Weinstein Company geht in Insolvenz - Was wird aus den Serien?

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© Paramount
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Am Montag meldete The Weinstein Company Insolvenz an. Das berichtet Variety. Die Bankrotterklärung findet vor dem Hintergrund der Vorwürfe der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs gegen Mitgründer und Produzent Harvey Weinstein statt, von denen die New York Times erstmals im Oktober vergangenen Jahres berichtete. Die im texanischen Dallas beheimatete Investmentfirma Lantern Capital kümmert sich auf Anliegen des Vorstands nun um den Verkauf des Filmstudios und Verleihers und bietet hierfür Geldmittel in Höhe von 424,5 Millionen US-Dollar (310 Millionen Dollar Bargeld sowie angenommene 114,5 Millionen Dollar für Verpflichtungen gegenüber Fernseh- und Filmprojekten) an.

Unterdessen stellt sich die Frage, was nach dem Aus der Weinstein Company aus den noch ausstehenden Projekten wird, an denen die Firma beteiligt war. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass sich das Unternehmen mit einem neuen Besitzer neu organisiert und daraufhin weiterproduziert. The Wrap hat sich die Situation einiger noch ausstehender Projekte näher angesehen. So werde etwa die 2. Staffel von Historys Navy SEAL-Serie Six unabhängig von der Weinstein-Insolvenz zurückkehren. Denn um die Produktion kümmerten sich demnach die hauseigenen A+E Studios. Anders sehe es dagegen bei der Reality TV-Modeshow Project Runway - Designer gesucht! von Lifetime aus, deren Zukunft in der Schwebe sei. Demnach warte man bei den zum Lifetime-Network gehörenden A+E Studios ab, wie sich der Bankrott-Prozess entwickle. Aktuell sind noch neue Folgen zu sehen und eine weitere Staffel ist bereits abgedreht.

Nachdem die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein bekannt wurde, distanzierten sich bereits einige Networks von der Weinstein Company. So verpasste Viacom dem Paramount Network erst im Januar mit der Miniserie Waco einen Neustart - das Kriminaldrama wurde unter dem Dach der Weinstein Company entwickelt und produziert. Allerdings wurde Weinsteins Name als Ausführender Produzent entfernt. Dessen Firma produzierte zudem die Drama-Serie Yellowstone, welche weiterhin ihre Premiere im Juni bei Paramount begehen soll. Mit David O. Russells unbetitelter Drama-Serie sowie Matthew Weiners The Romanoffs arbeiteten auch die Amazon Studios mit der Weinstein Company zusammen. Während Russells Projekt, für das bereits zwei Staffeln vorgesehen war, komplett gecancelt wurde, übernahm Amazon die volle Kontrolle über The Romanoffs, der neuen Serie des Mad Men-Schöpfers. Weiterhin geplant ist zudem die Veröffentlichung der 3. Staffel der Horror-Serie Scream aus dem Hause MTV. Unterdessen wird die VH1-Reality-Serie Mob Wives nicht mehr erscheinen.

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