dbeutner

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dbeutner aus Eppstein-bremthal heißt Detlev Beutner, ist 44 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1286 Filme bewertet und legendäre 1027 Kommentare geschrieben. Anders als Andere Mehr


Beasts of the Southern Wild
Beasts of the Southern Wild

dbeutner 6.5 "Ganz gut"

Das größte Argument für den Film ist sicherlich seine Hauptdarstellerin Quvenzhané Wallis, die recht umwerfend spielt und spricht (O-Ton absolute Pflicht). Es gibt einige Szenen, in denen der Text (insb. aus dem Off) abgelesen klingt, aber selbst das folgt einem durchaus vorhanden zu sein scheinenden Inszenierungswillen - und hat mich auf jeden Fall emotional gepackt.

Der Rest ist schwerer zu fassen. Selbst in den besten Momenten fehlt der Vater-Tochter-Beziehung emotionale Eindringlichkeit und Tiefe - vielleicht ein Zeichen des doch recht jungen Autoren und Regisseurs Benh Zeitlin (30 und kinderlos zum Zeitpunkt des Schreibens/Drehs).

Dass der Film keine Geschichte im klassischen Sinn erzählt, würde ich nicht grundsätzlich kritisieren, im Gegenteil, Beobachtungen können gerade emotional sehr viel transportieren; da ich letzteres als partiell gescheitert wahrgenommen habe, hat auch die Erzählart nicht recht verfangen.

Fraglos aber, eben durch die Hauptdarstellerin, sehenswert. Nur bei weitem nicht so umwerfend, wie der seinerzeitige Hype auch mich glauben machen wollte.

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Dom Hemingway
Dom Hemingway

dbeutner 6.5 "Ganz gut"

Ist jetzt schon wieder einige Tage her, daher kann ich gar nicht mehr in Details rein. Jude Law ist das Zugpferd, spielt seine Rolle ordentlich, allerdings ist diese auch nur mäßig mit Facetten angelegt. Der Vergleich mit "Filth" drängt sich geradezu auf, und mindestens eine Gemeinsamkeit über das Fluchen und eher sexbesessene Macho-Verhalten hinaus ist zu attestieren: Das reicht noch nicht für einen gehaltvollen Film. Die individuellen Schwächen des Films sind schon andere, bei Dom Hemingway will sich nicht recht klären, ob es eher in Guy-Ritchie-Richtung oder später Familiendrama zeigen will. Das kann man wegen der Inszenierung nicht einmal Genre-Mix nennen, dazu ist es gerade zu wenig gemixt. Eher unausgewogen oder leicht ziellos. Regisseur Richard Shepard ist und bleibt halt Mittelmaß, immer einen guten Namen im Darsteller-Köcher, aber die Erzählung (meist auch sein eigenes Drehbuch) eher mau.

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Defendor
Defendor

dbeutner 7.5 "Sehenswert"

Defendor ist vor allem eine ziemlich tolle Schauspielleistung von Harrelson. Auch sonst ist der Film ordentlich besetzt, wobei die Besetzung bis auf Harrelson ein bisschen in Richtung MediumBudget zeigt, aber es passt schon.

Mehr Drama als Action, wobei dem Film mitunter ein bisschen der Pepp fehlt und die dramatischen Elemente teilweise sehr altbacken, innovationsfeindlich und mit erstaunlich wenig Tiefe daher kommen (Hintergrundgeschichten der Protagonisten und die Figurenkonstellationen). Da hat der Vergleichskandidat SUPER sowohl den tragischeren (und hässlicheren) Antihelden als auch mehr Schwung zu bieten.

Dennoch, würde es "SUPER" nicht geben, zumindest mit eigener Note interessant und schon wegen der Darstellung Harrelsons definitiv sehenswert.

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Headhunter - Die Macht des Geldes
Headhunter - Die Macht des Geldes

dbeutner vorgemerkt

Blackfish
Blackfish

dbeutner vorgemerkt

Chihiros Reise ins Zauberland
Chihiros Reise ins Zauberland

dbeutner vorgemerkt

Begin Again
Begin Again

dbeutner vorgemerkt

The Rocket
The Rocket

dbeutner 7.0 "Sehenswert"

The Rocket ist ein Kindheitsdrama in Form eine Road-Movies, welches uns Laos etwas näher bringt, insbesondere die Blindgänger der Amerikaner, mit denen das Land gepflastert ist (und dies ist auch eines der Haupt-Anliegen des Regisseurs, der 2007 hierüber bereits eine Dokumentation ("Bomb Harvest") gedreht hat).

Ahlo's Familie muss zunächst seine Heimat verlassen, um einem Staudammprojekt Platz zu machen. Die Umsiedlung wird von einem tragischen Unglück überschattet, schließlich landet man in einer kargen Gegend, die Häuser, in die man einmal einziehen soll, sind nicht fertig, man muss zunächst in Zelten leben, und das Ackerland drum herum ist so oder so nicht fruchtbar.

Dass Ahlo dann den Hass der Bewohner auf sich zieht, ist also vielleicht gar nicht sooo schlimm. Die Familie zieht weiter, um schließlich bei einem Raketenfest zu landen, welches den Regen von Himmel bringen soll, den lang ersehnten...

Der Film transportiert seine Messages weitgehend aus der kindlich-naiven Sicht Ahlo's. Das ist passend, um westlichen Augen einen ruhigen interessierenden Blick auf das Land zu ermöglichen. Die "Story" als solche ist aber entsprechend dünn, das Ende etwas optimistisch.

Ohne ihn bisher gesehen zu haben (ich hole das jetzt aber nach), vermute ich, dass der Film ein gutes DoubleFeature zusammen mit "Beasts of the Southern Wild" abgeben würde...

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Inside Llewyn Davis
Inside Llewyn Davis

dbeutner 6.5 "Ganz gut"

Tja, da habe ich dermaleinst im Kino nix verpasst. Eine kleine Delle nach unten im Coen-Universum, weil die Hauptstory weitgehend pointless ist, der Protagonist tendenziell unsympathisch (OK, das geht einen mm zu weit, aber zumindest: nicht sympathisch) und der Inhalt sehr häufig nicht einmal vom Fleck kommt.

Drumherum erkennt man schon die Coen-Brüder, und das rettet den Film vor dem totalen Reinfall: Starke Nebencharaktere (wobei ich die Schwangere weder in Drehbuch noch Besetzung dazu zähle), John Goodman zeigt einmal mehr Bandbreite, ein tolles Überforderungsabendessen (aber der Spaß dauert auch keine 10 Minuten, da war mal kurz Coen-Topform zu sehen). Die Musik ist teilweise stark, aber keineswegs stabil und durchgehend.

Das, was die Coen-Brüder hier "eigentlich" wollten, langweilt mich beinahe zu Tode. Das, was sie mit dazu gepackt haben, weil es ihr Handwerk ist, war stark. Das Ende ist halt wie immer bei den Coens - Schnitt und Schluss. Wenn sie ein einziges Mal zeigen würden, dass sie auch ein "echtes Ende" schreiben & drehen können, dann würde ich an die These des Kunstgriffs denken (bei Barton Fink zB finde ich dieses abrupte Ende ganz großartig). Hier aber wirkte es - wie auch die Inszenierung zwischendurch im Hauptstrang der Story - einmal mehr eher hilflos.

Wird schon wieder. Eines Tages. Bestimmt.

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The Fountain
The Fountain

dbeutner vorgemerkt

Bullhead
Bullhead

dbeutner vorgemerkt

Bad Ass 2: Bad Asses
Bad Ass 2: Bad Asses

dbeutner 6.0 "Ganz gut"

Zündet weniger als sein Vorgänger. Zwar bringt Danny Glover etwas zusätzliche Farbe rein, er spielt sogar relativ überzeugend, aber das bringt das Filmchen natürlich dennoch nicht aus der B- bis C-Movie-Ecke heraus. Das alleine wäre überhaupt nicht schlimm, wenn die Story nicht so tragisch-doof wäre, mit einem Vorhersehbarkeitsfaktor in ungeahnter Höhe. Auch das - kein Problem. Wenn es wenigstens spontan witzig wäre. Und da war Teil 1 einfach etwas besser, witziger, pointierter, selbstironischer.

Kann man selbst als Danny-Trejo- und B-Waren-Begeisterter ruhigen Gewissens links liegen lassen.

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Curryman1312

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Musstest du selber lachen als du geschrieben hast: "Zwar bringt Danny Glover etwas zusätzliche Farbe rein"?
:D


dbeutner

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Beim Schreiben erst... :-)


Quartett D'Amour - Liebe wen Du willst
Quartett D'Amour - Liebe wen Du willst und 2 weitere ...

dbeutner vorgemerkt

The Broken Circle
The Broken Circle

dbeutner 7.5 "Sehenswert"

Europäisches echtes Kino. Gebucht.

"The Broken Circle Breakdown" ist recht einfach in drei Drittel zu unterteilen, wobei das erste und das letzte Drittel eben das angeführte echte europäische Kino ist, was ein wenig Frohlocken bei mir auslöst. Emotional, mit zwei starken HauptdarstellerInnen, wuchtig.

Diese Teile rahmen dann leider ein Mittel-Drittel ein, welches auf einer intellektuellen Ebene nicht im Ansatz an die große emotionale Darstellung im Rest heranreicht. Man weiß immer, was Regie&Drehbuch "eigentlich" sagen wollen - zB, dass solche Schicksale mitunter merkwürdige Vorwurfskonstellationen hervorbringen, weil die Menschen verletzt sind und irrational agieren. Im Film bekommen wir dann einen Dialog an den Kopf geworfen, der sich nicht erblödet, in wenigen Minuten eine solche Krise mit anti-authentischem Text vollkommen zu überdrehen. Oder: Die Rede Didiers im Theater, die ja in Ansätzen sogar noch ganz nett ist - nur leider anspruchsmäßig am Ende total in die Hose geht, weil Stammzellentherapie eben /nicht/ nur eine Frage eines religiösen Standpunktes ist, sondern auch völlig unabhängig davon ethische Fragen aufwirft. Das ist keine höhere Philosophie, sondern schlichte Tatsache für jeden Menschen mit einem Hauch von Intelligenz, aber schon diesem Niveau verweigert sich der Film, und das recht durchgängig.

Kurzum: Emotional & darstellerisch groß (wobei Johan Heldenberg mE die Spitze markiert), auf der sachlich-intellektuellen Ebene aber bis ins dümmlich-peinliche abgleitend. Mit meiner Wertung lasse ich mich von den beiden äußeren Dritteln leiten und strafe leicht für den Mist in der Mitte ab. Ich würde es absolut verstehen, wenn man da andersherum rangeht. Dann würden da max. 6 Punkte bei rauspurzeln.

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Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit

dbeutner 7.0 "Sehenswert"

Obwohl ich ausgewiesener Idris-Elba-Fan bin, hier hadere ich ein wenig mit der Besetzung und/oder der Regie. Elba hat einfach eine Wucht in sich, seine Größe, all das musste er irgendwie kaschieren, um in Ansätzen bei Mandela zu landen; aber eben nur in Ansätzen.

Lebensstationen werden dann zu Beginn abgehakt wie Pflichtübungen, Jahreszahlen nur selten eingeworfen/-blendet; es fehlt ein zusammenhängender Bogen, eine Entwicklung - das ist wohl das, was mich am Film am meisten gestört hat, insbesondere, weil dadurch der Persönlichkeit Mandelas einfach nicht ausreichend ernsthaft Raum gegeben wird.

Das ist mehr als schade, ist doch die porträtierte Person sicherlich einer der bedeutendsten Freiheits-Kämpfer des 20. Jahrhunderts gewesen; da neige ich dazu, derart unvollkommenen Werken zuzurufen: Hätte man besser lassen sollen.

Aber, die Bewertung verrät es, ich finde den Film dennoch nicht schlecht. Er hat seine Mängel, zugleich ist aber das, was präsentiert wird, einfach deswegen, weil es passiert ist, dennoch interessant und in Ansätzen spannend. Aber nur in Ansätzen. So wurde hier vorgeworfen, dass etwa die Referenz an die "Loyalität" beim Streit mit Winnie (über die Gewaltfrage) oberflächlich gewesen sei, weil "Loyalität" einfach ein zu flaches Argument sei. Ich verstehe den Vorwurf, aber eigentlich verhält es sich natürlich anders: Der Film versucht damit, die Wichtigkeit der Frage der Loyalität in Mandelas Augen anzureißen; es wird aber nie auf den theoretischen Hintergrund solcher Überzeugungen eingegangen - dann wirkt es tatsächlich etwas platt und stichwortartig. Und genau das ist es, was dem Film in Summe fehlt, inhaltliche Tiefe.

Und die hätte ein Porträt Mandelas verdient gehabt. Dennoch: Sehenswert. Mehr leider nicht.

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Oldboy
Oldboy

dbeutner 6.5 "Ganz gut"

Würde der Film kein Remake sein, wäre es halt gute Unterhaltung, die ich etwa als Mittel-Budget-Streifen auf dem FantasyFilmFest erwarten dürfte. "von Spike Lee, mit Josh Brolin und Samuel L. Jackson" - da gehen die Erwartungen schon höher, allerdings völlig ungerechtfertigt. Wobei man bei Jackson ja gelernt hat, dass der auch im dümmsten Scheiß mitmacht, insofern das am Ende doch alles andere als ein Qualitätsversprechen per se ist. Aber Spike Lee? Der hat doch eigentlich schon einen höheren Anspruch an sich selbst?!

Egal. Ich glaube, in der Bewertung bin ich objektiv geblieben. Ich fand das Original seinerzeit sehr interessant, allerdings auch keine Übererscheinung, als die der Film mitunter gehandelt wird. Das Remake ist deutlich straighter in seiner Erzählung, schafft es dadurch aber auch viel weniger, in die Psyche des Entführten zumindest in Ansätzen einzudringen. Josh Brolin traue ich ja immer potentiell Großes zu, aber hier ist der Raum für Großes am Ende beschränkt. Definitiv kein MustSee (aber das würde ich auch nicht vom Original sagen), aber auch keine völlige Vergewaltigung der Vorlage.

In Summe: mäßig.

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Das erstaunliche Leben des Walter Mitty
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

dbeutner 6.0 "Ganz gut"

Ben Stiller lieferte zuletzt als Regisseur den doch eher verpatzten "Tropic Thunder" ab. Nun also Walter Mitty - in jedem Fall besser, was aber doch von "gut" noch einiges entfernt ist.

Das größte Manko, welches sich durch jede Sekunde des Films zieht: Oberflächliche amerikanische Flachcharaktere. Wer hier Identifikationspotential entdeckt, sollte sich fragen, ob er nicht ein wenig Tiefe nachentwickeln sollte...

Dazu passt dann auch, dass die "Tagträume" einfach nur platt und übertrieben sind. Zum Vergleich "Science of Sleep": Hier sind die Tagträume entweder übertrieben, das dann aber bewusst, oder eben doch eher feinfühlig auf die innere Situation des Protagonisten abgestimmt. Aber da unterscheiden sich europäisches und amerikanisches Kino eben doch massiv.

Dass der Film neben dem Hauptthema "Walter Mitty und seine Schwierigkeit, eine unattraktive Frau kennen zu lernen" zugleich noch dem LIFE-Magazin und seinem Untergang huldigt, irritiert doch eher. Denn sicherlich könnte ich mir einen Film über dieses Thema vorstellen, dann aber eben dieses Thema. Dass zu Walter's Liebeseskapaden ich die ganze Zeit die Begeisterung der Drehbuchschreiber für das LIFE-Magazin und sein Motto um die Ohren gehauen bekomme, nervt nach recht kurzer Zeit doch etwas.

Lachen musste ich, als meine Frau den Handy-Empfang im Himalaya als "unwahrscheinlich" ankreidete - denn die Story hatte sich davor schon lange von jedem Funken Realismusanspruch verabschiedet. Beinahe hätte man erwarten können, dass Mitty am Ende des Films hinter seinem Schreibtisch aufwacht, weil große Strecken des Films halt grober dummer Unsinn sind. Besser hätte es das allerdings auch nicht gemacht.

Ben Stiller kann als Darsteller schon ein ganz Sympathischer sein. Als Regisseur ist er antiintellektuell und langweilig bis doof. Da der Film im letzten Drittel zumindest eine Spur weniger übertrieben und etwas ruhiger, fast "ernsthaft" (nee nee, keine Angst, nicht wirklich) rüberkommt und Sean Penn ein bisschen Ehrenrettung betreibt, rettet er sich mit ach und krach auf 6 Punkte. Gnadenpunkte.

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Dead Snow
Dead Snow

dbeutner 6.5 "Ganz gut"

"Død snø" erfindet wirklich nichts neu, hat aber zumindest ein paar Momente, die wirklich ordentlich schwarzhumorig sind, dennoch wird hier keine Komödie mit Anspruch auf bessere Witzigkeit serviert. Am Anfang ruhig, dann zwischen Blut&Gore mal mehr, mal weniger komisch, und wie gesagt vereinzelte Highlights. Das ist aber in Summe dennoch nicht völlig übel, weil es ein bekennendes B-Movie ist und immerhin mit einer leichten Überschärfe aufwarten kann, die schon optisch etwas Spaß macht.

Dafür, dass es skandinavisch ist, geht es in Summe aber doch recht klassisch zu. Mal schauen, ob Teil II sich etwas mehr traut. Und vielleicht den Nazis noch eine echte Story andichtet, denn Nazis nur um der Nazis willen - eine Sekunde komisch, aber keine zweite.

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lieber_tee

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Mal sehen was die Fortsetzung so bringt...
"Dafür, dass es skandinavisch ist, geht es in Summe aber doch recht klassisch zu." Das impliziert, das es sonst im skandinavischen (Horror-) Kino mehr Innovationen zu sehen gibt. Da bin ich mir nicht so sicher...


dbeutner

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Dabei ziele ich in erster Linie auf den Humor ab; man kann zwar sagen: auch skandinavischer Humor ist inzwischen bekannt / ausgetrampelt - aber ggü "klassischen" (Horror)komödien hebt sich dieser doch noch sehr ab. Diesbezüglich wurde meine Erwartungshaltung bei "Død snø"auf jeden Fall unterlaufen, und gerüchteweise habe ich schon gehört, dass das in Teil 2 etwas anders gestrickt sei - abwarten, aber das fände ich nur zu begrüßen!


The Boys from Brazil
The Boys from Brazil

dbeutner 7.5 "Sehenswert"

"The Boys from Brazil" kommt zunächst sehr altmodisch daher, gewöhnt man sich aber einmal an den Stil, kann man sich auf eine interessante, zwischen hanebüchen und verstörend schwankende Story einlassen, mit ein paar Referenzen an die echte Geschichte, aber eben auch nicht mehr.

Auf den Film gekommen bin ich über die Wiesenthal-Doku "Ich habe euch nicht vergessen" (ganze 10 Bewertungen auf MP, ts ts), und diese Reihenfolge ist vielleicht grundsätzlich zu empfehlen. Denn die Wiesenthal-Figur "Ezra Liebermann" in "Boys" hätte mehr Tiefe verdient gehabt, aber dagegen ist man dann etwas immun, wenn man weiß, dass hier arg oberflächlich gezeichnet wurde.

Auch wenn mir persönlich etwas unklar ist, welche Motivation hinter dem vorliegenden Film steckt (um einfach nur einen absurden Krimi zu drehen, hätte man nicht so viel Geschichte wenden müssen; dafür, dass da evtl. eine historisch-politische Message mitschwingen soll, war's aber tendenziell schon wieder zu absurd) - er weiß auf seine schräge Art zu unterhalten und ist in sich irgendwie durchaus schlüssig. Das Ende wiederum versprüht schon fast Anspruch (ist aber auch zugleich wieder verzerrende Karikatur), wenn Liebermann von "Klein-Hitler" "gerettet" wird, man sich die Hände schüttelt und Liebermann schließlich die unschuldigen einzelnen Klone vor einer übereifrigen jüdischen Gruppierung schützt.

Schräg, "interessant", und keineswegs billig. "Wirklich gut" - ich weiß es nicht. Aber unterhaltend allemal und ganz sicher Stoff zum Diskutieren abliefernd.

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Auge um Auge
Auge um Auge

dbeutner 7.5 "Sehenswert"

Wie DannyDiaz bereits anmerkte, kann sich einem bei diesem Film auch "Killing Them Softly" aus der Erinnerung nach vorne schieben: Wer "Out of the Furnace" als Thriller erwartet, wird eher enttäuscht; Drama, bestenfalls "Thriller in ausgesprochener SlowMotion". Aber gerade das kann ja auch etwas haben, interessieren sich solche Filme und erst Recht OotF mehr für das Innenleben der Protagonisten und reiten nicht auf einer äußeren Story herum und versuchen dabei, mit Wendungen und Action das Publikum bei Laune zu halten.

Der Cast ist ein bisschen so, als hätte mich jemand gefragt: "Wer darf's denn sein, Herr Beutner?" Bale sowieso; Casey Affleck halte ich ja nach wie vor für verkannt - er spielt immer mehr, aber der Mann ist einfach die unterschätzte Wucht; Harrelson kommt zwar nicht ganz ohne Humor aus, aber ist trocken genug und mit breitem Akzent; Dafoe finde ich immer hochsympathisch, und selbst Forest Withaker, den ich schon beinahe aufgegeben hatte ob seiner eindimensionalen Rollenwahl, darf mal wieder so etwas wie Charakter zeigen.

Die Story ist insbesondere in der zweiten Hälfte eher straight, und man darf durchaus mal Zweifeln, ob der konkrete Auslöser für den Rest überhaupt ansatzweise ausreichend motiviert unterlegt wurde; ich bezweifle das. Aber die Ruhe und die Intensität gleichen das zumindest in Teilen wieder aus.

War mein erster Cooper, ganz klar: "Crazy Heart" kommt sofort auf die Liste!

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dbeutner

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Barenuckelfights, nicht für Kinder inszeniert, zB ;-) Aber wirklich keine Action erwarten, der Film schiebt im Wesentlichen ne ganz ruhige Kugel mit kleinen Eruptionen.


uncut123

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na mal sehen was mich erwartet...hab dank


Gästebuch

Murray

Hallöchen,

ich bin nun schön öfter über deine Kommentare gestolpert und will jetzt mal auf meinem Dashboard haben. Freunde?

Grüßle
Murray

Cameron

Hallo,
du wolltest doch mal deutsche Untertitel zu "eine reine Formalität" erstellen... hast du diesen Plan in die Tat umgesetzt?

silverFF

Hi! Lang nicht mehr Kontakt gehabt... gerade deinen Post zu Homeland gelesen... schön geschrieben...

Mich hat auch Saul mehr angetan, als die zwei... auf jeden Fall hat er viele Folgen gerettet:) Ich war sehr neugierig wie die Synchro so ist, und habe deswegen mal reingeguckt in die erste Folge... wenn man mit englischem VO gewohnt ist.. ich fand sie schrecklich, nun ja es geht vieles verloren irgendwie.... du sagst keine Synchro:( Obwohl man dazu sagen muss das die Serienidee von den Amis übernommen wurde.. glaub aus Israel?

Ansonsten selbst habe ich ausschließlich nur Serien angeguckt in letzter Zeit : / Wie schaut es bei dir so aus?:)

Roldur

Für den enorm geilen Pusher-Vergleich bekommst du ne Anfrage :)

DonChris

Hallo Detlev,

ich bin soeben durch deinen Kommentar zu "Argo" auf dein Profil gestoßen und habe zu meiner Freude festgestellt, dass du ausschließlich gute Kommentare schreibst - mein Kompliment!
Aus diesem Grund und für regen Austausch über das geliebte Thema Film, würde ich mich auch freuen dich auf meiner Freundesliste begrüßen zu dürfen.

Beste Grüße vom Don

r3sortiane

Toller, informativer Kommentar zu "Eine reine Formalität" - würde da gern weiter von dir profitieren - MP-Freunde?

lieber_tee

Deine differenzierten Filmkommentare sind mir aufgefallen, ebenso deine persönlich-sachlichen Abschlussworte zu Duffy. Sind mir eine Anfrage wert.
Oliver

Joeyjoejoe17

Mir gefallen deine Kommentare sehr und würde sie gerne auf meinem Dashboard haben :>

bobo-lemon

Nach dem sehr schönen RED STATE Review musste ich dir jetzt mal 'ne Freundschaftsanfrage rüberschicken. Auch wenn 45 % an geschmacklicher Übereinstimmung nach oben hin noch etwas Luft lassen, so zählt bei mir hier eher die gemeinsame Weltanschauung!

m.laterne

Gut zu lesende Kommentare. Ich stimme nicht immer überein aber gut zu lesen.


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