Cameo in Django Unchained

Quentin Tarantino klaut Darsteller Text

Sitzt! Quentin Tarantino inspiziert Jamie Foxx' Allerwertesten.
© Sony
Sitzt! Quentin Tarantino inspiziert Jamie Foxx' Allerwertesten.

Frech! Quentin Tarantino ist beim Dreh von Django Unchained der Boss. Wenn ihm eine Zeile wirklich gut gefällt, dann nimmt er sie sich einfach. Guter Nebeneffekt: Der Starregisseur geht offensichtlich auch im neuen Western seiner Tradition der Cameo-Auftritte nach, die er mit dem Madonna-Monolog in Reservoir Dogs so spektakulär begründet hatte. Das Opfer des Zeilen-Diebstahls ist Rex Linn, bekannt aus CSI: Miami, der in Django Unchained eine Nebenrolle als Tennessee Harry ergattern konnte. Im Interview mit Look At OKC erzählte er, wie ihm Quentin Tarantino dreist einige Sätze mopste.

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In den Szenen spielen neben Rex Linn auch Don Johnson und Jonah Hill. Rex Linns Rolle hatte offensichtlich ein paar grandiose Sätze, doch zu früh gefreut. Vor dem Dreh nahm Quentin Tarantino den CSI-Miami-Darsteller zur Seite. Er erklärte ihm, dass er ‘die Szene so gerne mag, dass er auch darin mitspielen möchte und dass er deswegen einige meiner Zeilen nehmen würde.’ Doch Rex Linn trägt den hinterhältigen Diebstahl mit Fassung. ‘Es ist nicht mein Film. Ich bin einfach nur glücklich dabei zu sein. […] Es ist der meisterwartete Film des restlichen Jahres. Für mich geht ein Traum in Erfüllung.’ Die Szenen, die dem Regisseur offensichtlich so gut gefielen, dass sie nun offiziell Quentin Tarantinos Cameo-Szenen werden durften, sind laut Rex Linn im Übrigen denkwürdig. ‘Die Szenen sind nicht sonderlich lang, aber ihr werdet sie nicht vergessen.’

Jetzt, da der Kinostart von Django Unchained immer näher rückt – in Deutschland kommt der Western am 17. Januar 2013 -, wird es langsam Zeit, über Quentin Tarantinos nächste Projekte zu spekulieren. Ein Steilvorlage hierfür liefert ein guter Kumpel des Regisseurs, der Australier John Jarratt. Der Herald Sun erklärte er, dass Quentin Tarantino Interesse an einem Filmprojekt in Australien habe. ‘Er will diesen australischen Film machen und ich höre nicht auf, ihn zu nerven, bis er es tut. Er hat mir erzählt, dass er diese raue Ungeschliffenheit mag… Wir machen Filme, die treten und kratzen, und ich glaube, sie dienten als zusätzliche Inspiration für Filme wie Reservoir Dogs und Inglourious Basterds. Er mag die Art, wie wir Filme machen, dass wir Low-Budget Filme machen, die nach einen Billionen Dollar-Etat aussehen und sich im Kino nicht vor dem Bruce Willis -Film im Saal nebenan verstecken.’

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Warum nicht? Zuletzt hatte es Quentin Tarantino für seine Filmprojekte nach Asien (Kill Bill: Volume 2) und Deutschland (Inglorious Basterds) verschlagen. Die Australier wären also auch einmal dran. Und für einen echt australischen Tarantino würden sie Down Under sicher auch über den ein oder anderen Zeilendiebstahl hinweg sehen.

Wie würdet ihr reagieren, wenn euch Quentin Tarantino eure Textzeilen klaut? Und was haltet ihr von einem Tarantino-Projekt in Australien?

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