Cinema Paradiso - Kritik

Nuovo cinema Paradiso

IT/FR · 1988 · Laufzeit 155 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
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    Bisher ging der Film spurlos an mir vorbei. Ich habe es in 30 Jahren nicht geschafft ihn mir anzusehen. (Nun gut, ich war auch erst 4 Jahre alt, als er gedreht wurde...haha). Aber jetzt:

    Zu Recht ein echter Klassiker! Die Geschichte um das echte Kino ist einfach romantisch für alle Film-Liebhaber. Diese eine Liebe, wird nie zu Ende gehen.

    (Spoiler)

    Was ich aber wirklich mochte an dem Film ist die Beziehung zwischen Alfredo und Salvatore. Der junge, der ohne Vater aufwächst, sehnt sich so sehr nach eine männliche Bezugsperson, dass er einfach nicht von dem alten Filmvorführer lassen kann. Im Vordergrund steht die Liebe zum Film, die beide miteinander teilen. Darüber hinaus entwickelt sich eine tiefe Freundschaft fürs Leben. Salvatore ist der Sohn, den Alfredo nie hatte. Ein absolut geniales Gespann!

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    • 8

      Ich habe häufig gesagt, dass ich nie streamen werde, nie etwas für mich über die Silberscheiben geht, die in meinem Regal stehen und nur das echte Liebe zum Kino sei. Abgesehen davon Filme dann wirklich im Kino zu sehen natürlich, was ich zugegeben, ohnehin noch nie sonderlich viel gemacht habe - nicht zuletzt da sich die Möglichkeiten auf dem Dorf schnell erschöpfen.

      Ende April 2018.
      Ich besitze Prime und Netflix, nutze Youtube mittlerweile als eine meiner Hauptquellen für Filme und habe mir in diesem Jahr bisher maximal eine handvoll neue Filme ins Regal gestellt. Zugegeben schaue ich heute weniger Filme als noch vor einem Jahr, als ich mit jeder Gehaltszahlung überlegte welche Filme diesen Monat in mein Regal wandern und oft dreistellige Eurobeträge für Großbestellungen ausgab. Vielleicht aber auch ist mir das Geld wichtiger geworden, ich jemand, der genauer guckt wofür er sein Geld investiert und immer nur verfügbares Geld in neue Filme zu investieren sich langfristig nicht ausreichend rentiert.

      Warum aber habe ich eigentlich Prime und Netflix?
      Manchmal kommen die Situationen anders als man denkt. Als ich mir Anfang des Jahres Prime holte in dem Glauben, die 69€ im Jahr würden sich schon lohnen und ich das umfassende Angebot ausreichend nutzen, unterlag ich einem Irrtum. Nur selten nutze ich die Möglichkeiten, nicht zuletzt, weil die meisten der Filme, die interessant erscheinen, mir bereits bekannt sind, ich letztendlich doch zu wenig Zeit habe um Filme zu schauen und mir meine heißgeliebte Übersicht schlichtweg über weite Strecken fehlt. Prime is wirrwarr, eine nie endende Nicht-Übersicht, die nur durch gezielten Suche zu einem Ziel führt, das selten jenes ist, was man erwartet hat.

      Immerhin stimmt die Auswahl im Großen und Ganzen, ist es doch auf der anderen Seite genau das, was Netflix für mich so gnadenlos uninteressant macht. Durch den glücklichen Zufall zwei Tage nach Beginn meines Prime-Abonnements von einer Freundin gefragt zu werden, ob ich ihren Netflix-Account mitnutzen möchte, erschloss ich so gleich binnen weniger Stunden beide Möglichkeiten. In der Theorie jedenfalls, wäre Netflix nicht ein auf Serien und Massen getrimmter Anbieter, der mir auch nach mehreren Monaten nahezu gänzlich fremd bleibt.

      Was also bleibt auf meiner Suche nach meinem Kino, dem sich den Massenmedien ausreichend entfernt bewegenden Leinwandbildern, die mich begeistern?
      Die guten, noch immer vertrautesten und ehrlichsten Silberscheiben oder aber, wie es zuletzt bei mir üblich wurde, die Mediathek von ARTE und der größte "Streamingdienst" der Welt: Youtube. Nicht einmal immer in schlechter Qualität, nicht einmal immer ohne die Option Untertitel auszuwählen, werden hier ganz ohne Kosten, ohne nervige Abonnements Filme in großen Mengen angeboten - auch für den sich abseits bewegenden Kinoliebhaber wie mich. Ich streame also nun, irgendwie. Seit ein paar Monaten lebe ich davon gut, merke, dass viele was ich mir sonst kaufen wollen würde auch durch die oben genannten Möglichkeiten ihren Weg zu mir finden oder es oft gar nicht verkehrt ist sich in Geduld zu üben und zu warten, bis sich ein anderer Weg erschließt.

      Das Kino ist unergründlich, so oder so.

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        RoboMaus 01.09.2017, 13:02 Geändert 01.09.2017, 19:22

        Die gefeierte Hommage an das frühe Kino der späten Vierziger und der Fünfziger 'Cinema Paradiso' (1988) hat im MP-Freundeskreis zwei auffällige Bewertungs-Gruppierungen: 4-6,5 und 7,5-10. Gewiss treffen die Aussagen zu, die dieses Werk zum Spitzenfilm stilisieren, wie "warmherzig und magisch, ohne je kitschig zu sein", oder "eine Ode an das Kino, die Leidenschaft und die Freundschaft". Diese Attribute stehen hier unübersehbar im Vordergrund, aber es sind auch die einzigen.

        Das größte Manko an 'Cinema Paradiso' ist die rudimentäre, langatmig vorgetragene Handlung auf Eposlänge. Eine ganze Stunde passiert in diesem Film nichts, außer dass ein Junge in einem italienischen Dorf der Nachkriegszeit verrückt auf Kino ist und keine Gelegenheit auslässt, sich dort einzuschleichen. Genauso oft wird er dafür von seiner Mutter verhauen, die das unterbinden möchte. Auch in den Fünfzigern, als der Junge älter ist, ereignet sich bis auf den Einbau einer Romanze kaum mehr in diesem Plot.

        Egal, wie magisch diese Darstellung von alten Filmvorführungen im italienischen Ambiente sein mag - eine Handlung, die sich die meiste Zeit im Kreis dreht und auf zweieinhalb Stunden mit ihren wenigen Inhalten nur im Schneckentempo vorankommt, ist für andere schwer zu ertragen. So wird die Ode zur Ödnis, wenigstens aus storytechnischer und dramaturgischer Sicht. Wie karg diese Story ist, sieht man schon daran, dass die einführende MP-Inhaltsangabe sie in ein paar knappen Sätzen komplett bis zum Ende (!) beschreibt.

        Für Filmfans, die mehr brauchen als lediglich die endlos-Beleuchtung der Beziehung eines Jungen zu einem alten Filmvorführer, könnte es trotz des warmherzigen Umgangs phasenweise langweilig werden.

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          Der Siegemund 31.01.2017, 17:13 Geändert 01.02.2017, 18:37

          Ein Mann kehrt in seine sehr wohlhabende Stadtwohnung zurück, als er von seiner Frau, die mit seiner seiner Mutter am Telefon gesprochen hat, die Nachricht erhält, dass ein gewisser Alfredo gestorben sei. Er nimmt die Nachricht scheinbar gelassen auf, doch in der folgenden Nacht fängt er an, an seine Wurzeln der Kindheit zurück zu denken.

          Wir sehen einen kleinen Jungen, maximal 6 Jahre, ein Bengel, wie jeder andere, der in dem kleinen Dorf Giancaldo auf Sizilien lebt. Es ist eine heile Welt der Kindheit, gewissermaßen antithetisch zu der verarmten, kargen und von Krieg verhärmten Gegend. Die Mutter leidet daran, dass der Vater nicht aus dem Krieg zurückgekehrt ist und Salvatore, so heißt der aufgeweckte Junge, macht sich aus allem nichts, auch wenn er einmal Schläge von seiner überforderten Mutter erhält und sogar einige männliche Dorfbewohner einschreiten müssen. Wahrscheinlich tun sie das aus Mitleid, denn der kleine Junge hat keinen Vater, der ihn für sein Jugensein bei der Mutter entschuldigt, aber auch die schöne Leidende Mutter ist eine Ursache, dass die Männer so warmherzig reagieren. Alsbald lernt Salvatore in dörflichen Kino "Cinema Paradiso" den Filmvorführer Alfredo kennen, der für ihn ein Freund und eine Vaterfigur wird. Das Kino ist Lebensmittelpunkt der Dorfgemeinschaft. Politik spielt in diesen Zeiten kaum mehr eine Rolle, denn alle sind desillusioniert und suchen in Filmen einen Ausgang aus der Realität. Es wird geprollt, gelacht, geweint, mit dem Kinder- und Jugendschutz nimmt man es nicht so genau. Aber es ist eben auch harmlos, wenn sich da ein Pärchen liebevoll oder leidenschaftlich auf der Leinwand küsst. Plötzlich kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall, bei dem Alfredo sein Augenlicht verliert. Salvatore, der von Alfredo das Filmvorführen gelernt hat, übernimmt nach diesem Arbeitsunfall sogar ganz Alfredos Arbeit. So wächst ein Junge zum Mann heran, der die Welt nur aus den Filmen kennt.

          "Ich will nicht mehr mit sprechen. Ich will das über dich gesprochen wird."

          Für die Alfredo und Salvatore wird es die schönste Zeit ihres Lebens, doch als Salvatore zum Mann herangereift ist, soll er, nach dem Willen von Alfredo, das Dorf Giancaldo für immer zurücklassen, um in der Welt etwas zu werden. Selbst wenn er zurück käme, würde er ihn nicht sehen wollen und seine Tür verschlossen halten. Salvatore hat sich daran gehalten.

          "Cinema Paradiso" hat einige Längen, die jedoch interessant sind, falls man sich dafür interessiert, es gibt zwei dramtische Höhepunkte, aber erst mit dem letzten Viertel wird er auf einmal wach und zur emotionalen Erfahrung, sobald Salvatore zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Das intenstive Gefühl von Heimat und Kindheitserinnerungen bahnt sich seinen Weg von Salvatore bis zum Zuschauer von "Cinema Paradiso".

          Giuseppe Tornatore hat mich noch nie enttäuscht, auch "Cinema Paradiso" ist eine Liebeserklärung des Italieners an seine sizilianische Heimat, einer wahrscheinlich sehr persönlichen Rückschau.

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          • 9

            Mein Film Nr. 1000 hier auf moviepilot, und ich hätte mir wohl kaum einen passenderen Film aussuchen können um diesen für mich besonderen Moment zu zelebrieren. Mit italienischem Temperament wird das Kino an sich gefeiert, in unglaublich vielen Facetten werden die großen und vor allem auch die kleinen Momente des Lebens in Szene gesetzt, untermalt von wunderschönen Zitaten Alfredos. Und dann setzt wieder diese Melodie voller Melancholie ein. Ich habe immer schon gefunden, dass in unseren einfachsten und tiefsten Sentimenten wie der Traurigkeit die reinste Schönheit liegt, und genau das ist dieser Film, einfach und tief. Aber keineswegs schwermütig sondern von einer lockeren Art, sodass man mit feuchten Augen lächeln muss.
            Ja, längst nicht alle dieser 1000 Filme haben mir solche Fruede bereitet wie dieser.

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            • 10

              Was für ein wunderschöner Film - eine Ode an das Kino, die Leidenschaft und die Freundschaft! Schon lange hat mich ein Film nicht mehr so emotional berührt wie Cinema Paradiso. Ich habe die 2h Fassung gesehen und die vergingen wie im Traum...

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              • 8

                [...] „Cinema Paradiso“ zelebriert das Kino in all seinen Facetten, zwischen nostalgischer Verklärung und ehrfürchtiger Verehrung entwirft Tornatore das Bild eines kleinen Dorfkinos im Italien der 40er Jahre. Er zeigt dessen Entwicklung im Laufe der Jahre und präsentiert magische Höhepunkte, bedeutende Meilensteine und entscheidende Wendungen. Vor allem macht er aber deutlich, dass Kino mehr bedeutet als nur Film. Natürlich ist beides untrennbar miteinander verbunden, aber Tornatores Cinema Paradiso ist vor allem ein Ort an dem sich das Dorf versammelt, Freude und Leid miteinander teilt, zu einer Einheit verschmilzt und gemeinsam lacht und weint. Der Ort des Kennenlernens, des ersten Kusses und der Beginn der großen Liebe. Der Ort, an dem Fremde zu Freunden werden und das ganze Dorf für einige Stunden seine Probleme vergessen kann. [...] „Cinema Paradiso“ ist kein sonderlich komplexer Film, aber genau daraus zieht er auch seine Kraft. Einfache, direkte und dadurch unheimlich kraftvolle Emotionen, die durch einen genialen Ennio Morricone Score und einer wunderschönen Kinematografie noch zusätzlich verstärkt werden. Tornatore nutzt seine eigenen Erinnerungen und Erfahrungen, sorgt dadurch für ein authentisches Bild der ländlichen Dorfgemeinde und fasziniert durch seine aufrichtigen Gefühle.
                Doch Tornatore hat keinesfalls einen reinen Wohlfühlfilm geschaffen, sein Werk ist geprägt von unterschwelliger Sozialkritik, von Erfahrungen, die er selbst gemacht und die ihn lange beschäftigt haben. Allgegenwärtig steht der Krieg im Raum und damit verbunden auch seine Folgen. Armut, Auswanderung, zerrissene Familien und Heimatlosigkeit, all das wird zwar gezeigt, aber nie tiefergehender thematisiert, denn der Zuschauer sieht den Film aus Totos jungen Augen, spürt zwar das etwas nicht stimmt, aber wird sich der Tragweite dessen nie wirklich bewusst. Der Alltag im Dorf ist geprägt von Stagnation und fehlenden Perspektiven, Veränderungen gibt es keine (auch das versteht Toto nicht, er ist jung und unbeschwert) und immer wieder ist das Kino der magische Ort, an dem alle Bewohner gemeinsam träumen. [...]

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                • 8 .5

                  Wunderschön sentimentale, nostalgische und sehr menschliche Liebeserklärung an das Kino. Nicht zuletzt wegen der großartigen Filmmusik vom Meister Ennio Morricone ein Stück wahrer Kinomagie. Leider endet der Nebenhandlungsstrang über die Beziehung mit Elena komplett im Nichts und auch im allgemeinen sind es eher einzelne Szenen, die besonders haften bleiben (der alte Mann im Kino, der tränenüberströmt den Film mitspricht, der erste Kuss in der Vorführkabine usw.). So rückte mir die vordergründige Handlung des Filmes manchmal etwas zu sehr in den Hintergrund. Bei Gelegenheit will ich mir auf jeden Fall mal den längeren Director's Cut zu Gemüte führen, vielleicht klären sich besagte Punkte dort.
                  Letztlich ist "Cinema Paradiso" jedoch ein wunderschöner Klassiker, der zum Pflichtprogramm jedes selbsterklärten Cineasten gehören sollte. Und wer von der letzten Szene nicht ergriffen ist, der kann kein Kinoliebhaber sein!

                  PS: Gesehen auf den Filmnächten am Elbufer. Es war kühl und hat geregnet. Zwar nicht stark, aber gefühlt habe ich mich trotzdem wie ein Besucher des Freilichtkinos aus "Cinema Paradiso" im Gewitter :D

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                  • 9

                    Der Film , der mich als Kind zum Medium Film näher brachte. Ein Film der in seiner simplen Art und guten Geschichte einfach jeden bezaubern kann. sehr empfehlenswert für einen Familienabend mit Kindern ;)

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                    • 9
                      TommyDeVito 21.03.2015, 04:59 Geändert 21.03.2015, 06:59

                      Oh Mann. Taschentücher bitte...

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                      • 9

                        [...] Bei “Cinema Paradiso” hat man das Gefühl, als würde hinter einem der Filmprojektor stehen, man wird in die Geschichte des Films eingesogen und fühlt mit dem kleinen Toto. Ja, auf “Cinema Paradiso” trifft eigentlich nur eins zu: Ein schöner Film.

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                        • 9

                          "Was für ein schöner Film" - das war wohl der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, nachdem die Tränen wieder getrocknet waren und der Abspann seinem Ende entgegen lief. Selten bin ich auf solch eine charmante Art und Weise von einem Film verzaubert und zugleich berührt worden.

                          Erzählt wird die Geschichte des Jungen Totò, der im sizilianischen Italien der 50er Jahre vor allem eines im Kopf hat: sich so oft wie nur möglich ins örtliche Kino - dem Cinema Paradiso - zu schleichen und dort die Filmklassiker der italienischen Filmlandschaft zu bewundern. Das Kino wird zu seiner Leidenschaft, wie auch der technische Blick hinter die Kulissen, sodass er die Filme oftmals aus dem Vorführraum des Kinos erblickt und dabei eine Freundschaft mit dem dort den Projektor-bedienenden Alfredo eingeht, der ich in ihrer Art hiermit offiziell den Preis für die anrührendste Freundschaft der Leindwandgeschichte zwischen Jung und Alt verleihen möchte.

                          Einer klassischen Erzählung durch die Zeit folgend zelebriert der Film so viele Themen, die in mir auf fruchtbaren Boden gestoßen sind. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Nostalgie und eben auch die Leidenschaft zum Film, die auf ganz unprätentiöse und selbstverständliche Weise aufzeigt, auf welch tiefer Ebene die Kunstform des Films uns berühren kann und wie viel wir von unserer eigenen Persönlichkeit dort jedes Mal hineinprojizieren. Cinema Paradiso kommt einem sehnsuchtsvollen Blick in seine eigene Kindheit gleich, wo man in einem nostalgischen Strudel hineingesogen wird und selber noch darüber ins Grübeln kommt, welche Personen und Leidenschaften einem damals den Weg geebnet haben und welche Bedeutung sie nun noch eigentlich im eigenen Leben einnehmen. Wenn dann der melodiöse Soundtrack von Ennio Morricone einem noch das Ohr schmeichelt und dem Film mit seiner ganz eigenen Dynamik noch das letzte Quäntchen Kraft anreicht, bleibt da kein Auge trocken.
                          Ein klein wenig flacht der Film nach der ersten Hälfte und dem ersten gesetzten Höhepunkt zwar ab, weil er sich etwas in einer konventionellen Liebesgeschichte verfängt, die auf mich nicht den selben Eindruck hinterlassen hat wie die anderen Thematiken des Films, aber was am Ende aufgefahren wird, entschädigt wieder für alles.

                          Ich habe viel gelacht, viel in mich hinein geschmunzelt, geweint und mich auf eine seltsame Art nach dem Schauen des Films älter gefühlt als ich es wohl sollte. Eine Ode an das Kino! Was für ein schöner Film!

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                          • 7 .5

                            Die erste hälfte des films ist einfach ein ein ganz großes ding (bei der 2 Stunden Fassung)! Zuckersüß fasst schon Melancholisch kommt er daher. Höhepunkt ganz klar der Brand und das darauf Folgende Ereigniss mit Salvatore und Alfredo, leider fällt der Film genau danach ziemlich ab was zumal an dem Jugendlichen Darsteller von Salvatore und an der Liebesgeschichte liegen sollte und etwas zu Kitschig daher kommt. Schlussszene war nocheinmal ganz schön.
                            Aber trotzdem noch ein guter Film.

                            1. Hälfte des Films ganz klar 9,5/10 Punkte! So leider nur gute 7,5/10 Punkten ;)

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                              "Was steht denn da ?"
                              "Keine Ahnung, ich bin Analphabet"
                              "Was du auch ?"

                              Es fällt mir schwer zu glauben, wie man als Verehrer der Kunstform Film und des Kinos, von CINEMA PARADISO kalt gelassen werden könnte.
                              Es ist ein Film, der einen zurückführt in das eigene Leben und wie man sich selbst in diese wundervolle Kunstform verliebt hat. Ich musste während des Filmes immer daran denken, wie ich das erste mal Tränen in den Augen von einem Film hatte (ich glaube das was Charlie Chaplins LICHTER DER GROßSTADT) weil er so schön war.
                              CINEMA PARADISO ist nicht nur ein Film für Nostalgiker, der an das alte Kino appelliert, sondern auch ein Film für Träumer und die Magie der Filme und wie sie einen Menschen berühren können. Vor allem aber, wie wichtig sie sein können. Das sie mehr als ein Hobby sein können. Welchen wichtigen Teil sie letztendlich im Leben eines Menschen spielen können.
                              Man könnte diesem Film sicherlich eine zu große Sentimentalität vorwerfen, aber gerade das ist für mich seine größte Stärke : Das Wagen von großen Emotionen und Gefühlen, denn nur so kann man der Begeisterung für das Medium Film gerecht werden.
                              Ich glaube kaum ein Film hat es so sehr verdient, Liebeserklärung genannt zu werden...

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                              • 10

                                Bin ich froh diesen Film erst jetzt das erste mal gesehen zu haben. Ein Meisterwerk angefangen von der Ausstattung über den Soundtrack bis hin zum exzellenten Drehbuch. Man braucht vielleicht ein gewisses Alter um die Feinheiten des Plots zu verstehen und zu spüren aber auch jüngere Zuschauer dürften sich von diesem zu recht preisgekrönten Film mitreisen lassen.

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                                • 8 .5

                                  würde mal sagen pflichtprogramm für jeden hier auf der seite...

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                                  • 9

                                    Ein weiterer Beweis dafür, dass man die Top100 Liste auf Moviepilot ernst nehmen sollte. Ein ausgezeichneter Film der mich außerdem richtig mitgenommen hat.

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                                    • 9

                                      In Vorfreude auf das Ennio Morricone-Konzert Heute Abend in Berlin

                                      TRIBUTE TO ENNIO
                                      -------------------------

                                      8. CINEMA PARADISO

                                      1988 erweckte Giuseppe Tornatore eine der schönsten Hommagen an das Kino zum Leben. Die Sozialisationsgeschichte des kleinen sizilianischen Jungen Toto wird in Rückblenden erzählt und streift nicht nur die Filmgeschichte, sondern auch die Historie eines kleinen Dorfes auf Sizilien und das Leben des späteren Regisseurs Salvatore (Toto). Darüber hinaus reflektiert der Film aber auch die Entwicklung des Kinos.
                                      Tornatore ist wie immer äußerst nostalgisch und sentimental und seine uneingeschränkte Liebe zum Süden Italiens ist in jedem Bild, in jeder Sequenz zu spüren. Kein Wunder, ist CINEMA PARADISO doch auch eine Hommage an seine eigene Heimat und sein eigenes Leben in Sizilien. Der Film trägt ganz deutliche autobiografische Züge. Nicht zuletzt hat er seinen Geburtsort Bagheria, den der Verfasser dieses Textes sofort nach dem Kinoerlebnis von CINEMA PARADISO besuchen musste, zum Drehort des fiktiven Ortes Giancaldo gewählt.
                                      Der Film erzählt von zwei Lieben. Die eine heißt Elena und ist ein Mädchen aus für Toto unerreichbaren Kreisen. Die Figur wird hinreißend von Salvatore Cascio und Marco Leonardi gespielt, ebnso als Erwachsener von Jacques Perrin. Die andere ist das Kino und das Filme schauen. Giuseppe Tornatore nimmt sich viel Zeit, um in den Szenen von Totos großem Freund, dem Filmvorführer Alfredo (auch wunderbar Philippe Noiret), viele Filmreferenzen zu servieren. Zitiert werden z.B. Renoir, Fellini und Visconti. In der überwältigenden Schlussszene, wenn der erwachsene Toto (Salvatore) das Vermächtnis Alfredos erlebt, wird ein ganzes Füllhorn an Filmklassikern in einer Collage so emotional zitiert, dass es nicht nur Salvatore in den Kinosessel drückt (siehe unten).
                                      Den Film gibt es auch in einem Director’s Cut, der 167 Minuten dauert und den Fokus der Handlung entscheidend verschiebt. Ein sehr interessanter Vergleich, sich beide Versionen anzuschauen.

                                      Morricone arbeitete 1988 für CINEMA PARADISO zum ersten Mal mit Giuseppe Tornatore zusammen. Die Kollaboration war so fruchtbar, dass Morricone seitdem für jeden Tornatore-Film verpflichtet wurde. Für CINEMA PARADISO komponierte er einen unwiderstehlichen Soundtrack, der die Geschichte über einen Zeitraum von 30 Jahren herzzerreißend illustriert. Das zentrale und zärtliche Liebesmotiv stammt allerdings nicht von Ennio, sondern von seinem Sohn Andrea Morricone. Tornatore und Morricone verwenden in "Cinema Paradiso" häufig den Effekt, dass Bild und Ton versetzt laufen, also die Musik dem Bild vorgreift (z.B. als Stimme aus dem Off) oder hinterherhinkt. Bei den Liebesszenen leiden wir Zuschauer daher besonders mit Toto und seiner Angebeteten Elena. Ennio Morricone hat einen sehr natürlichen und nostalgischen Sound für den Film entwickelt, der perfekt zu Tornatores sentimentaler Reise passt. Vom eleganten Titelthema, das in einigen weiteren Nummern wieder aufgegriffen wird, bis zum wehmütigen "Visit to the Cinema" und dem majestätischen "From American Sex Appeal to the First Fellini Film.” Morricone fängt die ganze Magie des Kinos in seinen Tönen ein. Dieses Können hat Hunderte von Filmen musikalisch geadelt. Er hat keinerlei Berührungsängste: Ob Komödie, Horrorfilm, Gangsterepos, Science-Fiction oder Italo-Western. Morricone kann sich in jedes Genre einfühlen und denken. Und setzt Regisseuren wie zuletzt Quentin Tarantino bei DJANGO UNCHAINED auch mal Grenzen, wenn vordergründig nur sein Name benutzt werden soll. Bis zum heutigen Tag veredelt Ennio Morricone mit seinen Ideen und seinem übergroßen Talent jeden Film. Damit wurde auch CINEMA PARADISO nicht nur visuell, sondern auch musikalisch zu einer der schönsten Liebeserklärungen an das Kino.

                                      Und deshalb mache ich mich nun auch schön – für den einzigartigen Ennio Morricone, auf den ich live schon lange warte. Heute Abend ist es endlich soweit, ihm meine Dankbarkeit zu zeigen und meinen Applaus zu schenken. Morricone Live in Concert und das direkt vor meinem Haus. Die Freude ist grenzenlos.
                                      Ich werde euch berichten…

                                      Die Schlussszene aus CINEMA PARADISO:
                                      http://www.youtube.com/watch?v=TflvNm22cpk

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                                        Ein wunderschöner Film und eine Liebeserklärung an das Kino!

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                                          Wunderschön und traurig zugleich. Ein wunderbarer Film über Freundschaft und Heimat.

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                                            "Kino: Dafür werden Filme gemacht."
                                            Soweit sogut. Diesen Slogan sieht man in der heutigen Zeit, in der Zeit des Online-Streams und der Blue-Ray-High-Tech-Heimkinoanlagen.

                                            Dabei steht er ganz im Gegensatz zu dem alten Kino, dem Cinema Paradiso, welches als Metapher der Kinogeschichte angesehen werden kann. Hier treffen die verschiedensten Individuen aufeinander, vom Alkoholiker bis zu stillenden Müttern - Und alle verbindet eines:
                                            Das Geschehen auf der Leinwand.
                                            Das gemeinsame Erleben von Tabu-Brüchen der damaligen Norm.
                                            Von der ersten Kussszene im Kino bis hin zu blutigen Horrorstreifen.

                                            Ein kleiner Ort findet sich zwischen all den Sorgen, Problemen und Geschehnissen immer wieder an diesem Ort ein, um das Gefühl einer kollektiven Emotion zu spüren. Sie dauert zwar nur genau so lang, wie ein Kinofilm, aber es reicht den Menschen, damit sie erkennen, dass sie doch alle irgendwo gleich sind.

                                            Nie wieder konnte das Kino eine so große Begeisterung hervorrufen, wie in dieser Zeit. Es ist kaum mehr etwas da, was unsere Tabu-Grenzen noch überschreiten könnte. Gefangen zwischen Tierpornos, Snuff-Filmen und obszöner Horror-Literatur, wünsche ich mir auch manchmal Teil des alten Kinos gewesen zu sein, in der es noch tatsächlich hieß: "Kino: Dafür werden Filme gemacht."

                                            Danke, für diese wunderbar in Szene gesetzte Hommage.

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                                            • 9 .5

                                              Der Film ist traumhaft schön , hab ihn vor kurzem zum ersten mal gesehen und hab seit langem nicht mehr so einen schönen Film gesehen. Das Ende ist natürlich Oscarreif , die ganzen Kussszenen auf einmal zu sehen , ist wirklich ganz großes Kino.Bravo

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                                              • 9 .5

                                                Einfach nur wunderbar. Jedes mal wieder Pipi in den Augen, ich glaube mehr Romantik kann ein Film nicht beinhalten.

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                                                • 6 .5

                                                  Lange habe ich mich auf diesen Film gefreut, wird er doch nahezu überall gelobt, ist in nahezu allen "wichtigen" Listen vertreten und nichtzuletzt hatte er bei mir eine Vorhersage von 9.0. Alle Zeichen standen also Richtung Meisterwerk.

                                                  Nunja, das kann ich leider nicht unterschreiben. Der Film ist gut, aber fällt meiner Meinung nach in der 2. Hälfte (habe die 2 Stunden Fassung gesehen) deutlich ab. Die Liebe zum Kino und alledem was dazugehört wird am Anfang wunderbar dargestellt, wenn auch etwas überkitscht (wie alles in diesem Film), muss aber in der zweiten Hälfte einer klischeehaften Liebesgeschichte weichen. Das Ende ist sicherlich als ein emotionaler Höhepunkt gedacht, berührte mich aber nur mäßig, wobei ich eigentlich leicht auch von zuckerwattigen Streifen mal Wasser in die Augen bekomme. Die Bindung zur Hauptfigur hatte ich zu diesem Zeitpunkt irgendwie verloren.

                                                  Der Score ist natürlich schön, die Schauspieler größtenteils gut, wenn auch gerade die Hauptfigur mich weder als Jugendlicher noch als Erwachsener wirklich überzeugen konnte. Alfredo ist ein super Typ, ohne Frage, und ein paar tolle Aufnahmen hat der Film auch zu bieten. Das hebt ihn klar über Mittelmaß, aber er ist für mich weit weg von einem Meisterwerk. Schade, aber ich bereue es nicht ihn gesehen zu haben.

                                                  Erste Stunde: knappe 8/10, zweite Stunde: knappe 6/10

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                                                  • 4
                                                    cpt. chaos 07.03.2013, 13:39 Geändert 01.09.2017, 13:43

                                                    "Cinema Paradiso" ist eine Huldigung an das altehrwürdige Kino, wie eines, das in dem kleinen sizilianischen Heimatdorf des inzwischen berühmten italienischen Regisseurs Toto steht. Als sein Mentor Afredo (Philippe Noirot), der zugleich zu Kindheitszeiten als Vaterersatz herhalten musste, stirbt, besinnt sich Toto seiner Wurzeln.

                                                    Grundsätzlich einfühlsam erzählt und auch ansprechend bebildert, des Weiteren mit einem wunderschönen Score von Ennio Morricone unterlegt, der sich u.a. auch für Werke wie "Spiel mir das Lied vom Tod", "The Untouchables", "Die Verdammten des Krieges", "Es war einmal in Amerika" und "The Mission" verantwortlich zeigte, aber dennoch hat mich der Zauber, der von diesem Film ausgehen soll, leider nicht erfasst.

                                                    Das mag einerseits an der nicht immer ganz geglückten Synchronisation gelegen haben und zum anderen, weil der Funke bei mir nicht so ganz überspringen wollte, da ich die Darstellungen der Akteure nicht unbedingt als überragend bezeichnen würde und mich die Inszenierung nicht überzeugen konnte. Aber vielleicht lag es auch zum Teil daran, dass ich nicht im Besitz des Director´s Cut bin, der dem Geschehen eine ganz andere Richtung geben soll. Die Lobpreisungen halte ich daher zwar ein wenig überzogen, wenngleich es mich freut, dass dieser italienische Filmbeitrag, der übrigens mit einem Oscar versehen wurde, so hoch im Kurs steht.

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