The Tree - Kritik

The Tree / AT: Der Baum

AU/FR · 2010 · Laufzeit 100 Minuten · FSK 6 · Drama · Kinostart
Du
  • 8

    Der Film ist ungewohnt ruhig. Es gibt zwar einen sehr passenden Soundtrack, doch sehr oft müssen die Bilder sprechen und das tun sie, ohne Frage. Das offene Ende nach dem fulminanten Finale unterbindet quasi ein Happyend, das in diesem Fall allerdings dann doch sehr erzwungen gewesen wäre. Nichts desto trotz ist The Tree kein verstörender Film der den Zuschauer nach Einsetzten des Abspanns perplex zurücklässt und auch kein Werk, das irgendwelche mystischen, übernatürlichen und auch nicht religiösen Wunder nahe legen will, es ist einfach nur ein wunderschöner Streifen über Liebe und dessen Kraft.

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    • 7

      Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ist sich die achtjährige Simone sicher, dass er, dass seine Seele, in dem großen Feigenbaum hinter dem Haus weiterlebt und durch Sonnenstrahlen und das Rauschen des Windes in den Blättern mit ihr kommuniziert. Sanft und feinfühlig entfaltet sich dabei im Schatten des mächtigen Maulbeergewächses ein berührendes Porträt der Welt und derer, die sie bevölkern, und berichtet leise von Glück, Trauer, Liebe, Verlust und Hoffnung. Charlotte Gainsbourg überzeugt, die Kinderdarsteller ebenfalls, und trotzdem rückt die tolle Besetzung schnell in den Hintergrund. "The Tree" ist mehr als ein kleines Familiendrama, zeichnet behagliche Bilder der Natur, alles ist verbunden, und des Mysteriums des Lebens.

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      • 6

        Das Ende ließ den Film etwas selbstverliebter dastehen als er (davor) eigentlich war. Wenn das irgendwie nach Sinn klingt.
        Wie dem auch sei, das Ende passte überhaupt nicht rein und war kacke.

        • 6 .5

          hatt ne schöne stimmung rübergebracht aber groß gefühle kamen nicht auf.

          1
          • 7

            Das ist schon so eine Sache mit den Gefühlen der Trauer, ist alles nicht so ganz logisch. Der Film hat mich durch die hervorragende schauspielerische Leistung der kleinen Simone begeistert.

            • 4 .5

              Deutlich ist hier eine Autorin- und RegiesseurInnen-Handschrift zu bemerken. Das könnte auch sehr gut sein, wie beispielsweise bei Sofia Coppola. Wenn ich jedoch Sätze von Achtjährigen an Erwachsene wie "Verstehst du denn nicht?" oder "euch ist das egal" vernehme, und daraufhin lebenswichtige Entscheidungen getroffen werden, sehe ich die intellektuell, emanzipierte Pädagogen-Mama, welche schon immer, und unumwerflich auch in der Zukunft alles aus dem Bauch heraus macht, vor meinem inneren Auge. Dass die Mutter von vier Kids so ganz nach ihrer Fasson, mal so, mal so, machen kann, geht allerdings nur, weil alle, auch der Arbeitgeber, immer für ihre Extrawürste vollstes Verständnis haben. Das war mit Sicherheit schon so, bevor der Mann, der Vorzeige-Vater, gestorben ist.
              Wunderschöne Bilder hat der Film, welche sich in die vor sich hin plätschernde Dramaturgie einpassen.

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              • 7 .5

                Die Darsteller in diesem Film sind durchweg genauso beeindruckend, wie der Titelheld und die Landschaft, in der er steht. Man kann spüren, dass die Regisseurin ähnliche Erfahrungen gemacht haben muss und ihre Hauptdarstellerin auf den richtigen Weg zu führen vermag. Sie kitzelt nur leicht an der Tränendrüse und lässt dadurch noch viel Raum für eine augenzwinkernde und hoffnungsgebende Auseinandersetzung mit den großen Themen Liebe, Verlust und Tod.

                7
                • 6 .5

                  Es ist schon eine Weile her, dass ich zufällig entdeckte, dass Charlotte Gainsbourg mal wieder im Kino lief und ich noch am gleichen Abend rübergehechtet bin. Erinnern kann ich mich vor allem an meine Enttäuschung - Charlotte zu sehen, ist trotzdem schön, aber hier muss ich mehr das "Trotzdem" bewerten. Zu lange her, um wirklich in Details gehen zu können, aber ich empfand den Stoff vor allem als aufdringlich, dick gemacht, künstlich. Schade.

                  • 6 .5

                    Es ist positiv das der Film mich zum nachdenken bringt, aber so richtig umgehauen hat er mich nicht. Empfehlen kann ich diesen Film aber trotzdem.

                    • 6 .5

                      Der Film ist sehr melancolisch und nachdenklich. War jetzt nicht der Super Film aber er war ok. Das schönste Zitat aus dem Film ist:
                      "ich mein, man kann glücklich sein im leben oder traurig...und ich will glücklich sein, also bin ich's eben!" (Sagte die Tochter)

                      • 9 .5

                        The Tree hat mich total berührt. Einer der besten Filme des Jahres, soviel kann ich sagen.

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                        • 7 .5

                          Wenn es um Trauerbewältigung in Spielfilmen geht, bedarf es eines zurückhaltenden Gestus. Zu viele Regisseure tappen allzu gerne in die Esoterik-Kitsch-Falle. Zuletzt der große Peter Jackson mit seinem Flop "The Lovely Bones“ (2009) oder einige Jahre zuvor Vincent Ward mit seinem Rührstück "What Dreams may come" (Hinter dem Horizont, 1998). Für ihren zweiten Spielfilm hat sich die Französin Julie Bertucelli ausgerechnet den Judy Pascoe Bestseller "Our Father who Art in the Tree", der auf Deutsch den banalen Titel "Erzähl mir, großer Baum" trägt, ausgesucht. Es ist die Erzählung einer Achtjährigen, die den Tod ihres Vaters betrauert. Eine mutige Wahl. Schließlich liegt die Gefahr, auch hier unter der Last der Symbolik zu zerbrechen oder unter einem animistischen Furor zwischen Pathos, Fantasy und Kinderaugen-Kitsch den Faden zu verlieren auf der Hand. Siehe Peter Jackson, Vincent Ward und Co.

                          Hätte, wäre, wenn ..... So viel darf man vorweg nehmen: Nichts dergleichen passiert.

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                          • 8

                            Es ist dieser Baum, der Julie Bertuccellis neuen Film The Tree besonders macht. [...]
                            So ist ihr mit "The Tree", der übrigens nach der Vorlage der australischen Bestsellerautorin Judy Pascoe entstanden ist, eine nicht unangenehme, manchmal sogar berührende Mädchenfantasie gelungen, die so verschnörkelt wie der Eintrag der besten Freundin im Poesiealbum daherkommt - dank Charlotte Gainsbourgs stets verwehtem Langhaar auch hin und wieder hippieesk und insgesamt meist wohltuend leicht und unpathetisch. [...]
                            Das Bedauern, dass "The Tree" sich nicht wirklich vom Baum verleiten lässt, in den er so verliebt ist, bleibt trotzdem als diffuses Grundgefühl.

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                            • 5 .5

                              Nach einem gewaltigen Wirbelsturm geht nicht nur das Haus an der übermächtigen Kraft des Baums zugrunde; auch die Erzählung über Verlust und Trauer, die dank der subtilen Darstellung Charlotte Gainsbourgs immer wieder intensive Momente entfaltet, wird von der Gewalt dieses Naturwunders letztendlich niedergedrückt.

                              • 8 .5

                                Charlotte Gainsbourg nach ihren Grenzgängen für "Antichrist" wiederzusehen in einer so vielschichtigen, souveränen Rolle wie in The Tree, ist ein großes Vergnügen.

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                                • 8 .5

                                  [...] Bertucelli hat keine Scheu vor Metaphern. Sie vertraut sich der Symbolkraft ihrer Titelfigur an, welche der Idee des Wachsens und Gedeihens eine solide Konsistenz verleiht. Wie groß ist die Seele eines Menschen, fragt Simone einmal in ihrem Versteck im Geäst. Den Film geniert die Frage nicht. Es wird manchen Zuschauer an einen Scheideweg führen, dass Bertucelli The Tree zwischen dem Prinzip des Möglichen und dem Märchenhaften schillern lässt.

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                                  • ?

                                    ja? nein? unentschlossenhei macht sich breit...

                                    • 8 .5

                                      The Tree ist nie sentimental oder melodramatisch. Eine irritierende Ruhe liegt in den Bildern, auch wenn sie Bewegendes zeigen. Eine große Leistung, die einen nachhaltig für diesen eigenwilligen Film einnimmt.

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                                      • 6 .5

                                        Obwohl die Kamera von Nigel Bluck der urtümlichen Natur Australiens schöne Bilder entnimmt, verkommt die eindrucksvolle Landschaft über weite Strecken zu einer von der ebenso kitschigen Filmmusik untermalten Postkartenkulisse. Charlotte Gainsbourg bemüht sich zwar, die unausgegorene Figurenzeichnung und ihre seichten Dialoge mit einer von den Naheinstellungen der Kamera unterstützten Leinwandpräsenz zu konterkarieren. Aber den tiefgreifenden Eindruck hinterlässt eher die kleine Morgana Davies als achtjährige Simone.

                                        „The Tree“ deutet an einigen Stellen an, der verstorbene Vater lebe im Baum weiter. Dies geht jedoch nicht über Anspielungen hinaus. Dazu führt Regisseurin Julie Bertucelli selbst aus, ihr Film „flirtet mit den Möglichkeiten des Übernatürlichen, und ist zugleich ganz tief in der Wirklichkeit verwurzelt.“ Bertucellis Film spielt mit gegensätzlichen Interpretationen: Für George stellt sich das Wuchern des Baumes als schlichte Naturkatastrophe dar, Dawns und Simones Beziehung zum Baum ist jedoch mit zweideutigen Empfindungen aufgeladen. Als irritierend für den Zuschauer stellt sich jedoch heraus, dass Julie Bertuccelli nicht konsequent aus der Sicht des Kindes erzählt, sondern die Mutter mit einbezieht. Denn auf einen Erwachsenen übertragen, wirken die durchaus poetischen Fantasien des Kindes an manchen Stellen einfach infantil. Dennoch: Der Baum kann lediglich als Metapher, und Bertucellis „The Tree“ als ein Drama über Träume und Wirklichkeit, über die Trauerbewältigung angesehen werden.

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                                          wuah, charlotte gainsbourg... sorry, aber ich ertrage die frau keine 5 minuten, da kann man mir noch so viel über ihre ausstrahlung (WO???) und ihr talent (ach ja???) erzählen. und dann noch der baumreinkarnationsquatsch-new_age-waschweib-wir machen einen frauenabend-und riechen-an-räucherstäbchen-hokuspokus.

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                                          • 7 .5

                                            Sanft rauschende Blätter, gefährlich fallende Äste und wild wuchernde Wurzeln - in Julie Bertuccellis Besteller-Verfilmung spielt der hölzerne Titan eine ambivalente Rolle zwischen beschützend und bedrohlich. [...] Die Faszination der australischen Landschaft, die hier zur Seelenlandschaft wird, fängt die Kamera geschickt ein, ohne in Postkartenklischees zu verfallen. [...] "The Tree" ist ein kleiner Film, ein Drama über eine Frau und ihre Familie, die wieder neu ins Leben finden müssen.

                                            • 8

                                              Eine Geschichte von Abschied und Trauer, in der unter betörend blauem und weitem Himmel von ganz ferne die Mystik aus Peter Weirs „Picknick am Valentinstag“ anklingt. Auch in „The Tree“ schwebt die Musik. Regisseurin Julie Bertucelli schafft es vor allem durch das sichere Spiel von Charlotte Gainsbourg, die sehr ungewöhnliche Geschichte [...] glaubwürdig und gerade nicht „spinnert“ zu präsentieren.

                                              • 7 .5

                                                Wie eine Familie mithilfe der Fantasie den Tod eines Angehörigen bewältigt, ist das große Thema der französischen Regisseurin Julie Bertuccelli. In ihrem preisgekrönten Erstling "Seit Otar fort ist" lassen ihre Tochter und Enkelin eine alte Georgierin im Glauben, ihr im Ausland verunglückter Sohn lebe noch, indem sie unter seinem Namen Briefe an sie richten. "The Tree" nun, nach Judy Pascoes erfolgreichen Kinderroman "Die Geschichte vom großen Baum", nähert sich dem Sujet aus kindlicher Perspektive und eröffnet dabei sehr reizvoll unterschiedliche Lesarten. So können Umweltschützer den Film als liebenswertes Plädoyer für den Erhalt der Natur verstehen. Psychologen werden den Baum dagegen eher als Metapher für ein Problem ansehen, das solange verdrängt wird, bis es allen im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf gewachsen ist. Auch spirituelle Erfahrungen mit Energien von Verstorbenen stehen im Raum, wobei Regisseurin Bertuccelli sie dem Betrachter nicht mit esoterischem Eifer aufdrängt. Man kann daran glauben oder auch nicht.

                                                • 9

                                                  Ein wunderschöner Film mit einer tollen Charlotte Gainsbourg und hervorragenden Kinderdarstellern. Neben den großartigen Schauspielern überzeugt auch das Drehbuch, die Kamera und der Soundtrack. Ein durch und durch gelungener Film in der Kategorie Klein, aber sehr fein.

                                                  • 7 .5

                                                    Morgana Davies in der Rolle der eigenwilligen und lebhaften 8-Jährigen Simone ist fantastisch! The tree ist mit seinen Aufnahmen der australischen Landschaft, den weiten Feldern, dem imposanten Feigenbaum und seinen Naturgewalten erfrischend und lebensfroh!

                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=1496005&c0=movpa krit