Stirb langsam haben wir einem verrückten Zufall zu verdanken

Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben
© 20th Century Fox
Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben

Stirb langsam ist einer der größten Meilensteine des Hollywood-Actionkinos. Und hätte Drehbuchautor Jeb Stuart nicht einen wahnwitzigen Autounfall gehabt, in dem auch eine Kühlschrankbox nicht unbeteiligt war, hätten wir Bruce Willis vermutlich nie als blutüberströmten John McClane bewundern dürfen, sondern stattdessen Frank Sinatra. Wie Cinema Blend berichtet, hat der Autor Brian Abrams kürzlich ein E-Book mit dem Titel Die Hard: An Oral History veröffentlicht, das detailliert die Entstehungsgeschichte des Films aufdeckt, und die lautet so:

Bekannterweise war Stirb langsam zunächst als sehr direkte Adaption eines Thriller-Romans mit dem Titel Nothing Lasts Forever von Roderick Thorp konzipiert, in dem ein alternder Polizist gemeinsam mit seiner erwachsenen Tochter in eine Geiselnahme in einem Hochhaus verwickelt wird. Drehbuchautor Jeb Stuart wurde jedoch eines Abends in einen Streit mit seiner Ehefrau verwickelt. Prompt verließ er das gemeinsame Haus, setzte sich in sein Auto und raste davon. Dann fiel aus dem Wagen vor ihm plötzlich eine Kühlschrankbox auf die Fahrbahn, glücklicherweise ohne Kühlschrank drin. Dieses Ereignis lieferte Stuart den entscheidenden Inspirationsfunken:

Es geht nicht um einen 65-jährigen Mann, dessen 40-jährige Tochter von einem Gebäude geworfen wird. Es geht um einen 30-jährigen Typen, der sich bei seiner Frau hätte entschuldigen sollen, als schlimme Dinge geschehen.

John McClane wäre in Stirb langsam also beinahe von einem deutlich älteren Schauspieler verkörpert worden und hätte ein tragisches Ende gefunden, was durch den rühmlichen Einsatz der Kühlschrankbox noch verhindert werden konnte. Frank Sinatra kommt in die Gleichung, weil die Vorlage Nothing Lasts Forever der Nachfolger von Thorps Roman Der Detektiv ist, in dessen Verfilmung Sinatra den namensgebenden Detektiv Joe Leland spielte. Daher war er auch für das Sequel die ursprüngliche Wahl. Aus Joe Leland wurde John McClane, der statt von einem charismatischen Sänger mit Engelsstimme von einem TV-Schnüffler gespielt wurde.

Die Namensänderung von Nothing Lasts Forever/Alles ist vergänglich zu Die Hard/Stirb langsam ist übrigens auf den Produzenten Joel Silver zurückzuführen, denn ursprünglich war letzterer Titel für ein Skript von Shane Black gedacht. Daraus wurde später Last Boy Scout, ebenfalls mit Bruce Willis in der Hauptrolle.

Stirb langsam 6 befindet sich derzeit in Entwicklung und ist als Prequel angedacht, in dem ein jüngerer John McClane gerade seinen Dienst bei der Polizei von New York antritt.

Hätte euch ein Stirb langsam mit Frank Sinatra ebenfalls gefallen?

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