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Todeszug nach Yuma

3:10 to Yuma (2007), US Laufzeit 123 Minuten, FSK 16, Western, Kinostart 13.12.2007


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7.3
Kritiker
45 Bewertungen
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7.5
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8079 Bewertungen
194 Kommentare
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von James Mangold, mit Russell Crowe und Christian Bale

Wird Christian Bale es schaffen, den Outlaw Russell Crowe zum Todeszug nach Yuma und damit hinter Schloss und Riegel zu bringen?

Der Bürgerkriegsinvalide Dan Evans (Christian Bale) hält sich und seine Familie mehr schlecht als recht auf einer öden Ranch in Arizona über Wasser. Mit seinen beiden Söhnen wird er Zeuge eines brutalen Postkutschenüberfalls des berüchtigten Outlaws Ben Wade (Russell Crowe) und seiner Bande. Der hartgesottene Kopfgeldjäger Byron McElroy (Peter Fonda) ist der einzige Überlebende, den Evans mit einem Bauchschuss zum Arzt in Bisbee bringt. Auch Wade ist dort und kann in einer unvorsichtigen Minute gefasst werden. Sofort muss eine Eskorte zur Bahnstation in Contention aufgestellt werden. Von dort fährt der Zug zum Staatsgefängnis nach Yuma wöchentlich um Punkt 3 Uhr 10 ab. Um zu beweisen, dass er kein Versager ist, lässt sich Dan auf einen gefährlichen Deal ein: Für 200 Dollar soll er – gemeinsam mit einer Handvoll Männer – den Gangster Wade zur Bahnstation bringen. Doch Wades fanatische Komplizen lassen nichts unversucht, um ihren Anführer zu befreien.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (16) — Film: Todeszug nach Yuma

Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

Russell Crowe und Christian Bale in einem Spätwestern, in dem ein Farmer einen Bandenchef zum Zug bringen muss, welcher ihn dem Galgen ein Stück näher bringt. Crowe entpuppt sich hier als Idealbesetzung für die Rolle des kaltblütigen Mörders, kann jedoch nicht gegen die unfassbaren Logiklöcher und das schlechte Ende anspielen. Schicke Optik (Blu Ray Fassung), super Darsteller (auch hervorzuheben: Ben Foster!), gute Action aber ein Drehbuch zum Haareraufen: An sich ein guter, spannender Film, der aber so viel besser hätte sein können.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

[...] Mangold inszeniert mit 'Todeszug nach Yuma' eine Geschichte über Moral, Ehre, Mut und wahre Stärke. Auch wenn sich die beiden, und das kann man nicht abstreiten, leiden können, so zielstrebig müssen sie auch sein. Evans darf sein Ziel nicht aus den Augen verlieren, denn er will nicht vor seinen Kindern als Versager dastehen. Wade kann das verstehen und gibt ihm die Chance ihn irgendwie zum Zug zu bringen. In der Stadt wartet allerdings Wades Bande die ziemlich treffsicher ist. So kommen wir auch gleich zum zweiten Punkt des Films: die Action. Die sitzt nämlich genauso wie die Charakterisierung. Allein der nervenaufreibende und furiose Showdown ist absolut fantastisch inszeniert und knallt nur so über den Bildschirm. Aber auch die zahlreichen Schießereien oder der Kutchenüberfall sind ungemein spannend und keinesfalls blutarm. 'Todeszug nach Yuma' hält perfekt das Gleichgewicht aus Charakterfilm und rasantem Western-Action-Abenteuer und fesselt über die gesamte Laufzeit. [...]

Kritik im Original 26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Oceanic6

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Der Soundtrack war wirklich verdammt stark, und der Film ist auch sehr gut, nur das Ende mag mir nicht so recht munden. ;)


Filmkenner77

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Sehr schön. Wäre das Ende nicht, würde ich den Film wirklich mögen. So ziehe ich das Original diesem Film vor.


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.0Ganz gut

An Andrew Dominiks amythischer Westernneueröffnung "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" knüpft James Mangold mit seinem bar jedweden Zweifels kurzweilig wegzuguckenden Spätwestern "Todeszug nach Yuma" nicht an. Obgleich in dem Punkt einig, dass Mythen neu entfesselt werden und unverbrauchte Denkanstöße ein Genre transformieren respektive es überhaupt aus den Hangeln zu heben imstande sind, unterscheidet sich der Todeszug nicht nur in erster Linie von dem Feigling ganz rapide, sondern grenzt sich vielmehr wohl auch innerhalb seiner ihm auferlegten Regeln ab. Nahezu exaltiert (und nicht immer glücklich) streift Mangold eine grimmig-kühle Westernatmosphäre, um sie doch nicht zu streifen, ihr ihrer Theatralik zu berauben, sie allerdings trotzdem nicht zu dekonstruieren. Cinemascope, das schon, aber keine Landschaftstotalen in Cinemascope, keine spannungsgeladenen Duelle mit dem Colt, sondern auch mal mit futuristisch wirkenden Präzisionsgewehren, schnell und hektisch, laut vor allem, nicht gediegen. Das kann man mögen, das muss man nicht mögen, aber dafür, dass Mangold allen zivilisationskritischen Ansätzen eine Absage erteilt, oder sie zumindest marginalisiert, und sich folgerichtig für seine Argumentationskonfrontation der beiden Hauptdarsteller interessiert, macht aus "Todeszug nach Yuma" einen stringenten Genrefilm. Dem bisweilen veritabel choreographierten Getöse (teils zu redundant, aber imposant festgehalten) kommen grundsätzliche moralische wie innerfamiliäre Konflikte in abgewirtschafteten Wüstenkaffs über Anstand, Tugenden und Idealen hinzu, die sich in intimen Dialogmomenten zwischen einem Farmer (solide, wenn auch zu eindimensional: Christian Bale) und einem der Kunst melancholisch nachschauenden Verbrecher (sadistisch grinsend, mehrdimensional: Russel Crowe) zuspitzen. Also auch ein Film über Männerfreundschaften und –feindschaften, männliche Versagensängste gegenüber der Familie und Männlichkeitsbeweise gegenüber einem mental scheinbar gerisseneren Gegner, je nachdem. Typisch Mangold – hervorragende Schauspieler, selbst abseits der titelgebenden Stars. Neben Ben Foster als psychotischer Stellvertreter des Schurken überzeugt Peter Fonda augenzwinkernd. Wenn man davon absieht (was zugegebenermaßen sehr schwer fällt), dass Mangold zum Schluss ein konstruiertes Buddy Movie der Lächerlichkeit opfert, wo zig tausende Kugeln nicht treffen, und zuvor meist idiotisch naiv Gefangenschaft an Gefangenschaft platzierte, aus denen Ben Wade (Crowe) wie selbstverständlich fliehen konnte, durchaus spannendes Kino. Zur dringenden Westernreanimation allemal nützlich.

24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Punsha

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Eieiei, ein erneuter Augenschmaus. Sag mal ganz ehrlich, wie viel Zeit und Überlegung kosten dich eigentlich deine Kommentare? :)


Timo K.

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Ich muss dich leider enttäuschen, wenn ich dir ganz unspektakulär sagen muss, dass es von Film zu Film abhängig ist.^^ Nein, kommt wirklich drauf an. Eine Lobhudelei schreibt sich jedenfalls leichter herunter als so ein klassischer 5-6 Punkte-Film, bei dem ich deutlich länger überlegen muss, inwiefern ich die beiden Seiten positiv wie negativ strukturiere und gewichte. Verriss schreibt sich ziemlich schwer für mein Empfinden (ferner zwischen Ironie und Argumentation möglichst differenziert zu balancieren; mir fällt das sehr schwer, es nimmt einige Zeit in Anspruch), aber es macht zugleich unheimlichen Spaß abzulästern, masochistischen Spaß.^^ | Wenn mir außerdem nichts mehr an Wörtern einfallen will, schreib' ich den Kommentar dann am nächsten Tag zu Ende. Ich hab' damit kein Problem. Teilweise fallen mir kleinere, vergessene Satzfragmente gegen Abend wieder ein, die ich ursprünglich im Hinterkopf behalten wollte, um sie gegebenfalls irgendwo zu verwenden. Zeitdauer: Ich müsste raten, auf die Uhr gucke ich dabei selten. :)


Stefan_R.: Mann beisst Film

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8.0Ausgezeichnet

„TODESZUG NACH YUMA“ ist schlicht und ergreifend ein beachtlich inszenierter Spät-Western, dem nur zu wünschen ist, dass man seine Spuren noch etwas länger wahrnehmen kann. Denn wenn sie auch nicht zur erhofften Renaissance eines fast schon totgeglaubten Genres führen, so doch zumindest zu einem Genrebeitrag, der als intensives, charakterorientiertes und spannendes Filmerlebnis - abgesehen von einigen verzeihbaren Längen - ganz wunderbar funktioniert.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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5.0Geht so

James Mangold, der schon so ziemlich jedes Genre als Regisseur abgedeckt hat, startet mit seinem "Todeszug nach Yuma" einen weiteren Versuch, das marode, ur-amerikanische Western-Genre wieder zu beleben. Zwar ist sein Film nicht schlecht, richtig gut ist er aber auch nicht. Das liegt zum einen daran, dass der Film fast genau so staubig ist, wie die Wüste in der ein Großteil des Films spielt und zum anderen daran dass es dem Film zwar gelingt Spannung aufzubauen, diese aber nie länger als ein paar Augenblicke halten kann. Was weiter störend auffällt, ist dass die emotionale Tiefe der Figuren einfach zu konzipiert wirkt. Echte Überraschungen in der Entwicklung der Figuren gibt es nicht. Aber genug getadelt. Wer Western mag, wird mit "Todeszug nach Yuma" gut bedient. Es gibt ausgezeichnet gefilmte Landschaftsbilder sowie altmodische und dennoch furios fotografierte Shoot-Outs bei denen die Colts regelrecht heißlaufen. Das Genre des Western wird dieser Film allerdings auch nicht wieder zurück in den Sattel bringen.

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stuforcedyou

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Ja, ging mir genauso.


Haschbeutel

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Wade wäre doch eh wieder entkommen, wie schon zweimal zuvor auch, daher pfeifft er ja auch das Pferd mit. Er hat ja kein richtiges Problem mit seinem "Beschützer" und will ja auch nur, dass er gut vor seinem Sohn dasteht. That's it. Auch böse Männer haben Ehre. Und lieben ihre Mamis. ;)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.5Ausgezeichnet

Regisseur James Mangold treibt die Handlung in strikter, gradliniger Western-Manier zügig von einem Schusswechsel zum nächsten voran. Düster und schonungslos kommt es zur finalen Konfrontation der rauchenden Colts. Die Schlussszene wirkt dann zwar widersprüchlich, regt aber zu angeregten Debatten an. Der zeitliche Ablauf und die Verdichtung der Handlung ist den Drehbuchautoren hervorragend gelungen. Leben wird dem Text aber vor allem durch die brillante Besetzung eingehaucht.

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sushi25: movie-fan.de

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5.5Geht so

Bale ist gut und Crow großartig. Die Westernstimmung ist auch sehr dicht gestrickt und optisch gut umgesetzt.

Die Figur von Bales Filmsohn Willian überzeugt nicht. Der Sohn, der nicht gehorcht, entgegen der Weisung des Vaters mitreitet, entgegen der Weisung des Vaters mit in den Endkampf eingreifen will... das hat keinen neuen sehenswerten Aspekt, sondern ist zum 100-Mal der Vater-Sohn-Konflikt.

Das Ende des Films bietet nicht das, was an Spannung bis dahin aufgebaut worden ist. "3:10 to Yuma" kommt an die Gerneklassiker nicht heran, ist aber unterhaltsam gemacht.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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7.0Sehenswert

Obwohl Bale sich etwas zu viel für etwas zu wenig Rolle verausgabt und die Eitelkeit Crowes mit dieser x-ten Variante seiner angestammten Rolle als "Harte Sau mit Herz" wieder mal zu sehr umschmeichelt wird, darf man hier zwei Profis in ausgezeichneter Form bei der Arbeit zu sehen - was einfach Spaß macht.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.0Sehenswert

Nach seinem grandiosen Johnny Cash-Biopic Walk The Line schickte sich Regisseur James Mangold im letzten Jahr an, dem totgesagten Western-Genre mit einem Remake von Zähle Bis Drei Und Bete (1957) wieder Leben einzuhauchen. Fernab traditioneller Normen des Westerns erzählt er in ruhigen Bildern eine Fabel über die Ehre eines Mannes und verzichtet dabei erfreulicherweise auf eine standarisierte Skizzierung des epischen Helden, der den Kampf gegen einen übermächtigen Bösen aufnimmt. Vielmehr verschwimmen in Todeszug Nach Yuma die Grenzen zwischen gut und böse, die Charaktere sind vielschichtig und tiefgründig. Basierend auf eine Kurzgeschichte von Elmore Leonard (Jackie Brown, Schnappt Shorty) erzählt der Film die Geschichte des armen Farmers Dan Evans (Christian Bale), der zufällig Zeuge eines Überfalls auf einen Geldtransport durch den berühmt berüchtigten outlaw Ben Wade (Russell Crowe) wird. Zusammen mit dem verwundeten Kopfgeldjäger Byron McElroy (Peter Fonda) zieht er in die nächste Stadt, in der sie Wade ausfindig machen. Für ein Handgeld von 200 Dollar, welches Evans von allen Lasten befreien würde, erklärt er sich bereit, Teil einer Gefangeneneskorte zu werden, die den Gangster in eine fern gelegene Stadt geleitet, von wo er mit einem Zug in ein das Gefängnis Yuma gebracht werden soll.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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9.0Herausragend

Ein Spätwestern-Szenario dieser Schärfe war seit Sam Peckinpahs "Pat Garret & Billy the Kid" (1973) nicht mehr zu sehen: Korrupte Marshalls, beinharte Kopfgeldjäger und zielsichere Desperados im Kleinkrieg, ein Eisenbahn-Manager, der glaubt, alles sei käuflich, und die letzten Apachen schießen auf jeden Weißen, der sich in ihre Berge verirrt.

[...]

Die Geschichte bleibt spannend bis zur wirklich allerletzten überraschenden Wendung. Großes Kino bleibt großes Kino, ganz egal in welchem Genre.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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6.0Ganz gut

Yuma erzählt eine sehr klassische Story mit alle Zutaten eines traditionellen Western: Einsame Cowboys und Gunmen, staubige Prärie, rauchende Colts, Indianer, Eisenbahn-Pioniere - atmosphärisch dicht und äußerst brutal inszeniert. Regisseur James Mangold hat keine Neuerfindung des Genres geschaffen, sondern die bekannten Elemente auf aktuellem Hollywood-Niveau zu einer gelungenen Auffrischung des Genres gemixt.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

Der Western war meiner Meinung nach als Genre schon ziemlich tot. Seitdem solche Haudegen wie John Wayne oder Charles Bronson nicht mehr unter uns weilen, hat die Western-Welt sehr gelitten. Zwar konnte Clint Eastwood in den 90ern mit „Erbarmungslos“ noch einen oscar-prämierten Achtungserfolg landen, aber anschließend kamen entweder seichte Comedy-Western a la „Der Schuh des Manitu“ und „Bandidas“ oder Dramen im Western-Umfeld („Die Ermordung des Jesse James usw…“, “The Missing”).

50 Jahre nach dem Originalfilm “3:10 to Yuma” setzt „Todeszug nach Yuma“ einmal mehr auf die Drama-Schiene als auf platte High-Noon-Action – aber das ziemlich gut!

Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

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8.0Ausgezeichnet

Der Western gilt ja gemeinhin als tot. Woher diese Behauptung stammt, vermag ich nicht zu verstehen. Denn obgleich die Menge der jüngst erschienenden Titel sich zwar nicht zahlreich bezeichnen kann, so haben doch einige gelungene Genre-Vertreter in den letzten Jahren die Filmstudios verlassen und eben für mehr oder minder finanziellen Erfolg gesorgt. Das diese Spezies Film nicht allein in der Hand der Amerikaner liegt, das bezeugte ja vor nicht allzu langer Zeit der australische Ableger „The Proposition“. Dennoch, haben die Cowboys ihre Wurzeln ganz klar in den USA. Seit mehr als 90 Jahren nun schon sind sie auf der Bühne vertreten und begeisterten vor allem in den 40ern und 50ern die Massen. Blickt man in die Gegenwart, so ist die Begeisterung merklich verebbt und nur noch wenige Filmfreunde wissen diese und neue Werke zu schätzen. Obgleich die Definition Kassengift wohl jeder neuzeitlichen Western-Produktion im Wege steht, schaffen es dennoch stets aufs neue einige Filme auf die große Leinwand.

So war 2007 ein gutes Jahr, denn mit „The Assassination of Jesse James by the Coward of Robert Ford“ (was für ein sperriger Titel) und „3:10 to Yuma“ standen gleich zwei Neuerscheinungen Spalier und mussten sich den hohen Erwatungen von Publikum und Kritikern gleichermaßen stellen. Wenngleich der Jesse James Ableger eher an ein im Westernsektor angesiedeltes, intensives Drama, erinnert, so bietet das Remake von „Zähl bis drei und bete“ ein eher nach klassischen Strickmustern gefertigtes Cowboyvergnügen mit allerhand Schießereien, Staub und Pferden. Für den in New Mexiko gedrehten Film zeichnet sich kein geringerer aus, als der spätestens durch seine exzellente Johnny Cash-Biopik berühmt gewordene James Mangold. Liest man seine Filmographie, sticht vor allem dessen vielfältiges Spektrum an Arbeiten auf, welche jeweils unterschiedlicher nicht sein könnten. Seine Anweisungen befolgen Oscargewinner Russel Crowe, Batman Begins-Star Christian Bale, „Captain America“ Peter Fonda und Ben Foster, welcher insbesondere durch seine Arbeit in diesem Film, wohl so einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben mag. Näheres dazu später. Im übrigen gilt es noch zu erwähnen, dass sich der Film auf die gleichnamigen Kurzgeschichte von Elmore Leonard, erschienen im Jahre 1953, bezieht, auf die nur 4 Jahre später die filmische Adaption von Delmer Davis folgte. Wenden wir uns nun aber erst einmal dem Inhalt zu.

Kriegsveteran Dan Evans ist ein armer, vom Pech verfolgter Rancher. Erst verlor er sein Bein im Krieg, die Schulden scheinen ihn zu erdrücken und zu allem Übel, hält sein ältester Sohn Papi für einen schlaffen Feigling. Der Bandit Ben Wate scheint zugegen das genaue Gegenteil zu sein. Mithilfe seiner Bande gelingt ihm ein Raubcoup nach dem anderen und der Erfolg bei den Frauen scheint ihm Gewiss. Letzteres wird ihm zum Verhängnis, als er sich kurz nach einem Kutschenüberfall in die Arme eines Weibes begibt und daraufhin von einer Meute Revolverhelden gestellt wird. Dabei ist auch Dan Evans. Dieser tut sich bereit erklären bei der folgenden Überführung mitzuhelfen und Wate befehlsgemäß in den 3:10 nach Yuma zu setzen. Das Bens Bande die Gefangennahme ihres Bosses natürlich nicht einfach so hinnimmt scheint selbstverständlich. Eine wilde Hetzjagd entsteht, die im Städtchen Contention seinen unvermeidlichen Showdown finden wird…

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Der "Todeszug" ist "todes gut", wie ein einstiger Jugendslang gesagt hätte, vor allem durch die enorme Präsenz der Darsteller. Wirklich spannend sind die Blick-Duelle zwischen Russell Crowe und Christian Bale. Dazu kommt ein Vater-Sohn-Drama, denn der wütende William folgt dem Transport und greift selbst im entscheidenden Moment ein.

Kritik im Original 41 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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5.5Geht so

Doch leider gerät der Film ausgerechnet in dem Moment, in dem er auf das Finale zusteuert, in das falsche Fahrwasser.

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Tytus

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und säuft ab wie die Titanic ;)


Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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9.5Herausragend

Diese Geschichte hat alles, was einen edlen (Spät)western auszeichnet: Einen packenden Plot, deftige Schießereien, einen Postkutschenüberfall und sogar Indianer fehlen nicht. In erster Linie verfügt das Drama aber über zwei charismatische, vielschichtig gezeichnete Protagonisten, die sich gegenseitig nichts schenken, sich dabei aber weniger mit Pistolen duellieren, als sich scharfe Wortgefechte zu liefern. Großes Retro-Kino in stilvollendet fotografierten Bildern und unterlegt mit coolen Western-Klängen, dessen Finale eine Referenz an den Klassiker „12 Uhr Mittags“ darstellt: Definitiv einer der besten Filme des Jahres!

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Kommentare (178) — Film: Todeszug nach Yuma


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Chev-Chelios

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gute Western sind ja in den letzten 20 Jahren eher die Ausnahme gewesen. Todeszug nach Yuma bildet da endlich mal wieder eine dieser Ausnahmen. Er spiegelt den klassischen Western wieder und lässt diesen neu aufleben. Zwei hervorragende Hauptdarsteller tragen ihr übriges dazu bei. Sowohl Russell Crowe, der für die Rolle des Outlaws eine super Besetzung ist, als auch Christian Bale in der Rolle des verbitterten Kriegsveteranen, der sein Ziel bis zum bitteren Ende verfolgt. Beeindruckend auch, das sich zwischen dem Outlaw und seinem Bewacher fast so etwas wie eine Freundschaft entwickelte, die Ben Wade zu einer unerwarteten Reaktion am Ende des Films veranlasst. Aber auch die Nebenrollen sind mit einem Peter Fonda, als kaltherzig und erbarmungslos auftretendem Kopfgeldjäger und Ben Foster als Wades treuer unbarmherziger zweiter Mann hervorragend besetzt. Der Film ist sehr spannend gestaltet und es tauchen alle Fassetten eines guten Westerns auf.

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Dady

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Der beste Western seit "der mit dem Wolf tanzt" !


Lili 9ochefort

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Bewertung3.0Schwach

So sehr mir Christian Bale und Russel Crowe in ihren meisten Rollen gefallen, so enttäuscht war ich von dem Film hier. Nein, es liegt nicht am Westerngerne, den ab und zu sehe ich diese Filme ganz gerne. Es liegt auch nicht an der Regie von James Mangold den ich für zahlreiche andere Filme auch zu schätzen weiß, nein es liegt hauptsächlich an der Story & der Charakterentwicklung, vieles davon ist dermaßen an den Haaren herbei gezogen, das man sich oft nur kopfschüttelnd fragt was dass soll, besonders das Finale, und weil die Charaktere nicht sonderlich gut ausgearbeitet sind wirken viele Shoot Out´s schon fragwürdig und bedenklich. Das zerstört mir, einen im Kern und von der Ausstattung her guten Film.

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T00BI

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Familienvater Dan Evans (Christian Bale) hält sich und seine Familie auf einer kleinen Ranch in Arizona gerade so über Wasser. Der gefährliche Outlaw Ben Wade (Russel Crowe) ist drauf und dran eine mit Geld beladene Postkutsche zu überfallen, wird aber kurz darauf verhaftet. Eine kleine Gruppe, darunter auch Dan, soll dafür sorgen, dass Wade den 3 Uhr 10 Zug nach Yuma nimmt, um ins Staatsgefängnis verfrachtet zu werden, das stellt sich aber als kein leichtes Unterfangen heraus.

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf einen Western und da ich von "Todeszug nach Yuma" bisher nur Gutes zu hören bekam, wurde es so langsam mal Zeit. Die Story ist hier natürlich eher einfach gehalten, dafür hat der Film seine Stärken in ganz anderen Bereichen, zum Beispiel den tollen Filmfiguren. Da wäre zum einen natürlich der Familienvater Dan, klasse gespielt von Christian Bale. Man nimmt ihm seine Rolle voll und ganz ab, allein äußerlich kommt er schon ziemlich dürr und arm rüber und wird hier zum Sympathieträger des Films. Aber auch sein Gegenstück Ben Wade, ebenso stark gespielt von Russel Crowe, gibt hier einen super Bösewicht ab, der aber durchaus eine gute Ader zu haben scheint. Wenn ich ehrlich bin ist es aber keiner von den beiden, die mir am besten gefallen haben, sondern Ben Foster in seiner Rolle des Charlie Prince, eines Komplizen von Ben Wade. Sobald er vor die Kamera tritt, stiehlt er allen die Show. Er hat hier als skrupelloser, fieser Gauner mit lässigem Vollbart und markanter Jacke einfach eine unglaubliche Präsenz vor der Kamera und hat hier was absolut Böses in seinen Augen. So gut wie hier hab ich Ben Foster bis dato noch nie gesehen, richtig stark!

Gerade wegen den tollen Figuren fiebert man hier ständig mit dem Geschehen mit und auch an Spannung fehlt es hier nicht. Vor allem Szenen wie der Postkutschenüberfall zu Beginn sind echt super mit anzusehen, vor allem wenn die Gatling zum Einsatz kommt. Aber auch die eher ruhigen Momente wie die Gespräche zwischen Dan und Wade wissen zu überzeugen und bilden einen guten Kontrast zu den actionreicheren Momenten. Vor allem zu beobachten, wie zwischen den beiden so langsam eine, ich will nicht sagen Freundschaft, aber spezielle Beziehung ensteht, verleiht dem Film dann noch das gewisse Etwas, denn man erfährt so etwas über die Figuren, über ihr Leben und ihre Vergangenheit. Gegen Ende nimmt der Film dann nochmal richtig Fahrt auf und läuft auf den großen Showdown am "Todeszug" hinaus. Leider, leider bleibt das Ende meiner Meinung nach etwas hinter den Erwartungen zurück, denn für mich handelt Wade hier nicht so ganz nachvollziehbar, was auf mich dann schon etwas ZU konstruiert rüber gekommen ist. Klar, das Ende ist natürlich nicht voll und ganz abwägig, ein bisschen seltsam ist es aber schon, nicht wirklich schlecht, aber irgendwie hat man eben das Gefühl, das hier mehr drin gewesen wäre. Ich hätte dem Film echt gerne einen halben Punkt mehr gegeben, aber auch so hat man hier auf alle Fälle einen richtig starken modernen Western vor sich!

FAZIT: Tolle Figuren, super Darsteller, Spannung, Action und ein kleine Portion Gefühl. Ich kann den Film nur jedem empfehlen!

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cpt. chaos

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Wäre das Finale etwas "stimmiger" angelegt worden, hätte ich dem Film auch acht Punkte verpasst, so habe ich es aber bei sieben Punkte belassen, die sich der Film allerdings voll und ganz verdient!


T00BI

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@captain: Geht mir genauso, stimmigeres Finale und ich hätte auch die 8 Punkte gezückt, aber wie du schon sagst, auch so ein toller Film! ;)


jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Farmer Dan Evans (Christian Bale) lebt mit seiner Frau Alice (Gretchen Mol) und ihren beiden Söhnen William (Logan Lerman) und Mark (Benjamin Petry) in einem kleinen Dorf an der Grenze zu Mexiko in Arizona. Der ehemalige Scharfschütze, der im Bürgerkrieg ein Bein verlor, kann seine Familie kaum über die Runden bringen. Den Respekt seines 14-jährigen Sohnes William hat er längst verloren. Die Schulden türmen sich auf und Dan fürchtet sein Land zu verlieren. Als Dan und William Zeuge eines Bankkutschenüberfalls durch den berüchtigten Outlaw Ben Wade (Russell Crowe) und seiner kompromisslosen, brutalen Gang werden, wendet sich das Blatt. Der clevere Wade fällt dem Kopfgeldjäger Byron McElroy (Peter Fonda), dem Dan das Leben gerettet hat, in die Hände und eine Gruppe soll den Verbrecher nach Contention bringen, um dort den Gefangenentransportzug nach Yuma um 3:10 Uhr zu erwischen. Dan wittert seine Chance, Geld zu machen und schließt sich der Eskorte an. Doch der Weg ist gefährlich und Wades Rechte Hand Charlie Price (Ben Foster) ist ihnen mit seinen Leuten dicht auf den Fersen...

Für mich ist das Remake von Todeszug nach Yuma einer der besten neuzeitlichen Western mit einer grandiosen Besetzung allen voran Christian Bale und vor allem Russel Crowe als Bösewicht! Klasse.

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Daymare

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Bewertung7.0Sehenswert

Es hat eine Weile gedauert bis mich der "Todeszug nach Yuma" begeistern konnte, aber das furiose Finale und die ungewöhnliche Beziehung der beiden Hauptdarsteller hat es dann letztendlich doch noch geschafft!

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Matthi333

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein herausragender Film mit starken Darstellern über Moral und Ehre mit einem fulminantem Finale.

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cariballdi

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Herausragend beschrieben aber nur Sehenswert Bewertet...
Ich glaube wir haben da unterschiedliche Vorstellungen von Herausragen ;)
Aber stimmt schon, der Film ist wirklich gut


Matthi333

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8 Punkte sind für mich auch schon herausragend. Ich fand das Wort für den Kommentar passend ;) Mehr Punkte waren wegen der Längen in der Mitte der Spielzeit nicht drin


emotionfreak

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser Film gefiel mir Anfang bis Mitte nur wenig, die Atmosphäre und die ganze Art und Weise, ist nicht so ganz mein Ding. Es waren ein paar Dialoge, ein paar gut Inszenierte Szenen, das Spiel von Russel Crowe und diese Andeutungen, dass es bald richtig spannend wird, die mich weitergucken ließen. Das Finale grandios und unheimlich spannend. Die Frage ist nur, wie glaubwürdig man das finden soll. SPOILER Die Beziehung, die sich zwischen Dave und Ben entwickelte, gefiel mir, und dass Ben Sympathien für seinen Gegenspieler entwickelte., ebenfalls. Hätte Dave es nicht geschafft und Ben dafür gesorgt, dass seine Leute , Dave am Leben lassen, kein problem, aber so bleibt die Frage der Glaubwürdigkeit. Aber nun gut, glaubwürdig oder unglaubwürdig hin oder her, das Finale hat einfach Spaß gemacht.

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CuchillaPitimini

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh, das war mein erster Western. Ok, kein "alter" Western, keiner von den Klassikern. Aber ich stand dem Genre bisher skeptisch gegenüber, daher wollte ich erst mal einen modernen Western sehen mit 2 Darstellern, die ich mag.
Und was soll ich sagen? Mir hats gefallen. Russel Crowe und Christian Bale sieht man einfach gerne zu, die Kulisse ist toll, die Kostüme und auch die Geschichte hat mich gepackt. War zwar meiner Meinung nach schon alles sehr hollywood-typisch und ich kann nicht beurteilen inwiefern sich die Story, das Tempo und die Ausstattung mit den alten Western vergleichen lassen, aber sicher werde ich jetzt nicht mehr so schnell wegzappen wenn mal wieder einer läuft.

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Booooniggl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eigentlich wird hier alles schon gesagt. Bis auf die Tatsache dass von einem tragischen Ende gesprochen wird. Das issn schlichtes Happy End. Dan wollte genau das, einmal als Held vor seinem Jungen dastehen und dass er dabei drauf geht war quasi die Krönung. Der Bösewicht zeigt am Ende ja auch seine gute Seite und alles ist toll. Bei Disney wäre Dan wohl nach 3 Tagen in nem Krankenhaus wieder aufgewacht und hätte mit seiner Familie und Wade zusammen die Ranch aufgebaut... aber für mich war das dennoch ein schlichtes Happy End.

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Booooniggl

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Oh... ja... ähm... sorry. SPOILER!!!!! ^^


Velly

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Copacabanasun

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Ich würde ja sagen: "Fahr zur Hölle!" - aber ich glaube, da bist du schon."
................
Hier sieht man richtig gut, was für ein toller Regisseur James Mangold ist. Traurig das er zurzeit seine Zeit mit FSK 12 "Wolverine"-Mainstream-Filmen vergoldet. Das soll einer verstehen.
...............
Fazit: Furioser Film mit ordentlich viel Blei und zwei großartigen Haupdarstellern. Bitte mehr davon. - Auf die Pferde!

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Murphante

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Klasse Streifen ... der Todeszug ... mit echt tollen Schauspielern die ordentlich Wüstensand aufwirbeln ... war mal ein Glücksgriff bei Karstadt ... 5 Takken inner Steelbook Version !!! War mega begeistert darüber !!!


Velly

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Ich würde am liebsten unter JEDEN Yuma-Kommi schreiben: BEN FOSTER! ^^ Sein Charlie Prince ist einfach so ekelhaft gut! ♥


DrGonzo

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Bewertung5.0Geht so

Wäre nicht dieses völlig unpassende, unrealistische Ende gewesen, wäre Todeszug nach Yuma n echt dufter Streifen geworden. Schade, eigentlich...

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Andy Dufresne

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Totgesagte leben länger...

Der Western war in den 40ern, 50ern und 60ern DAS Ding, gegen Ende der 60er und in den 70ern wurde er begraben.

Und doch:
Immer wieder kam er hoch, tauchte immer wieder auf.

Wurde melancholisiert (Unforgiven), wurde episch sozial instrumentalisiert ( Dances with Wolves), wurde revitalisiert (Open Range), wurde gepulpt (Django Unchained).

Und auch Heute lebt er noch.

Unter anderem in Form von "3:10 to Yuma".

Männer, Rache, Reise, Vergeltung, Verantwortung, Loyalität.
Ewige Themen.
Und der Grund, warum der Western nie sterben wird.

Der Western behandelt (wenn er gelungen ist), existentielle Themen, archaische, im menschlichen verwurzelte Themen:
Freiheit, Weite, das Bewusstsein, das dort keiner sieht, was man tut, aber das genau hier das Menschliche berührt wird:
Wenn Keiner sieht, wenn du das Richtige (oder das Falsche!) tust, weil es mitten im Nirgendwo passiert, heißt dies nicht, das du dich davon freisprechen kannst, oder dadurch glorifiziert wirst.

Was passiert, passiert.
Großartiges, sowie Schlimmes.
Altruistisches, sowie Misanthropisches.

Nicht nur im Weltraum hört dich keiner schreien, auch im Western/Westen hört dich Keiner schreien.
Und doch ist der Hall immer da.
Vergeht nicht.

In diesem Sinne, ist "3:10 to Yuma" ein Western, wie er sein muss.

Er erzählt vom Echten.

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Lydia Huxley

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Woohoo! TRASHY! Mir wird schon ganz schwindelig, wenn ich dran denke :D


Andy Dufresne

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:D


Abettertomorrow

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Starker Western mit ziemlichem Bleigewitter und guter Besetzung, kein absoluter Klassiker, aber immer noch sehr unterhaltend.

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Einar

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Bewertung7.0Sehenswert

23.August 2013 – Einar’s persönliches „Yuma-Double-Feature“ *Teil 2: „Todeszug nach Yuma“*

Das 2007-Remake des Daves-Original, welches als Klassiker gelten sollte, jedoch noch viel zu unbekannt ist. Dem breiteren Publikum ist der neuere Western auch dank der Namen Crowe und Bale bekannt, die im „Todeszug“ mitspielen. Sie treten ein schweres Erbe an, jedenfalls wenn man das Original kennt. Mein Problem: Ich kannte nicht nur die Vorlage, sondern habe sie erst zwei Stunden vorher gesehen gehabt. Da ist man doch immer etwas voreingenommen. Von wegen: Original ist immer besser, moderne Filme leben nur von Action, das Erstgesehene ist immer besser (egal ob Original oder Remake)... Möglichst frei von den Vorurteilen, versuche ich objektiv zu urteilen, jedoch mit dem notwendigen subjektiven Einschlag, ob der Film denn gefallen hat, unabhängig von Vorkenntnissen oder Befangenheiten.
Zu den Tatsachen: „Todeszug nach Yuma“ ist im Grunde ein vorerst grob originalgetreues Remake, samt Einlagen und Sprüchen. Was aber sofort auffällt, sind mehr Explosionen, mehr Action – ohne aber zu übertreiben. Auch werden neue Figuren eingeführt, welche man aus dem Daves-Film nicht kennt, wie z.B. den knorrigen Pinkerton-Detektiv.
Diese Voraussetzungen führen auch dazu, dass der „Todeszug“ mit zwei Stunden knappe vierzig Minuten länger dauert, als „Zähl bis Drei und bete“ – allerdings vergeht die Zeit wie im Flug, denn die Story wird spannend und amüsant erzählt. Jedoch müsste der Filmtitel „Die Reise nach Contention“ lauten, denn es wird (zu viel?) Zeit auf dem Ritt zum bahnhofsort verbracht, ein Großteil der Handlung geschieht hier. Das geht dann leider auf Kosten der psychologischen Tiefe und Ebene, welche im Daves zu finden ist, als das Duo Evans/Wade im Brautzimmer des contentionschen Hotels wartet und der Outlaw seinen Bewacher mit Psycho-Tricks mürbe machen möchte. Im „Todeszug“ nähern sich dafür Beide umso mehr an, die Figuren erhalten mehr Hintergrundgeschichten, einen Charakter hinter dem Gesicht, der in „Zähl bis Drei“ nur angedeutet wurde. Man kann nicht sagen, dass ein Film einen anderen übertrifft. Beide haben das gleiche Thema, beleuchten es trotz der gleichen Story aber geringfügig anders. „Zähl bis Drei und bete“ ist direkter, ohne Umschweife, stringenter und geradliniger. „Todeszug nach Yuma“ ist facettenreicher, actionlastiger, teilweise sentimentaler und auch ausufernder.
Spoiler:
Das große Finale, an dem sich im „Todeszug“ viele Diskussionen erhitzen, finde ich persönlich gar nicht mal so schlecht (So ein Shoot-Out war für das heutige Publikum wohl unabdingbar und typisch Western). Okay, es ist nicht so realistisch und es menschelt schon sehr zwischen den beiden (un)gleichen (?) Männern – die Krönung ist, dass Wade freiwillig den Zug betritt – aber macht so ein Schluss nicht auch mal Spaß? Lassen wir die Logik beiseite, das Finale ist halt US-Kino, es rührt uns und sorgt für menschliche Wärme. Zugleich dürfen wir Sadisten, die auf kein Happy-End stehen, auch noch den Tod des „Guten“ Evans bejubeln. Sind dann nicht alle zufrieden? Ja, es war ein wenig Zynismus dabei, aber dennoch kann ich dem Finale deutlich etwas abgewinnen, selbst wenn das Original unübertroffen bleibt. Sowohl im Finale, als auch in der Komplexleistung.

Warum es 7.0 Punkte gibt, welche auch „Zähl bis Drei und bete“ erhalten hat? Nun ja, anfangs war ich versucht, eher eine 6.5 zu vergeben. Aber wer sich an so eine Aufgabe heranwagt, sie dann meistert und auch noch eigene (wenngleich einige umstrittene) neue Punkte einfügt, der sollte belohnt werden. Zumal Western heute auch nicht mehr en masse produziert werden und dieser hier ein richtig brauchbarer ist.
Den 1:1-Vergleich gewinnt aber das Original. Kurz und knackig, ohne Schnörkeleien. Wer den nicht kennt, sollte ihn nachholen. Erst Recht, wenn man den „Todeszug nach Yuma“ gesehen hat.
Wenn wir es haarklein aufdröseln würden, sage ich einfach mal aus subjektiver Warte:
„Zähl bis Drei und bete“ – 7.2 Punkte
„Todeszug nach Yuma“ – 6.9 Punkte
Im Endeffekt sind beide Western richtig gute Genre-Vertreter, die man sich gelegentlich anschauen darf oder gar sollte.

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Andy Dufresne

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Unbedingt sollte!


Gerryloop

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Bewertung6.0Ganz gut

Bin sehr erstaunt darüber, dass man damals schon so gute Prothesen entwickelt hatte, dass man so fix auf beiden Beinen unterwegs sein konnte. Speziell an dem Punkt, wo beide am Ende auf dem Weg zum Zug sprinten. Ein wirkliches Hindernis war diese Prothese nicht, sie diente nur der Story. Der Film an sich ist ganz gut gelungen, jedoch für mich ganz klar – kann man mal gucken – ein Lieblingsfilm wird er definitiv nicht. Das Ende halte ich auch für Fragwürdig!! Bzw. tun sich bei mir einige Fragezeichen auf.

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SamRamJam

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Bewertung6.5Ganz gut

Allgemein betrachtet hat der Film sicher nicht viel Neues zu bieten (und das nicht nur wegen dem Remake-Argument). Die Rollentypen vom Versagervater, der es seinem Sohn zeigen möchte, oder dem bösen Outlaw, der durch einen eigenen Ehrenkodex ehrvoller wirkt als die vermeintlich Guten, hat man so oder so ähnlich sicher schon in vielen anderen Western gesehen. Der springende Punkt: Man hat dies vielleicht schon oft gesehen, aber sicher auch schon viel schlechter. Auch wenn das Drehbuch nichts besonderes tolles oder originäles bereithält, durch die saubere Inszenierung, der ruhigen Bildführung und dem talentierten Cast (C. Bale wird wieder einmal von seinem Co-Star gnadenlos an die Wand gespielt... wie eigentlich immer) werde ich zumindenst sehr angenehm über die Geschichte getragen und habe meinen Spass. Besonders dann wenn ich zwar gerade keinen Italo-Western schauen möchte, denn die überspannen den Bogen schon sehr gerne, aber auch keine Lust auf einen korrekten Western wie "Erbarmunglos" oder "Der mit dem Wolf tanzt" habe. Die Westerntypische unglaubliche Zielgenauigkeit von Revolvern übersehe ich gekonnt. Aber gerade das Hollywoodmäßige Ende verdirbt mir dann doch etwas vom Gesamtfilm.
Betrachtet man den Film im Kontext der Zeit, in der er entstand, dann ist er sicher noch eine ganze Ecke besser. Denn solche Filme werden heute kaum noch gedreht, und als Western gar nicht. Richtig schön altmodisch, ohne dabei ständig aufs eigene Genre verweisen zu müssen (wie etwa Django).

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Dahmer

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Bewertung7.0Sehenswert

Mensch bin ich froh das im modernen Kino immer wieder mal Western produziert werden, auch wenn diese natürlich nie die Genialität eines Sergio Leone oder Sergio Sollima erreichen. Trotzdem bin ich glücklich und freue mich jedesmal!
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"Todeszug nach Yuma" basiert auf der Kurzgeschichte "Three-Ten to Yuma" und ist ein "Remake" von "Zähl bis drei und bete", ich kenne weder das Büchlein noch den Film, nur zur Info.
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"Todeszug nach Yuma" fängt wirklich stark an: Es ist Nacht und ein Tierstall steht in Flammen, die Familie kann nichts dagegen ausrichten...Dann folgt der Tag, Gangster diskutieren über ihren nächsten Coup...Es wird ein Transporter überfallen: Pfeifende Kugeln, rauchende Colts, eine altbackene Gatling-Gun, Scharfschütze, Tote, Explosion, Schüsse, Unfall...Die ersten ca.15 Minuten sind wirklich Imposant :)
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Speziell Christian Bale's Charakter hat mir sehr gut gefallen da er irgendwie realistisch rüberkommt....Russel Crowe's Rolle entspricht eher dem typischen Schurken/Verbrecher, Hart aus Stahl und immer einen coolen Spruch auf den Lippen...Ich finde auch, das diese beiden das Herzstück des Films sind und die Nebencharaktere fast schon nebensächlich werden..Technisch ist der Film ganz solide, aber vorallem im Actiontbereich darf man tolle Shootouts erwarten die Intensiv wirken..., Der Soundtrack ist sehr gelungen und unterstützt die Visuelle Seite des Films hervorragend :)
"Todeszug nach Yuma" spitzt sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr zu und die Spannungsschraube wird ab Mittelteil auf einem guten Level gehalten. Was den Filmspaß trübt ist so mancher Logik-Schnitzer und ein seltsamer (aber krachiger) Showdown der recht unlogisch daherkommt, soweit ich mich erinnern kann...
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FAZIT: Akzeptabler Neo-Western mit 2 interessanten Hauptcharakteren und ansehnlicher Action+Soundtrack. Logische Schnitzer und Leerläufe trüben das Gesamtbild....

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Dahmer

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ach entschuldige..mit JW meinte ich John Wayne..habe das genreübergreifend benutzt


Sonnyblack745

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Leerläufe? Es ist kein Mega Actioner ala Sly oder Arnie.

Es ist ein authentischer, atmosphärischer Western mit einer Top Besetzung. Die Synchronstimmen profitieren von diesem Film, denn er wirkt keinesfalls aufgesetzt, auch wenn das Ende eine Überraschung ist.

Die Action ist sehr gut in Szene gesetzt.


Ener

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Bewertung7.0Sehenswert

Hin und her reißt er mich: Der Film zeigt auf der einen Seite überaus großes Western-Kino, auf der anderen verspielt er sich immer wieder. So ist auch das Ende für mich eine Mischung aus richtig gut und ziemlich enttäuschend. Was aber immerhin zur Spannung beigetragen hat, da ich keine Idee hatte was kommt. Er hätte ein Meisterwerk werden können. Aber auch beschissen. Je nachdem, was man zum Maßstab nimmt. Überdurchschnittlich ohne Frage. Atmosphärisch wahnsinnig gut, unterhaltsam auch. Geht schon.

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nasenschleuder

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Story ist eine Unverschämtheit und die Regie etwas altbacken; dennoch habe ich den Film mit großem Vergnügen gesehen.

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Schlegel

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Ich mag die Geschichte sehr, weil sie, wie alle guten Geschichten, eine schöne Parabel ist. Und der Teufel ist, wie alle guten Teufel, ein gefallener Engel.


nasenschleuder

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So siehts aus :)


Chucky89

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gelungener Western mit guten Hauptdarstellern. Kenne den Originalfilm nicht, dieser hier war auf jeden Fall sehr spannend inszeniert und gut gespielt. Das Ende war zwar nicht mein Fall aber insgesamt ein ziemlich guter Western.

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