Cyrus - Kritik

Cyrus

US · 2010 · Laufzeit 91 Minuten · FSK 6 · Komödie, Drama · Kinostart
Du
  • 8
    atilla 10.04.2018, 01:47 Geändert 10.04.2018, 02:05

    Erfrischendes Drama mit Situationskomik vom Feinsten. Urmeister Jonah Hill spielt hier als manipulatives Muttersöhnchen die Rolle seines Lebens und wird dafür früher oder später in die Filmannalen eingehen.

    • Dieser Film wird ohne Bewertung bleiben.
      Ich konnte ihn einfach nicht länger gucken, habe gerade noch das Kennenlernen von John und Cyrus mitbekommen.
      Leute, wenn Ihr auf Wackelkamera steht, auf plötzliches Heranzoomen, langweiliges Beziehungsgestammel, dann tut Euch den Film ruhig an.
      Ich habe das Interesse verloren.

      8
      • 5 .5

        ?Oh Mann, da bin ich ja komplett falsch abgebogen: dies ist einer der seltenen Fälle in denen ein paar etablierte Comedystars ernst machen. Jonah Hill ist ja eigentlich als Star von recht wilden Klamotten wie z.B. "Männertrip" etabliert während John C. Reilly die ganze Darstellerpalette abdecken kann, von dünner Klamaukcomedy bis hin zu ernsthaftem Drama. In letzteres ist es hier geraten: die Story eines Mannes der sich mit dem Sohn um die Mutter seiner großen Liebe kloppt klang nach flottem Spaß, insbesondere mit der Besetzung - aber von Anfang an ist klar daß hier nicht gelacht wird. dies ist ein zarter, leiser und kleiner Film mit drei tollen Hauptfiguren, drei Menschen die sich nach Nähe und Liebe sehnen und sich mit ihren Wünschen ungewollt in die Quere kommen. Das Schöne ist das der Film sich von Anfang bis Ende echt anfühlt - das Schlechte ist das man sich fast schon unangenehm berührt fühlt. Und insbesondere Jonah Hill verkörpert hier einen widerwärtigen, linken Unsympathen von dem hoffentlichs ein Image des lieben dicken Kumpels keinen Schaden nimmt. Wobei: dies ist auch einer jener Filme die nur Leute wie ich gucken, die völlig unbemerkt an der Masse vorbeischwimmen. Was auch nichts schlimmes ist ...
         
        Fazit: Authentisches Eifersuchtsdrama mit teilweise schmerzlich echten Situationen und nicht eindeutig zuzuordnenden Charakteren!

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        • 5 .5

          Ein netter kleiner Film mit einer wundervollen Marisa Tomei und einen tollen John C.Reilly.
          Ein Beziehungsfilm der etwas anderen Art.
          Was mich aber etwas verstörte, oh Überraschung! War Nervkopf Jonah Hill, er ist mir penetrant unsympathisch und das untermauert er hier zur Gänze.
          So richtig glaubwürdig ist das Mutter Sohn Verhältnis der beiden (Marisa Tomei und Jonah Hill) nicht, es fällt sehr schwer zu glauben, das Marisa Tomei so einen misslungenen Welpenwurf hervorbringt.
          Cyrus ist anders, aber durchaus interessant.

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          • Marisa Tomei als Molly spielt warmherzig und freundlich - was essentiell ist für diese Komödie, denn hier geht es um den Krieg ihres 21jährigen Sohns Cyrus (Jonah Hill) gegen ihren neuen Freund John (John C. Reilly). Die Duplass Brüder ersparen uns keine peinlichen Momente, versteckte Feindseligkeit oder passive Aggression. Cyrus ist nicht ödipal, der Inzest unterbleibt, jedoch sehen wir eine Obsession. John, seit sieben Jahren geschieden und gebrochen, hat mit Molly die scheinbar perfekte neue Partnerin gefunden. Er trifft sie auf einer Party, zu der ihn seine Ex-Frau zwang. Molly erwischt ihn, wie er in die Büsche pinkeln will, bleibt aber gelassen: "Nice Penis". Doch bei Molly lebt Cyrus, eifersüchtig und possessiv und mit allen Wassern gewaschen, wie er ihre Muttergefühle wecken kann. Von nun an, stolpert John von einer Verlegenheit zur nächsten. Schliesslich verschwinden seine Schuhe in Mollys Wohnzimmer. Cyrus hat sie im Wandschrank versteckt - der Stein des Anstosses... Beide liefern sich einen immer offener werdenden Krieg, der auf der Hochzeit der Ex-Frau eskaliert. Mollys Rolle ist die der unwahrscheinlich ahnungslosen Mutter, die von Marisa Tomei aber sicher gespielt wird. Die bisherigen Filme der Duplass Brüder waren sogenannte Mumblecore Filme mit geringem Budget und viel Improvisation. Cyrus dagegen steht in der Tradition klassischen Filmemachens mit sehr guten Schauspielern. Der Film ist nicht abfällig oder höhnisch seinen Charakteren gegenüber, er spottet nie. Die Duplass versuchen weder modisch zu sein, noch irgendeiner Richtung hinter her zu rennen. Mit Cyrus sind sie so erwachsen geworden, wie es ihrer Titelfigur zu wünschen ist.

            • 7 .5

              Das Regie-Gebrüder-Duo Mark und Duplass macht es einem leicht ihre Filme zu mögen. So zumindest mein Fazit nachdem ich nun ihren Mumblecorestreifen "Cyrus" und zuvor den chronologisch später produzierten "Jeff Who Lives at Home" gesehen habe, der von einen sehr ähnlichen Grundtenor hat. "Cyrus" ist sicherlich nicht aufregend, viel mehr ein subtiler und leiser und wie sein Protagonist John auch ein sehr ehrlicher Film über das Verlangen nach Zweisamkeit und der Angst vor Verlust. Das ist sehr menschlich und nachvollziehbar, so feinfühlig wie der Film vorgeht. Nichts für die Leinwände und auch kein Meisterwerk für die Ewigkeit aber ein Film den sich jedes Sensibelchen mal angesehen haben sollte.

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              • 5

                Leider kommt "Cyrus" so gar nicht in Fahrt und kaum nimmt er etwas an Geschwindigkeit auf, da ist er auch schon vorbei.
                Das Ende stellt sich zudem für mich als sehr unrealistisch dar, was mehr als schade ist.
                Jonah Hill verleiht dem Film zumindest etwas klasse, doch leider kann ich John C. Reilly nicht so recht ernst nehmen.
                Die Story ist grundsätzlich nicht für die Mülltonne, doch leider überträgt sie sich zu selten in gekonnter Art und Weise auf die Leinwand.
                Schade drum, doch für Jonah Hill Fans lohnt sich dieser Film zumindest teilweise, durch seine geniale Art von Humor.

                • 7

                  ich bin mit der erwartung einer reinen komödie an diesen film rangegangen. leider "verheimlicht" der trailer, dass es sich hierbei eher um ein drama handelt, weshalb ich teilweise wirklich auf die gags gewartet habe...dadurch hat sich der film etwas in die länge gezogen. John C. Reilly hat hier jedoch wie zu erwarten brilliert. alles in allem ein gutes drama, welches einen wirklich mitreißt.

                  • 7 .5

                    Wieder eine erfrischend andere Beziehungskomödie aus der Mumblecore-Schmiede. Die Kamera folgt den drei Protagonisten bei der Bewältigung ihres Lebens und ihren kleinen und großen Kriegen. Meistens klebt sie meiner Meinung nach etwas zu dicht an ihnen dran (Marisa Tomei ist zwar hübsch, aber deswegen will ich in ihrem Gesicht noch lange nicht die Poren zählen können). Das ist aber auch schon so ziemlich das einzige Manko an diesem wirklich tollen Film. Die Grundidee hätte auch eine peinliche Adam Sandler-Komödie voller erzwungener Gags und Klamauk sein können, stattdessen bekommen wir eine Komödie, die wirklich genau dem Leben zu entspringen scheint. John C. Reilly und Jonah Hill setzen dem Losertyp, über den im Kino so oft gelacht wird, ein menschliches Gesicht auf. Hill entfliehtt hier auch seinem Good-Guy Image und bildet mit Marisa Tomei ein Gespann, bei dem man, auch wenn man es optisch nicht glauben kann, wirklich das Gefühl hat, es seien Mutter und Sohn. So ist der Film bei allem Humor und aller Leichtigkeit auch verdammt ernst und wahr.

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                    • 4

                      Cyrus hat eine sehr sehr langsame Erzählweise. Dadurch werden die Charaktere wunderbar einfühlsam und behutsam vorgestellt.
                      Diese Langsamkeit ist allerdings auch der große Nachteil des Films. Es gibt zwar ab und an recht witzige Stellen, aber diese sind auf die gesamte Länge nur spärlich verteilt. Zurück bleibt für mich ein gemischtes Gefühl: Der behutsamen Erzählung konnte man zwar gut folgen, aber andererseits passiert insgesamt einfach zu wenig. Deshalb würde ich mir den Film auf keinen Fall ein zweites Mal anschauen.

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                      • 7 .5

                        Trauerkloß John verliebt sich in neue Frau, doch die hat einen gestörten Sohn, der seine Mutter nicht teilen mag. Ist es eine Komödie, ist es ein Drama oder ist es ein Flugzeug? Ich weiß es nicht. Es ist aber ein recht guter Film.

                        • 2

                          Ich empfand den Film als sehr langweilig. Ich habe mich auf eine Tragikomödie eingestellt, doch unter Unterhaltung verstehe ich etwas anderes.

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                          • 5 .5

                            "Mumblecore", ist eine seltsame Low-Budget-Filmrichtung, in der die Schauspieler fast ausschliesslich improvisieren, und demzufolge meist nur banal vor sich hinfaseln. Der Hintergedanke ist wohl größere Wahrhaftigkeit im Fassbinderschen Sinne, oder dass sich möglichst viele Zuschauer im Leinwandgeschehen wiedererkennen können, es handelt sich also quasi um "Minecraft" in Hollywood. Nur leider ohnee jede Möglichkeit der Interaktion.

                            Super. Schön. Anspruchsvoll. Kreativ. Andererseits: Es hat vielleicht auch seinen Grund, warum die meisten Menschen, die ihnen unwillkürlich durch den Kopf schiessenden Gedanken, im Zweifelsfall lieber für sich behalten. Die beiden männlichen Hauptdarsteller sind dank Leuten wie Judd Apatow zwar bereits Veteranen im Sachen Improvisation, dass Ganze funktioniert aber augenscheinlich doch sehr viel besser, wenn ein strikterer Rahmen vorgegeben wurde, oder die Gewichtung auf alberner Comedy liegt (Im genialen ""Your Highness" wurde z.B. auch extrem viel improvisiert).

                            So wie es aber um dieses Werk bestellt ist, kann auch die grandios aufspielende Marisa Tomei nicht mehr viel retten. "Cyrus" erscheint mir wie eine krampfige Indie-Parodie, die immer mal wieder in jene Fachrichtung der Psychologie abdriftet, die zwischen Herd und Kühlschrank angesiedelt ist, Authenzität mit Anspruch, und amateurhaften Charme mit guter Unterhaltung verwechselt. Es menschelt ohne Ende, aber die Präsentation ist so klotzig, als ob dir der seltsame Kellner im Lieblingsrestaurant stilvoll auf den Teller kotzt.

                            5,5 Punkte für die im Kern interessante Story, den Cast, und die Arbeit hinter der Kamera.

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                            • 7

                              Was Anfangs wie eine Komödie aussieht, entwickelt sich zu ein klassisches, gespieltes Beziehungsdrama. Der Sohn stellt sich zwischen der Liebe seiner Mutter und dessen neuen Freund, den er nicht besonders leiden kann. Cyrus ist gefühlvoll erzählt und greift das große Thema aus Deutschland auf, warum viele Beziehungen enden.

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                              • 7

                                Sieht man den Trailer, könnte man davon ausgehen, es handele sich hier um eine Komödie.
                                Gut, es war dann eher ein Melodram, was der Sache keinen Abbruch tut, weil hin und wieder mal heulen ist auch nicht schlecht.

                                • 7

                                  Hier wurde viel Potential verschenkt. Wäre der Film zB mehr auf den Konflikt zwischen Cyrus und John eingegangen, hätte es eine wunderbare (schwarze) Komödie sein können.
                                  Leider setzt sich der Film zwischen die Stühle und ist weder Komödie noch Drama. Dem entsprechend verhält es sind auch mit den Charakteren. Teilweise kamen mir die Entwicklung der Rollen sehr sprunghaft vor, wenn auch stets nachvollziehbar.
                                  Die hektische Kamera passt nicht wirklich, dafür haben mir die "Dialoge aus dem Off" sehr gut gefallen und haben dem ganzen eine interessante Dynamik gegeben.
                                  Vielleicht ist es gerade diese Dynamik und Schnelllebigkeit, die einen mit einem indifferenten Gefühl zurück lässt. Ich meine ein bißchen mehr Ruhe und eine längere Spiellänge hätten dem Film - in dieser Form - gut getan.
                                  Alles in allem aber auf jeden Fall gute Unterhaltung.

                                  p.s. Es mag sein, dass meine Erwartungen an einen Film mit John C. Reilly nach "Der Gott des Gemetzels" sehr hoch waren

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                                  • ?

                                    Nach gut 20 Minuten abgebrochen.

                                    Normalerweise bin ich gegenüber Filmen, die "anders" gemacht sind aufgeschlossen. Hier hat mir die Machart, aber so überhaupt nicht zugesagt. Vielleicht lag es auch teilweise daran, dass ich mir den Film in Erwartung einer 08/15-Komödie anschauen wollte (immerhin ist er mit Jonah Hill...).

                                    Werde ihm auf jeden Fall keine Chance mehr geben. Dafür habe ich mich zu sehr gelangweilt. Wenn ich dann auch noch lese, dass die erste Hälft die Stärke des Films sein soll...

                                    • 8 .5

                                      Alle Drei Schauspieler excellent, spannend bösarti Jonah, der mich auch in Moneyball überzeugt hat. Reilly setzt eine weiter Marke einer der unterbewertesten Schauspieler zu sein. Aber wer Boogy Nights gesehen hat der weiss das ohnehin besser. Feiner Filmabend, danke!

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                                      • 8

                                        Wer bei einem Spruch wie: "Du legst dich mit dem Falschen an, die Nummer ist zu groß für dich!" ein optisches Spektakel erwartet, dessen Stärke ausschließlich darin besteht, nichts als Rauch und heiße Luft, Mädels und aufgeblasene Popup-Glatzen zu hinterlassen, wird mit einer sehr fein erzählten Geschichte bestraft, die diejenigen begeistert, die "Krawall" nicht als Form der Unterhaltung bevorzugen! Was man hier beobachten kann, läßt uns erahnen, wie so viele "Muttis" ihre kleinen Prinzen zu unerträglichen Egomanen werden lassen! Und allein das ist "komisch"! Grunz! So, jetz such ich erstmal meine Schuhe!

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                                        • 6 .5

                                          als komödie unbrauchbar, aber das wort "ballade" passt wirklich.
                                          ich wollte eine komödie sehen, deshalb hat mich gerade die erste hälfte enttäuscht. sie bereitet auch eigentlich nur auf die zweite vor, die dann leicht melancholisch filmische zeichen setzt.

                                          erste hälfte: 6.0, mäßig komisch,
                                          zweite hälfte: 7,5, wackelig gefilmt und ebenso wackeln die charaktere, was besseres als "ballade" kann ich hier auch nicht sagen.

                                          mit happy end natürlich.

                                          • 8

                                            Verdammt. Ich hatte mit etwas ganz anderem gerechnet. Eine wunderbare Ballade, deren helle Klänge wie aus dem nichts hervorstechen und einen die dunkleren viel klarer wahrnehmen lassen. Brilliant gespielt. Absolut empfehlenswert in den ein oder anderen Stunden.

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                                            • 6

                                              Die erste Hälfte des Films ist gespickt von Brüllern, der Rest kommt hingegen befremdlich ernst daher. Das hätte eine empfehlenswerte Komödie werden können, wenn es zum Ende hin auch noch was zu Lachen gegeben hätte. So kann ich aber nur eine mittelmäßige Bewertung vergeben, die von der ersten Filmhälfte getragen wird (aber für die kann ich eine klare Empfehlung aussprechen! :D).

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                                              • 7 .5

                                                Ein Film wie ein Flüstern: Leise, subtil, aber wenn man richtig hinhört erfährt man alles was man wissen will. Ein schöner, ein guter, ein liebenswerter Film, der manchmal so samtpfotig vorgeht, dass jede kleinste Eskalation einem Erdbeben gleichkommt. So was muss man mögen und vor allem muss man selbst still sein, sonst huscht er an einem vorbei.

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                                                • 5

                                                  Das ist nicht mein Stil, aber jetzt fällt mir nichts passenderes ein wie, der Film kommt nicht in die Pötte. Tragisch-komisch ist er. Bis auf Catherine Keener, die mit ihrem hypersensiblen Dauerkuschelpuschel nervt, agieren alle auf hohem Niveau. Doch für mich ist das ein Streifen, der nicht unbedingt gesehen werden muss.

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                                                  • 7 .5

                                                    ja, so kanns gehen. da freust du dir ein loch in den bauch, dass du nach vier jahren single-dasein endlich ne anständige frau kennenlernst und plötzlich ist da der nervige erwachsene sohn, der geschickt die beziehung zu torpedieren versucht. teil komödie, teils drama mit exzellentem humor gespickt. mich hat der film überzeugt. eine klitzekleine perle die spass macht. empfehlenswert.

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