich schon, weil ich es bisher verheimlicht habe^^
dustyOn3 2012/01/16 01:08:46
Antwort löschenCooler Kommentar, und ja: "Pusher" ist einer der Gangsterfilme, die einen ganz eigenen Flair kreiert haben. Die Trilogie ist einfach ein Muss.
Jack_Torrance 2012/01/16 17:55:51
Antwort löschenVielen Dank ! Die nächsten beiden Teile muss ich unbedingt sehen !
kaot76 2012/01/26 15:07:51
Antwort löschenDu hast in vielem recht was du aufzählst.Als ich Pusher das erste mal sah kannte ich weder Regisseur noch andere Hintergründe über den Film.Mads Mikkelsen's und ebenso Bodnia's Darstellung sind so real gelungen, dass ich tatsächlich dachte, der damals noch nicht bekannte Makkelsen sei ein Leiendarsteller von der "Szene".Von den schlechten Tattoos bis zum obligatorischen Jogginganzug hat eben alles gepasst. Soviel zur Authentizitäht die dieser schonungslose Film bietet.Klasse. Seitdem verfolge ich Refn und muss sagen, dass er wirklich eine ganz eigene Art hat, die mir sehr gut gefällt.Eben nicht glattpoliert..
Jack_Torrance 2012/01/26 17:28:30
Antwort löschenPusher ist bis jetzt mein einziger Refn. Das wird sich bei Drive hoffentlich ändern.
dbeutner 2012/01/26 17:56:04
Antwort löschenAbgesehen von Valhalla Rising, den ich mehr als Verarschung als als Film empfinde, halte ich Drive für völlig überbewertet; insb. Goslings Darstellung ist mau - beide (Refn & Gosling) können viel mehr.
Fear-X sehen! Refn & John Turturro, wobei letzterer auch "introvertiert" ist (wie Gosling in Drive), aber mit Wucht und darstellerischer Kraft!
Ach, und die Pusher-Trilogie gibt es ab kommenden Monat als BD-SteelBook-Edition :-) Soeben vorbestellt :-)
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Jack_Torrance 2012/01/26 18:44:07
Antwort löschenHast du Bleeder gesehen ? Der wurde mir mittlerweile auch empfohlen...
dbeutner 2012/01/26 18:49:31
Antwort löschenSiehe Bleeder --> "Deine Freunde über diesen Film" - dbeutner - "ausgezeichnet" (8.0) :-) Inkl. Kritik.
Bandrix 2011/11/07 18:28:45
Kommentar löschen„Pusher“ ist vor allem eines: Realistisch und damit absolut unangenehm.
Nicolas Winding Refn hätte es wie sein Kollege Guy Ritchie machen können.
Ein paar Verlierertypen, ein verpatzter Coup und der Versuch alles wieder grade zu biegen. In etwa trifft das auch auf „Pusher“ zu.
Doch anstatt wie der berühmte Insulaner verzichtet Refn auf jegliche Komik, nur hin und wieder schleicht sich ein Schmunzler aufgrund des Sidekicks Mads Mikkelsen(absolut großartig) ein.
Das war es aber auch schon mit Humor jeglicher Art.
Die Hauptfigur versucht seine Fehler auszumerzen und seine Schulden zurückzuzahlen. Doch anstatt langsam aus der Misere zu kommen, verstrickt er sich in immer mehr Schwierigkeiten. Das Ende wirkt da wie ein Schlag in die Magengrube.
Das ist der reine Kampf um das eigene Leben, Egoismus pur. Liebe deinen Nächsten ist nicht mehr als Schall und Rauch.
„Pusher“ erscheint absolut authentisch, seien es Charaktere oder Dialoge. Das macht ihn auch so unmittelbar und nicht für jedermann geschaffen.
Trotzdem ist Nicolas Winding Refns Erstling eine absolute Empfehlung wert.
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seven 2011/09/14 18:48:36
Kommentar löschen"Du harr ikke en chance. Grib den." ("Du hast keine Chance. Nutze sie.")
Hammerhartes Regiedebüt aus Skandinavien vom damals erst 26 jährigen Nicolas Winding Refn (seine Schwäche für ungestüme, anarchische Charaktere führte ihn später auch zu "Bronson"). Storytechnisch ähnlich den Anfängen eines Boyle oder Ritchie (gewisser Wiederkennungswert: Die Namen der Charaktere werden zu Beginn in weißen Großbuchstaben eingeblendet), dabei jedoch konsequent darauf bedacht, den Realitätsbezug im Auge zu behalten. Das schmucklose und nüchterne Sezieren von Verlierertypen und ihren zum Scheitern verurteilten Handlungsketten hat absolute Priorität (insofern ist auch ein Bezug zu "Ex Drummer" gegeben).
Ein verpatzter Drogendeal mit dem "Schweden" und schon wird ein kleiner Fisch mit der schiefgegangenen Aktion in vollem Umfang konfrontiert. Ganove Frank flüchtet, flucht und schlägt wild um sich, zwischen Polizeiarrest, Stripclub und Anpumpen der eigenen Mutter findet sich immer wieder eine Gelegenheit, sich die nächste Ration Heroin einzusaugen. Doch die Uhr tickt und er muss 230.000 Kronen zurückzahlen. Sein Knastkollege und Geschäftspartner hat sich aus dem Staub gemacht und Kumpel Tonny hat gegen ihn ausgeplaudert. Den Stoff hat er auf dem Seegrund versenkt und zusätzliche Schulden stehen bei Boss Milo auch noch an. Die Hauptrolle trägt Kim Bodnia fantastisch, überzeugend stellt er sich dem zermürbendem Stress entgegen, der von allen Seiten auf ihn eindrischt. Nach 24 Stunden im Polizeipräsidium sitzen ihm seine jugoslawischen Gläubiger im Nacken. Zlatko Buric legt eine grandiose Nummer als osteuropäischer Geldleiher hin. Milo ist charismatisch und väterlich, im nächsten Moment legt er die großzügige Onkel-Masche ab und mutiert zum eiskalten Geschäftsmann. Mads Mikkelsen spielt in einer Nebenrolle als debiler Junkie Tonny groß auf, wobei er hauptsächlich pursten Nonsens von sich gibt. Sein Gesprächsinhalt besteht aus sexuellen Praktiken (wobei er sich in einer wunderbar bescheuerten Diskussion mit Frank als Anhänger von extravaganten Methoden outet), Drogenkonsum und ähnlich wertvoller Körperertüchtigung. Das verliert sich aber niemals im Pseudogangstergefasel mit Extraportion Proleten-Attitüde, sondern ist der verbale Beitrag zu dem Leben in der intellektuellen und sozialen Unterschicht. Mikkelsen ist von oben bis unten abgefuckt, hineingeworfen in sein stupides Dasein als wandelnde Drogenbombe. "Pusher" ist kein Epos à la Coppola, Scorsese oder Audiard, sondern ein atmosphärisch herausragender Bastard und Genreausreißer über Kleinkriminelle und die Abwärtsspirale im Drogenbusiness, porträtiert in einem Zeitraum von einer Woche. Ein Thriller über das dänische Kriminellenleben Mitte der Neunziger, über die (finanzielle) Abhängigkeit im Untergrund. Irgendjemand hat immer bei irgendjemandem Schulden und irgendjemand wird immer dafür bezahlen. Wenn der direkte Schuldner die Moneten für das Dope nicht auftreiben kann, dann eben der Schuldner unter ihm. Und der schiebt sich zur Not und aus Furcht vor Bestrafung lieber den Flintenlauf in den Mund und drückt ab. Nur eine von vielen Stellen, in denen ich Gänsehaut wegen des intensiven Schauspiels bekam. Überhaupt, was hier an Authentizität (sie dringt "Pusher" aus allen Poren: Wackelkamera, famos actende Laiendarsteller, Straßenjargon) geboten wird, ist heftig. Zu der stimmigen Zeichnung des Straßenmilieus und den großartig aufspielenden Darstellern gesellt sich ein rotzig-cooler Soundtrack ("Bleeder", "The Prisoner" u.a.), der wie die Faust aufs Auge passt und die dreckige Ambiente weiter anheizt, das "Pusher"-Theme erreicht einen stattlichen Ohrwurmfaktor. Das offene Ende ist in seiner Ausweglosigkeit einfach nur krass. Es geht nicht um Loyalität und Familientreue, sondern um die nackte Existenz. Hier ist sich jeder selbst der Nächste.
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duffy 2011/09/14 18:51:32
Antwort löschenDann schonmal viel Spaß mit den Sequels. Da kommt noch so einiges auf dich zu. :)
seven 2011/09/14 18:55:05
Antwort löschenDen zweiten Teil kenne ich ja schon. Finde ich noch besser als Teil 1, bei dir ist es glaub ich anders herum! :)
duffy 2011/09/14 18:56:52
Antwort löschenIch hab's mal angepasst. Letztes Mal ist mir dann auch aufgefallen, daß der Zweite ein ungeheuer guter Film ist. Ich hatte nur die Wertung nicht geändert.
seven 2011/09/14 18:57:55
Antwort löschenOkay, ich fand nämlich Teil 2 sowas von stark, Mikkelsen ist hammer!
hoffman587 2011/09/14 19:26:57
Antwort löschenMochte den irgendwie nicht bzw. hab den dann doch insgesamt gelassen, lag wohl einerseits an der Thematik, und auch noch an anderen Aspekten;)
Nichtsdestotrotz gut gemacht!:)
seven 2011/09/14 19:40:32
Antwort löschenDanke :)
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SoulReaver 2011/09/14 21:24:55
Antwort löschenSehr schön! Will die auch noch sehen. Ich find Mikkelsen eh genial :)
seven 2011/09/14 21:30:45
Antwort löschenDanke, ja Mikkelsen ist HAMMER! :D
Jeriba 2011/08/29 20:28:18
Kommentar löschenHammer film! Eins der besten Filme über diese Thematik! Ich war selber in solchen Kreisen involviert und muss echt sagen das der film sehr authentisch rüberkommt. Keine übertriebenen Szenen und Storywendungen ala Hollywood, kommt aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt langweilig daher! Von diesem film können sich einige Filmemacher ein oder zwei oder am besten gleich merere scheiben abschneiden!
Imho ist der erste teil ausserdem der beste.
Einfach nur Gold!
Anschauen!
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momopipi 2011/04/05 16:46:15
Kommentar löschenEin sehr ordentlicher Gangsterthriller. Man könnte ja meinen, dass es schon zu viele Gangsterfilme gibt, aber Pusher gehört aus meiner Sicht definitiv zu den besseren dieser Art. Selbstverständlich kann man hier keine unkonventionelle Story erwarten, aber man hat hier sehr viel rausholen können. Primär habe ich den Film wegen Mads Mikkelsen sehen wollen, aber er hatte in dem Film nur eine Nebenrolle. Auf jedenfall muss ich mir den 2. Teil anschauen ;)
Wer auf Gangsterfilme steht, die etwas seriöser sind und sich nicht mit Spezialeffekten überrollen, wird mit Pusher ziemlich zufrieden sein müssen.
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freakualizer 2011/03/27 17:37:33
Kommentar löschenAllerfeinstes Dänenkino! Mit gewohnt grotesken Figuren, die wir aus den Filmen unserer nördlichsten Nachbarn kennen und wohl mittlerweile auch erwarten (dürfen). Kim Bodnia geht in seiner Rolle spielerisch auf, was Freude beim Zusehen macht. Doch auch die gewohnt bravouröse Leistung des, ach so wandelbaren, Mads Mikkelsen darf hier nicht unerwähnt bleiben.
Für mich der beste Teil der Trilogie, obwohl sie alle stark aufeinander aufbauen. Hier, im ersten Teil, kommt der Protagonist Frank mehr oder weniger durch eine Verkettung negativer Umstände in eine immer auswegslosere Situation, wobei in "Pusher2" Tonny sich immer selbst ins Abseits taumelt und in "Pusher3" mit Milo als Hauptfigur der Karren gar nicht mehr aus dem Dreck zu ziehen ist, auch wenn er es noch versucht..
Und ist noch jemandem aufgefallen, dass das Dope in allen Teilen in der gleichen gelben Plastiktüte seine Besitzer wechselt? ^^
Unbedingt anschauen, drei der besten Filme der Dänen!
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Sigrun 2011/03/18 08:33:38
Kommentar löschenHat ein bisschen gedauert bei mir, bis ich den Film einordnen konnte. Aber dann ... Fazit: Mindestens so gut wie "In China essen sie Hunde" - und dabei irgendwie näher dran an den Figuren (und mit einer anderen Art "Koch"). Werde mir auch mal die anderen beiden Teile ansehen.
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Muckelone97 2011/03/18 03:31:06
Kommentar löschenHat ein 12-jähriger das Drehbuch geschrieben?? So was schlechtes habe ich schon lange nicht mehr gesehen!!
Erst nach gut 50 Minuten, gewinnt der Film langsam an Handlung, bzw. da passiert erstmalig was.
Dieses Krampfhafte auf komisch zu tun. Die Dialoge Müll. Dieser "Milo", der Drogenboss, was eine Witzifigur. Der Schläger von Milo kommt rüber wie ein Mädchen. Klar, groß, kräftig und sieht fieß aus, aber wo er den einen dazu "zwingen" will, in die Bank einzubrechen.. HALLO ?? Er zieht an den Haaren und schupst ihn ein paar mal, worauf sich sein Opfer natürlich erschießen muss. Haare ziehen tut ja auch unglaublich weh..
Die totale Zeitverschwendung
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cpt. chaos 2011/03/18 08:00:20
Antwort löschen"Der Schläger von Milo kommt rüber wie ein Mädchen. Klar, groß, kräftig und sieht fieß aus..."
Ein Mädchen eben!!! ;o)))
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Muckelone97 2011/03/18 13:08:24
Antwort löschen^^ Ich meine in dem was er tut^^
Außerdem sollst du arbeiten!
cpt. chaos 2011/03/18 14:22:47
Antwort löschenIst schon klar, mein kleiner Freund... ;o)))
The_Comedian 2011/02/23 10:31:27
Kommentar löschen´Das Leben ist ein Schlappschwanz, der ab und zu mal geblasen wird!´
...Irgendwer, irgendwo, irgendwann...
Das Stich,- Schlüssel,- und Zauberwort für die ansprechende Qualität der ´ Pusher-Reihe´ heißt Authenzität - und zwar zu einhundert Prozent! Regisseur Refn castete fast ausschließlich auf der Straße Kopenhagens, der eigentliche Hauptdarsteller ist jedoch das Milieu selbst, wobei Interesse und Spannung weniger durch die Handlung, welche von banal-belanglos bis fast schon langweilig geriet, sondern durch die penibel-handverlesenen, unterschiedlichen und faszinierenden Figuren entstehen.
Manche Kritiker sollten sich von dem Spleen verabschieden, daß alles stets spektakulär oder ungewöhnlich sein muß, denn in ´Pusher´ geht es um echte Menschen in ihrem Mikrokosmos am Rande der Gesellschaft. Die amüsanten Dialoge entstanden dabei häufig aus Improvisation, da Refn den Mut hatte, seine ´ Schauspieler´ einfach unkontrolliert agieren zu lassen, wobei warscheinlich viele zu keinem Zeitpunkt ´spielten´, da Rolle und Wirklichkeit sich überschnitten oder gar gleichten.
Während man im ersten Teil Drogengeschäften beiwohnen durfte, geriet ´Pusher II´ eher zur schonungslosen Sozialkritik mit einem hervorragend aufspielenden Mads Mikkelsen. Der Abschluß der Trilogie zeigte sich dann gefühlvoll und sehr persönlich, manifestierend in Slatko Buric´s beliebtem Charakter ´Milo´.
´ Pusher´ sollte im Ganzen bewertet werden, nicht in den einzelnen Teilen, denn nur so offenbart sich der zusammenhängende Kontext eigentlich unterschiedlicher Filme und der Facettenreichtum aus Menschen und Milieu, welchen Nicholas Winding Refn so treffend und ausgezeichnet auf die Leinwand brachte.
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carsten-merz 2010/12/26 22:04:15
Kommentar löschenEtwas für Fans des Genres. Guter Film!
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Moe Szyslak 2010/12/26 19:28:15
Kommentar löschenAlso das war ja mal ganz starker Tobak.
Und dabei fing alles so witzig an. Die erste halbe Stunde war bestimmt von den Dialogen zwischen Frank und Tonny, da gabs reichlich zu lachen, weil es einfach der totale Bullshit war, den die beiden da gelabert haben. Aber es war cool, es war unterhaltend, und Mads Mikkelsen, den ich anfangs gar nicht erkannt habe, war eine absolut coole Sau und die Lässigkeit in Person. Also da hab ich gedacht, ich schau mir hier eine Gauner-/Drogenkomödie mit coolen Nonsens-Dialogen an, aber dann macht der Film eine heftige Kehrtwende und wandelt sich zu einem Drama ohne erkennbaren Ausweg, das von Minute zu Minute beklemmender, intensiver und subtil spannender wird. Ehe man es sich versieht ist man mittendrin in der ganzen Scheiße, und die Wackel-Kamera und die Halb-Doku-Machart des Films tun da ihr Übriges dazu. Rau, fies, kompromisslos, pessimistisch, gewalttätig und sehr realitätsnah. Und mittendrin Loser Frank, bei dem sich die Schlinge mehr und mehr zuzieht und der auch von Minute zu Minute unsympathischer wird, aus verständlichem Grund, denn die Lage, in der er sich befindet, wird immer prekärer und mit dem Ablaufen der Frist auch immer hoffnungsloser und bringt ihn zu ungemütlich anzuschauenden Verzweiflungstaten. Und das abrupte Ende haut dann nochmal so richtig rein und lässt den Zuschauer verstört zurück. Starker Tobak....
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johnboy1979 2010/12/14 01:04:26
Kommentar löschenErstling einer Triologie, der einen Gegenentwurf zu den hochstilisierten angelsächsischen Gangsterfilmen darstellt. Pusher glänzt dabei vor allem mit radikalem Realismus. Keine coolen, stilvollen oder gutaussehenden Gangster werden hier porträtiert, sondern absolut unnachahmenswerte Loser, die sich durch den Tag schlagen. Wer sich daran nicht stört, wird ein hochinteressanten Thriller zu sehen bekommen, der eine ganz eigene Sogkraft entwickelt. Besonders die Schlussszene ist innovativ und bricht mit den Sehgewohnheiten des Zuschauers.
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BigDi 2010/12/12 19:54:17
Kommentar löschenGangsterkino auf dem Boden der Tatsachen, spröde und ungemütlich. Während die wahren Machthaber in täuschender Lethargie schwelgen und leise, aber fühlbar konsequent drohen, weiden sich die kleinen Fische im Gefühl der Allmacht, bis ihr vergnügter Weg in einer brutalen Sackgasse landet und hinter ihnen eine Tür namens "Schulden" zuschlägt. An Tempo und Timing mangelt es "Pusher" hin und wieder, doch die greifbare und ungeschönte Schmutzschicht, durch die er gräbt, ist Authenzität jenseits von gewohnter filmischer Stilisierung - seine Geschwätz-Dialoge lassen wirkliche Pointen öfters vermissen, doch fügen sich ebenso perfekt in die realistische Atmosphäre. Kim Bodnia, Mads Mikkelsen und Zlatko Buric bringen den schmutzigen Moder zum Atmen und das Ende ist zwar auf den ersten Blick verwirrend und irgendwie unfertig, tatsächlich braucht dieses letzte Zuschlagen des Käfigs nicht mehr - zudem ist die Andeutung der logischen Endkonsequenz Eiseskälte pur. Die Kehrseite der Ehrlichkeit äußert sich hierbei zwar in einigen Längen und einer zeitweiligen Behäbigkeit, dennoch ist "Pusher" ein lohnenswerter Debütfilm, weit weg von Verklärung und Posse und ganz nah an dreckigen Hausfluren und dem harten Straßenbeton.
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Bandrix 2010/12/12 20:17:03
Antwort löschenMuss den echt mal sehen. Hab mir jetzt das Nachfolgewerk des Regisseurs, nämllich "Walhalla Rising", gekauft. Bin gespannt wie ein Flitzebogen. ;)
BigDi 2010/12/12 20:20:49
Antwort löschen"Walhalla Rising", haaaaach. *__* So ein grandioser Stimmungsfilm, die wahre Hölle auf Erden. Mit "Pusher" stilistisch aber auf keinen Fall zu vergleichen. ;)
Paul07 2010/12/07 21:05:33
Kommentar löschenViele Abgründe, Gewalt und Drogen.
Wieder einmal ein guter Dänischer Film.
Gute Story und kranke Dialoge, trotzdem etwas langatmig.
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dustyOn3 2010/12/07 15:11:10
Kommentar löschenSehr authentischer und bewegender Film über die Probleme und Abgründe von Drogen-Handel und -Konsum. Nebenbei wird der Zuschauer mit fiesen Sprüchen und schwarzem Humor belohnt. Die Grundstimmung des Films ist Storygemäß hart und kühl. "Pusher" gefällt mir sehr gut.
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