Jackie Brown

Jackie Brown (1997), US Laufzeit 151 Minuten, FSK 16, Exploitation Film, Drama, Thriller, Kinostart 16.04.1998


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7.4
Kritiker
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von Quentin Tarantino, mit Pam Grier und Samuel L. Jackson

In Quentin Tarrantinos Heist Krimi soll die Stewardess Jackie Brown für Waffenhändler Samuel L. Jackson Bargeld schmuggeln – doch der einfache Plan ist komplizierter als gedacht.

Die Stewardess Jackie Brown (Pam Grier) bessert ihr schmales Gehalt dadurch auf, daß sie im Auftrag des kleinen Waffenhändlers Ordell Robbie (Samuel L. Jackson) illegal Bargeld in die USA einführt – bis sie eines Tages am Flughafen von Los Angeles von Special Agent Ray Nicolet (Michael Keaton) kontrolliert und festgenommen wird. Die Behörden setzen sie unter Druck: Jackie wird nur dann straffrei ausgehen, wenn sie aktiv mithilft, Ordell auffliegen zu lassen. Mit Hilfe des sympathischen Kautionsvermittlers Max Cherry (Robert Forster), der sich nur zu gut in ihre Lage hineinversetzen kann, heckt Jackie einen gewagten, tollkühnen Plan aus, um die verschiedenen Seiten gegeneinander auszuspielen. Noch vertrackter wird die Situation durch Ordells Komplizen Louis Gara (Robert De Niro) und Melanie Ralston (Bridget Fonda), die ihre eigenen Ziele verfolgen. Indem sie vorgibt, sowohl mit den Gangstern als auch mit den Fahndern zu kooperieren, versucht Jackie Brown, alle Beteiligten übers Ohr zu hauen und nicht weniger als eine halbe Million Dollar in ihre eigene Tasche wandern zu lassen…

Hintergrund & Infos zu Jackie Brown
Jackie Brown ist eine Adaption des Romans Rum Punch von Elmore Leonard. Der Autor selbst nennt den Film die beste Adaption eines seiner Bücher, von denen es mittlerweile immerhin schon einige gibt, darunter Todeszug nach Yuma, Schnappt Shorty und Out of Sight. Letzterer hat mit Ray Nicolet sogar eine Figur, die auch in Jackie Brown vorkommt und in beiden Filmen von Michael Keaton dargestellt wurde. Die Hauptfigur Jackie nannte Quentin Tarantino von Burke in Brown um und machte aus ihr statt einer Weißen eine Afro-Amerikanerin, weil er unbedingt Pam Grier für diese Rolle haben wollte.

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Kommentare (154) — Film: Jackie Brown


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Troublemaker69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tarantino lässt es in seinem Jackie Brown deutlich ruhiger angehen, was aber vor allem an der dem zugrunde liegenden Romanvorlage liegt. Bis es letztendlich zum großen Höhepunkt kommt dauert es lange, sehr lange...was dem Film aber in keiner Art und Weise schadet, denn Tarantino weiß die Zeit zu überbrücken.

"Eine halbe Million Dollar wird grundsätzlich immer vermisst."

Dies gelingt ihm vor allem mal wieder durch sein brillantes Drehbuch, in dem es wieder köstlich triviale und trotzdem coole Sprüche wie den dort oben gibt. Der Soundtrack ist auch wieder sehr gut gewählt, was sich allein schon in der Eröffnungsszene von Jackie Brown bemerkbar macht. Tarantino paart in seinem Film nicht wie gewohnt Szene mit Musik, sondern Kameraperspektive mit Musik. So sieht man bereits am Anfang, wie die Kamera Jackie Brown knappe drei Minuten beim Rennen filmt und das ganze wird mit dem Song "Street life" unterlegt.
Es ist Tarantino´s einzige Buchverfilmung und das merkt man auch, der Film ist anders als andere Filme von ihm. Er ist ruhiger, die Musik wird anders eingesetzt und er setzt im Allgemeinen viel mehr auf Pointen.
Zudem merkt man, dass die Grundstory nicht von Tarantino kommt, denn dafür ist der eine andere Punkt zu klischeehaft.
Die Rollen sind natürlich mit Robert De Niro und Samuel L. Jackson hochwertig besetzt und das sieht man dem Film auch an. Die Darsteller holen nochmal das Beste aus ihren sowieso schon gut geschriebenen Rollen.

Im Allgemeinen ist dies ein für Tarantino unüblicher Streifen, der allerdings von Tarantinos üblichen Stil getragen wird.

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Martin Oberndorf

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Hilfe, ich komme mit dem Lesen garnicht mehr mit!

Stimme dir zu, dass der Film komplett anders als die anderen Tarantinos sind. In diesem Fall ist anders aber leider schlechter...


Troublemaker69

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Haha ja, hab die Woche Rodriguez/Tarantino Special ;p Etwas ja...fand ich auch, allerdings nicht gravierend, meiner Meinung nach...Tarantino sollte trotzdem bei seinen eigenen Drehbüchern bleiben


JuanHuevo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für Tarantino-Verhältnisse zwar etwas ruhigerer, aber nicht weniger genialer Film. Schauspielerisch ist der Film sowieso top und die Story unterhält die gesamte Lauflänge. Ausgezeichnet.

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Moviegod

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Bewertung7.5Sehenswert

Sicherlich zieht sich der Film etwas, aber so langatmig wie er oft kritisiert wird, ist er auf keinen Fall. Wie bei Tarantino üblich sorgen unterhaltsame Dialoge und geniale Figuren für kurzweilige Unterhaltung. Die Story selbst ist jetzt nicht der absolute Reißer, hat aber genug unterhaltsame wie spannende Szenen, um einen über die gesamte Laufzeit an der Stange zu halten. Ein anderer, aber dennoch guter Tarantino.

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elFranzo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein überraschend anderer Tarantino-Streifen. Obwohl er teilweise recht langatmig ist, hat mich die Story trotzdem bei der Stange gehalten.

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TommyDeVito

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Bis heute mein Lieblings-Tarantino.
Mit Jackie Brown wollte Tarantino eine Hommage an das Blaxploitation-Kino drehen und hat sich dafür mit Pam Grier (bekannt aus dem Blaxploitation-Kultfilm Foxy Brown) die perfekte Hauptdarstellerin ausgewählt. Sie ist sexy, smart, undurchschaubar und charmant. Daneben zeigen auch Samuel L. Jackson, Chris Tucker, Bridget Fonda, Michael Keaton (Tarantinos Lieblings-Fledermaus), Robert De Niro (in einer ungewöhnlich, ähm, zurückhaltenden Rolle als trotteliger Kleinkrimineller) und vor allem Robert Forster (genial!) starke Leistungen. Der Soul-Soundtrack gefällt mir von allen Tarantino-Soundtracks am besten (und das soll schon was heissen, hat Tarantino doch ein Händchen für perfekt platzierte Popsongs). Alleine die Eröffnungsszene unterlegt mit Bobby Womacks "Across 110th street" hat bereits 5 der 10 Sterne verdient. Die Dialoge (und das liegt wohl daran, dass Tarantino ein Buch von Elmore Leonard adaptiert und für einmal kein Original-Drehbuch geschrieben hat) sind ungewöhnlich natürlich und die Charaktere keine comicartigen Figuren (man denke nur an Kill Bill und Charakternamen wie "The Bride/Black Mamba" oder "Elle Driver/California Mountain Snake"), wie man sie sonst häufig in Tarantino-Filmen zu sehen bekommt. Sogar die zentrale romantische Beziehung zwischen Robert Forster und Pam Grier wird glaubwürdig umgesetzt. Die non-lineare Erzählweise (die Sequenz im Einkaufszentrum aus mehreren Perspektiven, wow!) und der Heist-Plot des Films sind intelligent konstruiert, wissen zu überraschen und Längen gab es für mich keine. Die kritischen Stimmen zu diesem Nachfolgewerk des Meisterwerks Pulp Fiction sind für mich ganz einfach mit einem Wort zu erklären: Erwartungshaltung. Wer Inglourious Basterds oder Pulp Fiction gesehen hat und abgedrehte, kultige Charaktere, coole Dialogue und ausufernde, stilisierte Gewalt sehen will, der wird von Jackie Brown enttäuscht werden. Wer sich aber auf einen "einfühlsamen" Tarantino-Film einlassen kann, wird mit einem intelligenten Heist-Glanzstück und einer umwerfenden Hauptdarstellerin belohnt.

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KlausKiffski

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Bewertung9.0Herausragend

Jackie Brown lohnt sich schon allein für die Ausstrahlung von dem skuril aussehenden Waffenhändler Ordell (genial inszeniert von Samuel L. Jackson). Dazu kommt ein grandioser Soundtrack, sowie die für Tarantino charakteristischen catchy Dialoge. Dass der Film sich dabei etwas Zeit lässt, tut dem Unterhaltungsmaß kein Abbruch.

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

Tarantino #3 - 1997: JACKIE BROWN

Wir schreiben 1997, drei Jahre sind seit Tarantino's Über(raschungs)hit PULP FICTION vergangen. Der junge Director hat sich eine gute Weile Zeit gelassen einen neuen Film bis zum Dreh zu entwickeln und lässt sich auch IN diesem Film eine gefühlte Ewigkeit Zeit, um seine überschaubare Story zu erzählen.

Im Vergleich ist JACKIE BROWN die begradigte Variante des damaligen Tarantino-Kinos - wieder quatschen Gangster eine ganze Menge vor sich hin, wieder geht es um kleine bis große Gaunereien, wieder greifen von allen Seiten die Finger nach den Dollars, aber nur eine(r) kann sie bekommen. Nur passiert das dieses Mal in chronologischer Reihenfolge und leider weit weniger von Wortwitz und Charme getragen, als in den zwei Werken zuvor.

Aber von vorn: JACKIE BROWN beginnt großartig. Blaxpolitation Ikone Pam Grier betritt einen Flughafen, ein toller Soul-Song läuft, die Kamera fängt sie von der Seite ein und folgt unnachgiebig ihrem Gang durch die Menge - eine Menge die ihr vollständig frontal entgegenströmt (toll, wie Tarantino hier ganz selbstverständlich ausdrückt: Jackie Brown ist eine, die gegen den Strom schwimmt) - und einer langen Fahrt auf einem der Beförderungsbänder des LAX, im Hintergrund ein stetiger Wechsel der Wandfarben - das schafft direkt eine tolle Atmosphäre. Im Parkhaus fangen dann zwei Cops sie ab und machen einen (für sie) unangenehmen Fund in ihrer Handttasche. Der Stein der VErstrickungen gerät ins Rollen.

Dann lernen wir Ordell und Louis kennen - den Waffenhändler und den planlosen ex-Knacki - und direkt offenbart sich (mal wieder) Tarantinos humoristisch-augenzwinkerndes Gespür für Besetzungen. Samuel L. Jackson als Gangster Ordell ist zwar die Definition eines Typecasts (dass er den dreckigen Kriminellen drauf hat, bewieß er ja in PULP FICTION hinreichend), bekommt aber für die Rolle ein geflochtenes Bärtchen, eine wehende, geglättete Haarpracht und reichlich Kangol-Mützen in Plüsch-Optik verpasst - you got's to be funky! DeNiro, der ja zu dem Zeitpunkt bereits auf eine weitreichende Historie als Mobster, Psychopath, Vigilant, etc. zurückblicken konnte, erscheint hier von der ersten Sekunden an völlig neben der Spur - bei Quentin werden nicht nur Tänzer zu Gangstern, sondern auch Gangster zu Idioten. Amüsante Abwechslung zum sonst so kompromisslos-dominanten Rollenbild des Robert DeNiro.

Charaktere soweit cool, doch bis sich aus diesen anfänglichen Begegnungen (die uns auch erstmalig zu Max Cherry, dem Kautions-Cop führen) die ersten handfesten Eckpunkte der kleinen Gaunergeschichte entwickeln, dauert es tatsächlich sehr lange. Nicht dass Tarantino bis dato als straighter Geschichtenerzähler bekannt war, doch hier macht es ein wenig den Anschein als will er, aber schafft nicht so recht. Angereichert ist die langsame Erzählung natürlich wieder mit reichlich Dialog, doch hier kommt ein maßgeblicher Unterschied zum Tragen: Der Reiz des Banalen entfaltet sich nicht wirklich, da viele Gespräche sich fast ausschließlich auf Fluchen und leere Phrasen beschränken. Das soll wieder an die Wirkung und Qualität der legendären Vincent/Jules-Dialoge ran reichen. Tut es aber nicht. Leider, denn so wirkt JACKIE BROWN trotz allem Wohlwollen ein wenig aufgeblasen.

Und: ein wenig gewollt. Immer wieder schimmert durch, dass Tarantino hier mit dem Holzhammer Blaxploitation drehen wollte - seien es die etlichen Anspielungen, wie z.B. Grier als Jackie anstatt Foxy Brown (wobei Foxy ja im Soundtrack auftaucht), Sid Haig im Cast (der ja ebenfalls in FOXY BROWN mitspielte), die viele Funk- und Soul-Musik der 70er, oder einfach der fast schon exhibitionistisch zur Schau gestellte "Nigga what, motherfucker"-Slang der schwarzen Figuren. Fühlt sich nur semi-natürlich an, auch wenn das Gesamtbild relativ organisch bleibt.

Trotz dessen macht JACKIE BROWN Spaß. Die ruhige Stimmung balanciert zwar ab und an gefährlich nah an der Grenze zur Langeweile, doch Guillermo Navarro fotografiert tolle Bilder eines recht heruntergekommenen Los Angeles, die in Verbindung mit dem soulig-groovenden 70s Soundtrack (in dem Q.T. auch mal, ganz sicher hämisch grinsend, einen völlig deplatzierten Johnny Cash Song verbaut) eine runde Sache ergeben. Obwohl der Film inhaltlich trotz aller Geradlinigkeit eigentlich gar nicht so rund ist. Die Story um ein doppeltes Spiel mit Cops und Thugs, sowie der große Showdown sind ganz nüchtern betrachtet weit weniger clever, mitreißend und überraschend, als sich der Quentin das damals vielleicht dachte - streng genommen überhaupt nicht der große Wurf.

Alles in allem ganz amüsant, aber hauptsächlich von der audiovisuellen Form über die Zeit gerettet - (wieder) 154 Minuten hätte JACKIE BROWN wirklich nicht dauern müssen.

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brainchild

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Heißt: bei Tarantino sollten die sterben, oder?


Gabster

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Nur der Typ so weit ich weiß.


timmoe

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Bewertung9.0Herausragend

Jackie Brown ist sicherlich Tarantino's am konventionellsten erzählter Film, da die Story ziemlich geradlinig verläuft. Dafür könnte ich den Protagonisten stundenlang beim Small Talk zuhören. Auch aufgrund der Soundtrack-Wahl ein wahrer Leckerbissen. Vermutlich Tarantino's unterschätztestes Werk.

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kraitschie

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der beste Tarrentino-Film mit großartigem Soundtrack.

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razzo

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Tarantino, wie ein entspannter Soul Song, der aus einem liebgewordenen Radio tönt.

Model: 70er Jahre Style.
Frequenz: ''Quentin's Super Movies of the Nineties''.
Genre: Soul, Trash & Crime.
Tempo: angenehm.
Rhytmus: anziehend.
Melodie: geht sofort ins Ohr.
Länge: 154 Minuten pure Lässigkeit.

Jackie Brown ist ein Evergreen für Ohr und Auge, der auf jedes gute Lieblingsalbum der 90er gehört.

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BlackLevel

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Bewertung5.0Geht so

Tarantinos drittes Schauwerk ist ein sehr ruhig erzählter Blaxploitations-Film, der zwar mit viel Liebe fürs Detail punkten kann, allerdings aufgrund des minimierten Tempo, auch leider all zu oft in die Langweile abdriftet.

Die Figuren wurden gut bis sehr gut gezeichnet und alle samt mit starken Darstellern besetzt. Mein persönlicher Favorit - DeNiro! Der hier mal einen gänzlich anderen Charaktere darstellt (und das mit Bravour), wie sonst von ihm gewohnt.

Die Dialoge sind mitunter echt gelungen ausgearbeitet, tendieren allerdings auch hin und wieder zu belanglosem Gerede. So wie auch der Film an sich, zwischen starken und langwierigen Momenten/Szenen hin und her pendelt.

Unterm Strich ist "Jackie Brown" nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut..

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jacker

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Von mri gab es noch nen Punkt mehr, aber ich stimme dienen Kritikpunkten voll zu. Hatte ich VIEL besser in Erinnerung!


Carnifex

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Bewertung3.0Schwach

Nach Start des Films kann man ruhig erstmal Joggen gehen und seinen Wochenendeinkauf erledigen, um dann noch rechtzeitig das Ende von all dem Geschwafel zu sehen - verpasst hat man nix.

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mannypenny

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Mit Abstand schwächster Tarrentino....


Val Vega

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tarantino-Werkschau #3

„Jackie Brown“ ist für mich bisweilen der untypischste Tarantino-Film und auch sein bislang Schwächster. Nichts desto trotz ist es ein toller Film. Pam grier – um mit dieser wunderbaren schokobraunen Amazone zu beginnen ist einfach unschlagbar als Jackie Brown. Sie stemmt den Film mit Leichtigkeit auf ihren Schultern. Robert Forster verkörpert seinen Charakter ebenfalls sehr charmant und beide haben genau das richtige Verhältniss zu einander um eine sympathische Leinwandpartnerschaft zu verkörpern. Beide Charaktere sind alt und weiße genug um cool und abgebrüht zu sein und sich selbst zu beherrschen, wenn die Deals abgezogen werden.

“Half a million dollars will always be missed.”

Zum einen geht es um den Kreislauf des Geldes um den Kapitalismus, zum anderen weiß Tarantino sein L.A. fabelhaft zu inszenieren. Das L.A. der 90er ist eine wunderbare sonnige Stadt. Ich würde dann gerne in Cherry‘s Kanzlei arbeiten und auch so ein locker flockiges Leben führen.

“I was the third brother of five
Doing whatever I had to do to survive
I'm not saying what I did was alright
Trying to break out of the ghetto was a day to day fight”

Die coolsten Chrakter sind für mich jedoch im Film Samuel L. Jacksons Gangsterboss Ordell Robbie, und sein Gefolge rund um den durchgeknallten Louis und die Cracknutte Mel. DeNiro passt perfekt in die Rolle dieses typischen Tarantino- Charakters und Bridget Fonda stellt das genaue Gegenteil von Pam Grier da, ist aber verdammt sexy wenn sie bekifft auf der Couch liegt.

Doch wieso ist jetzt gerade dieser Film für mich der untypischste Tarantino? Zum einen Fehlen gewisse tarantinoische Stilmittel bzw. werden nur noch um einiges subtiler eingesetzt als in den Vorgängern. Die Handlung bleibt eigentlich immer linear bzw. die zeitgleichen Abschnitte werden hintereinander erzählt, das Episodenhafte fällt eher ganz weg.

Die Handlung die Tarantino aus dem Roman adaptiert ist jedoch wirklich perfekt. Alle Charaktere haben immer zwei Möglichkeiten und werden dauerhaft vor die Wahl gestellt welchen Weg sie gehen möchten, doch es geht noch viel mehr um die Konsequenz des Handelns als um die Wahl wie man handelt bzw. das Handeln an sich. Alle Vorgänge im Film sind vollkommen plausibel und so erscheinen die perfekt geschriebenen Charaktere nie irrational.

“The family on the other side of town
Would catch hell without a ghetto around
In every city you find the same thing going down
Harlem is the capital of every ghetto town
Help me sing it”

“Jackie Brown” ist zwar nicht der beste Tarantino allerdings wirklich ein verdammt gutter und sehenswerter Film, den man kennen sollte. Er schafft es wie immer den Zuschauer mit auf eine Reise zu nehmen und ihm skurrile Charaktere vorzustellen, die einem allesamt ans Herz wachsen. Der Soundtrack und die Bilder passen perfekt zusammen und Samuel L. Jackson liefert hier eine seiner absoluten Glanzleistungen ab!

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Val Vega

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Damit hast du recht. Ne 8 ist ja auch ne saustaeke Bewertung.


dannydiaz

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mein favorite tarantino


Kevkev151012

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Bewertung5.5Geht so

Egal, wie ich es drehe und wende; Jackie Brown ist mir nicht lieb.
Die Story interessiert mich Null, die Charaktere finde ich langweilig, sogar die Dialoge sind meiner Meinung nach ungewöhnlich Schwach.
Nicht mal der Soundtrack konnte mich überzeugen...
Aber naja, nicht jeder Film kann ein Meisterwerk sein!

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paul88

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Eindeutig der coolste und relaxteste Film überhaupt!

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vega_vincent

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Yeah! Meine Lieblingsszene (hat zwar viele gute) ist die, wo alle zum Einkaufscenter fahren – jeder mit anderer cooler Musik. Geht voll ab! :-)


marcshake

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Bewertung5.0Geht so

Tarantino ist eigentlich mein Regieheld. Ich finde alle Filme von ihm ziemlich gut aber mit Jackie Brown werde ich nicht warm. Ist irgendwie nicht meine Welt. Leider.

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MickeyPosthuman

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Bewertung4.0Uninteressant

Mal ernsthaft: Der ist doch echt nicht gut. DeNiro war ja noch cool (Die Parkplatzszene mit B. Fonda, herrlich) weil er halt DeNiro ist und jeden Film aufpoliert, aber ansonsten? Ich werde mit Tarantino wohl nicht mehr so 100%ig warm. Pulp Fiction ist zugegeben ein Meisterwerk, die Basterds und Django sind auch noch ziemlich cool, aber Death Proof, Kill Bill 1/2 und eben Jackie Brown sind einfach nur öde, lahmarschig und belanglos. Kult hin oder her. Tarantino wird sowieso viel zu häufig mit diesem Wort in Verbindung gebracht. Sobald Tarantino furzt, war es definitiv ein Kultfurz. Gar kein Zweifel.

JB glänzt weder mit einer interessanten Story, noch mit ausgefeilten Dialogen. Witzig ist das alles auch nicht. Die Skurrilität anderer Tarantinos findet man hier nur bedingt. 5000 Hommagen an alles mögliche machen ihn auch nicht besser. Die Schauspielleistung war ganz souverän, ok, aber das rettet leider nicht vor der Mittelmäßigkeit.

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jacker

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Scheinbar ist es fast verboten sowas über QT zu schreiben, aber ich fand JACKIE BROWN jetzt im Rewatch auch um längen schwächer als PULP FICTION!


MickeyPosthuman

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Das Spiel kennt man ja zur Genüge. Wenn man Kultfilme nicht mag, hat man keine Ahnung von überhaupt irgendwas und ist scheiße. Ganz einfache Rechnung :)


Noodles-Inu

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Bewertung10.0Herausragend

es gibt gute Filme,es ist einer davon,muss man gesehen haben,vorallen als de Niro Fan :-)

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ElMagico

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Bewertung6.0Ganz gut

"Tarantino-Kult mit coolen Stars und flotten Sprüchen."
So steht es auf dem Backcover der DVD, mein Empfinden ist aber ein ganz anderes. Zumindest steht da nichts von einer cleveren Story oder so, denn das wäre schon dreist gelogen. Für mich einfach nur ein etwas überdurchschnittlicher Film, an dem ich aber auch nach längerer Überlegung nichts besonderes finden will. Ein wenig fühlt sich das an wie die Lightversion von "Pulp Fiction", nur eben mit gedrosseltem Tempo und fast ohne markante Momente. Ein weiterer Heist-Movie des Herrn Tarantino, diesmal mit einem etwas schwärzerem Feeling (aber diesen Film Blaxploitation zu nennen, empfinde ich dann doch als etwas sehr hochgegriffen) und einem Plot, der eigentlich wenig an Spannung zu bieten hat.
Ich kann da für mich einfach nicht den Unterschied zu zig anderen Filmen ausmachen, die ich vorher schon gesehen hab. "Jackie Brown" reiht sich hier ein, sticht aber nicht heraus. Das ist wie üblich bei Tarantino handwerklich gut gemacht, aber ansonsten einfach nur okay. Keiner der vertretenen Schauspieler wird hier seinem Ruf gerecht, die Story ist relativ durchschaubar und banal und auch der Soundtrack ist nur dann erwähnenswert, wenn man sich noch nie mit schwarzer Musik auseinandergesetzt hat. Sind es die Querverweise, die Reminiszenzen, die "Jackie Brown" so toll machen? Ich weiß es nicht, denn mir waren sie letztendlich dann auch egal. Wenn der Kern eines Films mich nicht berührt, dann kann ich auch kaum Begeisterung fürs schmückende Beiwerk aufbringen. Da regte sich einfach viel zu wenig in mir, nichts in mir fühlte sich anesprochen und am Ende blieb nur eine seltsam objektive Beziehung zwischen mir und diesem Film. Diesen okaynen Film...aber nicht tollen.
Ein bisschen tat sich aber doch in mir...leider aber nichts gutes. Ich begann mit "Jackie Brown" Spike Lee verstehen und warum er Tarantino so kritisiert. Tarantinos Position ähnelt schon bei "Reservoir Dogs" und "Pulp Fiction" der eines weißen Mittelstandkids, der eine Faszination für eine comichafte schwarze Unterschicht entwickelt hat, die es so eigentlich gar nicht gibt. Und irgendwo habe ich das Gefühl, er würde so unendlich gern zu dieser gehören, steht dabei aber in einem heftigen Zwiespalt zu seinem künstlerischen Tun. Nigger dies, Nigger das, Pimps und Hustlers....Tarantino benutzt schwarze Klischeebilder, entledigt sie ihrer eigentlichen Relevanz und bereitet sie für ein weißes Publikum auf. Dabei gibt er aber nie etwas ans schwarze Publikum zurück, dieses dient immer nur als Quelle, das Endprodukt ist hingegen immer offensichtlich für ein weißes Publikum gedacht. Das mag vielen völlig egal sein, mich wurmt sowas schon etwas. Und nein, nur weil der Mann ein paar Vertretern des Black-Cinemas seinen Segen erteilt hat, hat er dieser Community noch nichts zurückgegeben. Davon abgesehen, dass mittlerweile jeder zweite Film dieser Erde in einer Liste von Tarantino auftachen müsste.

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ElMagico

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@Timo: Nein, es kommt einfach nicht an ;) Und ganz sollte man die von dir angeführten Kritiker aber auch nicht einfach vom Tisch wegwischen. Ich bin irgendwo auch schon jemand, der gern mal einen Film von Tarantino sehen würde, der sich nicht irgendwie an irgendwas anlehnt. In diese Ecke hat er sich halt selbst "reingedreht".
@Mark: "Django Unchained" hab ich noch nicht gesehen (deshalb guck ich die anderen auch grad nochmal)...und du hast recht, die zweite Hälfte war nicht explizit auf "Jackie Brown" gemünzt. Aber hier begann mich das Nigger-Gerede zu stören und wohl warf ich deshalb auch einen schärferen Blick darauf. Und das ist einfach mein Eindruck von der ersten drei Filmen und da passt für mich in diesem Aspekt einfach etwas nicht. Aber selbst die Liebe zu Pam Grier, ich kann sie nicht sehen, fühlen, spüren. Das ging einfach alles an mir vorbei, geschah auf keiner Ebene auf der ich mich emotionell bewegte. Und ich will dem Mann ja auch keinen reinwürgen (wenn, dann würde ich das bei "Death Proof" machen, den hab ich nämlich ziemlich schlecht in Erinnerung.) Ich finde es ja gut, dass man Filme total unterschiedlich empfindet und ich will ja auch gern anderen näher bringen was ich gern hab...mich macht es aber immer traurig wenn ich bei Filmen etwas von Falsch oder Richtig lese (außer bei total beschissenen Aussagen). Wie bei Musik, kann ich bei Filmen mit diesen Begriffen nichts anfangen. Wir stehen hier ja auch nicht alle auf die selbe Frau bzw. den selben Mann ;)
Und hey, der Mann kann ruhig mal mit ner 6 leben ;)


Sigrun

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Finde ja wie Le Samourai, dass JB der heimlich beste Tarantino ist, aber deine Meinung hier ist gut begründet :)


MonsieurTomate

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Bewertung9.0Herausragend

Die Vorspiel-/Sexszene zwischen Melanie und Louis ist das Romantischste was ich je in einem Film gesehen habe. Einfach nur meisterhaft, wie Menschen solche Emotionen schauspielern können. Man konnte die knisternde Erotik förmlich durch die Bildröhre hindurch spüren. Grandiose Leistung von De Niro und Fonda.

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Bubbles

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Ich scheiß mir ein! :D



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