So erklärt Steven Spielberg die 80er-Jahre-Nostalgiewelle in der Popkultur

Stranger Things
© Netflix
Stranger Things

Steven Spielberg steht wie kein andere Filmemacher für die 1980er Jahre. E.T., Indiana Jones, Zurück in die Zukunft und Gremlins sind nur wenige der populären Filme und Filmreihen, an denen er beteiligt war. Aus diesem Grund gibt es auch keinen besseren Regisseur für die Verfilmung von Ernest Clines 80er-Popkultur-Huldigung Ready Player One, die bewusst auf der aktuellen Nostalgiewelle - die unter anderem auch die Erfolgsserie Stranger Things hervorbrachte - reitet. In einem Q&A bei der Australien-Premiere seines neuen Blockbusters hat Steven Spielberg nun erklärt, warum das neonfarbene Vokuhila-Jahrzehnt derzeit so angesagt ist (via Mashable).

"Wir sind so nostalgisch für die 80er, weil es ein stressfreies Jahrzehnt war. Alles war so harmlos: Der Style, die Musik. Es war großartig - Duran, Duran, Van Halen ....", erklärt der Regisseur, der seinen Film neben dem Score von Alan Silvestri (komponierte schon die Musik zu Zurück in die Zukunft) auch mit Songs eben jener Bands würzte.

"Damals gab es Ronald Reagan - wir hatten einen Schauspieler als Präsident, der sich tatsächlich ausdrücken konnte und der Sinn machte. Selbst für mich als Demokraten", fügt Steven Spielberg noch mit leicht verklärtem Blick und einem dicken Seitenhieb auf Donald Trump hinzu. Den Grund für den enormen Nostalgieschub sieht er also vielmehr in den Problemen der heutigen Zeit verankert: "Ich glaube, dass wir derzeit spüren, dass es Zeiten in der Vergangenheit gab, die wir uns aufgrund der aktuellen Vorgänge in der Welt zurückwünschen - zumindest diejenigen, die in den 80er Jahren schon lebten."

Aber natürlich ist Ready Player One nicht nur ein Film für die Kinder der 80er, sondern vor allem auch ein Film für die Kinder der Jetztzeit. Warum auch diese sich so sehr für die Vergangenheit begeistern können, ergründet der Filmemacher ebenfalls: "Selbst diejenigen, die in den 80ern noch nicht geboren waren, können sich aufgrund von Social Media, YouTube und Google in diese Zeit hineinversetzen - die 70er und 80er sind so zugänglich heutzutage."

Ready Player One spielt in einer Zukunft, in der die Welt durch Überbevölkerung, Ressourcenmangel und wirtschaftliche Rezession am Abgrund steht. Die Menschen leben in gigantischen Slums und flüchten sich in die virtuelle Realität OASIS. So auch der junge Wade Watts (Tye Sheridan), der sich innerhalb dieser Welt auf eine Schnitzeljagd voller Popkultur-Referenzen begibt. Ab dem 05.04.2018 könnt ihr euch Ready Player One in den deutschen Kinos anschauen.

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