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Colonia Dignidad - Was sagen die Kritiker zum Thriller?

18.02.2016 - 09:50 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Colonia Dignidad - Trailer (Deutsch) HD
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Daniel Brühl in Colonia DignidadAbspielen
© Majestic/Twentieth Century Fox
Daniel Brühl in Colonia Dignidad
In Colonia Dignidad geraten Daniel Brühl und Emma Watson auf der Flucht vor der chilenischen Militärpolizei in die Fänge einer brutalen Sekte. Zum Kinostart des Thrillers haben wir die interessantesten Kritikerstimmen für euch gesammelt.

In dem internationalen Polit-Thriller Colonia Dignidad vom deutschen Regisseur Florian Gallenberger (John Rabe) spielen Daniel Brühl (Good Bye, Lenin!) und Emma Watson (Harry Potter) ein deutsches Liebespaar, das in Chile während der Militär-Diktatur von Augusto Pinochet in die Fänge der deutschen Sekte Colonia Dignidad gerät. Nachdem der Aktivist Daniel (Brühl) von der Militärpolizei in ein geheimes Folterlager auf dem Gelände der Sekte verschleppt wird, setzt seine Freundin Lena (Watson) alles daran, ihn wiederzufinden. Dafür schleust sie sich sogar unter falschem Vorwand bei Colognia Dignidad ein, wo sie hautnah die Unterdrückung und Misshandlung der Sektenmitglieder mitbekommt.

Hier die harten Fakten zu Colonia Dignidad:

  • 9 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 5,9
  • 63 User-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6,4
  • 10 Kommentare und 7 Kritiken
  • 1 x Lieblingsfilm, 0 x Hassfilm
  • 357 haben den Film vorgemerkt und 7 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Colonia Dignidad:

Für Jordan Mintzer vom Hollywood Reporter  harperte es bei Colonia Dignidad am Drehbuch:

Watson und Brühl machen das Beste aus der limitierten Grundlage, doch ihre Darstellungen werden von flachen Dialogen und der Weigerung des Films, die Ereignisse außer am Anfang und am Ende wirklich zu kontextualisieren, behindert.
Kevin Jagernauth von The Playlist  war weder von der Geschichte noch von der Umsetzung überzeugt:
[…] Colonia versucht, gleichzeitig ein Drama über eine schockierende wahre Geschichte und ein fesselnder Eventfilm zu sein. Doch der Film ist nicht intelligent genug, um emotionale Zugkraft zu entwickeln und zu allgemein und simpel in seiner Ausführung, um als Popkorn-Kino zu funktionieren.

Für Dennis Harvey von Variety  wurde Colonia Dignidad der Geschichte nicht gerecht:

Das vielleicht Absurdeste an Colonia ist, wie sehr das zweistündige Drama, das in der brutalen politischen Unterdrückung in Chile fußt, dieses Element in der zweiten Hälfte des Films herunterspielt oder sogar völlig vergisst. „Die Verschwunden“ verschwinden hier ein weiteres Mal, von den europäischen Stars und kitschigem Thriller-Humbug überschattet.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Colonia Dignidad:

Für Dieter Oswald von Programmkino  war Colonia Dignidad ein konventioneller, aber fesselnder Thriller:

Temporeich erzählt, mit reichlich Spannungselementen sowie plausiblem Figurenkabinett ausgestattet, gelingt mit Colonia Dignidad ein unterhaltsamer Polit-Thriller in bester Genre-Tradition und mit brisantem Inhalt.

Manfred Riepe von epd-Film  konnten die Hauptdarsteller nicht mitreißen:

Der Film ist nicht unspannend, aber reichlich konventionell inszeniert. Watson und Brühl bleiben blass in den Rollen der beiden Liebenden, mit denen man halbherzig mitfiebert.

Maximilian Haase von Radio Köln  sieht die Stärke des Films in der realistischen Darstellung der schrecklichen Machenschaften der Colonia Dignidad:

Die große Leistung des enorm spannenden und zugleich wahnsinnig bedrückenden Thriller-Dramas ist denn auch weniger seine spezifische Handlung oder Dramaturgie. Sondern vielmehr, dass "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" den Opfern der "Kolonie der Würde" Letztere tatsächlich ein Stück weit zurückgibt.

Fazit zu Colonia Dignidad:

Im Fall von Florian Gallenbergers Colonia Dignidad waren sich die englischsprachigen Kritiker untereinander ziemlich einig. Daniel Brühl und Emma Watson ließen nach Meinung der Kritiker zwar durchscheinen, wie gut sie schauspielern können, richtig glänzen konnten sie in dem Polit-Drama aber nicht. Das habe vor allem das unentschlossene Drehbuch mit schwachen Dialogen und teilweise unglaubwürdigen Handlungssträngen verhindert. Insgesamt störten sich die Kritiker vor allem daran, dass die Filmemacher zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollten und nicht nur die tragische Geschichte der Sektenopfer aufarbeiten, sondern auch einen actionreichen und spannungsgeladenen Thriller drehen wollten. Die interessante wie bestürzende Geschichte sei dadurch irgendwo dazwischen auf der Strecke geblieben. Die deutschen Kritiker sahen allerdings nicht ganz so schwarz. Auch wenn sie die Konventionalität des Films durchaus auch bemängelten, wurde er von den meisten Kritikern dennoch als packender Thriller mit einer gut recherchierten Geschichte und interessanten Stars bezeichnet.

Werdet ihr euch Colonia Dignidad im Kino ansehen?

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