American Assassin - Das sagen die Kritiker zum Actionthriller

American Assassin
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Der dritte Weltkrieg steht kurz bevor und eine Handvoll Männern soll versuchen, ihn zu verhindern. In American Assassin von Michael Cuesta muss Mitch Rapp (Dylan O'Brien), ein CIA-Agent mit dem Spezialgebiet Terrorismusbekämpfung, gemeinsam mit seinem Ausbilder und Mentor Stan Hurley (Michael Keaton) in den Mittleren Osten. Dort planen Terroristen, die prekäre Lage eskalieren zu lassen und so die Welt ins Unheil zu stürzen.

Ob der Film die Kinokassen zum Klingeln bringt und so erfolgreich wie die Romanvorlage sein wird, wird sich in Kürze zeigen. Auf die Kritiken können wir heute schon ein Auge werfen.

Die harten Fakten

  • 10 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnitt von 5,0
  • 59 Community-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 5,3
  • 8 Kritiken und 6 Kommentare
  • 210 Vormerkungen

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu American Assassin

Johnny Oleksinski von der New York Post bescheinigt dem Film hohen Unterhaltungswert:

Unlogischerweise ist es das lausige Drehbuch, was den Film und die gezeigte Grausamkeit rettet. Die Dialoge sind mit Militärklischees bespickt, die einen mit den Augen rollen lassen [...]. Aber diese zeitweilige Blödsinnigkeit erleichtert es, zu verkraften, wie Keaton die Fingernägel abgezogen werden.

Auch Peter Travers vom Rolling Stone bricht eine Lanze für den zugegebenermaßen stumpfsinnigen Film:

Haben wir so eine Geschichte nicht schon eine Billion Mal gesehen? Auf jeden Fall. Aber trotzdem weiß der Film zu begeistern, wenn der großartige Michael Keaton als Stan Hurley auftritt und bereit ist, jeden Rekruten, der ihm zu Nahe kommt, durch den Fleischwolf zu drehen.

Mike McCahill vom Guardian hingegen zeigt sich wenig begeistert von der Einfältigkeit und Aussage des Films:

Das versagende System der Filmstudios hat uns in letzter Zeit viele zweitklassige Ideen aufgezwungen, aber dieser opportunistische Hybrid aus Krieg-gegen-den-Terror-Drama und einer Jugendfilm-Fantasie im Zeitalter Trumps zählt zu den schrottigsten überhaupt.


Das sagen die deutschsprachigen Kritiken zu American Assassin

Ulrich Kriest von Filmdienst hält den Film für ähnlich simpel und unreflektiert wie die englischsprachigen Kollegen, sieht das aber eher als Problem:

Als ernstzunehmender, in den Realitäten des 21. Jahrhunderts verankerter Politthriller über den „War on Terror“ verhält sich „American Assassin“ wie ein Tweet von Donald Trump zu diesbezüglichen Reflexionen von Jean Baudrillard.

Sarah Schindler von Prisma hält nicht nur die mittelmäßige Umsetzung für das Hauptproblem des Films, sondern auch die nicht weiter hinterfragten Motive:

Was wie ein Rachefeldzug eines jungen Mannes anfängt, entwickelt sich zu einem patriotischen Matsch aus Bootcamp-Parolen, der auch eine überlange, mäßig inszenierte "Homeland"-Folge sein könnte.

Jens Adrian von Treffpunkt Kritik vergleicht die Geschichte mit anderen Filmen und Sendungen und lobt zumindest die schauspielerische Leistung:

So aktuell die Story dabei ist, sie wächst nie über das Hinaus, was in Fernsehserien wie 24 oder Homeland bereits ausgefeilter und tiefgehender gezeigt wurde. Die guten Darsteller entschädigen zumindest dafür, dass die Story selbst kaum Neues bringt.

Kritiker-Fazit zu American Assassin

Die Meinungen der Kritiker sind durchwachsen. Während die englischsprachigen Kritiken häufig das Spektakel und den Unterhaltungswert höher bewerten als den fehlenden Tiefgang und die fraglichen Aussagen des Films, sieht das in den deutschsprachigen Medien anders aus. Diese gestehen dem Film zwar häufig eine solide Machart zu, wollen aber die moralisch fragwürdigen Aspekte nicht einfach ignorieren.

Werdet ihr euch American Assassin ansehen?

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