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Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford (2007), US Laufzeit 156 Minuten, FSK 12, Drama, Western, Kinostart 25.10.2007


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7.6
Kritiker
42 Bewertungen
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7.0
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5941 Bewertungen
161 Kommentare
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von Andrew Dominik, mit Brad Pitt und Zooey Deschanel

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford zeigt das historische Ereignis als Blick auf zwei gebrochene Charaktere, fernab von Ruhm und Schmach der Legende.

Jesse James (Brad Pitt) war einer der ersten amerikanischen Medienstars. Es wurden zahllose faszinierende Bücher und fabelhafte Geschichten über Amerikas wohl berühmtesten Banditen geschrieben, die ihn größer machten als er zu Lebzeiten je war, doch die meisten von ihnen nehmen es mit der Wahrheit nicht ganz so genau. Für die Ausgeraubten und Terrorisierten und für die Familienangehörigen derjenigen, die Jesse James tötete, war er vermutlich nur ein gewöhnlicher Krimineller. Hingegen wurden Jesse und der James-Gang in den 1870er-Jahren von der Sensationspresse und in vielen Groschenromanen größte Ehrfurcht und Bewunderung entgegengebracht. Er wurde als eine Art Robin Hood gefeiert, der gezielt jene Banken und Eisenbahngesellschaften aufs Korn nahm, die den armen Farmern das Leben schwer machten.

Im Jahr 1881 ist Jesse 34 Jahre alt. Er bereitet seinen nächsten großen Überfall vor und führt einen Privatkrieg gegen seine zahlreichen Gegner. Sie alle wollen das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld und den Ruhm, Jesse James zur Strecke zu bringen. Doch die größte Gefahr droht ihm von den Menschen, denen er uneingeschränkt vertraut.

Robert Ford (Casey Affleck) bewunderte Jesse James über alles – er war ein idealistischer und ehrgeiziger Junge, der sich nichts mehr wünschte, als eines Tages mit seinem Idol reiten zu dürfen. Er konnte nicht ahnen, dass er einst als der dreckige kleine Feigling in die Geschichtsbücher eingehen würde, der Jesse in den Rücken schoss. Aber wer war Jesse James wirklich – abseits der Halbwahrheiten und auflagensteigernden Schlagzeilen? Und wer war der damals 19-jährige Robert Ford, der zum inneren Kreis um Jesse gehörte? Wie brachte Ford eine derart monumentale Persönlichkeit zu Fall, was die Sheriffs in zehn Staaten vergeblich versucht hatten? Wie wurden sie Freunde? Und was passierte vor jenem Schuss, der Jesses James’ Leben auslöschte und damit auch zum Wendepunkt in Robert Fords Leben wurde? Und was passierte danach?

Hintergrund & Infos zu Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (OT: The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford) beruft sich auf Ron Hansens Roman über den berüchtigtsten Gesetzlosen und seinen Attentäter, um die Legende aus einem neuen Blickwinkel darzustellen: Was geschah tatsächlich in den Monaten vor dem berüchtigten Schuss?

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Mehr Bilder (22) und Videos (4) zu Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
Genre
Biopic, Drama, Western, Neo-Western
Zeit
1880er Jahre, 1881, 1882, 19. Jahrhundert
Ort
Kansas, Kentucky, Missouri, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Angst, Antiheld, Aufhören, Ausstieg, Bank, Banküberfall, Besessenheit, Bewunderung, Bruder, Brutalität, Cowboy, Eifersucht, Enttäuschung, Erschiessen, Familie, Farm, Feigling, Freundschaft, Gang, Geistige Krankheit, Geplanter Mord, Gewalt, Hassliebe, Intrige, Kopfgeld, Krimineller, Labiles Verhalten, Legende, List, Medien, Minderwertigkeitskomplex, Mord, Männerfreundschaft, Mörder, Müdigkeit, Nervenzusammenbruch, Pferd, Pistole, Plan, Raubüberfall, Reue, Revolverheld, Roman, Ruhestand, Ruhm, Scham, Schuldgefühl, Töten, Unsicherheit, Untergang, Verfolgungswahn, Verrat, Verräter, Versteck, Vorbild, Zugüberfall, Zurückweisung, Überfall
Stimmung
Ernst, Verstörend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Literaturverfilmung
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Plan B Productions Inc., Scott Free Productions

Kritiken (11) — Film: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Filme über Jesse James und dessen Leben oder Taten hat es ja bekanntlich schon einige gegeben, doch nie zuvor wurde ein solch entmystifizierender Blick auf den fragwürdigen Helden geworfen wie in Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, was nicht zuletzt der gleichnamigen Buchvorlage von Ron Hansen geschuldet ist. Schirmherr des Projekts – sprich Regisseur – war Andrew Dominik, der mit dieser Westernbiografie erst seinen zweiten Film abgeliefert hat, so dass es noch mehr erstaunt, dass schon so viel unbedingter Stilwille bei Die Ermordung des Jesse James durchschimmert, sei es der Entschluss, die Geschichte mit einem Off-Kommentar zu erzählen, der von seinem auktorialen Standpunkt ein allwissender und die Zukunft kennender Beobachter und eben Kommentator ist oder auch die stilistisch verfremdeten – weil durch den Unschärfefilter gejagten – Landschaftsaufnahmen und Szenenmontagen, die hier und da die einzelnen „Kapitel“ voneinander trennen und sie gleichzeitig verbinden. [...]

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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10.0Lieblingsfilm

"Weißt du was ich erwartet hatte? Applaus."

Andrew Dominik vereint in "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling des Robert Ford" pure Lakonie mit tonnenschwerer Melancholie, die in dieser Kombination eine Entmystifizierung des Western aufweist, wie man sie in einer solchen Wucht bis in die pochende Unendlichkeit nur vergöttern kann. Jedes Bild wird zum Gemälde, ein pfeifender Windzug gleicht einer Symphonie und jeder sich wiegende Grashalm gibt der hypnotisierenden Philosophie des Films einen neuen Wert. Dominik erzählt uns über falschen Mut, die endlose Verehrung, über die eigene Bestimmung und das unausweichliche Schicksal, doch vor allem geht es hier um Humanität und die damit verbundenen Schwächen und Stärken, die Reue und die zerstörerische Gnadenlosigkeit. "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling des Robert Ford" hat keine Schießereien oder lauten Passagen nötig. Hier wird durch die Blicke mitten in die Seele gefeuert, Mimik und Gestik treffen sich in paralysierender Präzision und die poetische wie bittere Selberkenntnis der beiden Hauptcharaktere, wird dank der psychologischen Tiefenerforschung in ihrer ganzen Kraft verdeutlicht. Dominik hat ein Meisterwerk für die Ewigkeit geschaffen, ein zurückhaltendes wie emotionales Stück elektrisierende Unsterblichkeit. Schauspielerisch unantastbar, atmosphärisch überwältigend, inszenatorisch perfekt und musikalisch eine Offenbarung. Besser werden Filme nicht mehr.

37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

Joeyjoejoe17

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Mir sind nur zwei Szenen als bemerkenswert im Gedächtnis geblieben, das meinte ich damit. Toll ist der Film ja trotzdem :P


Kasparle

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Die Genialität dieses Film hätte mich fast erschlagen! Wie die Geschichte sich langsam verdichtet, die Anzahl der Characktere langsam zurückgeht... Wie alles auf diesen einen, unausweichlichen Moment hinausläuft! Ich bin immer noch berrauscht (gestern gesehen)!


Mr.Film: City of Cinema

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4.5Uninteressant

Was man hier erwartet ist ein wahrer Blockbuster. Was wir präsentiert bekommen? Den Inbegriff der Langeweile. Die Vorraussetzungen waren doch gut, eine tolle Story und talentierte Schauspieler waren da. Künstlerisch kann ich dem Film nichts negatives nachsagen doch das reicht mal wieder nicht. Der Film wurde mit viel zu viel Filmkunst überladen und wenn etwas zu sehr im Vordergrund steht, wird doch etwas in den Hintergrund geschoben, oder nicht? Genau. Die Unterhaltung kommt viel zu kurz.
"Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" kann man gut mit einem Museum vergleichen, künstlerisch zum hinknien aber nicht sehr unterhaltend. Und der Museen-Gänger bin ich sowieso noch nicht.
Dazu kommt noch diese Geschichte die sooo in die Länge gezogen wird, 1.5 Stunden hättens auch gemacht.
Die tollen Schauspieler spielen hier mit tiefgreifenden Dialogen die nach einer Zeit einfach nur noch nerven.
Nein, das war nichts.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 44 Antworten

stuforcedyou

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VERDAMMT! Okay, mal gucken was du sonst noch so "falsch" bewertet hass. :)


Mr.Film

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Ohoh, dass könnte in deinen kritischen Augen ja viel sein :D Ich versteck mich schon mal und ignoriere meine nächsten Emails - aus Angst! :/


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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8.0Ausgezeichnet

[...] Der Film streift sein anfängliches Bild, geprägt von einem dicht inszenierten nächtlichen Zugüberfall, immer nur beiläufig, aber die vermeintliche Heldenbande um Jesse James skizziert er als ziellose und verwirrte Gruppe brutaler Taugenichtse. Diese Männer sind keine ritterlichen Geber, die den Vormarsch der Industrialisierung mit südstaatlichem Post-Bürgerkriegseifer zu bekämpfen versuchen, um die Habseligkeiten der ‚großen’ an die ‚kleinen’ zurückzubringen. Auch wenn der Film die Verklärung seines untersuchten Mythos’ selbst zugeben muss, sei es in der Presse, der Rechtssprechung oder der Kultur – schließlich wird all das Gesehene zu einem Stück trivialen Theaters verkommen –, achtet er ganz bewusst darauf, neue Blickwinkel auf Jesse James und seine Mitstreiter zu schaffen. Denn indem diese Gefolgschaft in sich verraten und zersetzt endet, kreiert der Film auch eine Metapher für die Unaufhaltsamkeit der Moderne, deren Züge sprichwörtlich längst am Anrollen sind. [...]

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Regisseur Andrew Dominik ist ein intelligentes, recht sperriges Drama gelungen dass dank wunderschönen Naturkulissen, einem perfekt abgestimmten Soundtrack von Nick Cave und überaus überzeugende Darsteller fesselt. Man sollte als Zuschauer aber keine Vorbehalte vor längeren Dialogszenen haben und auch nicht erwarten dass man es hier mit typischen Standards des amerikanischen oder italienischen Westerns zu tun hat. Der Film bietet keine Schützenduelle, keine Saloonschlägerei und auch keine rauchenden Colts zu dutzenden, hier geht es, wenn man so will um Schicksal. Um die innere Verbindung zweier Männer, der eine, eine lebende Legende, eine Zweigespaltene Persönlichkeit. Müde vom inneren Zerbrechen, von der Gefahr und vom Ruhm und auf der anderen Seite ein junger Mann, der immer irgendwie in seiner eigenen Welt zu leben scheint und der mit kindlichem Verhalten auf Ablehnung und Hohn reagiert. Alles in allem ist Andrew Dominiks Film keine leichte Kost und definitiv um einiges zu lang, wer sich aber mit diesem betrübten Western- Drama einlässt und auch Langatmigkeiten aushält, wird mit einem intelligenten, diskussionswürdigen Film belohnt, der nicht nur als multiple Parabel über die Stärken und Schwächen des Menschen funktioniert.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Die Analyse eines Mordes, der Beweggründe dafür und seiner Konsequenzen stehen im Zentrum. Andrew Dominik dringt in die zersplittete Gefühlswelt der Westernlegenden ein. Daraus ergibt sich ein sperriges, teils langatmiges Drama, das durchaus Geduld abfordert. Wer sich aber darauf einlässt, wird in eine berauschende Welt eintauchen.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.5Sehenswert

Das epische Zeitmaß - Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford dauert mehr als zweieinhalb Stunden - bekommt dem Film jedoch nicht unbedingt gut: Die eine oder andere Nebenfigur tritt zwar stärker hervor, er wirkt aber auch zunehmend bleiern. Zu akademisch ließ man sich hier auf die Herstellung von historischer Patina ein, die erst dann wieder zu Leben erwacht, wenn sie gleichsam über sich selbst erzählt.

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Obgleich der Filmtitel listig eine Urknalltheorie andeutet, ist Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford keineswegs ein klassischer Western. Trotz etlicher Schießereien gibt der Film eine wundersam beschauliche und poetische Saga ab, die einen frischen und faszinierend neuen Ausblick auf ein verwaschenes Genre bietet.

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facepalm

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Wo gibt es in dem Film bitte "etliche Schießereien"?


Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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8.0Ausgezeichnet

Nicht James, Ford ist hier die Identifikationsfigur. Dessen Verehrung für ein Ikon der amerikanischen Geschichte, seine ambivalente Beziehung zu einem mehrfachen Mörder, beleuchtet Andrew Dominik en detail. Sein Film scheut nicht davor zurück, die Psychologie seiner Protagonisten in aller Ausführlichkeit und auf über 150 Minuten auszubreiten, was sich nicht immer frei von Längen darstellt.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Ein Versuch über den Western und das Verbrechertums, ein Beitrag zur reichen Kulturgeschichte des Verrats, ein Zen-Western, im schlafwandlerischem Stil inszeniert: Wie für die Figuren ist auch für die Zuschauer der Weg das Ziel, denn dieses kann nur der Tod, Jesse James' Ende und das Ende des Films sein.

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Chuchaqui: Critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Habe lange gebraucht, um mich endgültig festzulegen. Mittlerweile bin ich mir aber sicher: Ein sehr guter Film. Zwar gegen Ende etwas zu lang geraten und auch in den Unschärfe-Experimenten mit der Kamera habe ich wenig Sinn gesehen. Ansonsten aber starkes Kino mit tollen Bildern und vor allem sehr guten Darstellerleistungen, v.a. von Pitt und Affleck. Auch die Musik von Nick Cave trägt zum Kinoerlebnis bei.

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Kommentare (150) — Film: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford


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Chev-Chelios

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Bewertung2.0Ärgerlich

Der Film hat endlose längen und ist stinklangweilig. Nach der hälfte des Films habe ich abgeschaltet...

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robertpires27

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Das Westerngenre ist tot...", diese Worte meines Dozenten haben sich bis heute in meinem Gedächtnis eingeprägt. Und ich stimme dieser These auch vollends zu, der erste Abgesang auf den klassischen Western gab es schon 1962 mit "Der Mann der Liberty Valance erschoß", "Spiel mir das Lied vom Tod" bildete das glorreiche Ende des Italowesterns. Danach folgten diverse, zum Teil großartige Spätwestern wie z.B. Wild Bunch, Zwei Banditen und letztlich "Der mit dem Wolf tanzt".... Das Werk von Andrew Dominik dagegen ist nicht in das Genre des Spätwestern einzuordnen, eine Ballade bzw. ein Abgesang ist nicht zu erkennen, wenn überhaupt ist er als eine Abrechnung mit der Mythenbildung der amerikanischen Geschichtsschreibung zu interpretieren.
Der Film ist ein Biopic, ein Psychodrama, ein Psychothriller, der sich als als Handlungszeit bzw.-ort sich die Westernzeit und einen seiner größten Legenden ausgesucht hat. Ein Film der Postmoderne eben, der keinem Genre mehr zugehörig ist.
Das wollte ich erst einmal loswerden, bevor ich den Film bewerte. Da hier schon genügend treffende Kritiken geschrieben wurden, mache ich es kurz. Der Meister schlechthin an der Kamera, Roger Deakins beschert uns großartige Bilder. Brad Pitt, Sam Rockwell und Casey Affleck glänzen durch herausragende Darstellerleistungen. Nicht zu vergessen der tolle Soundtrack. Zu guter letzt ist anzumerken, dass uns Andrew Dominik wieder einmal, wie bei Chopper, einen Film mit einer ganz besonderen Atmosphäre geschenkt hat ! Für mich nicht der 10 Punkte Film, aber dennoch ein herausragendes Werk der 2000er !

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robertpires27

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Da bin ich völlig d'accord. Heavens Gate und Erbarmungslos, der alte und der neue True Grit sind weitere Beispiele. Bei all diesen Werken sind jedoch die spezifischen Genremerkmale noch erkennbar, die bei "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" nicht einmal mehr dekonstruiert vorhanden sind.


pischti

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"Heavens Gate" sagt mir (noch) nichts. Hab ihn ma lauf die "Vorgemerkt-Liste" gepackt :)


kay.khalifa.5

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Bewertung9.0Herausragend

WOW ! absoluter geheimtipp...

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Medardus

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film, wie ein guter epischer DOOM Song.

Laaaangsamer Spannungsaufbau, extreme Ausbrüche, tiefgehende Auseinandersetzung mit Mythos/Wahrheit und Menschlichen Abgründen etc dazu ein Cast der einen sprachlos darstehen lässt.
Wer vorher nicht schon geahnt hat, das Brad Pitt ein Großer ist wird hier endlich aufgeklärt. Auch das Nick Cave mit Ellis hier nicht nur den Sound fabriziert hat ist stetig zu erfahren, zu hören.

Sicherlich nicht etwas für zwischendurch oder Leute die rasante Action beovrzugen, aber in sich ein sehr kluger und vor allen Dingen beeindruckender Film über Verrat, Vorbilder und vor allen Dingen Lüge,Tod und Ende von liebgewonnen Dingen.

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Moritz01

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Bewertung10.0Herausragend

Genial, mehr kann man dazu echt nicht sagen. Ich hab am Anfang gedacht der wird so lalala aber als das erste Mal der fantastische Soundtrack einsetzte, hat er mich gehabt. Obwohl das Ende im Titel steht, wünscht man sich, dass es nicht passiert und wenn es passiert, ist das so geil in Szene gesetzt, dass es einen quasi umhaut. Hier wird sich auch endlich mal Zeit genommen die Charaktere vorzustellen und deren Beweggründe, was ich in vielen Filmen schmerzlich vermisse. Brad Pitt spielt großartig Jesse James und beweist wieder einmal, dass er ein klasse Schauspieler ist. Schlussendlich ist zu sagen, dass Andrew Dominik ein intelligentes Western Drama erschuf, was seines Gleichen sucht und ist eine absolute Empfehlung meinerseits.

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Moritz01

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Noch nicht gesehen?


BreakingDad

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Nö. Wird aber prompt nachgeholt.


fsk18

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein richtig, richtig gutes Stück Filmkunst.
Brad Pitt unterstreicht mit seiner Leistung allemal, was für ein großer Darsteller er ist.
Szenen, die ich anfangs noch als Längen bezeichnet hätte, kommen mir im nachhinein betrachtet total notwendig vor und gaben dem Film erst den Nachdruck, den er bei mir Tage später entwickelt hat.
Nick Cave liefert dazu noch einen Soundtrack, der intensiver nicht hätte sein können und die permanente, optische Wucht perfekt unterstreicht. Alles richtig gemacht. Ich freue mich auf die Zweitsichtung!

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ezemeze

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Bewertung5.0Geht so

Zweieinhalb Stunden....und am Ende für was? Charakterstudien und ein Schwehlbrand à la : "Das-Leben-ist-so-schnöde-wie-es-ist" kann man auch in einer dreiviertel Stunde weniger ab- und ausglimmen lassen. Da empfehle ich eher "Der Mann der Liberty Valence erschoss" anzusehen, hat ein ähnliches Sujet, hat auch mit einem "Ford" zu tun und lässt einem im Nachhinein nicht so verwirrt mit einem what-the-fuckesquen Gefühl zurück. Ich lese gerade zu meinem Erstaunen, dass Zoey Deschanel mitgespielt hat, die ist mir überhaupt nicht aufgefallen....kein gutes Zeichen.

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ReubenCogburn

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Bewertung10.0Herausragend

Macht mit mir was ihr wollt, ich find' den herausragend. Ich kann aber alle Kritikpunkte gut nachvollziehen. Irgendwie habe ich eine Vorliebe für lange Filme ... :)

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filmfan90

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Kommentar enthält Spoiler.

THE FALLEN IDOL,
oder: Warum Robert Ford kein Feigling ist

"[…] He had two incompletely healed bullet holes in his chest and another in his thigh. He was missing the nub of his left middle finger and was cautious, lest that mutilation be seen. He also had a condition that was referred to as granulated eyelids and it caused him to blink more often than usual as if he found creation slightly more than he could accept. Romms seemed hotter when he was in them. Rains fell straighter. Clocks slowed. Sounds were amplified. He considered himself a Southern loyalist and guerilla in a Civil War that never ended. He regreted neither the robberies, nor the 17 murders that he laid claim to. He has seen another summer under in Kansas City, Missouri and on September 5th in the year 1881 he was 34 years old."

Mit diesen Worten, in einer undurchsichtigen Verstrickung von historischen Fakten und den Mythen, die über die Wildwest-Legende im Umlauf sind, introduziert der Erzähler, begleitet von dem Spieluhren-Motiv Nick Caves, Jesse James. Bebildert ist dieser Prolog mit einer Sequenz von Aufnahmen Jesse James', die mit einer Lochkamera gefilmt wurden und aus dem Halbdunkel der Vergangenheit zu stammen scheinen.
Die darauf folgende Szene nivelliert dieses heroische Bild: der berüchtigte Outlaw, der weder häufiger als andere blinzelt noch durch seine Anwesenheit den Lauf der Uhren verlangsamt – lediglich die zwei oberen Glieder seines linken Mittelfingers fehlen tatsächlich –, tritt als Possenreißer in Erscheinung, der inmitten einer Bande von "petty thieves and country rubes" sitzt, und mit diesen über das Privatleben von Präsidenten-Frauen witzelt, während sie die Vorbereitungen für einen Zugüberfall treffen.
Der ständige Wechsel zwischen dem extensiven, glorifizierenden Erzählerkommentar und der demontierenden Figurenzeichnung des Gesetzlosen ist bis zu dessen Erschießung das dramaturgische Konzept dieses Films.
Jesse James ist in diesem Film eine vielgesichtige und ambivalente Figur: er ist bei seinen Bandenmitgliedern auf Grund seines Humors beliebt und wird gleichsam von diesen wegen der Grausamkeiten, die er zu vollbringen fähig ist, gefürchtet; er ist ein treusorgender Familienvater und ein an Depressionen Erkrankter, der zunächst an seinen Weggefährten, schließlich an sich und seinen Taten zweifelt und Todessehnsucht empfindet – der letztere Charakterzug bemächtigt sich seiner im Verlauf des Films immer vehementer.
– Der Film verschleiert die Figur des Jesse James, indem er die Mythen, die sich um ihn ranken, benennt, und sie gleichzeitig in Frage stellt.
Eine symbolisch aufgeladene Einstellung zeigt Jesse James, in einem Garten sitzend, um dessen rechten Arm sich die Glieder zweier Schlangen, denen er wenige Sekunden zuvor mit einem Taschenmesser die Köpfe abgeschnitten hat, winden – dieses Sinnbild von barocker Emblematik zeigt, dass die ‹Legende› unlängst in der Mortifikation begriffen ist.
So ist auch nur folgerichtig, dass sich die etwas bemüht wirkenden Versuche des Erzählers, Jesse James' Biografie in Analogie zum Leben Jesu zu setzen, ins Leere verlaufen: er stellt die Flucht der Familie James vor den Pinkerton-Detektiven aus Kentucky in Verbindung zur Flucht der heiligen Familie nach Ägypten und betont, dass der Tag vor Jesses Tod ein Palmsonntag war. Auch die Assoziation Robert Fords mit Pontius Pilatus, wenn er sich vor der Erschießung seines einstigen Idols die Hände und das Gesicht wäscht, ist irreführend, denn Robert Ford ist weder der Richter noch der Henker von Jesse James – vielmehr begeht dieser durch die Hand Fords Suizid:
Sukzessive zerstört Jesse James Robert Fords – von allen schlicht ‹Bob› genannt – idealisierende Sicht, die er aus Groschenromanen gewonnen hat, auf seine Person, indem er ihn zunächst vor den Kopf stößt, desavouiert, demütigt und schließlich verstört. Er nutzt den träumerischen Jungen als Projektionsfläche seiner eigenen destruktiven Selbstwahrnehmung, weil er weiß, dass kein Hass tiefer wurzelt als der einer völligen Enttäuschung über ein einstiges Idol – und auf diese berechnende Weise weckt Jesse in Bob die Bereitschaft, ihn zu töten.
Dabei ist Bob keineswegs für Jesse nur ein Werkzeug, das ihm bei der Inszenierung seines Suizids als Mord behilflich ist; er erkennt in ihm einen überdurchschnittlich talentierten jungen Mann, für den es kein richtiges Leben im falschen gibt (vgl. Seeßlen, Adorno zitierend). Charly Ford empfiehlt Jesse seinen Bruder als einen geeigneten Komplizen für einen weiteren Überfall mit den Worten: "Bob isn't much more than a boy to most appearances. But there's about two tons of sand in him. And he'll stand with a shooter when that's what's called for. And he's smart too. He's about as intricate as they come." Jesse erwidert darauf, ohne zu zögern: "You forget I already met the Kid."
Die hohe Achtung, die Jesse vor Bob empfindet, drückt sich eben darin aus, dass er ihn so tief wie keinen anderen in sein zerrüttetes Inneres blicken – oder vielmehr: daran teilhaben – lässt, indem er ihn all die Eigenschaften, die er an sich selbst verachtet, mit voller Gewalt spüren lässt. Das Motiv der Demontage des Mythos ‹Jesse James› vollzieht sich also auch in dem symbiotischen Verhältnis zwischen Jesse und Bob.
Einer der wichtigsten Beweggründe Jesses, in den Tod zu gehen, besteht darin, dass er um die Ausweglosigkeit seiner Situation weiß. Der Film deutet an, dass eine weitere Verschwörung gegen Jesse durch Dick Liddil und einem Mann namens Jim Cummins, von dem im Film mehrmals die Rede ist, der allerdings kein einziges Mal auftritt (ein Quasi-McGuffin, der die Undurchsichtigkeit des Films bestärkt), im Gange ist. Jesse ahnt diese Verschwörung und erschießt sogar ein Bandenmitglied, das sich ihm gegenüber verdächtig verhält.
Die Tragik Bobs besteht letztlich darin, dass er Teil eines Plans wurde, den er Zeit seines Lebens nicht begreift. In seiner infantilen Geltungssucht lässt er sich in der Öffentlichkeit als der Mann, der Jesse James erschossen hat, feiern. Als die allgemeine Wahrnehmung des ‹Verbrechers› in die des ‹Heiligen› Jesse James umschwenkt, wird Bob – bis zu seinem eigenen bitteren Ende – von dem falschen Dämon der ‹Legende› Jesse James verfolgt.
"The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" ist ein überaus artifizieller Film, der in nachdenklichen Bildern den Mittleren Westen der USA als einen dämmernden Hades erscheinen lässt, in dem die Unterschiede zwischen Recht und Unrecht, Macht und Ohnmacht, Vertrauen und Misstrauen tatsächlich nur in einer Silbe liegen.
Der Score Nick Caves, der selbst einen kurzen Auftritt als Saloon-Sänger hat, unterstreicht die betörende Melancholie, die über jedem einzelnen Bild dieses Films liegt: Zum einen dominiert ein Spieluhren-Motiv, das auf die Schicksalshaftigkeit der Ereignisse hinweist, und zum anderen ein herbes folkloristisches Thema.
So ist "The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" ein Film über die Entstehung und gleichzeitig die Demontage von Mythen. Andrew Dominik zeigt – in Kontrast zu dem mitunter heroisierenden Erzählerkommentar – das modernde Fleisch, das unter dem Deckmantel mythischer Verklärung versteckt liegt. Dabei nimmt der Film – alleine durch den Titel – nahezu alle wichtigen Plot Twists vorweg, ‹erzählt› nur wenig, sondern kreist kontemplativ um seine Hauptfiguren – und gewinnt gerade daraus seinen enormen Gehalt.
– Vielleicht der beste in den USA produzierte Film der letzten zehn Jahre.

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mikadoapache

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die endstufe des western


nilswachter

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Sehr, sehr starker Kommentar! Wow!


Murray

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Bewertung9.0Herausragend

Und schon wieder ein Film bei dem ich mich frage warum ich ihn so lange vor mir hergeschoben habe. Denn "TAoJJbtCRF" ist mal ganz locker einer der besten Western die ich je gesehen habe.

Bemerkenswerte Kameraarbeit, durchweg überzeugende Darsteller und Nick Cave's jederzeit passender Soundtrack versetzen einen direkt in die unheilvolle, ja gar düstere Geschichte um die letzten Jahre der Wild West-Legende.
Auch wenn man wie ich bereits mit dieser vertraut so wird doch jede weitere Minute spannender und intensiver, bis die Atmosphäre so dicht ist das man die Luft mit einem Messer schneiden könnte.
Das soll erstmal ein Film nachmachen der das Ende bereits im Titel verrät.

-"You ever count the stars? I can't ever get the same number, they keep changin' on me."
-"I don't even know what a star is, exactly..."
-"Well, your body knows, it's your mind that forgot. "

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AmeliaPond

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@lydia.koerbs: Fand Gone Baby Gone leider überhaupt nicht gut,deshalb ist seine Performance da wahrscheinlich ein wenig an mir vorbeigelaufen. :)


Lydia Huxley

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Kann sein^^ Ich möchte behaupten, dass Casey schauspieltechnisch seinem Bruder voraus ist. Dafür mag ich Bens Regiearbeiten sehr gern.


Roldur

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der sperrige Titel "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" beschreibt für mich das wohl beste Western-Epos unserer Zeit. Man könnte schon fast Anti-Western sagen. Vor einigen Jahren wurde in einer Kritik über den Film formuliert, dass er da anfange wo der normale Western aufhört. Das Heldentum, die Überinterpretation der Taten, all diese Faktoren machen die klassischen "Outlaws" zu dem, was sie heute sind: Helden.
Andrew Dominik lässt bei der Konfrontation zwischen dem unsicheren und verwirrten Robert Ford, in fast schon meditativer Ruhe, dieses Bild langsam zerbröckeln. Atemberaubend symbolische Landschaftsaufnahmen verbunden mit einer der besten Performances Brad Pitts und wohl der Rolle des Lebens seitens Casey Afflek.

"(...) He had two incompletely healed bullet holes in his chest and another in his thigh. He was missing the nub of his left middle finger and was cautious, lest that mutilation be seen. He also had a condition that was referred to as "granulated eyelids" and it caused him to blink more than usual as if he found creation slightly more than he could accept. Rooms seemed hotter when he was in them. Rains fell straighter. Clocks slowed. Sounds were amplified. (...)"

Jesse James Gedicht ist längst aschgrau, fahl, leer, unbeeindruckt von den 17 Menschen, die er auf seinem Weg zur Ikone unter die Erde brachte. Dahingerafft von der Unfähigkeit zu leben wie jeder andere, fälschlicherweise zum Helden gemacht. Robert Ford, 20, als sein größter Fan, weiß alles über ihn, will werden wie er und ist sich nicht bewusst, wem er da eigentlich nacheifert.
Manche mögen den Film mit seinen 160 Minuten vielleicht als zu langatmig ansehen, für diejenigen aber, die das melancholische und ergreifende Portrait zwischen Gewalt und Schönheit schätzen können, werden hoffentlich genauso sprachlos zurückbleiben wie ich.
Ich kann diesem Film mit fast nichts entgegenkommen außer überbordender Pathetik und nicht enden wollender Begeisterung. Nachdem ich zuerst "Killing them Softly" gesehen und Andrew Dominik schon geistig abgeschrieben hatte, habe ich hier ein echtes Meisterwerk gesehen.

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TheBruceWayne

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Eine 10 + ♥ für diese grandiose Westernballade ? Wollen wir Freunde sein ? Sehr schöner Kommentar.


stuforcedyou

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Ja, Meisterwerk. Kein Zweifel.


Helter Skelter

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Bisher hab ich noch keine von den komischen "Listen" erstellt.

Aber vllt sollte ich mal ne Liste mit den dümmsten Filmtitel erstellen ;)

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Helter Skelter

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So, nachdem ich wieder aus dem Urlaub da bin (war in Österreich xD; vgl. oben), mein Senf dazu:

www.wikipedia.de/FranklyinFlyer/Infos-für-Dummies-die-in-Foren--anderen-Wissen-bzw-Nichtwissen-unterstellen-um-damit-zu-glänzen-und-wahrscheinlich-selbst-dumm-wie-Büchsenbrot-sind

Ps. nichts für ungut ;)

Und dass alle heut nacht schlafen können:
Dann werde ich eben auf krimi-couch oder lovelybooks ne scheiss Liste machen und Ron Hansen an die Spitze setzen :-P


FranklinFlyer

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http://cdn-www.cracked.com/articleimages/randall/irony01.jpg


Uli Kunkel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Lange bevor ich den Film sah, kam ich über Last.fm in Kontakt mit dessen wunderbarem, schwermütigem Soundtrack von Nick Cave & Warren Ellis. Stücke wie das entrückt-trauervolle "Song for Bob" liefen anschließend in Dauerrotation. Der dazugehörige melancholische Western "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" ist ebenfalls erwartet fantastisch und läßt die vielen überschwänglichen Lobpreisungen als tatsächlich gerechtfertigt erscheinen. You better believe the hype. Bereits der sperrige Titel und das Poster, das zwei verlorene Personen in einer weiten und leeren Landschaft zeigt, deuten an, daß es sich hier nicht um einen Genrefilm von der Stange oder eine konfektionell erzählte Geschichte handelt. Keine eindeutigen Helden, keine hassenswerten Schurken, keine wilden Verfolgungsjagden oder Schießereien. Vielmehr finden wir uns in einer nuancierten Charakterstudie wieder, welche vor allem die beiden Hauptfiguren immer weiter entfaltet, weitere Schichten ihrer persönlichen Entwicklungsgeschichte freilegt. Sie läßt sich dabei Zeit. Viel Zeit. Der bedrohlich-undurchsichtige Jesse James, mit seinem stechend-abschätzenden Blick, und der verdruckst-ambitionierte Robert Ford, mit seinem gezwungenen Grinsen, enthüllen in mannigfaltigen ruhigen und in ihrer unterschwelligen Anspannung sich steigernden Szenarien ihre inneren Brechungen, ihre emotionalen und motivativen Vielschichtigkeiten. Die fabulösen, subtilen Performances von Brad Pitt und Casey Affleck verleihen ihnen dabei eine tiefbewegende Vitalität.
Es ist dies eine Parabel über Vertrauen und Verrat, Paranoia und Isolation, Geltungswillen und Desillusion, sowie die Schattenseiten des Ruhms und die Macht der Mythenbildung. Die Tragik der Sackgassen des Schicksals im Rahmen eines historischen Kontexts, betrachtet jenseits der verzerrten öffentlichen Wahrnehmung durch die detailierte Wahrhaftigkeit des individuellen Vergrößerungsglases. Eine Parabel über die Zerbrechlichkeit und die Ausgesetztheit der Existenz, über die flüchtige Natur des persönlichen Glücks.
All dies eingefangen in wundervollen, schwelgerisch-elegischen Bildern, der perfekten Vermählung von naturalistischem Realismus und purer magischer Bildsprache.
Prachtvoll.

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Jenny von T

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Ich hatte ja gehofft, du würdest noch etwas schreiben, als ich deine Wertung sah... wunderbar! Yeah! :-)


Uli Kunkel

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Das freut mich. =)
Hatte mich in letzter Zeit hier auf MP leider etwas rar gemacht. Momentan ist mein Mitteilungsbedürfnis scheinbar weniger ausgeprägt. Aber zumindest zu diesem Film wollte ich doch noch ein paar eigene dürre Worte loswerden.
Außerdem habe ich noch zwei umfangreiche, konzeptionell größenwahnsinnige Kommentare zu "Fight Club" und "Eternal Sunshine..." in der Pipeline, an denen ich wohl noch einige Jahre basteln muß, bevor ich sie raushauen kann. XD Ich erwähne das jetzt eigentlich nur, um mir selbst etwas Druck zu machen.


Comicverkäufer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Guuuuter Film! Sehr guter Film! Liegt für mich auch ganz stark daran, daß ich Brad Pitt für einen aussergewöhnlichen Schauspieler halte. Die deutliche Überlänge habe ich diesem Film nicht angemerkt. Es passiert tatsächlich sehr wenig, aber das, was passiert hat mich gefesselt. Die Schicksale zweier trauriger Figuren, die sich klar von den sie umgebenden Charakteren abheben, werden miteinander verbunden. Ich konnte die unterschiedlichen Sehnsüchte der beiden regelrecht selbst durchleben. Der eine, der seinem Idol so nahe wie möglich sein will, der andere, der irgendwie mit allem abgeschlossen und sein unvermeidliches Schicksal akzeptiert hat. Ein Satz aus dem Film ist wohl die beste Beschreibung für das Dilemma der Hauptfiguren. Jesse James zu Robert Ford: "Ich weiss nicht, ob Du so sein willst, wie ich, oder ob Du ich sein willst."
Ausserdem ist die Musik klasse und die Optik passt. Was will man mehr?!

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Comicverkäufer

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Dankeschön, sehr freundlich! Brad Pitt ist für mich seit "12 Monkeys" und "Sieben" schon einer der Top-Darsteller und weit mehr, als der Schönling, bei dem die Frauen dahinschmelzen. Für mich bedauerliche Ausrutscher wie "Rendezvous mit Joe Black" hat er dann mit z.B. "Fight Club" oder "Moneyball" ausgeglichen.


EvertonHirsch

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Ich glaub ich weiß schon, warum ich mir "Rendezvous mit Joe Black" nicht angucke. Aber in Moneyball fand ich ihn auch richtig gut (Fight Club ja sowieso)


Carmine

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist schon erstaunlich, wie es Andrew Dominik schafft totz des bekannten Endresultats, den Zuschaucher zu fesseln und mitzureißen. Dabei hält sich der australische Regisseur teilweise an Genreexperten wie John Ford oder auch Samuel Fuller, doch nicht zu stark, damit noch Platz für seine eigene Interpretation des Genres auch noch zur Geltung kommt.

The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford ist der wohl originellste Western seiner Zeit und bringt mich sich auch die mit Abstand beste schauspielerische Leistung des Genres mit.

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Russian Joker

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Bewertung9.0Herausragend

Zugegeben, ich war beim Abspann nicht sicher was das gerade war. Es lag auf der Hand, dass die Musik erneut exzellent war. Deshalb empfand ich es auch nicht schlimm während des Abspanns noch etwas herumzusitzen und nachzudenken. Unbestritten ist auch die wundervolle Kameraführung, besonders das "Laternenspiel" im Wald vor dem Überfall oder die Einblicke in mehrere Räume gleichzeitig wo zwar nicht viel passiert, aber das was passiert enormen Wert hat. Aus diesem Winkel erkennt man Jesses Handlung in einem Raum und die Reaktion der Leute in dem daneben. Grundsätzlich muss man sagen, dass hier allgemein nicht viel passiert. Das aber - ist keine Schwäche des Films.
So nun eine Nacht darüber geschlafen und ein Kaffee lang reflektiert - "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling" Robert Ford ist ein großartiger Film. Lassen wir die Komplimente über Brad Pitt einfach bei Seite, denn wer noch nicht erkannt hat, dass er ein ganz großer Akteur ist, tja.... ich weiß gar nicht wie das gehen soll. Der Titel ist lang, der Film auch. Die Moment des Schweigens in ihm ebenfalls. Doch eben das macht ihn stark. Das dem Zuschauer gezeichnete Portrait einer Männergemeinde braucht nicht viel Worte und auch kein großes Vorwissen zu dem legendärem Jesse James - ich besaß zu meiner Peinlichkeit gar keins. Jesse James ist ein Ganove, ein Bankräuber und ein Mörder. Er ist ein schlechter Vater, ein schlechter Ehemann und ein wahnsinnig paranoider Mann, der stets bereit ist eine seiner vielen Waffen zu benutzen. Seine Brutalität und Gewaltbereitschaft kennen keine Grenzen. Und jeder der sich mit ihm umgibt verspürt stickende Angst. Doch Jesse James ist auch verletzlich, soziopathisch und verbittert. Moment, ein verletzlicher Westernheld? Ja tatsächlich - eine meiner Meinung mutige und definitiv lohnenswerte Idee.
Hat er einen Gegenspieler der ihm das Wasser reichen kann? Nein. Es gibt ihn aber. Robert Ford sein Name, gespielt vom kleinen Bruder des Ben Afflecks. Man stelle sich folgende Situation vor. Jeder von uns hat ein Jugendidol, ein Vorbild. Meins war Sherlock Holmes und das von Robert Ford ist Jesse James. Was würde man tun wenn man seinen Jugendhelden trifft? Robert Ford versucht mit allen Mitteln so zu sein wie Jesse James, er versucht auszusehen wie er, zu gehen wie er, zu reden wie er und zu denken wie er. Oft musste ich mich fremdschämen, als er sein Idol auf Gottesebene erhob. Doch zu sein wie der große Jesse James - das klappt nicht. Denn Jesse James wurde so geboren wie er ist und Ford ist ein 19 jähriger Weichling. Nach anfänglichem Interesse, lässt James ihn das auch spüren. Sowie jeder anderer der Gang, selbst sein Bruder, der ältere Ford (Sam Rockwell). Was geschieht nun? Robert, einfach nur Bob genannt, wird eifersüchtig. Er wird wütend, er fühlt sich minderbemittelt. Während die Paranoia mit Jesse durchgeht und er viele von seinen Freunden, nicht ohne Bedauern, umbringt, wächst in Ford die Berächtigung seines neu geborenen Traumes. Er möchte sein ihn enttäuschtes Idol fallen sehen. Der junge Mann begreift nicht, dass dieser Schritt ihn selbst nicht besser machen wird. Die Frage ist: "Wie schafft es dieser zwar sicherlich intelligente, aber aussichtslose Versager Jesse James zu töten?" Macht der Anführer einen Fehler? Ein Mann vor dem die gesamte Gang mehr Angst als Respekt hat? Der Mann der jeden Schritt geplant und wohlüberlegt setzt? Der Dinge tut, die ihm sein selbst auferlegtes Prinzip sagt und seinem Herzen gleichzeitig einen so heftigen Stich versetzt, dass selbst mir der Atem stockte? Nein ist meine Antwort. Der große Manipulator Jesse James hat jede Entscheidung und jede Wendung in seinem Leben selbst bestimmt. Er steht sich selbst im Wege und möchte nicht länger im Misstrauen leben, kann diese angeborene Eigenschaft allerdings nicht ablegen. Wie also wird Jesse James geschlagen? Wer darf sich sein Bezwinger nennen? Diese Frage lass ich offen.

Alles im Leben wird bestraft und seine Strafe erlangt Ford nicht erst mit seinem Tod - das Volk von Missouri zeigt ihm wer er ist und zeigt ihm, dass er nie so sein wird wie Jesse James - selbst wenn er nicht mehr ist. Zwischen Liebe und Hass ist ein schmaler Grat, welchen Ford schnell überschritt. Ohne zu kämpfen, ohne an sich zu arbeiten - das ist viel feiger als der Mord an Jesse James.
Nicht mal ansatzweise konnte ich die Spannung und Zwiespaltigkeit dieses Films beschreiben. Jedoch sollte es jeder selbst versuchen. Die 220 Minuten lohnen sich um zu entdecken was für ein Mensch man selbst ist - ein Feigling oder ein radikaler Anführer oder vielleicht etwas dazwischen.

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Tachitalili

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Bewertung3.5Schwach

Lahmer Streifen, der sich wie ein Kaugummi hinzieht.... Bedeutungsschwangere Blicke und Andeutungen von einem Lächeln im Gesicht der Helden, die ihre finsteren Pläne oder auch ihre inneren Zweifel darstellen sollen: wer sich auf diese Weise bestens unterhalten fühlt, wird hier seinen Film finden.

Melancholie, Depression, Trostlosigkeit bekommt man hier im Maxi- Menü...
Ich habe mich schon immer gefragt, warum viele Männer Western gerne mögen, muss wohl dasselbe sein, wie wenn Frauen sich Liebesschnulzen ohne Happy-End angucken...

Da ich aber gern auch positive Gefühle während eines Films habe, oder ersatzweise wenigstens gern zwischendurch spannende Passagen hätte, hat mir der Film nicht gefallen.

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pxl

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"gute Grusler"
Made my day


Kasparle

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Ich meinte nur das sich der Film schlecht mit anderen Western vergleichen lässt weil es ja eben extra kein Genre typischer Western ist. Kein Übercooler Revolverheld, keine langezogenen Schootouts etc. Von daher kommt es mir eher so vor als das du den Film nicht magst, was ja auch ok ist und das du im allgemeinen keine Western magst. Man sollte trotzdem nicht diesen Film mit anderen Western vergleichen nur weil das Setting das gleiche ist. Der Stil ist ein vollkommen anderer! War kein Angriff sondern eher ein Hinweis darauf sich erstmal mit einem Genre zu besfassen bevor man wilde Hypothesen aufstellt; )


ShaneWalsh

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Ich finde den namen etwas kurz...

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TheAvenger68

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Kurzer, knackiger Filmtitel :-)


Pegisto

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Bewertung6.5Ganz gut

Man kann sich ja immer einen Film schön und gut reden, ... muss hierbei aber nun wirklich nicht sein.

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Kasparle

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Hier muss man sich gar nicht schön und gut reden. Schön ist der Film nicht zwingend, gut definitiv. Auch wenn man natürlich, je nach Geschmack seine Längen kritiseren kann, der Film und seine Aussage stehen für sich!


Kasparle

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Bewertung10.0Herausragend

Ich bin Sprachlos... wenn ich mein Mundwerk wiederfinde schreib ich mal was genaueres.
Soviel sei gesagt: Unfassbarer Film!

So eine Nacht drüber geschlafen... Langsam finde ich meine Worte wieder. Also:
Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford ist wohl die gelungenste, authentischste und umfassendste Antithese zum eigentlichen Westerngenre.
Jesse James, ein bewunderter Revolverheld, wird hier nicht als stiller, cooler und treffsicherer Schütze porträtiert, wie es in JEDEM Italo Western der fall wäre, sondern erreicht seine fast schon Unantastbarkeit durch unfassbare, unmenschliche Skrupellosigkeit und Gewaltverliebtheit. Er schießt gut, was zwar nie erwähnt wird, aber seine Kugeln treffen immer, doch das macht ihn nicht zu einer Ausnahme. Seine Stellung resultiert aus seiner paranoiden Art, daraus das er potenzielle Gefahren aus einer Vermutung herraus erschießt. Daraus das, wie er selber beschreibt, manchmal die Pfede mit ihm durchgehen und er extrem Gewalttätig wird. Seine Weggefährten haben keinen Respekt vor ihm, sie haben Angst! Angst in Ungnade zu fallen. Jesse James ist wie ein launischer Monarch, der auch in Momenten der Güte jeder Zeit eine Hinrichtung befehlen könnte.
Der zweite imens wichtige Charackter für die Entwicklung der Geschichte ist, wer hätte das gedacht, Robert Ford. Casey Affleck spielt in diesem Film besser als es sein großer Bruder jemals vermochte. Er spielt die wahrscheinlich beste Rolle eines jungen Mannes im Kampf mit sich selbst und einer etablierten Machtposition, seit Paul Dano in There will be Blood. Sein Spiel macht den Film zu dem was er ist. Dieser schüchterne, zurückhaltene Kerl, dem sein streben nach Bekanntheit trotzdem in jeder Szene anzusehen ist, seine Art lapidar dahin zu plappern, wärend seine Mimik das dahinterstehende, das Durchdachte wiedergibt, das ist ganz großes Schauspiel! Von Minderwertigkeitskomplexen getrieben eifert er seinem großem Vorbild Jesse James nach. Weiters zu der Beziehung der beiden spare ich mir jetzt um nicht zu Spoilern.

Zu Schnitt, Kamera und Licht sei gesagt. Überragend! Muss man jetzt nicht ausführen. Aber spätestens bei der Szene in der der Zug durch den Wald fährt und das Licht durch die Bäume auf die Bande fällt, sollte jedem klar sein das hier ganz große Filmkunst auf einen zukommt!

Angucken! Wer ihn noch nicht kennt... SOFORT! LOS!

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TheBruceWayne

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Absolut großartiger Kommentar zu dem besten Western aller Zeiten.


Kasparle

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Danke: )



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