Traffic - Macht des Kartells

Traffic (2000), DE/US Laufzeit 147 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 19.06.2008

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7.2
Kritiker
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7.3
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57 Kommentare
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von Steven Soderbergh, mit Michael Douglas und Don Cheadle

‘Traffic’ beschäftigt sich mit der Drogenkriminalität in den USA und beleuchtet das Thema dabei von mehreren Seiten.

Im Mittelpunkt steht der Richter Robert Lewis, dessen Tochter herion- und cracksüchtig ist. Die heile Welt der bildschönen High-Society-Ehefrau Helena (Catherine Zeta-Jones) fällt zusammen wie ein Kartenhaus, als ihr Mann Carlos verhaftet und als Drogenbaron angeklagt wird. Beschattet von zwei Cops, beraten von dem halbseidenen Anwalt Metzger (Dennis Quaid) und unter Druck gesetzt von den mexikanischen Geschäftspartnern ihres Mannes, fällt Helena eine folgenschwere Entscheidung. In Washington wir der Supreme-Court-Richter Wakefield (Michael Douglas) zum neuen obersten Drogenfahnder der USA auserkoren. Kompromisslos und entschlossen will Wakefield den Krieg gegen die Drogen führen. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet seine Tochter Caroline (Erika Christensen) längst selbst abhängig ist und dem Abgrund Stück um Stück näher rückt.

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Regie
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Kritiken (1) — Film: Traffic - Macht des Kartells

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10.0Lieblingsfilm

Mit «Traffic» übertraf sich Soderbergh, der zuvor schon mit «Out of Sight» und «The Limey» überragende Werke ablieferte, noch einmal selbst. Damit der Film auch komplett seinen Vorstellungen entsprach, übernahm er auch gleich die Kameraarbeit. Die verschiedenen Schauplätze tauchte er in verschiedene Farben und fing das Geschehen in pseudo-dokumentarischen Aufnahmen ein.

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Kommentare (56) — Film: Traffic - Macht des Kartells


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Andy Dufresne

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Bewertung10.0Herausragend

10 Punkte für "Traffic - Die Macht des Kartells".

Das ist sehr, sehr viel, aber nach langem überlegen konnte ich einfach nicht weniger Punkte vergeben.
Spontan dachte ich 8,5 , höchstens 9 aber das wäre einfach nicht fair der Leistung dieses Filmes gegenüber.
Ich liebe diesen Film nicht, er gehört auch nicht zu meinen „Besten Filmen aller Zeiten“.

Aber wie ein (guter, auf Ausgleich bedachter, fairer) Lehrer einem Schüler, auch wenn er nicht zu seinen Lieblingen gehört, ja (gerade!) wenn er ihn nicht mal besonders leiden kann, eine 1,0 für einen perfekten Aufsatz geben muss, so muss ich dies auch tun und Traffic für seine Gesamtheit mit 10 Punkten adeln.

Ich denke "Traffic“ ist einfach makellos in allen Belangen.

Die Geschichte die dieser Film erzählt ist soziologisch, ethisch sowie moralisch äußerst wichtig und höchst relevant und dazu ist sie einfach absolut höchstspannend erzählt.

Sie enthält sehr viele kleine und große Handlungsstränge, die sie entweder zu Ende erzählt, oder (kon)genial im sehr komplexen Großen und Ganzen aufgehen oder einfließen lässt.

Wie der Film es schafft die verschiedenen Ebenen parallel und trotzdem verbindend, sowie immer differenziert zu verweben, zeugt vom riesigen Talent des Drehbuchschreibers (Stephen Gaghan) und vom großen Können des Regisseurs in der filmischen und dramaturgischen Umsetzung.

Steven Soderbergh bekam völlig zurecht den Regie-Oscar für "Traffic", für den mit Abstand besten Film den er bis jetzt gemacht hat.

Die Kameraführung, mit ihrer farblichen Differenzierung und ihrer realistischen, dokumentarisch angehauchten optischen Umsetzung, ist herausragend und für das Thema perfekt passend umgesetzt.

Der komplette Cast ist einfach grandios, hier gibt es meiner Meinung nicht eine einzige Schwäche oder gar Fehlbesetzung.

Michael Douglas liefert, wie gewohnt, genau das was man von ihm einfordert, Topher Grace ist genau der Richtige als elitäres, kultiviertes kleines Arschloch, Tomas Milian als politischer, hinterhältiger und sadistischer General Salazar ist so glaubhaft das mir der Gedanke kam das er sicher zuhause in seinem Keller Konterrevolutionäre zum Spaß quält und misshandelt…

Dennis Quaid als Anwalt, offiziell Freund der Familie, inoffiziell Ratte mit Führungsanspruch, hat für mich hier eine seiner besten Rollen überhaupt gespielt.
Auch Catherine Zeta-Jones, Luiz Guzman, Erika Christensen (in ihrer wohl besten Rolle), Miguel Ferrer und das ganze restliche Ensemble überzeugen auf ganzer Linie.

Einer spielt sie allerdings alle an die Wand:
Der unvergleichliche und einzigartige Benicio Del Toro.

In "Traffic“ spielt er nicht den aufrichtigen, mit allen Wassern gewaschenen Polizisten Javier Rodriguez, er IST Javier Rodriguez.
Mit der verdienteste Oscar der je vergeben wurde.

Als er am Ende mit melancholischer Mimik den Kindern beim Baseball zuschaut, den Kindern denen er das Licht brachte, den Kindern denen (den meisten) er in Zukunft sicher beruflich wieder begegnen wird, ganz einfach weil dies der Lauf der Dinge ist, da schließt sich der (böse aber wahre) Kreis...

So sind die Dinge und der Lauf des Lebens:
Nichts und Niemand hält diese Dinge auf, solange es aber Menschen wie Rodriguez gibt, die es wenigstens versuchen, solange gibt es die Ahnung eines anderen Weges und für manche der Kinder eine Möglichkeit auf und für eine bessere Zukunft.

Für mich mit das beste, passendste, realistischste, grausamste und doch hoffnungsvollste Ende aller Filme die ich kenne.

"Nobody get´s away clean“
und das würde ich auch nicht, hätte ich mich nicht dazu durchgerungen diesem Film 10 Punkte zu geben…

bedenklich? 33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Andy Dufresne

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Klingt auf jeden Fall sehr interessant, ist im Hinterkopf vorgemerkt :)


Martin Oberndorf

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Ich finde es schwer, eine nicht subjektive Bewertung abzugeben. Aber Gott sei Dank habe ich eh bei weitem mehr gute als schlechte Filme gesehen.


supersizefilms

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da man doch immer mit dem positiven anfangen soll, mach ich das jetzt auch mal sorum.
Was mir auf jeden Fall sehr gut gefallen hat war das Drehbuch (wofür es ja auch verdient den Oscar gab). Ordentlich geschrieben und von der Handlung fühlte es sich zum Schluss an als ob alles sauber abgeschlossen war. Auch einige Schauspieler (wie Benicio del Toro) überzeugten sehr!
Wie es bei Gangster/Cop-Thrillern meistens so ist, handelte es sich hier natürlich um mehrere Storyfäden, nebeneinander-verlaufend, die am Ende mehr oder weniger zu einem dicken Storyschal zusammenführten.
Dabei fühlte ich nirgendwo den Drang etwas noch länger gesehen haben zu wollen, wie schon bei der Story erwähnt war alles gut abgeschlossen (was nach 140 Minuten ja auch eigentlich passieren sollte).
Was mich von Anfang an leider genervt hat, waren die übertriebenen Farbkorrekturen die zwar sofort gezeigt haben in welchem Milieu und in was für einer Sphäre man sich grad befindet, aber die das Bild zu sehr beeinflusst haben, so dass das dadurch die Wirkung verlor und es nur noch zu surreal rüberkam, was bei dem Stoff bestimmt nicht beabsichtigt war...
Musikalisch finde ich hätte man das ganze (generell) emotionaler untermalen können und auch die Charaktere wirkten an manchen Stellen irgendwie "langweilig/normal".
Auch wenn das alles sehr ordentlich und gut geschnitten war (um zum Abschluss nochmal was gutes zu erwähnen), war ich bei dem Filmtitel und was man sich bei den Kritiken so über den Film erzählt/erhofft, schon leicht enttäuscht..

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8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Das geniale an diesem Film ist nicht nur die äußerst komplexe, prall gefüllte Handlungsstruktur, sondern die wirklich allumfassende Vielfalt aller beteiligten Personengruppen des Drogengeschäfts: Dealer, Konsumenten, und Fahnder, korrupte und gesetzestreue Cops, Angehörige, Ehefrauen, Liebhaber etc. Was aber noch hinzukommt, sind die an sich von Haus aus gegensätzlichen Ausgangspositionen durch persönliche Verbindungen. (Damit meine ich nicht das Ehepaar Douglas/Zeta-Jones, das hier an gegnerischen Fronten kämpft!) Hier ragt besonders das Vater-Tochter Verhältnis heraus. Michael Douglas als oberster Drogenfahnder und seine Tochter Erika Christensen als Junkie. Die Handlung geht bis zum Strafprozess mit Kronzeugen, Spionen und Attentaten. Freundschaften werden negiert, Ehegrenzen überschritten. Die Regierung verbündet sich mit den Falschen, ein Drogenkartell zerschlägt ein anderes.
Die Bemühungen und Rechtfertigungen der Eltern kommen überzeugend rüber. Daneben beeindruckt ein Dialog unter Drogeneinfluss. Abgebrochene Sätze und Wortfetzen lassen ein sinnvolles Gespräch nicht mehr zu. Aber auch das fatale Ende wird nicht verheimlicht. Nur zum Schluss übertreibt es Soderbergh mit dem pädagogischen Impetus etwas. Wer hätte schon nach Stuhlkreis und öffentlicher Distanzierung etwas anderes erwartet als ‘Schöne Heile Welt‘? Aber sonst, außerordentliche Spitzenklasse! Nicht zuletzt auch wegen dem unvergleichlichen Benicio Del Toro.

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Cellmorbasg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der zurückhaltende dokumentarische Charakter vieler Szenen wird gebrochen durch die Einfärbung nach bestimmten Handlungsorten. Zusammen ergibt das eine gewisse Distanz zum Geschehen die wiederum durch interessante Handlungsstränge aufgefangen wird, die sehr gut miteinander verknüpft sind und einen erschreckenden Einblick in die Abgründe der Menschen geben. Doch es gibt auch die charakterstarke Figuren, die sich nicht einschüchtern lassen und weiter gegen den Sumpf aus Drogen und Verbrechen kämpfen.

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FumerTue

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ganz ohne Partei zu ergreifen oder irgendeinen Zeigefinger zu erheben, konfrontiert "Traffic" uns mit der Ohnmacht im sogenannten "Krieg gegen die Drogen" in Nordamerika, der praktisch nicht gewonnen werden kann.
Das hervorragende Drehbuch von Stephen Gaghan hat Steven Sonderberg atemberaubend und interessant mit hochkarätigen Schauspielern (Catherine Zeta-Jones, Michael Douglas, Benicio del Toro, u.a.) umgesetzt.
Wir sehen, dass der Kampf gegen die Drogen praktisch ungewinnbar ist, dass die DEA, wenn sie eine Drogen-Mafia (man sollte das Kind beim Namen nennen) ausschaltet, damit lediglich der anderen hilft.
Denn, wer Drogen nehmen möchte, der kommt an Drogen - egal, wo auf der Welt. ("Es ist für einen Jugendlichen leichter, an Drogen zu kommen, als an Alkohol.")
Voraussetzung ist natürlich genügend Geld. An das gelangt die sechzehnjährige Tochter des neuen Drogenbeauftragten der US-Regierung, die allmählich in den Drogensumpf gerät, durch Prostitution. Ihr Vater Robert Wakefield (Michael Douglas) beginnt mehr und mehr an der Nachhaltigkeit und dem Sinn seines Postens zu zweifeln, seine Berater wollen die Drogenvorfälle seiner Tochter geheim halten und zu gegebener Zeit als "Beweis seiner Qualifikation" ausgeben.
Gleichzeitig erleben wir zwei mexikanische Bullen, die mehr und mehr begreifen, dass sie nur durch Korruption weiterkommen können. ("In Mexico, law enforcement is an entrepreneurial activity." - In Mexiko ist Gesetze Hüten ein Geschäftszweig.)
Durch den Film hindurch wird auch gerne die Vorstadt-bürgerliche Schein-Moral entlarvt. Während bereits Marihuana wie eine tödliche Droge behandelt wird, sehen wir den unreflektierten Umgang mit Alkohol - der ist ja legal und gesellschaftlich anerkannt...
Gleichzeitig wird aber auch immer vor Drogenkonsum gewarnt.
Sonderberghs Regie ist lobenswert, die Kameraeinstellungen, das Spiel mit den Farben, gefallen mir. Auch der Score ist lobenswert, denn es wird nur in wenigen Szenen auf Musik zurückgegriffen, aber wenn, dann vollkommen passend und in ausgezeichneter Manier.

Ähnlich wie die vergleichbare (aber noch intensivere) TV-Serie "Breaking Bad", regt "Traffic" zum Nachdenken an, am Ende bleibt es aber uns überlassen, wie wir zu der Sache stehen.
Meiner Meinung nach fordert ein Krieg gegen die Drogen viele (auch "unschuldige" bzw. unbeteiligte) Opfer. Eine Legalisierung von Drogen fordert womöglich mehr Drogentote, aber diese sind immerhin "selber schuld" und würden auch unter illegalen Umständen an ihren Stoff kommen. Man erinnere sich auch an die zahlreichen Komasäufer, die ganz legal Tag für Tag den Tod durch legale Drogen erleiden. Lieber sollte man das Geld, das in die Sysiphos-Arbeit der Drogenbekämpfung gesteckt wird in Drogenaufklärung stecken. Lieber sollte man Kokain legalisieren, und den Schülern im Unterricht beibringen, wie sie - für den Fall, dass sie es wirklich wollen, wovon dringend abzuraten ist - damit umzugehen haben, worauf sie achten sollten, damit sie - wenn sie schon so ne Scheiße machen - wenigstens keine zu große Scheiße machen. Lieber sollte man "Requiem for a Dream" nicht erst ab 16 freigeben, wo es für die meisten wenn, dann eh schon zu spät ist. Totschlagargument bleibt für mich die Volksdroge Alkohol. Da wirkt auf mich das Argument, ein Volk unter Drogen habe keinen Bestand, albern, da jeder Mensch in der westlichen Welt sich ganz legal zum Alkoholiker machen kann. Gerade im "Land der grenzenlosen Freiheit" sollte man sich auch für die Zerstörung des eigenen Körpers jenseits von Alkohol entscheiden können.

"All over this great nation of ours, 'hundred thousand of white people from the suburbs are cruisin' around downtown asking every black person they see 'You got any drugs? You know where I can score some drugs?' Think about the effect that that has on the psyche of a black person, on their possibilities. I... God I guarantee you bring a hundred thousand black people into your neighborhood, into fuckin' Indian Hills, and they're asking every white person they see 'You got any drugs? You know where I can score some drugs?', within a day everyone would be selling. Your friends. Their kids. Here's why: it's an unbeatable market force man. It's a three-hundred percent markup value. You can go out on the street and make five-hundred dollars in two hours, come back and do whatever you want to do with the rest of your day and, I'm sorry, you're telling me that... you're telling me that white people would still be going to law school?"

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Detherion

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Tolle Rezension! Du hast den Film verstanden :)


FumerTue

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Danke! =)


vanilla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Drogen sind allgegenwärtig und betreffen alle Menschen, sowohl die Reichen als auch die Armen, sowohl die Familien als auch die Alleinstehenden, sowohl in Amerika als auch in den kleinsten Dörfern dieser Welt.
Optisch ist dieser Film ein Kracher, durch die verschiedenen Gelb/Blau/Rot/Grün- Töne, weiss man wo man sich im Film gerade befindet, einfach eine super Idee. Aber auch die unzähligen super Schauspieler und die interessanten Handlungen, die am Ende wieder zu einander finden, einfach grandios.
Ab und zu etwas ermüdend, teils durch die Länge des Films, teils durch die zahlreichen Debatten. Im Großen und Ganzen einer der besten Filme über Drogen die es gibt und auf jeden Fall sehenswert.

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CJ1203

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Bewertung10.0Herausragend

Soderbergh verschreibt sich hier einem Thema in all seiner Differenziertheit. Das verlangt nicht nur Respekt, sondern auch Dankbarkeit, denn mit "Traffic" gelingt ihm authentisches Episodenkino, das aufgrund der geschickten Erzählweise - optisch wie inhaltlich - und der gelungenen Schauspielerleistung zu verpassen schade wäre.

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lassiesinger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein sehr stimmiger, spannender und atmosphärisch dichter Film.

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chitypo

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Bewertung6.5Ganz gut

Gut gespielt. Thema 'Drogenkriminalität' eher unterressant.

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A-Wax

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Bewertung9.5Herausragend

Überragendes Erzählkino vom damaligen Regie-Wunderkind Steven Soderbergh.

Dem vielschichtigen Drama gelingt es scheinbar mühelos anfänglich scheinbar lose Handlungsfäden immer weiter zu verdichten und am Ende zusammenzuführen. Das Staraufgebot hält in diesem Film glücklicherweise was die großen Namen versprechen. Vor allem Michael Douglas, Benico del Toro und Don Cheadle stechen für mich heraus.

Wem dieser Film zu sperrig und zu "langweilig" ist, sollte sich vielleicht auf einfachere Formate beschränken.

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based_god

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Bewertung5.0Geht so

Eine Enttäuschung (Mit kleinen Spoilern ohne Einfluss auf allfällige Spannung)

Die Handlung ist schwer zusammen zu fassen. Hier ein kleiner Überblick über die Charaktere:
Robert Wakefield (Michael Douglas), zukünftiger Stabschef der nationalen Drogenbekämpfungsbehörde, steckt nicht nur im politischen Kampf gegen Drogen sondern auch im privaten. Seine Tochter (Erika Christensen) haut sich nämlich ziemlich alles rein was Montel Gordon und Ray Castro, die auch für einige Lacher sorgen, haben Ayalas im Visier, ein hohes Drogendealer-Tier. Ayalas Frau wusste nie vom Tun ihres Mannes und sinkt selber immer weiter in den Drogensumpf. Bleibt noch der Handlungsstrang in Mexiko, wo der Polizist Javier Rodríguez (genial: Benicio Del Toro) gegen die Drogenmaffia kämpft, jedoch bald schon bemerkt, dass er zu "Don Quijote dem Zweiten" wird. Die Handlungsstränge haben alle mit dem Thema Drogen zu tun, überknüpfen sich aber nur selten.

Eigentlich sind das die perfekten Voraussetzungen für einen superspannenden Film, und handwerklich ist er auch top gemacht. Das Spiel mit den Farben ist sehr schön umgesetzt und der Handlungsstrang in Mexiko ist spannungsmässig kaum zu überbieten. Schade ist, dass dieser halt immer durch die anderen Geschichten unterbrochen wird, die aber ein grosses Problem haben: Die Glaubwürdigkeit! Geruchloses Kokain in Form von Kinderpuppen? Die Politiker-Tochter, die aus Langeweile Drogen nimmt wirkt nicht gerade Glaubwürdig, auch ihre Freunde agieren selten dämlich und der Vater will UND KANN einfach mal alle seine politischen Pflichten liegen lassen um sich um sie zu kümmern und wird dabei zum mehr oder weniger klassischen Rächer (serious??). Dann Helena, die Drogenticker-Frau, die von der Ahnungslosen zur eiskalten Mörderin wird. Einerseits mache ich hier Vorwürfe an die Drehbuchschreiber, die diese Entwicklung stärker hätten thematisieren können aber auch an Catherine Zeta-Jones, die irgendwie peinlich agiert. Und dann hat mich die andauernde belehrende Absicht von Soderbergh gestresst. Er hat es sich mit seiner "Drogen sind böse"-Parole deutlich zu einfach gemacht.

Da wäre mehr drin gewesen. Klar aber auch, dass so ein Film mit Oscars überschüttet wird, wobei der Nebendarsteller-Oscar für Del Toro durchaus in Ordnung geht.

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aberaber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zurecht mit vier Oscars versehener Film. Großartig inszeniert und gespielt.

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Weltensegler

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Bewertung6.5Ganz gut

„It’s big dollar issues now. That’s why a lot of murders take place. One organization is fighting another. When things are good, they don’t kill each other. But when they’re losing dope and they’re losing drivers and guys are going to jail, people start killing each other.”

Traffic bemüht sich sicher redlich die verschiedenen Spielfiguren im Drogenkampf zu zeigen, wie das so ist kam ob der vielen Puzzleteile jeder Charakter nur wenig zur Geltung – für mich ein Fall von zu viel ist zu wenig. Interessant war es durchaus, besonders spannend aber nicht, letztendlich gibt es auch im Film keine Lösung für das Drogenproblem. Zumindest wurde dies auch erklärt, Zitat oben oder wie dem Cop erklärt wurde, sein anonymer Hinweis wäre von der Drogen-Konkurrenz gewesen, er würde auch so gut wie nichts bewegen und indirekt für die Bösen arbeiten. Mir fehlte trotz Staraufgebot an jeder Ecke der emotionale Zugang, wirkte alles eher nur an der Oberfläche angeschnitten und nicht mehr, wirklich viel tat sich auch nicht, jede Teilgeschichte war recht kurz und man merkte wie versuchte wurde ja keine Grenzen zu überschreiten und unter die Haut zu gehen und in Sachen Verständlichkeit frage ich mich ganz ehrlich, ob sich der werte Herr Soderbergh nicht selber überschätz:

He wanted to have different looks for each story because the audience had to keep track of many characters and absorb a lot of information and he did not want them to have to figure out which story they were watching.

Bitte, sind wir hier bei The Wire oder was? Gutes Stichwort, HBO könnte über dieses Thema echt mal eine Serie machen, da sähe ich mega viel Potenzial. Ansonsten ist IMHO so ein großer Stoff nur bedingt Material für einen 2 Stunden Film. Oscars kriegt so ein Film natürlich nachgeworfen (Del Toro, für was genau?), weil er ein gutes Thema Zuschauerfreundlich verarbeitet und sogar mit einem Art Happy End aufwartet.

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Raymon

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film, der einen zum nachdenken bewegt, ist grundsätzlich ein guter Film.
"Traffic" nimmt sich dem Thema "Krieg gegen die Drogen" an und legt durch verschiedene Erzählstränge dar, wie dieser von amerikanischer und mexikanischer Seite geführt wird und was dies für das Leben der Beteiligten bedeutet. Dabei gelingt es Soderbergh, die Komplexität des Problems dem Zuschauer begreiflich zu machen. Dabei ist er niemals moralisierend und er drückt auch keine Meinung aus. Er zeigt, in einem sehr dokumentarisch gehaltenen Stil, die unterschiedlichen Seiten, legt unterschiedliche Argumente dar und beobachtet. Der Zuschauer soll sich seine eigene Meinung bilden. Fast vollständig mit Handkamera gedreht, wird der Zuschauer so zum Beobachter der geschilderten Situationen. Dass Soderbergh gleichzeitig eine gute Geschichte erzählt und der Zuschauer den Überblick über die Erzählstränge nicht verliert, spricht für die Qualität des Drehbuchs. Um diesen zu vermitteln hat "Traffic" eines der besten "casts", die ich jemals gesehen habe. Doch verlässt sich das Drehbuch zu sehr auf ihr Können, Emotionen zu vermitteln.
Das ist der Nachteil des dokumentarischen Stils. Man ist externer Beobachter, verbündet mit der Situation, die man beobachtet, aber nicht direkt mit den Charakteren. Auch überraschen die Wendungen, welche die Geschichten nehmen, nicht im geringsten. Vieles hat man in Hunderten Kriminalfilmen schon gesehen.
Dadurch fesselt der Film nicht. Die Szenen, in denen "der Funke rüberspringt", gehören deswegen Benicio del Toro und Don Cheadle, die eine grandiose Vorstellung abliefern. Sie sind die einzigen, die es schaffen, Kontakt mit dem Zuchaer zu knüpfen. Catherine Zeta-Jones bleibt dagegen blass, Michael Douglas ist v.a. für die Darstellung der faktischen Hintergründe des Drogenkriegs zuständig.
Dennoch ist der Film absolut sehenswert. Er ist sehr bedrückend und schildert in aller Breite die Konsequenzen des sicherheitsstaatlichen Lösungsansatzes ggü. dem "Problem" Drogen. Ein wichtiger Film zu einem weiterhin hochaktuellen Thema.

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snour

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich vergebe 7,5 Punkte nur wegen des Drehbuchs und wegen der Machart des Films. Aber ich kaufe den Schauspielern ihre Rollen nicht ab. Besonders catherine zeta jones und die Drogensüchtige Tochter, weil sie es einfach nicht schaffen überzeugend genug zu spielen. Auch meistens ein guter dennis quaid schafft es nicht mit Überzeugung zu spielen.
Einzige Lichtblicke sind Michael Douglas (obwohl ich noch mehr erwartet hätte) und Benicio del Toro.
Eigentlich hätte ich mir von so ein tollen Drehbuch eine bessere Personen tiefe erwartet, aber die Protagonisten werden meiner Meinung nach zu oberflächlich behandelt und deren Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar.

Es gibt sehr wenige Filme, die es schaffen das Thema Kartell, Drogen und was die US und mexikanische Regierung gegen das Kartell eigentlich unternehmen.

Ich finde die Machart des Film sehr gewöhnungsbedürftig (im positiven Sinne), aber als ich mich dann daran gewöhnte, fand ich es sehr interessant wie Steven Soderbergh mit blau und gelb tönen spielt.

Fazit tolle Geschichte, tolle Kamera arbeit mit "berühmten" (aber nicht immer überzeugenden) Schauspielern.

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Emzed

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Bewertung7.0Sehenswert

Traffic beleuchtet die vielschichtigen Probleme des Drogenschmuggels und bedient sich dazu einiger lose verbundener Schicksale. Richter Wakefield wird zum obersten US-Drogenfahnder ernannt und findet zeitgleich heraus, dass seine Tochter harte Drogen konsumiert. Die schwangere Helena Ayala fällt aus allen Wolken, als ihr Mann als vermeintlicher Drogenbaron verhaftet wird und ihr so perfektes Leben zu zerbrechen droht. Javier Rodriguez und sein Partner Manolo, Polizisten aus der mexikanischen Grenzstadt Tijuana, geraten zwischen die Fronten konkurrierender Drogen-Kartelle.
Gute Schauspielleistungen - Benicio del Toro und Michael Douglas ragen heraus, Catherine Zeta-Jones ist im Gegenzug eher weniger überzeugend - sowie gekonnter Einsatz von Kamera, Schnitt und Musik werden leider dadurch gestört, dass die Handlung der einzelnen Erzählstränge etwas zu kurz kommt und vor allem echte Überraschungen vermissen lässt. Der Funke wollte bei mir einfach nicht überspringen, zu oft werden da Klischees bedient. Allerdings muss man dem Film zugute halten, dass er dem Zuschauer Spielraum lässt, sich eine eigene Meinung zu bilden, denn alle Charaktere durchleben Licht und Schatten, sind gezwungen, unangenehme Entscheidungen zu treffen und ihre Überzeugungen infrage zu stellen.

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Streugut91

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr facettenreich und emotional, der Film zeigt die ganzen hässlichen Gesichter von Drogen.

Benicio Del Toro spielt überragend, sein vielleicht bester Film.
Catherine Zeta-Jones dagegen extrem schwach, fast talentfrei.

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Nayuma

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein wirklich facettenreicher Film, der die ganze Zeit die negative Seite von Drogen von allen Seiten beleuchtet wird und das Trinken von Alkohol stændig toloriert wird.... ;)

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Philisiphie

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Plot ist ganz ok. Hätte ich mehr erwartet. Die Message allerdings überzeugt!

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Digit

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn einige Leute sagen, er hat Längen kann ich das verstehen, aber für mich einer der ganz großen Filme, seh ich immer wieder gerne!

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