Allein: so what? Was bleibt, ist das Porträt eines Mannes, der im entscheidenden Moment entweder zu naiv war, oder too smart for his own good, vielleicht auch beides gleichzeitig.
Die Geschichte, die Soderbergh erzählt, ist ziemlich absurd, doch nicht durchweg witzig. Dennoch hat sich der Regisseur vorgenommen, eine schwarze Komödie beziehungsweise eine Satire abzuliefern. Es gibt einige lustige Momente, und die beschwingte Musik trägt auch ihren Teil bei, doch dem steht die Figur des Mark Whitacre entgegen, die im Laufe des Films immer mehr ihr Identifikationspotenzial verliert. Zudem gibt es so viele Irrungen und Wirrungen, dass es nicht immer einfach ist der Handlung zu folgen. Auch zum Ende hin wird Whitacres Motivation nicht vollständig erklärt, was etwas unbefriedigend ist. Somit ist „Der Informant!“ ein handwerklich gut gemachter Film mit einem glänzend aufgelegten Matt Damon, doch der ganz große Wurf ist Soderbergh nicht gelungen.
Schade nur, dass uns das so gleichgültig ist wie das Wetter auf dem Mond, denn die Figur, schwammig in ihren körperlichen und seelischen Konturen, vermag uns nie für ihre Perspektive einzunehmen. Keine Sekunde lang zieht uns Whitacre in seine fremde Welt hinein, und wenn er in den entscheidenden Momenten seiner Karriere über das Muster von Krawatten nachdenkt oder sich vergegenwärtigt, wie Eisbären fischen, dann erscheint das weder lustig noch tragisch, sondern nur angestrengt originell. Er sei, hat der 46-jährige Soderbergh unlängst in einem Interview deprimiert zu Protokoll gegeben, bald am Ende seiner Karriere angelangt, denn niemand möge mehr seine Filme sehen. Das ist nicht wahr. Wir möchten nur wieder die guten Soderbergh-Filme zurückhaben.
Soderberghs Karriere hat nun schon so manche Höhen und Tiefen erlebt. Ich vertraue darauf, dass - wenn er den richtigen Stoff in die Hände bekommt - schon bald wieder einen Film drehen könnte, der die Zuschauer so fesselt wie damals "Sex, Lies & Videotape", "Out of sight", "The Limey" oder "Traffic".
Auch wenn die einzelnen Elemente dieser fabulösen Lügengeschichte sehr schön sind, leidet die gut gespielte Story immer wieder an Durchhängern. Denn statt aus dem tolldreisten Stück das Maximum rauszuholen, verliert sich Soderbergh in vielen Nebensächlichkeiten, vergisst dabei seiner Hauptfigur und dessen Familie ein Innenleben zu geben und macht es damit unnötig schwierig sich für diese zu interessieren - zumal das Millieu des Schwindels jetzt nicht gerade dazu angetan ist, große Emotionen zu wecken.
[...]Es ist nicht zuletzt auch die verschachtelte Geschichte, die es dem Publikum nicht gerade leicht macht der Persönlichkeit Whitacre näher zu kommen. Anstatt so viel Augenmerk auf das Äußerliche zu richten, hätte sich Sonderbergh lieber eingehender mit seinem Protagonisten beschäftigt. Dieser bleibt einem nämlich relativ fremd, was durchaus Schade ist, da das Potential für eine tiefergehende Beschäftigung ja jederzeit vorhanden gewesen und mit Damon auch ein Darsteller verfügbar gewesen wäre, der dies adäquat hätte umsetzen können. So aber bleibt mal wieder die Gewissheit einen Sonderbergh gesehen zu haben, von dem man zwar nicht wirklich behaupten kann, dass es ein schlechter Film im eigentlichen Sinn gewesen wäre – aber eben auch kein Guter. Zu Beginn von „Der Informant“ weist Sonderbergh darauf hin, dass seine Geschichte zwar auf wahren Begebenheiten fußt, aber ansonsten eigentlich fast alles erfunden sei: „Ätsch!“ Eigentlich hätte er noch hinzufügen können, dass er mal wieder sein übliches Programm herunter geleiert hat und es ihm herzlich egal ist, was sein Publikum davon hält (was ja nicht unbedingt eine schlechte Eigenschaft sein muss): „Ätsch!“
Soderberghs Film ist Fiktion in der Fiktion. Im Unterschied zu Besseren seiner Zunft ist hier aber nichts mehr zu spüren oder zu sehen von der Lüge auf höchstem Niveau, von Lüge als Mittel des Widerstands und der Subversion. Was bleibt, ist also eine Komödie über einen dreisten Narr, der auf Michael-Crichton-Bücher steht, über das schöne Leben mit vier Porsches in der Garage, über einen notorischen aber charmanten Lügner einen Mensch voller Widersprüche - gut geschrieben, witzig, dabei alles in allem auch ein glatter Film, mit dem man Spaß hat, von dem aber über das Ende hinaus nicht viel bleibt.
Pummelig, mit Schnauzbart, einer riesigen Brille, der Frisur aus letztem Jahrtausend gibt er sich beim FBI den Codenamen 0014 - doppelt so schlau wie 007. Er versieht die heimlichen Tonband-Aufnahmen mit begeisterten Erklärungen, Als dann auch eine Kamera die konspirativen Treffen der Lebensmittel-Konzerne aufnimmt, liefern Soderbergh und Damon grandiosen Slapstick ab. Die flockige Harmlosigkeit schlägt sich auch in der Musik nieder, die es an Leichtigkeit mit Werbe-Melodien oder Aufzugs-Klassikern aufnehmen kann und wie immer bei Soderbergh einen großartigen Soundtrack abliefert. Hier teilen sich Figur, Film und Regisseur die Attribute unvergleichlich und einzigartig!
Gerade aus dieser ironischen Distanz zum Geschehen entwickelt „Der Informant!“ einen über weite Strecken beachtlichen Unterhaltungswert. Beachtlich deshalb, weil die Themen, die Soderberghs Wirtschafts-Farce verhandelt, auf den ersten Blick wenig „sexy“ erscheinen. In diesem Fall färbt jedoch die bunte, verspielte Verpackung auf den spröden Inhalt ab. Die größte Trumpfkarte des Films ist aber Matt Damon. Der Hollywood-Star war vermutlich noch nie so gut.
Mit einem Ausrufezeichen ist der Titel geschmückt, obgleich der Tonfall von Der Informant! eher ohne Punkt und Komma daherkommt. [...] Somit stellt er letztlich, und hier entspricht er dem Werk des Filmemachers insgesamt, eine einigermaßen zwiespältige Angelegenheit dar: Einerseits bleibt er auch in immerhin 108 zwar durchweg amüsanten, jedoch letzten Endes auch einigermaßen beliebigen und gerade im Hinblick auf die politische Dimension des Stoffes niemals so wirklich bissigen Minuten durchaus gehaltlos, andererseits finden sich doch die Konflikte der ästhetischen Postmoderne nachhaltig in seine Oberflächlichkeit eingeprägt.
Ungefähr in der Mitte des Films fällt folgender Satz: „Ich bin Agent 0014, weil ich doppelt so schlau bin wie James Bond“. Er wird im Scherz gesagt von Mark Whitcare (Matt Damon), doch da weiß man als Zuschauer bereits, dass er nicht so gemeint ist. Denn Whitcare hält sich mittlerweile in der Tat für einen überaus gerissenen Spion. Steven Soderbergh hat diese auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines nerdigen Spießers inszeniert und zeichnet ihn als einen tragischen Mann, der sich selbst in praktisch allen Bereichen seines Lebens zu Höherem berufen fühlt und ein Konstrukt aus Lügen aufbaut, das er selbst bald nicht mehr durchschaut. Dazu begeben wir uns in die frühen 1990er Jahre, denen Soderbergh jedoch – nicht zuletzt durch die eingeblendeten Zwischentitel und die sehr eigenwillige Musikuntermalung – eher einen Siebzigerjahre-Look verleiht. In diesem vom Regisseur bewusst karg und monoton gehaltenem Universum lebt und arbeitet Mark Whitcare…
Ungefähr in der Mitte des Films fällt folgender Satz: „Ich bin Agent 0014, weil ich doppelt so schlau bin wie James Bond“. Er wird im Scherz gesagt von Mark Whitcare (Matt Damon), doch da weiß man als Zuschauer bereits, dass er nicht so gemeint ist. Denn Whitcare hält sich mittlerweile in der Tat für einen überaus gerissenen Spion.
Steven Soderbergh hat diese auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines nerdigen Spießers inszeniert und zeichnet ihn als einen tragischen Mann, der sich selbst in praktisch allen Bereichen seines Lebens zu Höherem berufen fühlt und ein Konstrukt aus Lügen aufbaut, das er selbst bald nicht mehr durchschaut. Dazu begeben wir uns in die frühen 1990er Jahre, denen Soderbergh jedoch – nicht zuletzt durch die eingeblendeten Zwischentitel und die sehr eigenwillige Musikuntermalung – eher einen Siebzigerjahre-Look verleiht.
In diesem vom Regisseur bewusst karg und monoton gehaltenem Universum lebt und arbeitet Mark Whitcare. Ersteres zusammen mit seiner Frau Ginger (Melanie Lynskey) und ihrem gemeinsamen Sohn Alexander (Lucas Carroll) in einem großzügigen Anwesen. Letzteres im mittleren Management des Agrarkonzern ADM. Den schwärzt er jedoch mit der Behauptung beim FBI an, ADM und seine Mitbewerber würden Preisabsprachen für ihre Produkte treffen. Das FBI springt darauf an und will vom großspurig auftretenden Whitcare Beweise sehen. Der zeichnet darauf sichtlich begeistert heimlich Geschäftsbesprechungen auf Tonband auf. Das FBI ist zuerst auch äußerst angetan vom Eifer ihres Informanten, doch schon bald stellt sich heraus, dass Whitcare bei seinem Arbeitgeber in großem Stil Geld unterschlagen hat. So verliert er als Zeuge an Glaubwürdigkeit und verheddert sich zudem mit immer wieder veränderten Aussagen bald aussichtslos in einem Lügengeflecht.
Äußerst subtil inszeniert Soderbergh diese Hochstapler-Farce, nur leider nicht durchgängig unterhaltsam, spannend oder amüsant. Vor allem in der Mitte verzettelt er sich im ewiggleichen und dröge gestalteten Einerlei aus Treffen mit dem FBI, Kollegen oder Geschäftspartnern. Gegen Ende gewinnt dieses Porträt eines notorischen Lügners, den ein fast nicht mehr erkennbarer Matt Damon mit sichtlichem Spaß verkörpert, glücklicherweise wieder an Fahrt. Dies ist jedoch weniger den Machern zu verdanken als vielmehr der immer aberwitzigere Kapriolen schlagenden Story um einen Mann, der sich selbst maßlos überschätzte. Und genau dies trifft leider auch ein wenig auf Steven Soderbergh zu.
Steven Soderbergh hat mit The Informant! nach den Ocean's-Teilen wieder eine solide Komödie hingelegt, in der Damon zwar nicht brillieren kann, aber doch eine ordentliche, überzeugende Performance abliefert. Gegen Ende wird es dem Zuschauer nicht leicht gemacht, den Durchblick zu behalten, das tut dem Unterhaltungswert aber kaum einen Abbruch.
Der Informant! Ist eine seltsame, satirische Komödie, die Regisseur Steven Soderbergh mit einem flotten Ton erzählt, die mit dem sehr ernsthaften Thema kontrastiert. Die Geschichte über gesetzeswidriges Handeln von Firmen kommt zu einer sehr passenden Zeit in die Kinos. Soderbergh nimmt eine erste Nachricht und überspitzt sie ins Absurde. Die Resultate sind nicht immer hochwertig, aber sie sind mit Sicherheit bestechende.
„Der Informant ist faszinierend in der Art wie er zwei Lagen der Geschehnisse aufdeckt, die nicht immer sichtbar sind für die Zuschauer. Eine zweites Mal anschauen wäre sicherlich angebracht. Matt Damons Performance ist täuschend farblos.
Der Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, errichtet ein groteskes Lügengebäude, von dem man ständig erwartet, dass es wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Dieser Moment der Offenbarung wird jedoch immer wieder geschickt hinausgezögert, als Zuschauer bleibt man in der Gedankenwelt eines notorische Betrügers gefangen, in der die Grenzen zwischen Fakt und erfundenem Material zunehmend verschwimmen.
Damons Schauspiel beschränkt sich indes darauf, sich hinter dieser Maske zu verschanzen. Obwohl er einen Hoch-, ja einen Höchststapler mimt, wird das Spiel mit dem doppelten Boden nie wirklich als solches inszeniert (wie etwa vergleichsweise in Steven Spielbergs „Catch me if you can“). Das macht den Film ein wenig eindimensional, Soderbergh begnügte sich mit einer Komödie, statt zu einer großen Satire auszuholen. Und doch zeigt auch diese Komödie der Wirtschaftskriminalität sehr anschaulich, warum es in der Finanzkrise so weit kommen konnte: weil keiner den Durchblick hat.
Es gibt so Filme, da weiß man nicht, ob die positive Bewertung durch die beiden Glas Rotwein des Abends beflügelt wurde, . . . . Ich fand den Film originell, natürlich auch deshalb, weil eine wahre Geschichte der Hintergrund ist, und weil der Film eindeutig als Farce angelegt ist. Was mir irgendwann in den Kopf kam beim Sehen des Films, ist die tragische Figur des Ibrahim Böhme (Google machts möglich für alle Nichtwissenden oder als Sekundärliteratur "Genosse Judas" von Birgit Lahan!), der ein ähnliches Leben voller (anderer) Lügen um sich herum aufgebaut hat und sehr einsam gestorben ist.
Ich weiss nicht genau was ich von diesem Film halten soll...
Einerseits ist er durchaus witzig gemacht und die Musik ist toll eingesetzt. Auch Matt Damon spielt die Rolle gut. Aber irgendwie plätschert die Story realativ langsam dahin und hat mir somit überhaupt keinen Spass gemacht.
Was bleibt ist eine relativ gute Idee mit einigen guten Umsetzungs-Ansätzen.
Der Informant hätte ein richtig guter Wirtschaftsthriller werden können, herausgekommen ist ein Wall Street für ganz Arme. Matt Damon überzeugt in seiner Rolle, das war's aber auch schon an Highlights. Die Inszenierung ist unglaublich langatmig und macht die guten Ansätze des Lüge-oder-Wahrheit-Wechselspiels schnell zunichte. Dazu kommt der unglaublich alberne und unpassende Score, der das Geschehen auf dem Bildschirm schon bald grotesk lächerlich macht. Schade, hier trauert man den vergebenen Chancen richtig nach.
DER INFORMANT, nach einer wahren geschichte erzählt, ist ein kleines, feines Filmchen über die Kraft der Imagination, eine Hommage an die Lüge, ausgesprochen von einem ungewohnt stabilen, stark spielenden Matt Damon, der über weite Strecken eine ziemlich interresante Darstellung hinlegt und mir im Paket mit den angefutterten Pfunden sehr viel Spaß gemacht hat.
Das Drehbuch bzw. der Dialogwitz bleibt während des kompletten Filmes sehr dicht und konstant hervorragend. Überhaupt sind die Monologe ziemlich spaßig und haben den Film nochmal sehr versüßt.
Leider an den Kinokassen völlig zu Unrecht untergegangen.
The Informant! ist ein herrlicher Film, der einfach nur Spaß macht. Er hat zwar keine Lacher, ist aber auch nicht als Komödie konzipiert. Er lebt von seinem schrulligen Protagonisten, der undurchschaubar, durchtrieben, verrückt (oder vielleicht doch genial), aber irgendwie liebenswert ist. Matt Damon hat mir selten so gut gefallen wie in diesem Film. Die Inszenierung funktioniert wunderbar, ist an manchen Stellen etwas sprunghaft, was daran liegt, dass der Film immerhin eine Zeit von über 10 Jahren umfasst. Die Story ist verwirrend und gibt dem Zuschauer sehr wenig mit dem er arbeiten kann, somit steht man am Ende mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn da und fragt sich, was jetzt eigentlich Sache ist!? Sehr schön!
Am meisten darf man sich bei diesem Werk darüber freuen, einen Jason Bourne und einen Captain Archer mal in ungewohnten Rollen zu sehen. Matt Damon lässt sich mit viel Enthusiasmus auf den Charakter ein, auch wenn es hier und da etwas überzogen wirkt, merkt man deutlich, das er in der lage ist ein breiteres Repertoire zu bieten, als bisher gesehen. Scott Bakula überzeugt in der Rolle des leicht trotteligen FBI-Agenten und es ist eigentlich schade, das man ihn so selten auf der großen Leinwand zu sehen bekommt.
Es mag am Dreiergespann Soderbergh/Clooney/Damon liegen, aber die Bildmechanik erinnert schon ziemlich stark an die Ocean's-Trillogie, in die man nun versucht, diese Thematik mit ihrem ganz eigenen Tempo einzupassen. Während das noch einigermaßen gelingt, verliert sich die Dramaturgie leider etwas in der Detailzeichnung des Hauptprotagonisten, worunter auch Damon's Schauspiel leidet. Die gute Absicht, nämlich das ambivalente und gestörte des Charakters heraus zu arbeiten, ist zu erkennen, aber es fehlt hier einfach der rechte Biss.
Die zugrunde liegende Handlung wirkt sich zusätzlich wie Kaugummi-Rohmasse auf den Film aus, ein Skandal um Preisabsprachen in der Lebensmittelindustrie Anfang der 90er Jahre, ist nun mal kein Garant für ein gefesseltes Kinopublikum. Wie der Hauptprotagonist sein Konstrukt aus Wunschdenken und Lügen ausbreitet, dabei alle an der Nase herumführt, hätte zwar großes Potential gehabt, aber auch hier fehlt es wesentlich an Esprit in der Erzählung.
Unter dem Strich spiegelt der Streifen die Belanglosigkeit seiner Handlung voll und ganz wieder. Einen Sympathiebonus kann man für Matt Damon vergeben, ansonsten bleibt zu sagen: Kann man mal sehen, muss man aber nicht.
eine gute grundidee, die leider nicht richtig gut umgesetzt wurde. einzig matt damon und die atmosphäre des films überzeugen - die story wird von szene zu szene langatmiger. schade. habe mich sehr auf diesen film gefreut und wurde teilweise enttäuscht.
Man sollte keine Filme über solche Ereignisse drehen. Sie und ihre Hintergründe können zwar durchaus spannend sein, aber ein Film dazu ist es sicherlich nicht zwangsläufig auch. So auch The Informant, der leider auch einen Matt Damon in nicht allzu guter Form erwischt...
Die wahre Geschichte um Mark Whitacre hätte durchaus Potenzial gehabt für einen altmodischen aber ansprechenden Firmenthriller mit doppeltem Boden und einer Figurenbezogenen Dramaturgie. Eigentlich geht Steven Soderbergh auch diesen Weg bei seiner fünften Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Matt Damon, der trotz Gewichtszunahme und Schnauzbart recht deplaziert in der Rolle des Informanten wirkt. Das Problem bei Soderberghs Film ist, dass er steif umherpendelt und dabei weder spannende Spionageelemente hat, noch unterschwellige, humoristische Akzente besitzt, die dem Film allein vom Look her gut gestanden hätte.
"Der Informant" erweist sich als lang gezogenes Neutrum. Hier will nichts richtig funktionieren und dass die komplizierte Geschichte mit all ihren Charakteren, Lügen und Verwicklungen dabei noch sträflicherweise weder entschlackt noch aufgelockert wurde, macht aus Steven Soderberghs Film ein Werk dessen Unterhaltsamkeit penibel auf Sparflamme gehalten wird.
Schnarchend langweiliger Film über ein Thema, das man in einem Film einfach nicht spannend umsetzen kann. Außer schnarchend langweilig wohl. Kaum waren mir Charaktere und die Geschichte so gleichgültig wie hier. Da hilfts auch nix, dass Matt Damon mit Bart noch bescheuerter aussieht und die Musik uns Spaß und Freude suggerieren soll.
Ich hatte sehr hohe Erwartungen an diesen Film, weswegen ich zunächst bitter bitter enttäuscht war. Hier wurde aus stilistischen Gründen ein filmischer Volltreffer verschenkt.
War die reale Geschichte bereits zu gut oder was hat Soderbergh dazu bewogen, die Erzählweise so derb den faden Charakter des Protagonisten reflektieren zu lassen? Gut, dafür mag er bekannt sein: hier hätte man sich jedoch etwas weniger stilistische Intelligenz zu Gunsten von etwas mehr Dynamik gewünscht.
Die schauspielerische Leistung hat mich teiweise ziemlich begeistert - die Dialoge sind oft brilliant. Vielleicht ist es ja einer dieser Filme, der mit der Zeit wächst, wenn die falschen Erwartungen verklungen sind.
Der Informant! - Kritik
US 2009 Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Thriller, Komödie, Kinostart 05.11.2009
Kritiken (17) — Film: Der Informant!
Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenAllein: so what? Was bleibt, ist das Porträt eines Mannes, der im entscheidenden Moment entweder zu naiv war, oder too smart for his own good, vielleicht auch beides gleichzeitig.
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evants.com: eventsandtrends.com
Kommentar löschenDie Geschichte, die Soderbergh erzählt, ist ziemlich absurd, doch nicht durchweg witzig. Dennoch hat sich der Regisseur vorgenommen, eine schwarze Komödie beziehungsweise eine Satire abzuliefern. Es gibt einige lustige Momente, und die beschwingte Musik trägt auch ihren Teil bei, doch dem steht die Figur des Mark Whitacre entgegen, die im Laufe des Films immer mehr ihr Identifikationspotenzial verliert. Zudem gibt es so viele Irrungen und Wirrungen, dass es nicht immer einfach ist der Handlung zu folgen. Auch zum Ende hin wird Whitacres Motivation nicht vollständig erklärt, was etwas unbefriedigend ist. Somit ist „Der Informant!“ ein handwerklich gut gemachter Film mit einem glänzend aufgelegten Matt Damon, doch der ganz große Wurf ist Soderbergh nicht gelungen.
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A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung
Kommentar löschenSchade nur, dass uns das so gleichgültig ist wie das Wetter auf dem Mond, denn die Figur, schwammig in ihren körperlichen und seelischen Konturen, vermag uns nie für ihre Perspektive einzunehmen. Keine Sekunde lang zieht uns Whitacre in seine fremde Welt hinein, und wenn er in den entscheidenden Momenten seiner Karriere über das Muster von Krawatten nachdenkt oder sich vergegenwärtigt, wie Eisbären fischen, dann erscheint das weder lustig noch tragisch, sondern nur angestrengt originell. Er sei, hat der 46-jährige Soderbergh unlängst in einem Interview deprimiert zu Protokoll gegeben, bald am Ende seiner Karriere angelangt, denn niemand möge mehr seine Filme sehen. Das ist nicht wahr. Wir möchten nur wieder die guten Soderbergh-Filme zurückhaben.
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McAlloon 2010/04/09 00:09:12
Antwort löschenSoderberghs Karriere hat nun schon so manche Höhen und Tiefen erlebt. Ich vertraue darauf, dass - wenn er den richtigen Stoff in die Hände bekommt - schon bald wieder einen Film drehen könnte, der die Zuschauer so fesselt wie damals "Sex, Lies & Videotape", "Out of sight", "The Limey" oder "Traffic".
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAuch wenn die einzelnen Elemente dieser fabulösen Lügengeschichte sehr schön sind, leidet die gut gespielte Story immer wieder an Durchhängern. Denn statt aus dem tolldreisten Stück das Maximum rauszuholen, verliert sich Soderbergh in vielen Nebensächlichkeiten, vergisst dabei seiner Hauptfigur und dessen Familie ein Innenleben zu geben und macht es damit unnötig schwierig sich für diese zu interessieren - zumal das Millieu des Schwindels jetzt nicht gerade dazu angetan ist, große Emotionen zu wecken.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Es ist nicht zuletzt auch die verschachtelte Geschichte, die es dem Publikum nicht gerade leicht macht der Persönlichkeit Whitacre näher zu kommen. Anstatt so viel Augenmerk auf das Äußerliche zu richten, hätte sich Sonderbergh lieber eingehender mit seinem Protagonisten beschäftigt. Dieser bleibt einem nämlich relativ fremd, was durchaus Schade ist, da das Potential für eine tiefergehende Beschäftigung ja jederzeit vorhanden gewesen und mit Damon auch ein Darsteller verfügbar gewesen wäre, der dies adäquat hätte umsetzen können. So aber bleibt mal wieder die Gewissheit einen Sonderbergh gesehen zu haben, von dem man zwar nicht wirklich behaupten kann, dass es ein schlechter Film im eigentlichen Sinn gewesen wäre – aber eben auch kein Guter. Zu Beginn von „Der Informant“ weist Sonderbergh darauf hin, dass seine Geschichte zwar auf wahren Begebenheiten fußt, aber ansonsten eigentlich fast alles erfunden sei: „Ätsch!“ Eigentlich hätte er noch hinzufügen können, dass er mal wieder sein übliches Programm herunter geleiert hat und es ihm herzlich egal ist, was sein Publikum davon hält (was ja nicht unbedingt eine schlechte Eigenschaft sein muss): „Ätsch!“
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenSoderberghs Film ist Fiktion in der Fiktion. Im Unterschied zu Besseren seiner Zunft ist hier aber nichts mehr zu spüren oder zu sehen von der Lüge auf höchstem Niveau, von Lüge als Mittel des Widerstands und der Subversion. Was bleibt, ist also eine Komödie über einen dreisten Narr, der auf Michael-Crichton-Bücher steht, über das schöne Leben mit vier Porsches in der Garage, über einen notorischen aber charmanten Lügner einen Mensch voller Widersprüche - gut geschrieben, witzig, dabei alles in allem auch ein glatter Film, mit dem man Spaß hat, von dem aber über das Ende hinaus nicht viel bleibt.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenPummelig, mit Schnauzbart, einer riesigen Brille, der Frisur aus letztem Jahrtausend gibt er sich beim FBI den Codenamen 0014 - doppelt so schlau wie 007. Er versieht die heimlichen Tonband-Aufnahmen mit begeisterten Erklärungen, Als dann auch eine Kamera die konspirativen Treffen der Lebensmittel-Konzerne aufnimmt, liefern Soderbergh und Damon grandiosen Slapstick ab. Die flockige Harmlosigkeit schlägt sich auch in der Musik nieder, die es an Leichtigkeit mit Werbe-Melodien oder Aufzugs-Klassikern aufnehmen kann und wie immer bei Soderbergh einen großartigen Soundtrack abliefert. Hier teilen sich Figur, Film und Regisseur die Attribute unvergleichlich und einzigartig!
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«The Informant!» ist eine köstliche Tragikomödie über Schein und Sein mit einer der aussergewöhnlichsten Hauptfiguren der letzten Jahre.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenWer hätte gedacht, dass Psychopathologie so amüsant und unterhaltsam sein kann.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenGerade aus dieser ironischen Distanz zum Geschehen entwickelt „Der Informant!“ einen über weite Strecken beachtlichen Unterhaltungswert. Beachtlich deshalb, weil die Themen, die Soderberghs Wirtschafts-Farce verhandelt, auf den ersten Blick wenig „sexy“ erscheinen. In diesem Fall färbt jedoch die bunte, verspielte Verpackung auf den spröden Inhalt ab. Die größte Trumpfkarte des Films ist aber Matt Damon. Der Hollywood-Star war vermutlich noch nie so gut.
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Jochen Werner: critic.de
Kommentar löschenMit einem Ausrufezeichen ist der Titel geschmückt, obgleich der Tonfall von Der Informant! eher ohne Punkt und Komma daherkommt. [...] Somit stellt er letztlich, und hier entspricht er dem Werk des Filmemachers insgesamt, eine einigermaßen zwiespältige Angelegenheit dar: Einerseits bleibt er auch in immerhin 108 zwar durchweg amüsanten, jedoch letzten Endes auch einigermaßen beliebigen und gerade im Hinblick auf die politische Dimension des Stoffes niemals so wirklich bissigen Minuten durchaus gehaltlos, andererseits finden sich doch die Konflikte der ästhetischen Postmoderne nachhaltig in seine Oberflächlichkeit eingeprägt.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenUngefähr in der Mitte des Films fällt folgender Satz: „Ich bin Agent 0014, weil ich doppelt so schlau bin wie James Bond“. Er wird im Scherz gesagt von Mark Whitcare (Matt Damon), doch da weiß man als Zuschauer bereits, dass er nicht so gemeint ist. Denn Whitcare hält sich mittlerweile in der Tat für einen überaus gerissenen Spion.
Steven Soderbergh hat diese auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines nerdigen Spießers inszeniert und zeichnet ihn als einen tragischen Mann, der sich selbst in praktisch allen Bereichen seines Lebens zu Höherem berufen fühlt und ein Konstrukt aus Lügen aufbaut, das er selbst bald nicht mehr durchschaut. Dazu begeben wir uns in die frühen 1990er Jahre, denen Soderbergh jedoch – nicht zuletzt durch die eingeblendeten Zwischentitel und die sehr eigenwillige Musikuntermalung – eher einen Siebzigerjahre-Look verleiht.
In diesem vom Regisseur bewusst karg und monoton gehaltenem Universum lebt und arbeitet Mark Whitcare…
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Sm0K1ngGnu
Kommentar löschenSteven Soderbergh hat mit The Informant! nach den Ocean's-Teilen wieder eine solide Komödie hingelegt, in der Damon zwar nicht brillieren kann, aber doch eine ordentliche, überzeugende Performance abliefert. Gegen Ende wird es dem Zuschauer nicht leicht gemacht, den Durchblick zu behalten, das tut dem Unterhaltungswert aber kaum einen Abbruch.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenDer Informant! Ist eine seltsame, satirische Komödie, die Regisseur Steven Soderbergh mit einem flotten Ton erzählt, die mit dem sehr ernsthaften Thema kontrastiert. Die Geschichte über gesetzeswidriges Handeln von Firmen kommt zu einer sehr passenden Zeit in die Kinos. Soderbergh nimmt eine erste Nachricht und überspitzt sie ins Absurde. Die Resultate sind nicht immer hochwertig, aber sie sind mit Sicherheit bestechende.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschen„Der Informant ist faszinierend in der Art wie er zwei Lagen der Geschehnisse aufdeckt, die nicht immer sichtbar sind für die Zuschauer. Eine zweites Mal anschauen wäre sicherlich angebracht. Matt Damons Performance ist täuschend farblos.
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenDer Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, errichtet ein groteskes Lügengebäude, von dem man ständig erwartet, dass es wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Dieser Moment der Offenbarung wird jedoch immer wieder geschickt hinausgezögert, als Zuschauer bleibt man in der Gedankenwelt eines notorische Betrügers gefangen, in der die Grenzen zwischen Fakt und erfundenem Material zunehmend verschwimmen.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDamons Schauspiel beschränkt sich indes darauf, sich hinter dieser Maske zu verschanzen. Obwohl er einen Hoch-, ja einen Höchststapler mimt, wird das Spiel mit dem doppelten Boden nie wirklich als solches inszeniert (wie etwa vergleichsweise in Steven Spielbergs „Catch me if you can“). Das macht den Film ein wenig eindimensional, Soderbergh begnügte sich mit einer Komödie, statt zu einer großen Satire auszuholen. Und doch zeigt auch diese Komödie der Wirtschaftskriminalität sehr anschaulich, warum es in der Finanzkrise so weit kommen konnte: weil keiner den Durchblick hat.
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Kommentare (47) — Film: Der Informant!
Kommentar schreibenalter.native 2012/01/25 23:52:31
Kommentar löschenEs gibt so Filme, da weiß man nicht, ob die positive Bewertung durch die beiden Glas Rotwein des Abends beflügelt wurde, . . . . Ich fand den Film originell, natürlich auch deshalb, weil eine wahre Geschichte der Hintergrund ist, und weil der Film eindeutig als Farce angelegt ist. Was mir irgendwann in den Kopf kam beim Sehen des Films, ist die tragische Figur des Ibrahim Böhme (Google machts möglich für alle Nichtwissenden oder als Sekundärliteratur "Genosse Judas" von Birgit Lahan!), der ein ähnliches Leben voller (anderer) Lügen um sich herum aufgebaut hat und sehr einsam gestorben ist.
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Greenwich05 2012/01/09 23:13:05
Kommentar löschender langweiligste Film aller Zeiten, es kommt NULL Spannung auf! Nur zu empfehlen bei akuten Einschlafproblemen!
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based_god 2011/11/19 18:08:33
Kommentar löschenIch weiss nicht genau was ich von diesem Film halten soll...
Einerseits ist er durchaus witzig gemacht und die Musik ist toll eingesetzt. Auch Matt Damon spielt die Rolle gut. Aber irgendwie plätschert die Story realativ langsam dahin und hat mir somit überhaupt keinen Spass gemacht.
Was bleibt ist eine relativ gute Idee mit einigen guten Umsetzungs-Ansätzen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
VisitorQ 2011/10/24 10:48:08
Kommentar löschenSo gut und beinahe an allen vorbeigegangen, auch an mir.
Un-
Fass-
Bar
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cruzha 2011/08/26 12:05:12
Kommentar löschenDer Informant hätte ein richtig guter Wirtschaftsthriller werden können, herausgekommen ist ein Wall Street für ganz Arme. Matt Damon überzeugt in seiner Rolle, das war's aber auch schon an Highlights. Die Inszenierung ist unglaublich langatmig und macht die guten Ansätze des Lüge-oder-Wahrheit-Wechselspiels schnell zunichte. Dazu kommt der unglaublich alberne und unpassende Score, der das Geschehen auf dem Bildschirm schon bald grotesk lächerlich macht. Schade, hier trauert man den vergebenen Chancen richtig nach.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
CapitanKnaecke 2011/07/29 13:53:26
Kommentar löschenDER INFORMANT, nach einer wahren geschichte erzählt, ist ein kleines, feines Filmchen über die Kraft der Imagination, eine Hommage an die Lüge, ausgesprochen von einem ungewohnt stabilen, stark spielenden Matt Damon, der über weite Strecken eine ziemlich interresante Darstellung hinlegt und mir im Paket mit den angefutterten Pfunden sehr viel Spaß gemacht hat.
Das Drehbuch bzw. der Dialogwitz bleibt während des kompletten Filmes sehr dicht und konstant hervorragend. Überhaupt sind die Monologe ziemlich spaßig und haben den Film nochmal sehr versüßt.
Leider an den Kinokassen völlig zu Unrecht untergegangen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
facepalm 2011/07/29 13:55:07
Antwort löschenKurz und knackig ;) Gefällt mir. Klingt auch gut :) Hab den bisher immer gemieden, aber jetzt wenigstens mal auf die Liste :)
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CapitanKnaecke 2011/07/29 14:02:59
Antwort löschenmuss ja nicht immer ellenlang sein :D
Aber Dank dir trotzdem!
based_god 2011/11/19 18:09:49
Antwort löschenDa gingen unsere Meinungen ja mal grossartig auseinander.:. ^^
ash-williams 2011/05/11 00:21:00
Kommentar löschenThe Informant! ist ein herrlicher Film, der einfach nur Spaß macht. Er hat zwar keine Lacher, ist aber auch nicht als Komödie konzipiert. Er lebt von seinem schrulligen Protagonisten, der undurchschaubar, durchtrieben, verrückt (oder vielleicht doch genial), aber irgendwie liebenswert ist. Matt Damon hat mir selten so gut gefallen wie in diesem Film. Die Inszenierung funktioniert wunderbar, ist an manchen Stellen etwas sprunghaft, was daran liegt, dass der Film immerhin eine Zeit von über 10 Jahren umfasst. Die Story ist verwirrend und gibt dem Zuschauer sehr wenig mit dem er arbeiten kann, somit steht man am Ende mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn da und fragt sich, was jetzt eigentlich Sache ist!? Sehr schön!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Thomas Günter 2011/03/12 18:51:38
Kommentar löschenVoll lustig undurschaubar, aber sehr, sehr geil
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Freak239 2011/03/08 20:38:04
Kommentar löschenDie Geschichte an sich ist natürlich total geil, erst recht da sie wahr ist, aber für einen guten Film hat diese nicht gereicht.
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Jason Bourne 2011/02/18 13:00:29
Kommentar löschenLangweilige Satire ohne höepunkt. Einzig Matt Damon und Scott Bakula sorgen dafür das der Informan nich vollständig versagt.
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satyrrrr 2011/01/17 20:45:10
Kommentar löschenAm meisten darf man sich bei diesem Werk darüber freuen, einen Jason Bourne und einen Captain Archer mal in ungewohnten Rollen zu sehen. Matt Damon lässt sich mit viel Enthusiasmus auf den Charakter ein, auch wenn es hier und da etwas überzogen wirkt, merkt man deutlich, das er in der lage ist ein breiteres Repertoire zu bieten, als bisher gesehen. Scott Bakula überzeugt in der Rolle des leicht trotteligen FBI-Agenten und es ist eigentlich schade, das man ihn so selten auf der großen Leinwand zu sehen bekommt.
Es mag am Dreiergespann Soderbergh/Clooney/Damon liegen, aber die Bildmechanik erinnert schon ziemlich stark an die Ocean's-Trillogie, in die man nun versucht, diese Thematik mit ihrem ganz eigenen Tempo einzupassen. Während das noch einigermaßen gelingt, verliert sich die Dramaturgie leider etwas in der Detailzeichnung des Hauptprotagonisten, worunter auch Damon's Schauspiel leidet. Die gute Absicht, nämlich das ambivalente und gestörte des Charakters heraus zu arbeiten, ist zu erkennen, aber es fehlt hier einfach der rechte Biss.
Die zugrunde liegende Handlung wirkt sich zusätzlich wie Kaugummi-Rohmasse auf den Film aus, ein Skandal um Preisabsprachen in der Lebensmittelindustrie Anfang der 90er Jahre, ist nun mal kein Garant für ein gefesseltes Kinopublikum. Wie der Hauptprotagonist sein Konstrukt aus Wunschdenken und Lügen ausbreitet, dabei alle an der Nase herumführt, hätte zwar großes Potential gehabt, aber auch hier fehlt es wesentlich an Esprit in der Erzählung.
Unter dem Strich spiegelt der Streifen die Belanglosigkeit seiner Handlung voll und ganz wieder. Einen Sympathiebonus kann man für Matt Damon vergeben, ansonsten bleibt zu sagen: Kann man mal sehen, muss man aber nicht.
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schnix84 2010/12/11 12:29:32
Kommentar löscheneine gute grundidee, die leider nicht richtig gut umgesetzt wurde. einzig matt damon und die atmosphäre des films überzeugen - die story wird von szene zu szene langatmiger. schade. habe mich sehr auf diesen film gefreut und wurde teilweise enttäuscht.
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Bösewicht 2010/11/30 22:30:22
Kommentar löschenMan sollte keine Filme über solche Ereignisse drehen. Sie und ihre Hintergründe können zwar durchaus spannend sein, aber ein Film dazu ist es sicherlich nicht zwangsläufig auch. So auch The Informant, der leider auch einen Matt Damon in nicht allzu guter Form erwischt...
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emaka 2010/11/14 19:12:22
Kommentar löschenIch bin immer mal wieder eingenickt...
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stuforcedyou 2010/09/17 10:20:25
Kommentar löschenDie wahre Geschichte um Mark Whitacre hätte durchaus Potenzial gehabt für einen altmodischen aber ansprechenden Firmenthriller mit doppeltem Boden und einer Figurenbezogenen Dramaturgie. Eigentlich geht Steven Soderbergh auch diesen Weg bei seiner fünften Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Matt Damon, der trotz Gewichtszunahme und Schnauzbart recht deplaziert in der Rolle des Informanten wirkt. Das Problem bei Soderberghs Film ist, dass er steif umherpendelt und dabei weder spannende Spionageelemente hat, noch unterschwellige, humoristische Akzente besitzt, die dem Film allein vom Look her gut gestanden hätte.
"Der Informant" erweist sich als lang gezogenes Neutrum. Hier will nichts richtig funktionieren und dass die komplizierte Geschichte mit all ihren Charakteren, Lügen und Verwicklungen dabei noch sträflicherweise weder entschlackt noch aufgelockert wurde, macht aus Steven Soderberghs Film ein Werk dessen Unterhaltsamkeit penibel auf Sparflamme gehalten wird.
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metal1bob 2010/08/13 00:09:58
Kommentar löschenSchnarchend langweiliger Film über ein Thema, das man in einem Film einfach nicht spannend umsetzen kann. Außer schnarchend langweilig wohl. Kaum waren mir Charaktere und die Geschichte so gleichgültig wie hier. Da hilfts auch nix, dass Matt Damon mit Bart noch bescheuerter aussieht und die Musik uns Spaß und Freude suggerieren soll.
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rudi_thebest 2010/08/10 12:40:39
Kommentar löschenAlso wenn ich meinen Socken beim trocknen zusehe habe ich mehr spaß dabei!
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Gentleman Jack 2010/07/08 22:24:46
Kommentar löschenIch hatte sehr hohe Erwartungen an diesen Film, weswegen ich zunächst bitter bitter enttäuscht war. Hier wurde aus stilistischen Gründen ein filmischer Volltreffer verschenkt.
War die reale Geschichte bereits zu gut oder was hat Soderbergh dazu bewogen, die Erzählweise so derb den faden Charakter des Protagonisten reflektieren zu lassen? Gut, dafür mag er bekannt sein: hier hätte man sich jedoch etwas weniger stilistische Intelligenz zu Gunsten von etwas mehr Dynamik gewünscht.
Die schauspielerische Leistung hat mich teiweise ziemlich begeistert - die Dialoge sind oft brilliant. Vielleicht ist es ja einer dieser Filme, der mit der Zeit wächst, wenn die falschen Erwartungen verklungen sind.
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Gwaihir 2010/07/06 19:21:44
Kommentar löschenDer schnellste Weg einzuschlafen !!! Dröge, langatmige Story, die trotz guter Besetzung, nicht überzeugen kann. Gute Nacht...
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NastyNast 2010/07/01 10:38:46
Kommentar löschenMatt Damon spielt in guten Filmen mit! Die Story klingt auch sehr ansprechend!! Dann sollte der Film ja nicht so schlecht sein...
"Maaaaaaaaan, wann ist er endlich vorbei?!!!" Super hammer mega langweilig!!!!!!!!!!!! Einmal und NIE wieder!!!!!
3 Punkte nur wegen der Story!!
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