Todeszug nach Yuma

3:10 to Yuma (2007), US
Laufzeit 123 Minuten, FSK 16, Western, Thriller, Kinostart 13.12.2007

7.3 Kritiker
38 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5 Community
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Todeszug nach Yuma - Bild 13792
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von James Mangold, mit Russell Crowe und Christian Bale

Der Bürgerkriegsinvalide Dan Evans hält sich und seine Familie mehr schlecht als recht auf einer öden Ranch in Arizona über Wasser. Mit seinen beiden Söhnen wird er Zeuge eines brutalen Postkutschenüberfalls des berüchtigten Outlaws Ben Wade und seiner Bande. Der hartgesottene Kopfgeldjäger Byron McElroy ist der einzige Überlebende, den Evans mit einem Bauchschuss zum Arzt in Bisbee bringt. Auch Wade ist dort und kann in einer unvorsichtigen Minute gefasst werden. Sofort muss eine Eskorte zur Bahnstation in Contention aufgestellt werden. Von dort fährt der Zug zum Staatsgefängnis nach Yuma wöchentlich um Punkt 3 Uhr 10 ab. Um zu beweisen, dass er kein Versager ist, lässt sich Dan auf einen gefährlichen Deal ein: Für $200 soll er gemeinsam mit einer Handvoll Männer den Gangster zur Bahnstation bringen. Doch Wades fanatische Komplizen lassen nichts unversucht, um ihren Anführer zu befreien.

Handlung

Dan Evans (Christian Bale), der im Bürgerkrieg ein Bein verloren hat, lebt zusammen mit seiner Frau Alice (Gretchen Mol) und seinen zwei Söhnen auf einer Ranch in Arizona. Wegen anhaltender Dürre hat er Schulden und seine Gläubiger zünden in der Nacht seinen Vorratsschuppen an.

Der Überfall

Am nächsten Morgen werden er und seine zwei Söhne unfreiwillig Zeugen eines brutalen Überfalls auf eine Postkutsche, die die Bande des berühmten Banditen und Revolverhelden Ben Wade (Russell Crowe) verübt. Alle Mitreisende werden getötet, nur der alte Kopfgeldjäger Byron McElroy (Peter Fonda) überlebt mit einem Bauchschuss. Dan bringt Byron in den kleinen Ort Bisbee, wo sich Wade noch aufhält. Durch einen Zufall und die Unvorsichtigkeit des Banditen kann Dan dem Sheriff helfen Wade festzunehmen. Jetzt bietet sich für Dan eine Chance: Der Sheriff sucht Männer, die den gefährlichen Wade zur Bahnstation im drei Tagesritte entfernten Contention bringen, wo ein Gefangenenzug Wade ins Gefängnis nach Yuma bringen soll. Für 200…

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Kritiken (13) — Film: Todeszug nach Yuma

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

An Andrew Dominiks amythischer Westernneueröffnung "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" knüpft James Mangold mit seinem bar jedweden Zweifels kurzweilig wegzuguckenden Spätwestern "Todeszug nach Yuma" nicht an. Obgleich in dem Punkt einig, dass Mythen neu entfesselt werden und unverbrauchte Denkanstöße ein Genre transformieren respektive es überhaupt aus den Hangeln zu heben imstande sind, unterscheidet sich der Todeszug nicht nur in erster Linie von dem Feigling ganz rapide, sondern grenzt sich vielmehr wohl auch innerhalb seiner ihm auferlegten Regeln ab. Nahezu exaltiert (und nicht immer glücklich) streift Mangold eine grimmig-kühle Westernatmosphäre, um sie doch nicht zu streifen, ihr ihrer Theatralik zu berauben, sie allerdings trotzdem nicht zu dekonstruieren. Cinemascope, das schon, aber keine Landschaftstotalen in Cinemascope, keine spannungsgeladenen Duelle mit dem Colt, sondern auch mal mit futuristisch wirkenden Präzisionsgewehren,…

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Punsha

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Eieiei, ein erneuter Augenschmaus. Sag mal ganz ehrlich, wie viel Zeit und Überlegung kosten dich eigentlich deine Kommentare? :)


Timo K.

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Ich muss dich leider enttäuschen, wenn ich dir ganz unspektakulär sagen muss, dass es von Film zu Film abhängig ist.^^ Nein, kommt wirklich drauf an. Eine Lobhudelei schreibt sich jedenfalls leichter herunter als so ein klassischer 5-6 Punkte-Film, bei dem ich deutlich länger überlegen muss, inwiefern ich die beiden Seiten positiv wie negativ strukturiere und gewichte. Verriss schreibt sich ziemlich schwer für mein Empfinden (ferner zwischen Ironie und Argumentation möglichst differenziert zu balancieren; mir fällt das sehr schwer, es nimmt einige Zeit in Anspruch), aber es macht zugleich unheimlichen Spaß abzulästern, masochistischen Spaß.^^ | Wenn mir außerdem nichts mehr an Wörtern einfallen will, schreib' ich den Kommentar dann am nächsten Tag zu Ende. Ich hab' damit kein Problem. Teilweise fallen mir kleinere, vergessene Satzfragmente gegen Abend wieder ein, die ich ursprünglich im Hinterkopf behalten wollte, um sie gegebenfalls irgendwo zu verwenden. Zeitdauer: Ich müsste raten, auf die Uhr gucke ich dabei selten. :)


Stefan_R.: Mann beisst Film

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8.0Ausgezeichnet

„TODESZUG NACH YUMA“ ist schlicht und ergreifend ein beachtlich inszenierter Spät-Western, dem nur zu wünschen ist, dass man seine Spuren noch etwas länger wahrnehmen kann. Denn wenn sie auch nicht zur erhofften Renaissance eines fast schon totgeglaubten Genres führen, so doch zumindest zu einem Genrebeitrag, der als intensives, charakterorientiertes und spannendes Filmerlebnis - abgesehen von einigen verzeihbaren Längen - ganz wunderbar funktioniert.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur James Mangold treibt die Handlung in strikter, gradliniger Western-Manier zügig von einem Schusswechsel zum nächsten voran. Düster und schonungslos kommt es zur finalen Konfrontation der rauchenden Colts. Die Schlussszene wirkt dann zwar widersprüchlich, regt aber zu angeregten Debatten an. Der zeitliche Ablauf und die Verdichtung der Handlung ist den Drehbuchautoren hervorragend gelungen. Leben wird dem Text aber vor allem durch die brillante Besetzung eingehaucht.

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sushi25: movie-fan.de

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5.5Geht so

Bale ist gut und Crow großartig. Die Westernstimmung ist auch sehr dicht gestrickt und optisch gut umgesetzt.

Die Figur von Bales Filmsohn Willian überzeugt nicht. Der Sohn, der nicht gehorcht, entgegen der Weisung des Vaters mitreitet, entgegen der Weisung des Vaters mit in den Endkampf eingreifen will... das hat keinen neuen sehenswerten Aspekt, sondern ist zum 100-Mal der Vater-Sohn-Konflikt.

Das Ende des Films bietet nicht das, was an Spannung bis dahin aufgebaut worden ist. "3:10 to Yuma" kommt an die Gerneklassiker nicht heran, ist aber unterhaltsam gemacht.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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7.0Sehenswert

Obwohl Bale sich etwas zu viel für etwas zu wenig Rolle verausgabt und die Eitelkeit Crowes mit dieser x-ten Variante seiner angestammten Rolle als "Harte Sau mit Herz" wieder mal zu sehr umschmeichelt wird, darf man hier zwei Profis in ausgezeichneter Form bei der Arbeit zu sehen - was einfach Spaß macht.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.0Sehenswert

Nach seinem grandiosen Johnny Cash-Biopic Walk The Line schickte sich Regisseur James Mangold im letzten Jahr an, dem totgesagten Western-Genre mit einem Remake von Zähle Bis Drei Und Bete (1957) wieder Leben einzuhauchen. Fernab traditioneller Normen des Westerns erzählt er in ruhigen Bildern eine Fabel über die Ehre eines Mannes und verzichtet dabei erfreulicherweise auf eine standarisierte Skizzierung des epischen Helden, der den Kampf gegen einen übermächtigen Bösen aufnimmt. Vielmehr verschwimmen in Todeszug Nach Yuma die Grenzen zwischen gut und böse, die Charaktere sind vielschichtig und tiefgründig. Basierend auf eine Kurzgeschichte von Elmore Leonard (Jackie Brown, Schnappt Shorty) erzählt der Film die Geschichte des armen Farmers Dan Evans (Christian Bale), der zufällig Zeuge eines Überfalls auf einen Geldtransport durch den berühmt berüchtigten outlaw Ben Wade (Russell Crowe) wird. Zusammen mit dem verwundeten Kopfgeldjäger Byron McElroy (Peter Fonda) zieht er in die nächste Stadt, in der sie Wade ausfindig machen. Für ein Handgeld von 200 Dollar, welches Evans von allen Lasten befreien würde, erklärt er sich bereit, Teil einer Gefangeneneskorte zu werden, die den Gangster in eine fern gelegene Stadt geleitet, von wo er mit einem Zug in ein das Gefängnis Yuma gebracht werden soll.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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9.0Herausragend

Ein Spätwestern-Szenario dieser Schärfe war seit Sam Peckinpahs "Pat Garret & Billy the Kid" (1973) nicht mehr zu sehen: Korrupte Marshalls, beinharte Kopfgeldjäger und zielsichere Desperados im Kleinkrieg, ein Eisenbahn-Manager, der glaubt, alles sei käuflich, und die letzten Apachen schießen auf jeden Weißen, der sich in ihre Berge verirrt.

[...]

Die Geschichte bleibt spannend bis zur wirklich allerletzten überraschenden Wendung. Großes Kino bleibt großes Kino, ganz egal in welchem Genre.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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6.0Ganz gut

Yuma erzählt eine sehr klassische Story mit alle Zutaten eines traditionellen Western: Einsame Cowboys und Gunmen, staubige Prärie, rauchende Colts, Indianer, Eisenbahn-Pioniere - atmosphärisch dicht und äußerst brutal inszeniert. Regisseur James Mangold hat keine Neuerfindung des Genres geschaffen, sondern die bekannten Elemente auf aktuellem Hollywood-Niveau zu einer gelungenen Auffrischung des Genres gemixt.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

Der Western war meiner Meinung nach als Genre schon ziemlich tot. Seitdem solche Haudegen wie John Wayne oder Charles Bronson nicht mehr unter uns weilen, hat die Western-Welt sehr gelitten. Zwar konnte Clint Eastwood in den 90ern mit „Erbarmungslos“ noch einen oscar-prämierten Achtungserfolg landen, aber anschließend kamen entweder seichte Comedy-Western a la „Der Schuh des Manitu“ und „Bandidas“ oder Dramen im Western-Umfeld („Die Ermordung des Jesse James usw…“, “The Missing”).

50 Jahre nach dem Originalfilm “3:10 to Yuma” setzt „Todeszug nach Yuma“ einmal mehr auf die Drama-Schiene als auf platte High-Noon-Action – aber das ziemlich gut!

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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

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8.0Ausgezeichnet

Der Western gilt ja gemeinhin als tot. Woher diese Behauptung stammt, vermag ich nicht zu verstehen. Denn obgleich die Menge der jüngst erschienenden Titel sich zwar nicht zahlreich bezeichnen kann, so haben doch einige gelungene Genre-Vertreter in den letzten Jahren die Filmstudios verlassen und eben für mehr oder minder finanziellen Erfolg gesorgt. Das diese Spezies Film nicht allein in der Hand der Amerikaner liegt, das bezeugte ja vor nicht allzu langer Zeit der australische Ableger „The Proposition“. Dennoch, haben die Cowboys ihre Wurzeln ganz klar in den USA. Seit mehr als 90 Jahren nun schon sind sie auf der Bühne vertreten und begeisterten vor allem in den 40ern und 50ern die Massen. Blickt man in die Gegenwart, so ist die Begeisterung merklich verebbt und nur noch wenige Filmfreunde wissen diese und neue Werke zu schätzen. Obgleich die Definition Kassengift wohl jeder neuzeitlichen Western-Produktion im Wege steht, schaffen es dennoch stets aufs neue einige Filme auf…

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Der "Todeszug" ist "todes gut", wie ein einstiger Jugendslang gesagt hätte, vor allem durch die enorme Präsenz der Darsteller. Wirklich spannend sind die Blick-Duelle zwischen Russell Crowe und Christian Bale. Dazu kommt ein Vater-Sohn-Drama, denn der wütende William folgt dem Transport und greift selbst im entscheidenden Moment ein.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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5.5Geht so

Doch leider gerät der Film ausgerechnet in dem Moment, in dem er auf das Finale zusteuert, in das falsche Fahrwasser.

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Tytus

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und säuft ab wie die Titanic ;)


Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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9.5Herausragend

Diese Geschichte hat alles, was einen edlen (Spät)western auszeichnet: Einen packenden Plot, deftige Schießereien, einen Postkutschenüberfall und sogar Indianer fehlen nicht. In erster Linie verfügt das Drama aber über zwei charismatische, vielschichtig gezeichnete Protagonisten, die sich gegenseitig nichts schenken, sich dabei aber weniger mit Pistolen duellieren, als sich scharfe Wortgefechte zu liefern. Großes Retro-Kino in stilvollendet fotografierten Bildern und unterlegt mit coolen Western-Klängen, dessen Finale eine Referenz an den Klassiker „12 Uhr Mittags“ darstellt: Definitiv einer der besten Filme des Jahres!

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Kommentare (141) — Film: Todeszug nach Yuma

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Angrymonkey

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

kurz und knapp: ich bin kein Westernfan, aber der Film hat mich mitgerissen und überzeugt, schön anzusehen; tolle geschichte, so wie Farbgebung und Kamera.

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SoulReaver

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Bewertung9.0Herausragend

„Die Seite an ihnen gefällt mir, Dan.“

Der Western lebt! Zwar nicht mehr so intensiv wie früher, aber es gibt ihn noch. Zum Glück kann man sagen. Mit Filmen wie 'Open Range', 'Jesse James' und zuletzt 'True Grit' wurde dem Genre immer wieder neues Leben eingehaucht. 2007 konnte Regisseur James Mangold mit dem Film 'Todeszug nach Yuma' das Genre ebenfalls mal wieder so richtig aufleben lassen und inszeniert einen hochspannenden und vielschichtigen Film der jedem Western-Fan das Herz öffnet.

Der Bürgerkriegsveteran Dan Evans hält sich und seine Familie gerade so mit einer Ranch in Arizona über Wasser. Mit seinen Söhnen beobachtet er einen brutalen Postkutschenüberfall des berüchtigten Ben Wade und seiner Bande. Der hartgesottene Kopfgeldjäger McElroy ist der einzige Überlebende, den Evans mit einem Bauchschuss zum Arzt bringt. Auch Wade ist in der Stadt und kann in einer unvorsichtigen Minute gepackt werden. Sofort muss eine Eskorte zur Bahnstatation in Contention zusammengestellt werden. Von dort fährt der Zug direkt zum Staatesgefängnis nach Yuma wöchentlich um Punkt 3 Uhr 10 ab. Um zu beweisen, dass er kein Versager ist, lässt sich Dan auf einen riskanten Deal ein: Für 200$ soll er gemeinsam mit einer Handvoll Männer den Verbrecher zum Zug bringen. Wades Komplizen lassen allerdings nicht unversucht um ihren Boss zu befreien...

Wie es sich für einen ordentlichen Western gehört müssen schöne und eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen vertreten sein. Hier hat 'Todeszug nach Yuma' so einiges zu bieten. Kameramann Phedon Papamichael liefert Oscarreife Arbeit ab und fängt die felsige, unberührte Natur in wunderschönen Bildern ein. Bilder an denen man sich kaum sattsehen kann. Auch die Kamerafahrten, ganz besonders hier bei der Jagd durch die Stadt gegen Ende, sind fantastisch. Komponist Marco Beltrami rundet die visuelle Klasse mit seinem tollen Soundtrack perfekt ab. Gefühlvoll, gewaltig und immer punktgenau eingesetzt. Ganz besonders auch wieder bei den letzten 15 Minuten, die wirklich blendend unterstrichen wurden.

Auch bei den Schauspielern beweist James Mangold ein mehr als feines Händchen und lässt keine Wünsche offen. An erster Stelle Christian Bale als Familienvater und Gutmensch Dan Evans. Dass Christian Bale ein toller Schauspieler ist sollte inzwischen hoffentlich bekannt sein und auch als Dan Evans kann er durch sein ausdrucksstarkes und emotionales Schauspiel voll überzeugen. Russell Crowe steht dem natürlich in nichts nach und kann als berühmt berüchtigter Bandit und Bandenchef Ben Wande sein ganzes Können ausspielen und einen zwielichtigen wie interessanten Charakter verkörpern. Ein weiteres Highlight in der Besetzungsliste ist Ben Foster als durch und durch verdorbener Charlie Prince, der so was wie Wades rechte Hand ist. Foster zeigt wieder sein unglaubliches Talent und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Auch die anderen Nebenrollen sind mit Alan Tudyk, Peter Fonda und Logan Lerman stark besetzt.

An erster Stelle sollte man noch erwähnen, dass 'Todeszug nach Yuma' ein "Remake" des Klassikers 'Zähl bis Drei und bete' ist, sich aber in einem Punkt deutlich davon unterscheidet. Mangold geht, anders als Elmore Leonard, auf die Charaktere der Geschichte ein und legt großen Wert darauf ihnen die nötige Tiefgründigkeit zu verleihen.

Dementsprechend vielschichtig und interessant sind die wichtigsten Charaktere des Films auch gezeichnet. Zuerst Dan Evans, der ein armer Rancher in Arizona ist. Gezeichnet durch den Bürgerkrieg und erdrückt von Schulden versucht er sich und seine Familie irgendwie durchzuschlagen. Doch die Dürre macht ihm einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Dazu kommt auch noch, dass sein Ältester ihn für einen Wachlappen hält. Auf der anderen Seite Ben Wade. Wade steht auf der falschen Seite des Gesetzes und schlägt sich mit seinen brutalen Verbrechen durchs Land. So durchtrieben Wade auch auf den ersten Blick aussehen mag, sein wahres Ich sieht anders aus. Auf der gemeinsamen Reise lernen sich die beiden Männer kennen. Dan Evans dient hier zuerst natürlich als klare Identifikationsfigur und Ben Wade wird noch als personifiziertes Verbrechen dargestellt. Ein Mörder, ein Draufgänger, aber unglaublich charismatisch. Der Zuschauer wird in eine Zwickmühle gedrängt, denn so schlecht Wade auch sein mag, genauso schwer fällt es auch ihn nicht zu mögen. Nach und nach kommen wir den Charakteren immer näher und entwickeln viel Sympathie für beide, allerdings auf unterschiedliche Art und Weise. Genau wie Ben und Dan, die das aber nicht wahrhaben wollen. Immer mehr geht Mangold auf die beiden ein und der wahre Charakter so wie die Vergangenheit kommen Stück für Stück ans Licht. Die Rolle des wahren Bösewichts übernimmt dann eindeutig Charlie Prince. Ein widerlicher und gewissenloser Charakter der ohne Probleme über Leichen geht. Diese Figuren, vor allem natürlich Wade und Evans, wurden fantastisch gestalten und verkommen nicht zum typisch wortkargen Cowboy ohne jegliche Gefühle.

Mangold inszeniert mit 'Todeszug nach Yuma' eine Geschichte über Moral, Ehre, Mut und wahre Stärke. Auch wenn sich die beiden, und das kann man nicht abstreiten, leiden können, so zielstrebig müssen sie auch sein. Evans darf sein Ziel nicht aus den Augen verlieren, denn er will nicht vor seinen Kindern als Versager dastehen. Wade kann das verstehen und gibt ihm die Chance ihn irgendwie zum Zug zu bringen. In der Stadt wartet allerdings Wades Bande die ziemlich treffsicher ist. So kommen wir auch gleich zum zweiten Punkt des Films: die Action. Die sitzt nämlich genauso wie die Charakterisierung. Allein der nervenaufreibende und furiose Showdown ist absolut fantastisch inszeniert und knallt nur so über den Bildschirm. Aber auch die zahlreichen Schießereien oder der Kutchenüberfall sind ungemein spannend und keinesfalls blutarm. 'Todeszug nach Yuma' hält perfekt das Gleichgewicht aus Charakterfilm und rasantem Western-Action-Abenteuer und fesselt über die gesamte Laufzeit.

Fazit: 'Todeszug nach Yuma' ist exzellentes Western-Kino voller Action, Spannung und dem nötigen Tiefgang. Die fantastischen Schauspieler, die grandiosen Bilder und der starke Soundtrack tun ihr übriges und runden den Film einfach hervorragend ab.

„Tut mir leid Mister, aber ich habe nicht vor heute zu sterben.“

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Oceanic6

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Der Soundtrack war wirklich verdammt stark, und der Film ist auch sehr gut, nur das Ende mag mir nicht so recht munden. ;)


Filmkenner77

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Sehr schön. Wäre das Ende nicht, würde ich den Film wirklich mögen. So ziehe ich das Original diesem Film vor.


Snakeeater

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Todeszug nach Yuma! Warum der Film gut ist? Wenn ich ihn mir innerhalb von 2 Wochen 4 mal anschaue nur um ihn diversen Leuten zu zeigen und JEDER den Film absolut geil fand, dann MUSS der Film einfach was haben!

Ben Foster ist so überzeugend! Die Rolle spielt er Grandios! Man könnte denken er ist immer so.
Und die Geschicht von Bale Und Crowe die in den letzten 20 Minuten den Höhepunkt finden!
Wo Bale zu Crowe noch sagt: "Wir werden niemals Freunde werden...", und dann so ein Ende!
Einzigster Minuspunkt ist das der Film in der Mitte bis zum Finale ETWAS sich etwas zieht.

Trotzdem 8.5 für einen grandiosen Film den sich wirklich JEDER anschauen kann!

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Haschbeutel

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Bewertung9.0Herausragend

"Even bad men love their mommas."

Ich bin nicht der bewandertste in Western, kenne vor allem viele "Klassiker" noch nicht und habe hier nicht die Vergleichsmöglichkeiten - aber 3:10 TO YUMA ist schlicht und ergreifend das packendste, was ich bis dato in dem Genre gesehen habe. Was Crowe und Bale hier abliefern, ist einfach phänomenal und ganz großes Charakterkino. Trotz um die 120 Minuten Laufzeit ist keine einzige Minute langweilig. Die Nebencharaktere sind bis in's Detail gut besetzt, vor allem Ben Foster macht eine verdammt abgebrühte und starke Figur als rechte Hand von Crowe. Die Story ist recht trivial: abgehalfterter Farmer hilft gefährlichen Gangster zu fangen und erklärt sich für Geld bereit, ihn in den "Todeszug" nach Yuma zu verfrachten. So weit, so simpel und bekannt. Das spannende ist sowieso das "Wie?". Denn natürlich geht auf dem Weg so gar nichts glatt und ständig werden die Fronten klar gestellt. Hier der Fluchtversuch, da Personalverlust. Und dazwischen Crowe und Bale, die jede Leinwandsekunde mit einer Präsenz füllen, dass mir der Atem stockt. Hier gibt es keine aufwändigen CGI-Monster-Explosionen, keine ablenkenden, ausufernden Landschaftsaufnahmen, keine Effekthascherei. Es dominieren ein dezenter, unaufdringlicher Soundtrack, überwiegend ruhige Kameraführung, die immer mitten am Geschehen ist und zwei Darsteller, die sich hier ständig versuchen zu überbieten. Sogar das "Kid", Logan Lerman, kann durchaus mithalten, geht nicht unbedingt auf die Nerven und spielt den Sohn von Bale mehr als überzeugend.

Richtig aufgedreht wird dann nochmal im Finale. Die letzten 20 Minuten sind immens packend und haben mich dann vollends in ihren Bann gezogen. Abermals dominieren vor allem Worte das Gefecht, bevor die blauen Bohnen fliegen. Die Lage ist schier aussichtslos, die entspannte Dominanz der Überlegenheit, die Crowe ausstrahlt, zerreisst die Luft. Knackpunkt ist dann wohl das Ende, das hier einigen nicht ganz behagt hat. Mir persönlich hat es sehr zugesagt, den "Wandel" konnte ich durchaus nachvollziehen. Es ist vor allem konsequent, genau wie der ganze Film: packende Action, knallharte Dialoge, mitreissende Duelle wechseln mit den ruhigen, nicht minder spannenden Szenen. Durch und durch ein mehr als "herausragend"er Film, den ich garantiert nicht zum letzten Mal gesehen habe. Ganz, ganz großes Kino - mehr davon!

"They're going to kill me in the morning... I'll never see the sun."

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SoulReaver

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Ein schönes Extra bei sogut wie jedem Foster-Auftritt :)


Taucher

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Auch wenn ich mir jetzt Feinde machen: Ich schalf immer so in der Mitte ein, obwohl ich echt auf Western stehe..... Sorry ;-)


aberaber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Toller Spätwestern. Mit grandiose Besetzung spannend und unterhaltsam umgesetzt.

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Hagen Hagen

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein schöner Western mit guter Besetzung. Leider etwas unlogisch und mit zu oft wackelnder Kamera.

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alte Western-Mythen modern verpackt. Eine klasse Neuverfilmung des Westerns "Zähl bis drei und bete" (mit Glenn Ford von 1957). Jedoch durch zusätzliche Rahmenhandlung gut 30 Minuten länger.
Bei diesen klassischen, schnörkellosen Western ist allein die letzte halbe Stunde mit dem Showdown absolut meisterlich und packend in Szene gesetzt. Grandiose Neuverfilmung eines Westernklassikers.

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Laura Eissenberger

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Bewertung7.0Sehenswert

Definitiv kurzweilig.
SPOILER
Aber mit absurder Ende-Wende: Warum schießt Crowes Russell plötzlich auf seine Homies? Warum erschießt der Sohn den Revolverhelden nicht?
Von groben Drehbuchfehlern abgesehen, hat auch das hysterische, behämmerte Ende dem Film eine bessere Bewertung verwehrt.

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Mr. Ogi

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Tja Haschbeutel...im Grunde hatte ich das gleiche geschrieben. Meine Antwort wurde aber entfernt. Die Laura Eissenberger mag wohl keine Kritik! Also nicht wundern wenn dein Beitrag bald entfernt ist.


TheJoker

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Das Ende ist genau richtig, unfassbar gut durchdacht und überragend umgesetzt. Jedes andere Ende wäre dem Film nicht gerecht geworden. Punkt.


smartyx

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Bewertung3.0Schwach

Eigentlich mag ich Western. Eigentlich mag ich Filme mit Russell Crowe. Eigentlich mag ich auch Filme mit Christian Bale. Und eigentlich müsste ich diesen Western mit beiden Schauspielern lieben. Eigentlich.
Der Film fängt ganz gut an und entwickelt sich auch zu einem ansehnlichen Stück Leinwandprodukt. Leider fällt der Film in den letzten 45 Minuten was Logik der Handlung und Glaubwürdigkeit von Russell Crowe angeht massiv ab.
-Spoileranfang- Diesen grundlosen Sinneswandel am Ende nehme ich ihm einfach nicht ab.
Es beglückt mich zutiefst, dass er (zumindest muss der Zuschauer das annehmen) seiner gerechten Strafe zugeführt wird und auch seine Mitstreiter ausgeschaltet sind.
Außerdem mag ich keine Filme ohne Happy End. Da bin ich altmodisch.
-Spoilerende-
Deswegen auch die schlechte Bewertung. In der Kombination der Schauspieler und der Handlung hätte das ein gelungenes Werk werden können á la "Schneller als der Tod". Eigentlich. Eigentlich schade.

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Laura Eissenberger

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(Das sind zwar nicht im Wortsinne Logikfehler, aber ansonsten: Jo.)


smartyx

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Hatte kein besseres Wort gefunden :-)


Wu-Tang-Sven

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ende zu dramatisch wie ich finde. Auch (Spoiler), dass der Gangsta dann ein auf Gefühlsheld macht finde ich in diesen mitreißenden Film nicht gut.

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daweed

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Bewertung7.5Sehenswert

der rotzbengel hat genervt!

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sam_ace_rothstein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wurde positiv überrascht von diesem Neu-Western. Die Darsteller konnten mich alle überzeugen. Christian Bale als verzweifelter Farmer, Russel Crowe als Eiskalter Bandenchef Ben Wade und in den Nebenrollen vorallem Peter Fonda und Ben Foster. Ben Foster hat den Psychopathen echt beängstigend gut drauf, ist mir schon in Hostage aufgefallen.

Der Film ist spannend. Die Dialoge zwischen Crowe und Bale stechen hinaus. Solche Psychospielchen/duelle liebe ich bei Filmen.

Die letzten 30 Minuten fand ich einfach Perfekt was die Inszenierung betrifft.

Auch Leute die mit Western wenig anfangen können sollten sich diesen Film mal ansehen.

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custin

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..sind vorgemerkt.


Andy Dufresne

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Alles klar :D


Kreaexo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr guter Western. Hat mich gefreut Christian Bale und Russel Crowe zusammen in Action zu sehen.

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getNo

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Bewertung7.5Sehenswert

Eigentlich ganz guter Western. Nur ich weis nicht so richtig, ob das "HappyEnd" wirklich die richtige Entscheidung gewesen ist. Ben Wades Geisteswandel zum Schluss kommt doch etwas plötzlich und ein "Himmelsfahrtskommando OHNE gutes Ende" hätte besser gepasst.

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der_hacki

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Hab ihn gestern gesehen und dachte genau das gleiche. Musste direkt mal hier schauen und dachte nach den ersten Kommentaren, ich wäre allein mit meiner Meinung ;) Das Ende hat mich wirklich so derart angewidert.. Alles davor war super, geile Szenerie, ein paar überraschende Handlungen von Ben Wade, alles prima. Aber mein Gott, war das Ende hirnrissig! Nachdem ich mir hier eigentlich nur Filminfos geholt und geguckte Filme bewertet habe, hab ich somit meinen ersten Kommentar hier geschrieben. Den Film konnt ich so einfach nicht auf mir sitzen lassen ;)


_Garfield

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Bewertung6.5Ganz gut

Spaßiger Spät-Western, welcher in erster Linie von den Performances seiner beiden Hauptdarsteller lebt, jedoch die gesamte Laufzeit über mit der Tatsache seiner filmischen Belanglosigkeit zu kämpfen hat. „3:10 to Yuma“ ist zwar beileibe kein schlechter Film und er funktioniert an und für sich recht gut: er macht optisch etwas her, die Feuergefechte sind rasant inszeniert und Mangold versteht es seine Darsteller vernünftig in Szene zu setzten. Doch wo „3:10 to Yuma“ handwerklich alles richtig macht fehlt es ihm an dem, was die großen Leone-Klassiker bis heute ausmacht: Atmosphäre. Mangold's inzwischen siebter Regie-Arbeit haftet fortwährend die Belanglosigkeit seines Plots an und begeht den Fehler dies durch austauschbare und schon oft gesehene Action-Sequenzen zu kompensieren zu versuchen. Das ist in Anbetracht der Tatsache, dass ihm mit Bale und Crowe zwei durchaus talentierte Schauspieler zur Seite standen sehr schade, denn hätte er den Fokus noch mehr auf die Figuren verlagert, dann wäre aus „3:10 to Yuma“ vielleicht mehr als ein sehenswerter Genre-Beitrag geworden..

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strangelet

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Bewertung7.5Sehenswert

Jaja, ich seh schon, warum der so gut sein soll. Dass man jemandem so eine Figur wie Ben Wade abkauft, ist ein kleines Wunder, das niemand außer Crowe vollbringen kann. Und Christian Bale ist auch gewohnt brillant. Aber ich sitze da, und es interessiert mich alles nicht. Keine Ahnung, wieso. Wahrscheinlich mein Fehler.

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MikeC.

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Bewertung7.5Sehenswert

"Todeszug nach Yuma" ist ein bedächtiger Film, eher eine Charakterstudie denn ein waschechter Western. Klar, geschossen wird auch, allerdings nur am Rande. Im Mittelpunkt stehen Ben Wade, ein berühmt berüchtigter Outlaw, und Dan Evans, ein vom Leben gebeutelter Bürgerkriegsinvalide, der mehr schlecht als recht eine Farm im trockenen Arizona zu führen versucht. Und die Beziehung, die zwischen dem Gefangenen und dem Wächter entsteht. Die typische Stockholm-Syndrom Geschichte also, jedoch sehr atmosphärisch inszeniert, mit teilweise mehr, teilweise weniger glücklich gewählten Schauspielern. Jemand, der sowieso in Westernlaune ist, kann mit diesem Film zwei unterhaltsame Stunden verbringen.

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moiCheCker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dan: "Noch ein einziges Wort und ich mach sie auf der Stelle fertig!"
Ben: "Diese Seite gefällt mir an Ihnen, Dan."

Die Zeiten des Westerns sind schon lange vorbei und auch dieser Spätwestern wird daran nicht viel ändern. Kein Film wird den Western wiederbeleben können.
Das heißt aber nicht, dass 'Todeszug nach Yuma' schlecht ist, nur weil er kein Genre wiederbeleben kann, im Gegenteil. 'Todeszug nach Yuma' ist trotzdem ein klassischer, jedoch mit modernen Mitteln inszenierter Western, der hervorragend gespielt ist. Vor allen Dingen Russell Crowe liefert hier wieder eine Meisterleistung ab, wodurch Christian Bales Charakter zwar nicht untergeht, jedoch im Gegensatz zu Crowe's Rolle blass wirkt. Der Film ist eine brilliante Mischung aus Westerndrama und 'Gut und Böse'-Story.
'3:10 To Yuma' (der Originaltitel) hat zwei besondere Stärken: Die Charakter werden perfekt durch die grandiosen Darsteller in Szene gesetzt und die Action wird immer dann eingebaut, wenn es für die Handlung notwendig ist.

Fazit: 'Todeszug nach Yuma' revolutioniert vielleicht nicht das tote Westerngenre, jedoch haucht es frischen Wind ein. Alles wirkt fast immer glaubwürdig, was am meisten an den grandiosen schauspielerischen Leistungen liegt.

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moiCheCker

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na dann, guck ich ihn mir vielleicht an ;)


Filmkenner77

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Das Ende ist ja gerade der Knackpunkt. Im Original ist das viel stimmiger, während es im Remake vollkommen unlogisch erscheint. Dies hat den Gesamteindruck des Films ein wenig zunichte gemacht.


primatemike

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist wirklich gut, leider ist das Ende des Films versaut worden und ertrinkt in Unlogik. Schade. Trotzdem sehenswert.

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LuckyJinx

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich bin kein Western-Filmfan und habe mich sehr sehr lange um diesen Film gedrückt, obwohl ich die Schauspieler Russell Crowe und Christian Bale sehr gerne sehe. Und als ich mich dann endlich durchgerungen habe, wurde ich mehr als nur positiv überrascht. Ich habe mich keine Sekunde lang gelangweilt. Ben Wade, gespielt von Russell Crowe ist die Coolness in Person und sein Charakterbild ist hervorragend und Crowe war in Top-Form, da ist selbst ein ausgezeichneter Christian Bale neben ihm etwas verblasst.

Das Ende hat mich dann doch etwas überrascht und ich fand es ein wenig 'abgedreht', doch ich denke, das war so gewollt. Vielleicht wollte ein Ben Wade insgeheim so ein aufrichtiger Kerl sein wie Evans, zumindest schien er ja von Beginn an von ihm fasziniert zu sein. Ein Bisschen mehr zur Hintergrundgeschichte von Wade hätte mir aber auch sehr gut gefallen, das kam zu kurz wie ich finde. An und für sich hat mir der Film aber jede Menge Unterhaltung geboten und auch einige unfreiwillig komische Szenen. Super umgesetzt und authentisch gespielt und auch mit hervorragenden Nebendarstellern besetzt. Für mich also absolut sehenswert!

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