Shazam! ist eine Sternstunde des DCEU

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Volontär beim Moviepilot. Betrachtet das Leben in 2.35:1 und hat in Programmkinos aufgrund der freien Platzwahl Angst vor einem Kontrollverlust.

Achtung, Spoiler zu Shazam!: Seit dem 04.04.2019 läuft Shazam! in den deutschen Kinos und strapaziert die Lachmuskeln der Zuschauer. Dabei sind diese das vom DCEU gar nicht gewohnt. Nachdem Wonder Woman und Aquaman erstmals Spaß-Terrain betreten haben, stellt Shazam! nun den mit Abstand witzigsten DC-Film dar.

Das Leinwanddebüt des ungewöhnlichen Titelhelden, der in der Comic-Vorlage früher noch Captain Marvel hieß, hat aber nicht nur treffsichere Gags am Fließband, sondern auch jede Menge Herz, und das sind längst nicht alle Stärken des Films. Unsere Moviepilot-Kollegen von der Videoredaktion haben die fünf größten Pluspunkte von Shazam! ergründet, und da sie damit voll ins Schwarze treffen, wollen wir euch diese nicht vorenthalten.

Die Pflegefamilie von Billy Batson rührt zu Tränen

Viele Witze verrieten ja bereits vorab die Trailer zu Shazam! Doch der vielleicht größte Triumph des DC-Ablegers sollte sich erst im Endprodukt auf der Leinwand zu erkennen geben. Hauptfigur Billy Batson (Asher Angel) wird nämlich in einer Pflegefamilie untergebracht und die ist nicht bloßer Sidekick, sondern viel mehr: Billys neue Geschwister bilden die Seele des Films.

Ob der an Krücken gehende Comic-Nerd Freddy (Jack Dylan Grazer) oder die niedliche kleine Darla (Faithe Herman), alle von ihnen leisten ihren wichtigen Betrag und sind greifbare Figuren. Dass Billy seine richtige Familie längst gefunden hat, wird speziell gegen Ende deutlich, als er endlich seine Mutter findet. Diese lehnt ihn ab, ein herzzerreißender Moment, in dem Billy schließlich seine wahre Zugehörigkeit erkennt.

Der Bösewicht ist der Hammer

Mark Strong spielt den Schurken des Films. Mit bösen Buben kennt sich der Schauspieler bestens aus, vertrat er die dunkle Seite schon in Filmen wie Sherlock Holmes oder Kick-Ass, mit seinem Dr. Thaddeus Sivana setzt sich Strong jetzt auch ein Denkmal im DCEU. Shazams Widersacher ist nämlich eine verdammt interessante Figur.

So lernen wir sein jüngeres Ich schon in der Eröffnungsszene kennen und können seine Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Die Dynamik zwischen Sivana, der auf der Suche nach Anerkennung ist, und Billy Batson, der nie eine richtige Familie hatte, sorgt für jede Menge Spannung. Besonders originell: Die sieben Todsünden, die Sivana in Form von mächtigen Dämonen zur Seite stehen.

Die Easter Eggs lassen Fans Freudensprünge machen

Obwohl es in der Geschichte von Shazam! keine direkten Überschneidungen mit den bisherigen DCEU-Titeln gibt, lassen sich an allen Ecken und Enden Querverweise auf das Universum finden. Manche sind offensichtlicher (der überraschende Superman-Cameo), während andere vor allem Hardcore-Fans erfreuen dürften (Aquamans Logo auf dem T-Shirt von Billys Quasi-Bruder Freddy).

Nicht nur Comic-Kenner kommen auf ihre Kosten, auch die Popkultur bekommt ihre Momente. So wird der aus Rocky bekannte Song Eye of the Tiger ganz sicher nicht zufällig auf den Stufen vor dem Philadelphia Museum of Art eingespielt. Kurzum: Die Easter-Eggs sind in Shazam! nie zu dick aufgetragen und machen dafür umso mehr Laune.

Shazam! hat eine großartige Message

Man traut es einem so leichtgängigen Superhelden-Blockbuster gar nicht zu, aber in Shazam! steckt jede Menge Herz und sogar eine tiefe Botschaft. Protagonist Billy ist nämlich so gar keine Heldenfigur. Der Junge klaut Polizeiautos, ist an der Schule ein Außenseiter und körperlich ziemlich schmächtig. Mit seiner neu erlangten Superkraft kann er sich jedoch jederzeit mit dem Ruf "Shazam!" in einen großgewachsenen Superhelden verwandeln.

Auch wenn er das anfangs noch dazu benutzt, um Alkohol zu kaufen, lernt Billy schnell, dass er Verantwortung übernehmen muss und mit seinen Kräften den Menschen helfen kann. Shazam! transportiert mit viel Feingefühl die Botschaft, dass es wichtig ist, sich für andere einzusetzen und nicht nur an sich selbst zu denken.

Der Held ist etwas völlig Neues

Nicht zuletzt wäre da noch der Titelheld selbst. Captain Marvel, beziehungsweise jetzt Shazam, schlägt im DCEU eine völlig neue Note an. Und hinter diesem supermächtigen Lebensretter steckt eigentlich nur ein kleiner Junge. Vor allem kommt dieser aber so anders daher als die schwermütigen Griesgrame Batman und Superman aus Man of Steel und Co. Und probierte sich Justice League noch kläglich daran, ebenfalls eine eher lustige Richtung à la Marvel einzuschlagen, hat das Shazam! gar nicht nötig. David F. Sandbergs Film hat ein ganz eigenes Rezept gefunden, und das schmeckt hervorragend.

Was gefällt euch an Shazam! am besten?

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Ab 22. August im Kino!Good Boys
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