Batman Begins
US 2005
- Genre
- Thriller, Kriminalfilm, Action-Superheld, Abenteuerfilm
- Zielgruppen
- Männerfilm, Teenie-Film
- Inhalt
Wie soll ein einzelner Mann die ganze Welt verändern? Diese Frage verfolgt Bruce Wayne ebenso wie das Bild seiner Eltern, die in den Straßen von Gotham vor seinen Augen niedergeschossen wurden - ein Erlebnis, das seinem Leben eine radikal neue… — Mehr
Wie soll ein einzelner Mann die ganze Welt verändern? Diese Frage verfolgt Bruce Wayne ebenso wie das Bild seiner Eltern, die in den Straßen von Gotham vor seinen Augen niedergeschossen wurden - ein Erlebnis, das seinem Leben eine radikal neue Richtung gegeben hat. Schuldgefühle und ohnmächtige Wut quälen ihn, nähren seine Rachegefühle, aber auch den Wunsch, das gemeinnützige Engagement seiner Eltern fortzuführen. Bruce, Erbe eines großen Industriekonzerns, hat jede Illusion verloren. Er verschwindet aus Gotham und reist unerkannt durch die Welt, um herauszufinden, wie er Unrecht bekämpfen und jene, die von der Angst anderer leben, selbst das Fürchten lehren kann. Wie verbrecherische Hirne funktionieren, lernt Bruce von seinem Mentor, dem geheimnisvollen Ducard. Dieser bringt ihm bei, Körper und Geist zu beherrschen, um so seinen Schwur zu erfüllen und den Kampf gegen das Böse aufzunehmen. Bald darauf versucht die mächtige Schattenliga Bruce für sich zu gewinnen. Sie wird von dem undurchsichtigen Ra's Al Ghul geführt und hat sich subversive Selbstjustiz auf die Fahnen geschrieben. Als Bruce nach Gotham zurückkehrt, leidet die Stadt unter hemmungsloser Korruption und unkontrollierbarer Kriminalität. Wayne Enterprises, einst der Familienhort menschenfreundlicher Geschäftsideale, wird jetzt von Chefmanager Richard Earle geleitet, den der Börsengang der Firma weit mehr interessiert als ihr soziales Engagement. Gleichzeitig muß Bruces Freundin aus Kindertagen, Rachel Dawes, als heutige Assistentin des Staatsanwalts eine schwere Niederlage einstecken: Selbst die berüchtigtsten Verbrecher kann sie nicht hinter Gitter bringen, weil das Rechtssystem von Abschaum wie Unterweltboss Carmine Falcone unterwandert wird. Machtlos sieht Rachel zu, wie der prominente Psychiater Dr. Jonathan Crane Falcones Gangstern Unzurechnungsfähigkeit bescheinigt - und dafür im Gegenzug bei seinen eigenen ruchlosen Machenschaften unterstützt wird. Auf einige Freunde kann Bruce Wayne sich verlassen: seinen treuen Butler Alfred, Detective Jim Gordon - er gehört zu den wenigen ehrlichen Cops in Gotham - und Lucius Fox, der ihm in der Abteilung für angewandte Wissenschaften bei Wayne Enterprises zuarbeitet. Mit diesen Gefährten kreiert Bruce Wayne sein imposantes Alter Ego: Batman, den maskierten Ritter. Mit Geschicklichkeit, Intellekt und einem Arsenal von High-Tech-Waffen tritt er an, um Gotham City aus der tödlichen Umklammerung der Unterwelt zu befreien.
- Cast
- Christian Bale, Michael Caine, Liam Neeson, Katie Holmes, Gary Oldman, Cillian Murphy, Morgan Freeman — Mehr
- Regisseure
- Christopher Nolan
- Autoren
- David S. Goyer, Christopher Nolan
- Laufzeit
- 140 Minuten
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Asien, Gotham City, Zug
- Handlung
- Angst, Anschlag, Ausbildung, Butler, DC Comics, Doppelte Identität, Drogenhandel, Duell, Dunkelheit, Einsamkeit, Falsche Identität, Faustkampf, Fledermaus, Gang, Geheime Identität, Gewalt, Gut und Böse, Halluzinogen, Heimkehr, Held, Himalaya, Hoffnung, Inspektor, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Kampfkunst, Kindheitstrauma, Korruption, Kostüm, Krimineller, Lehrer, Lernen und Lehren, Meister, Mentor, Millionär, Neubeginn, Opfer, Plan, Polizei, Psychatrie, Psychopath, Rache, Reise, Rückkehr, Schuldgefühl, Selbstfindung, Superheld, Trauma, Töten, Ungesühntes Verbrechen, Verbrechen, Verbrechensjäger, Verbrecherjagd, Verfolgungsjagd, Vergeltung, Verlieben, Verlust der Mutter, Verlust des Vaters, Verschwörung
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Hart, Spannend
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.4
Der Film Batman Begins wurde von 62 Kritikern bewertet.
“Atme deine Ängste ein. Stell dich ihnen. Um Angst zu überwinden, musst du selbst zur Angst werden. Du musst mit der Angst anderer verschmelzen. Am meisten fürchten die Menschen, was sie nicht sehen. Du musst zu einem schrecklichen Gedanken werden. Zu einem Geist. Du musst zu einer Vorstellung werden. Spüre, wie deine Angst deine Sinne betäubt. Spüre, ihre Macht zu verwirren, zu lenken. Und wisse, diese Macht kann die deine sein. Verbünde dich mit deiner schlimmsten Angst. Werde eins mit der Finsternis. Bündle deine Kräfte. Konzentriere dich. Beherrsche deine Sinne. Du darfst keine Spuren hinterlassen.”
Als ich vor kurzem meine DVD-Sammlung um “Batman” erweiterte, beschloss ich, dies nur bis Teil Drei zu tun. Die letzten beide Teile haben die Reihe zerstört, ins Lächerliche gezogen. Beim dritten Teil ist dies zwar noch halbwegs erträglich, doch der vierte hat alles kaputt gemacht. George Clooney im Nippelkostüm, Arnold Schwarzenegger als Eismann und Uma … — Mehr
“Atme deine Ängste ein. Stell dich ihnen. Um Angst zu überwinden, musst du selbst zur Angst werden. Du musst mit der Angst anderer verschmelzen. Am meisten fürchten die Menschen, was sie nicht sehen. Du musst zu einem schrecklichen Gedanken werden. Zu einem Geist. Du musst zu einer Vorstellung werden. Spüre, wie deine Angst deine Sinne betäubt. Spüre, ihre Macht zu verwirren, zu lenken. Und wisse, diese Macht kann die deine sein. Verbünde dich mit deiner schlimmsten Angst. Werde eins mit der Finsternis. Bündle deine Kräfte. Konzentriere dich. Beherrsche deine Sinne. Du darfst keine Spuren hinterlassen.”
Als ich vor kurzem meine DVD-Sammlung um “Batman” erweiterte, beschloss ich, dies nur bis Teil Drei zu tun. Die letzten beide Teile haben die Reihe zerstört, ins Lächerliche gezogen. Beim dritten Teil ist dies zwar noch halbwegs erträglich, doch der vierte hat alles kaputt gemacht. George Clooney im Nippelkostüm, Arnold Schwarzenegger als Eismann und Uma Thurman als Blumenmädchen in einem Slapstick-Film mit dümmlichen Dialogen - da hat doch wirklich jeder gehofft dass da nichts mehr kommt. Und dann kam Christopher Nolan (Prestige) und bescherte der Reihe einen Neustart, der sich gewaschen hat. Vorbei die Zeiten des quietschbunten Comic-Looks, vorbei der krampfhafte Humor. “Batman Begins” nimmt seinen Titel sehr wörtlich und macht fast alles besser als die letzten Vorgänger.
Von den ersten Teilen war “Batman” sicherlich der beste, und an diesem muss sich der erste der neuen Reihe natürlich messen. Dabei präsentiert sich dieser so unterschiedlich, dass beide Filme nebeneinander bestehen können, beginnend bei der Filmmusik. Diese war damals noch heroisch, eine schnelle, eingängige Titelmelodie - einer der besten Soundtracks überhaupt. Bei “Begins” sind eher düstere Klänge anzutreffen, das Thema wird durch einzelne Töne bestimmt (übrigens mit dem gleichen Wiedererkennungswert - das Ende des aktuellen Trailers ist soundtechnisch genial). Der Look Gothams ist nicht so opulent und gigantisch wie damals, dabei jedoch ungleich realistischer.
Und das ist das Thema des ganzen Films - Realismus. Die Hintergründe der Figur Bruce Wayne / Batman werden genau beleuchtet, und Comic-Puristen wird es mit Sicherheit verschrecken, dass es recht lange dauert, bis Batman das erste Mal in Erscheinung tritt. Doch viel wichtiger ist es dem Film zu erklären, wie es soweit kommt. Was treibt einen reichen Millionärs-Sohn dazu, als Fledermaus verkleidet gegen die Unterwelt zu kämpfen? Welchen inneren Kampf muss er austragen, um seine Vergangenheit zu bewältigen? Dies sind zentrale Themen des Film, und Christian Bale ist mit Sicherheit der richtige Schauspieler, Bruce Waynes Konflikt adäquat auf der Leinwand darzustellen. Es sind in dieser Comic-Verfilmung nicht nur die Action-Szenen die überzeugen, sondern auch die ruhigen Momente.
Leider gibt es aber grade in diesen auch Schwächen - warum muss ein Film, der so düster und realistisch angelegt ist, trotz allem noch solch kitschige Gutmensch-Dialoge beinhalten? Wer hat Katie Holmes gesagt, das “Batman Begins” eine Filmadaption von “Dawsons Creek” ist, in der sie ihre Teenager-Lebensweisheiten weiter verbreiten darf? Aber über Katie Holmes braucht man sich ja nicht mehr auszulassen, die demontiert sich schon selber.
Also, wer kein Problem mit einem riesen Logik-Problem im Hauptplot hat (welches ich hier aber aus Spoiler-Gründen nicht anspreche) und auf gute Action-Filme mit Tiefgang steht, sollte sich “Batman Begins” auf jeden Fall ansehen. “The Dark Knight” wird wahrscheinlich statistisch gesehen von jedem Deutschen über drei Jahren fünfmal gesehen werden, doch der direkte Vorgänger hat dies genau so verdient, auch ohne Heath Ledger.
“Wie finden Sie den? Bewaffneter Raubüberfall, Doppelmord. Hat einen Hang zur Theatralik, genau wie Sie. Und er hinterlässt eine Visitenkarte.”
- “Ich geh der Sache nach…”
http://xander81.wordpress.com/2008/08/18/kritik-batman-begins/
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Anke Westphal: Berliner Zeitung
Wir sehen in Folge, wie Bruce unter Erwerb zahlreicher blauer Flecken bei Ducard das Springen, Fliegen, Hauen erlernt, doch tatsächlich wird uns vermittelt, dass eine beherzte Rauferei jede noch so glänzende Psychoanalyse ersetzt. Daran wäre nun nichts auszusetzen; das entspricht mitunter sogar der Lebenswelt. Störend wirkt etwas anderes, und leider zieht es sich durch den gesamten Film: dass die populäre Durcherklärung einer Ausnahmefigur ebenso albern mit Bildungsspurenelementen angereichert wurde wie mit Kinder-Horrortamtam.
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Kommentare — Sehenswert 7.7
Der Film Batman Begins wurde von 7554 Mitgliedern bewertet.
treebeard3rd 2010/02/05 01:22:56
Endlich ein Film aus dem Batman-Universum, der mich die Katastrophen davor vergessen lässt. Als Fan der Comics muss ich am Anfang anmerken, dass Christopher Nolan an einigen Stellen vom Original abgewichen ist. In manchen Fällen ist es ein Indikator für einen schlechten Film. Bei Batman Begins ist es nicht der Fall. Von Anfang an wird klar, dass diese Neuinterpretation des Stoffes Batman als dunklen Ritter zeigen will und nicht als lupenreinen Superhelden. Der Film ist super besetzt bis in jede Nebenrolle, ausser Katie Holmes. Der düstere Look und der Soundtrack tun ihr Übriges.
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silbex 2010/02/04 22:59:13
Es ist eine Einführung in die neue Batman-Reihe. Und das gelingt Nolan so gut, dass es gleich alle vorherigen Batman-Filmversuche in den Schatten stellt. Batman ist wirklich Batman und kein Kuscheltierchen.
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C.Z. 2010/01/26 13:43:27
Endlich. Batman ist wieder da und zwar genau dort wo er seit Batmans Rückkehr eigentlich hätte bleiben sollen. In den dreckigen und dunklen Gassen von Gotham und nicht wie Tim Burton es uns servierte, in den neonfarbenen und glitzernden Neoprenbodys.
Nolan hat mir meinen liebsten Comichelden wiedergebracht, in tollem Szenario, mit tollen Schauspielern und das wichtigste: nicht bonbonbunt.
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ChristiansFoyer 2010/01/26 13:45:12
kleine Korrektur: "neonfarbene und glitzernde Neoprenbodys" servierte Joel Schumacher, nicht Tim Burton ;)
C.Z. 2010/01/26 14:34:47
Mein Fehler, Dank dir für die Korrektur ;) Hatte im Kopf wohl noch Batmans Rückkehr :)
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Der Film Batman Begins gehört zum Genre Thriller, Kriminalfilm. Regie führte Christopher Nolan.

Nolans Film bewegt sich mit der Geschwindigkeit einer fußlahmen Sumpfkuh und hält sich dabei in einer enervierenden Selbstverliebtheit für die Neuerfindung des Rades. Dabei muß gesagt werden, daß die Entwicklung Bruce Waynes trotz des sehr freien Umgangs mit den Bat-Mythen (Schüler bei Ra's Al Ghul?) schlüssig und dramaturgisch mitunter packend ausfällt. Daß der kleine Wayne allerdings auch noch einen Schuldkomplex mit auf dem Weg bekommt, stinkt ebenso nach Anbiederung an Spider-Man wie der dahingefaselte Korb, dem ihm seine Rachel am Ende auf den Weg gibt.
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