Richard Jenkins - Der Mann, der niemals jung war
TheSundanceKid (Peter Correll), Veröffentlicht am 04.05.2012, 08:50
Richard Jenkins in Ein Sommer in New York
© Overture Films
Eine alte Sportlerweisheit besagt, dass ein gutes Team nicht nur aus Häuptlingen bestehen kann – es braucht auch Indianer. Dies gilt auch für den Film. Da gibt es eine Riege von Darstellern, die meist einige Minuten weniger auf der Leinwand zu sehen sind als die Hauptdarsteller. Und auf den Filmplakaten stehen ihre Namen in etwas kleinerer Schrift unter den Namen der Stars. Trotzdem sind sie für den Film ungemein wichtig – sie bieten den Hauptdarstellern die Grundlage, um glänzen zu können. Wie im Sport kriegen sie dafür meist nicht die verdiente Aufmerksamkeit des Publikums, auch wenn ihre Trainer/Regisseure und Mitspieler/Ko-Darsteller ihre Wichtigkeit gebetsmühlenartig wiederholen.
Ein Musterbeispiel für einen solchen Indianer ist Richard Jenkins, der heute 65 Jahre alt wird. Besonders angetan hat er es mit seinen Qualitäten zwei Brüderpaaren: den Farrellys und den Coens. Die Farrelly Brüder Peter und Bobby, bekannt für ihre eher brachialen Komödien, platzierten ihn gleich in fünf Filmen: Verrückt nach Mary, Outside Providence, Ich, beide & sie, Ohne Worte und Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln. Für Joel und Ethan Coen stand er in The Man Who Wasn’t There, Ein (un)möglicher Härtefall und Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? vor der Kamera.
Meist spielte er die etwas ängstlichen, zurückhaltenden Charaktere oder die alten, lebenserfahrenen Ratgeber. Das gilt auch für weitere bekannte Nebenrollen wie in der Serie Six Feet Under – Gestorben wird immer, in Eat, Pray, Love oder Freunde mit gewissen Vorzügen. Irgendwie ist Richard Jenkins ein Mann, bei dem sich das Publikum schwer vorstellen kann, dass er einmal jung war. Alle weiteren wichtigen Nebenrollen aufzuzählen, würde diesen Rahmen sprengen – zum Nachschlagen gibt es ja sowieso Wikipedia. Nur so viel: Der Mann kennt mindestens halb Hollywood.
Die oben geforderte Ausmerksamkeit hat Richard Jenkins übrigens doch noch bekommen: Im Jahr 2008 war er für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. In Ein Sommer in New York spielt er einen vom Leben frustrierten Wirtschaftsprofessor, der durch die Bekanntschaft mit zwei illegalen Einwanderern seine Lebenslust wieder entdeckt.
Auf seine alten Tage wurde Richard Jenkins also doch noch zum Hauptdarsteller. Wir gratulieren zum 65. Geburtstag und wünschen ihm, dass sein Name noch einige Male in ganz großen Lettern auf Filmplakate gedruckt werden wird.
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Kommentare
über Richard Jenkins - Der Mann, der niemals jung war
hrxuuuu Fri, 04 May 2012 14:19:34 -0000
Kommentar löschenSchade dass er immer als Nebenrolle auftritt, aber seine Rollen in Stiefbrüder, Alles Erlaubt und Freunde mit gewissen Vorzügen sind genial, vorallem hat er jede anders innovativ umgesetzt.
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hrxuuuu Sat, 05 May 2012 10:35:14 -0000
Antwort löschenAchso, naja ich sehe ihn nur in Komödien am liebsten. Alles andere mag ich nicht von ihn so wirklich.
Briseis Fri, 04 May 2012 09:41:28 -0000
Kommentar löschenAh, ausgerechnet heute Nacht habe ich den schlimmen "Eat, Pray, Love" gesehen wo Richard Jekins das einzig Gute war - und wie gut! - und fragte mich, warum ich so wenige Filme mit ihm kenne.
Der Mann hat mich durch 5 großartige Staffeln "Six Feet Under" begleitet und ist mir mit seiner warmen Ausstrahlung echt ans Herz gewachsen. Happy Birthday!
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phoenix409 Fri, 04 May 2012 08:31:22 -0000
Kommentar löschenToller Typ, über den ich mich mit jedem Mal mehr freue, wenn er mal irgendwo in der zweiten Reihe auftaucht. Spätestens seit SFU bin ich Fan.
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stuforcedyou Fri, 04 May 2012 07:33:52 -0000
Kommentar löschenEin großes Mitglied im Club der immerwährenden Nebendarsteller. Happy Birthday.
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Ines Walk Fri, 04 May 2012 07:25:30 -0000
Kommentar löschenIch mag ihn. Leider viel zu selten in großen Rollen zu sehen.
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J0J0 Fri, 04 May 2012 07:22:14 -0000
Kommentar löschenRichard Jenkins sehe ich immer wieder gerne. Danke für den Hinweis auf "The Visitor" - vorgemerkt!
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Guter Mann, der nich immer die Aufmerksamkeit bekommt, die er eigentlich verdient hätte. Weiter so und alles Gute! :)
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