_Garfield

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_Garfield aus Timbuktu heißt Wilma Lecken, ist 22 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1460 Filme bewertet und legendäre 200 Kommentare geschrieben. Mein Blog: die-blogbusters.blogspot.de | „Wenn man Leben will, wird jeder Ort zum Paradies.“ Mehr


Gästebucheinträge

  • Auch super. Bemerkenswert finde ich, wie viele Dalí-Einflüsse und Motive darin verarbeitet werden: anamorphe, sich verflüssigende Uhren, merkwürdige Gebilde und Insekten. Schön. Hatte gestern Nacht (!) spontan Lust gehabt auf ein paar (de facto drei) surrealistische Kurzfilme, da ich aus diesem Bereich nur den ANDALUSISCHEN HUND sowie DAS GOLDENE ZEITALTER kenne. Hat sich gelohnt; habe den DESTINO dreimal gesehen, die beiden anderen zweimal - und immer ließ sich etwas Neues entdecken. :)

    • Ich auch nicht aus dir - IRREVERSIBEL? X-MEN? DREDD? THE EXPENDABLES 2? :D ;)

      War leider nur halbherzig gebannt vom MAN. Das, was man häufig den Coens vorwirft - Stilsicherheit, die ins Selbstverliebte zu kippen droht, intellektuelle Kühle, Stars auf Knopfdruck für voneinander abgekoppelte, dialogreiche Minigeschichten -, war hier für mich erstmalig ein wenig (!) nachzuvollziehen. Im Gegensatz zum organisch sich entwickelnden, wunderschön doppelbödigen und über das Kino hinausreichenden A SERIOUS MAN fehlte mir emotionale Intimität und ein Fluss, der durch die Geschichte führt. Alles ist so merkwürdig auf Noir-Hommage getrimmt, so geleckt und visuell perfekt, unangenehm perfekt, würde ich sagen. Dann wieder ausgefranst: Niemand hat den öden Klavier-Subplot gebraucht. Natürlich bieten die Coens auch in THE MAN WHO WASN'T THERE eine Reihe von urkomischen bis magenbitteren Einzelszenen, Charakteren, Reflexionen (den Gerichtsteil, Freddy Riedenschneider sowie den Schluss mochte ich sehr), aber ich verspürte dennoch das Gefühl, dass ihre diesmal künstlichen Figuren in diesem Film nicht davon befreit werden, weil sie nebeneinander gestapelt worden sind - so wie ihre Konversationen. Damit erreichen die Coens zwar ein mögliches Bild des "modernen Menschen", aber mich nicht. Eine bisschen leere Stilübung, aber bei weitem nicht so schrecklich wie THE GOOD GERMAN oder, bleiben wir bei den Coens, BURN AFTER READING. Dafür habe ich mich einigermaßen amüsieren können.

      • Hatte ich schon lange vor. Endlich ist das Thema abgehakt. Auf zu neuen Petzold-Filmen und Beiträgen der Berliner Schule. Gefällt mir wirklich alles sehr gut. :)

        • Besser du liest keine verjährten Texte mehr von mir, wobei der noch annehmbar war ... also Glück gehabt. ^^ Aber ich verstehe. Bei Lee gibt es für mich eigentlich nie irgendetwas auszusetzen, es treffen lediglich für einen persönlich manche Filme mehr ins Schwarze und andere weniger. Irgendwie bestätigt er das Klischee des lebensweisen Asiaten - Er schafft viele, viele Reibungen und Konflikte zwischen seinen Figuren und löst jeden Einzelnen vortrefflich, sodass man sich am Ende immer selbst ein wenig schlauer fühlt. Vielleicht stechen aber gerade DER EISSTURM und BROKEBACK MOUNTAIN für mich in seinem Œuvre heraus, weil sie möglicherweise die einzigen Filme sind, bei denen die Protagonisten noch einen Weg vor sich haben, auch wenn er schließlich in die richtige Richtung zu laufen scheint. | Wenn ich mich recht erinnere, dann war ich bei EIN PROPHET besonders beeindruckt davon, dass er im Gefängnis spielt, ohne ein Gefängnis-Film zu sein; sprich: dass er einen Mikrokosmos vorstellt, der nach allen Ecken der Gesellschaft ausdehnbar ist und dadurch wiederum Zustände anzweifelt, die dazu führen, dass manche Menschen eben im Gefängnis ankommen. Aber ich kann da gerade auch viel Mist reden, weil ich mich storytechnisch an fast nichts erinnere, weder wie er anfängt, noch wie er endet.

          • Sehr schade! Dann musst du (und ich) wohl noch ein Weilchen warten. | Ja, die schwierigen (Entstehungs-)Hintergründe in allen Ehren, aber mal abgesehen von den technischen Stärken (Kamera und vor allem Sound sind unbestritten klasse) bleibt vor allem das Drehbuch hinter allen Erwartungen zurück. Einige Lines sind aus der letzten Klischee-Schublade ("Mama, Mama... ich hab Angst."), viele Dialoge sind plump und kaum authentisch und auch sonst geht die Story nicht viel weiter als über die eines Einzelschicksals hinaus, das Ende weist auch auf keine andere Intention hin - im Gegenteil. Ich war überrascht, als ich Timos Meinung zum Film las und sein Text konnte mich ausnahmsweise auch nicht milder stimmen. Demnach würde ich mich auch wundern, wenn du dem Film mehr abgewinnen kannst. Apropos EIN PROPHET: Hab mir die DVD endlich besorgt und werde ihn bald nochmal schauen - hoffentlich in Verbindung mit einem lobenden Text, den ich danach von dir lesen werde. :) Und dann noch ein Text zu DER EISSTURM, das wünsch ich mir - sodass ich auch nur irgendwie nachvollziehen kann, dass scheinbar "manche" den Film nicht uneingeschränkt abfeiern. ;)

            • Ich finde den Historien-Petzold auch nicht so toll, wie den Gegenwart-Petzold - und dahingehend gibt es auch in PHOENIX sicher ein paar Details, die leicht zu kritisieren wären. Das wollte ich nur nochmal bemerkt haben.

              • Alter, klar - schau den allein. Mein Freundeskreis schätze ich zwar als ziemlich gereift ein (den Petzold hab ich z.B. auch mit nem Kumpel geschaut und er hat uns beiden sehr gefallen), aber ich geh trotzdem öfter mal allein ins Kino, wenn niemand Zeit hat oder ich mal nicht so lang warten kann. Ich möchte nicht wieder unnötig voraus greifen und die Erwartungen in die Höhe schießen lassen (ich habe auch einige Schwachstellen ausgelotet), aber kein Petzold endet besser. Ganz groß. Musste sein. ^^ Aber das wundert mich jetzt schon ein wenig, dass du tatsächlich noch nie allein im Kino warst. Und die YT-Liste musste ich jetzt selber suchen und finden. :(

                • Und ich kenne die Filme-auf-YT-Liste noch nicht. Her damit! Ist zwar bei weitem nicht der reizvollste Weg Filme zu konsumieren, aber stöbern will ich allemal.

                  • Du schaust ja ganz schön viel in letzter Zeit. Lass dir deswegen aber nicht den neuen Petzold entgehen!

                    • Ich kenne die Liste, ja. Einiges davon verschob ich unlängst in meinen eigenen Ordner. Parallel dazu will ich demnächst endlich damit anfangen, das ganze Zeug der KinoKontrovers-Reihe, aber auch von Chabrol und Renoir auf Netzkino zu schauen. Man will so viel sehen, erforschen, austesten - und hat doch viel zu wenig Zeit. Und dann noch die Serien... | OPERA ist grandios. Ein Schnickschnack-Argento, sturzbesoffen bizarr, mit dem Händchen für erlesensten Technikfimmel. Tausend Kameraschwenks. Oder noch mehr.

                      Was war überhaupt mit HARD BOILED los? Zählt ja zu meinen Lieblingsactionfilmen. Neben THE KILLER. ;)