Der cineastische Computerspiel-Check

Lost Horizon

Lost Horizon
© Deep Silver
Lost Horizon

Mit Lost Horizon haben die Entwickler der Geheimakte-Serie ein Adventure ganz in der Tradition der Indiana Jones-Reihe veröffentlicht. Als britischer Abenteurer begibt sich der Spieler auf die Suche nach einem uralten Geheimnis, auf das es auch die Nazis abgesehen haben.

Die Story

Im Jahr 1936 schicken die Nazis Expeditionen in die entlegensten Winkel dieser Erde, um nach okkulten Waffen für die Verwirklichung ihrer wahnsinnigen Eroberungspläne zu suchen. Zufällig wird auch Fenton Paddock, ein ehemaliger britischer Soldat, glückloser Schmuggler und Held des Spiels, in ein Abenteuer um ein verborgenes Geheimnis hineingezogen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Nazis, der sich quer um den Globus erstreckt. Über Hongkong, Marokko, Berlin, Bayern und Indien führt die Reise schließlich in ein verborgenes tibetisches Kloster und zu einem uralten Geheimnis, welches das zukünftige Schicksal der Welt entscheiden könnte.

Wen die Story des Spiels jetzt an Indiana Jones erinnert, der hat schon eine sehr gute Vorstellung davon, was ihn bei Lost Horizon erwartet. Die Parallelen gehen sogar so weit, dass man Lost Horizon durchaus als inoffiziellen Nachfolger von Indiana Jones and the Fate of Atlantis bezeichnen kann. Das ist in diesem Fall als Kompliment zu verstehen, schließlich ist das LucasArts-Adventure eines der Klassiker des Genres. Neben starken Bezügen zu Jäger des verlorenen Schatzes und anderen Indiana Jones Abenteuern gibt es einige Parallelen zum utopischen Klassiker In den Fesseln von Shangri-La (der im Original auch Lost Horizon heist). In der Buchvorlage des Films erschuf Autor James Hilton im Jahr 1933 die mystische Stadt Shangri-La, auf die sich auch das Computerspiel bezieht.

Gameplay und Rätsel

Die Rätsel sind allesamt fair und lösbar. Mit etwas Logik und gesundem Menschenverstand sollten sie jedenfalls kein unüberwindbares Problem darstellen. Teilweise sind sie knackig und kompliziert, streckenweise aber auch zu naheliegend und einfach geraten.
Die gute Sprachausgabe mit vielen bekannten Sprecherstimmen macht Spaß und schafft eine filmreife Atmosphäre. Für die geskripteten Sequenzen des Films, in denen die Handlung vorangetrieben wird, gilt dies leider nicht. Sie sind meistens sehr statisch inszeniert und hätten um einiges dynamischer ausfallen können.

Die Optik

Das gesamte Spiel ist geprägt von liebevoll gestalteten Hintergründen, die abwechslungsreich mit vielen Details gestaltet wurden und wirklich exotische Abenteuerstimmung aufkommen lassen. Leider lässt sich das von den 3D-Animationen nicht sagen. Die 3D-Grafik wirkt etwas altbacken und die Animationen sind nicht besonders flüssig, was vor allem den Erzählfluss in den gescripteten Sequenzen stört.

Fazit

Lost Horizon ist zwar nicht der ganz große Wurf, Freunden von Abenteuerfilmen a la Indiana Jones und Quartermain, sowie Liebhabern klassischer Adventures sollte Lost Horizon aber auf jeden Fall einen Blick wert sein. Vor allem die Story muss den Vergleich mit den alten Indiana-Jones Klassikern nicht scheuen.

Lost Horizon ist unter anderem bei AMAZON erhältlich.

Zu guter letzt hier noch der Trailer zum Spiel:

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