Neu bei Netflix: Climax ist der krasseste Horrortrip des letzten Jahres

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Volontärin bei Moviepilot. Sozialisiert von Pippi Langstrumpf und 90er Jahre Anime. Immer auf der Suche nach packender, lustiger, schöner Filmmusik.

Erschöpft, ausgelaugt, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen - wer in dieser Verfassung einen Kinosaal verlässt, der hat entweder einen furchtbar langweiligen Film gesehen, der ohne Worte zurücklässt, oder eben ein Meisterwerk. Und Climax fällt definitiv in die Kategorie Meisterwerk. Dieses bringt Netflix nun zu euch nach Hause.

Eine Gruppe von Tänzern aus aller Welt feiert an einem abgelegenen Ort kurz vor dem Aufbruch zu einer Tournee durch die USA eine Party. Die gerät nach und nach außer Kontrolle, denn offenbar hat jemand LSD in die Sangria gemischt. Der unfreiwillige Drogentrip wird zum Horrortrip.

Climax ist eine abgefahrene Qual

Wer Gaspar Noé hört, der weiß, dass er einen Film bekommt, der an die Nieren geht. Denn unter anderem mit der Darstellung einer 10-minütigen qualvollen Vergewaltigung hat sich der Franzose in Irreversibel einen Namen als Skandal-Regisseur gemacht.

Auch Climax schockiert mit vielen Szenen, die an dieser Stelle natürlich nicht gespoilert werden. Doch Climax ist mehr als Schock, sondern verschafft seinen Zuschauern vielmehr einen ganz persönlichen Horrortrip.

Climax ist ein Drogentrip in die Hölle

Climax ist ein Erlebnis. Wir sehen den Figuren nicht nur beim Feiern, Unterhalten, Trinken und Tanzen zu, wir sind Teil davon. Wir folgen ihnen mit der Handkamera und sind damit stille Beobachter des Geschehens und gleichzeitig mittendrin.

Denn den Horrortrip der Figuren, machen wir als Zuschauer mit. Wir spüren, wie die Stimmung sich ändert, wie die Tänzer immer träger, verrückter, aggressiver, paranoider werden. Auch in uns beginnt es immer stärker zu brodeln.

Es wird alles zu viel: Der ständige Bass im Hintergrund, die schreiende Meute, die schockierenden Entscheidungen, die die Figuren treffen - das alles treibt den Puls hoch. Obwohl wir neugierig sind, wer die Drogen in die Sangria gemischt hat, wollen eigentlich nur eins: dass es endlich aufhört.

Climax saugt ein und fesselt

Climax ist eine Qual aber beeindruckend. Die Choreografien sind abgefahren, jeder einzelne Tänzer fantastisch. Wenn die Kamera aus der Vogelperspektive auf sie herunterfilmt und zeigt, wie sie ihr Talent zum Besten geben, wirken ihre Bewegungen mit der Musik hypnotisierend. Wir werden süchtig nach mehr.

Der Film saugt uns Zuschauer in den ersten Minuten in sich ein und lässt uns nach 90 Minuten vollkommen mitgenommen und ausgelaugt zurück. Gaspar Noés Werk ist von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselnd, mitreißend und körperlich spürbar. Wenn der Regisseur seine Geschichte auserzählt hat, fühlt es sich an, als hätten wir selbst einen Drogentrip hinter uns.

Das Ende ist befreiend. Es ist, als wären wir endlich runter von unserem persönlichen Horrortrip. Es hämmert nicht mehr im Kopf. Und während wir denken, "nie wieder Climax, einmal ist genug", ahnen wir bereits tief in uns drin, dass wir den Film mit dem Wissen, das wir am Ende haben, mindestens noch einmal sehen wollen.

Climax könnt ihr derzeit bei Netflix sehen. Immer wieder. Oder nur ein Mal.

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Ab 22. August im Kino!Good Boys
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