Krabat - Kritik

Krabat

DE · 2008 · Laufzeit 120 Minuten · FSK 12 · Drama, Fantasyfilm · Kinostart
Du
  • 2 .5

    Ich liebe das Buch, aber der Film geht leider komplett daneben. Die Charaktere widersprechen teils deutlich denen im Buch, der Handlungsverlauf ist völlig konfus und unstimmig, auch Spannung kommt überhaupt nicht auf. Ich hab mich zwei Stunden lang entweder geärgert oder gelangweilt.
    Irgendwie stimmt gar nichts.
    Sehr ärgerliche Adaption. Ein paar Gnadenpunkte gibt's aus Nostalgie.

    • 6

      Gruselige, stimmungsvolle Abenteuermär nach Otfried Preußler-Jugendroman.

      • 6

        Das kann ja nichts sein, mag der erste Gedanke sein: ein deutscher Film über einen Zauberlehrling?Noch dazu eine Buchverfilmung? Wer braucht das wenns Harry Potter gibt? Im Grunde niemand, aber das soll den Film an sich nicht schlecht machen. Es ist nur klar daß eine deutsche Produktion gegenüber einem solch gigantischen Werk im Nachteil ist. Aber auch inhaltlich stellt sich die Kiste recht schwierig an. Dies ist mal wieder ein Film bei dem ich nach kurzer Zeit
        den Faden verloren und dann auch nicht wieder gefunden habe. Ein Haufen junger Kerle hockt auf einem Berg mit einem bösen alten Zauberer der die Knaben ausnutt und quält bis sich einer dagegen auflehnt und besonders gestärkt und motiviert ist durch die Macht der Liebe. Da steckt bestimmt ne Menge an kleinen, positiven Botschaften drin aber ich denke mal dies sollte man eher in Buchform konsumieren. Den Darstellern seis nicht angelastet, wenn "Vorleser" David Kross, mein absoluter Haßdarsteller Robert Stadelober und der wohl populärste deutsche Akteur Daniel Brühl zusammenarbeiten kommt dabei zwangsweise viel Talent zusammen. Leider kann dies den tristen undgeradezu schleppenden Film kaum aufwerten.

        Fazit: Handwerklich solide, inhaltlich aber kaum zugängliche Kinozauberei in deprimierender Atmosphäre.

        1
        • 8

          Der Film, auf den die Lehrer gewartet haben. Spannend von der ersten bis zur letzten Minute, trifft Kreuzpaintners Adaption den Ton der Vorlage sehr genau. Preußlers Roman ist nichts für schwache Nerven, und diese Maxime hat sich der Film zu eigen gemacht. [Katrin Hoffmann]

          • 5
            JokerReviews 06.09.2017, 19:23 Geändert 06.09.2017, 19:24

            Ich habe das legendäre Buch "Krabat" von Ottfried Preußler zwar gelesen, aber ich kann mich an so gut wie nichts mehr erinnern. Deswegen kann ich auch nicht sagen, in wie weit sich diese deutsche Produktion von der Vorlage entfernt. Mit deutschen Fantasyfilmen hatte ich schon häufiger Probleme. Rubinrot oder Mara und der Feuerbringer haben mich wirklich zur Verzweiflung gebracht. Dann ist da noch das Problem mit der deutschen Schauspielkunst. Doch zum Glück haben wir in Krabat mit das Beste, was Deutschland an Schauspielern zu bieten hat. Der Film selbst ist leider ziemlich langweilig und hat gewaltige Lücken.

            Der Dreißigjährige Krieg hat viele Opfer gefordert und auch die anschließende Pest hat die Menschen stark dezimiert. Viele junge Menschen müssen betteln um zu überleben. Auch der 14jährige Krabat lebt in absoluter Armut und kann nur mit Almosen überleben. Eines Nachts wird er von einer seltsamen Stimme zu einer Mühle geführt, wo er auf weitere Menschen trifft. Der mystische Meister nimmt Krabat bei sich auf und möchte ihm Magie lehren. Doch die Mühle verbirgt ein rätselhaftes Geheimnis.

            Ich gebe zu, dass Krabat jetzt keine Tintenherz oder Rubinrot Katastrophe ist. Aber ich habe mich trotzdem die meiste Zeit ziemlich gelangweilt. Der Film wurde extrem willkürlich inszeniert, die Welt war überhaupt nicht greifbar für mich und es wird praktisch gar nichts erklärt. Man merkt richtig, dass man das Buch gelesen haben muss, um hier alles zu kapieren und das ist eigentlich der Todesstoss für jede Filmadaption. Dafür gefiel mir die märchenhafte Atmosphäre sehr. Die Ausstattung und die Kostüme sind aufwendig und sehr schön anzusehen und der düsterere Touch hat gut gepasst.

            Das kann man wirklich nicht oft bei einem deutschen Film sagen, aber alle Darsteller machen einen hervorragenden Job. David Kross hat mich bis jetzt in jedem Film überzeugt, egal ob es in Knallhart oder in Der Vorleser war. In Krabat spielt er wieder richtig gut auf und füllt seine Rolle mit all seinen Emotionen gut aus. Etwas unglaubwürdig war es jedoch, dass Kross einen 14jährigen verkörpern soll, obwohl er eher wie ein 22jähriger wirkt. Daniel Brühl hat mich auch noch nie enttäuscht und hat ebenfalls einen großartigen Auftritt in Krabat. Leider bleiben alle anderen Figuren viel zu blass und man erfährt praktisch gar nichts von ihnen, obwohl alle gut gespielt werden. Vor allem von Hanzo, der von Game of Thrones Star Tom Wlaschiha verkörpert wird, und vom Antagonisten, der großartig von Christian Redl gespielt wird, hätte ich gern noch viel mehr erfahren.

            Fazit : Blass, lückenhaft und etwas langatmig. Krabat ist keine Vollkatastrophe, aber wirklich gepackt hat mich der Film leider nicht. Man wird einfach zu lieblos in die Welt hinein geschmissen, ohne dass die Story ausführlich und verständlich erklärt wird. Die Effekte sind auch nicht gerade beeindruckend. Dafür waren alle Schauspieler sehr gut besetzt, der Soundtrack von Polarkreis 18 (Allein Allein) ist überragend und die märchenhafte Atmosphäre wirkt total authentisch. Schade, aus der Vorlage hätte man sicherlich mehr rausholen können.

            5/10

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              RoosterCogburn 30.05.2017, 01:06 Geändert 30.05.2017, 01:12

              Hier wird oft geschrieben "Ich habe das Buch gelesen". Wenn damit Ottfried Preußlers Adaption der Krabat-Sage gemeint ist, da kann ich nicht mitreden. Allerdings kenne ich "Die schwarze Mühle" (das auch verfilmt wurde) und "Die Verwandlung der Welt" (welches Krabat moderner thematisiert).

              +++SPOILER+AN++
              Jetzt habe ich mir erstmals eine Verfilmung der jahrhundertenalten Sage angesehen. In diesem Fall diente wohl größenteils der Roman Preußlers als Vorlage. Ist es eigentlich dann trotzdem eine Literaturverfilmung? Der Grundplot ist derselbe wie bei "Die schwarze Mühle". Entscheidener Unterschied ist 'Die grosse Liebe'. Bei dieser Adaption sind es zwei Liebende, auch wenn das im Film eher so nebenbei erzählt wird, was dann auch zur Erlösung führt. Bei "Die schwarze Mühle" ist es die Liebe zwischen Mutter und Sohn. Was mir als heranwachsender Leser sehr gefallen hat, das die Mutter die Gefahren überstehen musste um dann schliesslich ihren verzauberten Sohn zu erkennen.
              +++SPOILER+AUS+++

              Das Setting, die Ausstattung sowie die Kostüme der Verfilmung wissen zu gefallen. Die Musik passt. Die Kameraführung bleibt angenehem dezent. Auch David Kross nehme ich die Figur des Krabat bedingt ab (mit 18 spielt er eine Figur, die anfangs 14 ist, innerhalb eines Handlungszeitraumes von min drei Jahren). Probleme habe ich mit der Besetzung einiger übrigen Gesellen (zum Produktionszeitpunkt alle Mittzwanziger bis Mittdreissiger), die zT locker mal zehn Jahre zu alt für ne Jugendbuchverfilmung wirken (-> Tom Wlaschiha, Daniel Steiner, Charly Hübner, Daniel Brühl). Sie stellen ausgelernte Gesellen dar, von denen jedes Jahr einer verschwindet und ein neuer Lehrling hinzu kommt. Bei zwölf Anwesenden dürfte keiner die 30 erreichen.

              Die Grundessenz der Sage wird zwar vermittelt. Doch die Verfilmung legt mir etwas zuviel Wert auf Form um Optik (inklusive teilweise unnötiger Spezialeffekte) und vernachlässigt dabei den Anspruch der eigentlichen Vorlage und dessen philosophische Tiefe. Zusätzlich wird das ganze nicht sonderlich mitreissend erzählt. Leider unterhält "Krabat" nicht wirklich gut und ist somit viel zu durchschnittlich!

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              • Ich bin zufällig auf diese Seite geraten. Weil ich das Buch auch so sehr mochte und der Kommentar von Tina Scheidt vor Kurzem geschrieben wurde und weil ich mit ihr übereinstimme, habe ich beschlossen, auch meinen "Senf" dazu zu geben.
                Ursprünglich habe ich den Zeichentrickfilm aus den 70er Jahren gesehen, der mir sehr gefiel und danach erst das Buch gelesen. Eine weibliche Inschrift auf einer der Buchseiten lautete: "das Buch ist klasse" Das fand ich auch. Und dann hörte ich von der Verfilmung und sogar, dass Otfried Preußler den Film gut gelungen ansah.
                So kann man sich ausmahlen wie enttäuscht ich war. Ich hatte noch ein befreundetes Ehepaar ins Kino eingeladen, bekam aber eine Abfuhr von der Frau "das mit Hexen usw. würde sich nicht mit ihrem christlichen Verständnis vertragen." Danke für die Blumen. Hinterher war ich froh, dass sie nicht mitgegangen waren, so schlecht hat er mir gefallen.
                Das Buch ist doch im Kern eine Liebesgeschichte. Klassischerweise gehört dazu, dass es den Liebenden eigentlich unmöglich ist, zueinander zu finden. Das ist hier der Fall. Aber die Umsetzung im Film macht es zur Nebensache. Die konfuse Kampfszene u. a. sind da wichtiger.

                Im Zeichentrick passt es: Krabat verliebt sich (in ihren Gesang) und will von da an nur noch in ihrer Nähe sein. Dafür riskiert er alles. Und das Mädchen riskiert am Ende auch ihr Leben für ihn.
                Der Zeichentrickfilm hat auch Kritiker aber die Liebesgeschichte kommt einfach gut zur Geltung. Gut gefiel mir das Musikthema der "Kantorka". Die Musik im Spielfilm ist dagegen einfach nur aufdringlich laut. Ob das am Zeitgeist liegt?

                • 4
                  Tina Scheidt 19.01.2017, 11:16 Geändert 19.01.2017, 15:23

                  Krabat von Otfried Preußler ist die Geschichte eines Waisenjungen, der sich für 3 Jahre auf die Mühle im Koselbruch als Lehrjunge verpflichtet, um das Müllerhandwerk und die Zauberkunst zu lernen und damit einen Handel eingeht, bei dem er sein Leben in die Hände des Meisters übergibt und nun an die Mühle und den Meister gebunden ist.
                  Freundschaft unter den Müllerburschen, die große Liebe und ihre reine Magie entfalten eine Kraft, die mich beim Lesen immer wieder in den Bann zieht.
                  Dementsprechend hoch war meine Erwartungshaltung an den Film.
                  Leider sind die Charaktere nicht passend für meine Erwartung besetzt und ganz besonders der Schluss leider nicht gemäß dem Roman umgesetzt und auf
                  SPOILER
                  Lug und Betrug gesetzt und eben NICHT die wahre und befreiende Kraft der Liebe.
                  SPOILER ENDE
                  Wer den Roman nicht kennt, kann durchaus eine spannende Handlung erwarten, ich bin enttäuscht.

                  • 7
                    Nospheratu99 19.04.2016, 15:02 Geändert 19.04.2016, 15:04

                    >>>> Achtung! Enthält Spoiler !!! <<<<<
                    Zuerst muss ich vorausschicken, dass ich das Buch nicht kannte, also vollkommen unvoreingenommen an den Film herangehen konnte. Und der hat mich sehr gut unterhalten und taugt nach meinem Dafürhalten auch für mehrmaliges Ansehen, ohne dass es zu Längen kommt.
                    Das Grundthema ist schnell erfasst: Drum prüfe, wer sich ewig bindet. Die Warnung an die Jugendlichen, sich blindlings einer Gruppe anzuschließen, bevor man sie vollständig kennt. Schließlich ist ja auch Krabat zu Anfang froh, einer Gruppe anzugehören, einen Platz gefunden zu haben, wo er anerkannt wird, wo man ihn schätzt und ihm – nach anfänglicher Durchsetzungsphase und Initiation – Freundschaft und Respekt entgegenbringt. Dazu noch die Künste, die man ihn lehrt und deren er sich als sehr talentiert erweist. Aus dem Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht Selbstbewusstsein, ein Gefühl der Stärke und der Überlegenheit anderen Menschen gegenüber. Der souverän abgewehrte Angriff der Soldaten (die eigentlich eher wie eine Bande marodierender Plünderer aussehen) nur mit Holzstöcken als Waffe zeigt diese Überlegenheit gut. Auch die Bewunderung der Dorfbewohner, speziell der jungen weiblichen, stärken ihn und sein Bewusstsein. Überwiegen zu Anfang die positiven Aspekte, so wird ihm später im Zusammenhang mit der Freundschaft/Liebe zu einer der Gruppe Außenstehenden klar, worauf er sich da eingelassen hat. Diese Erkenntnis kommt fast zu spät. Ein Fluchtversuch scheitert und so muss er zuletzt die Gruppe und den Meister von innen heraus bekämpfen. Dabei gab es ja schon genug Anzeichen, dass mit dieser Gruppe bzw. der Mühle etwas nicht stimmt.
                    Die Inszenierung ist gut und mitunter düster, verzichtet weitgehend auf Gewalt und Splattereffekte, aus einem Jugendbuch sollte natürlich keine Blutoper werden. Dennoch wurden die Handlung und die Charaktere gut entwickelt und als Zuschauer hat man Zeit, die Atmosphäre in sich aufzunehmen und die (zugegebenermaßen etwas einfach gestrickte) Handlung auf sich wirken zu lassen. Trotzdem hielt es mich auch nach der dritten Sichtung eigentlich immer bei Laune und ließ keine Langeweile aufkommen. Die Inszenierung kippte nach meinem Begriff auch nie ins teenieartige ab, obwohl der Streifen wohl eher für diese Altersklasse gemacht war. Gefallen hat mir auch, dass es einen Erzähler aus dem Off gab, das mag ich irgendwie.
                    Die Darsteller sind zwar nicht oskarreif, aber dennoch in ihrer Gesamtheit soweit in Ordnung, große Schwächen sind mir jedenfalls keine aufgefallen. Positiv erwähnen möchte ich Christian Redl, der hat mir in seiner Rolle mit dem Altern und Wiedererstarken recht gut gefallen. Dafür Daniel Brühl eher blass, von ihm hätte ich mir mehr erwartet. David Kross solide, spielte seine Rolle überzeugend.
                    Fazit: Ein für mich sehr empfehlenswerter Film. Allein die durchgängig gute Atmosphäre hält mich die ganze Laufzeit bei Laune. Die recht ungewöhnliche Geschichte hat durchaus Tiefgang und wird mit guten Spezialeffekten unterhaltsam dargebracht.

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                    • 6 .5

                      Vorab:
                      Ich fand das Buch toll. Hab es damals glaub ich 4 Mal durchgelesen und geliebt. Hab mir nun mal den Film dazu angesehen und möchte dringend meine Meinung zu diesem Film loswerden.
                      Auch, wenn es sich um eine Buchverfilmung handelt, wwerde ich hier nicht darauf eingehen, was nun an dem Film im Vergleich zum Buch fehlt oder nicht so gut ist, sondern mir geht es darum: Ist der Film gut oder nicht?
                      Zuerst mal finde ich, dass das Ganze wirklich gut aussieht. Die Effekte sind gut, wenn auch nicht überragend und der Look ist insgesamt schön düster gehalten (wenn auch hin und wieder mit fröhlichen Farben, die der Gesamtheit einen schönen Kontrast verleihen). Da geb ich dem Film mal ein ordentliches Plus.
                      Die Story würde der Film eigentlich insgesamt mehr als nur passabel verkörpern. Für ultra-hart gesottene Fans des Buchs ist der Film vielleicht nicht so wirklich was, aber das Problem haben Buchverfilmungen ja irgendwie immer. Einigen dürfte das "Würde" aus dem vorletzten Satz bemerkt haben. Was ist das Problem, das ich mit der Handlung des FIlms habe?
                      Es ist der Hauptdarsteller. Er macht seine Sache nicht nur unterdurchschnittlich, sondern richtig schlecht. Das hätte er seinen Text genauso gut vom Blatt ablesen können. Ich kann mich weder mit ihm identifizieren, noch ihm irgendetwas abkaufen und die Handlung kann er überhaupt nicht tragen. Alle anderen Schauspieler liefern solide bis gute Leistungen ab, aber er zieht den Film herunter. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt von mir ist, dass das Ende ein ganzes Stück zu aprupt kommt und einem, der das Buch nicht gelesen hat, sehr viele Dinge erklärt werden müssen.
                      Insgesamt finde ich, dass der Film in Ordnung geht. Es wird eine ordentliche Grundspannung erzeugt, aber besonders anfangs auch auf Gelassenheit und Witz geachtet. Mir gefällt er, auch wenn er nichts gerade großartiges ist.

                      • 0 .5

                        Der erste Film der es geschafft hat das ich frühzeitig den Kinosaal verlassen habe.

                        Das Buch und das Hörspiel finde ich immer noch Top.

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                        • 3 .5

                          Oh man was war das denn...
                          Eines der besten Bücher, wenn nicht das beste Buch des Otfried Preußler hätte doch so viel mehr hergegeben. Viele der Eckpfeiler, auf die das Buch sich stützt fehlen völlig. Dafür hat man andere Dinge eingebaut, die mit dem Buch wenig bis gar nichts zu tun haben.
                          Ein paar Punkte gibt es für die schönen Landschaftsaufnahmen !

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                          • 4

                            Bin enttäuschtvom Film, fast eingeschlafen. Hab als Kind das Buch verschlungen.
                            Einige schöne Bilder und das wars...

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                            • 3
                              huababuar 19.12.2014, 02:15 Geändert 19.12.2014, 12:55

                              Krabat - der Film. Oder auch die Entzauberung eines der beliebtesten Kinderbücher aller Zeiten.

                              Was habe ich Otfried Preusslers Roman damals geliebt. Dieses Geheimnisvolle, diese Spannung, dieses leicht Bedrohliche. 37 Jahre nach der Ersterscheinung der Buchvorlage sucht man in der 2008 erschienenen Verfilmung vergeblich nach diesen Attributen.

                              Seelenlos inszeniert Marco Kreuzpaintner die Geschichte des Waisenjungen Krabat und scheitert dabei schon an den Grundelementen eines guten Films: Die Darsteller sind durchwegs blass - mit gutem Willen kann man Christian Redl als Zauberer davon ausschließen, wenngleich seine Rolle alles andere als anspruchsvoll ist. Die Atmosphäre ist zwar andersartig und erinnert mehr an einen amerikanischen Fantasystreifen, denn an eine typisch deutsche Produktion, fügt sich aber überhaupt nicht ins Gesamtbild ein und mag so gar nicht zur eigentlichen Story passen. Setting, Kostüme und Landschaftsaufnahmen sind gut gelungen, doch nach lächerlichen Actionsequenzen und billiger Tricktechnik nützt auch eine authentische Kulisse mit recht ansprechender Musikuntermalung nichts.

                              "Krabat" spiegelt so ziemlich die Probleme des deutschen Kinos wieder: Mangel an talentierten Schauspielern, zu wenig Budget für eine angemessene Inszenierung (v.a. bei spektakuläreren Szenen) und das krampfhafte Versuchen, nicht klischeehaft zu wirken.

                              Die Charaktere wirken austauschbar, der Plot wird lieblos, oberflächlich und langatmig wiedergegeben und so war ich mehr als froh, als diese Vergewaltigung eines Stückchens Literaturgeschichte endlich vorbei war.

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                              • 4 .5

                                Der Film hatte zwar gute Ansätze, aber irgendwie hat er mich trotzdem nicht überzogen. Fand ihn teilweise zu langweilig. Positiv fand ich die guten Bilder.
                                Rein von der Idee / Geschichte fand ich den Film gut. Darum habe ich das Gefühl, dass man mehr hätte draus machen können. Auf jedenfall nicht so langatmige Szenen machen.

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                                • 2 .5

                                  Bin ich hier die einzige, die das Buch scheiße findet? Scheint so zu sein, hm?
                                  Soweit ich mich erinnern kann ist es das erste mal, dass ich ein Buch beschh..eidener finde, als die Verfilmung. Und das muss schon was heißen, denn der Film gibt auch nicht allzu viel her...

                                  • 4

                                    Wie man aus einer so tollen Geschichte, mit wahnsinnig viel filmischen Potential, einen derartig missglückten möchtegern Blockbuster machen kann ist mir immer noch schleierhaft. Die durch das Buch vermittelte Stimmung könnte kaum konträrer sein zu der nicht vorhandenen Stimmung im Film.

                                    • 4

                                      Wegen des Buchs und des tschechoslowakischen Trickfilms von 1977, die ich aus unterschiedlichen Gründen sehr mag, waren wir damals extra im Kino, als der Film rauskam. Hatte nichts erwartet und auch nichts bekommen, bei manchen Figuren fand ich es allerdings sehr schade, dass sie nicht besser inszeniert und vor allem gespielt wurden (Krabat und Tonda, um die signifikantesten zu nennen).

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                                      • 5

                                        Das Buch hat mir besser gefallen

                                        • 2

                                          Ich habe das Buch als Kind gefühlte 100x gelesen und habe es geliebt, die Stimmung, die Charaktere, die Geschichte an und für sich, ein tolles Werk der Fantasy-Literatur.

                                          Ich muss zugeben, ich stehe schon per se Filmen deutscher Herkunft meist skeptisch gegenüber, dennoch gibt es Ausnahmen und so lohnt es sich, ab und an über den Tellerrand zu schauen.
                                          Dennoch ging ich mit entsprechend niedrigen Erwartungen ins Kino, um mir diesen Film zu Gemüte zu führen.

                                          Trotzdem es schon etliche Jahre her ist, seitdem ich das Buch zuletzt gelesen habe sind mir ab der ersten Minute die Unterschiede in der Geschichte aufgefallen (natürlich ist das bei Buchverfilmungen immer der Fall, aber hier in meinen Augen zu extrem).

                                          Oftmals sind es nur kleine Details (Krabat und der Meister geben sich im Buch bewusst die linke Hand), teilweise aber auch verfälschende, auf Kosten der Geschichte und Spannung (der Gevatter).

                                          Über die Besetzung konnte ich nur verärgert den Kopf schütteln, offenbar gibt es nur 4 deutsche Schauspieler und die sind in jeder 0815-Produktion zu sehen, Robert Stadlober hat mich mit Hanno Koffler zusammen noch am meisten überzeugt.
                                          Daniel Brühl war wohl die Krönung der Besetzungsungscouch, selten eine so schlechte Darbietung gesehen, leider ist bei Herrn Brühl dies wohl Standard (siehe Goodbye Lenin), keine Spur von der Weisheit und auch teilweise Erhabenheit seiner Figur im Buch, gelangweilt und emotionslos wird der Text runtergerattert, er, der doch einen wichtigen Teil der Geschichte tragen sollte lässt selbige zur Pharse verkommen.

                                          Die VFX sind annehmbar, wenn auch sehr Low-Budget, die Kamera wackelt hin und wieder und der Farbfilter erzugt leider auch keine Stimmung.

                                          Alles in allem wirkt der Film sehr "dahingerotzt", ohne Liebe zum Detail, ohne jede künstlerische Ambition, welche man mit diesem Stoff hätte hervorragend ausleben können.
                                          Einfach ein weiterer deutscher Flop ohne Seele. Schade.

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                                          • 6 .5

                                            ich finde den Film ziemlich gelungen...er hat meine Erwartungen überschritte und mich mit seiner Stimmung gepackt. Mal was anderes aus Deutschland :D

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                                            • 1

                                              Einen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die Macher dieses Films.
                                              Es ist ihnen vortrefflich gelungen einen der Lieblungsautoren meiner Kindheir komplett zu verhunzen.
                                              Den Punkt dafür, dass ich den Film zuende gesehen habe.

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                                              • 5 .5

                                                Naja... kommt ans Buch nicht ran, ist aber solide

                                                • 10

                                                  So habe den nun auch gesehen und fand den Film richtig Super.

                                                  Der Film fängt schon stimmungsvoll an mit dem Erzähler Otto Sander und entfaltet unglaublich schnell ein tolles Flair. Man kann in die Geschichte wunderbar eintauchen und ist vollkommen gefangen. Der Film ist auch schön düster.

                                                  Dazu kommt eine klasse Ausstattung, gute Inszenierung und gute Schauspieler. Es wird keine Minute langweilig.

                                                  Wenn man sich umsieht, sind die meisten Kritiken das typische Bashing Deutscher filme. Ob die Leute irgendwann mal aufhören, deutsche Filme zu gucken, um sie runter zu machen?

                                                  Versteht mich nicht falsch. Jeder darf deutsche Filme Scheiße finden. Aber ich gucke dann eben keine mehr. Ich gehe auch nicht ins Heino-Konzert wenn ich keine Volksmusik mag.

                                                  Und die, wo laufend mit dem Buch anfangen. Das ein Film selten an die eigene Fantasie rankommt ist klar. Wenn man da nicht trennen kann, sollte man eben keine Buchverfilmungen gucken, sondern das Buch aus dem Regal annehmen.

                                                  2
                                                  • 5 .5

                                                    Das Beste an diesem Film ist das verzaubernde Märchen, welches zugrunde liegt. Geprägt ist jenes deutsche Stück Kino von relativ schwacher schauspielerischer Leistung, die an manchen Stellen besser aufblitzt, dann aber viel zu kurz ist, sodass man sich mit den Charakteren nicht identifizieren kann. Schlecht gefilmte Action-Szenen und ein apathischer Erzähler kommen dazu. Lichtblicke sind beispielsweise die unerwartet guten Special-Effects oder der passende Soundtrack. Als Fan des Buches sollte man Krabat einmal gesehen haben, aber danach kann man die DVD auch getrost wieder verkaufen.