_Garfield

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_Garfield aus Timbuktu heißt Wilma Lecken, ist 22 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 1397 Filme bewertet und legendäre 171 Kommentare geschrieben. Ego-Kram gibt's exklusiv auf: die-blogbusters.blogspot.de Mehr


Gästebuch

JonnyvsSherlock

Ja, das Buch habe ich natürlich auch gelesen. Vor allem Palahniuks knapper, prägnanter Schreibstil hat mich begeistert. Ehrlich gesagt fand ich aber vor allem das Ende im Film sogar besser umgesetzt. Aber trotzdem, es ist ein geniales Buch. Und es ist nun mal das Vorbild. Pflichtlektüre für jeden, der den Film mag;)

JonnyvsSherlock

Nachdem ich deine großartige Kritik zu "Fight Club", einem meiner Lieblingsfilme bestimmt schon dreimal gelesen habe (da es meine Gedanken zum Film so perfekt trifft), muss ich dir endlich mal 'ne Anfrage schicken!
And remember, you do not talk about Fight Club;)

Punsha

Es werden wohl so 12-15 Minuten. Ich sprach ja von Kurzfilm. Was hast du denn gedacht?^^ Naja, mit Drehen haben wir vor genau zwei Wochen angefangen und insgesamt drei Drehtage gehabt und werden noch einen Vierten Anfang nächster Woche brauchen, eh es fertig ist. Eigentlich wollte ich es an zwei Tagen schaffen, aber wir sind da wirklich ineffektiv. Ständige Kaffeepausen, einfachste Einstellungen werden ewig vorbereitet und werden drei-, viermal gedreht, der Darsteller ist mal 'ne Woche nicht da usw. Und überhaupt hab ich Probleme mit dem Fräulein, die ich in einer Szene brauche. Jetzt suche ich händeringend nach einer Neuen bis nächste Woche. Ich denke manche Dinge (vor allem die terminlichen) werden sich diesbezüglich nicht verändern, solang man es noch hobbymäßig zum Studium nebenher macht. Aber immerhin lassen sich in Sachen Schauspieler (ich werde wohl zukünftig bei den Theatergruppen der Uni nachfragen) ein paar Rädchen drehen und außerdem hoffe ich, dass sich irgendwann auch bei mir Automatismen einstellen, die den ganzen Arbeitsablauf einfach effektiver machen. Für einen Vierzig-Minüter oder was auch immer du gedacht hast, bräuchte ich jetzt sicher ein paar Monate. Das Schwierigste ist eben immer, alle Leute an einem ganzen Tag zusammenzubekommen.

Wie kann es eigentlich sein, dass wir bei dieser Text-Diskussion eigentlich völlig einer Meinung sind und dennoch immer wieder voneinander denken, dass wir den anderen von irgendwas überzeugen müssen? Deshalb ganz offiziell: Ja, stimmt. Aber was willst du eigentlich von mir? :D

Punsha

Here we go. Okay, da hab ich nicht mitgedacht. Das sind ja eigentlich so die interessantesten Fragen. Also ja, ein Stativ ist unerlässlich. Nicht immer, denn manche Szenen brauchen einfach auch ruppige Bewegung, aber es wirkt einfach schöner und nicht so amateurhaft, wenn die Kamera nicht die ganze Zeit wackelt. Beleuchtung hab ich noch nicht verwendet, aber ich denke, ich könnte ein paar Strahler bekommen. Aber das ist dann auch so 'ne Sache, da brauchst du wieder 'nen freiwilligen Handlanger, der sich darum kümmert und ich halte das nicht gerade für die spannendste Arbeit. Bisher hab ich das noch mit der Kamera und der Farbkorrektur im Schnitt noch ganz gut hinbekommen und letztlich ist das natürliche Licht eh das schönste. Beim Schnitt wird's interessant. Da benutze ich Sony Vegas Pro 13, was witzigerweise niemand kennt, den ich darauf angesprochen hab. Ich kenne einen, der schneidet mit Final Cut, einen anderen mit Premiere und im deutschen Film- und Fernsehbusiness scheint ja avid am verbreitetsten zu sein. Bisher hat mir mein Vegas keinen Wunsch unerfüllt gelassen, würde mich dennoch interessieren, was qualitativ wo einzuordnen ist. Wenn du davon ein wenig Ahnung hast, kannst du mich gern aufklären. Was Sound angeht, hab ich bei meinem Mini-Projekt eigentlich nur dreimal 'nen Song (GEMA is not amused) drunter gelegt und zweimal leise ausklingen lassen, das Rauschen reduziert und das wars eigentlich. Ich will da auch noch gar nicht übertreiben und auf 10 Minuten Filmlänge alles reinhauen, was möglich ist. ^^ Nachwuchsfilmemacher ist schmeichelhaft, aber ich glaube, du weißt noch eher wo der Hase lang läuft als ich.

Ja, und wäre nicht ein kleiner Kommentar mit (im Idealfall) anschließender Diskussion eine bessere Bestätigung als ein Like? ;)

Punsha

Ich dreh mit 'ner einfachen Spiegelreflex, einer Canon EOS 60D, an einem Tag waren's auch zwei von denen^^, und einem einzigen Mikrophon (Nach dem Typ brauchst mich aber nicht fragen. Das gehört nicht mir.). Vom Team her hat sich das aufgrund der Semesterferien alles sehr reduziert und da ich dennoch drehen will, drehe ich mit denen, die mir zur Verfügung stehen und das ist in der Regel (ohne 'Schauspieler') einer, der die Kamera macht und einer, der, falls nötig, vielleicht mal mit dem Mikro angelt. Ich habe dir das zwar anfangs anders dargestellt, aber jetzt merke ich selbst, dass es gar nicht so einfach ist, Leute, im Idealfall Freunde, zu organisieren, die Plan haben und bereit sind unentgeltlich meine Idee mit zu verwirklichen. Denn, wir hatten das schon, viele Köche verderben bekanntlich den Brei und wir hatten auch am ersten Tag einen mit der Kamera dabei, der sagte: 'Ich will das genau so haben, von da und hier und blablabla.' Und ich zu ihm: 'Okay, meinetwegen. Aber von da wird es nicht im Film auftauchen. Ich möchte es von dort haben.' Und schon geht die kleine Reiberei los. Ende vom Lied: Er ist ausgestiegen. Ich kanns ihm nicht verübeln, sich selbst verwirklichen zu wollen. Das will ich aber genauso und wenn ich einen Film aus tausend Kompromissen dreh, kann ichs auch gleich lassen. Heute habe ich wieder einen mit Plan, Zeit, Lust und gutem Equipment getroffen und mein bester Kumpel ist nicht einmal da, um den Film mitzudrehen. Trotzdem würde jeder es etwas anders machen. Wohl ein Luxusproblem. Vielleicht wäre es besser, wenn wir alle uns ein wenig voneinander separieren und trotzdem pushen, indem wir sagen: In dem und dem Monat dreht jeder von uns einen Film und dann präsentieren wir ihn uns gegenseitig an einem Filmabend. Denn eigentlich kann jeder auch die Kamera selbst übernehmen und vielleicht holt man sich mal irgendeinen Handlanger ran, aber auf diesem Amateurlevel genügt meiner Meinung nach eigentlich auch nur ein Einziger, der Plan hat, keine vier, keine fünf.

Ich meine damit, dass ich mich nicht wohl dabei fühlen würde, einfach irgendeinen Käse auf dem Dashboard zu veröffentlichen, wenn sich alle anderen so viel Mühe geben, ihre Gedanken gut zu verpacken. Außerdem hab ich sowieso das Gefühl, dass das hier eine Community ist, die sich einfach nur gegenseitig den Bauch streicheln will - Texte schreiben, liken, fertig. Wenn ich schlicht und einfach frage, ob sich Scream 3 von der Grundidee wieder nur ein Aufguss seiner Vorgänger ist, dann antwortet nicht mal einer. ^^

Da hast du wirklich Glück. Wir hatten dieses Semester nur ein langweiliges Literatur-Seminar zu den Coens. Das hat mich dann auch nochmal ein gutes Stück von der FilmWISSENSCHAFT entfernt, denn entweder lernst Dinge, die man anhand der Praxis (die aber nicht existiert) wesentlich besser erklären könnte und sollte und ohne sie eigentlich unerheblich sind oder aber es wird so abstrakt, dass man selbst mit einem großen Toleranzbereich was Interpretationen angeht, merkt, dass das kompletter Mumpitz ist. Wenn ich höre, dass "Miller's Crossing" ein Film über den Holocaust sein soll oder "Ladykillers" eine Debatte über Homosexualität, dann frage ich mich, welchen Sinn solche Thesen haben, wenn sie nicht einmal annähernd den Horizont des Rezipienten streifen. Dann lieber wieder wie im ersten Semester einen Film anhand gezeigter Szenen auseinander nehmen.

TEXTWALL YEAH!

Punsha

Ich hatte den Film beim zweiten Mal auf DVD dann auch im O-Ton gesehen, musste dann aber spätestens als Ben Mendelsohn ins Spiel kam leicht resigniert auch auf Untertitel umschalten. Von daher hab ich da Verständnis für dich. Coopers Sohn hättest du mal in der Synchro hören müssen! Ganz, ganz unausstehlich. Die Figur fand ich aber (wie eigentlich alle) gut umgesetzt. Oberflächlich betrachtet natürlich einfach nur ein verwöhnter, kleiner Scheißhals, aber da er seinen Vater insgeheim für seine Erfolge verehrt, aber von ihm wiederum keine Liebe zurückbekommt, hat der auch ein wenig Mitleid verdient. Cooper sagt ja in einer Szene, dass er seinem eigenen Sohn nicht mehr in die Augen sehen (?) kann, weil er ständig an das genauso alte Kind denken muss, dessen Vater er getötet hat. Kann man jetzt küchenpsychologisch abwerten, ich bin jedoch der Meinung, dass es sich genau so auch verhalten kann und würde. Den Rest nicke ich mal ab, und ja: Bon Iver <3 - wird von mir immer beim Zug-fahren-und-in-die-Natur-starren gehört. ^^

Gegen Texte schreiben gibt's ja auch nichts einzuwenden. Würde selbst ganz gern informell ein wenig übers Seherlebnis schwadronieren, wie wenn ich mit einem Freund reden würde oder ähnlich wie ich es manchmal im Gästebuch mach. Aber dafür geben sich selbst hier auf Moviepilot zu viele Leute zu viel Mühe wahrlich gut formulierte Texte zu schreiben. Da komm ich doch lieber ab und an auf dein Gästebuch zurück, wenn es sich anbietet und ich es nicht aushalten kann. ;)

Wenn ich mir bei einem Film in jeder Szene gleich denken kann: Okay, hier haben die die Kamera und da die Mikros platziert und das ist nicht aufwendig und völlig machbar, dann jubelt schon ein wenig mein Herz. Das ist nicht das Problem. Es brauch lediglich sehr viel Übung, nachvollziehbar und subtil zugleich zu erzählen. Deshalb bleibt auch mein eigener kleiner Film weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Er sollte ja auch schon längst fertig sein *hust*. Die Schauspieler sind zu schlecht, die 'Story' zu naiv und die Stilmittel manchmal zu plump gewählt. Trotzdem kann man daraus nur lernen und dazu bin ich auch gewillt. Irgendwo steckt da eine kleine Coppola in mir. :D

Viel Glück mit deiner Hausarbeit! Tarantino wissenschaftlich zu behandeln halte ich für ausgesprochen schwierig. Ich hab letztes Semester auch über Gewalt geschrieben und das Ergebnis hat mich in ein mittelschweres Tief geworfen. ^^ Dafür kann mich jetzt nichts mehr umhauen und die Themen sind auch so blöd, dass ich dann denen einfach die Schuld geben kann.

Punsha

Oh, und gerade merke ich, dass es doch so ein unglaublicher Unsinn ist, Filme (zahlenmäßig) zu bewerten. Ich habe gerade das unheimliche Bedürfnis alle meine Bewertungen zu löschen und möchte mich bei jedem beteiligten Filmemacher nachträglich entschuldigen. ^^ Kein Film hat es verdient, als "schwach" oder gar "uninteressant" zu gelten. Was soll das? :(

Punsha

Joa 7 reicht mir. Da bin ich erstmal froh, dass es nicht weniger geworden sind. Sag mal, was Schönes zum Film, über die drei Episoden, Gosling, Cooper, was auch immer. :)

Was mir übrigens eben bei "Somewhere" aufgefallen ist: Ich will und würde haargenauso (!) Filme drehen, aber genau deswegen hab ich Coppola auch durchschaut. ;) Solche langen Einstellungen wie der rasende Wagen anfangs, die langsame Ranfahrt auf den Kopf in der Maske oder das langsame Aus-dem-Bild-Treiben im Pool sind so Dinge, wo ich mir denke: Es wirkt schön, nicht übermäßig prätentiös und ich hab tausend Gedanken, wie man das interpretieren kann, also lass es drehen. ^^ Trotzdem gefiel mir in deinem Text deine Anmerkung, dass sie 'Raum für eigene Gedanken bieten', seelische Architekten sozusagen - das kann man nicht kritisieren, daher ging's noch 'nen halben Punkt hoch. Die Coppola macht das schon richtig. Die krasse Scheiße will ich auch lieber den wahren Genies des 21. Jahrhunderts überlassen und stattdessen meinen eigenen kleinen Beitrag abliefern über Einzelschicksale und verschiedenste Dinge, die mich wohl hauptsächlich im Herzen beschäftigen. Hat mir noch einmal gezeigt, dass es mit den richtigen technischen Mitteln gar nicht so abseitig ist, auf diese Weise Filme zu kreieren - für dich nicht, für mich nicht, für niemanden, der etwas Ahnung davon hat. :)

Punsha

Ehre wem Ehre gebührt.

Punsha

Süß. Der Timo hat deinen Antichrist-Text auf Facebook geteilt. :)


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