_Garfield

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_Garfield aus Timbuktu heißt Wilma Lecken, ist 22 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1503 Filme bewertet und legendäre 214 Kommentare geschrieben. Mein Blog: die-blogbusters.blogspot.de | „Wenn man Leben will, wird jeder Ort zum Paradies.“ Mehr


Gästebucheinträge

  • Was hat dir an ASSAULT nicht zugesagt/gefehlt?

    • Ich hab mich ähnlich gefreut, weil ich schon wieder vergessen hatte, dass du den Film auch sehr mochtest. ^^ Dein Kommentar spiegelt meine Eindrücke eigentlich schon ziemlich nah wider. Ich habe zuallererst einen Feministen-Film vermutet, dann lange Zeit gedacht: 'Okay, wirklich Zugang wirst du da nicht mehr kriegen.' und erst mit dem Elefantenmensch bzw. spätestens in der Szene, als sie den Kuchen probiert, hat es dann langsam Klick gemacht. Ich kann dir da eigentlich nicht viel Neues erzählen, einiges blieb auch mir verschlossen, inklusive der schwarzen Materie ^^, aber das sind auch alles Dinge, die nicht wirklich entschlüsselt werden wollen bzw. oft auch einfach nebensächlich sind. Sowas nehm ich dann einfach als aufregende Stilübung mit. Findest du eigentlich, dass sich Scarlett lediglich in das Wesen des Menschen einfühlen wollte, ihn verstehen wollte oder bis zur Vergewaltigung gar selbst den Wunsch verspürte, Mensch zu sein?

      Schade hingegen, dass du ALL IS LOST nicht ganz so feierst wie ich. Auch wie UNDER THE SKIN ein Film, den ich im Gegensatz zur allgemeinen Kritik als sehr kurzweilig empfand.

      Nebenbei: Bist du hier gar nicht mehr als "Kritiker" unterwegs?

      • Ein gutes, neues Jahr wünsche ich dir!!!

        • Ja, stimmt schon. Für meinen Geschmack dann etwas zu sentimental. Die Japaner übertreiben da oft und gerne. Und Ghibli hat ja vorgegeben, wie man das perfekt ausgewichten kann. Mit dem norwegischen Holz meine ich übrigens die gleichnamige (sehr schlechte) Romanvorlage von (dem sehr schlechten) "Naokos Lächeln", der wiederum nach dem (sehr schlechten) Lied der Beatles benannt ist. In dem Lied geht es im weitesten Sinne um Hippie-Indie-Yuppies und die findet Murakami gleich so toll, dass er diese Lebenseinstellung mit Manns Zauberberg verwurstet und ein unsäglich nerviges Depri-Buch schreibt. Nur als Randinfo, haha!

          • Dem norwegischen Holz ne 6 und ne 7 für die Wolfsbälger! Muss man sich Sorgen um deine Geistesverfassung machen?

            • Auch super. Bemerkenswert finde ich, wie viele Dalí-Einflüsse und Motive darin verarbeitet werden: anamorphe, sich verflüssigende Uhren, merkwürdige Gebilde und Insekten. Schön. Hatte gestern Nacht (!) spontan Lust gehabt auf ein paar (de facto drei) surrealistische Kurzfilme, da ich aus diesem Bereich nur den ANDALUSISCHEN HUND sowie DAS GOLDENE ZEITALTER kenne. Hat sich gelohnt; habe den DESTINO dreimal gesehen, die beiden anderen zweimal - und immer ließ sich etwas Neues entdecken. :)

              • Ich auch nicht aus dir - IRREVERSIBEL? X-MEN? DREDD? THE EXPENDABLES 2? :D ;)

                War leider nur halbherzig gebannt vom MAN. Das, was man häufig den Coens vorwirft - Stilsicherheit, die ins Selbstverliebte zu kippen droht, intellektuelle Kühle, Stars auf Knopfdruck für voneinander abgekoppelte, dialogreiche Minigeschichten -, war hier für mich erstmalig ein wenig (!) nachzuvollziehen. Im Gegensatz zum organisch sich entwickelnden, wunderschön doppelbödigen und über das Kino hinausreichenden A SERIOUS MAN fehlte mir emotionale Intimität und ein Fluss, der durch die Geschichte führt. Alles ist so merkwürdig auf Noir-Hommage getrimmt, so geleckt und visuell perfekt, unangenehm perfekt, würde ich sagen. Dann wieder ausgefranst: Niemand hat den öden Klavier-Subplot gebraucht. Natürlich bieten die Coens auch in THE MAN WHO WASN'T THERE eine Reihe von urkomischen bis magenbitteren Einzelszenen, Charakteren, Reflexionen (den Gerichtsteil, Freddy Riedenschneider sowie den Schluss mochte ich sehr), aber ich verspürte dennoch das Gefühl, dass ihre diesmal künstlichen Figuren in diesem Film nicht davon befreit werden, weil sie nebeneinander gestapelt worden sind - so wie ihre Konversationen. Damit erreichen die Coens zwar ein mögliches Bild des "modernen Menschen", aber mich nicht. Eine bisschen leere Stilübung, aber bei weitem nicht so schrecklich wie THE GOOD GERMAN oder, bleiben wir bei den Coens, BURN AFTER READING. Dafür habe ich mich einigermaßen amüsieren können.

                • Hatte ich schon lange vor. Endlich ist das Thema abgehakt. Auf zu neuen Petzold-Filmen und Beiträgen der Berliner Schule. Gefällt mir wirklich alles sehr gut. :)

                  • Besser du liest keine verjährten Texte mehr von mir, wobei der noch annehmbar war ... also Glück gehabt. ^^ Aber ich verstehe. Bei Lee gibt es für mich eigentlich nie irgendetwas auszusetzen, es treffen lediglich für einen persönlich manche Filme mehr ins Schwarze und andere weniger. Irgendwie bestätigt er das Klischee des lebensweisen Asiaten - Er schafft viele, viele Reibungen und Konflikte zwischen seinen Figuren und löst jeden Einzelnen vortrefflich, sodass man sich am Ende immer selbst ein wenig schlauer fühlt. Vielleicht stechen aber gerade DER EISSTURM und BROKEBACK MOUNTAIN für mich in seinem Œuvre heraus, weil sie möglicherweise die einzigen Filme sind, bei denen die Protagonisten noch einen Weg vor sich haben, auch wenn er schließlich in die richtige Richtung zu laufen scheint. | Wenn ich mich recht erinnere, dann war ich bei EIN PROPHET besonders beeindruckt davon, dass er im Gefängnis spielt, ohne ein Gefängnis-Film zu sein; sprich: dass er einen Mikrokosmos vorstellt, der nach allen Ecken der Gesellschaft ausdehnbar ist und dadurch wiederum Zustände anzweifelt, die dazu führen, dass manche Menschen eben im Gefängnis ankommen. Aber ich kann da gerade auch viel Mist reden, weil ich mich storytechnisch an fast nichts erinnere, weder wie er anfängt, noch wie er endet.

                    • Sehr schade! Dann musst du (und ich) wohl noch ein Weilchen warten. | Ja, die schwierigen (Entstehungs-)Hintergründe in allen Ehren, aber mal abgesehen von den technischen Stärken (Kamera und vor allem Sound sind unbestritten klasse) bleibt vor allem das Drehbuch hinter allen Erwartungen zurück. Einige Lines sind aus der letzten Klischee-Schublade ("Mama, Mama... ich hab Angst."), viele Dialoge sind plump und kaum authentisch und auch sonst geht die Story nicht viel weiter als über die eines Einzelschicksals hinaus, das Ende weist auch auf keine andere Intention hin - im Gegenteil. Ich war überrascht, als ich Timos Meinung zum Film las und sein Text konnte mich ausnahmsweise auch nicht milder stimmen. Demnach würde ich mich auch wundern, wenn du dem Film mehr abgewinnen kannst. Apropos EIN PROPHET: Hab mir die DVD endlich besorgt und werde ihn bald nochmal schauen - hoffentlich in Verbindung mit einem lobenden Text, den ich danach von dir lesen werde. :) Und dann noch ein Text zu DER EISSTURM, das wünsch ich mir - sodass ich auch nur irgendwie nachvollziehen kann, dass scheinbar "manche" den Film nicht uneingeschränkt abfeiern. ;)