Jurassic World 2: Das wissen wir über den neuen Indoraptor

Ein Indoraptor-Äuglein in Jurassic World 2: Das gefallene Königreich
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Ein Indoraptor-Äuglein in Jurassic World 2: Das gefallene Königreich
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the gaffer Jenny Jecke
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Redakteurin bei moviepilot.de, schreibt am liebsten über Game of Thrones und Filme, die in Nudel-Restaurants in Hongkong spielen.

Nach dem Indominus rex wird auch Jurassic World 2: Das gefallene Königreich einen neuen Hybrid-Dinosaurier präsentieren. Die Trailer haben die langen, bekrallten Arme des Indoraptors bereits angedeutet. Er stellt die nächste Stufe in der kommerziellen Ausbeutung der Dinosaurier innerhalb des Franchise dar. Der Park und die Insel seien Geschichte, heißt es in den Trailern und der Indoraptor ist die Antwort darauf, was nun folgen wird. Doch was hat es mit dem neuen, von Menschenhand geschaffenen Dinosaurier auf sich? Wir fassen den Kenntnisstand zusammen und wagen uns ins furchteinflößende Maul der Spekulationen.

Der Indoraptor passt in jede Westentasche - oder so ähnlich

Es liegt schon im Titel: Das runderneuerte Jurassic-Franchise will sich in die Welt hinaustrauen und damit ist nicht der Hafen von San Diego gemeint. Bereits in Jurassic World wird mehrfach angedeutet, dass die Verwertung der aus dem Urzeitschlaf geweckten Dinosaurier bei sicherheitstechnisch fragwürdigen Themenparks erst anfängt. InGens Security-Chef Vic Hoskins (Vincent D'Onofrio) hat darin Pläne, die Dinosaurier für militärische Zwecke zu missbrauchen. Drohnen, so seine nicht gänzlich einleuchtende Logik, können gehackt werden, Dinos aber nicht. Franchise-Urgestein und Dino-"Schöpfer" Dr. Henry Wu (BD Wong) ist ihm behilflich. Während Hoskins auf Isla Nublar stirbt, flüchtet Wu mit einigen Embryonen von Dinosaurier-Hybriden. Ein Indoraptor-Embryo könnte Teil davon gewesen sein.

Indominus rex sollte von Anfang an größer sein als der T. rex, damit die Zuschauer in Jurassic World (Park wie Film) eine beeindruckende neue Attraktion erhalten. Für den Krieg ist er weniger geeignet. So erklärt Vic im letzten Film:

Stell' dir den [Indominus rex] vor, mit einem Bruchteil seiner Größe - tödlich, intelligent, fähig, sich vor der neusten Militärtechnologie zu verstecken. Eine lebende Waffe, wie wir sie noch nie gesehen haben.

Vic hat hier unter anderem die Velociraptoren im Sinn und die Entwicklung des Indoraptors könnte diesem Gedankengang folgen. Er ist sozusagen das Schweizer Taschenmesser unter den Kriegs-Dinosauriern. Im Trailer zu Jurassic World 2 wird eine Versteigerung des oder der Indoraptoren gezeigt, mit Bietenden aus der ganzen Welt. Ein weiterer Hinweis auf die Nutzung der neuen Züchtung als Waffe.

Wie sieht der Indoraptor aus?

Der Indoraptor scheint etwas größer zu sein als normale Raptoren, aber wesentlich kleiner als der Indominus rex. Im letzten Trailer sehen wir ihn, wie er auf den Hinterbeinen läuft, seine langen Arme und das Design auf einer Softdrink-Büchse deuten an, dass er sich auf allen Vieren fortbewegen könnte, ähnlich wie eine Katze bei der Jagd (was ganz andere Kreuzungs-Ideen mit sich bringt). Im Gegensatz zu Velociraptoren besitzt er an jeder Hand vier Krallen, nicht drei. Diesen extra "Daumen" hat er mit dem Indominus rex gemein. Ein Raptoren-Element ist hingegen die Sichelkralle an den Hinterfüßen.

Hier seht ihr eine Ganzkörper-Ansicht bei einem Merchandise-Artikel:

Was beim Indoraptor auffällt: die schwarze Färbung und der goldene Seitenstreif. Verbunden mit den roten Augen wirkt er wie die Schurkenversion von Raptor Blue aus dem letzten Jurassic World-Teil, der ebenfalls einen Rennstreifen sein Eigen nennt. Im Trailer wird ein Kampf zwischen den beiden gezeigt.

Die furchteinflößendste Theorie zum Indoraptor

Wie kann der Mensch ein wildes Tier am besten für eigene Zwecke missbrauchen? Das bleibt der logische Haken von Vic Hoskins Plänen zur Militarisierung von Dinosauriern. Wie wäre es also mit einem nicht nur kleineren, wendigeren Wesen, sondern einem besonders intelligenten? Bei Screen Rant wird die Theorie ausgetüftelt, dass der Indoraptor auch auf menschlicher DNA aufbaut. Immerhin sind die Raptoren durch ihre menschenähnliche Intelligenz ikonische Bösewichte geworden (Stichwort: Türklinke). Sie besaßen schon in Jurassic Park von 1993 die Aura eines Slasher-Schurken.

Pläne für Mensch-Dino-Hybride gab es in einem frühen Drehbuchentwurf für Jurassic Park 4 und da die Jurassic World-Filme bestimmte Elemente verwenden, die diesem Drehbuch ähneln, sei es denkbar, dass auch die grässlichen Mensch-Dino-Hybride dazu gehören, zumindest in abgeschwächter Form. Furchteinflössend ist das vor allem, weil sich die Jurassic-Reihe damit immer weiter von ihrem ursprünglichen Verkaufsargument entfernen würde: den seit 65 Millionen Jahren verstorbenen Urzeitgiganten, die durch die Magie des Kinos wiederauferstehen. Sicher, jeder drittklassige Blockbuster kann heute Dinos per Computer zaubern, aber kein anderes Franchise ist so der Erhabenheit dieser Wesen verschrieben wie die Jurassic Park-Filme. Oder war es einmal.

Glücklicherweise handelt es sich dabei erst einmal nur um eine Theorie. Diesen Monat dürfte der dritte Trailer für Jurassic World 2: Das gefallene Königreich erscheinen. Dann werden vermutlich weitere Hinweise zum Plot gegeben, vielleicht auch was den Indoraptor angeht. Der lehrt in seiner Freizeit am liebsten kleinen Kindern das Fürchten. Ein waschechter Horrorschurke eben.

Mehr: Jurassic World 2: Der Indoraptor ist Kylos Lichtschwert - als Dino

Was haltet ihr von den Hybrid-Dinos in den Jurassic World-Filmen?

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