Zu Listen hinzufügen

Killing Them Softly

Killing Them Softly (2012), US Laufzeit 97 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 29.11.2012


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
6.2
Kritiker
49 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.2
Community
3522 Bewertungen
252 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Andrew Dominik, mit Brad Pitt und Scoot McNairy

In Killing Them Softly spielt Brad Pitt einen Troubleshooter für die Mafia. Der Regisseur von ‘Die Ermordung des Jesse James’ verfilmt hier den Roman Cogan’s Trade von George V. Higgins.

Jackie Cogan (Brad Pitt) ist das, was man in Fachkreisen einen Point Man nennt. Er stellt die Weichen für eine angemessene Bestrafung, wenn die strengen Regeln des Mob gebrochen wurden; im Extremfall bedeutet dies die Exekutierung der Delinquenten. Man könnte diesen Ansatz sogar als einigermaßen human bezeichnen, denn das Ziel lautet: Killing Them Softly. Cogans Vorgehensweise ist immer darauf bedacht, schnell und ohne zu viel Staub aufzuwirbeln, wieder den alten Status Quo herzustellen. Cogan geht dabei analytisch präzise und effizient vor, doch vor allem ist mit ihm nicht zu spaßen.

Hintergrund & Infos zu Killing Them Softly
Killing Them Softly (AT: Cogan’s Trade) stellt die zweite Zusammenarbeit von Andrew Dominik (Chopper) und Brad Pitt nach dem umfeierten Spätwestern Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford dar (u.a. stand eine Nominierung für den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig 2007 zu Buche). Seine Premiere feierte Killing Them Softly 2012 in Cannes, wo der Film auch im Wettbewerb um die Palm d’Or stand.

Die in Mob-Kreisen angesiedelte Geschichte von Killing Them Softly basiert auf dem Roman Cogan’s Trade aus dem Jahre 1974, geschrieben von Andrew V. Higgins, und liefert mit Nebenrollen u.a. für Ray Liotta (GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia) und James Gandolfini (Die Sopranos) die üblichen Verdächtigen im Mafia-Milieu. Regisseur Andrew Dominik erweiterte diese Geschichte um zahlreiche Verweise auf die aktuelle US-Politik.

Auch wenn der Titel es nahe legt, The Fugees haben keinen Song zum Soundtrack von Killing Them Softly beigetragen. (EM)

  • 37795279001_1982371035001_th-50add5d8e4b05e8ae10fed78-590065940001
  • 37795279001_1911282182001_th-5080f60c42dab0e4d5a7a2ad-1206954756001
  • Killing Them Softly
  • Killing Them Softly
  • Killing Them Softly

Mehr Bilder (21) und Videos (6) zu Killing Them Softly


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Killing Them Softly
Genre
Actionfilm, Heist-Krimi, Kriminalfilm, Thriller
Handlung
Auftrag, Auftragskiller, Auftragsmord, Bestrafung, Beute, Diebstahl, Entschuldigung, Ermittlung, Explosion, Gewalt, Mafia, Mafiaboss, Mord, Morddrohung, Organisierte Kriminalität, Poker, Rache, Roman, Schlägerei, Turnier, Verfolgung, Vergeltung, Waffengewalt, Überfall
Stimmung
Spannend
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Wild Bunch/Central Film
Produktionsfirma
1984 Private Defense Contractors, Annapurna Pictures, Chockstone Pictures, Inferno Distribution, Inferno Entertainment, Plan B Entertainment

Kritiken (42) — Film: Killing Them Softly

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
3.5Schwach

Ein langweiliger, leerer Film, mit selbstbesoffenen Musikmontagen und flachen Ideen gespickt, um Bedeutung bemüht und doch nur platt und öde.

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

[...] "Killing Them Softly" ist Andrew Dominiks dritte Regiearbeit und nach "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" seine zweite Zusammenarbeit mit Brad Pitt. Wie schon bei seinen vorangegangenen Filmen hat sich auch Dominik selbst dem Drehbuch gewidmet, wobei es sich auch hierbei wieder um die Adaption eines Buches – hier "Cogan’s Trade" von George V. Higgins – handelt. In Anbetracht der Geschichte selbst ist es allerdings fast verwunderlich, dass man auf die Idee gekommen ist, den Roman zu verfilmen, denn die knapp zweihundert Seiten umfassende Geschichte ist objektiv betrachtet mehr als einfach gestrickt. Allerdings, das muss man dem Film zugutehalten, gefällt Brad Pitt als harter Hund mal wieder außerordentlich gut und gibt eine interessante Interpretation des Auftragskillers, der "lieber sanft tötet". [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
4.5Uninteressant

Tja, da ich das gerade nicht anders erklären kann, bewegen wir uns mal im Pokerbereich:
- Ich habe AK off suit.
- Ich: Raise.
- Dahinter: Re-raise.
- Ich: Call. (starke Hand, kein Thema).
- Flop.
- 9, 5, 3, Rainbow.
- Ich: Bet, 3/4 Pot.
- Er: Call.
- Turn: J.
- Ich: Check.
- Er: Check:
- River: 10.
- Ich: Bet.
- Er: Raise.
- Ich: Bin geschlagen.

So ist das: Super Hole Cards, das Board macht dicht kaputt. That's Poker.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 64 Antworten

vanilla

Antwort löschen

sehr interessanter Vergleich, hat mir gut gefallen. Auch wenn ich den Film nicht so schlecht empfunden habe.


JackoXL

Antwort löschen

Dank dir. Ich konnte dem echt nicht viel abgewinnen.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

Kommentar löschen
5.0Geht so

[...] »Killing Them Softly« ist zwar eine klare Enttäuschung, aber keine Katastrophe, denn die Atmosphäre stimmt und die gewisse Symbolik, die sich vom Gangsteralltag auf die politische Bewegung projizieren lässt – Wer die Pistole zieht, der drückt auch ab, Schläge werden ausgeteilt, aber nicht eingesteckt – machen den Film auf seine Art doch noch erträglich. Auch wenn sich Dominik der Gewaltästhetisierung nicht gänzlich entzieht und Kopfschüsse mal in Zeitlupe festhält, damit das Blut auch Tropfen für Tropfen in Richtung Kamera streut, bleibt »Killing Them Softly« ein Film, in dem die mäßigen bis soliden Dialoge Oberhand gewinnen. Shootouts gibt es keine und Action erst recht nicht. Letztlich ist das alles zu wenig, aber immer noch genug, um nicht wirklich den herzlosen Gnadenstoß erteilt zu bekommen, die Aussage des Filmes bleibt simpel und erlaubt keine tiefere Auseinandersetzung mit dem eigentlich bedeutungsvollen Kern: Pragmatismus gibt es überall. Punkt.

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Die sehr gute Cast rettet den Film der eher durch Geschwätzigkeit, denn wirklich fundierte Dialoge besticht und wohl so viel mehr will, als er letztlich abliefert. Klar es gibt Highlights und Brad Pitt im Dialog mit tranigen Auftragskillern und buchhalterischen Mittelmännern hat einen gewissen Charme. Aber die omnipräsenten Politreferenzen die sich nie zu einem wirklich gelungenen Ganzen verdichten und der Eindruck das die Vergleiche die der Film zieht nicht nur hinken sondern auf einem Rollbrett umherkriechen, vergällt einem den Spaß den diese Story machen könnte, wenn sie etwas weniger überambitioniert erzählt wäre.

Und dafür das im Endeffekt auch nichts passiert das tatsächlich interessiert, nimmt sich der Film an vielen Stellen einfach zuviel Zeit, während einem die Musikauswahl so derb auf die Zwölf gibt, das sie auch von einem Panorma-Redakteur stammen könnte der immer noch Berichte über die Finanzkrise mit "Money Money Money" unterlegt.

Wären nicht die wirklich tollen Schauspieler, würde Killing them Softly total abstürzen, aber die durch die Bank tollen Akteure halten dann doch oft das Interesse wach, einfach weil es Spaß macht ihnen zuzusehen und weil sie soviel besser sind, als die Dialoge die sie sprechen müssen.

Als Fazit bleibt ein ansehbarer Gangsterfilm, der aber weder in seine Lakonie noch in seiner Derbheit irgendwelche neuen Akzente setzt und bei allen Qualitäten doch deutlich im Schatten älterer und besserer Werke steht.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Killing Them Softly ist ein reisserischer und fieser Film Noir, der sich mit seinem Einfallsreichtum von hinten überfällt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Killing them Softly bietet einige einfache, brutale Lacher, einige härtere und hin und wieder findet er einen Weg, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Unterm Strich ist Killing Them Softly jedoch eine milde Enttäuschung ob der hohen Erwartungen, ist er doch 'nur' eine weitere grimmige Gangsterballade [...] allerdings scheitert Dominik auf höchstem Niveau.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg Schiffauer: ray Jörg Schiffauer: ray

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Doch mit einer Klassifizierung als reine Genrearbeit [...] wird man Killing Them Softly nicht gerecht. Denn Dominiks Inszenierung verwebt von Anfang an den Plot eines typischen Noir Krimis mit einer gesellschaftspolitischen Komponente, ohne dabei die Spannungsbögen auch nur im Geringsten zu beeinträchtigen.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Robert Cherkowski: Schnitt Robert Cherkowski: Schnitt

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Ein wenig gleicht Dominiks Ganovenstück einer der Kugeln, die Cogan in einer Schlüsselszene im strömenden Regen auf eines seiner Opfer abfeuert. Das Ziel mag ein einfaches und die Motive niederträchtiger Natur sein und doch folgt man fasziniert ihrem Flug und ihrem gewaltigen Einschlag.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmering: Filmering.at

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Killing Them Softly ist auf der einen Seite ein klassisches B-Movie, wird aber auf der anderen Seite mit einer grimmigen Gesellschaftskritik und einer fabelhaften Inszenierung aufgewertet. Dank den grandiosen Dialogen und zahlreichen wunderbaren Regiekniffen, hinterlässt der Film bereits früh gewaltig Eindruck. Allerdings wird Killing Them Softly wohl nicht ganz so stürmisch die Herzen erobern wie der wärmere Drive (der ebenfalls eine simple Genrestory mit einer künstlerisch ambitionierten Inszenierung verbindet). Dennoch ist der Film sehr empfehlenswert und zeigt welche Möglichkeiten sich im Genrekino verbergen.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

Kommentar löschen
2.5Ärgerlich

Ein schmuddeliger, angeberischer, schonungslos gewalttätiger und absolut sinnloser Haufen Müll trägt den Namen Killing them Softly.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Jek-Hyde

Antwort löschen

Ja, denn Kapitalismus tötet uns auch softly.


Kyle Smith: New York Post Kyle Smith: New York Post

Kommentar löschen
5.0Geht so

Ich hätte vielleicht den langsamen Anfang vergeben können, hätte es nicht so einen langsamen Mittelteil und langsames Ende gegeben.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Nichts an Killing Them Softly ist übermäßig gefühlsbetont; es ist ein stylischer Thriller, den es sich lohnt, anzuschauen – trotz schonungsloser Gewalt – wegen seinen pointierten Dialoge, faszinierenden Aufnahmen und draufgängerischen Darstellungen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Während die Überdosis von Nihilismus von Killing them Softly nicht jedem gefallen mag, ist dies ein Beispiel dafür, wie es effizient und effektiv gemacht werden kann.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Dominik weiß wie man eine atemberaubende Szenerie entwirft. Sein Wille mehr zu erreichen ist ermutigend, auch wenn es nicht immer erfolgreich ist.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

K. Longworth: Village Voice K. Longworth: Village Voice

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Von der ersten Szene an hat Dominik wenig Probleme damit seine Geschichte durch Bilder mit Tiefe und Potenzial auszustatten. Aber seine Wahl der Geräuschkulisse ist, sachlich ausgedrückt, absolute Scheiße.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Dem Drehbuchautor-Regisseur ist so viel daran gelegen, die Parallelen zwischen wirtschaftlichem Verfall, politischer Enttäuschung und unbedeutenden Kriminellen deutlich zu machen, dass es dabei nichts Weiches oder Subtiles zu entdecken gibt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Brad Pitt war nie besser! [...] Killing Them Softly ist vielleicht kein so großes Meisterwerk wie Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, aber auf jeden Fall gibt es keine Szene in dem Film, bei der Andrew Dominik nicht sorgfältig auf Kamerawinkel, Sound, Optik etc. geachtet hat.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

XN01691

Antwort löschen

"Brad Pitt war nie besser!"
Also ich finde, daß Kollege Pitt z.B. in "Kalifornia" oder "12 Monkeys" schauspielerisch schon wesentlich besser abgeliefert hat. DIESER film hier war sicherlich keine grossartige Herausforderung für sein Können.


BrittaLeuchner

Antwort löschen

XNO: sehe ich auch so.


A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Es kann ein Vergnügen sein, Brad Pitt und die anderen Schauspieler in Killing Them Softly zuzusehen, doch letztendlich ist der Film nichts weiter als enttäuschend.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alle Kritiken (42)


Kommentare (210) — Film: Killing Them Softly


Sortierung

momopipi

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

"Killing Them Softly" aka der trockene Gangsterthriller. Oder sollte ich besser sagen, der Film mit Jackie, Frankie, Mickey, Markie und Johnny. Als ob man dem Zuschauer ins Gesicht spucken würde mit den Worten "Ätschibätsch, alle Namen wirste dir sowieso nicht merken können in dem Film!". Ansonsten bietet der Film nicht viel. Viele Dialoge, wenig Action. Das nervige Gesicht vom lachenden Ray Liotta, dass jeder schon von "Goodfellas" kennt. Brad Pitt als eiskalter Businessmann macht natürlich nicht viel falsch.
Gandolfini ist ebenfalls nie jemand gewesen, der negativ in einem Film auffällt. R.I.P Mafiosi! Insgesamt gefällt mir der Film aber nicht. Hätte man sich sparen können.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lili 9ochefort

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ja, ich habe schon viel schlechtes zu dem Thriller Killing me softly gehört, langweilig, das Cover weckt falsche Erwartungen, und irgendwie sagt mir der Film nix.
Kann und will ich nicht bestreiten, spannend ist Killing Them softly ja auch nicht, und das Cover verspricht auch einen anderen Film als man bekommt, aber die Story ist an sich gut. Sie zeigt halt das Gangster/Ganovenleben und da entwickelt sich schon ein gewisser Reiz. Machart, Schauspiel und Dialoge sind ebenfalls gut. Ist halt wieder so ein Film auf den man sich einlassen muss, aber mir hat er irgendwie gefallen. :)

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Martin1988

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Ein Gangsterfilm der eigentlich keiner ist und auch gar nicht sein will, der sich dann lieber Sozialkritisch gibt als den schnöden Alltag eines Berufskriminellen zu veranschaulichen. Die Kriese hat alle getroffen und Scheiße fällt von oben nach unten und ist inzwischen wirklich ganz unten angekommen, alles riecht nach Scheiße, alles schmeckt nach Scheiße und die Aussichten sind ohnehin überaus Scheiße aber dass man daraus auch noch einen beschissenen Film machen muss ist mir dann doch zu radikal. Ich will versuchen Fair zu bleiben, ich mag Filme über Gangster eigentlich und Tarantino und Scorsese habe ich über die Jahre auch echt lieb gewonnen und diese beiden Herren verdanken wir wohl auch einer Blaupause für diesen Film, zumindest dem Teil des Films der zeigt was böse Typen am liebsten tun, nämlich Karten spielen und trivialen Schund erzählen. Ach und das liebe Geld ja auch noch, was wohl die Schnittstelle zum eigentlichen Thema des Films darstellen soll. Eigentlich ist das ja auch eine ganz nette Idee und klingt eigentlich interessant. Blöd ist dann nur, dass die Lücke zwischen den Themen doch etwas sehr groß ist. Es wirkte auf mich dann doch sehr unstimmig und erzwungen wenn man im Vordergrund die Mordpläne eines Killers und im Hintergrund die Lage der Nation zu erfahren bekommt. Die Botschaft ist klar, kriegt den Arsch hoch und packt den Stier bei den Hörnen, lasst Taten und keine Wort sprechen. So wie früher muss es werden, so wie es der Soundtrack dieses Filmes es einem immer und immer und immer wieder vorträllert. Was bleibt ist sind fürchterlich gute Schauspieler die sich in dem Film keinen Arm ausreißen, ein Kameramann der wohl hin und wieder seinen talentierten aber übereifrigen Lehrling ans Gerät ließ, eine nette Idee mit Potential und die Frage was man sich nur ansehen soll wenn "killing them softly" so enttäuschend ist wie "Die Hard".

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jenny von T

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Es ist soweit: Die Mechanismen der Finanzwirtschaft sind in den Ghettos angekommen, die Straßen leer gefegt. Nur ein paar ganz harte Kleinkriminelle trauen sich mit ihren Kötern an der Leine vor die Tür.
Ach nein, Moment mal, diese Typen sind ja gar nicht hart; Sie überfallen Pokerrunden mit Spülhandschuhen, übertreiben es hin und wieder mit Drogen und reden sich, verpeilt wie sie sind, dann auch noch munter um Kopf und Kragen.
Auch nicht viel besser: Die große, mächtige, glorifizierungsträchtige Mafia. Nur sind es dort Nutten und Alkohol. Doch so wirklich bewegungsfähig ist hier niemand. Niemand, bis auf – ausgerechnet – "Problembereiniger" Jackie Cogan. Der abscheulichste Zyniker im Bunde versteht als einziger, wie man in dieser UNTERwelt ÜBERlebt (mehr ist ohnehin nicht drin) und zieht, dem angepasst, seine Prinzipien eiskalt pragmatisch durch. Eine seiner Devisen lautet: Lege niemanden um, mit dem du persönlich schon zu tun hattest. Das wird immer so sentimental. Und Gefühle sind nicht gut. Kill them softly, lass' es andere machen.
... Nur blöd, dass sein für diesen Fall angedachter Partner Mickey sich bereits eigenhändig außer Gefecht gesetzt hat. Alles muss man also selbst erledigen. Tzz.
Ganz nebenbei tobt, wie man durch TV und Radio erfährt, Wahlkampf zwischen Obama und McCain – "wohl" dem, der deren naive Pathosreden um grenzenlose Selbstverwirklichung oder gemeinschaftlichen Zusammenhalt in diesem Kontext überhaupt noch ernst nehmen kann (die eigentliche Macht nämlich üben - und das ist bloß ein Problem von vielen - andere aus). Wohl aber auch dem, welcher in dieser allumfassenden, geldregierten Selbstbesoffenheit vielleicht auch eine kleine Allegorie auf Hollywood auszumachen vermag. Es schlägt eben überall durch, und der - aus Sicht der Traumfabrik - zu erfolglose Andrew Dominik muss einen ganz schönen Hals gehabt haben.
Denn eines ist mal klar, und hierüber kann nicht einmal Brad Pitts stilsichere Gelfrisur hinwegtäuschen: In jenem (Meta-)Mikrokosmos stinkt nicht nur der Hundekot zum Himmel. Besitzt alles, was Geld kostet, auch tatsächlich einen Wert?
So viel zur Ausgangslage. Was folgt, ist grundsätzlich keineswegs neu, aber nicht ohne Reiz angeordnet:
Fliegende Kanonenkugeln in Zeitlupe? Die Ego-Perspektive eines zugedröhnten Junkies? Minutenlange Blödsinns-Diskussionen? Formale Taschenspielertricks, schon hundert Mal gesehen.
Das Besondere an KILLING THEM SOFTLY ist jedoch die Art und Weise, wie der Film sich gewisse Genre-Schablonen einerseits zu eigen macht, sie gleichfalls - und zwar gar nicht einmal so ungelenk, wie es auf den ersten Blick den Anschein erweckt - organisch-zielgerichtet durch den Dreck zieht und es doch unterlässt, sich für etwas Besseres zu halten. Nicht allein deshalb, weil es manchmal einfach mehr Spaß bereitet, den Leuten unvermittelt ins Gesicht zu spucken, sondern weil es zur Abwechslung ganz erfrischend sein kann, auch mal auf den Punkt zu kommen. Gerade aber nicht zu verwechseln ist Dominiks Regie-Ingrimm mit einem planlosen Holzhammer-Vorgehen - dafür sprechen schon die angenehmen Atempausen, welche er vor allem seine ausgiebigen Dialoge bewerkstelligen lässt... und welche er im Grunde gar nicht braucht, weil KILLING THEM SOFTLY irgendwie auch von Natur aus eine faszinierende, geradezu bösartige Lässigkeit abgeht.
Die Bauernschläue des durch und durch ironischen Plotverlaufs erinnert beispielsweise ebenso wie der karikaturhafte Protagonist Jackie Cogan oder die rabiat gegen den Strich gebürstete Musikuntermalung fast schon an den frühen Tarantino, und dennoch könnte Dominik sich kaum weiter entfernt von etwa einem PULP FICTION positionieren, findet sich doch rein gar nichts Sympathisches in diesem miefigen Nest elender Profitgeier. Nicht einmal ein Fuß-Fetisch.
Personell hervorragend platziert in dieser Pose sind natürlich Ray Liotta sowie James Gandolfini - beide erfahren in Gangster-Gefilden, nun beteiligt am Abgesang.
Erst der denkwürdige End-Western namens JESSE JAMES, jetzt die Beerdigung der Mafia - und noch einiger anderer Dinge, inklusive schnörkellosem Sozialkommentar. Dafür braucht es augenscheinlich keinen FIGHT CLUB und auch keinen Scorsese.
Die verbliebenen klischeebeladenen Männerdomänen müssen sich hingegen weiterhin warm anziehen, solange Andrew Dominik Filme dreht. Ich meine: Gut so!

bedenklich? 37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Jenny von T

Antwort löschen

Danke! :-) Und ja, bin auch sehr froh, ihn *endlich* gesehen zu haben! Habe mich viel zu sehr (und vor allem lange!) irritieren lassen von dem vielen "Der Film ist doof/nicht so gut wie JESSE JAMES/blabla"-Gerede. ;-) Natürlich ist KTS nicht so gut wie JESSE JAMES, aber welcher verdammte Film auf dieser Welt ist das schon?!
Im Grunde ist mein Kommentar jetzt vollkommen überflüssig, weil du schon vor Monaten mit deinem Text die Essenz des Films perfekt auf den Punkt gebracht hast - aber ich musste einfach nochmal hinausposaunen, dass Andrew Dominik eine ziemlich coole Sau ist! :-D


Absurda.

Antwort löschen

Ist er wirklich!
Zur Sache mit dem Gelabere: Just don't believe the anti-hype, Darling ;-)


CalrethTBL

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"Killing them softly" ist einer dieser Filme, der sich selbst Zeit lässt und für den man sich Zeit nehmen muss. Wo Gangster-Film draufsteht, muss noch langer keiner drin sein - vor allem wird beim Ansehen klar, dass der Macher keineswegs einen coolen Ritchie-Klon produzieren wollte.

Der Streifen ist mit Sicherheit nicht perfekt; er hat seine Längen, es mangelt ihm an eindeutigem Plot und er wirkt insgesamt eher wie eine Art Episodenfilm eines größeren Projekts als ein vollkommen eigenständiger Spiefilm.
Dennoch sieht man hier eine sehr detailverliebte Arbeit, die so voller Zynismus und Trostlosigkeit steckt, dass der Film dem Zuschauer auf merkwürdig-angenehme Weise das Betrachten schwerfällt.

Das Gangster-Szenario ist eher der Rahmen für das eigentlich zu besprechende Thema: die Verwahrlosung der amerikanischen Gesellschaft infolge des Beinahe-Kollaps des vermeintlich so überlegenen kapitalistischen Wirtschaftssystems. Der Film könnte auch die Geschichte von einfachen Angestellten in den USA sein, die ihr Hab und Gut verloren haben und sich nun in Armut wiederfinden.
Stattdessen tarnt sich der Film gewissermaßen als eine kurze Kriminellen-Novelle, die man schon tausendundein Mal gesehen hat. Hier allerdings sind die Gangster keine absolut coolen, bewundernswerten Glücksritter, denen man gerne zusieht, sondern stinknormale Menschen mit den gleichen Problemen, Sorgen und Gewohnheiten wie der Ottonormalverbraucher.
Ein Mittelsmann der Bosse, der nicht will, dass in seinem Auto geraucht wird; ein Auftragskiller, der die Gefühlsduselei eines Menschen hinter vorgehaltener Waffe nicht erträgt; ein weiterer Auftragskiller, der wegen unerlaubten Besitzes eines Jagdgewehrs verhaftet wird und Ärger mit seiner Frau hat.
Das Gangster-Leben ist nicht so cool, wie es in anderen Filmen dargestellt wird und auch das kriminelle Geschäft leidet unter der Krise.

Das ist ein interessanter Punkt, der "Killing them softly" von anderen Filmen seiner Art unterscheidet. Er zeigt eindrucksvoll, dass eine zu rücksichtslose Finanzwirtschaft alle Teile der Gesellschaft zum Negativen verändert - die Ellenbogengesellschaft wird nur noch verstärkt, wenn jeder plötzlich um seinen Lebensunterhalt kämpfen muss.

Der Cast beeindruckt durch ein feines, ruhiges Spiel, insbesondere James Gandolfini brilliert as heruntergekommener Killer. Die Dialoge mögen lang sein und sehr aufgesetzt wirken, schaffen es aber dennoch, dem Zuschauer das ein und andere Mal ein Schmunzeln aufs Gesicht zu zaubern.
Technisch ist der Film sehr gut umgesetzt; interessante Kamerafahrten, wohldosiert eingesetzte Zeitlupeneinstellungen und ein entspannter Soundtrack schaffen es immer wieder, das Tempo des Films entgegen der Erwartung des Zuschauers zu variieren.

Als Gangster-Film sicher kein Highlight, als ehrliche Abrechnung mit dem skrupellosen Haifisch-Finanzsystem der USA allerdings ein allemal sehenswerter Streifen.

"America's not a country. It's just a business. Now fucking pay me."

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

laurabepunkt

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Die 4 Punkte sind ausschließlich für die filmische Leistung, manche Aufnahmen sind doch recht beeindruckend. Was die eigentliche Handlung betrifft: eher enttäuschend. Man muss schon ein großer Gangster-Film-Fan sein, um dem etwas abzugewinnen.
Ein durchgehender Handlungsstrang hat mir gefehlt, stattdessen ausgedehnte, durchweg übertrieben vulgäre Dialoge und ein abruptes Ende, das einen doch recht unbefriedigt und verwirrt sitzen lässt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kill_Diether

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Etwas fehlt dem Film. Mit Sicherheit nicht die Äktschn. Obwohl fast alle Rollen Gangster, Killer, Kleinkriminelle und sonstiges Grobzeug gut darstellen, mangelt es an Tiefe. "Killing Them Softly" ist längst nicht so ergreifend wie z.B. "Good Fellas". Schwer zu beschreiben, aber wie gesagt, dem Film fehlt was.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JonnyvsSherlock

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"America is not a country. It's just a business, and now fucking pay me!"
Grandios unangenehme Gesellschaftskritik, der im Endeffekt ein wenig mehr Substanz und Unterhaltungswert gut getan hätte...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

pischti

Antwort löschen

Ich kann mich gar nicht mehr genau an die letzte Szene erinnern, weil mir der Film einfach nicht gefiel. War das nicht so ein ewiger Dialog in so einer Art Kneipe oder so ähnlich? ^^ Ich fands durch die Bank weg einfach wahnsinnig langweillig und mit dieser, für mich war es Pseudocoolness, konnt ich auch nix anfangen :)


JonnyvsSherlock

Antwort löschen

Oh Mann, ja! Das war der Kneipendialog! Und großartig war der Dialog! Na ja...Jedem das seine;)


Codebreaker

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Achja, ich habe ja nun schon desöfteren anmerken lassen, dass ich Gangsterfilme echt sehr mag. Zuletzt ja in meinem Kommentar zu "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia", welcher zum Lieblingsfilm aufgestuft wurde. Irgendwie war ich demzufolge schon interessiert an "Killing Them Softly". Passenderweise spielt hier, wie natürlich auch bei GoodFellas, Ray Liotta mit, in diesem Sinne also, geht es nun um "Killing Them Softly".
___
Insgesamt muss man sagen, ist dieser Film hier nicht wirklich "schlecht". Er hat einen ganz eigenen Ton und eine düstere, dreckige Atmosphäre. Irgendwie wirkt das hier alles so negativ, so "lebensverneinend" und dieser Grundkanon ist ja durchaus schon ganz nett. Ebenso finde ich, dass hier teilweise die Szenen ziemlich intensiv sind. Ja, man kann die teilweise echt langgezogenen Dialogszenen bemängeln, aber mir hat das eigentlich gefallen, einfach weil die Schauspieler da eben gestimmt haben und weil, wie gesagt, das alles sehr dicht und angespannt war, sodass das zu überzeugen wusste.
ABER, so gut diese einzelnen Szenen teilweise auch waren, fühlt sich das meiner Meinung nach einfach nicht wie ein rundes Ganzes an. Das wirkt eher wie zusammengewürfelte Szenen, die irgendwie einen Film ergeben sollen. Sicher, es gab eine Handlung, der konnte man auch gut folgen und die kam auch recht gut rüber, aber mir war das trotzdem nicht rund genug. Die einzelnen Szenen waren okay bis wirklich richtig gut, aber alles in allem war es dann eben recht kantig. Zudem war der Film auch echt zäh, nicht unbedingt langweilig, aber er kam einem länger vor, als er im Endeffekt wirklich war. Optisch allerdings war der Film ganz in Ordnung, wenn auch teilweise die Zeitlupen bspw. sicherlich besser gemeint waren, als es im Endeffekt war.
Schauspielerisch war das alles ziemlich gut. Brad Pitt spielt cool und konsequent. Kompromisslos und man kauft ihm den Auftragskiller ab. James Gandolfini hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ansonsten war eben auch noch Ray Liotta dabei, der eher irgendwie unnötig wirkte. Seine Rolle war leider auch etwas zu "schwach", irgendwie hat der ja nur aufs Maul bekommen, aber naja, ich verstehe schon was man damit zeigen wollte.
___
Insgesamt ist "Killing Them Softly", wie gesagt, kein schlechter Film. Einzelne Szenen wirkten recht stark, die Dialoge haben mich persönlich nicht gestört, die Schauspieler waren gut und es gab auch eine eigene, dreckige Atmosphäre. Aber es wirkte eben alles weniger wie ein rundes Ganzes, als vielmehr mehrere zusammengewürfelte Episoden einer Geschichte. Kann man durchaus mal gesehen haben, muss man aber nicht. Ich hatte nicht viel erwartet, wurde demzufolge auch nicht enttäuscht, aber eben auch nicht überrascht. Durchaus gelungen, nicht mehr, nicht weniger.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

ReubenCogburn

Antwort löschen

Eben k e i n "Gangsterfilm" :)


derblonde

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Sehr geschwätziger Thriller, der sich zu sehr auf seine gute Besetzung verlässt. Gerade das Element Spannung kommt hier bestenfalls zu kurz. Skurriles Gerede zwischen Gangstern kennen wir seit Pulp Fiction, hier reicht es nicht aus, um einen Film von 101 Minuten Länge zu füllen. Ganz knappe 6 Punkte mit Tendenz nach unten.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

BattlemasterIZ

Antwort löschen

Echt lange Dialoge, da hast du recht. Ist ansonsten auch mehr Drama mit Gesellschaftskritik. Mir hat er trotzdem gut gefallen. Also ich habe ihm sogar 7 Punkte gegeben.


plattfuss69

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Ein Mafiakiller bringt für Geld ein paar Kerle um, die Mafiosos ausgeraubt haben. Im Hintergrund läuft amerikanisches Politikergeseiere, vor allem von Obama und Bush, die die amerikanischen Ideale propagieren, während der Killer seinen Geschäft nachgeht und ein paar arme Hunde abknallt. Reicht das schon für das Label "Gesellschaftskritik" oder gar "Kapitalismuskritik", wie man es von einigen Schreiberlingen lesen muss? Zwischendrin werden noch ein paar unwesentliche Figuren eingeschoben, als da wären der zweite abgehalfterte Mafiakiller im Bunde, der betrunken aber nichts ausrichtet. Der Film ist lahm, arm an Spannung und voraussehbar. Dass es auch in Amerika und sonstwo auf der Welt trostlose Ecken gibt, ja, sehr interessant, das zu erfahren. Handlung wird durch zielloses Geschwafel ersetzt. Die Moralkeule wird unapassenderweise geschwungen und ein gewissenloser Mörder hält am Ende eine kleine Volksrede, ohne ein Publikum zu haben. Gähn.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Kill_Diether

Antwort löschen

meine Kritik ist nicht so vernichtend ausgefallen (7 Pt), aber als ich deinen Kommentar laß stellte ich fest: du hast eigentlich vollkommen recht.


Filmegucker84

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein schöner Film mit einer guten Besetzung. :)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

BattlemasterIZ

Antwort löschen

Endlich mal jemand, der ihn schätzt und versteht :)


Filmegucker84

Antwort löschen

So ist das eben ;)
Dazu fällt mir noch ein:
Rai Liotta braucht dringend eine Hauptrolle. Ich mag seine Filme.


TheRambostar007

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Killing them softly war irgendwie ein seltsamer Film. Beginnt als Richieesker Gangsterfilm und hat zwischen den teils extrem prollignen Dialogen auch einen roten Faden, dem man folgen kann. Doch dann wird die eigentliche Handlung plötzlich völlig verworfen, um zuletzt wieder aufgenommen zu werden. Brad Pitts Charakter wird eingeführt. Nun wird der Film dialoglastiger. Zwischendurch gibt es recht spannende und auch harte Szenen und manchmal gibts viel zusammenhangsloses Gelaber mit pseudo Tiefsinn. Tief ist dieser Sinn jedoch nicht wirklich, denn die Ansprachen der Presidenten in den Dialog einzubauen ist zwar klever, erfüllt in meinen Augen jedoch nur in der letzten, wirklich starken Szene seinen Zweck. Und dann, plötzlich, ist der Film vorbei.

Fazit: Irgendwie unfertiger Gangsterstreifen ohne wirklichen Handlungsverlauf, aber mit Konsequenz.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ener

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Gangster-Film, der offensichtlich gerne so wäre, wie etliche Andere, die es gut hinbekommen haben. Story, Humor, Charaktere, Dialoge, Musik & Bilder sind unglaublich belanglos, wenn man denn schon bessere Filme dieses Genres gesehen hat.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Hate

Antwort löschen

nein will er nicht.


cronic

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Killing them Softly 5/10

Was gegen Anfang des Films noch nach einem recht unterhaltsamen Streifen aussieht, verfängt sich im Verlauf in Belanglosigkeit. Es kommen Szenen vor die unnötig in die Länge gezogen werden und damit die Dialoge uninteressant machen. Zudem stört das durchgängige Pseudo-Nachrichten-Präsidenten-Finanzpolitik Gerede als Stilmittel, was eventuell einen tieferen Sinn machen soll, mir aber einfach deplatziert vorkam. Ein paar Kontinuitätsfehler gibt es auch zu bestaunen. Was hervorzuheben ist, ist die Trackauswahl, wirklich passendes Liedgut. Für einen 18er Film kommt nicht viel Gewalt vor aber wenn, dann relativ ungeschönt, was ein paar gute Szenen hervorbringt. Also hatte mir wesentlich mehr erwartet, muss man jetzt nicht unbedingt sehen

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Megaman156

Antwort löschen

Schade das er dir nicht wirklich gefallen hat. Durchaus zieht sich der Film etwas und ist sehr dialoglastig. Ich fand ihn trotzdem recht gut. Nicht der ganz große Wurf aber durchaus sehenswert. Hatte ein paar richtig coole Szenen.

Bei uns und den Amis hat der Film soweit ich weiß eine ziemlich passende 16er Freigabe. Wo ist er denn ab 18? UK?


cronic

Antwort löschen

Genau, hatte die uk bd


bonjovi84

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

zwischen dem ganzen mafia-bla-bla, das sich hinzieht wie ein zäher Kaugummi, kommt ein bisschen geselschaftskritik bzgl des amerikanischen traums im zusammenhang mit der Wirtschaftskrise...
leider war das nur eine hintergrunderscheinung... die Charaktere kommen zu kurz und sind daher zu blass. für einen film, der so wenig "Happening" zeigt, müssen die Dialoge krachen und im ohr bleiben. dieser film schafft das nicht.

Fazit: dieser film ist seine zeit nicht wert...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Einar

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Wie soll man diesen Film denn bewerten? Das ist fast unmöglich. Von absolut schlimmen Passagen (u.a. auch die Anfangssequenz) über Mainstream-Einlagen bis zu einigen kleineren Höhepunkten ist alles dabei. Die Einführung in die Geschichte dauert einfach zu lange, die "Arbeit" von Brad Pitts Charakter nimmt zu wenig Raum und Zeit ein. So versinkt man irgendwie im Delirium, so wie es einige drogengefärbte Bilder auch vermitteln sollen. Ich habe nach einigen bösen Kritiken einen größeren Mist erwartet, aber zum Glück war das noch Mittelfeld. Ein richtig toller Streifen, den man abfeiern kann, ist "Killing Them Softly" nicht. Nicht ganz meine Stimmungslage, zu viel "Kunst um der Kunst wegen", und zu viele verblödete Dialoge, die um mindestens ein Fluchwort in jedem Satz nicht herumkommen.
Außerdem gehen einem die ganzen politischen Einblendungen mit der Zeit auf den Zeiger!

Erst wollte ich was zwischen 5.5.-6.0 vergeben, aber auch wenn die Range von 4-7 gereicht hätte, bin ich mal gnädig, weil ich nicht so richtig enttäuscht wurde. Vielleicht weil ich geringe Erwartungen hatte?

Ein Mal ansehen reicht meiner Meinung nach. Zum Glück dieses Mal nicht ne Kauf-DVD, sondern Sky-Programm. Bewahrt mich dann wenigstens, diesen Film käuflich zu erwerben.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

spacyfreak

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Einiges an dem Streifen gefällt mir, beispielsweise die meines Erachtens ungeschönte und passende Analyse zum aktuellen Status des 'amerikanischen Traums' incl. Einspieler von Schnipseln von Obama Reden, während ein kaputter Looser Typ durch eine verschmutzte total heruntergekommene Strasse schlendert. Amerika teilt sich auf in eine Handvoll "erfolgreicher, vermögender Arschlöcher" und einer breiten Masse von "Verlierern", die für das System wohl als reiner nerviger Kostenfaktor gesehen werden, den man ruhig zu halten hat und den man bestenfalls als Soldat ins verlogenen Kriegen einsetzen kann, in der Hoffnung dass er nie zurückkehrt und die Erfolgreichen wieder nur Geld kostet.
Verdrehte, verrückte Welt - das Ergebnis des menschlichen Naturells, wenn man es ungebremst sein ganzes Ego-Potential ausleben lässt.

Von solchen Verlieren handelt auch der Film - die Moral längst hinter sich gelassen im täglichen Überlebenskampf, geht es darum den Kopf über Wasser zu halten, mit allen Mitteln.

Auf der anderen Seite ist der Streifen irgendwie etwas langweilig und langatmig.
Viele Dialoge, ein bisschen Ramba Zamba. Nichts weltbewegendes.

Brad Pit kommt recht cool rüber, das Acting insgesamt ist von allen Beteiligten ziemlich gut.
Der Film hat nur einige Gelaber-Längen und ich fand ihn nur mässig spannend.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

dannydiaz

Antwort löschen

treffende beschreibung.


HulktopF

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

man spürt hier eine tiefe frustration und eine wut auf das amerikanische finanzsystem nach dem kollaps.klare unmetaphorische aussagen klar auf den punkt gebracht.kann man sich ansehen ist aber sehr zynisch und zäh.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Monkey_Business

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Killing Them Softly - Am selbst gesteckten Thema vorbei.
Als ich begann den Film, ohne große Vorkenntnisse über das Thema, zu schauen stellte sich mir dieser so dar:
-- Der Film beginnt als Gangsterfilm. Doch mit der Zeit zeigt sich dass dieser Film wohl mehr sein will. So sind zwischenzeitlich ganz beiläufig Statements von US Präsidenten zum Thema Finanzkrise zu hören. So beschleicht einen der Eindruck, dass es hier also nicht nur um einen Standard-Gangsterfilm geht, in dem coole Sprüche und massig vulgärer Sprache und roher Gewalt gezeigt werden soll. Vielmehr wird die Rettung der Banken in Amerika in einen Kontext zu den Machenschaften der Gangster gesetzt. Das Gleichnis Banker zu Gangster kommt einem in den Kopf.
-- soweit der erste Eindruck.
Doch statt an diesem Punkt weiter zu machen bleiben die Anspielungen im Film subtil... man könnte auch sagen sie bleiben zu viel zu gering.
Stattdessen verliert sich der Film in einer zähen Geschichte die simpel aufgebaut ist und kaum Spannung besitzt.
Erst ganz zum Schluss, in den letzten 5 Minuten, da schließt sich der nicht vorhandene Kreis, als Brad Pitt die bedeutungsschweren Worte sagt: (Spoiler) " [..] Amerika ist kein Land. Amerika ist ein Business [...]"
Doch da hat der Film bereits seine Chance vertan dieses Gleichnis von Gangsterwelt und Bankenwelt gut miteinander in Beziehung zu setzen...
Mit gutem Willen könnte man sagen der Film versucht subtil Kritik zu üben.
Doch für mich bleibt der Film zu zaghaft. Man hat den Eindruck dass der Film sich nicht zu drastischen Äußerungen hierzu hinreißen lassen will... sondern sich lieber in vulgären Dialogen erschöpft.
Schade um die verpasste Chance.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch