Gier - So öde kann Verbrechen seinBearbeiten

Veröffentlicht am 21.01.2010, 07:00

Mit seinem TV-Zweiteiler Gier entführte uns Dieter Wedel in die Welt des Investment-Betrugs. Was anfangs noch Witz und Glamour versprühte, wurde schnell so langweilig wie ein Termin bei der Kreis-Sparkasse.

Glanz und Gloria in dieter Wedels Gier Glanz und Gloria in dieter Wedels Gier © ARD Degeto

Gestern Abend präsentierte uns Dieter Wedel den ersten Teil seines Spekulations-Zweiteilers Gier. Darin erzählt er die wahre Geschichte des Investitionsbetrügers Jürgen Harksen anhand des windig-charmanten Dieter Glanz (Ulrich Tukur). Das Problem für die Opfer: Sie glaubten bis zuletzt an eine Auszahlung. Das Problem für den Zuschauer: Er wusste schon nach 15 Minuten, dass kein Geld mehr zu erwarten ist und hoffte bis zuletzt, dass doch noch etwas Interessantes geschieht – vergebens.

Foto-Show: die Bilder zu Dieter Weldels Gier

Spannend waren lediglich die ersten 15 Minuten. Der Charmeur und joviale Schulterklopfer Dieter Glanz, hervorragend und lustvoll gespielt von Ulrich Tukur, der Finanzspekulation zum Event und zur großen Party stilisiert; dessen Sorglosigkeit und Selbstsicherheit der Großindustrielle ebenso erliegt wie der Kleinanleger, der vom großen Reichtum träumt, das waren die großen Momente von Gier.

Als dann aber der erste Kater nach der großen Party einbrach, war der Zuschauer vom Charme des Betrügers geheilt und wusste, dass das angelegte Geld futsch ist. Was folgte, war allerdings die schier endlose Wiederholung des Schemas: „Ups, bei der Auszahlung ist etwas dazwischen gekommen“ -„Ich will endlich mein Geld!“ – „Ja, bis nächste Woche hab ich das Problem gelöst.“ – „Ok.“

Wer beim Titel Gier vermutete, dass den tieferen psychologischen Beweggründen von Tätern und Opfern auf die Spur gegangen wird, wurde enttäuscht. Wir sahen nur, wie Dieter Glanz das Geld hinterhergeworfen wurde und wie dieser es bereitwillig nahm. Die einzige Erklärung für das völlig irrationale Verhalten seiner Opfer, fasste Glanz mit den Worten „Ich bin nur ein Opfer des unglaublichen Vertrauens in mich“ zusammen.

Warum die Opfer des Betrügers allerdings partout nicht einsehen wollten, was dem Zuschauer sofort klar war, wie ihr Selbstbetrug funktionierte, wo Dieter Glanz seine Unverschämtheit hernahm – das alles war in der oberflächlichen Welt von Dieter Wedel nicht von Interesse. Stattdessen begnügte er sich, uns den endlosen Totentanz der Glanz-Jünger unkommentiert und uninteressiert, aber vor möglichst eindrucksvollen Kulissen vorzuführen. Zugegeben, die in typischer Dieter Wedel -Manier vorgeführte Luxussekte rund um Dieter Glanz (Ulrich Tukur) wirkte durchaus sehenswert, war sie doch als Blankeneser Karikaturenkatalog angelegt, in dem vom neureichen Bau-Unternehmer mit groben Sitten (Uwe Ochsenknecht) über den nichtsnutzigen Millionenerben bis zum dickbäuchigen Großunternehmer alle Abarten der Oberschicht durch den Kakao gezogen wurden. Doch auch diese unterhaltsame Karnevalstruppe vermochte den Zuschauer nicht über die fehlende Handlungsentwicklung hinwegtäuschen.

Am Ende des ersten Teils kam sich der Zuschauer selbst etwas betrogen vor. Er hatte immerhin 90 Minuten seiner Zeit investiert, wurde stundenlang hingehalten und stand beim Abspann immer noch mit leeren Händen da. Da wirkt die Aufforderung durch Dieter Wedel, noch einmal die gleiche Summe an Zeit für den zweiten Teil von Gier zu investieren, reichlich fragwürdig. Irgendwie ahnen wir schon, dass sich auch der zweite Teil für uns nicht auszahlen wird.

Und was meint ihr: War Gier gute deutsche Unterhaltung oder eher verpfuschte TV-Kost?


Prestigeww (Stefan Tiess)

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Kommentare

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stern70

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Nur wer sich in der Finanzwelt auskennt..versteht den psychologischen Hintergrund dieses Filmes..dieser Film ist genial authentisch..und spielt die Gier der einzelnen Charaktere hervorragend heraus..ein super gelungenes Werk von Dieter Wedel !!

Der hier negativen Bewertung des Filmes kann ich mich KEINESFALLS anschließen.

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tinilu

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Der Zeitverschwendung bei dem Film stimme ich voll zu. Die Zeit für den II. Teil kann man sich sparen, den man muß sich den Schmarn nicht weiter anschauen. Es gibt ja einen Knopf am Fernseher. DIe Darsteller sollten für den schwachen Auftritt einen Großteil ihrer Gage an die Haiti-Hilfe spenden.


rupi

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vielleicht muss man ähnliches selbst erlebt haben, um es zu glauben. Ich jedenfalls kann Wedel voll bestätigen.
War selbst dabei in den 80er Jahre, wo es noch die damals bei Reichen beliebten Abschreibungsgeschäfte gab. Ohne Eigenkapital nur mit Steuervorteilen, wollte man sein Vermögen vervielfältigen.
Bei einer Einweihung eines großen Betonsblock im Bayr. Wald waren viele Eigentümer dabei. Gegen Mitternacht kam es zu einer Massenhysterie. Viele sprangen mit Smoking und Abendkleid in den Pool. Ein cleverer Ober spannte eine Schnur auf und fragte den ersten, ob er nicht sein Geld dort trocknen möchte. Der Erfolg war, dass nach kurzer Zeit die meisten mitmachten. Die Schnur voll Geld wurde immer länger. Ich gehe mal davon aus, dass die Kellner sich später darüber freuten.
Mir soll keiner sagen, dass die "Neureichen" oder die second hand bussy Gesellschaft sich nicht so verhält, wie bei Wedel.


onlein

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Die Bewertung des TV-Filmkritikers ist eindeutig gelungener als der Film.

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JM21

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Ich verstehe die „Kritiker“ nicht. Diese Kritik ist, wie die bei letzten Tatort, total daneben und Blödsinn.
Der Film Gier ist ein Film im Fernsehen, bei dem es sich lohnt mal wieder den Fernseher einzuschalten. Er ist wirklichkeitsnah, spannend und unterhaltsam. Würde mir mehr solcher Filme wünsche und dafür den Action Unsinn streichen.

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southdown 6

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Herr Dieter von Wedel sollte in Rente gehen! Ödes langezogenes Machwerk, das alle gängigen Klischees bedient!

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Puchen

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Der Film war schön bunt und spielte in edlen Villen etc. Aber alles völlig unglaubwürdig. So groß kann die Gier garnicht sein, dass man so blöd ist, wie die Reichen da dargestellt werden.

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buzziweb

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So flach hat Wedel den Ball noch nie gespielt, sehr enttäuschend! Die Kritik ist 100% richtig...., und ich kann sagen, dass der 2. Teil kein Stück besser ist. Nur mit schönen Bildern und dem Bedienen aller denkbaren Klischees ist nun mal kein wirklich guter Film zu machen.

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Mauergecko

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Da soll sich der Kritiker aber mal freuen, dass er wohl scheinbar in einer heilen Umgebung lebt. Grad aktuell passiert um mich herum ein Fall der "Gier", der dem Film doch sehr ähnelt. Als Außenstehender scheint die Situation unmöglich. Ist man in der Spirale, scheint es eine Sucht. Das Hin und Her der Gefühle von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt der Hoffenden im "Gier-Prozess", das erlebe ich grad hautnah. So abwegig ist der Film von Dieter Wedel also gar nicht.

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Wedel-Fan,aber

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Da muss ich buzziweb völlig recht geben. Ich fand die Mehrteiler von Wedel immer toll, z.B. Der große Bellheim oder der Schattenmann. Finde auch, dass die Kritik an Gier völlig berechtigt ist. Kein Vergleich mit den Vorgängern. Kaum Handlung und alles total vorhersehbar. Ausserdem völlig unglaubwürdig, dass so viele Bekannte/Freunde (hier Eltern, Zahnarzt etc...) ihr Geld herausrücken und dabei soviel aufs Spiel setzten im Glauben an solche Renditen. Solche Renditen gibt es nirgendwo.

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schmiddie

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Sicher war der Film nicht sehr spannend. Aber auf jeden Fall super unterhaltsam. Da in jedem von uns ja eine Art Gier steckt (auch Neugier ist Gier!!!), ist es erschreckend, was Raffgier aus einem Menschen machen kann.Wichtig ist bei bei aller Enttäuschung einer verlorenen Geldanlage, dass man daraus lernt. Der Wedel hatte ja wohl den Film aus eigener Erfahrung heraus gemacht und dadurch sicher wieder etwas Kohle in seine Kasse gespielt!:-)

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kracher

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Kann mich der Kritik nur anschließen: Nach 15 Minuten wurde der Handlungsstrang mit ständig sich wiederholenden Klischees am Leben zu erhalten versucht. Diese Wedel - Verfilmung ist nicht mal ansatzweise vergleichbar z.B. mit dem "Schattenmann".

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michael sch.

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Ich kenne mich in der Finanzwelt ganz gut aus und kann nur sagen das der Film zu 80% an der Realität vorbei geht. Wer Millionen besitzt uns durch sei Unternehmen erwirtschaftet hat investiert seine Zeit nicht in primitiven Partys. Des Weiteren sollte Jedem klar sein das wenn man geistig nicht auf der Höhe ist auch keine großen Summen verdienen kann. Fazit hier zeigt Wedel eine Ansammlung von Proleten die Er uns als Finanzgesellschaft verkaufen will.

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Winne2

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Wedel und seine "Werke" (wie "Der grosse Bellheim") werden oft masslos überschätzt, aber diesesmal hat er einfach Pech gehabt. Er hat sich nämlich einen ganz realen Stoff vorgenommen (zu allen anderen die es nicht glauben: Das ist in weiten Teilen genau passiert und noch viel drastischer. Gestandene Geschäftsleute sind in den 80er + 90ern auf diesen Finanzgauner in HH reingefallen oder auf sich selbst, wie man es sieht..). Trotz mächtig spiellauniger Truppe (Tukur genial!) ist die Wirklichkeit der Finanz-Gierigen, die an den Börsen ähnlich abläuft, eben kein abenfüllender Stoff. Wenn aus zwei Teilen einer gemacht worden wäre, hätte es hinhauen können. So hat schon der grosse TV-Kritiker J.W. Goethe zu Recht über "Gier" geschrieben: "Breitgetretner Quark wird lang nicht stark".

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Quallmann

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Der Film ist genauso ein geworden wie die Frisur des Regisseurs,nämlich total durcheinander und ohne Linie.Schade daß man für so ein Klamauk ihm Geld gibt.

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telekomchen

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Lahm, albern, abschalten, hat kommt der Bergdoktor. Was kostet so ein Mist?

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Loet

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Schade, ich habe diesen Film nicht gesehen aber wenn die Kritik hier derart schlecht ist, dann muss der Film sehr gut gewesen sein. Er hat wohl genau ins Schwarze getroffen, denn bekanntlich bellen hunde nur, wenn sie getroffen wurden.

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Protector

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Alle, die diesen Film spannend, aufregend u. sehr unterhaltsam finden, sind vermutlich genau die Art von Menschen, die nicht wahrhaben wollen, daß Sie genau diejenigen sind, die auf einen "Hr. Glanz" selber hereinfallen (würden).
Um spannend zu sein, darf ein Film nicht so vorhersehbar sein und die, wie in der Kritik bereits gesagt, nicht immerwieder diese endlose Wiederholung des Schemas bringen: „Ups, bei der Auszahlung ist etwas dazwischen gekommen“ -„Ich will endlich mein Geld!“ – „Ja, bis nächste Woche hab ich das Problem gelöst.“

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Catno22

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Für Zuschauer die Spannung pur und Action haben wollen war das wohl nichts!
Dieser Film ist wirklichkeitsnah : Wie leicht es doch eigentlich ist in der Zeit von"Geiz ist Geil" die Leichtgläubigkeit und Naivität vieler Menschen auszunutzen.
Bravo, Dieter Wedel!!!!!!!!!!!!!!

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Luespree

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Ich habe den Film einige Tage vorher auf Arte gesehen, beide Teile hintereinander.
Mein Kommentar: Großartig! Wer Klamauk und Aktion will, der kann ja zu den Privaten umschalten und sich von lebensferner "Wirklichkeit" volldrösen lassen.

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musikbox

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Oh diese Kritiker. Für mich ist es sehr interessant, dass Betroffene den Film als sehr realistisch schildern. Ich habe so eine Gier aus einer gesunden Distanz einmal beobachten können, und es war genau so. Bleibt die Frage, ob es wirklich langweilig war. Für mich nicht, für viele Kommentatoren auch nicht, für einige andere doch. Ein bisschen weniger Absolutismus beim kritisieren wäre nicht schlecht, denn die Kritik ist so unglaubwürdig, wie der Film bewertet wurde.

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serioes

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die Meinungen der Kritiker scheinen sehr konträr, aber das liegt in der Natur der Sache und sollte nicht überbewertet werden.
Daß man wie einer hier bewerkte, schon nach 15 Min. das Ergebnis wußte, ist daher nichts Neues. Wichtiger ist doch bei genauem Hinschauen die Entwicklung der Charakteure aller Mitspieler, von himmelhoch jauchzen bis zur tiefsten Depression. Die Botschaft des Films scheint das Wichtigste. Sie ist offensichtlich zielgerichtet. Weshalb?
Das wahre Leben ist gefüllt von exessiven Menschen, die wider jeder Vernunft alle natürlichen Schranken, des scheinbar schnellen Erfolges willen, hinter sich lassen.
Wenn diese Leute dann auch noch Einfluß haben, ist der Schaden entsprechend.
Das Rad der Geschichte wiederholt sich also ständig, weil der Mensch die Eigenschaft der Habgier stets hegt und pflegt. Daß er damit sich nur selbst schadet, begreift er "vielleicht" erst dann, wenn er auf die Nase fällt.

Es müssen bei einer solchen Darstellung also nicht immer gleich ein paar Leichen herumliegen, um sozusagen Spannung zu erzeugen.
Die ruinierten Existenzen, die sich hier abzeichnen, sind spannend genug.

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harrasson

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Psychologen raten, dass man seine Probleme besser verarbeiten kann, wenn man sie nieder schreibt. Herr Wedel hat - wie sich im Talk danach zeigte - auch ein Problem mit Geldanlagen, ist auch ein Betroffener. Sein Vorteil: Aus seiner Niederschrift für den Psychologen konnte er einen Film machen - und damit aus dem Thema Geld erfreulicherweise wieder Geld.
Selbstverständlich steht schon zu Beginn des Films das Ende fest - das ist aber kein Mangel am Werk. Sein Unterhaltungswert besteht ja ausschließlich am Vorführen von Personen und Verhaltensweisen. Auch wenn man davon ausgehen muss, dass Herr Wedel mit diesem Personenkreis vertraut ist, sieht man leider nur Typen und keine Charaktere - wenn auch in gelungener Mischung. Erfreulicherweise hat man die Hauptdarsteller schon mehrfach in anderen Rollen erlebt und weiß deshalb um deren Qualitäten. So kann ihr guter Ruf durch die Mitwirkung in dieser Klamotte dadurch nicht Schaden nehmen. Vielleicht war es aber auch bei einigen nur ein Freundschaftsdienst gegenüber dem Regisseur, der bekanntlich ebenfalls schon Anspruchvolleres geleistet hat. Bleibt zum Schluss nur die Frage, ob es dafür wirklich zwei Teile brauchte. Oder ob man es vielleicht auch als "Gier" bezeichnen könnte, die an und für sich banale Story auf die doppelte Länge auszudehnen.

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highnoon

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Die Kamera war gut. Aber Herr Wedel ist ein mitleiderregender Klischeedenker. Alle Bösewichte tragen Dinnerjacketts, tauchen plötzlich mit einem Golfschläger im Bild auf und sind garantiert Jäger und Mitglieder im Lionsclub. Wie billig!! Klaus111

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dete

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Auch ich kann Wedel voll bestätigen. Ich habe es selbst erlebt .
War selbst dabei in den 90er Jahren, ohne Eigenkapital ab Hunderttausend DM Sicherheitsleistung, konnte mann eine Million bekommen.Mein Anwalt der meine Unterlagen prüfen sollte, beantragte gleich zehn Millionen und mein Steuerberater auch ! Die Hunderttausende die ich gezahlt hatte waren erst zu verkraften, aber in der Zeit (ca. 2Jahre) in der ich den Auszahlungsterminen nachgereist bin (ohne Partys) und meinen Beruf vernachläßigt habe, verlor ich dann alles !

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Joao

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Dieser Film, der der Realität relativ nahe kommt, sollte jede Woche zur besten Sendezeit einmal laufen, das die Leute die so dumm sind; endlich mal gescheit werden und auf solche Leute nicht mehr drauf reinfallen. Wer einen Aktionfilm erwartet, der sollte Terminator schaun.
Ich spreche auch aus eigener Erfahrung, und gottseidank habe ich nicht viel Geld verloren. Wedels Filme haben mich noch nie enttäuscht, weil sie oft ein Spiegelbild der Realität sind, die die meisten nicht wahrhaben wollen.
Die dummheit und Gier wird sicher nie aussterben, aber Wedels Film, ist ein kleiner beitrag das der eine oder andere doch zweimal überlegt etwas zu abzuschliesen und zu unterschreiben. Ich bin froh das es solche Filme noch gibt......

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writing.angel

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Für mich war der Film meistens beklemmend echt. Die Vertröstungen der bis aufs Hemd ausgezogenen Anleger und das Streicheln ihres Egos ist absolut authentisch. Bin leider in den 80igern und auch später wegen meiner Naivität und Vertrauensseligkeit Opfer (und teilweise sogar unwissentlich Handlanger) solcher aufgeblähten, skrupellosen Egomanen geworden, die nur eins im Sinne hatten: mir und Anderen soviel Kohle wie möglich aus der Tasche zu ziehen. Ich hatte folglich bei diesem Film einige unangenehme Reminiszenzen.
Allerdings ist der Film von der Dramartugie her nur dünne Mittelklasse. Mehr Spannung und Abwechslung, sowie die Darstellung der psychischen Prozesse in der Seele von Täter und Opfer hätten dem Film gut getan; insgesamt mit wenigen Ausnahmen zu oberflächlich. Nichts desto trotz ist es für Betroffene, inkl. eitlen und betrogenen Politikern, ("Cargolifter" - 500 Millionen), vielleicht eine Warnung, in Zukunft weniger vertrauensselig und gierig zu sein. Bei mir war der Wunsch nach schneller Geldvermehrung, mein scheinbar gewachsenes Vermögen für soziale Zwecke einzusetzen. Trotzdem ist leider das Anlageabenteuer im Desaster geendet, ähnlich wie bei "Glanz".
Unverständlich, dass Politiker sich weltweit immer noch schützend vor die "legalen" Betrüger der Bankenbranche stellen und diese Unternehmen mit hunderten von Milliarden des Vermögens ihrer Bürger vor dem totalen Absturz bewahren. Warum kommen diese Typen und ihre Drahtzieher nicht LEBENSLÄNGLICH, jawohl!, hinter Gitter? Ob sie etwa selbst bis zur Halskrause in dem Betrug mit drin stecken?

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chiva

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Dieses Durcheinander in dem Film fand ich nicht nach meinem Geschmak und habe deshalb nach 1 Std. abgeschaltet. Es gibt zum Glück noch andere Sender ( nicht die Privaten). Werde mir den 2 Teil nicht ansehen.

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fernseher

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Trotz der vielen Stars ein schlechter TV-Beitrag.

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fuzzifüralle

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Die hier veröffentlichte Negativkritik spiegelt die typische Sehnsucht deutscher Möchtegernintelektueller wider! Will sagen: man nehme tiefgründige Psychogramme und packe sie möglichst in den Hintergrund eines jeden Filmstoffes. Gott bewahre uns vor diesem (Einheits)brei! Und zum Merken: es gibt vielschichtige Macharten von Geschichten. Am Schluß müssen Inhalt und Strickmuster eine stimmige Paßform ergeben.

Nichts gegen Menschen, die nur in einer Dimension leben. Aber laßt den anderen ihre Vielfalt, zu deren üppigem Fundus an Stilmitteln durchaus auch geniale Einfachheit gehört! Und die ist manchmal schwerer zu erzeugen und diffiziler zu durchschauen als manch selbstverliebter Klugkopf glauben mag. Ihr Artikel ist der beste Beweis dafür ...

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hiram

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Seltsam unecht die Personen wie aus einem Märchenfilm für Erwachsene. Einzig war es
wieder einmal Ochsenknecht, der seiner Figur pralles Leben eingehaucht hat. Und wenn
sie nicht an Leberzirrhose gestorben sind, dann warten sie heute noch auf ihr Geld.
Hiram

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Axel F.

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Hut ab vor der grandiosen Leistung des Regisseurs, sich auch mal wieder eine öffentlich -rechtlich finanzierte schöne Zeit in Gesellschaft befreundeter Schauspieler zu verschaffen.
Es waren seine schönsten Dreharbeiten. Wenn es am Schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Um die ungefähr 7 guten Szenen im Film zu drehen, hätte eine Low-Budget-Produktion ausgereicht.

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