Traffic - Die Macht des Kartells
Traffic (2000), US/DE Laufzeit 147 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 19.06.2008
44 Bewertungen
Skala 0 bis 10
4740 Bewertungen
47 Kommentare
Keine ?
von Steven Soderbergh, mit Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones
“Traffic” beschäftigt sich mit der Drogenkriminalität in den USA und beleuchtet das Thema dabei von mehreren Seiten. Im Mittelpunkt steht der Richter Robert Lewis, dessen Tochter herion- und cracksüchtig ist. Die heile Welt der bildschönen High-Society-Ehefrau Helena fällt zusammen wie ein Kartenhaus, als ihr Mann Carlos verhaftet und als Drogenbaron angeklagt wird. Beschattet von zwei Cops, beraten von dem halbseidenen Anwalt Metzger und unter Druck gesetzt von den mexikanischen Geschäftspartnern ihres Mannes, fällt Helena eine folgenschwere Entscheidung. In Washington wir der Supreme-Court-Richter Wakefield zum neuen obersten Drogenfahnder der USA auserkoren. Kompromisslos und entschlossen will Wakefield den Krieg gegen die Drogen führen. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet seine Tochter Caroline längst selbst abhängig ist und dem Abgrund Stück um Stück näher rückt.
Handlung
Die Grenze zwischen den USA und Mexiko: Polizisten auf beiden Seiten versuchen, den immer mehr ausufernden Schmuggel von Kokain zu verhindern.
Auf amerikanischer Seite wird Richter Robert Wakefield zum obersten Drogenfander ernannt.Er soll die Zusammenarbeit mit den Mexikanernerbessern.
Kurz bevor Wakefield sein neues Amt antritt, findet er heraus, dass auch seine Tochter Probleme mit Kokain hatt.
Auszeichnungen
2001
Oscar für die beste Regie an Steven Soderbergh
Oscar für den besten Nebendarsteller an Benicio Del Toro
Oscar für das beste adapierte Drehbuch an Stephen Gaghan
Oscar für den besten Filmschnitt an Stephen Mirrione
Cast & Crew
-
Steven Soderbergh
-
Michael Douglas
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Robert Hudson Wakefield
-
Catherine Zeta-Jones
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Helena Ayala
-
Benicio del Toro
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Javier Rodriguez Rodriguez
-
Benjamin Bratt
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Juan Obregon
-
Albert Finney
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Stabschef
-
Salma Hayek
Regie
Schauspieler
-
Amy Irving
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Barbara Wakefield
-
Dennis Quaid
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Arnie Metzger
-
Clifton Collins Jr.
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Francisco Flores
-
Don Cheadle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Montel Gordon
-
Peter Riegert
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Michael Adler
-
Elaine Kagan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Richterin Evelyn Reed
-
John Slattery
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dan Collier
-
Yul Vazquez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tigrillo
-
Jack Conley
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Hughes
-
Eddie Velez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Agent Johnson
-
Jsu Garcia
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Pablo Obregón
-
Luis Guzmán
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ray Castro
-
Steven Bauer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Carlos Ayala
-
James Brolin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) General Landry
-
D.W. Moffett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jeff Sheridan
-
Stacey Travis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Helenas Freundin
-
Alec Roberts
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) David Ayala
-
Erika Christensen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Caroline Wakefield
-
Topher Grace
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Seth Abrahms
-
Majandra Delfino
-
Miguel Ferrer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Eduardo Ruiz
-
Michael O'Neill
-
Emilio Rivera
-
Tomas Milian
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) General Arturo Salazar
-
Jacob Vargas
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Manolo Sanchez
-
Rena Sofer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Helenas Freundin
-
David Jensen
-
James Pickens Jr.
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Staatsanwalt Ben Williams
-
Simon Moore
-
Stephen Gaghan
- Genre
- Thriller, Kriminalfilm, Drama
- Zeit
- 2000er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Cincinnati, Kalifornien, Mexiko, Ohio, San Diego, Tijuana, Vereinigte Staaten von Amerika, Vorstadt, Wüste
- Handlung
- Abhängig, Agent, Autobombe, Autodiebstahl, Bedrohung, Beschattung, Brause, Drogen, Drogenboss, Drogendealer, Drogenhandel, Drogenkrieg, Drogenkurier, Drogenschmuggel, Drogensucht, Entführung, Explosion, Flucht, Folter, Freundschaft, Frühstück, Gerichtssaal, Golf, Grab, Grenze USA-Mexiko, Handschellen, Helikopter, Informant, Jugendlicher, Kartell, Klassenzimmer, Kokain, Korruption, Kultfilm, Lebensmittelvergiftung, Mercedes Benz, Mord, Nachtklub für Schwule, Organisierte Kriminalität, Oscargewinner, Politik, Polizei, Polizeieinsatz, Pressekonferenz, Prostitution, Rehabilitation, Richter, Scharfschütze, Schuss, Schwangerschaft, Schönheitsoperation, Sucht, Tod eines Freundes, Treffen, Vater-Tochter-Beziehung, Vergiftung, Witz, Zeuge, Überdosis, Überwachung
- Stimmung
- Ernst, Geistreich, Hart, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Traffic - Die Macht des Kartells
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Trailer zum Film Traffic - Die Macht des Kartells
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Kritiken (1) — Film: Traffic - Die Macht des Kartells
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenMit «Traffic» übertraf sich Soderbergh, der zuvor schon mit «Out of Sight» und «The Limey» überragende Werke ablieferte, noch einmal selbst. Damit der Film auch komplett seinen Vorstellungen entsprach, übernahm er auch gleich die Kameraarbeit. Die verschiedenen Schauplätze tauchte er in verschiedene Farben und fing das Geschehen in pseudo-dokumentarischen Aufnahmen ein.
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Kommentare (46) — Film: Traffic - Die Macht des Kartells
Kommentar schreibenRaymon 2012/02/08 15:39:59
Kommentar löschenEin Film, der einen zum nachdenken bewegt, ist grundsätzlich ein guter Film.
"Traffic" nimmt sich dem Thema "Krieg gegen die Drogen" an und legt durch verschiedene Erzählstränge dar, wie dieser von amerikanischer und mexikanischer Seite geführt wird und was dies für das Leben der Beteiligten bedeutet. Dabei gelingt es Soderbergh, die Komplexität des Problems dem Zuschauer begreiflich zu machen. Dabei ist er niemals moralisierend und er drückt auch keine Meinung aus. Er zeigt, in einem sehr dokumentarisch gehaltenen Stil, die unterschiedlichen Seiten, legt unterschiedliche Argumente dar und beobachtet. Der Zuschauer soll sich seine eigene Meinung bilden. Fast vollständig mit Handkamera gedreht, wird der Zuschauer so zum Beobachter der geschilderten Situationen. Dass Soderbergh gleichzeitig eine gute Geschichte erzählt und der Zuschauer den Überblick über die Erzählstränge nicht verliert, spricht für die Qualität des Drehbuchs. Um diesen zu vermitteln hat "Traffic" eines der besten "casts", die ich jemals gesehen habe. Doch verlässt sich das Drehbuch zu sehr auf ihr Können, Emotionen zu vermitteln.
Das ist der Nachteil des dokumentarischen Stils. Man ist externer Beobachter, verbündet mit der Situation, die man beobachtet, aber nicht direkt mit den Charakteren. Auch überraschen die Wendungen, welche die Geschichten nehmen, nicht im geringsten. Vieles hat man in Hunderten Kriminalfilmen schon gesehen.
Dadurch fesselt der Film nicht. Die Szenen, in denen "der Funke rüberspringt", gehören deswegen Benicio del Toro und Don Cheadle, die eine grandiose Vorstellung abliefern. Sie sind die einzigen, die es schaffen, Kontakt mit dem Zuchaer zu knüpfen. Catherine Zeta-Jones bleibt dagegen blass, Michael Douglas ist v.a. für die Darstellung der faktischen Hintergründe des Drogenkriegs zuständig.
Dennoch ist der Film absolut sehenswert. Er ist sehr bedrückend und schildert in aller Breite die Konsequenzen des sicherheitsstaatlichen Lösungsansatzes ggü. dem "Problem" Drogen. Ein wichtiger Film zu einem weiterhin hochaktuellen Thema.
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snour 2012/01/21 20:12:55
Kommentar löschenIch vergebe 7,5 Punkte nur wegen des Drehbuchs und wegen der Machart des Films. Aber ich kaufe den Schauspielern ihre Rollen nicht ab. Besonders catherine zeta jones und die Drogensüchtige Tochter, weil sie es einfach nicht schaffen überzeugend genug zu spielen. Auch meistens ein guter dennis quaid schafft es nicht mit Überzeugung zu spielen.
Einzige Lichtblicke sind Michael Douglas (obwohl ich noch mehr erwartet hätte) und Benicio del Toro.
Eigentlich hätte ich mir von so ein tollen Drehbuch eine bessere Personen tiefe erwartet, aber die Protagonisten werden meiner Meinung nach zu oberflächlich behandelt und deren Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar.
Es gibt sehr wenige Filme, die es schaffen das Thema Kartell, Drogen und was die US und mexikanische Regierung gegen das Kartell eigentlich unternehmen.
Ich finde die Machart des Film sehr gewöhnungsbedürftig (im positiven Sinne), aber als ich mich dann daran gewöhnte, fand ich es sehr interessant wie Steven Soderbergh mit blau und gelb tönen spielt.
Fazit tolle Geschichte, tolle Kamera arbeit mit "berühmten" (aber nicht immer überzeugenden) Schauspielern.
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blockbusterandmore 2011/12/25 11:50:35
Kommentar löschen"Die Peitsche des Verbots schafft erst das Zuckerbrot immenser Gewinne. Wirtschaftliche Grundregel."
Steven Soderbergh ist wahrlich mit überdurchschnittlich viel Talent / Potential fürs Filme machen gesegnet und daher des öfteren zu beneiden. Nur leider rief Hollywoods damaliges, gefeiertes Wunderkind ("Sex, Lügen und Video”) bis heute viel zu selten sein gesamtes Potential ab, um sich in der Riege der großen, visionären Regisseure unserer Zeit verewigen zu können. Denn "Oceans eleven” z.B. war im Kern nicht mehr als eine lockere, heitere, spaßige und entspannte Fingerübung für zwischendurch (und "nur” ein Remake von "Franky und seine Spießgesellen), welche trotz ihres Staraufgebots noch massig Luft nach oben besaß, "Erin Brokovich” wurde zu einem immerhin sehr ordentlichen Drama und "Solaris” geriet zu einem total mißglücktem Remake eines Klassikers (und zu recht auch finanziell zu einem Flop). Insgesamt wurde auf der Habenseit also viel zu wenig geboten, damit die Bedürfnisse des Betrachters befriedigt werden konnten. Mit "Traffic - die Macht des Kartells” zeigt Steven Soderbergh jedoch sein wahres Können auf dem Regiestuhl. Vom Betrachter geliebt und von der Kritik als verständlicherweise durchweg positiv erachtet, besitzt "Traffic - die Macht des Kartells” schon so etwas wie eine Ausnahmestellung (nicht nur rein von der Inszenierungsart, sondern auch im Genre) und Kultpotential. "Traffic - die Macht des Kartells darf sich ohne Umwege zu den besten Filmen aller Zeiten zählen.Das liegt zum einen auch daran, das Steven Soderbergh gar nicht erst den Fehler begeht, seine nur indirekt miteinander verwobenen Episoden in "Traffic - die Macht des Kartells” aktiv miteinander zu verschmelzen und so einen überladenen Plot zu generieren. Ebenso beweist Steven Soderbergh Fingerspitzengefühl, wenn er sich nicht als Moralapostel für den Betrachter aufspielt, den erhobenen Zeigefinger gleich erspart, also darauf verzichtet etwaige Antworten zur eigentlichen unlösbaren, gestellten Problematik eines immer wieder in den Blickpunkt rückenden globalen Konflikts bereits vorkaut. Ebenso beweist Steven Soderbergh Fingerspitzengefühl, wenn er sich nicht als Moralapostel für den Betrachter aufspielt, den erhobenen Zeigefinger gleich erspart, also darauf verzichtet etwaige Antworten zur vermeintlich unlösbaren, gestellten Problematik eines immer wieder in den Blickpunkt rückenden globalen Konflikts bereits vorkaut. "Traffic - die Macht des Kartells” schärft auf brillante Art und Weise das Bewußtsein des Betrachters für die hausgemachten Probleme des amerikanischen Kontinents / verschiedener Länder, welche zu einem globalem Schreckensszenario beitragen. Weltweit wird der Drogenanbau z.B. kontrolliert, anstatt das dieser umgehend zerstört wird.
Auch die Amerikaner tolerieren den Drogenanbau und schleusen Drogen immer noch durch die Grenzen durch, weil die eigentlichen wirtschaftlichen Partner wie Mexiko z.B., von diesem Geschäft leben und auf diese Weise die klamme / teilweise marode Staats Kasse auffüllen (oder später Gewinn erwirtschaften).
"Liegt Ihr Hauptaugenmerk auf den beiden Kartellen Juàrez und das der Brüder Obregon ? Werden die beiden als die wichtigsten betrachtet?" - "Sie stellen momentan die gröste Bedrohung dar. Sie bilden den grössten Machtfaktor im Drogenhandel. Sowohl auf mexikanischer Seite, als auch hier." - "Und wie gelangen die Kartelle an die Menge von Insiderwissen, über die sie offendichtlich verfügen?" - "Craig, wollen Sie das beantworten?" - "unbegrenzte Mittel." - "Soll das heissen, dass die selbst mit einem Land unserer Grösse und den Budget, das wir in diese Sache investieren, durchaus mithalten können? Auf dem gleichen Niveau ?" - "Nein. Sie sind uns weit voraus." - "Weit voraus?" - "Mit unserer Budgetsituation sehen wir gegen die blass aus."
uch Banken, Investoren und Privatleute profitieren im nachhinein vom entstehenden Geldfluss. Also wird dieses Geschäft gelassen. Diese Toleranz der amerikanischen Regierung beruht im übrigen auf einer langwierigen Tradition – die Außenpolitik eines Landes ist schon selbst ein Teil des Übels, das man nicht zu kontrollieren vermag.. Schon seit Vietnam ist zu beobachten, das wenn die US-Armee in fremdes Gebiet einmarschierte, ebenfalls wirtschaftlicher Totalschaden übrig blieb. Und was passierte anschließend? Vietnam konzentrierte seine wirtschaftlichen Bemühungen auf den Heroinhandel füllte ebenfalls die Staatskasse wieder auf und baute das Land wieder auf (unter zu Hilfe nahme illegaler Mittel). Man schloss die Augen und tolerierte dies.Selbst in anderen Ländern wie Afghanistan (beim Kampf gegen die Sowjetmächte) war diese Praxis seit je her gut zu beobachten. Wie sollten sich auch Wiederständler ohne das Drogengeschäft selbst finanzieren (mal abgesehen von der Unterstützung / den Eingriff eines Charlie Wilson?) Verbote für den Drogenhandel würden auch in Mexiko und den USA zu mehr Wiederstand und zu einem größerem Anreiz führen, diesen weiter aufblühen zu lassen, weil sich viele wirtschaftliche Instanzen wie auch Privatleute in die Enge getrieben fühlen würden.
Zum anderen erhalten Drogen Einzug, wenn im gesellschaftlichen Hinblick soziale Phänomene wie Gruppenzwang (der Druck, am Drogenkonsum teilzuhaben, um dazu zugehören) und eine unkontrollierbare Dynamik allgegenwärtig sind bzw. Drogen aus einer falschen Erwartungshaltung heraus verharmlost und konsumiert werden. Auf Grund sozialer /familiärer Spannungen, welche durch mangelnde Empathiefähigkeit, fehlendes Vertrauen und mangelnder Einsicht zur Gesprächsbereitschaft (welche der Konfliktbewältigung dient) entstehen, werden gerade die Menschen mit dem Thema Drogen und Drogenkriminalität leicht in Berührung kommen, die den größten Schutz benötigen, weil sie am auf Grund ihres Alters / ihrer fehlenden Reife am angreifbarsten sind. Die Frage die dann übrig bleibt ist: wie soll ein einzelner, moralisch aufrichtiger, aber kurzsichtiger Mensch dieser unlösbaren Problematik Einhalt gebieten, auch wenn diese bereits Einzug in das eigene Privatleben erhalten hat oder man in die Schußlinie verschiedener Interessengruppen gerät? Benicio Del und Toro und Michael Douglas z.B. verkörpern einen glaubhaften Kampf um Moral, Anstand, Integrität, Ideale und gegen die Windmühlen / dagegen, den Wölfen zum Fraß vorgeworfen zu werden/ eine absolute Tragödie. Schauspielerisch wird weit überdurchschnittliches geboten und bekanntermaßen glänzt "Traffic - die Macht des Kartells” mit einer exzellenten bekannten, farblich wechselnden Bildersprache / einem zu Recht preisgekrönten, tollem Schnitt. Am Ende von "Traffic - die Macht des Kartells” nimmt das globale Schreckgespenst "Drogenkriminalität” mit samt seinem kontinentalem / globalem Beziehungsgeflecht die richtige Gestalt an. Zumindest reift im Betrachter am Ende von "Traffic - die Macht des Kartells" die Hoffnung, das die Problematik der Drogenkriminalität durchaus lösbar wäre, wenn man gesellschaftliche Defizite wie Armut, die menschliche Gier nach noch mehr Reichtum und Macht, soziale / familiäre Spannungen, Korruption / Gewalt etc. pp an der Wurzel packen / Stück für Stück beseitigen würde. Die Zukunft liegt daher in den Händen der nachfolgenden Generationen, welche dies bewerkstelligen können. Es bringt nichts, den Versuch zu unternehmen, den Mächtigen wie bestimmten Kartellen den Kopf abzuschlagen. Die eigentliche Problematik ist dadurch nicht gelöst, und die Drogenkrimininalität wird als Begleiterscheinung weiterhin existent sein.
Eine Wertung / abschließende Meinung / entsprechende Gedanken zu dieser Thematik fällt der Betrachter am Ende von "Traffic - die Macht des Kartells" intuitiv / von ganz alleine. Und untermauert wird Soderberghs hoher Anspruch, dem Betrachter eine schwierige Thematik plausibel zu machen, durch den nahezu vollständigen Verzicht auf einen Score sowie durch authentische Dialoge, die sich ab und zu wohltuend von der Original und Synchronsprache Englisch / Deutsch abheben. Schauspielerisch wird weit überdurchschnittliches geboten und bekanntermaßen glänzt "Traffic - die Macht des Kartells” mit einer exzellenten bekannten, farblich wechselnden Bildersprache / einem zu Recht preisgekrönten, tollem Schnitt.
Fazit: "Traffic - die Macht des Kartells” ist gewiß kein Film zum abfeiern, sondern eine zweieinhalbstündige Herausforderung für den Geist / Intellekt / Verstand, welche zudem auch noch viel Sitzfleisch erfordert. Und diese punktet darüber hinaus mit einem einzigartigem Realismusgrad. Einzig und allein ein paar kleine Längen trüben den Filmgenuß hier und da. Und ab und an wird man bis zur Grenze der Konzentrationsfähigkeit gefordert, um Soderberghs Erzählung zu jeder Zeit folgen zu können. Aber mit ein bißchen Übung läßt sich das durchaus bewerkstelligen. "Traffic - die Macht des Kartells” wirkt zu Beginn etwas kopflastig und anstrengend, ist im nachhinein aber lohnenswert. "Traffic - die Macht des Kartells" ist Soderberghs bester Film, der in der entsprechenden Qualität / Konsequenz wohl nicht mehr erreicht werden / aufgegriffen werden kann.
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Emzed 2011/12/04 14:53:28
Kommentar löschenTraffic beleuchtet die vielschichtigen Probleme des Drogenschmuggels und bedient sich dazu einiger lose verbundener Schicksale. Richter Wakefield wird zum obersten US-Drogenfahnder ernannt und findet zeitgleich heraus, dass seine Tochter harte Drogen konsumiert. Die schwangere Helena Ayala fällt aus allen Wolken, als ihr Mann als vermeintlicher Drogenbaron verhaftet wird und ihr so perfektes Leben zu zerbrechen droht. Javier Rodriguez und sein Partner Manolo, Polizisten aus der mexikanischen Grenzstadt Tijuana, geraten zwischen die Fronten konkurrierender Drogen-Kartelle.
Gute Schauspielleistungen - Benicio del Toro und Michael Douglas ragen heraus, Catherine Zeta-Jones ist im Gegenzug eher weniger überzeugend - sowie gekonnter Einsatz von Kamera, Schnitt und Musik werden leider dadurch gestört, dass die Handlung der einzelnen Erzählstränge etwas zu kurz kommt und vor allem echte Überraschungen vermissen lässt. Der Funke wollte bei mir einfach nicht überspringen, zu oft werden da Klischees bedient. Allerdings muss man dem Film zugute halten, dass er dem Zuschauer Spielraum lässt, sich eine eigene Meinung zu bilden, denn alle Charaktere durchleben Licht und Schatten, sind gezwungen, unangenehme Entscheidungen zu treffen und ihre Überzeugungen infrage zu stellen.
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Streugut91 2011/11/30 00:49:24
Kommentar löschenSehr facettenreich und emotional, der Film zeigt die ganzen hässlichen Gesichter von Drogen.
Benicio Del Toro spielt überragend, sein vielleicht bester Film.
Catherine Zeta-Jones dagegen extrem schwach, fast talentfrei.
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Nayuma 2011/11/27 21:25:54
Kommentar löschenEin wirklich facettenreicher Film, der die ganze Zeit die negative Seite von Drogen von allen Seiten beleuchtet wird und das Trinken von Alkohol stændig toloriert wird.... ;)
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Philisiphie 2011/10/29 19:10:22
Kommentar löschenDer Plot ist ganz ok. Hätte ich mehr erwartet. Die Message allerdings überzeugt!
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Digit 2011/10/14 16:26:07
Kommentar löschenWenn einige Leute sagen, er hat Längen kann ich das verstehen, aber für mich einer der ganz großen Filme, seh ich immer wieder gerne!
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WaaayneTrain 2011/08/23 08:55:05
Kommentar löschenSteven Soderberghs "Traffic - Die Macht des Kartells" will dem Zuschauer die Macht der Drogen, das weltweite Drogenproblem vor Augen führen, was ihm hervorragend gelingt. Der Film behält konstant sein überaus hohes und anspruchsvolles Niveau und zeigt den Drogenhandel in und zwischen der USA und Mexiko so realistisch wie noch nie auf. Er handelt von der wohl für ewig stattfindenden Bekämpfung dieses Problems - und dies aus Sicht der Regierung, der Polizei und des Militärs.
Die Schauspieler legen eine Meisterleistung hin, mit Michael Douglas, Benicio Del Toro, Erika Christensen und Topher Grace sind die Rollen wohl perfekt besetzt. Der Film ist teils sehr dialoglastig, was eigentlich kein Nachteil ist. Diese beinhalten sehr intelligente Gespräche und teilweise kann man auch sagen, sie beinhalten Weisheiten, die noch länger beim Zuschauer hängen bleiben.
"Die Peitsche des Verbots schafft erst das Zuckerbrot immenser Gewinne. Wirtschaftliche Grundregel."
Aufgrund der vielen Dialoge, die dann auch kleine Längen mit sich bringen, musste ich mich manchmal zwar zusammenreissen um nicht die Konzentration verlieren, die es für diesen Film braucht. Doch im Grossen und Ganzen ist "Traffic - Die Macht des Kartells " ein dichtes, anspruchsvolles und spannendes Drama, das ein ernstes Problem der Menschen sehr realistisch zeigt.
9.0
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hoffman587 2011/08/22 16:40:57
Kommentar löschenTraffic - Die Macht des Kartells
Drogen regieren die Welt, ob sie es wissen oder nicht, denn mit Drogen macht man Geld, ganz einfach..."Traffic" aus dem Jahre 2000, ist eine wirkliche Überraschung, eine positive Überraschung, wenn man bedenkt wer hier auf dem Regiestuhl saß, denn hier handelt sich um keinen geringeren Regisseur als den Herrn Steven Soderbergh, also das der so was abliefert, so was schafft, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet, wirklich nicht, da er mit ein kraftvolles und authentisches Meisterstück kreiert hat, ich bin begeistert.
Erstmal zur Story, die mit mehreren Handlungssträngen verziert wurden, die sich alle um das Thema Drogen, ihre Käufer und ihre Händler, ihre Gegner handelt, brillant ausgedacht, komplex, authentisch strukturiert und natürlich alles im allem interessant für den Zuschauer: Der Cop Javier Rodriguez erlebt den Drogensumpf in Mexiko hautnahe und am eigenen Leib, währenddessen ermitteln die Fahnder Montel und Ray in den USA gegen einen Dealer, setzen ihn unter Druck. Der Drogenbaron Carlos fliegt auf und dessen Gattin fällt so aus ihrem reichen High-Society-Himmel. Genauso hart ist das Schicksal von dem Drogenbeauftragen der US-Regierung Richter Robert Wakefield, denn seine Tochter ist selbst dem Stoff verfallen.
Und für eine solche Aufgabe hat Soderbergh natürlich auch ein atemberaubendes Ensemble zur Seite gestellt bekommen, die wirklich alle ihre Rolle perfekt übernehmen, besonders loben möchte ich dabei einmal den fantastischen Benicio Del Toro als Cop Javier, der seine Rolle aus seinem vollem Herzen spielt, seine Leistung ist einfach nur WOW(!!!!!) ja das spürt man förmlich, aber auch der großartige Michael Douglas weiß auch hier zu überzeugen als Richter Caulfield und vergessen möchte ich natürlich auch nicht Catherine-Zeta-Jones, Dennis Quaid, Don Cheadle und Albert Finney und so weiter und so weiter, die Besetzung ist eben gigantisch und bevor ich hier noch zehn Seiten über sie schreibe, denn der Film hat ja noch mehr zu bieten, da sage ich einfach mal, genial.
Des weiteren ist auch die Regie wirklich brillant, Soderbergh schafft es alles seinen Geschichten perfekt zu folgen, ohne das sie in gewisser Weise zu schnell abgehandelt werden, intelligent und packend erzählt, auch wenn ich zugeben muss, dass es bei der Laufzeit von knapp 145 Minuten doch kleine bzw. minimale Längen gab, die man aber schnell wieder vergisst.
Und was kann ich zur Kamera sagen, mh, tja schwierig, denn sie filmt das ganze Erlebnis auf eine interessante Art, sie ist eben eine wackelige Kamera, die fast schon dokumentarische Bilder liefert, das wackeln störte mich sogar nicht, ich finde, dass das Ganze so nur noch authentischer wirkt, dokumentarisch fotografiert, außerdem wurden die Bildchen auch mit einer herausstechenden Optik verziert, die irgendwie auf mich intensiv auf mich einwirkten.
Nun gut und die Charaktere wurden herausragend gezeichnet, erstmal da sie glaubwürdig sind, das ist immerhin sehr wichtig und da sie andererseits auch nicht zu kurz zu kommen, sehr gut wurde jeder Charakter beleuchtet.
Und bevor ich hier noch zu lang werde, tja, was kann ich da noch sagen außer, dass ich "Traffic" für einen saustarkes Meisterstück halte, von der Besetzung bis zur Inszenierung, ganz große Klasse.
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Andy Dufresne 2011/08/22 17:04:35
Antwort löschenSo kann man das stehen lassen...;)
hoffman587 2011/08/22 21:24:37
Antwort löschenSchön zu hören:)
Roka586 2011/08/22 01:26:54
Kommentar löschenTraffic stellt die Drogenproblematik facettenreich und äußerst vielschichtig dar. Er veschafft einen Überblick von den Kartellen über die Händler bis zu den Konsumenten, von dem Kampf der Politzisten und Spezialeinheiten bis zu den Verhandlungen vor Gericht. Der Film teilt sich in mehrere Episoden auf und hat dabei weniger unterhaltenden als eher dokumentarischen Charakter.
Unter diesem Gesichtspunkt hätte ich mir von dem Film jedoch noch tiefergehende Einblicke in die Gesamtproblemtaik gewünscht, beispielsweise in die Arbeitsweisen in den Kartellen selbst oder in eine vielschichtigere Zahl von Drogenkonsumenten und -opfern. Den einzelnen Charakteren stehen ihre Rollen zudem teilweise zu stark auf die Stirn geschrieben, sie wirken zu schablonenartig. Sie stehen oft exemplarisch für eine Vielzahl an Personen, die die jeweilige Rolle in der Drogenproblematik einnehmen.
Aufgrund eines solch umfassenden und komplexen Themas ist der Spagat zwischen Unterhaltung und Realitätsnähe bei gut 2 Stunden Spielzeit aber sicherlich schwer zu tätigen. Für noch mehr Realitätsnähe hätte der Film sicherlich länger sein müssen. Umgekehrt hätte mehr Unterhaltung den Film oberflächlicher werden lassen.
Letztlich bieten die einzelnen Episoden sicherlich einen interessanten, authentischen Überblick. Mir hätten etwas differenzierende Rollenbilder und eine Idee tiefergehende Problemdarstellung besser gefallen.
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Andy Dufresne 2011/08/10 14:19:31
Kommentar löschen10 Punkte für "Traffic - Die Macht des Kartells".
Das ist sehr,sehr viel aber nach langem überlegen konnte ich einfach nicht weniger Punkte vergeben.Spontan dachte ich 9,höchstens 9,5 aber das wäre einfach nicht fair der Leistung dieses Filmes gegenüber.Ich liebe diesen Film nicht,er gehört auch nicht zu meinen „Besten Filmen aller Zeiten“.
Aber wie ein (guter,fairer) Lehrer einem Schüler,auch wenn er nicht zu seinen Lieblingen gehört,ja wenn er ihn nicht mal besonders mag,eine 1 für einen perfekten Aufsatz geben muss,so muss ich das auch tun und Traffic für seine Gesamtheit mit 10 Punkten adeln.
Ich denke „Traffic“ ist einfach makellos in allen Belangen.
Die Geschichte die er erzählt ist sowohl soziologisch und moralisch äußerst wichtig und höchst relevant als auch absolut höchstspannend.Sie enthält sehr viele kleine und große Handlungsstränge,die sie entweder zu Ende erzählt oder genial im sehr komplexen Großen und Ganzen aufgehen oder einfließen lässt.
Wie der Film es schafft die verschiedenen Ebenen paralell und trotzdem verbindend sowie immer differenziert zu verweben zeugt vom riesigen Talent des Drehbuchschreibers (Stephen Gaghan) und vom großen Können des Regisseurs in der filmischen Umsetzung.Steven Soderbergh bekam völlig zurecht den Regie-Oscar für "Traffic",den besten Film den er bis jetzt gemacht hat.
Die Kameraführung mit ihrer farblichen Differenzierung und ihrer realistischen, dokumentarisch angehauchten optischen Umsetzung ist herausragend und für das Thema perfekt passend umgesetzt.
Der komplette Cast ist einfach grandios,hier gibt es meiner Meinung nicht eine einzige Schwäche oder gar Fehlbesetzung.Michael Douglas liefert wie gewohnt genau das was man von ihm einfordert,Topher Grace ist genau der Richtige als elitäres,kultiviertes kleines Arschloch,Tomas Milian als politischer,hinterhältiger und sadistischer General Salazar ist so glaubhaft das mir der Gedanke kam das er sicher zuhause in seinem Keller Konterrevolutionäre zum Spaß quält und misshandelt…Dennis Quaid als Anwalt, offiziell Freund der Familie,inoffiziell Ratte mit Führungsanspruch hat für mich hier eine seiner besten Rollen überhaupt gespielt.Auch Catherine Zeta-Jones,Luiz Guzman, Erika Christensen (in ihrer wohl besten Rolle),Miguel Ferrer und das ganze restliche Ensemble überzeugen auf ganzer Linie.
Einer spielt sie allerdings alle an die Wand:Der unvergleichliche und einzigartige Benicio Del Toro.In „Traffic“ spielt er nicht den aufrichtigen, mit allen Wassern gewaschenen Polizisten Javier Rodriguez, er IST Javier Rodriguez.Mit der verdienteste Oscar der je vergeben wurde.Als er am Ende mit melancholischer Mimik den Kindern beim Baseball zuschaut,den Kindern denen er das Licht brachte,den Kindern denen er in Zukunft sicher beruflich wieder begegnen wird,ganz einfach weil dies der Lauf der Dinge ist, da schließt sich der Kreis.
So sind die Dinge und der Lauf des Lebens,nichts und niemand hält diese Dinge auf,solange es aber Menschen wie Rodriguez gibt,die es wenigstens versuchen,solange gibt es Hoffnung und für manche der Kinder eine Möglichkeit auf eine gute Zukunft.
Für mich mit das beste,passendste Ende aller Filme die ich kenne.
„Nobody gets away clean“ und das würde ich auch nicht, hätte ich mich nicht dazu durchgerungen dem Film 10 Punkte zu geben…
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nikl 1987 2011/07/22 16:26:58
Kommentar löschenDie Thematik ist gut umgesetzt, auch dass mehrere Seiten bzw. Parteien der Drogenkriminalität wie Dealer, "das Gesetz", Konsumenten u. a. beleuchtet werden, ist sehr positiv hervorzuheben. Allerdings geht es durch die Menge eben jener Parteien manchmal etwas wirr zu, man bzw. ich hatte stellenweise Mühe, den einzelnen Handlungssträngen der einzelnen "Episodengeschichten" zu folgen. Dies sollte jedoch nicht zu sehr ins Gewicht fallen, da der Film ansonsten richtig gut umgesetzt ist und sich auch mit der Thematik auseinandersetzt. Auch das Stilmittel der unterschiedlich beleuchteten Szenen, die mal blau sind, mal mit warmen Farben ausgeleuchtet, je nach dem, um welchen Handlungsstrang es sich gerade handelt, möchte ich hier auch noch mal erwähnen. Sollte man mal gesehen haben.
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cpt. chaos 2011/06/08 10:11:49
Kommentar löschenSteven Soderbergh versteht es seine außergewöhnliche Darstellerriege durch den episodenhaften Drogenthriller zu manövrieren, sodass letztendlich die einzeln verschachtelten Geschichten in einem großen Finale münden.
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Sigmund 2011/01/17 15:27:13
Kommentar löschenEines der wenigen amerikanischen Starvehikel, denen es gelingt fernab jeder Hollywood-Gelecktheit eine authentische Atmosphäre aufzubauen und (trotz aller Verdichtung und großem Figurenensemble) mehrdimensionale Charaktere und lebensechte Szenen zu erschaffen.
Musterbeispiel für die Vertiefung eines Themas durch verschiedene Perspektiven.
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AdmiralB 2010/07/07 20:08:20
Kommentar löschenIch hatte zuerst recht hohe Erwartungen an diesen Film, aber auch nach dem zweiten "Versuch" kann ich Traffic immer noch weniger abgewinnen.
Die Rolle & Darstellung von Benicio Del Toro hat mir gefallen, das reicht aber nicht, um den Film als Ganzes gut zu finden. Die Story ist zu Anfang unübersichtlich, doch das Ende ist recht bald vorhersehbar.
Insgesamt hat der Film durchaus starke Momente, aber das Gesamtbild finde ich umso enttäuschender.
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Becks87 2010/04/25 19:41:09
Kommentar löschenEin Thriller mit teils dramatischen Zügen der die Auswirkungen von Drogen auf unsere Gesellschaft in möglichst alle Facetten darstellen möchte. Dies ist seine größte Stärke und zugleich seine größte Schwächte.
Tatsächlich zeigt der Film die Familie die an der Drogensucht der Tochter verzweifelt und zu scheitern droht, er zeigt den Kampf der Behörden gegen die Drogen, er zeigt die Ehefrau die von den Machenschaften ihres Mannes nichts wusste und bei seiner Verhaftung aus allen Wolken fiel, es zeigt den skrupellosen Drogenboss, es zeigt den mexikanischen Polizisten der sich anfangs schmieren lässt und später doch gegen die Bosse aussagen will, es zeigt das alles und noch viel mehr.
Und so erdrückend alle diese Geschichten in meine Aufzählung wirken, so tun sie es auch im Film. Soderbergh hat soviel zu erzählen und so wenig Zeit. Die Geschichten selbst haben viel zu wenig Raum, es bleibt dem Zuschauer kaum Zeit sich mit den Einzelschicksalen auseinander zusetzen. Und um die teils wirklich erschütternden Schicksale die Soderbergh hier skizziert trotzdem Wirkung zu verleihen driftet er oft in die Klischeehaftigkeit ein und dies stört zum Teil gewaltig.
Der Film hatte viele Ideen und sehr viel Potential, doch genau daran geht er ein Stückchen zugrunde. Die grandiosen Schauspieler, allen voran Benicio del Torro reißen aber einiges wieder raus. So bleibt Traffic leider nur ein guter Thriller der mich recht gut unterhalten hat und wird leider nicht zu dem was er wirklich hätte werden können - ein Meisterwerk.
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A_Frame_Of_Mind 2010/01/17 21:04:35
Kommentar löschenSteven Soderberghs starbesetztes Thriller-Drama ist ein sehr ambitioniertes Projekt und die Idee, das Thema "Drogen" aus allen möglichen Perspektiven zu beleuchten, ist wirklich gut. Auch beginnen die verschiedenen Handlungsstränge alle sehr interessant. Doch der Film scheitert leider an seinem eigenen Anspruch.
Was die Handlungsstränge rund um einen Staatsanwalt, zwei verdeckte Ermittler, einen mexikanischen Polizisten und die Frau eines Drogenhändlers miteinander verbindet ist sehr früh erkennbar, allerdings bleibt diese Verbindung leider nur sehr lose. Die Hauptfiguren begegnen sich viel zu selten, um hier wirklich den Eindruck einer zusammenhängenden Geschichte zu erhalten. Außerdem wäre die Streichung von ein oder zwei Handlungssträngen durchaus gut gewesen, um den anderen mehr Raum zu geben. Es fällt schwer eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen, wenn man sie immer nur für gefühlte 5 Minuten zu Gesicht bekommt. Außerdem geht durch diese schnellen Sprünge auch schnell die Übersicht flöten. Das Ganze läuft viel zu gehetzt ab.
Dazu kommt dann noch, dass der Film optisch nicht wie aus einem Guss wirkt. Durch die vielen verschiedenen Farbfilter will das Gesehene einfach nicht zusammenpassen.
Dass der Film trotzdem zu unterhalten weiß, liegt zum Großteil an den tollen Schauspielern. Auch wenn es keine Helden in dieser Geschichte gibt, sorgen Benicio Del Toro, Michael Douglas und Don Cheadle dafür, dass es zumindest Sympathieträger gibt, mit denen der Zuschauer mitfiebern kann. Catherine Zeta-Jones hingegen kann als verzweifelte Ehefrau eines Drogenhändlers brillieren, die aus der Not heraus zu fragwürdigen Mitteln greift. Ein wenig fehl am Platz wirkt hingegen Dennis Quaid. Sein Charakter hat nur sehr wenige Szenen und bleibt somit - trotz Quaids überzeugendem Schauspiel - sehr blass.
Ein weiterer Pluspunkt des Films sind die viele gelungene Szenen, die trotz der lückenhaften Handlung überzeugen können, da sie sehr gut in Szene gesetzt wurden.
„Aufgrund der schieren Masse an guten Ideen ist es Steven Soderbergh nicht gelungen, auch nur eine davon zu 100% umzusetzen. Es fehlt immer eine emotionale Bindung zum Geschehen und der Blick auf das „große Ganze“. Eine gezielte Straffung des Films hätte hier Abhilfe schaffen können und „Traffic“ zu mehr als nur einem ambitionierten Film werden lassen.
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AHO1 2009/12/16 09:48:32
Kommentar löschenHARD STUFF
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alanger 2009/11/28 15:39:19
Kommentar löschenobwohl von soderbergh, ganz groß.
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Schlegel 2009/11/28 18:51:45
Antwort löschenWarum "obwohl"? Will nicht sticheln, ist ernst gemeint, die Frage.
sikkmeidack 2009/11/28 20:31:03
Antwort löschenLang ist´s her, dass ich diesen in 3 verquickten Abschnitten in 3 Farben erzählten Film soh. Mein bleibender Eindruck war der, dass er mir völligst peng war.
Da meine Lieblings-Pups-Broschen hier aber Bestnoten geben, werde ich ihm noch ne Chance geben. Wehe euch...
stalker 2009/11/28 20:53:28
Antwort löschenDie Frage des "obwohls" stelle ich mir auch. Was ist mit Kafka, Solaris, Limey?
stalker 2009/11/28 20:59:37
Antwort löschen@sikkmeidack: Traffic hat mich auch erst beim 2. Gucken überzeugen können, beim 1.;al im Kino fiel er bei mir noch radikali durch.
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alanger 2009/11/29 19:15:15
Antwort löschensolaris fand ich (da gibts nun mal diesen vergleich der sich einfachaufdrängt) ganz, ganz schlecht. vom soderbergh gefallen mir noch 2,5 filme. der rest sind aufgebähte fingerübungen (toll film noir kann er auch ...und komödie ...und, und ...was DER so alles kann!) die mich null berühren.
sikkmeidack 2009/11/29 19:40:34
Antwort löschenlach... Danke, wie lustig beschroben, ich kenn den Reg. gar nösch, aber Solaris war auch ficky-fucky-fruchteis.