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Du wirst niemals gewinnen... weil du allein bist. Und ich bin es nicht.

Charles und Erik - Die Achterbahn einer Freundschaft Teil 6

09.05.2020 - 22:17 UhrVor 3 Monaten aktualisiert
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Heute ist das Ende aller Tage
© Twentieth Century Fox
Heute ist das Ende aller Tage
X-Men Apocalypse

Letztes Mal waren wir noch in den wilden 70ern in Washington, wo sich Erik, überfahren von Charles' Macht, still zurückzog, ohne dass wir erfahren hätten, was er als nächstes vorhat... wenn überhaupt. Auch das Ende von X-Men: Zukunft ist Vergangenheit half uns da nicht wirklich weiter. Einzig dass Charles' Schulbetrieb weitergelaufen ist, Logan Nachhilfe in Geschichte braucht und die Zeiten wohl etwas friedlicher geworden sind haben wir erfahren, sonst nichts.

Wie wir nun, wieder zehn Jahre später, erfahren, läuft Charles' Schule immer noch wunderbar und er ist komplett in seiner Aufgabe aufgegangen wie damals nach Kuba in X-Men: Erste Entscheidung. Erik hingegen ist immer noch Staatsfeind Nummer 1 auf der Liste der Most Wanted Men, Stoff für die Geschichtsstunde in der High School, aber keiner weiß, wo er abgeblieben ist... wie auch, er ist hinter den Eisernen Vorhang in seine alte Heimat Polen abgehauen, hat einen Job in einem Stahlwerk angenommen und eine kleine Familie gegründet. Nur seine Frau Magda und seine Tochter Nina kennen sein Geheimnis und er verzichtet komplett auf seine Kräfte. Es scheint, als wäre er endlich zur Ruhe gekommen und habe den so lange überfälligen inneren Frieden gefunden, eins mit sich und seiner Umwelt... doch dann taucht Apocalypse auf und wirbelt beider Leben gehörig durcheinander.

Apocalypse

Ist es das, was ich bin?

Das Erdbeben bei seinem Erwachen ist global zu spüren und sorgt in Eriks Betrieb für einen Unfall als eine tonnenschwere Gießpfanne aus ihrer Verankerung reißt und fast einen seiner Kollegen zermalmt... fast, weil Erik sie impulsiv in letzter Sekunde festhält und seinem Kollegen so das Leben rettet. Das bleibt jedoch nicht unbemerkt und Erik weiß, dass er so schnell wie möglich mit seiner Familie abhauen sollte, bevor er denunziert wird. Doch er ist nicht schnell genug. Die Polizei ist schneller da als er seine Mädchen einsammeln kann und er ergibt sich wehrlos in sein Schicksal, für seine Frau und sein geliebtes Kind. Erik und wehrlos?! Streicht den Tag rot im Kalender an, Leute... wie sehr muss er seine Mädchen lieben, um das zu gestatten? Da seine Tochter ebenfalls eine Mutantin ist, die aber ihre Kräfte noch nicht kontrollieren kann und welche sich in ihrer Aufregung und ihrer Angst ebenso hart Bahn brechen wie damals, als Erik von seinen Eltern getrennt wurde, kommt es zu einem folgenschweren Unfall und einer der Polizisten erschießt Magda und Nina. Sie sterben in Eriks Armen... und Erik kennt in seinem Schmerz kein Halten mehr. Wie schon damals am Strand, als Charles von einer abgelenkten Kugel nur verletzt wurde, wird Erik von seinen Gefühlen überwältigt. Es ist ihm egal, ob es ein Versehen war und wer es war, er lässt die knapp zehn Mann starke Einheit mit ihrem Leben für das seiner geliebten Frau und Tochter bezahlen... um unmittelbar danach von Zorn und Schuld überflutet zu werden, so schwer, dass er sowohl den Herrgott anklagt (Ist es das, was du von mir willst?!) und an seiner Selbst zweifelt, sich voller Trauer und in seiner tief verwurzelten Scham wieder fragt, ob er doch nur ein Mörder und Monster ist (Ist es das, was ich bin?). Was, wenn das wirklich alles ist, was er ist?

Aber trotz aller Scham lässt er sich weiter von Zorn und Trauer vorantreiben und beschließt, seine Kollegen dafür erbarmungslos bezahlen zu lassen, jeden von ihnen, schuldig oder nicht. Ihre Anverwandten sollen auch erfahren, wie weh ein solcher Verlust tun kann. In diesem hochlabilen Zustand ist er das perfekte Opfer für Apocalypse, der ihn mit Verständnis und einem Powerboost in Versuchung führt wie seinerzeit die Schlange Eva... und Erik, emotional schwach, wie er in diesem Moment ist, lässt sich verführen und schließt sich Apocalypse als dessen vierter Reiter an, als das Werkzeug seiner Zerstörung. An dieser Stelle erkennt man erst, wie schlecht es Erik wirklich gehen muss. Stets war er eine starke Persönlichkeit, Mutant und stolz, der Anführer einer ganzen Bruderschaft (bis er wegen des Mordes an Kennedy im Knast landete). Jetzt ist davon nichts mehr übrig. Die Trauer hat ihn so tief in die Knie gezwungen, dass er zu Apocalypses willigem Befehlsempfänger wird, Apocalypse ihn versklavt, ohne dass Erik es merken würde. Tiefer kann Erik jetzt nicht mehr fallen.

Erik, von Trauer zerrissen...

Nach all den Jahren klingst du immer noch genauso wie... er!

Derweil Erik durch sämtliche persönlichen Höllen geht ist Charles gerade mit ganz anderen Problemen beschäftigt. Der Neuzugang Scott braucht etwas Aufmerksamkeit und Verständnis und sein Schützling Jean hat in ihren Träumen Visionen vom Ende der Welt, die Charles mehr als beunruhigen. Als er gerade mitten in seinen Nachforschungen steckt (und von alten romantischen Gefühlen für Moira MacTaggert überrollt wird) kommt Raven wieder nach Hause und er erzählt ihr von seinen idealistischen Plänen, aus der Schule eine gemischte Uni zu machen, wo Mutanten und Menschen friedlich nebeneinander lernen können... und bricht damit gleich wieder die alte Diskussion vom Zaun, dass die Menschen sich nicht geändert haben (Raven) bzw. dass in den letzten zehn Jahren doch alles viel besser geworden ist (Charles). Damit bricht in Charles unvermittelt wieder eine alte Wunde auf... Erik und seine Weltanschauung, dass eine friedliche Koexistenz ohnehin nie möglich sein wird. Und Charles ist tief in sich drin immer noch sauer auf seinen alten Freund und diese Weltanschauung, die sie unüberwindlich und endgültig auseinander brachte.

Aber damit sind sie beim Grund für Ravens Erscheinen: Sie bittet Charles ihr mit Cerebro bei der Suche zu helfen, damit sie ihn finden kann, bevor es jemand anderes tut. Und egal, wie sauer Charles vielleicht im tiefsten Innern noch ist, er lässt augenblicklich alles stehen und liegen, um Erik zu suchen. In diesem Moment gibt es absolut nichts, was wichtiger sein könnte. Ob dabei Liebe, Freundschaft, Schuld oder Verantwortungsbewußtsein Charles' Handeln bestimmen oder eine Mischung aus allem kann man nicht einmal sagen. Fakt ist jedoch, er hatte Erik vor zehn Jahren in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit voller Vertrauen gehen lassen, hatte ihn beschützt vor dem, was "sie" ihm antun würden, wenn Charles ihn "ihnen" überlassen würde, doch hatte er seitdem wohl nie wieder in irgendeiner Form Kontakt zu Erik gesucht. Es schien ihm zu genügen, dass Erik sich seitdem ruhig verhalten hat.

Ich hab noch nie eine derartige Macht gespürt...

Dennoch ist er in dem Wissen, dass Erik wieder gesucht wird, nach all den Jahren beinahe zärtlich-rücksichtsvoll in seiner Kontaktaufnahme. Egal, wie dringend er die Verbindung suchen und herstellen möchte, er drängt sich nicht auf. Er lässt Erik seine Präsenz langsam spüren statt ihn zu fluten, berührt ihn erst, nachdem Erik ihn bewußt wahrgenommen und ihm geantwortet hat, lässt im gegenseitigen Vertrauen alle Schranken für ihn fallen... und wird zum ersten Mal von Eriks heftigen Gefühlen, seiner überbordenden Wut und seiner unmenschlich tiefen Trauer über den erlittenen Verlust, wie von einer Lawine überrollt. Würde Erik Charles' Fähigkeiten auch nur ansatzweise verstanden haben, nach ihrem langen Gespräch im Flugzeug nach Eriks erfolgreicher Befreiung, dann würde er vielleicht auch begreifen, dass Charles mehr als jedes andere Wesen auf der Welt ganz genau weiß UND versteht, welchen Verlust Erik gerade durchlitten hat, so wie er auch ganz genau weiß, dass Magda und Nina niemals gewollt hätten, dass Erik so hasserfüllt Amok läuft. Doch Erik ist bis oben so angefüllt mit dem Gift, welches Apocalypse ihm eingeträufelt hat, dass er Charles Hilfe und die Bitte, nach Hause zu kommen, ablehnt... wieder einmal. Und Charles ist so beschäftigt mit Eriks aufgewühltem Gefühlschaos, dass er die Präsenz von Apocalypse erst wahrnimmt, als Erik diesem kurz seine Aufmerksamkeit zuwendet... womit auch dieser auf Charles aufmerksam wird und ihn über die offene Verbindung kapert, ohne dass Charles ihn wieder des Platzes verweisen oder aus Cerebro rauskommen könnte.

Apocalypse ist zwar überaus mächtig, hat in den vielen Jahrhunderten seines Daseins so viele unzählige Mutationen in sich vereint, dass selbst Charles ehrfürchtig anerkennen muss eine solche Macht noch nie gespürt zu haben, doch ist Charles' telepathische Macht, seine Fähigkeit, den Willen anderer Menschen gezielt beeinflussen zu können, für Apocalypse ein immenses Objekt der Begierde, der letzte Baustein zur absoluten Allmacht. Seine Fähigkeit, alle Mutationen zu verstärken, kombiniert mit Charles' ungeheurer Macht, würde ihm die Möglichkeit geben, endgültig zum Gott zu werden. Und so materialisiert er sich mit seinen Reitern in der Schule und kidnappt den völlig erschöpften und wehrlosen Charles... mit tatkräftiger Unterstützung von Erik, der Charles und die Schule kennt wie sonst kein Zweiter. Würden die Beiden in diesen Termini denken, so dürfte dies Eriks endgültigen und absoluten Verrat an Charles darstellen.


Apocalypse kidnappt Charles... mit Eriks Hilfe.

Was auch immer du denkst in mir gesehen zu haben, Charles... ich habe es begraben.

Aber in diesen engstirnigen Kategorien denkt Charles nicht... hat er noch nie gedacht, besonders nicht von Erik... zumindest nicht, wenn er nüchtern und zurechnungsfähig war. Als er in Kairo erwacht, seine Telepathie von Apocalypse blockiert, lässt er nichts unversucht durch den Panzer von Eriks Wut und Schmerz zu dringen, wissend was passieren wird, wenn sie Apocalypse nicht stoppen. Voller Wut schleudert er Apocalypse entgegen, dass er Erik keinen besseren Weg, keine bessere Welt gezeigt hat, sondern nur seinen Schmerz und seine Wut ausnutzt... kommt uns bekannt vor, nicht wahr? So hat auch Dr. Schmidt/Sebastian Shaw in X-Men: Erste Entscheidung schon versucht, Erik zu konditionieren. Wieder appelliert er an Eriks gute Seite, versucht ihn an den Tag in der Schule vor zwanzig Jahren zu erinnern... den Tag, als er zum ersten Mal tief in Eriks dunkle Gefühlswelt tauchte und eine schöne und glückliche Erinnerung freilegte... versucht ihm erneut zu sagen, dass auch Gutes tief in ihm steckt.

Und wie vor zwanzig Jahren am Strand macht Erik wieder dicht gegen Charles' Argumentation. Er ist zu sehr in der Trauer um seine Familie gefangen um Charles' Worte auch nur ansatzweise zu hören, sein Herz ist zu verhärtet, um Charles' Anteilnahme, Trauer und Enttäuschung in dessen flehenden Augen wahrzunehmen. Aber trotz allem ist Charles nicht bereit, sich von diesem erneuten persönlichen Verlust unterkriegen zu lassen. Erik hat er vielleicht verloren, aber er gedenkt nicht, gegen Apocalypse kampflos aufzugeben, auch nicht, wenn dieser ihn missbraucht um eine Nachricht an die Welt zu übermitteln oder vor seinen Augen halb Kairo einebnet, um dann Erik zu beauftragen, den Rest der Welt ebenfalls dem Erdboden gleich zu machen.

Erik vernichtet alles, was ihm in die Quere kommt...

Ich werde für das kämpfen, was mir noch geblieben ist. Du auch?

Charles soll nun Apocalypses vorerst letztes Opfer werden und dessen Bewusstsein aufnehmen. Damit wäre er endlich am Ziel seiner Wünsche... überall zu sein und jeden einzelnen Menschen zu kontrollieren... allgegenwärtig, allwissend, allmächtig. Im letzten Moment kann Nightcrawler Charles aus der Übertragung reißen, denn dieser kann die Übertragung nicht stoppen und Apocalypse auch nur bis zu einem gewissen Grad Widerstand leisten. Doch die mentale Verbindung, die erst mit Cerebro und dann mit der mißglückten Übertragung geschmiedet wurde, kann nicht gebrochen werden. Und da keiner seiner Schützlinge auch nur ansatzweise etwas gegen Apocalypse unternehmen kann macht Charles sich diese Verbindung zunutze und nimmt den mentalen Kampf auf, sein Geist gegen Apocalypse.

Inzwischen versucht Raven Erik davon zu überzeugen, von seiner globalen Zerstörung abzulassen und sich daran zu erinnern, dass er noch mehr Familie hat als seine Frau und seine Tochter... nämlich sie und Charles (und Peter Maximoff, der es allerdings an dieser Stelle jedoch nicht wagt, Erik sein Geheimnis zu offenbaren). Und sie erklärt ihm nachdrücklich, dass sie, auch auf verlorenem Posten, dafür kämpfen wird, was sie noch hat. Dieser Schlag ist hart und sitzt, denn jetzt beginnt Erik langsam sich daran zu erinnern, dass es Charles ist, der von Beginn an für ihn da war, der von Anfang an an das Gute in ihm geglaubt hat, ihm von Anfang an gesagt hat, dass er Teil von etwas Besonderem, etwas Größerem sein kann... und diese Erinnerungen beginnen langsam, Eriks Herz aus Eis zu schmelzen und lassen ihn erkennen, was er getan hat, als er sich Apocalypse anschloss. Aber er ist willens und bereit, für seinen besten Freund diesen Fehler wieder auszubügeln und sich gegen seinen Herrn und Meister zu stellen.

Apocalypse: Du verrätst mich?

Erik: Nein... ich habe SIE verraten!

Und Charles braucht jede Hilfe, die er kriegen kann, denn er ist dabei, seinen Kampf zu verlieren. Schon damals in X-Men: Erste Entscheidung war er kein großartiger Fighter und in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit erklärt er sogar ganz offen, dass er Pazifist ist (mit Ausnahme des heftigen Punchs, den Erik danach ins Gesicht bekommt). Darum hat er nach dem Überraschungsmoment auch keinerlei Aussicht mehr, den Kampf gegen diesen übermächtigen Gegner noch einmal zu seinen Gunsten zu drehen.

Apocalypse ist einfach zu stark...

Und da sein Gegner außerdem imstande ist, zeitgleich einen mentalen Kampf mit Charles und einen physischen Kampf mit Erik und Scott Summers auszutragen und sie alle in Schach zu halten, weiß Charles, dass er Hilfe braucht, in beiden Kämpfen. Und da gibt es nur eine einzige Person, die dazu fähig wäre... Jean Grey, die es bereits im Schlaf fertig gebracht hat, die halbe Schule zu erschüttern... und Charles. Zu was wird sie erst imstande sein, wenn sie wach ist? Eine Frage, vor deren Antwort sie sich selbst fürchtet und doch auf Charles vertraut als er sie bittet, ihre Kraft zu entfesseln... womit sie nicht nur Apocalypses Geist zerschmettert, sondern auch seine physische Existenz desintegriert... dagegen war X-Men: Der letzte Widerstand ein Kindergeburtstag!

Kann ich dich sicher nicht überzeugen, zu bleiben?

Und Charles hat viele Einsichten aus dieser ganzen Sache gewonnen. Er hätte niemals so skrupellos sein dürfen, Moira ihre sämtlichen gemeinsamen Erinnerungen wegzunehmen. Er hätte außerdem niemals so auf seinem pazifistischen Standpunkt beharren dürfen, dass seine Schützlinge kein Kampftraining brauchen. Raven hatte Recht, es ist erforderlich, denn eine Bedrohung muss nicht unbedingt aus den Reihen der Menschen kommen, wie er am eigenen Leib erfahren musste. Zeit, das alles zu ändern... wenn die Schule wieder steht, bei deren Wiederaufbau Erik tatkräftig mithilft.

Und doch kann er sich nicht dazu durchringen nun endgültig an Charles' Seite zu bleiben. Noch immer ist er von Charles' überbordender Hoffnung für die Menschen nicht überzeugt, selbst wenn dieser bei ihm und Raven Recht behalten hat, als er auf ihren guten Kern vertraute. Und doch macht Erik sich Sorgen um seinen Freund, denn noch immer glaubt er, dass Charles einfach ein zu guter Mensch ist und stellt ihm die Gretchenfrage, ob er denn nie nachts aufwachen würde und Angst davor hätte, dass "sie" ihn und seine Kinder abholen kommen würden. Vermutlich erwartet er an dieser Stelle eine andere Antwort als die, die er bekommt, denn Charles gibt zu, dass er diese Angst bisweilen verspürt.

Erik: Was tust du, wenn du davon geweckt wirst?

Charles: Ich empfinde großes Mitgefühl für die arme Seele, die zu meiner Schule kommt und uns Ärger machen will.

Spätestens jetzt dürfte Erik klar werden, dass Charles nicht länger zu gut für die Welt ist, dass er härter geworden ist, zwar noch voller Güte, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Bei seinen Schützlingen, seinen Kindern, wird der Spaß vorbei sein, endgültig... und dieses Wissen beruhigt Erik, denn es zeigt ihm, dass er und Charles sich vielleicht doch ähnlicher sind, als er je vermutet hätte, denn auch bei ihm war bei seiner Tochter Schluss mit Lustig. Nun hat er keinen Grund mehr zu bleiben, denn Charles und seine X-Men, deren Training Raven übernimmt, werden in der Lage sein, sich selbst zu beschützen. So gerne Charles ihn halten möchte, er lässt ihn ein weiteres Mal gehen... nachdem Erik ein weiteres Mal gewitzelt hat, Charles als Telepath könne ihn doch von allem überzeugen. Dieses Mal wissen sie jedoch beide, dass es ein Abschied in liebevoller Freundschaft ist, der nicht für immer sein muss... anders als die letzten Male. Zudem wird es immer ein bestehendes Andenken an Erik im Haus geben: Die Sentinels, mit denen die X-Men ab jetzt trainieren. Aber was hat er jetzt vor, wenn er nicht an Charles Schule bleiben will? Zumal jetzt, wo Moira sich auch bemüht hat, ihn von seiner Schuld reinzuwaschen, indem sie erklärte, er habe im Kampf gegen Apocalypse einen entscheidenden Beitrag geleistet?

Nun, das werden wir vielleicht auf unserer letzten Achterbahnfahrt erfahren. Steigt auch beim nächsten Mal wieder zu, wenn es in die wilden 90er zu X-Men: Dark Phoenix geht.

Und wie immer meine Frage an euch: Team Charles oder Team Erik? Wobei... bei dem Ende ist die Grenze quasi fließend. Dennoch bleibe ich bei Team Charles. Egal, wie groß die Trauer sein mag, das rechtfertigt nicht, die ganze Welt mit sich in den Abgrund zu reißen... geschweige denn auch nur eine einzige Seele.

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