Black Mirror: Bandersnatch - Das Netflix-Event hat ein großes Problem

Black Mirro: Bandersnatch
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Black Mirro: Bandersnatch
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Redakteurin bei moviepilot.de, schreibt am liebsten über Game of Thrones und Filme, die in Nudel-Restaurants in Hongkong spielen.

Bei den moviepiloten kommt er richtig gut an. Erst gestern wurde Black Mirror: Bandersnatch beim Streaming-Dienst Netflix veröffentlicht und das mit minimalem Werbe-Vorlauf. In kürzester Zeit sammelte der Film eine Bewertung von 7,6 Punkten. Bandersnatch ist schließlich nicht "nur" ein Eintrag in der dystopischen Serie Black Mirror, sondern ein interaktiver Film. Von Anfang an muss der Zuschauer Entscheidungen treffen, die den Verlauf der Handlung, die Länge und das Ende des Films beeinflussen. Jede Bandersnatch-Erfahrung - so das Versprechen - ist einzigartig. Entsprechend groß fiel das Lob aus, doch nicht überall herrscht Begeisterung.

Ein Event: Bandersnatch sammelt Lob

Bandersnatch verfolgt 1984 einen jungen Entwickler (Fionn Whitehead aus Dunkirk), der an der Adaption eines Fantasyromans als Videospiel arbeitet. Dabei kann der Zuschauer über das Verhalten entscheiden, egal ob es um die Frühstückscerealien oder Leben und Tod geht. Fünf verschiedene Enden und zahllose unterschiedliche Story-Verläufe sollen sich daraus ergeben. Dafür ernten Netflix und Black Mirror-Mastermind Charlie Brooker viel Lob, wobei einige Kritiken (etwa die Variety) anmerken, dass Bandersnatch als Experiment wesentlich befriedigender sei denn als Film. Bei moviepilot schreibt Leser flowzone:

Bandersnatch ist durchaus ein gewagtes Experiment. Aber auch gerade was Black Mirror betrifft, war das meines Erachtens ein notwendiger Schritt. Und weil das Experiment tatsächlich in so vielen Belangen mit Bravour geglückt ist, sollte man vor den Machern den Hut ziehen. Es ist ein Event, welches man so nicht oft erlebt.

Black Mirror: Bandersnatch ist nicht auf allen Geräten abspielbar

Zwischen das Lob und die Diskussionen über Sinn, Unsinn und Innovationspotenzial des Choose Your Own Adventure-Konzepts mischt sich jedoch auch Enttäuschung und die ist hausgemacht. Black Mirror: Bandersnatch lässt sich nämlich auf einigen Geräten nicht korrekt (ab)spielen.

Man könnte meinen, Chromecasts seien weit genug verbreitet, um bei der technischen Umsetzung des interaktiven Films berücksichtigt zu werden, doch genau hier hakt es. So häuften sich in den vergangenen 24 Stunden die Beschwerden über die Verfügbarkeit. Bandersnatch lässt sich nicht auf allen Geräten abspielen, auf denen Netflix verfügbar ist. Laut Netflix lässt sich der Black Mirror-Film auf folgenden Geräten nicht abspielen:

  • Google Chromecast
  • Amazon Fire TV Stick
  • Apple TV
  • Windows App
  • Browser, die Silverlight nutzen
  • "ältere Geräte" mit überalterter Hardware/ohne Netflix-Software-Updates

Auf welchen Geräten funktioniert Bandersnatch?

Falls ihr ein anderes Gerät besitzt und Bandersnatch trotzdem nicht funktioniert, solltet ihr versuchen, die Netflix-App zu aktualisieren. Der Streaming-Dienst verspricht, dass Bandersnatch auf den "meisten neueren Geräten" gespielt/geschaut werden kann, etwa Spielekonsolen, Smart TVs, Browser und Betriebssystemen wie Android oder iOS. Android-Geräte sollten allerdings auf Version 6.19 oder höheren laufen.

Ob eure App oder euer Gerät kompatibel ist, erfahrt ihr durch den weißen Stern auf rotem Grund, der rechts oben über dem Bandersnatch-Banner und im Slider angezeigt wird, bevor der Trailer abgespielt wird. Will man Bandersnatch dagegen per Chromecast auf dem Fernseher streamen, kommt man gar nicht so weit. Eine Fehlermeldung weist darauf hin, dass es nicht möglich ist.

Was sagt Netflix zu den Problemen mit Bandersnatch?

Bislang gibt es keinerlei Versprechen seitens Netflix, dass seine interaktiven Inhalte in Zukunft auch auf den genannten Geräten laufen werden. Gegenüber Mashable kommentierte der Anbieter, dass das Problem etwas mit der "Unterstützung" zu tun habe, hielt sich mit Details aber zurück.

Laut The Verge dürften Kompatibilitätsprobleme mit der Open Source-Plattform Twine der Grund für den Ausschluss von Apple TVs und ähnlichem sein. Andere interaktive Programme, wie beispielsweise Mosaic von HBO und Steven Soderbergh, hatten demnach keine Abspielschwierigkeiten auf Apple TVs. Falls ihr mehr über Twine und die Entwicklung von Bandersnatch erfahren wollt, solltet ihr einen Blick in den Artikel von Wired zum Thema werfen.

Und wie reagieren die Zuschauer?

Bei vielen Zuschauern herrscht derweil Unverständnis vor. Während manche enttäuscht das Gerät wechselten, regen sich nicht wenige darüber auf, dass ausgerechnet so weit verbreitete Geräte für das interaktive Netflix-"Event" nicht brauchbar seien:

Habt ihr Bandersnatch und alle seine Varianten schon durchgeschaut?

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