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Contagion

Contagion (2011), US Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Thriller, Drama, Kinostart 20.10.2011


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6.8
Kritiker
43 Bewertungen
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6.6
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5203 Bewertungen
237 Kommentare
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von Steven Soderbergh, mit Marion Cotillard und Matt Damon

Im starbesetzten Contagion versuchen Wissenschaftler einer Epidemie auf den Grund zu gehen, bevor sich die ganze Welt mit der tödlichen Krankheit angesteckt.

Als Beth Emhoff (Gwyneth Paltrow) zu ihrer Familie zurückkehrt, ist es schon zu spät: Ein tödlicher Virus, mit dem sie sich auf einer Geschäftsreise im Fernen Osten infiziert hat, rafft sie innerhalb weniger Tage dahin. Mit diesem besetzungstechnischen Paukenschlag, der ein wenig an Hitchcocks Psycho erinnert, beginnt Steven Soderberghs neuer Thriller Contagion. Während der Ehemann und Vater Thomas Emhoff (Matt Damon) noch mit der persönlichen Tragödie zu kämpfen hat, kämpft ein internationales Ärzteteam unter Federführung der C.D.C. (Centers for Disease Control and Prevention) bestehend aus Dr. Leonora Orantes (Marion Cotillard), Dr. Erin Mears (Kate Winslet) und Dr. Ellis Cheever (Laurence Fishburne) u.a. im Wettlauf mit der Zeit gegen die weitere Ausbreitung des aggressiven Virus und die Zersetzung der gesellschaftlichen Strukturen. Denn im Angesicht des Todes ist sich jeder selbst der Nächste – und zwar weltweit.

Zehn Jahre nach Traffic hat Steven Soderbergh mit Contagion wieder einen fesselnden Action-Thriller inszeniert, der durch ein hochklassiges Ensemble besticht. So wartet Contagion neben den schon erwähnten Darstellern in größeren und kleineren Rollen weiterhin mit Jude Law, Bryan Cranston und Elliott Gould auf. Selbst der Deutsche Armin Rohde hat in Contagion seinen Auftritt.
Im Zuge der Globalisierung rückt nicht nur die Welt näher, auch Virus-Epidemien finden leichter Verbreitung. Zuletzt sorgte der Influenza-Virus H5-N1 im Zuge der Vogelgrippe für weltweites Aufsehen, da man immer mit einer Übertragung auf den Menschen rechnete. Das Horrorszenario, das in Contagion präsentiert wird, hat im Film schon eine längere Tradition. Berühmtester Vertreter dieses Sub-Genres ist bisher wohl Outbreak – Lautlose Killer von Wolfgang Petersen aus dem Jahre 1995.
Steven Soderbergh ist 2011 neben Contagion auch mit dem Rachethriller Haywire im Kino vertreten. (EM)

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Mehr Bilder (24) und Videos (4) zu Contagion


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Contagion
Genre
Actionfilm, Politthriller, Thriller, Drama
Zeit
Gegenwart
Ort
Erde, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Ansteckung, Arzt, Epidemie, Heilmittel, Infektion, Massensterben, Pandemie, Todkrank, Virus, globale Bedrohung
Stimmung
Aufregend, Ernst, Hart
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Double Feature Films, Participant Media

Kritiken (30) — Film: Contagion

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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7.5Sehenswert

Neben der herausragenden Montage, die es tatsächlich schafft einen strukturierten Rhythmus in die unzähligen Erzählstränge hineinzubringen, besticht vor allem Soderberghs Regie. Mühelos schafft er zu Beginn mit Naheinstellungen von Türgriffen, Ubahn-Stangen und schweißgebadeten Gesichtern ein Gefühl von Ohnmacht gegenüber den mannigfaltigen Bakterienherden zu generieren, die die Virenverbreitung vorantreiben können. Kein Wunder, wenn man danach jedes Husten im Kinosaal deutlich aufmerksamer wahrnimmt. Hinzu kommt ein äußerst effektiver Score von Cliff Martinez, der mit seinen Elektro/Industrial Klängen stark an die Arbeit von Trent Reznor und Atticus Ross in The Social Network erinnert.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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6.0Ganz gut

[...] Mit „Contagion“ spricht Regisseur Soderbergh das inzwischen allgegenwärtige Virus- und Infektionsthema an und verzichtet dabei gänzlich auf eine emotionale Achterbahnfahrt, die den Zuschauer mit dem Schicksal der Protagonisten mitreißen möchte, sondern setzt auf inszenatorischen Abstand und die kühle Unnahbarkeit. Wir sehen dabei zu, wie die Gesellschaft von der vorerst mysteriösen Pandemie (keine örtliche Beschränkung) hilflos erschlagen wird, beobachten die (verständliche) Massenpanik und die politische, medizinische und wissenschaftliche Überforderung, die durch die nüchtern-kalte Erzählweise zwar nie wirklich nahe tritt, aber dennoch das beunruhigende Gefühl erzeugt, welches den Zuschauer auch nach dem Abspann noch über das eben Gesehene nachdenken lässt. Sicher schlägt Soderbergh einen durchaus realistischen Ton an, gerade auch in Verbindung mit der heutigen Globalisierung, doch „Contagion“ ist letztlich, und das macht sich eben auch durch die offenkundige Distanzierung klar, zu bepackt mit Figuren, die keinen emotionalen Zugang erlauben, und sich so gegenseitig die Möglichkeiten auf einen Charakter-Tiefgang entreißen. Dazu gibt es noch eine Prise Medienkritik und einen Blick auf die humanen Verhaltensmuster in einem solchen Extremfall. Das ist alles wunderbar gefilmt und geschnitten, überaus aktuell und sicher auch wichtig, aber es ist in erster Linie keine brisante Neuigkeit und schlussendlich fehlt dem Zuschauer die nötige Empathie, um wirkliche Anteilnahme am Geschehen zeigen zu können. [...]

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Man könnte Contagion schnell in der Sparte der Katastrophenfilme verorten oder auch bei den zahlreichen Seuchen-Thrillern einsortieren, aber beides würde diesem wirklich interessanten Film nur marginal gerecht werden. Denn im Grunde ist Soderberghs neuester Streich ein reinrassiges Drama mit Krimi-Anleihen und Versatzstücken, die mehr an eine fiktive Doku-Reportage denken lassen denn an ein effektvoll inszeniertes Stück Popcorn-Kino. Vermutlich habe ich gerade deshalb im Freundes- und Bekanntenkreis zahlreiche Stimmen vernehmen dürfen, die dem Film pure Langeweile diagnostizieren, denn diese hatten sich sicherlich ein mitreißendes Epos erwartet inklusive Splatter und Anarchie.

Doch was der Regisseur uns mit Contagion serviert ist ungleich spannender und gerade deshalb so unaufgeregt, ja beinahe kühl erzählt, denn die Geschichte trägt so deutliche Anleihen an der Realität, dass man sich stets bewusst sein darf, dass dieses Szenario in der Realität genauso eintreten könnte und teilweise in der Vergangenheit auch schon ist – wenn auch beileibe nicht in diesem dramatischen Ausmaß. Es gereicht dem Filmemacher zur Ehre, dass er sich auch nicht der üblichen Mechanismen wie etwa Ausschnitten aus Nachrichten-Shows bedient, um das wachsende Ausmaß der Epi- und später Pandemie zu verdeutlichen, sondern dass diese Entwicklung sich ganz organisch in die Geschichten der Einzelschicksale einfügt, derer es in Contagion einige hat. [...]

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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7.0Sehenswert

Äußerst nüchternes, dabei oder gerade dadurch sehr realistisches Seuchenszenario von Steven Soderbergh. Weniger Blockbuster- und Popcornfilmanspruch als z.B. "Outbreak", was einerseits lobenswert, andererseits aber gelegentlich zu leichten Durchhängern führt. Trotzdem kann "Contagion" gut unterhalten und in seinen starken Momenten eine wirklich beklemmende Wirkung erzeugen. Das könnte tatsächlich passieren und wenn, würde es wohl ziemlich genau so ablaufen. Als wenn die Pest zurückgekehrt wäre. Dadurch bleibt ein mulmiger Eindruck zurück. Soderbergh schafft es leider nicht ganz, dem Zuschauer seine zahlreichen Charaktere richtig nahe zu bringen. Er versucht es, sie bleiben irgendwie aber für etwas zu distanziert und, passend zum Thema, steril. Insgesamt wären etwas mehr Emotionen wünschenswert gewesen. Wenn das geglückt wäre, Topfilm. Am Ende bleibt aber der positive Gesamteindruck. Sehenswert allemal.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

RoosterCogburn

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Endlich stosse ich hier mal wieder auf was interessantes, was ich noch nicht kenne :) Und ich mag Soderberghs Filme. Zumindest die ich bisher gesehen hab.


JackoXL

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@tee: Danke, bist halt'n Lieber.;)
@Mr. Ogi: Stimmt, das hätte was gehabt.
@Rooster: Dann gefällt der dir bestimmt.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.0Sehenswert

Sehr nüchtern inszenierte Soderbergh sein Virus-Werk. Der Film ist dabei mehr an den gesellschaftlichen Verlauf bei solch einer Extremsituation interessiert, als an einzelnen Schicksalen - auch wenn der Film diese darreicht. "Contagion" ist kein großes Drama, mehr ein fast schon unemotionales Protokoll, welches mit einfachsten, teils wirklich abgegriffenen Mitteln die allgegenwärtige Bedrohung durch Viren klarstellt. Das Ergebnis ist nicht frei von Hängern und bietet auch nicht mehr „Zündstoff“ als andere Viren-Filme wie etwa „Outbreak“, spannend und aufschlussreich war’s aber allemal. Hypochonder dürfte „Contagion“ in den Wahnsinn treiben.

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Puni

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Wahre Worte. Ich weiß bis heute nicht, was ich von Soderbergh halten soll.


Corsovilla: SchönerDenken

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8.0Ausgezeichnet

Es gibt Filme, deren Qualität unbestreitbar ist. Ob sie einen aber auch unterhalten, ist eine ganz andere Frage. Zu diesen Filmen gehört Soderberghs “Contagion”, der die Regeln des Genre nicht befolgen will. Im Film ist die Aufmerksamkeit auf viele Personen verteilt: eine untreue Geschäftsreisende, ein gehörnter Ehemann, der seine Tochter retten will, vier ganz verschiedene Mitarbeiter der WHO, ein rebellischer Blogger, alle dargestellt von großartigen (und sehr bekannten) Schauspielern. Spannung ist auf der Jagd nach dem Patient Null, bei der Suche nach dem Heilmittel, auf der Flucht vor Infizierten eigentlich vorprogrammiert. Es sei denn Herr Soderbergh hat sich in den Kopf gesetzt, genau das zu verhindern. Mit Erfolg. (Mehr im Podcast)

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Julio Sacchi: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Angenehm unsentimentales und darum um so packenderes Seuchendrama, das sein Staraufgebot nicht als Schauwert ausspielt, sondern ökonomisch und wirkungsvoll einsetzt. Ein spannender, konzentrierter Genrefilm mit dem Ernst der 70er.

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the gaffer: the-gaffer.de

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8.0Ausgezeichnet

Verteilt über den ganzen Globus und mit einem ungewöhnlich großen, weil gleichberechtigtem Ensemble verfolgt Contagion den Ausbruch und die Eskalation einer fiktiven Pandämie, ohne sich dabei auch nur einen Moment zu verzetteln. Zwar entpuppt sich nicht jeder Handlungsstrang als vollends gelungen. Jener von Marion Cotillards WHO-Vertreterin gerät in der zweiten Hälfte so überflüssig, dass der Film selbst ihn vergisst. Dennoch ist Contagion ein ungemein stark kontrollierter Film über den Kontrollverlust und eine der rationalsten Auseinandersetzungen mit der Hysterie, die man überhaupt im Kino zu Gesicht bekommen kann. [...]

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CineKie: CineKie.de

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6.0Ganz gut

[...] Gut gespielter, äußerst ruhig inszenierter Seuchenfilm, dessen Genre sich nicht eindeutig bestimmen lässt. Wer einen zweiten “Outbreak” erwartet, könnte eventuell enttäuscht werden.

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KultHit.de: KultHit.de

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7.0Sehenswert

Als Fazit zum "Contagion" lässt sich sagen, es ist ein guter Film. Gut gemacht - sehr glaubwürdig - und interessant. Das Gezeigte kann eines Tages Realität werden. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit. Aber leider ist der Film nicht das Kinoerlebnis welches man erwartet. Dazu ist die Geschichte einfach zu kühl. Man verlässt den Kinosaal unbefriedigt. Nachdenklich aber emotionslos.

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R. Loch: FilmSzene.de R. Loch: FilmSzene.de

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8.0Ausgezeichnet

Vereinzelt erreicht „Contagion“ eine Intensität unangenehmen Ausmaßes. Allerdings hält Soderbergh leider auch Maß; nie wird es so bedrückend, so schockierend, dass man hinterher ernsthaft in Versuchung gerät, seinen Umgang mit anderen Menschen gründlich zu hinterfragen. Für die Dauer seiner Laufzeit funktioniert „Contagion“ hervorragend – aber auf Dauer in Erinnerung bleibt er nicht.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden von einem hervorragenden Schnitt in hohem Rhythmus miteinander verknüpft. Die von Soderbergh selbst unter dem Pseudonym Peter Andrews geführte Kamera bevorzugt blaue Töne, die zusammen mit der wirkungsvollen Filmmusik von Cliff Martinez der Handlung eine nüchterne, beklemmende Anmutung verleiht. Zur schaurigen Stimmung tragen sowohl die dokumentarisch anmutenden Bilder der Forschungslabors, einer leeren Flughafenhalle oder einer ebenso menschenleeren Straße, in der sich der Müll auftürmt, entscheidend bei. Zum visuellen Konzept von „Contagion“ gehören ebenfalls die Großaufnahmen der Gegenstände, durch die sich das Virus überträgt: ein Glas, eine Kreditkarte, eine Türklinke, eine Bus-Haltestange, aber auch ein Händedruck oder eine flüchtige Berührung.

Dass „Contagion“ früheren Seuchenfilmen wie Petersens „Outbreak – Lautlose Killer“ inhaltlich wenig Neues hinzufügt, kann kaum als Schwäche ausgelegt werden. Schwerer wiegt es indes, dass die moralischen Konflikte, die eine solche Katastrophe bei den verschiedenen Charakteren auslöst, gerade wegen der Vielzahl an Figuren kaum angerissen werden. Am ehesten exemplifiziert es der Film am selbsternannten Journalisten Krumwiede, dessen Verschwörungstheorien als Auslöser für Massenpanik dargestellt werden – „Nichts verbreitet sich schneller als Angst“ lautet denn auch der deutsche Untertitel von „Contagion“. Mit moralischen Konflikten werden jedoch so gut wie alle anderen Hauptfiguren konfrontiert: Wo endet für die von Kate Winslet verkörperte Ärztin Engagement, wo beginnt Leichtsinn? Eine Frage, die sich nicht nur sie, sondern auch ihr Vorgesetzter zu stellen hat, der sie dieser Ansteckungsgefahr aussetzen muss. Wie soll angesichts der erst langsam anspringenden Impfstoff-Produktion vorgegangen werden? Werden da wieder Unterschiede, etwa zwischen Menschen aus der ersten und aus der Dritten Welt, gemacht? Wie soll sich ein Verantwortlicher, der offiziell vor Panikmache warnen muss, angesichts seines Insiderwissens gegenüber seinen eigenen Angehörigen verhalten?

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Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Contagion ist ein stimmiger, realistischer und spannender Virenfilm, der es ausgezeichnet versteht das Leben in unserer vernetzten Welt zu portraitieren. Steven Soderbergh inszeniert eine globale Katastrophe, die sich aber fast anfühlt wie ein Kammerspiel. Mit viel Geschick und angetrieben von einem treibenden Soundtrack verzahnt er die einzelnen Fragmente, die sich so zu einem umfassenden Blick auf die Katastrophe zusammenfügen. Unterstützt wird er dabei von einer beeindruckenden Starriege, die sich von ihrer besten Seite zeigt.

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Thomas Hunziker: filmsprung.ch Thomas Hunziker: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

Beinahe schon dokumentarisch schildern Regisseur Steven Soderbergh und Drehbuchautor Scott Z. Burns in «Contagion», was die Auswirkungen sein könnten, wenn sich ein solches Virus wirklich schnell ausbreiten sollte. Die Schilderung der Geschichte ist zwar mehrheitlich sehr nüchtern, aber dennoch mitreissend und beklemmend. [...]«Contagion» bietet eine faszinierende und packende Betrachtung der Folgen einer Pandemie.

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Franz Everschor: Filmdienst Franz Everschor: Filmdienst

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7.0Sehenswert

Attraktiv mit einem Star-Ensemble besetzt, dabei aber kühl und distanziert erzählt, setzt der Thriller nicht auf die Mechanismen eines Katastrophenspektakels oder auf drastischen Körperhorror, sondern schockiert durch die Glaubwürdigkeit und wissenschaftliche Akkuratesse des geschilderten Szenarios.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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8.0Ausgezeichnet

Steven Soderbergh, der gerne zwischen Kunst und Mainstream wechselt, macht keinen trivialen Katastrophenfilm, sondern liefert beim Wettlauf mit dem Tod trotz aller Nüchternheit ein Adrenalin gespicktes Meisterstück ab, bei dem er geschickt die Fäden rund um den Globus knüpft. Unterstützt wird er von einer glänzenden Besetzung [...].

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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5.0Geht so

Bei allen Stars und allem Aufwand fühlt sich Contagion doch insgesamt überraschend banal an. Irgendwo zwischen Outbreak und dem Galileo-Special zur Killergrippe, zieht sich der überlange Film ohne tatsächlich mitzureissen oder zu berühren. Keine der Figuren wirkt tatsächlich lebendig, alle sind überdeutlich durch ihre Funktion definiert.
Doch Funktionen lassen uns nicht mitfühlen. Wo im ähnlich gelagerten "And the band played on..." die Entdeckung des HIV-Virus und seine globalen Auswirkungen menschlich nachfühlbar vermittelt wurden, bleibt Contagion Herz- und Spannungsfreies Kino, das zwar halbwegs plausibel aber dennoch ohne eigentliche Story dahinplätschert und dramaturgisch mehr als einmal gehörig durchhängt.
Am Schlimmsten bleibt die durchgängige Unoriginalität, die den ganzen gängigen Todesviren-Szenarien überhaupt nichts hinzuzufügen hat und - das enttäuscht bei Soderbergh tatsächlich - beständig das Gefühl vermittelt, es auch nichtmal zu versuchen. Zwei drei sülzige Momente mit Matt Damon und Tochter, die wir im Grunde auch nicht kennenlernen und die erkennbar nur als "Human Interest" eingebaut sind, reichen nicht aus um die Dimension des Geschehens tatsächlich spürbar zu machen.

Contagion mag ausreichen um misstrauisch zu gucken, wenn das nächste Mal in der Ubahn jemand hustet - das wirkliche Grauen eines solchen Virenausbruchs, bleibt er trotz Millionen Toten letztlich schuldig.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

AltH85

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Schade, beim Trailer hats mich schon gejuckt.


lieber_tee

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Gerade in der distanzierten Machart findet der Film, bei mir, einen grausigen Zugang zu der Thematik. Angenehm unschmalzig.


D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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7.0Sehenswert

Wie die meisten von Soderberghs Filmen in letzter Zeit, fühlt sich Contagion ein wenig steril an - eher eine Fingerübung im Filmemachen als ein Film, der voll von Leben ist. Doch Contagion ist zweifellos hochgeistig, vielleicht sogar der intelligenteste Katastrophenfilm aller Zeiten.

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Wesley Morris: The Boston Globe Wesley Morris: The Boston Globe

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7.5Sehenswert

Es ist wahr, dass die Geschichte eher auf Breite statt auf Tiefe setzt, doch Contagion ist ein Vergnügen, dass viel zu schnell als selbstverständlich angesehen wird, wo es doch einen Filmemacher wie Steven Soderbergh, Christopher Nolan oder hin und wieder auch David Fincher braucht, um es zu liefern.

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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7.5Sehenswert

Obwohl in Ausführung und Aussehen eindeutig modern, verbreitet Steven Soderberghs Contagion das - höchst willkommene - Gefühl eines epischen Katastrophenfilms aus den 1970er Jahren.

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Alle Kritiken (30)


Kommentare (207) — Film: Contagion


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Oskar Gleit

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Absolut erstklassig gemachter Film, ohne viel Peng Peng und Augenwischerei. Stattdessen nüchtern, sachlich und ernsthaft. Denn so wie im Film dargestellt, passiert es auch in der Realität. Und zwar bei jeder Art von Seuche. Wir können von Glück sagen, das bei den Seuchen der letzten Jahre nicht mehr passiert ist. Also mich hat der Film überzeugen können. Fazit: Klare Empfehlung von mir !!

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julius.kassburg

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Atmosphärisch guter film, hat spass gemacht ihn anzuschauen obwohl das Thema beklemmend ist ...

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Plus

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Bewertung5.5Geht so

Vermutlich muss man für diese Form der Panikmache irgendwie empfänglich sein, um den Film zu mögen. Ich fand ihn zwar nicht langweilig, aber auch keineswegs mitreißend.
Seit der Schweinepest, Vogelseuch, Rinderwahn und was sonst noch alles so da war, fällt es mir schwer das Thema "Killerseuche" ernst zu nehmen.
"Outbreak" hat mir damals besser gefallen... aber gut...das war auch 'ne andere Zeit.

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fliegendreck84

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist schon ganz schön aufgebaut. Das Thema ist einfach nicht mehr originell. Ein Virus möchte die Erde vernichten - ja das hat man schon öfters gehört. Doch wie schön und langsam er die Katastrophe und die Geschichten der einzelnen Personen in den Film einbaut ist gut gemacht. Wer Katastrophenfilme oder ähnliches mag, kann sich diesen Streifen gerne reinziehen.

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FrEAk0

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Bewertung6.5Ganz gut

Gerade gesehen und ich möchte nur ein kurzes Fazit ziehen. Von mir gibts nie was vom Inhalt ..steht ja da oben :-P
Also die Ersten 20-35 Minuten habe ich echt mit sehr hohem Interesse verfolgt.
Doch leider viel zu viel langatmige Passagen bei denen mir der Gedanke kam das der Film sich im Kreis dreht und der Regisseur sich zu sehr verkrampft um die dann entscheidende "ins-gedächtnis-brennende-Story-Bombe" platzen zu lassen. Doof formuliert aber ich schreib immer drauf los ;).
Unterhalten hat er mich, nicht mal das Genörgel meiner Frau störte mich, die Ich ansonsten bei Filmen anfauche wenn ich der Story folgen will... hehe.
Irgendwie garnicht angesprochen hat mich der Auftritt von Jude Law.
Meine Frau würd ne 5 geben, ich geb ne 6,5 .. weniger hat er nicht verdient, mehr aber meiner Ansicht auch nicht.
Hat viel Potential verschenkt, verliert sich aber im Gefaselstrudel und wirren Passagen.

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primatemike

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Bewertung5.5Geht so

Der Anfang war sehr vielversprechend aber dann kam warme Luft... Schade eigentlich. Das hätte nämlich was werden können.
Der Streifen wirkt irgendwie sehr steril, als Zuschauer sind einem die Darsteller relativ Wurst. Das Spannungspotenzial das so eine Pandemie mit sich bringen würde, wird hier nicht im geringesten genutzt und nach der interessanten ersten Hälfte macht sich gähnende Langweile breit. Da ändert auch der fantastische Cast nix dran.
Schade.
Fazit: Für Epidemiologen ein must see. Alle anderen schauen WWZ oder Ähnliches.

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Line3105

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Bewertung7.0Sehenswert

Eines gleich vorne weg: Für mich ist der neue Soderbergh nur ein mittelmäßiger Unterhaltungsfilm.

Eine Seuche geht um und infiziert durch eine sehr, sehr kurze Inkubationszeit die halbe Welt…

Der Film ist hochbesetzt bis in dei kleinste Rolle. Aber manchmal ist weniger auch mehr!
Viel Action und Spannung darf man hier eigentlich nicht erwarten, denn es wird lediglich nüchtern das Ausmaß der Virenausbreitung dargestellt. Was tut die Regierung? Wie will man es aufhalten? Kann man überhaupt in so kurzer Zeit einen Wirkstoff entwickeln, der das Virus bekämpfen kann?

Kann man mal gucken – muss man aber nicht!

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dannydiaz

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Bewertung9.0Herausragend

Bestes schockierendes Filmplakat bit.ly/17M7IVm ;)

Mich hat der Film ziemlich schnell gepackt. Die Musik, Die Bilder, Die ganze Athmosphere war genial beklemmend.
Ich mag es wenn Soderbergh einfach im Ansteckungs-Horror schwelgt. Statt in der Mikrowelle schnell erhitzt, wird hier auf offenem Feuer gekocht. Das dauert bis das Wasser heiß ist und bis dahin kann man das auflammende Virus und die knisternde Stimmung genießen.
Der Filmscore von Cliff Martinez (Arbitrage,Drive) ist düster und still und dann ab und zu sehr intensiv. Top!
Der Film schafft ein Bewußtsein für ein Thema, was viel zu oft in den Nachrichten wie ein Möchtgern-Thriller zu rüberkommt. (Deswegen hat Soderbergh wissend auch nicht die nächsten Schlagzeilen Tropes geschrieben.) Gleichzeitig gibt es den Irrglauben, dass wir zu hygenisch leben und "Kinder ruhig mal ne Schauffel Dreck essen sollten" oder so ähnlich, um das Immunsystem zu stärken. Das dies Quatsch ist kann man daran am besten sehen, dass wenn dem so wäre Kinder in Slums wohl die besten Immunabwehr haben würden.
Panikmache wird vermieden aber die Panik kommt dann nach dem Film schleichend. Denkt man darüber nach, dass wir Tiere mit Antiobiotika vollstopfen. Denkt man darüber nach, dass wir nur noch ein funktionierendes Antibiotikum gegen Staphylokokken haben. Wenn man dann realisiert, dass der Virus in Tieren mutieren kann, wenn Antibiotika kommen und wir im Kampfe gegen diese Viren, so naiv sind und ihnen den "Schlüssel" geben, kann einem Angst und Bange werden.
Und nachdem Film hat wahrscheinlich jeder erstmal gezählt wie oft man sich ins Gesicht fasst. ;)

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Dom699

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Natürlich stärkt die Konfrontation mit geringen Dosen krankheitserregern und umwelteinflüssen, welche das Immunsystem fordern, die gGesundheit und dir immunabwehr. Nur eben nicht gegen völlig neue Krankheiten.


dannydiaz

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Das spielt gut auf den Übervirus der Information an (bzw Desinformation).
Die Informationen die Jude Law im Internet bloggt sind nicht ganz richtig und besorgniserregend. Die Informationen die das CDC verbreitet sind akkurat richtig aber irrelevant. Wird man dank des Wissens schneller geheilt, oder kann sich den Virus immnisieren? "Wir haben den Virus MEV-1 identifiziert" aha usw


Schwabilicious

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Bewertung7.0Sehenswert

Im Gegensatz zu diversen anderen Genrevertretern versucht "Contagion" den Ausbruch eines mutierten "Super-Virus" mit hoher Ansteckungs- und Mortalitätsrate realistisch darzustellen- das scheint (Ich bin kein Experte) auch zu gelingen.
Aber in seiner ganzen emotionslosen Nüchternheit kommt dem Streifen leider zuweilen eine Kernessenz, die Spannung, abhanden.
Vielleicht wäre es ab und an angemessener gewesen den Schrecken der Seuche etwas deutlicher/drastischer zu zeigen, das hätte dem Zuschauer vlt. an mancher Stelle einen kalten Schauer über den Rücken gejagt, den ich bei aller Neutralität von "Contagion" teilweise allzu schmerzlich vermissen musste.
Zeigt sich auf den ersten Blick natürlich ein Top-Cast, so wirken aufgrund des kalten Stils manche der Stars seltsam beschnitten und blass.
Überhaupt scheint "Contagion" mit seiner Vielzahl an Charakteren zu überladen, eine große Varietät verschiedener (meist gut/top besetzter) Protagonisten kommt zum Zug, deren Rollen allerdings oft nur äußerst schnell (tlw. beinahe wirr) eingeführt werden um dann ein Nischen-/Nebenrollendasein zu fristen. Ein bisschen entfalten können sich hier nur wenige der bekannten Gesichter, nicht zuletzt ebenfalls ein Produkt der gewollten Emotionslosigkeit und des nüchternen Stils.
Stellt sich die Frage, was "Contagion" denn sein will? Eine Pseudo-Doku? Oder doch Spannungskino?
Zumindest wenn man Zweiteres sein wollte hat man kräftig den Vogel abgeschossen. Sehenswert ist es trotzdem irgendwie- mehr aber auch nicht.

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Erlkoenig

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Bewertung6.5Ganz gut

Blockbuster mit Starbesetzung - in Sachen Spannung steht "Outbreak" mit Dustin Hoffmann allerdings um einiges besser da. Langatmige Passagen, die sich teilweise ziehen wie Kaugummi, stellen das Konzentrationsvermögen doch sehr auf die Probe. Dann wird die Endzeitstimmung nicht so wirklich deutlich. Das Virus, das die gesamte Menschheit auslöschen könnte, kommt hier zu lasch weg. Man fühlt die Angst, die Beklemmung einfach nicht.
Für Ärzte oder Wissenschaftler sicher spannender zu verfolgen als für actionsuchende Filmliebhaber.

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

ich hatte ihn gut in erinnerung und es sollte sich auch bestätigen...es ist mehr als erschreckend was alles passieren könnte und das wird hier gut dargestellt...spannung pur

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whitywhite

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Bewertung4.0Uninteressant

Anstrengend war mein erster Gedanke nach diesem Streifen, den ich weder als Film bezeichnen WILL noch als Reportage bezeichnen DARF.
Geradlinig, völlig emotionslos, keine Spannung, langweilig, usw. mit einem misslungenem Ende. Einzig der Besetzung kann man keinen Vorwurf machen.

Fazit: Das Augenmerk wurde auf den Versuch gelegt einen neuen Ansatz für diese Erzählweise zu finden, dafür wurde der Rest, in meinen Augen, vernachlässigt. Das Ende war, wie ich finde, bezeichnend für diesen Streifen. Für mich reine Zeitverschwendung (das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass ich kein Fan vom Stil von Steven Soderbergh bin)

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jacker

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Same here!


CuchillaPitimini

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Bewertung7.5Sehenswert

Bei dem Film „Contagion“ möchte ich mich nicht so sehr auf die Handlung fokussieren, sondern vielmehr auf seine Wirkung eingehen.
Denn die Handlung des Films wird weitesgehend schon im Trailer klar: Unzählige Menschen infizieren sich mit einem bislang unbekannten Virus, die Sterblichkeitsrate liegt bei 30% und es dauert Monate einen Impfstoff zu entwickeln. Es geht nun um die Suche nach dem Auslöser, um die Versorgung der Kranken, um die Prävention, um die Entwicklung eines Impfstoffs aber auch um Einzelschicksale wie die um Thomas Emhoff, der seine Frau und seinen Sohn wegen der Krankheit verlor und um Alan Krumwiede, ein Blogger, der glaubt, das Heilmittel zu kennen und hinter dem Virus eine Verschwörung der Regierung, Pharmazie und Gesundheitsbehörden vermutet.

Der Film hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Er startet an „Tag 2“ und der besondere Fokus wird in der Anfangsszene auf alle die Ansteckungsherde gesetzt, denen wir tagtäglich begegnen. Ich fand es dadurch durchaus nachvollziehbar wie sich ein Virus verbreiten könnte.
Es ist beängstigend wie selbst den erfahrensten Ärzten und Pandemiebeauftragten die nackte Angst im Gesicht steht, als sie von dem neuen tödlichen Virus erfahren. Je schlimmer die Lage wird, desto weniger trauen sich die Menschen auf die Straßen. Viele Menschen gehen nicht mehr zur Arbeit, zum Beispiel Verkäufer oder auch medizinisches Personal. Es kommt zu Plünderungen und Gewalt. Die Notrufleitungen sind überlastet. Auch wenn diese Szenen etwas übertrieben dargestellt wurden, denke ich, dass sie den Kern der Sache treffen. Überall Verzweiflung und Angst, Misstrauen und Egoismus. Furchtbar, aber doch nachvollziehbar: Niemand will krank werden, man möchte seine Familie vor dem Tod schützen, mit allen Mitteln. Am Ende des Films sieht man dann übrigens auch was an Tag 1 passierte.

Die beklemmende Situation im Film wird auch durch das brillante Staraufgebot untermauert. Matt Damon, Kate Winslet, Marion Cotillard, Gwyneth Paltrow, Laurence Fishburne, Jude Law und sogar Armin Rohde finden Platz in dem Streifen. Alle erfüllen ihre Rollen durchaus glaubwürdig, auch wenn ich Jude Laws Charakter etwas nervend fand, aber er ist in den schweren Stunden der Führer („Prophet“) einer Gegenbewegung, einer paranoiden Masse die sich im Zeitalter der Web 2.0 vor allem online formiert, die ihn aber im „Real Life“ irgendwann einholt. Mir persönlich war die Rolle unsympathisch (ja, obwohl er Blogger ist), aber von Jude Law gut gespielt.

Mein Fazit ist: Ein Film der etwas anderen Art, der ohne viel Action auskommt und trotzdem eine starke Wirkung hat. Wer keine Angst vor dem beklemmenden Gefühl hat, das der Film hinterlässt, und nicht unbedingt Humor oder Action sucht, der sollte sich diesen Film ansehen! Ich persönlich kann ihn sehr weiterempfehlen.

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resolver

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Contagion ist ein durchaus interessanter Film zum Thema Epidemie. Er zeigt unterhaltsam und eindrücklich, wie verschiedene Aspekte der globalisierten Welt zu Probelmen und Lösungen führen können. Auch, wie die Welt wohl bei einer globalen Epidemie arbeitet/arbeiten könnte.

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Alienator

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Bewertung5.5Geht so

Als Reportage gut, als Film nicht wirklich

Brauch die Welt einen weiteren "Viruskatastrophenfilm"? Gibt es etwas neues zu erzählen, was so noch nicht erzählt wurde? Kann man neue Erkenntnisse gewinnen? Die Antworten dazu sind unterschiedlichst. Im Grunde brauch man keinen weiteren Katastophenfilm dieser Art, weil bereits alles erzählt wurde. Die Frage ist nunmehr: Wie verpacke ich eine neue Variante der Geschichte? Und da kommt Soderberghs Film ins Spiel. Während andere Filme dieses Genre versuchen den Schrecken durch apokalyptische groß angelegte Bilder zu zeigen (mit z. B. Szenen von Massenpanik oder die Auswirkungen eines Virus in Nahaufnahme) so macht dies Soderbergh hier nicht. Er belässt es bei einer ruhigen, statischen Erzählweise die langsam aber konsequent den Weltuntergang präsentiert. Die Machart ist kühl-distanzierte Diagnose eines Wettlaufs mit der Zeit. Und hier ist das Manko: Es ist zu kühl . Keine Identifizierung, keine emotionalen Momente. Der Film berührt in keinster Weise. Und das macht ihn seltsam emotionslos. Nun gut, man kann nun sagen,dass wäre eine neue Erzählweise in solch einen Subgenre und das täte ihm gut. Tut es aber nicht. Die Szenen und Emotionen bleiben statisch und berühren überhaupt nicht. So bleibt es, dass der Film eher wie eine Reportage aussieht anstatt eines dramaturgischen Filmes.

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pischti

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Mir gefiel er bis zum Ende noch einigermaßen gut, aber gerade das Ende war so belanglos, dass es kein würdiger Abschluss des Filmes war.


Hades1987

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Bewertung9.5Herausragend

Keine Wahrzeichen brechen im zerstörten New York zusammen...der für mich beste Katastrophenfilm.

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LivingDead

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Bewertung6.0Ganz gut

Das größte Plus des Filmes stellt zudem auch seine größte Schwachstelle dar: Und so steht und fällt der Film mit seinem Dokucharakter. Charakterzeichnungen gibt es eigentlich gar nicht. Der Zuschauer wird direkt mit "Tag 2" der Infektion in die Geschichte hinein geworfen und sieht mit an, wie schon in den ersten Minuten einer der Hauptcharaktere durch die Krankheit das Zeitliche segnet. Und so geht es dann auch knappe zwei Stunden weiter. Und so interessant, packend und in den besten Momenten erschreckend, die zugrunde liegende Geschichte sein mag, so distanziert bleibt der Zuschauer. Das Ganze fühlt sich eher nach einer nachmittäglichen N24-Doku an. Und so deplatziert wirken dann auch die handvoll Szenen, welche so etwas wie menschliche Wärme zu transportieren versuchen.
Dagegen funktioniert der Film als fiktionale Darstellung der Szenerie ziemlich gut, bleibt aber insgesamt hinter den Erwartungen und auch Möglichkeiten zurück.

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heikschn

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Bewertung6.5Ganz gut

Interessant an den Soderbergh-Filmen ist, dass sie relativ wenig miteinander gemein haben. Der Regisseur läst sich schwer in ein Schema pressen. Entsprechend wird es vermutlich wenige geben, die alle seine Filme gut finden. Mir geht es zumindest so. Diesen hier finde ich ok. Solider Epedemie-Thriller, aber auch nicht mehr.

Wieder einmal hat sich eine illustre Truppe zusammengefunden, als Soderbergh gerufen hat. Contagion ist gespickt mit Stars, so dass der Filmemacher durchaus den einen oder anderen früher als später draufgehen lassen kann.

Soderbergh versucht hier verschiedene Aspekte einer Epedemie darzustellen. Jedoch fallen einige davon interessanter aus als andere. Vielleicht hätte es dem Film besser gestanden, sich auf einige der interessanteren zu konzentrieren und sich für die mehr Zeit zu nehmen. So wird vieles jetzt nur angedeutet. Zudem nervt das Ende etwas. Hätte mir einen anderen Ausgang gewünscht.

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Martyman

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Bewertung9.0Herausragend

Es gibt viele Katastrophenfilme. Sehr viele.
Sehr viele gute. Und sehr viele schlechte.
Es gibt bildgewaltige Actiongemetzel bei Naturkatastrophen à la "The Day after Tomorrow" und "2012" von Emmerich und es gibt "ruhigere" Katastrophenthriller wie "Die Wolke" - und "Contagion".
Ich habe bislang noch niemanden gesehen, der es schaffte, die Ausbreitung eines tödlichen Virus so kühl, distanziert und dadurch insgesamt erschreckend realistisch darzustellen wie Steven Soderbergh, der mit "Contagion" ein wahrhaftiges Meisterwerk des aufgrund der zahlreichen B-Movies meist eher herablassend belächelten Genres inszenierte.
Das gelungene Drehbuch wird hervorragend in Szene gesetzt, die Kameraführung sorgt im Zusammenspiel mit der bedrohlichen Musik für Gänsehaut.
Die exzellente Darstellerriege mit hochkarätigen Stars gibt einem den Rest. Einfach cool: Armin Rohde, der sich inmitten der Hollywoodgrößen Matt Damon, Gwyneth Paltrow, Laurence Fishburne und Kate Winslet äußerst wohlzufühlen scheint.
Wenn man dann auch noch einen Hustenreiz verspürt, bekommt man es mächtig mit der Angst zu tun - ein gutes Omen, denn das beweist, wie man in den Film reingesogen und von ihm mitgerissen wird, genau so, wie es sein soll.
Das Ende und die ersten News in der Presse lassen auf eine erneute, ebenso gelungene filmische Infektion (natürlich im positiven Sinne!) hoffen, wie es "Contagion" war.
Die Inkubationszeit von ca. 101 min ging jedenfalls schnell vorbei und letztendlich lassen sich bestimmt viele Katastrophenfilmliebhaber mit Soderberghs "Contagion" infizieren; es lohnt sich, denn die Symptome sind Begeisterung und Respekt für einen richtig guten Thriller.

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mikkean

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein kleines Assoziation-Spielchen zum Thema "Contagion":

Soderbergh wirft eine Glücksmünze, auf deren beider Seiten ein Galgen prangt

die teuflische Seite der Globalisierung

die Apokalypse macht nicht vor der eigenen Haustür Halt

der Mensch richtet sich letztlich eben doch selbst zugrunde

Arm und Reich tanzen Hand in Hand ins Massen-Grab

wovor musst du mehr Angst haben - einem Bakterium oder der Pharma-Industrie?

auch Engel sprechen mit Teufelszungen, selbst wenn sie wie Jude Law aussehen

ein beklemmend dichte Geisterstunde nah an der Realität

Spekulativ faszinierend - echtes Angstfutter

weder übliches Moral-Geplänkel noch die immer gleichen Katastrophen-Szenen

die Stille ist unheimlicher als jeder Sturm

dies ist ein schönes, fies tief schneidendes Skalpell

eine echte "Ensemble"-Leistung

Prophezeiung oder doch Verhaltens-Katalog für die jüngste Zukunft?

das ist nicht nur die Paranoia, die auf deine Schulter klopft - es ist die Gewissheit, dass die
da schon Recht haben

Nichts für Sicherheits-Fanatiker, die es im Winter gern kuschelig haben, sich in ihre gepolsterten Kitsch-Kissenburgen verkrümeln, die beim fernen Donner-Grollen gleich den sonnigen Morgen herbeisehnen, die beim Krimi die Augen zumachen, wenn hinter jemanden der schwarze Schatten-Mann auftaucht, die Unglücke nur bei Kerzenlicht und Champagner erträglich finden - und für alle, die sich in der Bahn nicht mehr trauen, eine Stange anzufassen. Für diejenigen, die sich kaum die Hände waschen übrigens auch.

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