Phantastische Tierwesen 2: Erste Kritiker finden den Film "entzückend bis tödlich"

Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen
© Warner Bros.
Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen

Mit Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen steht der Kinostart des neusten Harry Potter-Spin-offs kurz bevor. Im englischsprachigen Ausland sind nach den ersten, überwiegend postitiven Reaktionen nun die ersten, ausführlichen Kritiken zum Fantasy-Streifen aufgetaucht. Diese zeichnen ein eher gemischtes Bild. Während einige Schreiberlinge wahre Magie in David Yates' neustem Eintrag des Wizarding World-Franchises sehen, geht anderen diese Begeisterung ab. Wir haben uns das derzeitige Stimmungsbild zum Streifen genauer angesehen.

Kritiken loben komplexe Charaktere und Effekte von Phantastische Tierwesen 2

Das Sequel fahre "bessere und zuweilen elektrisierende Effekte" auf, schreibt etwa Caryn James für The Hollywood Reporter über Phantastische Tierwesen 2. Gleichsam weist sie auf den "dunkleren Ton und risikoreichen Kampf zwischen Gut und Böse" hin, doch das beste seien die Charaktere, die sie "kraftvoller gezeichnet" sieht und die sich in "Beziehungen, die von entzückend bis tödlich" reichten, befinden würden.

Ähnlich sieht IGN-Autor David Griffin die "fesselnde" Ausarbeitung der Charaktere im Vergleich zum Vorgänger. Allerdings bekämen nicht alle dieselbe Aufmerksamkeit. "Fantastisch" seien vor allem Eddie Redmayne als Newt Scamander und Johnny Depp in der Rolle des titelgebenden Gellert Grindelwald.

Alonso Duralde von TheWrap findet zwar, dass Phantastische Tierwesen 2 genug Plot besitze, um eine "vierstündige Miniserie" anzutreiben. Ein Großteil des im Film zu Sehenden sei aber "oft aufsaugend und gewaltig." Lob bekommt auch Regisseur David Yates, der das mit dem Streifen "größer und komplexer" gewordene Universum von J.K. Rowling stets mit einem Spritzer "Sternenstaub" versehe. Die angeblich real wirkenden Emotionen seien es, welche die "wahre Magie" des Films führen würden, meint zudem Fionnuala Halligan von Screen International.

Zu Fan-bezogen und zu überladen sei Phantastische Tierwesen 2 laut negativen Kritiken

Während Phantastische Tierwesen 2 für die einen trotz seiner Plotfülle funktioniert, sehen andere diese narrative Reichhaltigkeit eher als Ballast. Olly Richard schreibt in seiner Kritik für Time Out etwa, dass der Film zwar "Wendungen und glorreiche Bilder" besitze, aber gleichzeitig "zu viel Plot, um sich wirklich zu erheben."

In eine ähnliche Richtung zielt auch Peter Bradshaw vom Guardian und spricht die aus seiner Sicht schwerwiegende Franchise-Orientierung des Leinwandabenteuers an, das im "Franchisedetail steckenbleibt." Gleichsam hebt der Kritiker ebenfalls Johnny Depp sowie Jude Law lobend hervor. Letzterer hat sich sehr ehrgeizig auf seine Rolle als jüngerer Albus Dumbledore vorbereitet.

Das Gewicht der großen Reihe liegt auch nach Ansicht von Empire-Autor Ian Freer auf dem Franchise, was sich wie "Wassertreten bis zu zukünftigen Kapiteln" anfühle.

Seitens A.A. Dowd von The A.V. Club hagelt es Kritik an Eddie Redmaynes Newt Scamander. Harry Potter sehe mit "all seiner Nettes-Kind-Unbestechlichkeit geradezu vierdimensional verglichen zu Redmaynes Angsthase Newt" aus. Er sei "eine unmöglich niedliche Seele mit wenigen erkennbaren Makeln oder gar besonders interessanten Charakterzügen."

Am 15.11.2018 startet Phantastische Tierwesen 2 in den deutschen Kinos.

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moviepilot Team
NeonFox Alexander Börste
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