Side Effects

The Bitter Pill (2013), US Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 25.04.2013

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6.7
Kritiker
35 Bewertungen
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6.9
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Kinostart: 25.04.2013
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von Steven Soderbergh, mit Rooney Mara und Jude Law

Rooney Mara bekommt in Steven Soderberghs Side Effects von Jude Law die bittere Pille und Nebenwirkungen, die so keiner vorhergesehen hat.

Sie waren so ein ideales Paar: Emily (Rooney Mara) und ihr Mann (Channing Tatum). Doch die Wende des Glücks kommt mit seinem Gefängnisaufenthalt. Emily arrangiert sich so gut es geht und versucht, so etwas wie ein Alltagsleben zu führen. Die wahren Probleme beginnen allerdings mit seiner nahenden Entlassung. Um mit seiner Rückkehr klar zu kommen, begibt sie sich in die Behandlung eines Psychiaters (Jude Law), der ihr ein Psychopharmakon verschreibt. Das Medikament hat unerwünschte Nebeneffekte, die das Leben von Emily, ihrem Mann und ihrem Arzt weitreichend beeinflussen…

Hintergrund & Infos zu Side Effects
Side Effects (Arbeitstitel: The Bitter Pill) war die dritte Zusammenarbeit von Channing Tatum und Regisseur Steven Soderbergh, und nach Haywire (2011) und Magic Mike (2012) der dritte Film im dritten Jahr hintereinander.

Für die Rolle der tablettenabhängigen Emily war längere Zeit Blake Lively (Savages) im Gespräch, bevor sie durch Rooney Mara (The Social Network) ersetzt wurde.

Gemäß seiner Vorliebe, immer wieder mit den gleichen Schauspielern zu arbeiten, ist Side Effects ebenfalls die dritte Kooperation mit Catherine Zeta-Jones (nach Traffic – Macht des Kartells und Ocean’s Twelve). Auch Jude Law ist nach Contagion wieder in einem Soderbergh-Film mit dabei.

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Cast & Crew


Kritiken (29) — Film: Side Effects

SoulReaver: CinemaForever

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7.0Sehenswert

»Destroy that before it destroys you.«

Mit digitaler Unterkühlung widmet sich Steven Soderbergh dem gegenwärtigen Realismus und umklammert eine blass-depressive Zeitperiode, in dem die individuelle Neophilie dominiert und der Mensch sich dem Fortschritt zwanghaft anpassen muss. »Side Effects« erweist sich dabei nicht nur als Reminiszenz an Regiegrößen wie Brian De Palma und Alfred Hitchcock, der Film überzeugt hinzukommend durch sein ambivalentes Netz, in dem jede Schlaufe durch einen intriganten Knoten verdrängt werden kann. Soderbergh ist dabei nicht unbedingt daran interessiert, die kritischen Tiefensätze der Pharmaindustrie mit sozialen wie gesellschaftlichen Aspekten auszuloten, sondern bleibt viel lieber an der Oberfläche haften. Er inszeniert einen Thriller voller zwielichtiger Maskierungen, dessen täuschende Kalkulation geradewegs ins Ziel findet und den Zuschauer genauso betrügt, wie sich die Charaktere untereinander in die Enge treiben. Die Noir-Duftnoten und Suspense-Anleihen kommen in diesem schleierhaften Vexierspiel nicht von ungefähr, scheiternde Karrieren, Lügen, medizinische Entgleisung, Gier und Verschwörungen sind der informale Treibstoff des Geschehens, während Unschuld und Wahrheit schon lange die Bühne verlassen haben.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

SoulReaver

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Ich weiß zwar nicht, wer dieser De Palma ist, aber Soderbergh kann ich auch nur bedingt leiden. Der hier hat mich echt überrascht.


JackoXL

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Musst du auch nicht kennen, der hat kaum was auf die Beine gestellt, so ein Trash-Onkel mit südländischem Namen, halt meine Baustelle.


M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun... M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun...

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5.0Geht so

Steven Soderberghs Krimi über die Korruption der Pharma-Lobby fehlt das Gefährliche. Side Effects wirkt mühelos und zurechtgeschliffen.

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Chr. Buß: Spiegel Online Chr. Buß: Spiegel Online

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7.0Sehenswert

Wie schon bei "Contagion" mag man Soderberghs Alarmismus und Plot-Purzelbäume für übertrieben halten: Als Inneneinsicht einer Nation im Drogennebel ist sein Schlafwandler-Thriller konsequent.

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TobiasKniebe: Süddeutsche Zeitung TobiasKniebe: Süddeutsche Zeitung

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7.5Sehenswert

Die Verbindung von Krisendepression und hysterischem Thriller ergibt eine bizarre und bipolare Mischung.

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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.0Ganz gut

Eine eher missglückte Therapie, mit coolen Nebenwirkungen.

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Andrea Woeger: DVD-Forum.at Andrea Woeger: DVD-Forum.at

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8.0Ausgezeichnet

Side Effects ist ein[...] knackiges Psychospiel mit jeder Menge unerwarteter Wendungen.

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Gabriele Summen: Radio Köln Gabriele Summen: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Side Effects ist Soderberghs angeblich letzter, aber sehr unterhaltsamer Kinofilm [...]. Durch viele überraschende Wendungen [...] wird dann der thrillerhafte und leider etwas hanebüchen wirkende zweite Teil des Films eingeläutet.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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7.5Sehenswert

Soderbergh gelingen wunderbar leicht inszenierte Bilder, packende Dialoge mit tollen Schauspielern und eine eisige Atmosphäre, die unter die Haut geht.

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Roman Schreiber: ray Roman Schreiber: ray

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6.5Ganz gut

Das fintenreiche Drehbuch geizt nicht mit Twists and Turns. [...] In aller für ihn typischen Detailfülle präsentiert Steven Soderbergh in Side Effects noch einmal sein Inszenierungsprofil in der Grauzone zwischen Konvention, Originalität und Taschenspielerei.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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7.5Sehenswert

Kein spektakulärer Thriller, aber einer, der gekonnt in die Irre führt!

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Patrick Seyboth: epd-film Patrick Seyboth: epd-film

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6.5Ganz gut

Überambitioniert erscheinen irgendwann die immer neuen Wendungen des Plots, und die hochtourige Kunstfertigkeit zehrt die Spannung der Geschichte auf.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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6.0Ganz gut

[...] Der Star dieses Films ist unbestritten Grand Dame Catherine Zeta-Jones, die mit Nerd-Brille und grauem Kostüm die Edith-Head-Verzerrung einer Psychiaterin spielt und den ganzen Fetisch zugespitzter Lippen und strenger Lehrerinnen auslebt. [...]

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José Garcia: Textezumfilm

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7.5Sehenswert

Obwohl sich einige der Drehbuchwendungen recht konstruiert ausnehmen, dosiert Soderbergh die Spannung in einem Film geschickt, der von der Anklage gegen die Missstände in der psychiatrischen Praxis und die Machenschaften der Pharmaindustrie über den reinen Krimi bis zu einer Rachegeschichte mutiert. Steven Soderbergh inszeniert „Side Effects“ hyperrealistisch, viel naturalistischer als seine früheren Filme: Um Emilys psychischen Zustand zu visualisieren, gestaltet Produktionsdesigner Howard Cummings ihr Appartement besonders beengt. Den begrenzten Räumen entnimmt die wie üblich von Soderbergh selbst geführte Kamera ungewöhnliche Perspektiven mit bewussten Unschärfen. Die blau-grauen Farbtöne unterstreichen eine Trostlosigkeit, die mit den sonnendurchfluteten Bildern der Rückblenden aus den glücklichen Zeiten des Paares kontrastiert. Sehr realistisch wirkt trotz der erwähnten Drehbuchwendungen auch die ohne jeden Schmuck gedrehte Krimigeschichte, die allerdings in einer kurzen lesbischen…

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.0Sehenswert

Ein echter Soderbergh eben. [...] Wie sie [Emily Taylor] die Kranke (und bis zu einem gewissen Grad Schwindlerin) spielt, das ist schon einsame Spitze.

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Daniel Licha: Movie Maze Daniel Licha: Movie Maze

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8.0Ausgezeichnet

Schon zu Beginn nimmt Side Effects richtig Fahrt auf, erwischt den Zuschauer dabei ein ums andere Mal auf dem falschen Fuß und ist wohl einer der bodenständigsten und spannendsten Thriller, der in letzter Zeit in den deutschen Kinos zu sehen war.

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PeterOsteried: Gamona.de PeterOsteried: Gamona.de

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6.0Ganz gut

Soderberghs angeblich letzter Film weist eine überschaubare Spannungskurve auf und kann leider nicht mit seinen älteren Filmen mithalten.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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6.0Ganz gut

[...] In gewisser Hinsicht ist "Side Effects" einer der ehrlichsten Soderbergh-Filme und ein geradezu adäquater Abschluss seines Schaffenswerkes: Ein Thriller nämlich, der Gehaltvolles vortäuscht, um mit Mottenkistentricks und Genre-Mätzchen billig-plumper Affektunterhaltung zu frönen. Schade, dass Soderbergh ausgerechnet in dem Moment seine Karriere an den Nagel hängt, in dem er zum neuen Brian De Palma mutiert. [...]

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Schlegel

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Ach was, klar macht der weiter.


F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Großes Lob gebührt auch den Darstellern in Side Effects, vor allem den beiden Hauptakteuren Jude Law und - ganz besonders - Rooney Mara. Man kann die Leistung der beiden kaum ausreichend beschreiben, ohne auf die Verwicklungen der Geschichte einzugehen. Darum verzichten wir an dieser Stelle darauf und bleiben bei den passenden Adjektiven: herausragend, bemerkenswert, und beängstigend gut.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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9.0Herausragend

"[...]„Side Effects“, der nach eigener Ankündigung letzte Kinofilm des Oscar-Preisträgers Steven Soderbergh („Traffic – Die Macht des Kartells“), führt dem Publikum auch die Gefahren einer exzessiven, medikamentösen Therapie vor Augen. Aber Vorsicht: Hinter dem komplexen und äußerst scharfsinnigen Werk steckt deutlich mehr, als der Titel zunächst vermuten lässt. Bereits bei der ersten Einstellung, einer schicken Fassade eines New Yorker Apartmentkomplexes, wird der Zuschauer getäuscht, denn wenn die Kamera die unscheinbare Oberfläche eines anonymen Fensters durchdrungen hat, tut sich im Inneren der Wohnung nicht etwa traute Idylle, sondern der Anblick eines grässlichen Blutbades auf.[...]Der Film dreht und windet sich, dehnt sich in anfangs ungeahnte Räume aus, aber vergisst am Ende dennoch nicht seinen Fixpunkt im Thrillergenre. Man mag hier den Geist eines De Palma, Pakula oder Polanski wahrnehmen – und keiner dieser Namen wäre wohl als Vorbild grundsätzlich falsch geschätzt,…

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Side Effects ist durchaus interessant, verlässt sich bisweilen zu sehr auf lange Dialogpassagen, in denen die zunehmend verwickelter werdenden Verstrickungen erläutert werden müssen, und bedient sich eines merkwürdig konventionellen, befremdlichen Frauenbildes.

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Alle Kritiken (29)


Kommentare (44) — Film: Side Effects


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Yoco

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Bewertung5.5Geht so

Habe selten einen Film mit zwei so unterschiedlichen Hälften gesehen. Man bekommt den Eindruck, als habe nach etwa 45 Minuten der Regisseur gewechselt. Hätte was gutes werden können, aber irgendjemand hat da seinen Einsatz verpennt.

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Christoph7K

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Bewertung4.0Uninteressant

Am Anfang zog sich alles in die Länge, doch am Ende war alles zu schnell und verwirrend. Leider auch nicht mein Geschmack. Deshalb nur 4 von 10 Punkten.

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MrTrombone

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Cast ist super und die Story hat Potential, bleibt aber in ihrer Erzählweise hinter den Erwartungen zurück. Das liegt v.a. am etwas unausgegorenen Erzähltempo: Lässt sich Soderbergh zu Beginn noch so viel Zeit, die Charaktere vorzustellen, dass man fast die Geduld verliert, startet er im zweiten Teil überraschend fix durch. Der Bruch von Dr. Banks Persönlichkeit vollzieht sich schlagartig, und dadurch etwas unnachvollziehbar. Zum Ende hin wirkt Side Effects sogar so gehetzt, als hätte man Filmrolle sparen müssen. Das ist schade, waren die Ansätze zu einem wirklich guten Film durchaus vorhanden. So bleibt er "nur" knapp sehenswert.

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MyNameIsNobody

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Bewertung6.0Ganz gut

der Schluss war wirklich Toll und eine grosse Überraschung jedoch war der Teil vom Anfang bis zum tollen Ende etwas zu fest in die Länge gezogen und etwas übertrieben.

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Tuvok

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Bewertung9.0Herausragend

Manche Filme sind spannend, weil sie die Auflösung des Filmes erst am Ende verraten, manche Filme sind spannend, weil die Schauspieler so gut spielen, obwohl vielleicht die Geschichte schwach ist, manche Filme wirken nur spannend, weil die Darsteller spannend spielen, man sieht oft in Ihren Gesichtern die Anspannung, und man fürchtet sich im Kinosessel, manche Filme sind spannend, weil sie gruselig sind, weil sie Schockeffekt enthalten, und weil vielleicht auch die Story gut ist, manche Filme sind spannend, aber nur am Anfang weil sie die Pointe gleich verraten, was bei Filmen eher am Ende sein sollte, manche Filme haben eine aufgeteilte Spannung, weil am Anfang was passiert, das dann aufgelöste wird, aber der Film ist ja noch nicht zu Ende, jetzt geht es erst richtig los und auch wenn du 2 oder 3 x versuchst das Ende zu erraten, so in deinen Gedanken, zurückgelehnt in deinen Kinosessel, ja dir gelingt es nicht. Und ich muss auch sagen, das ist gut so.

Dieser Film ist so einer. Der Prolog vom Film zeigt einen Zimmerboden mit Blut, keine Leiche ist zu sehen, aber das macht nichts, das war ja nur der Plot, und der hat es schon in sich. Nicht dass der Plot jetzt ohne Leiche spannend war, aber die Musik, das Ambiente, die etwas düster wirkenden Farben, der gruselig Braunton der mich an Slasher Filme erinnert, nein das war wirklich gut.

Dann geht es erst mal los, 3 Monate zuvor. JONATHAN BANKS (Jude Law) ist ein Top Psychiater, hin und wieder hat er Nachtschicht, er war früher in England und ist nach Amerika gesiedelt, weil hier der Psychiater nicht ein blöder Klempner ist wie in Europa oft so üblich ist, sondern eine angesehen Person, der man vertraut, die einem hilft wenn es einem schlecht geht. Was ja auch klar ist, da drüben in Amerika sind ja die meisten verrückt. Was auch sonst soll man von einem Volk halten, wo Eltern einem 5 Jährigen Kind eine Waffe schenken, der dann seine 2 Jährige Schwester ermordet.

Egal, weiter mit dem Film, JOHN ist mit DEIDRA verheiratet, er hat einen Stiefsohn, er hat 'ne Wohnung um eine Million US $ oder so, er hat ein gutes Leben und er sucht immer noch nach neuen Möglichkeiten Geld zu verdienen, DEIDRA arbeitet nicht, wie viele und passt auf den Sohn auf, und auf seine Kreditkarte.

Eines Tages trifft er EMILY TAYLOR (Rooney Mara in einer neuen Rolle, die ich gar nicht kannte, erst als ich den Abspann gelesen habe, ja das ist die dünne schlaksige hässliche Frau aus dem „Verblendung“ Film mit DANIEL Craig). Die hat zuvor einen Selbstmordversuch unternommen, sie ist im Spital, und sie will raus, einfach nur raus, denn Ihr Mann MARTIN (Channing Tatum) ist endlich aus dem Knast entlassen worden wo er lange drinnen geschmort hat.

Was er gemacht hat, wieso er drinnen schmorte, ja vielleicht erfährt man ja das im Film, wer weiß.

Ich weiß es aber ich schreibe es nicht, sagen kann ich es ja, aber das kann ja keiner lesen was ich sage, da ich es ja niederschreiben muss.

Nun, er behandelt also EMILY, die eben dann heimgeschickt wird, doch dann beginnt erst das Chaos. EMILY leidet unter schweren Depressionen, sucht oft JOHN auf, DEIDRA vermutet schon irgendwas, aber es ist alles im Bereich des Normalen, EMILY hat eine Störung, mit MARTIN hat sie z.B. auf einem Schiff einen schönen Abends verleben wollen, aber sie ist einfach nicht dazu gekommen da Ihre Heulkrämpfe es nicht zugelassen haben.

Und fast hätte sie sich wieder umgebracht, bei der U Bahn, wen nicht Officer BEAHAN eingegriffen hätte, der in einem späteren Teil des Filmes sogar vor Gericht ausgesagt hat was er erlebt hat.

JOHN versucht EMILY zu helfen weil ihm das nicht loslässt, junge Frau, gutes Leben, alles in Ordnung und sie will sich töten? Wieso? Nun besucht JOHN die frühere Psychiaterin von EMILY, die gut situierte VICTORIA SIEBERT (Catherine Zeta-Jones) die über EMILY nicht viel erzählt, sie war früher bei Ihr in Behandlung ,hat abgebrochen hatten schon einige Störungen aber es schien wieder besser zu gehen, und nun ist sie bei JOHN eben aber er soll sich keine Sorgen um sie machen.

Alles spitzt sich immer mehr zu, bis JOHN eine Lösung parat hat, die durch die Landesmedien bekannte Antidepressionsdroge, oder Medikament, namens ABLIXA, das viele Leute schon nehmen. Er hat ja nicht wissen können dass einige Leute sogar schon wem umgebracht haben, weil die Nebenwirkungen so verheerend sind, oder doch nicht?

Ja er hat da irgendeine Ahnung, irgendwas ist an der ganzen Story komisch, wieso bringt eine Frau Ihren Mann um den sie schon lange nicht mehr gesehen hat? Wieso ist ein Mädchen, ein junges hübsches Mädchen dass sonst als normal gilt, plötzlich schwer depressiv und kann sich nicht mehr daran erinnern Ihren Mann umgebracht zu haben? Das hat sie nämlich ausgesagt und so wirkte es auch.

Tja, klar dass da viel mehr in den Film rein gehört als hier erzählt, und es ist auch mehr drinnen. Z.B. die Szene als die Medien erfahren oder halt die falschen Leute, dass eigentlich EMILY im Knast saß weil sie einen Mann getötet hat, Ihren Mann und das angeblich ABLIXA schuld sein soll, das Ihr JOHN verschrieben hat, der vorher nicht die Nebenwirkungen erforscht hat, ja was er hätte tun sollen.

Was ich an der 30 Millionen US $ die ihre Produktionskosten gerade mal einspielte, sehr gut finde ist, dass der Film keine Auflösung am Anfang bietet wie viele anderen Filme, er ist anspruchsvoll, er hat eine gute Musik, er hat düstere Braune Farben, er ist nicht langweilig, er ist spannend, nicht perfekt aber ziemlich spannend, er hat 'ne gute Story, er hat die Auflösung am Ende, und das 3 x, er hat 'ne super gute Spannung, er hat schöne Leute, er hat Realistisch nachvollziehbare Ansätze und Szenen, Logiklöcher fielen mir keine auf, er hat 'ne gute Regie, die Handarbeit merkt man, der Film wirkt ruhig und gekonnt inszeniert.

Und ich bin irgendwie froh dass Channing Tatum und nicht Justin Timberlake genommen wurde, was aber egal ist, denn der Gute hatte nur 5 Minuten im Ganzen einen Auftritt. Vor allem bin ich über die Auswahl von Rooney Mara froh, dass es nicht Emily Blunt, Olivia Wilde Imogen Poots, Alice Eve, Amanda Seyfried oder Michelle Williams geworden ist, ich finde sie spielt die Rolle super, sie ist weil sie mehr Präsenz auf der Leinwand hat, viel besser als Zeta-Jones, die übrigens auch fantastisch gut ist in dem Film, am besten aber hat mir Jude Law gefallen als leicht irrer, durchgedrehter, aber trotzdem nicht irrer Arzt, der einfach viel arbeitet und sich einer Sache verschrieben hat, die Sache aufzulösen, den Fall zu knacken, denn bei dem Fall stimmt so einiges nicht .

Die Auflösung ist 1 A, der Film ist super, es fehlt mir zwar an Verschwörung und Action, und was weiß ich, die Hollywood üblichen Dinge, aber das macht nichts, der Film wirkt auch so gut, lange Gespräche sind nach dem Film erforderlich um oft viele Details noch mal sich ins Gedächtnis zu rufen, also ich habe da schon Schwierigkeiten gehabt wieso der so und so reagiert hat, aber das ist glaube ich absichtlich, denn der Zuseher soll ja nicht gleich dahinter kommen was gespielt wird.

Nun der Film gefiel mir und meiner Begleitung, meine Holde (Alte), hat sich über den Film sehr gefreut, und wir haben sich den Film angesehen und kamen zu dem Schluss, Finger weg von Drogen, Medikamenten, langen Messern, Mord, irren Läuten, Psychiatern und sämtlichen Läuten die in deinem Hirn rumdoktern wollen. Bei dem Film muss man sich erst mal gewöhnen, denn er ist anders, er hat eine gute Wirkung, die Leute sind sympathisch, der Film hat keine Moralkeule geschwungen er zeigt einfach was aus dem Leben. Der Film ist intelligent, und ich finde, ja mehr davon, obwohl ich nicht jeden Soderbergh Film mag, der ist zwar nicht politisch wie viele von seinen Filmen, aber dafür umso spannender und ich muss auch sagen, sehr aktuell. Sicher sind einige Dinge dabei wo ich sage, das ist schon da gewesen und ich habe das schon gesehen ,aber so im Film, muss ich sagen, ja super, ich würde ihn noch mal sehen wollen und kann ihn bedenkenlos weiterempfehlen.

Ich würde sagen, 90,55 von 100 Punkten hat er sich verdient.

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atilla

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Danke für die Transkription des Films in Textform :)


leberwurst

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Bewertung6.5Ganz gut

Ja, das war ganz nett.
Manchmal war es super dicht und spannend und hat sehr gefesselt. Aber an manchen stellen hat es für mich entweder in der Handlung, oder in den Dialogen so dermaßen gestockt und geholpert, dass mich echt gefragt habe, was dass den jetzt soll.
Ich fand es manchmal sehr widersprüchlich, dort zum einen Hochglanzakteure wie Jude Law zu sehen und dann auf der anderen Seite solche komischen Aussetzer zu erleben.
Jude Law spielt den smarten Psychologen sehr überzeugend, auch wenn das Bild, wie er später mit drei Tage Bart und Bier da sitzt, um den Fall zu klären, schon sehr bekannt ist...
Rooney Mara überzeugt als depressive und verstörte Frau.
Nett fand ich die Darstellung des überhöhten Gebrauchs von Psychopharmaka und wie eine Medikament gegen die Nebenwirkungen eines anderen Medikamentes verschrieben wurde. Der Mann verschreibt seiner Frau eine Pille, weil sie vor ihrem Bewerbungsgespräch nervös ist, weil er es kann.
Am besten fand ich die Schlusssequenz, die das Ganze abschließend noch mal für mich aufgewertet hat.

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Velly

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Bewertung7.0Sehenswert

Jude Law und Rooney Mara haben mir richtig gut gefallen, ebenso die Story (vor allem, weil ich vorher nur sehr wenig über die Handlung wusste).
Allerdings fand ich ihn ein wenig schleppend, deswegen muss er sich mit 7 Punkten zufrieden geben ;-)

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kobbi88

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♥ Channing Tatum ♥
.
.
.
nur Spaß ;)


Velly

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Jetzt hat es mich aber kurz geschüttelt ;-)


Cinemen

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Bewertung9.0Herausragend

Steven Soderbergh hatte Angekündigt seinen letzten Film mit Side Effects abzuliefern. Seine Ocean Triologie war schon ein voller Erfolg. Mit seinem neusten und letzten Film legt der alte Hase noch eonmal ein richtiges Thriller Spektakel hin.
Das Cast ist sehr Durchdacht. Catherine Zeta-Jones und Jude Law sind allen Bekannt. Rooney Mara hatte in Verblendung dem US Remake die Rolle der Lisbeth Saalander übernommen (obwohl keine Chanche gegen Rapace)
Side Effects bietet eine sehr gute , durchdachte Story. Man kann der Geschichte auch sehr gut Folgen . Was nicht immer in allen Thriller'n der Fall ist.
Keine Action dafür trotzdem ein absoluten Spannungsbogen.
Soderbergh hat in seinem letzten Film wieder ein kleines Wendungs Spektakel hingelegt, womit der Kinobesucher nicht Unbedingt rechnen muss.
Hat echt Spass gemacht.

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Kevkev1101

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Bewertung6.5Ganz gut

Soderbergh ist eigentlich bekannt dafür niveauvolle Kinounterhaltung zu bieten, wie man hier auch schön sehen kann. Die erste Hälfte kommt meiner Meinung nach am Stärksten weg denn nach und nach schlägt der Film mir zu weit über die Strenge. Sehr erwähnenswert wären hier die tollen schauspielerischen Leistungen, vor allem Rooney Mara zeigt hier was sie kann. Nur Catherine schien mir hier wie eine gekünstelte Figur die ich nicht wirklich ernst nehmen konnte. Im großen und ganzen eine sehr ordentlicher Film.

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brigerbaerger

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Bewertung7.0Sehenswert

Achtung - Spoilergefahr!

Ich finde Side Effects auf jeden Fall sehenswert, auch wenn aus den interessanten Themen im 1. Teil des Films (Medikamentenmissbrauch, Medikamentenstudien und ihre involvierten Parteien sowie Medikamente und ihre Nebenwirkungen) in der 2. Hälfte ein - I'm sorry for that - banaler und in meinen Augen einfach viel zu schnell "abgespulter" Verschwörungsthriller wird. Verschwörung tönt ja eigentlich gut, genauso wie Thriller - jedenfalls in meinen Ohren. Aber vor allem die Verschwörungsstory, wo es um Insidergeschäfte bei Medikamentenstudien geht, kam für mich so hanebüchen daher, dass ich fast zu Schmerzmitteln gegriffen hätte. Noch ein Wort zu unseren Protagonisten: Rooney Mara spielt vor allem den psychisch labilen Part einfach grandios. Auch Jude Law passt mit seinem britisch korrekten Stil sehr gut in die Rolle des übers Ohr gehauenen Psychiaters, obwohl seine Verbissenheit zuweilen etwas gar aufgesetzt war. Catherine Zeta-Jones ist schönes "Beigemüse", genau so wie Channing Tatum nicht gross stört - ok, er hatte wahrscheinlich auch gar keine Chance, so schnell war er von der Leinwand verschwunden. Ein Film der einfach runtergeschluckt werden kann, ohne grosse (Neben)Wirkungen…

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brigerbaerger

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Zufall hin oder her: Hauptsache es hat gefallen und das hat es ja ;o)


kobbi88

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rüschtüsch ;)


chlinie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Am Wochenende gesehen und für gut befunden!

Da ich sehr unvoreingenommen war, wurde ich positiv überrascht von diesem Film.
Die Handlung fand ich sehr spannend und auch die Kehrtwenden des Films fand ich gut.
Die Schauspieler waren gut besetzt, aber nicht speziell gut. Es hat gepasst, aber es hätte auch nicht gestört, wenn es andere Schauspieler gewesen wären...
Die Geschichte kommt erst nach der Hälfte richtig in Fahrt und der Schluss ist für mich gelungen.

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kobbi88

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Bewertung7.0Sehenswert

Es könnte leicht gespoilert werden, auch wenn ich versuche, dies möglichst zu vermeiden.

„Side Effects“. Der letzte Kinofilm von Steven Soderbergh. Angeblich zumindest.
Obwohl die junge Emily (Rooney Mara) ihren Ehemann (Channing Tatum) aus dem Knast zurückbekommt, verfällt sie in eine immer größere Krise. Depression! Nach einem Selbstmordversuch begibt sie sich in psychiatrische Behandlung bei Dr. Banks (Jude Law), der ihr ein neues Medikament verschreibt. Die Depressionen scheinen zwar gelindert (sagt man das so?) zu werden, doch es treten vermehrt Nebenwirkungen auf, die schon bald in einer Katastrophe für Emily und die Menschen um sie herum enden sollten.

Für mich (und ich denke für viele andere auch) teilt sich der Film in zwei Teile. Aber oft habe ich gelesen, dass die zweite Hälfte besser war. Nein, fürmich war es Teil 1 des Films. Anfangs ist es nämlich ein hochinteressanter Film. Eine bedrückende Atmosphäre wird geschaffen. Rooney Mara verkörpert die depressive junge Ehefrau hervorragend. Hier zeigt sie für mich nach „Verblendung“ einmal mehr, dass sie eine richtig gute Darstellerin ist. Themen wie Depression, Medikamentenbehandlung/-missbrauch und die Pharmalobby werden angesprochen oder zumindest angerissen. Aber leider hört Soderbergh nach der Hälfte mit seiner interessanten Geschichte auf. Wie schon bei „Erin Brockovich“ und „Contagion“ wird eine brisante Ausgangsposition geschaffen, die in der zweiten Filmhälfte nach und nach im Sand verläuft. Die (politische und wirtschaftliche) Relevanz wird zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen wird das Drama zum Verschwörungsthriller. Und gleichzeitig leider auch immer belangloser. In der ersten Hälfte hat man sich Zeit genommen, ist etwas mehr in die Tiefe gegangen, auf Figuren eingegangen. Das wird zwar in der zweiten Hälfte auch noch versucht, aber besonders zum Ende hin rast Soderbergh für meinen Geschmack einfach zu schnell zur Auflösung. Es läuft zu glatt, zu schnell. Manchmal hab ich den Eindruck, dass ein paar Schritte einfach übersprungen wurden. Und auch das Thema "Depression" wird irgendwie nicht mit dem nötigen Ernst behandelt. Ein bisschen zu leichtfertig für meinen Geschmack. Und das, was über Depressionen am Ende hängen bleibt, das halte ich auch nicht für unbedingt gut (da ich trotzdem versuche, möglichst spoilerfrei zu schreiben, kann ich da nicht drauf eingehen). Aber, und das muss man Soderbergh lassen, die Geschichte bleibt in jedem Fall spannend und unterhaltsam.

Das liegt auch an den guten Schauspielern. Jude Law als für mich typischer Brite, den ich sehr gerne in jeder Art von Film sehe (und sei es nur in einer Nebenrolle). Channing Tatum überraschend gut und passend, auch wenn seine Rolle nicht die anspruchsvollste war. Und Catherine Zeta-Jones, die immer noch eine gewisse Erotik in ihre Rolle legen kann (und das nicht nur in den eindeutigen Szenen, sondern IMMER)
Neben dem (meiner unwissenden Meinung nach) sehr gutem und auffälligem Schnitt sind auch die Effekte zu erwähnen. Verschwommene Bilder unterstreichen die Depression und machen den Film eindringlicher. Auch meine ich, häufig ein leicht flackerndes Bild bemerkt zu haben, das manche Szenen etwas dunkler oder düsterer gemacht hat. Da bin ich mir zwar nicht sicher, ob es einfach an einem vielleicht altersschwachen Projektor im Kino gelegen ist oder ob das so von Soderbergh gewollt war, aber wie auch immer, es hat den Depressions-Szenen zusätzliche Dichte und das gewisse Etwas gegeben.

Vielleicht zum letzten Mal hat Steven Soderbergh gezeigt, dass er ein grundsätzlich guter Regisseur ist, der optisch ansprechende Filme machen kann und der auch versucht, relevante Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medizin in seine FIlme zu packen. Doch einmal mehr hat er auch gezeigt, dass er mit zunehmender Laufzeit diese relevanten Themen nicht adäquat fortsetzen kann, mit Ausnahme von „Traffic“. Dass er zugunsten von Unterhaltung und Spannung leider immer mal wieder in die Belanglosigkeit driftet.
„Side Effects“ ist und bleibt deshalb ein gut gespielter Thriller mit zumindest interessanten Ansätzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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kobbi88

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Ich finde, Noomi Rapace sieht als Punk zu gut aus für Lisbeth ;)


Martin Oberndorf

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Nichts ist zu gut für Verblendung, DEN Thriller Europas.
Und im internationalen Vergleich nur hinter Sieben und die üblichen Verdächtigen.


Noilfate

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Bewertung7.5Sehenswert

Also Side Effects hat mich in jeder Hinsicht überrascht. Ohne spoilern zu wollen, kann ich behaupten, dass der Film Anlaufschwierigkeiten hat und des Pudels Kern eigentlich erst nach guten 45 Minuten erfasst werden kann. Der Film wurde in einigen deutschen Medien als "Psyco" (1960) Nachfolger angepriesen, das kann ich überhaupt nicht bestätigen.

Wer Lust hat, ein "das hätte ich jetzt nicht gedacht" Erlebnis zu haben und darüber hinaus noch einen wirklich guten Jude Law und eine tolle Rooney Mara sehen möchte, dem kann ich nur raten Side Effects im Kino oder dann später auf DVD/Blue Ray anzuschauen.

Catherine Zeta-Jones hat mir in ihrer Rolle der Psychologin Dr. Victoria Siebert nicht so gut gefallen, wer den Film gesehen hat, stimmt mir da vielleicht zu; ich kann ihr ihren Part einfach schwer abkaufen.

Rooney Mara hingegen hat die verschiedenen Stadien ihrer Rolle eindrucksvoll vermittelt, auch wenn ich das Ende von Side Effect leider als zu lieblos empfunden habe. Als am Ende des Films die Story aufgearbeitet wird, musste ich feststellen, dass mich Rooney Mara aka Emily Taylor wirklich überzeugt hat.

Eine letzte persönliche Einschätzung: Ich habe mich gefragt, warum sich das Ende im Verhältnis zum Film so unspektakulär gestaltet hat. Ich glaube, dass die Botschaft des Films u.a. eine kritische Betrachtung des amerikanischen Gesundheitssystems, der Ärztemacht und des Pillenkonsums zu einem gewissen Zeitpunkt des Films getätigt worden ist und damit das Ende deutlich zurückhaltender ausfällt, als man es hätter erwarten können.

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alex023

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Bewertung6.5Ganz gut

[Kino 2013 #12]

Spoiler! (aber nur für ganz Vorsichtige)

»I want my life back!«

Steven Soderbergh präsentiert seine (angekündigte) letzte Arbeit für’s Kino. SIDE EFFECTS ist der geheimnisvolle und ebenso klangvolle Titel dieses Werkes und zeichnet sich allgemein gesagt durch allerlei Anleihen aus diversen Genres, verpackt in eine nicht ganz unkonventionelle, aber doch andersartige Mischung. Wie schon in seinem wirklich tollen »Contagion« (2011) wurde auch hier wieder eine distanzierte, kühle Atmosphäre angestrebt, welche irgendwie völlig konträr zu anderen Filmen Soderberghs steht, wenn man nur mal an den letztjährigen »Magic Mike« zurückdenkt. In »Side Effects« geht es, wie es der Titel dann doch schon ansatzweise verrät, um die Nebenwirkungen eines Medikaments, aber das ist irgendwie auch nur die oberflächliche Betrachtung des Inhalts, wenn man den Film nämlich anhand fortschreitender Laufzeit beurteilt, kommt man zu einem ganz anderen Schluss. Da findet man Beziehungsdramen, einen etwas merkwürdigen Mord, psychische Störungen, Betrug durch Insiderhandel, Verwirrungen der Liebe und eigentlich noch viel mehr. Dies alles zeigt Soderbergh uns also, gibt aber vor, erneut einen Film über Konsequenzen hinsichtlich von Gesundheit, Medikamenten und Krankheiten zu präsentieren. Dies und vor allem der Twist á la Hitchcock (oder vielmehr die Twists) lassen »Side Effects« durchaus positiv und sehenswert darstellen, ebenso wie zwei ganz fantastische Leistung, zum einen von »The Girl with the Dragon Tattoo« Rooney Mara und zum anderen vom immer wunderbaren Jude Law, der hier eigentlich noch besser ist. Catherine Zeta-Jones hat auch ihre Momente, wohingegen Channing Tatum (der durchaus Potential hat) verschenkt wird aufgrund seiner geringen Screentime. Die Charakterzeichnung ist zwar nicht atemberaubend, aber zumindest stellenweise interessant, teilweise verfallen die Figuren ein bisschen zu sehr in Rollenklischees, was aber auch nicht weiter negativ auffällt, da dies manchmal wirklich notwendig zu sein scheint und ja auch nicht immer gleich etwas Schlechtes darstellt. Soderberghs Kniff mit der Hauptfigur, von der man eigentlich denkt alles zu wissen, in diesem Fall die von Mara gespielte Emily, die sich aber im Laufe des Films, ziemlich spät aber erst zu einer ganz anderen Person entblößt und damit Dinge, die dem Zuschauer wohl entgangen waren, offenbart, ist wirklich hochinteressant, was im Nachhinein sogar die erste richtige Wendung noch einmal anders positioniert. Hier erfährt der Film in einer gewissen Form einen Wechsel in der Perspektive, wenn plötzlich der von Law dargestellte Psychiater Jonathan die Position des Protagonisten übernimmt. In diesem Moment erfahren wir auch einen Sprung vom Drama zum Kriminal-Thriller, in gewisser Weise. Jedoch wirkt das alles dann auch ein wenig weit hergeholt, man kritisiert praktisch sofort die Glaubwürdigkeit des gerade Gesehenen, was nun mal keinesfalls ein Pluspunkt sein kann. Auch hat man am Ende das Gefühl, etwas eher Unrundes gesehen zu haben.

Fazit: Dass der Zuschauer hier zunächst in die Irre geführt wird, um ihm das dann letztlich vorzuführen und die Hitchcock-artigen Wendungen, die angestachelte, bekannte Atmosphäre gepaart mit plötzlich aufkommender Gewalt, machen den Film in gewisser Weise zu einem sehenswerten Film, der jedoch durch fehlende Endgültigkeit und Abgeschlossenheit ein wenig an Punkten verliert. So bleibt am Ende bloß ein Film, der zwar „gut“ ist, aber in diesem Kinojahr definitiv kein Muss, auch wenn er mein einziger Besuch im April war.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2013/05/todliche-nebenwirkungen.html]

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agynessa

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Bewertung5.0Geht so

Langweilig und vorausschaubar. Zieht sich hin wie ein oller Kaugummi und die Auflösung ist einfach nur naja!

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Trimalchio

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Vorhersehbar ist hier nun wirklich nichts.


meinalterego

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich komme gerade aus dem Kino und bin schwer erstaunt, hatte ich mir unter SIDE EFFECTS doch nun wahrlich einen ganz anderen Film vorgestellt. Ein unterhaltsamer und spannender Thriller von Soderbergh, der hier gekonnt ein Netz aus Lügen, Täuschung und Komplotte spinnt. Ein Krimi mit doppeltem Boden und Wendungen, die sehr überraschend sind.
Rooney Mara schickt sich an, eine große ihres Fachs zu werden. Eine "wahnsinnige" Rolle, die sie mit Bravour meistert. Jude Law spielt stark auf, wie seit dem Talentierten Mr. Ripley nicht mehr. Catherine Zeta Jones steht den großartigen Leistungen in nichts nach. Und Channing Tatum fällt zumindest nicht unangenehm auf, das ist ja auch schon mal was.
Visuell und ästhetisch trägt der Film komplett die Handschrift Soderberghs. Das ist sicherlich Geschmackssache. Ich hatte zwei sehr unterhaltsame Kinostunden mit einem Thriller, der am Ende so etwas ganz anderes war.

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meinalterego

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Das war mal ein echtes Überraschungsei.
Wir saßen im Studio 2 der Thega, eingepfercht mit 25 anderen. Die Luft war nach zwei Stunden schon ziemlich knapp. Soviel zum Kinogenuss.


JackoXL

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:D Mich wundert schon, dass der im Thega läuft. Gab es kein Pixar-Schlümpfe-Irgendwas-Gegurke....in 3D!!!! ;)


Thomas Hetzel

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Bewertung6.5Ganz gut

Eigentlich ein ganz guter und intelligenter Psychothriller, der zwar einige Längen hat, aber doch einen fesselt Wäre er bloß nicht mit Jude Law gewesen. Ich kann den Kerl einfach nicht ausstehen und auch in der Rolle war er mir wie so oft unsympathisch. Auch das - Vorsicht Spoiler-

er am Ende triumphiert hat, hat mich wirklich geärgert. Ich war die ganze Zeit auf der Seite von Rooney Mara. Auch als herauskam, dass sie alles nur vorgespielt hatte, so hoffte ich doch, dass sie am Ende die Fände zieht. Leider stand sie am Ende als Verliererin da.
Hätte man den Psychiater mit einem anderen Darsteller besetzt wäre ich vielleicht zufriedener gewesen.
Die Tatsache, dass ich mit dem Böse sympathiesierte, was man ja eigentlich nicht soll, machte mir den Film zunichte.
- Spiler Ende

Dank der großartigen Leistung der tollen Rooney Mara, die mit ihrer genialen Performance allen die Show stahl, gebe ich aber noch mal 6,5 Punkte.

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gertgebert

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mara und Law sind grossartig, Frau Jones entbehrlich, diese Rolle hätte von "Jederfrau" ebenso gut gespielt werden können. Wendungen während des Filmes unvorhergesehen, danach denkt man sich "hätte man eigentlich erwarten müssen..."

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RaZer

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Bewertung6.0Ganz gut

Der von mir grundsätzlich geschätzte Steven Soderbergh, der sich nun (vielleicht ja auch nur vorübergehend) aus dem Geschäft zurück ziehen wird, beweist auch in seinem letzten Film, dass er einfach in keine Schublade gesteckt werden will. "Side Effects" gehört in die Riege der Psycho-Thriller, allerdings in die mit eher gemäßigten Zügen. So sehen wir hier keine übertriebene Härte, nervenzerreißende Spannung und krasse Psychospielchen. Dafür bekommen wir eine wendungsreiche Geschichte vorgesetzt, die viele Aspekte anschneidet und besonders durch ihre Figuren leben muss. Bei dem Cast ist das kein größeres Problem, da besonders Rooney Mara und - der von mir eher selten ernstgenommene - Jude Law hier sehr gute Arbeit leisten. Interessant ist auch, dass die Hauptfigur während des Films mehr oder weniger wechselt. Ist es zu Beginn Emily Hawkins, mit der der Zuschauer mitfiebern soll, so ist es später Dr. Jonathan Banks, der die Zügel in die Hand bekommt. Allerdings hat dieser Blickwinkeltausch mit dem dazugehörigen Twist den faden Beigeschmack, dass ab da die Glaubwürdigkeit entgültig aussetzt und Hollywood beginnt. Man muss leider sagen, dass auch dieser Film ein Opfer des Wunschs geworden ist, den Zuschauer zu überraschen, ohne aber den Gedanken zu Ende gebracht zu haben. Ganz zu Schweigen davon, dass es nun wirklich nicht so überraschend war, wie das vielleicht der Plan war.
Im Großen und Ganzen bleibt "Side Effects" leider hinter seinen Möglichkeiten, weil besonders das letzte Drittel nicht so wirklich überzeugen kann. Gut erzählt und gefilmt bleibt er dennoch und die wunderbare Rooney Mara feilt weiter an der guten Meinung, die ich seit "The Girl with the Dragon Tatoo" von ihr habe.

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Marcelinho

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Steven Soderberghs vermeintlich letzter Kinofilm ist wirklich ein rundum gelungenes Psycho-Thriller-Schmankerl. Die Story ist gut durchdacht und schlägt gerade gegen Ende einige unerwartete Harken, die die Spannung immer wieder steigen lassen. Die Optik des Films ist sehr stilvoll und absolut passend, ein typischer Soderbergh eben. Zu guter Letzt noch ein Wort zu den Darstellern: Channing Tatum hat mich in seiner kleinen aber feinen Rolle wirklich überzeugt und ich hoffe dass es dann doch nicht seine letzte Zusammenarbeit mit Soderbergh ist, denn in dessen Filmen glänzt er schon ordentlich und hat sich bei mir auch in erster Linie dadurch einen gewissen Respekt als Darsteller verschafft. Catherine Zeta-Jones zu Anfang recht kleiner Part wächst sich im Verlaufe des Films zu einer Schlüsselrolle aus, die sie toll meistert. Highlight des Films sind Rooney Mara und Jude Law die ihre Rollen großartig verkörpern und im wesentlichen dazu beitragen, dass der Film seine Wirkung nicht verfehlt.

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