_Garfield

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_Garfield aus Timbuktu heißt Wilma Lecken, ist 21 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1282 Filme bewertet und legendäre 140 Kommentare geschrieben. Ego-Kram gibt's exklusiv auf: die-blogbusters.blogspot.de | "You can find yourself a god. Believe in which one you want. 'Cause they love you all the same. They just go by different names." Mehr


Christian Petzold

_Garfield hat eine neue Liste angelegt.

Walkabout
Walkabout

_Garfield 7.0 "Sehenswert"

Die assoziative Bildmontage und experimentelle Tongestaltung fallen bei „Walkabout“ ganz besonders auf. Die Figuren dagegen sind – obwohl nicht unsympathisch – doch arg vage und zu unnahbar, als dass man eine wirkliche Bindung zu ihnen herstellen könnte, ebenso die behandelten Themenkomplexe um Reifeprüfung und Kommunikationsbarrieren, Kulturclash und Zivilisationskritik.

Einige der handwerklichen Feinheiten und filmischen Motive Roeg's kann man darüber hinaus auch im zwei Jahre darauf folgenden „Don't Look Now“ ausmachen, z.B. die sprunghafte Montage einer anfänglichen, alles in Gang setzenden Katastrophe, die Roeg im späteren Verlauf des Filmes immer wieder als eine Art Leitmotiv aufgreift oder grotesk variiert (die Leiche erhebt sich kurz). Weitere exzellente Bildkompositionen lassen sich allerdings nur in seinem Debüt bestaunen; der Jagd auf ein Känguru im Outback etwa schneidet der britische Kameramann und Regisseur als Kontrast immer wieder Szenen aus einer gewöhnlichen Schlachterei gegen und stellt somit eine ganz konkrete Verbindung zwischen „schwarzem Wilden“ und „zivilisiertem Weißen“ her.

Es ist überhaupt spannend zu sehen, wie Roeg die Vorzüge eines zivilisierten Lebens immer wieder den zunächst Lebens-feindlichen, dann aber fast schon traumartig-schönen Zeiten in der australischen Wildnis gegenüberstellt ohne viele Worte dabei zu verlieren oder befangen Partei zu ergreifen. Lediglich wenn zwei jagende Weißbrote wahllos Tiere erschießend durch die Pampa rasen und Roeg dies auch unmissverständlich in allzu platte Bilder überträgt, vergreift er sich etwas im Ton.

Die ernüchternde Auflösung seiner Geschichte begleitet dennoch weit über den Abspann hinaus. Roeg begreift Erwachsenwerden letztlich immer auch als Verlust, eine Form des Loslassens von unseren Träumen und lässt offen, ob wir jemals imstande sein werden unsere kulturellen Differenzen nachhaltig zu überwinden; zumindest nicht, solange wir weiter an unseren Eitelkeiten festhalten. Wir müssen aufhören alles und jeden unterwerfen zu wollen und wir müssen uns entscheiden. Erst dann kommen wir womöglich in den Genuss wahre Freiheit erfahren zu dürfen, denn ewige Sehnsucht nach Gespenstern darf einfach keine Alternative sein.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Das Dorf der Verdammten
Das Dorf der Verdammten

_Garfield 5.0 "Geht so"

The Strangers
The Strangers

_Garfield 4.0 "Uninteressant"

Human Centipede - Der menschliche Tausendfüßler
Human Centipede - Der menschliche Tausendfüßler

_Garfield 3.0 "Schwach"

True Detective - Staffel 1
True Detective - Staffel 1 und 3 weitere ...

_Garfield 7.5 "Sehenswert"

Neon Genesis Evangelion: The End of Evangelion
Neon Genesis Evangelion: The End of Evangelion

_Garfield 7.5 "Sehenswert"

"Wenn man Leben will, wird jeder Ort zum Paradies."

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Barbara
Barbara

_Garfield 6.5 "Ganz gut"

Detektiv Conan: Das Requiem der Detektive
Detektiv Conan: Das Requiem der Detektive

_Garfield 5.0 "Geht so"

Neufeld, mitkommen!
Neufeld, mitkommen!

_Garfield 4.0 "Uninteressant"

Die Maske
Die Maske

_Garfield 8.0 "Ausgezeichnet"

Genau so wie ich ihn in Erinnerung hatte: Diaz steht in ihrer ersten Kinorolle voll im Saft, Carrey spielt völlig enthemmt und jenseits aller Konventionen auf und die Sprüche sind für die Ewigkeit. Eine Comic-Adaption, die keinen Hehl daraus macht, dass sie überhaupt nicht viel zu erzählen hat. Das ist Klamauk, der immer die große Bühne, die lächerliche Pose sucht und sich anschickt den Swing wiederaufleben zu lassen. Phantastisch, fantastisch und unfassbar kurzweilig. Die dosiert eingestreuten Musical-Einlagen veredeln diese sexy Sause zusätzlich. „The Mask“ funktioniert darüber hinaus auch deswegen, weil Peter Greene keine Anstalten macht, seine Rolle trotz aller humoristischen Überhöhung bis zum bitteren Ende (Klospülung) mit dem notwendigen Ernst zu interpretieren und gerade dadurch für den nötigen Ausgleich sorgt. Kino, dessen einziges Credo der Spaß ist. Spaß am wilden Fabulieren, Spaß am Humor und vor allem an seiner hirnverbrannten Prämisse. Und dennoch vergreift sich sich dieser sensationelle Blödsinn sensationellerweise äußerst selten im Ton. Ein Film mit Verve, Swing und Samba-tanzenden Ordnungshütern und deshalb natürlich jedem zu empfehlen, der auf gute Filme steht.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Haschbeutel

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Allein CUBAN PETE ist Gold wert.


_Garfield

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Oh ja.


Ju-on: The Grudge
Ju-on: The Grudge

_Garfield 4.0 "Uninteressant"

Ex Drummer
Ex Drummer

_Garfield 7.0 "Sehenswert"

Blow out - Der Tod löscht alle Spuren
Blow out - Der Tod löscht alle Spuren

_Garfield 6.0 "Ganz gut"

Little Odessa - Eiskalt wie der Tod
Little Odessa - Eiskalt wie der Tod

_Garfield 6.5 "Ganz gut"

Mad Max
Mad Max

_Garfield 6.5 "Ganz gut"

Unnachgiebig und mitreißend in seinem unbedingten Drang zum brutalen Fatalismus, erhebt sich „Mad Max“ mit dem plötzlichen Bruch nach der ersten, Metall-zerfetzenden Hälfte über seinen vorauseilenden Ruf. Dem energetischen, Motor-dröhnenden Straßenschlachten, die George Miller nicht inszeniert, sondern zelebriert, folgt schließlich der Ausbruch, der Rückzug zum Parteilosen, Frau- und Kind-umsorgenden Familienvater. Miller drosselt das Tempo, schaltet ein, zwei Gänge zurück und bindet an den Protagonisten. Übliche Drama-Schule. Und doch bleibt dieses rohe, ungeschliffen-dreckige Spielfilm-Debüt immer in Bewegung, die Figuren in Alarmbereitschaft, die Motoren gestartet, um jeden Moment grölend und Fratzen-verzerrt in die menschenleere Ödnis vorzustoßen. „Mad Max“ ist oft Hetzjagd, gelegentlich Spannungskino, aber immer bei sich, bei seinen Motiv-getriebenen Figuren, die gar keine Anstalten machen sich darüber hinaus in irgendetwas begeben zu wollen; Mel Gibson erst recht nicht. Wenn geredet wird, ist es das oft nicht der Rede wert. Erst wenn sich die Krieger auf den Highway schwingen, die Kamera bebt und in ohrenbetäubender Geschwindigkeit gen Horizont gerast wird, bekommt „Mad Max“ und Mad Max ein Gesicht, gerät plötzlich zur Ikone, wird überlebensgroß. Aber nur dann. Wenn Miller versucht konkret zu erzählen, gerät er ins torkeln - abseits von Montage und Kinetik. Der Toecutter ist schwach, bleibt Grimassen-schneidender Irrer ohne Profil und Einfall, die Konfrontationen sind immer etwas ungeschickt eingeleitet und der Werdegang von Max zu Mad Max, den Miller doch so geduldig forciert, geschieht zu plötzlich und ansatzlos. Kritikpunkte, die selten ins Gewicht fallen, zu straight, zu erbarmungslos fegt dieser „Mad Max“ durch seine eigenwillige Zukunftsversion, trifft immer den Ton, den er treffen möchte, um schließlich laut und kompromisslos die Bühne zu verlassen, vor allem laut.

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Celebrity - Schön, reich, berühmt
Celebrity - Schön, reich, berühmt

_Garfield 5.5 "Geht so"

Dressed to Kill
Dressed to Kill

_Garfield 7.0 "Sehenswert"

One Mile Above
One Mile Above

_Garfield 5.0 "Geht so"

Detektiv Conan: Das Phantom der Baker Street
Detektiv Conan: Das Phantom der Baker Street und 3 weitere ...

_Garfield 7.0 "Sehenswert"

Gästebuch

Gabe666

Hi!
Bei dem Profilbild MUSS ich dir einfach eine Anfrage schicken! Ich liebe Garfield, habe die Comics als Kind wahnsinnig gern gelesen und tue es heute immer noch gern.
Außerdem schreibst du tolle Kritiken und wir haben eine hohe Übereinstimmung. Da hätte ich dich gern auf meinem Dashboard. :)
LG Gabriel

Punsha

OH MEIN GOTT ALTER DAS MEINEN DIE DOCH NICHT ERNST?! :((((((((((((((((

Punsha

Hmpf. http://www.laughroulette.com/wp-content/uploads/2013/03/ANIMALS-cat-is-legit-upset-with-something.jpg

Punsha

Ja, was soll ich zu dem Link sagen? Hab's mir angesehen. Gut und witzig. :) | Ja, dann gib aber doch wenigstens zu, dass es einfacher ist, reizvolle Serien zu konzipieren als reizvolle Filme! :P Die Annahme, dass viele Serien (oder gar die meisten) besser sind als Filme ist schlichtweg falsch. Und "Aviator" ist für mich aber auch kein Meisterwerk, ganz und gar nicht.

Punsha

Das lässt mich wieder auf die alte, Nerven aufreibende Diskussion zurückgreifen: Wieso bist du so angetan von einer Serie, wenn du doch einige Aspekte daran auszusetzen hast? Ich weiß, Bewertungen sind nicht alles und blablabla, aber mir sind diese blasphemischen 9er und 10er Wertungen von nahezu jedem einfach unverständlich. Sind die Leute einfach so blind, sich von der Welt und den Charakteren so sehr einlullen zu lassen, dass sie die offenkundigen Schwächen nicht sehen wollen, wenn oft dieselben Schemata bedient werden, Handlungsstränge bis in die Ewigkeit gestreckt werden, jeder der Figuren seinen tiefsinnigen, berührenden Monolog bekommt, der umso epischer wirken soll, wenn jedes Mal die Kamera in die zutiefst bestürzten Augen des Gegenübers blickt? Ich möchte GoT keinesfalls in den Dreck reden, ich hab auch stets meinen Spaß, aber man muss einfach anerkennen, dass auch hier kein "Meisterwerk" geschaffen wurde, von dem immer die Rede ist. Serien haben es durch ihre Streckung einfach leichter, einen Mikrokosmos zu etablieren, der den Zuschauer auch ohne herausragende, filmische Qualität für sich gewinnt. Deshalb wird auch weniger Wert auf Regie oder Derartiges gelegt... ich erwarte es kaum, mal eine Serie zu sehen, die vollkommen als künstlerische Herzensangelegenheit betrachtet werden kann, in der ein einziger Regisseur sich selbst ausdrückt. Aber ich tausche mich trotzdem gern weiter über die Serie aus. Noch drei Episoden und ich hab's geschafft. Dann können wir zusammen raten, welche bedeutende Figur als nächstes stirbt, wenn du nicht schon wieder besser informiert bist. ;)

Punsha

Nein, die hab ich nicht vergessen... hab ja gesagt, dass mir alle Lannisters sehr gefallen. Cersei würde ich halt mal richtig gern wieder Blut in die Adern pumpen, du verstehst. ^^ Und als durchtriebene, vom Leben gezeichnete, aber auch dadurch gewachsene Spielerin liefert sie mit Tyrion immer die schönsten Wortgefechte. Gendry, joa stimmt schon, für den Moment noch langweilig, aber ich sehe da Potential. Besonders am Anfang der Staffel 2 war er doch als einer der heimlichen Thronerben ziemlich in den Blickpunkt gerückt und da wird auch noch was kommen, und davon nicht zu wenig. Sowieso sind hier schon wieder tausend kleine Geschichten gestrickt, aus denen mal große Geschichten werden könnten. Man könnte schon jetzt die Serie bis Minimum 20 Staffeln bis hin zur Unendlichkeit strecken. ^^ Joa, Bran interessiert mich auch überhaupt nicht und sollte sich mal die Haare schneiden, Tarly fängt auch an mir langsam auf die Eier zu gehen, dabei wächst die Spannung zwischen Varys und Baelish. Ach, und Daenerys zieht mit ihrer strengen, aber gütigen Herrscher-Tour irgendwie auch immer weniger, aber das kann auch daran liegen, dass sie von Episode zu Episode nur von Langweilern umgeben ist. Dennoch sei gesagt: Am Ende von Episode 4 (St. 3), wo ich gerade bin, wurde wieder mein Interesse auf ihren Erzählstrang geweckt, als sie mit ihrer Armee loszieht...

Punsha

Erstmal ein "du Böser, Böser!" wegen THE FOUNTAIN, nicht dass du nur von Timo Lorbeeren erntest. Aber den Film nicht zu mögen ist verständlich, und doch gleichzeitig wieder unverständlich. ^^ Der hat genau wie beispielsweise CLOUD ATLAS in seinem naiven Größenwahn doch etwas zutiefst Entzückendes und Herzerwärmendes, ähnlich wie ein Schwein, das versucht Männchen zu machen. Und wie kann man so etwas widerstehen? ;)

Der eigentliche Grund, warum ich mal wieder dein Gästebuch aufsuche, ist GAME OF THRONES. Ich bin noch am Anfang von Staffel 3 (also bewahre mich vor Spoilern, die darüber hinaus gehen^^), aber ich denke, dass ich nun langsam wagen kann, mit dir darüber zu reden. Ich beginne mal mit den Figuren.
Besonders angetan bin ich von eigentlich allen Lannisters, allen voran Cersei <3, von Arya Stark und sicher auch Gendry, wenn er noch mehr Screentime bekommt.
Nerven tut hingegen Clegane, Jorah Mormont, die Alte, die dauernd bei Bran ist (Name vergessen^^), diese Feuerfrau ... joa.

Timo K.

Na außer THE WRESTLER und in Teilen PI konnte ich den Kerl nie leiden, was mir (erneut) NOAH bewiesen hat. Letzteren habe ich bereits heute gesehen, kann allerdings noch nicht darüber reden (^^), höchstens per PN. Beide teilen gewisse Gemeinsamkeiten, weshalb du dir den vielleicht sparen solltest. Oder auch nicht.^^ | Ja, naja, finde fast alle seine Filme, sofern sie sich einem "abstrakten" Thema verpflichten, höchst verpackungssüchtig, auf die Holzhammermethode reduziert und einer Montage aus Fragmenten zugehörig, die hinter dem Arthouse-Anstrich eigentlich nur klare (Hollywood-)Antworten auf existenzielle Fragestellungen parat hat. Der Mansell-Score ist mittlerweile auch nur noch eine ausgetrocknete Sauce deprimierender Streicher. Aronofsky nervt mich nicht, er langweilt mich nur tierisch. Dem ziehe ich jeden Michael-Bay-Film vor.

Timo K.

4.0. <3 Und? Gibst du dir auch NOAH? :D

Punsha

Gut! Ich dachte Kees van Dijkhuizen macht gar keine Videos mehr ...


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