Pusher

Pusher (1996), DK Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Drama, Kriminalfilm, Thriller

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6.9
Kritiker
6 Bewertungen
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7.3
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1296 Bewertungen
62 Kommentare
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von Nicolas Winding Refn, mit Kim Bodnia und Zlatko Burio

Der erste Teil der Pusher-Trilogie von dem dänischen Regisseur Nicolas Winding Refn über den Drogendealer Frank, der seinem Lieferanten Geld schuldet.

Drogendealer Frank macht einen großen Deal mit Dope, das er nicht bezahlt hat. Die Polizei kommt dazwischen und Frank versenkt den Stoff im See. Seinem Lieferanten Milo schuldet er jetzt eine Menge Kohle, die er innerhalb von wenigen Tagen auftreiben muss. In der Unterwelt von Kopenhagen versucht Frank verzweifelt an Geld zu kommen während Milos Jungs ihm schon auf den Fersen sind.

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Kritiken (3) — Film: Pusher

_Garfield: Blogbusters

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5.5Geht so

Raues Underground-Debüt von Nicolas Winding Refn, sichtlich um Authentizität und Straßennähe bemüht, doch in all seiner visuellen Konsequenz, selten wirklich auf der Figuren-Ebene zugänglich. Morten Søborg's grobkörnige Kamera-Bilder begleiten Frank (Kim Bodnia) und seinen Dealer-Kollegen Tonny (Mads Mikkelsen) durch die kargen Straßen der Stadt, lenken den Blick des Rezipienten auf die gescheiterten Existenzen und traurigen Schicksale. In seiner Gewaltdarstellung überaus deftig, funktioniert „Pusher“ in erster Linie als gnadenlos-authentische Milieu-Studie, die ungeschönt ein Konstrukt aus Gewalt und Selbstaufgabe offenlegt, ohne dieses anzuklagen. Vielmehr setzt Refn seine Welt als fest etablierte Größe voraus. Refn's Welt ist eine schlechte und als solche haben wir sie anzunehmen. Doch wo Refn stilistisch seinen Weg von Beginn an gefunden zu haben scheint, scheitert er einmal mehr auf der Figuren-Ebene. Frank bleibt eine ausdruckslose Figur, die zwar über einige Ecken und Kanten zu verfügen scheint, es jedoch versäumt diese tatsächlich zu vermitteln. Womöglich ist es der fehlenden Hintergrundgeschichte des Protagonisten zu schulden, dass Frank fortwährend eine distanzierte Hülle bleibt, ein nichtssagender Nobody, der nicht weiter interessiert. Einzig allein Refn's einzigartiger Stil – deutlich geprägt von Tarantino und Konsorten – vermag die eklatanten Schwächen bezüglich der doch recht platten Geschichte und der blassen Figuren halbwegs zu kompensieren und macht aus „Pusher“ ein fast schon beachtliches Spielfilm-Debüt.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

_Garfield

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Danke dir ;).


RoosterCogburn

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Das er sich hier von Tarantino hat beeinflußen lassen, ist mir regelrecht ins Gesicht gesprungen, so offensichtlich ist das. - Guter Kommentar!


Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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10.0Herausragend

Eindrucksvolles Debüt eines jungen Genies

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.0Ausgezeichnet

Eine Art Mischung aus "Pulp Ficition", "Trainspotting" und "Bube, Dame, König, Gras". Was "Pusher" allerdings von diesen drei Filmen unterscheidet ist seine authentische Nähe zum Drogen- und Kriminellenmilieu, "Pusher" ist weniger überzeichnet als "Pulp Fiction" und "Bube, Dame". Daher auch der Vergleich zu Trainspotting. So könnte es tatsächlich in der dänischen Unterwelt vor 15 Jahren ausgesehen haben. Was der Film also an überzeichneten, skurillen Charakteren, wie beispielsweise auch in "In China essen sie Hunde", nicht hat, macht er durch die realistisch wirkende Nähe wieder wett. Viel trägt die Handkamera zu diesem Eindruck bei, die immer wieder zum Einsatz kommt. Fazit: Guter Skandinavischer Gangster-Film. Für mich gibt es aber definitiv besser Genrefilme.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

mar (-ion-)

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am besten die komplette trilogy "wasu frrankeä!"


dustyOn3

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Überhaupt nicht mit "Pulp Fiction" zu vergleichen, meiner Meinung nach.



Kommentare (59) — Film: Pusher


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Velly

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe "Pusher" lange vor mir hergeschoben, weil ich irgendwie Angst hatte, ihn nicht zu mögen.

Aber völlig unbegründet. Kaum startete das Intro mit dem wahnsinnig eingängigen Theme-Song und der Einführung der Charaktere, hatte ich ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Es war da schon klar, dass der Film meinen Geschmack treffen wird.
Refn ist einfach mein Mann. :-D

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Velly

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Bei watchever haben sie gerade die ganze Trilogie. Werde sie diese Woche wohl auch endlich mal komplett gucken :-) Bin gespannt und 2 und 3


NotTooOldForThisShit

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Ich muss sagen dass der dritte Teil fast schon der beste ist. Hast also einiges worauf du dich freuen kannst :)


blue1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Packende Milieustudie die teilweise unerträglich authentisch wirkt.
Die Nervösität und die Überforderung Bodnias gepaart mit dem immensen Tempo packen einem und lassen einem über die gesamte Filmdauer nicht los.
Dieses Abtauchen wird auch von der anfangs etwas gewöhnungsbedürftige, freien Kameraführung generiert. Über die Leistung der Darsteller braucht man gar nicht viel zu sagen.

Refn hat hier in Sachen Realistik und Nüchternheit eine Messlatte gesetzt, die schwer zu erreichen ist.

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jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Entweder hat sich jeder Pusher dieser Welt seit dem Produktionsjahr dieses Films (1996) ständig PUSHER angeschaut um seine Körpersprache anzupassen, oder Kim Bodnia ist mit jeder Zelle seiner Haut, mit jedem Blick, mit jeder Geste in Refn's Debut-Spielfilm der perfekte Pusher. Da sitzt alles. Die dauerhaft präsente, leichte Anspannung. Der straighte Gang, immer von einem Mindestmaß von Paranoia im Nacken angetrieben. Die Haltung, die Art wie er sich umsieht. Die offensiv unauffälligen Verhaltensweisen. Einfach alles. Kim Bodnia verdient hier nichts anderes als eine glatte Höchstpunktzahl für die Leistung die er abliefert!

Und auch abseits seiner Darbietung macht Refn mit PUSHER das meiste richtig: Fast dokumentarisch und dadurch auch relativ wertungsfrei, bekommen wir einen kurzen - um genau zu sein genau einwöchigen - Einblick in die verrohte, dreckige Welt der dunklen Hinterzimmer, der Junkies, der Gewalt und der abgefuckten Existenzen. Graue, karge Atmosphäre, abgefuckte Stripclubs, spartanisch eingerichtete Wohnungen. Refn hat sich laut eigener Aussage einige Wochen in besagte Kreise begeben um den Blick für die authentische Darstellung des Millieus zu schärfen, um eine Ahnung von den Gedanken und Gefühlen der hier gezeigten Menschen zu bekommen. Gut so, denn das Resultat fühlt sich richtig und realitätsnah an. Verrohter Geist, Leben in den Tag, Nasen ziehen, Drugs pushen.

'Was brauchst du? Pillen, Speed, Koks, Heroin? Ich mache alles klar!'

Nichts an dieser Aussage und dem zugehörigen Lebenstil ist cool. Und PUSHER begeht glücklicherweise nicht den fatalen Fehler, uns dieses Leben eben so verkaufen zu wollen. Denn wir begleiten Frank wie ein beobachtender Zeuge hinter der rechten Schulter. Sehen ihm zu - Frank, einem Typen, der im Jogginganzug und fetten Hoodies auf den Straßen unterwegs ist und tickt, drei Stunden in die Zukunft denkt und zu sehr mit abgestumpften Nonsens-Gesprächen beschäftigt ist, um den Blick auf das Wesentliche zu behalten. Ein kleiner Fisch, der letzte in der langen Kette. Und irgendwann läuft es für Frank nicht mehr so recht. Gar nicht mehr. Von da an beginnt der rasante Abstieg. Kann PUSHER anfangs überwiegend durch authentische Atmosphäre überzeugen, so schnürt sich nach besagtem Wendepunkt mehr und mehr ein Strick um die Kehle. Um Frank's und um unsere.

Denn Refn schafft hier einen interessanten Spagat. So sehr man Frank für das was er tut, was er ist, was er darstellt auch hassen mag, man entwickelt dennoch ein gewisses Mitgefühl und eine gewisse Bindung zu seiner Figur. Ich zumindest konnte mich nicht recht dazu durchringen ihm den völligen Untergang zu wünschen. Denn es fühlt sich nicht fair an ihn ans offene Messer zu liefern. Eigentlich wollte er doch nur seine Ruhe, seinen Schnaps und vielleicht irgendwann mal die kleine Vic an seiner Seite.
Doch der Strudel beschleunigt und lässt nicht mehr los.
Berufsrisiko? Pech? Gerechte Strafe?

'When a heroine Deal goes wrong, the pusher has to get the money, otherwise he pays...'
Abschreckendes Portrait eine Kleinganoven, dem die Dinge über den Kopf wachsen - hart, kühl, ungeschönt!

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(VINCENTVEGA)

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Toller Kommentar!


jacker

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Danke dafür! Toller Film.
Jetzt mit einigem Abstand merke ich immer mehr wie sehr die letzten zwei Minuten vor dem Abspann sich eingebrannt haben.
Die dumpfe Musik des Scheunen-Raves wird immer mehr Hintergrund und transformiert sich in ein atonales, jegliche Hoffnung aufgegebenes Ambient-Soundscape. Dazu die Wechselcuts auf die anderen Schauplätze. Und immer wieder der Shot auf Bodnia's Gesicht.
Ein Filmmomentd er bleibt!


heikschn

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Bewertung7.0Sehenswert

Vor dem Hintergrund, dass es der Erstling eines Regisseurs ist und mit so wenig Budget gefilmt wurde, ist das Ergebnis toll. Zwei Stärken hat der Film: die Zuspitzung der Geschichte von alles-im-Lot bis kein Asuweg ist mitreißend und fesselnd. Tolle Idee Kim Bodia den Hauptcharakter trotzdem (fast) nie die Coolness verlieren zu lassen. Das lässt den Zuschauer um so mehr aus der Haut fahren. Zudem bis in die Nebenrollen topbesetzt.

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Blindguardian94

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich wusste lange Zeit nicht genau wie ich diesen Film bewerten soll, doch nun hab ich es doch endlich mal getan. Der Film überzeugt durch lustige(manchmal etwas plattwirkende) Dialoge, geniale Schauspieler mit Mads Mikkelsen und vor allem Kim Bodnia. Die Atmosphäre im Film ist sehr schön dicht und man mewrkt Refn seinen Stil schon früh an "ruhig" aber...! Leider verliert der Film ab und zu etwas an Tempo und wie gesagt die Dialoge wechseln zwischen Genial und solala. Insgesamt aber ein wirklich gelunger Drogenthriller, der mit einen super Stil aufwatet. Freue mich auf Teil 2!

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Roldur

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Wo ist mein Geld, Franke?"

Unsympathisch, prollig und rücksichtslos streift die coole Sau Frank durch die Straßen. Was will er? Einen Arsch voll Schulden begleichen.
Rauer geht nicht, "Pusher" ist so nah an der Straße, so realistisch wie kaum ein anderer Film über das Milieu. Das alles ganz ohne pseudo-cool zu wirken, sogar mit dem gewissen Tiefgang den ein Film wie "Pusher" braucht. Aber mal von Anfang an. Nicolas Winding Refn's Langfilm-Debut ist durch die Bank erstklassig besetzt, vom persönlichkeitsgestörten, leicht naiven Tonny, gespielt von Mads Mikkelsen, bis zum offenkundig freundlichen, dennoch nicht zu unterschätzendem Arschloch Milo, gespielt von Zlato Buric. Ganz zu schweigen von Kim Bodina, der mich eigenartigerweise den ganzen Film an eine weniger aufgehübschte Version von Statham erinnert hat. Dazu kommt diese rauschartige Spannung, die mich beim schaun des Films fast schon beim Vorspann gegriffen hat und mich fast dazu veranlasst hätte "Django Unchained" sausen zu lassen um die weiteren Teile der Trilogie anzusehn. "Pusher" ist für ein Debut schlicht erstklassig und kann seine kleinen Schwächen in manchen Dialogen und den ein oder anderen unglaubwürdigen Nebencharakter mit seiner unglaublichen Sogkraft locker wettmachen. Mal sehn wie die nächsten Teile werden.

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T.R.J.

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Bewertung6.5Ganz gut

Man sollte sich alle drei Teile hinter einander anschauen, dann bleibt das Feeling und das hammert einen nur weg!

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RoosterCogburn

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Bewertung5.0Geht so

Ich widme mich wieder mal dem dänischen Kino. Der Film "Pusher" ist bei mir schon eine Weile vorgemerkt gewesen und kann, in meinen Augen, weder der mp-Vohersage von 7.5 noch seinem allgemeinen Ruf in der Community gerecht werden. Wahrscheilich wurde er wegen seinem Regisseur so gelobt (der Typ hat "Drive" gedreht). Da es für mich der erste Film von Refn ist, bin ich diesbezgl weniger voreingenommen.

Zum Film, der hier teilweise als "Gangsterthriller" und "knallharte Milieustudie" tituliert wird. Ich glaube, wir haben da komplett andere Filme gesehen. Ich war neugierig auf die erste Leinwandhauptrolle von Kim Bodnia und ich hab ein gewisses Faible für Low-Budget-Produktionen. Auch wenn die grobkörnige Kameraführung was für sich hat, nervt die bemühte Authentizität. Die von einigen genannte "Wirklichkeitsnähe" kommt bei mir so echt an wie bei Filmen a la "Snatch" oder "Lock, Stock & Two Smoking Barrels" - nur mit weit weniger Unterhaltungswert.

Jedenfalls fällt mir hier eines wirklich stark auf. Der Film gehört offensichtlich zu denjenigen, die auf den Pfaden des frühen Tarantino wandeln. Wer das 90er Kino kennt und sich daran erinnert, weiß was ich meine. Nach "Reservoir Dogs" und "True Romance" war der Name Quentin Tarantino ein Verkaufsargument. Und wenn er nur um die Ecke rum daran beteiligt war (wie bei "Natural Born Killers"). In diesen "Pulp Fiction"-wir-machen-ein-Gangsterfilm Gewässer befindet sich auch "Pusher".

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Anonymous1987

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Geld ist nicht Alles.

Das Drehbuch die Kameraarbeit so viele Dinge die nicht gut sind kannste nicht einfach aufs Geld schieben.
Und gut gespielt ises auch nicht wirklich.
Da ich den Film wegen magelnder Sprachkenntnisse nicht im O-Ton gucken konnte schreib ich mal nix zu den plum pwirkenden deutschen Dialogen.


RoosterCogburn

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Ich schiebe nicht alles auf das Geld. Ich halte nur fest, das der Punkt "technische Ausstattung" vom Geld abhängt. Und deswegen halte ich dem Film auch nicht etwas wie "technisch nicht gutes Niveau" vor. Wobei ich das nicht einmal feststellen konnte.
Der Film hat mir aus anderen Gründen nicht so zugesagt.


timwenig

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Bewertung9.0Herausragend

Franke...Franke, wir sind doch Freunde, Franke, oder nicht?
Der Film sollte nicht mein Freund sein, ist es aber. Der Film will noch nicht mal mein Freund sind, ist das auch noch...trotzdem.

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heiko.buschhaus

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Bewertung7.5Sehenswert

Realistisch, brutal, schockierend! 'Pusher' war zu Recht der große Durchbruch für Nicolas Winding Refn! Bis in die Nebenrollen stark bestzt, wird dieser Film immer intensiver, gerade durch den Umstand, dass der Film nie ins Unrealistische abhebt! Zudem hat der Film, wie ich es perönlich an Refn ja liebe, plötzliche Brutalitätsanfälle, mitten in eine ruhige Stimmung hinein, was einen drei Fuß tiefer in den Sitz presst! Ein muss für Gangsterfilm-Fans!

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tobiasschoeler

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Bewertung7.0Sehenswert

Nachdem ich mit "Drive" meine erste Erfahrung mit Nicolas Winding Refn gemacht habe, wollte ich unbedingt "Pusher" sehen.
"Pusher" ist vor allem eines, intensiv! Unverblümt wird hier die Geschichte des dänischen Drogendealers Frank erzählt. Dabei ist jeder Charakter völlig runtergekommen. Hier gibt es kein Hochglanzkino, kein Gut gegen Böse. Es gibt nur böse.
Trotzdem fesselt Frank's Geschichte, auch wenn er keinerlei Sympathien weckt. Denn er zeigt eine menschliche Seite. Furcht. Man kann seine Angst beim Anblick des Abgrunds vor dem er steht schmecken. Das liegt zum einen an der exzellenten Darstellung, zum anderen an der fantastischen Kameraarbeit. Sie ist immer mitten im Geschehen. So wirkt "Pusher" fast wie eine Doku.
"Pusher" ist eine intensive Erfahrung die den Zuschauer mit in den Abgrund zieht.

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Herr Konfitüre

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Bewertung5.0Geht so

Vermutlich eher ein Film für echte Genrefans, es dreht sich viel um die Atmosphäre und wie es so im Dealer-Milieu zugeht, allerdings bleiben die beteiligten Figuren wirklich uninteressant.
Frank ist der Dealer mit den großen Problemen und den kleinen Emotionen, Tonny der Sidekick der dann doch den Schwanz einzieht und Vick der missglückte Versuch noch einen weiblichen Gegenpart einzubauen, der noch mehr mit seinem Leben vorhat. Leider schafft es keine der Personen in den 105 Minuten mehr zu sein als nur eine nicht ganz fertig gedachte Standardrolle, die man in jedem zweitklassigen Film bewundern kann... Allein durch das Einblenden der Namen zu den Figuren zu Beginn war schon klar wer welche Rolle spielt, es gab keinerlei Überraschungen mehr. Eigentlich Schade, Trainspotting hat es im gleichen Umfeld geschafft deutlich mehr zu sein als "nur" ein Gangsterdrama mit Gewalt.
Die Dialoge sind meistens platt und wenig unterhaltsam, generell passiert auch nicht besonders viel was dem Film einige Längen einräumt. Greift dann die Atmosphäre nicht zu 100% bleibt einem nichts anderes übrig als auf die Uhr zu schauen und sich zu wundern dass erst 28 Minuten abgelaufen sind...
Tarantino hat es irgendwie geschafft in Reservoir Dogs nicht viel passieren zu lassen und trotzdem Dialoge einzubauen, die vermutlich gerade wegen ihrer Ziellosigkeit zu unterhalten wissen, Nicolas Winding Refn schafft das aber leider nicht (auch wenn natürlich der Stil beider Regisseure ein ganz anderer ist).
Alles in allem bleibt Pusher ein ganz gutes Regiedebüt, allerdings auch ein Film den man sich nicht unbedingt ein zweites Mal anschauen muss.

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Gespenst006

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bei seinem Regiedebüt ist Nicolas Winding Refn
ein sehr authentischer und packender Film gelungen. Alle Schaupieler, allen voran Kim Bodnia, wissen zu brillieren. Ein absolut sehenswerter Film also.

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Selcarnor

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Bewertung7.5Sehenswert

Eigentlich mag ich Gangsterfilme überhaupt nicht und für gewöhnlich versuch ich einen Bogen um diese zu machen. Den ersten Teil der >Pusher<-Trilogie habe ich nur angesehen, weil der Name >Nicolas Winding Refn< draufsteht. Und tatsächlich war es ein für mich sehr erträglicher und auch sehenswerter Film des Genres.

1. Optik

Man kann die Bilder nur sehr >wirklich< nennen. Lange Kamerafahrten und oft ist man den Charakteren sehr nahe. Dazu kommt diffuses, natürliches Licht und manche Szenen wirken so als wären sie Privatvideos entsprungen, so glaubhaft kamen sie mitunter rüber. Man spürt regelrecht die Drogen- und Dealerszene.

2. Musik

Meist plärrt nur in Diskotheken oder in den Radios Musik, die gleich mit zum Setting gehört. Richtige Scores habe nur sehr selten vernommen. Bei der Verfolgungsjagd beispielsweise waren in etwa rockige Klänge zu hören und etwas später gab es sogar ein ganz seichtes und schönes Pianostück.

3. Inhalt

Kleinganoven und Dealer sind auch nur Menschen. Dies zeigt >Pusher< ziemlich deutlich. Sie gehen sehr gelassen miteinander um, helfen sich sogar dabei Kühlschränke durch die Gegend zu tragen und es herrscht eine gewisse Vertrautheit vor.
Man begleitet den in der Szene tätigen Frank bei seinem Alltag. Zuerst läuft alles so wie immer. Er scherzt mit seinem Freund Tonny (>Mads Mikkelsen<, den man auch in späteren Filmen von Refn sehen wird), feiert, macht kleinere Geschäfte und kommt eigentlich ganz gut zurecht. Dann kommt halt die Chance für einen sehr großen Deal und… es geht natürlich etwas schief und er hat dann bei einem Mafiosi einen Berg von Schulden.
Nun muss Frank die Kohle irgendwie auftreiben. Dabei stellt er fest, dass Freundschaften praktisch egal werden, wenn es ernst wird und es bedeutet jeder seinem Nächsten. Er will egal wie überleben und er hat auch nichts dagegen wenn andere dabei zu Schaden kommen.
Aber gerade weil die Hauptfigur ziemlich egoistisch ist, kommt er menschlich rüber, genau wie alle anderen auch. Sogar seine Verfolger wecken manchmal Sympathie… bis sie dann ihre grausamen Züge zeigen.
>Pusher< gibt gute Einblicke wie das Leben von Dealern aussieht und wie fragil ihr Geschäfte sind, wenn sie erst einmal eine Pechsträhne erleben.
Der Film behält immer eine gewisse Distanziertheit, schafft es aber dennoch irgendwie, dass man mit Frank und seiner immer schlimmer werdenden Verzweiflung mitleidet. Ein schön konsequentes Ende, das dem Handlungsstrang von dem Mädchen Vic einen letzten entscheidenden Schliff gibt, wird dann auch aufgeboten. War schon ziemlich böse.

4. Fazit

Kein großes Epos, sondern ein tragisches Einzelschicksal, an dem man Teil hat und wo eine interessante Seite von der Verbrecherwelt gezeigt wird.
Keine kalten Tötungsmaschinen. Keine übertrieben Mafiabosse. Keine langgezogenen Schießereien.
Das alles wird man in >Pusher< nicht finden und das Gefühl von Realität, was hier aufgebaut wird, ist fast schon erschreckend.
Ein wirklich netter Gangsterfilm, der selbst mir zusagte.

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eisbaerdios

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bin großer Fan von dieser befreiten Kamera. Toller kompromissloser Film.

Besonders interessant fand ich die Beziehung zwischen Frank und Vic, weil man einerseits die starke Liebe gesehen hat, aber Refn es schafft Frank's Stolz oder Ekel verständlich zu machen. Wenn er sie abstößt, ist dies immer glaubwürdig, obwohl man sein Begehren zu gleich sieht. Sehr intensiv gespielt.

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Uli Kunkel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Roh, authentisch, intensiv.
Man möchte eigentlich nicht so wirklich hinsehen. Ist jedoch zunehmend von der vielschichtigen Millieustudie eingenommen, von den ambivalenten Charakteren fasziniert, wenn man Drogendealer Frank mit etwas mulmigem Gefühl in die Unterwelt Kopenhagens folgt. Die zunehmende Ausweglosigkeit und Verzweiflung überträgt sich auf das Publikum, während er eskalierend versucht, seine Probleme in den Griff zu bekommen, seine kleine, aus den Fugen geratene Welt wieder gerade zu rücken.
"Pusher" ist keine leichte Kost. Die Umstände sind unerfreulich und es sind weit und breit keine wirklichen Sympathieträger in Sicht. Aber äußerst lebensnah dargestellte Menschen, an deren Geschick man unmittelbarsten Anteil nehmen kann.

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Begbie

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Bewertung7.0Sehenswert

Der erste Film von Refn ist schon sehr gut gelungen. Genialer Soundtrack, einige gute Schauspieler (allen voran Mads Mikkelsen) und ein paar starke Szenen (das Entkommen von den Cops). Ist auch sehr zurückhaltend gegenüber anderen Filmen aus dem Genre wie Snatch & Co. Aber irgendwie fehlte mir dadurch manchmal die Spannung und manche Szenen sind zum Kopfschütteln (Geld in der Jackentasche). Aber alles in allem ein wirklich gutes Erstlingswerk.

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MrDepad

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Bewertung9.5Herausragend

Mit seinem Debüt "Pusher" zeigt Regisseur Nicolas Winding Refn bereits, wie grandios er sein Handwerk beherrscht. Die Grundgeschichte ist in ihrer Art nichts wirklich neues. Ein Dealer leiht sich von einem großen Gangster Heroin für einen Deal, dieser Deal geht schief und nun muss der Dealer die verlorene Summe wiederbeschaffen oder bitter bezahlen. So weit so bekannt, doch der Stil des Films zieht einen sofort in seinen Bann. Refn inszeniert diese Gangsterthriller-Story als knallharte Milieustudie, die durch den rauen Handkamerastil eine extreme Authentizität erzeugt. Die Schauspieler sind zum damaligen Zeitpunkt noch völlig unbekannt gewesen, viele wurden direkt von der Straße gecastet, wodurch sie selber eine Verbindung zum Drogenmilieu haben. Die meisten der Dialoge sind improvisiert, wodurch die Gespräche alle realitätsnah und spontan wirken, was die geniale Atmosphäre noch mehr verstärkt. Die Spannungsschraube wird konstant angezogen und obwohl Kim Bodnia seine Rolle als Dealer Frank eigentlich völlig unsympathisch anlegt, fiebert man immer mehr mit ihm mit und hofft, dass er die Sache unbeschadet übersteht. Refn schert sich allerdings kein bisschen um Hollywood-Konventionen, es geht ununterbrochen hoffnungslos und düster zur Sache und das Ende hat mir brutal den Boden unter den Füßen weggezogen. "Pusher" ist praktisch genau die Art von Gangsterfilm, die ich sie sehen will. Man bekommt als Zuschauer die Chance, 105 Minuten lang in ein trostloses, realistisches Drogenmilieu einzutauchen, erlebt tolle, authentische Charaktere und fiebert aufgrund der genialen Inszenierung immer mit der Hauptfigur mit. Für ein Debüt wahrlich schon eine echte Meisterleistung.

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Markbln

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Bewertung5.0Geht so

Das grottige Drehbuch und die erzwungene Authentizität macht auch ein Mads Mikkelsen kaum wett. Die Figuren sind banal, das kann auch die explizite Gewalt nicht ändern. Mich nerven solche Filme, die auf Teufel komm raus nach Coolness schreien. Fürchterlich.

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RoosterCogburn

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Fürchterlich finde ich zwar etwas hart, aber bezgl der Banalität der Figurenzeichnung gebe ich dir recht.


RaZer

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Bewertung6.5Ganz gut

Konventionell und und dann irgendwie doch nicht, so lässt sich "Pusher" wohl am besten beschreiben. Die Story erzählt uns nix Neues, doch die Verpackung ist vom stilistischen Standpunkt aus gesehen schon sehr eigen. Das meine ich durchaus positiv, denn wie immer erzählt Refn in gemächlichem Tempo, dafür aber sehr atmosphärisch. Mitunter kommen auch Dialoge zustande, für die Genre-Kollegen wie Guy Ritchie oder Quentin Tarantino ein anerkennendes Kopfnicken übrig gehabt hätten. Anders als bei den Beiden, bildet dieser Humor aber aber nicht die Grundlage, sondern fungiert lediglich als Würze. Am Ende bescheißt einen Refn sogar um ein wirkliches Ende, doch auch das hielt ich in dem Moment eigentlich sogar für ganz gut. So lebt die Geschichte weiter.
Aus dem Norden kommen seit jeher gute Sachen, "Pusher" gehört dazu.

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