DeDavid

DeDavid aus Goslar heißt David E., ist 26 Jahre alt. Er hat sich auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 4911 Filme bewertet und legendäre 224 Kommentare geschrieben. Hat früher auch hier ein wenig geschrieben: http://www.drei-cineasten.blogspot.de Goodreads: https://www.goodreads.com/user/show/31690630-dedavid Myanimelist: https://myanimelist.net/profile/MrTastyBurger Rateyourmusic: https://rateyourmusic.com/~System_of_a_David IMDb: https://www.imdb.com/user/ur32744301/ratings Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCrq0Y0F5_Dyp1FBeJwqr9fg?view_as=subscriber Smother the demons! Mehr


Filme, die DeDavid mir empfehlen würde

Filme, die DeDavid hoch bewertet hat und die du wahrscheinlich noch nicht kennst.

Farewell to Dream Farewell to Dream Japan · 1956
Oslo, 31. August Oslo, 31. August Norwegen · 2011
Harakiri Harakiri Japan · 1962

Alle Filmempfehlungen von DeDavid

Gästebucheinträge

  • Hey,

    ich hab mir vor kurzer Zeit erneut "Ninja Scroll" angeschaut (den ich toll finde) und auf dessen DVD war ein Interview aus den 2000ern mit dem Regisseur drauf. In dem Interview wurde u.a. über den allgemeinen Trend im Anime-Bereich gesprochen, dass immer mehr CGI eingesetzt wird, der Trend verstärkt in Richtung TV-Serien geht, dafür umso weniger Kinofilme und OVAs entstehen. Gerade letzteres finde ich echt schade, da ich super gerne die OVAs der 80er/90er schaue, mir dort auch auf gut Glück sehr unbekannte ausleihe / kaufe und mich einfach diese Zeit interessiert. Gleichzeitig habe ich mit einigen neueren populären Anime sehr schlechte Erfahrungen gemacht, aber vielleicht schaue ich mir einfach die falschen an.

    Du kennst dich ja ziemlich gut mit Anime aus und hast sowohl viele ältere als auch neuere gesehen. Wie ist deine Meinung zur Entwicklung des Mediums? Ist das vielleicht nostalgische Verklärung meinerseits und es hat sich an der allgemeinen Qualität gar nicht so viel getan? Oder sind Anime vielleicht sogar besser geworden, der Markt breiter und vielfältiger?

    Finde die Thematik ziemlich spannend und würde mich über deine Einschätzung freuen.

    • Hey,

      ein paar Worte zu der "Witcher"-Serie würden mich sehr interessieren. ;)

      Gruß
      Christopher

      • Wenn dir das gefallen hat, dann solltest du THEY ALL LAUGHED von Bogdanovich sehen, da kultiviert er das Nichtpassieren seiner Geschichte zu einem wunderbaren Moment einer Kinounschuld, das nur von Beobachtungen und Verfolgungen seiner Figuren zehrt und dadurch den Blick freilegt auf kleine Gesten und Bewegungen seiner Darsteller, die etwas wunderbares innehaben, das ihnen eigen ist.

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        • Den ersten Sätzen würde ich voll und ganz zustimmen. Das deckt sich auch mit meinen Gefühlen, dass Figuren hier wirklich zum Abschuss freigegeben werden und Sonny ist in TEXASVILLE schlichtweg keine gut erzählte Figur, wirkt eher wie ein Fremdkörper. Bogdanovich gab ja auch zu Protokoll, dass er sich den Film ganz anders vorgestellt hatte. Aber ja: Der hat in seiner Beiläufigkeit auch seine Momente, wo er beherzt die Atmosphäre einer Kleinstadt einatmet und auch die komische Verlorenheit, die seine Figuren zeichnet.

          • Krasser Typ. Schaust du einfach so viele coole Filme hintereinander. BTW: Texasville gibt es auf Dailymotion zu sehen. ;)

            • Wobei der ja auch in seinem Kommentar schon sehr treffend sagt, was man von dem Film erwarten kann und vor allem, was er nicht ist: Ein Film im Geiste des Vorgängers. Das hat mir wahrscheinlich Probleme bereitet und auch falsche Erwartungen geschürrt. Meine Gedanken dazu aus meinen Notizen: Bogdanovichs Beobachtungen sind in dem Fall eher überzeichnet, ulkig denn tragisch. Die Figur (von Bridges) ist im Zentrum, aber nichts bewegt sich. Es ist ein Film der Stagnation, der zusammenführt, nachdenkt, aber in dem auch wirklich selten etwas handfestes passiert. Der Film plätschert vor sich hin, ist ein seichter Rückblick, in dem gegen Ende sich dann auch eine gewisse Wehmut einstellt. Zum Großteil bleibt dieser Film aber beobachtend, fast schon statisch den Figuren folgend, die einfach weitermachen. Zärtliche Einzelmomente gelingen Bogdanovich, ansonsten bleibt der Film in all seiner Bodenhaftung dann doch recht unmotiviert und trocken, Sam Bottoms Rolle wird auf ein Minimum reduziert, seine Figuren zum Abschuss bereitgegeben und recht schablonenhaft skizziert. Das tut ein bisschen weh zu sehen. Ich fand den enttäuschend.

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              • Kwyjibo 26.01.2020, 17:03 Geändert 26.01.2020, 17:07

                "DeDavid ignoriert jetzt Weathering With You"

                Echt, gar kein Bock drauf? Findest du Shinkai so schlimm? ^^

                Aber schön, dass dir "One Cut of the Dead" einigermaßen gefallen hat. :)

                • »DeDavid ignoriert jetzt Booksmart.«
                  »DeDavid ignoriert jetzt Hustlers.«
                  »DeDavid ignoriert jetzt 6 Underground.«

                  Ehrenmann.

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                  • Das ist eine schwierige Frage, also die mit den Darstellern. Die funktionieren schon in ihren Rollen. Bei Kristjan würde ich am ehesten beklagen, dass die Rolle nur ein klischiertes Abziehbild eines verführerischen Call-Boys ist, das möglichst dadurch gebrochen werden soll, dass er ein belesener Kunstkenner ist. Aber die Figur wirkte nie echt, sondern immer künstlich (passt aber auch zur Intention des Films...). Für mich mutete die Konstruktion der Figur aber eher absurd an. Ich kann aber auch wenig mit der Figur selbst anfangen, die den Film für mich auch aus dem Gleichgewicht bringt.

                    Den Hauptdarsteller fand ich interessant. Ich weiß nicht, ob er wirklich allzu talentiert ist (also in Relation zu dem, was der Feuilleton über seine Leistung schreibt) , weil seine Rolle ja auch sehr physisch begriffen wird (mit dem kahlen Kopf und dem Muttermal) und sein Blick oft etwas von oberflächlichen Glotzen hatte, manches fand ich vom Spiel also zu dick aufgetragen, aber er funktioniert und wirkt in den Rahmen des Films . Wäre jetzt so mein Urteil.

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                    • Ach, in meinem Kino hier in Berlin waren ausnahmsweise sogar mal 9 Menschen im Kinosaal. Sonst sitze ich da bei solchen Filmen (Wintermärchen, Luz) immer alleine. :-D

                      Ich verweise einfach mal auf meine Notizen zum Film, die das erklären sollten:
                      Besonders zu Beginn löste dieser Film Beklemmung bei mir aus, wenn er seinen Protagonisten in der Fleischerei arbeiten lässt, seine Panikattacken observiert und ihn sein unbehagliches, giftgrünes Heim führt. Diese Intensität verwässert sich im Mittelteil des Films, wenn der Film sich besonders intellektuell verweisend geben möchte, über Kunst und Kultur schwadroniert wird durch eine Liebhaber, aber von der Psyche seines Protagonisten weggeführt wird. Das Debüt von Gregor Schmidinger ist ein Film auf den Fußstapfen von Gaspar Noe, der gerade hinsichtlich der Thematik und der visuellen Umsetzung, die nahezu expressionistisch ist, Pate gestanden haben muss.

                      Es geht um eine Selbstfindung des Protagonisten, seiner Ängste und seiner Sexualität, die in einer surrealen Welt enden, die verstörend ist und mit Ideen nicht geizt. Der Film ist in seinen besten Momenten ein eindringliches Erleben eines Zustandes, ein Durchdrungen werden von extremen Bildern, die irritieren, die mit Energie und Symbolik aufgeladen sind, in seinen schlechteren Momenten erklärt sich der Film selbst (Dionysis), beackert plakativ und am Ende doch etwas zu vage und diffus sein Thema, denn gefühlt endet der Film abrupt in der Findungsphase seines Protagonisten, auch die Andeutung, dass mal wieder eine Figur nur Traum gewesen sein soll, also hier ein Fall von Schizophrenie vorliegt, empfand ich am Ende als sehr platt. Aber das Performative , also der Sog, der durch das Audiovisuelle erreicht wird, das mochte ich, wesentlich mehr als wenn der Film mir was erzählen wollte und dann doch recht schnell fadenscheinig und banal wird. Angefangen, aber nicht zu Ende gedacht.