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Oscar 2013

Beasts of the Southern Wild - Chancen & Voting

21.02.2013 - 08:50 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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Beasts of the Southern Wild
© Academy of Motion Picture Arts and Sciences / MFA
Beasts of the Southern Wild
Als Außenseiter kann es sich der Regisseur Benh Zeitlin richtig schön gemütlich machen, wenn diesen Sonntag die Oscars verliehen werden. Oder hat sein Film Beasts of the Southern Wild doch eine kleine Chance, den Oscar als Bester Film zu gewinnen?

Das Independent-Märchen Beasts of the Southern Wild hat so allerhand zu bieten: eine kleine Heldin in Gummistiefeln, angsteinflößende Urzeitwesen und sogar ein atemberaubendes Feuerwerk. Und dennoch wird es dieser sympathische Film von Benh Zeitlin schwer haben, wenn am Sonntag in Los Angeles der Oscar verliehen werden. Die Konkurrenz ist einfach zu groß, ihre Namen, ihre Filme, ihre Darsteller. Es wurde zu viel über die anderen Nominierten dieser Kategorie diskutiert, als dass der Durchschnittsbürger überhaupt mitbekommen hätte, dass es da einen kleinen Film gibt, der sich auf so eindrückliche Weise mit den Nachwehen des Sturms Katrina beschäftigt und der auf namhaften Filmfestivals punkten konnte – unter anderem beim Festival Cannes und auf dem Sundance Film Festival.

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Wer Beasts of the Southern Wild noch nicht gesehen haben sollte und keine Vorstellung davon hat, worum es in diesem Filmchen zwischen all den oscarnominierten Blockbustern überhaupt geht – hier nochmal eine kleine Zusammenfassung: Die furchtlose Hushpuppy (Quvenzhané Wallis) lebt mit ihrem Vater Wink (Dwight Henry) im Sumpfland in Louisiana, in einer isolierten Gegend, die von allen nur Bathtub genannt wurde. Dort, am Rande der Gesellschaft, haben sie sich ein Zuhause eingerichtet, das sie für nichts in der Welt verlassen würden. Doch da nach dem berühmt-berüchtigten Wirbelsturm Katrina erneut eine Flutkatastrophe droht, sollen Wink, Hushpuppy und ihre Nachbarn in Sicherheit gebracht, das heißt: zwangsevakuiert werden, denn sie wollen bleiben. Als sich der Gesundheitszustand ihres cholerischen Vaters verschlechtert, der Wasserpegel pötztlich ansteigt und Hushpuppy nach Antworten auf ihre unzähligen Fragen sucht, erklärt sie sich (und dem Zuschauer) die seltsamen Veränderungen in ihrer Welt mit dem Schmelzen der Polkappen, was eine Invasion von überdimensionalen, bedrohlichen Auerochsen auf den Plan ruft. Hushpuppys Welt, wie sie sie kennt, droht sich den Fluten ergeben zu müssen, doch unsere kleine Heldin geht ihren Weg.

Beasts of the Southern Wild ist das Spielfilmdebüt des 1982 in Manhattan geborenen Regisseurs Benh Zeitlin, der gemeinsam mit Lucy Alibar das Drehbuch zum Film entwickelte. Ihr beeindruckendes Fantasy-Drama beruht zudem auf dem von Alibar geschriebenen Bühnenstück Juicy and Delicious. Beasts of the Southern Wild hat bereits Unglaubliches geschafft. Der Film, der mit einer verschwindend geringen Summe von schätzungsweise 1,8 Millionen Dollar produziert wurde, ist in vier Kategorien für den Oscar nominiert (Bester Film, Beste Hauptdarstellerin, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Regie). Doch dass Benh Zeitlin, Lucy Alibar, die inzwischen neunjährige Quvenzhané Wallis und die Produzenten des Films, Dan Janvey, Josh Penn und Michael Gottwald, bei den diesjährigen Academy Awards wirklich die großen Abräumer sein werden, das glaubt wohl niemand.

Beasts of the Southern Wild spielte mittlerweile schon – allein in den USA – über 12,06 Millionen Dollar ein und diese kleine, aber feine Low-Budget-Produktion zeigt, dass Mut im Filmbusiness durchaus belohnt werden kann – vielleicht nicht mit einem Oscarreigen, aber es gleich viermal auf die Liste der Nominierten geschafft zu haben – davon kann ein Nachwuchsfilmemacher nur träumen. Und wem nach den Oscars Namen wie Benh Zeitlin und Quvenzhané Wallis immer noch nichts sagen, den werden die Auerochsen holen.

Was meint ihr: Wird Beasts of the Southern Wild den Oscar als Bester Film gewinnen?

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