Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford (2007), US
Laufzeit 156 Minuten, FSK 12, Western, Drama, Kinostart 25.10.2007

7.5 Kritiker
39 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9 Community
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111 Kommentare
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von Andrew Dominik, mit Brad Pitt und Zooey Deschanel

Jesse James war einer der ersten amerikanischen Medienstars. Es wurden zahllose faszinierende Bücher und fabelhafte Geschichten über Amerikas wohl berühmtesten Banditen geschrieben, die ihn größer machen als er zu Lebzeiten je war, doch die meisten von ihnen nehmen es mit der Wahrheit nicht ganz so genau. Für die Ausgeraubten und Terrorisierten und für die Familienangehörigen derjenigen, die Jesse James tötete, war er vermutlich nur ein gewöhnlicher Krimineller. Hingegen wurde Jesse und der James-Gang in den 1870er-Jahren von der Sensationspresse und in vielen Groschenromanen größte Ehrfurcht und Bewunderung entgegengebracht. Er wurde als eine Art Robin Hood gefeiert, der gezielt jene Banken und Eisenbahngesellschaften aufs Korn nahm, die den armen Farmern das Leben schwer machten. Er war ein tragischer Held: Als Südstaatensoldat ging er durch die Hölle und wurde verwundet – er war davon überzeugt, die Union der Nordstaaten hätte sein Leben ruiniert. Immer mehr Amerikaner zogen in die Städte, führten ein konventionelles, konservatives Leben. Gerade sie erlebten ihn als letzten freien Westernpionier – als Symbol für den amerikanischen Geist, als charismatischen Rebell, der das Gesetz ganz offen verhöhnte und nach seinen eigenen Regeln lebte. Er verkörperte alles, was eine Legende ausmacht. Robert Ford bewunderte Jesse James über alles – er war ein idealistischer und ehrgeiziger Junge, der sich nichts mehr wünschte, als eines Tages mit seinem Idol reiten zu dürfen. Er konnte nicht ahnen, dass er einst als der dreckige kleine Feigling in die Geschichtsbücher eingehen würde, der Jesse in den Rücken schoss. Aber wer war Jesse James wirklich – abseits der Halbwahrheiten und auflagensteigernden Schlagzeilen? Und wer war der damals 19-jährige Robert Ford, der zum inneren Kreis um Jesse gehörte? Wie brachte Ford eine derart monumentale Persönlichkeit zu Fall, was die Sheriffs in zehn Staaten vergeblich versucht hatten? Wie wurden sie Freunde? Und was spielte sich in den Tagen und Stunden vor jenem Schuss ab, der Jesses James’ Leben auslöschte und damit auch zum Wendepunkt in Robert Fords Leben wurde? Niemand wird je die ganze Wahrheit erfahren. “Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford” beruft sich auf Ron Hansens Roman über den berüchtigtsten Gesetzlosen und seinen Attentäter, um die Legende aus einem neuen Blickwinkel darzustellen: Was geschah tatsächlich in den Monaten vor dem berüchtigten Schuss? Im Jahr 1881 ist Jesse 34 Jahre alt. Er bereitet seinen nächsten großen Überfall vor und führt einen Privatkrieg gegen seine zahlreichen Gegner. Sie alle wollen das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld und den Ruhm, Jesse James zur Strecke zu bringen. Doch die größte Gefahr droht ihm von den Menschen, denen er uneingeschränkt vertraut. (omdb)

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Cast & Crew


Kritiken (7) — Film: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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8.0Ausgezeichnet

[...] Der Film streift sein anfängliches Bild, geprägt von einem dicht inszenierten nächtlichen Zugüberfall, immer nur beiläufig, aber die vermeintliche Heldenbande um Jesse James skizziert er als ziellose und verwirrte Gruppe brutaler Taugenichtse. Diese Männer sind keine ritterlichen Geber, die den Vormarsch der Industrialisierung mit südstaatlichem Post-Bürgerkriegseifer zu bekämpfen versuchen, um die Habseligkeiten der ‚großen’ an die ‚kleinen’ zurückzubringen. Auch wenn der Film die Verklärung seines untersuchten Mythos’ selbst zugeben muss, sei es in der Presse, der Rechtssprechung oder der Kultur – schließlich wird all das Gesehene zu einem Stück trivialen Theaters verkommen –, achtet er ganz bewusst darauf, neue Blickwinkel auf Jesse James und seine Mitstreiter zu schaffen. Denn indem diese Gefolgschaft in sich verraten und zersetzt endet, kreiert der Film auch eine Metapher für die Unaufhaltsamkeit der Moderne, deren Züge sprichwörtlich längst am Anrollen sind. [...]

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

Die Analyse eines Mordes, der Beweggründe dafür und seiner Konsequenzen stehen im Zentrum. Andrew Dominik dringt in die zersplittete Gefühlswelt der Westernlegenden ein. Daraus ergibt sich ein sperriges, teils langatmiges Drama, das durchaus Geduld abfordert. Wer sich aber darauf einlässt, wird in eine berauschende Welt eintauchen.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.5Sehenswert

Das epische Zeitmaß - Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford dauert mehr als zweieinhalb Stunden - bekommt dem Film jedoch nicht unbedingt gut: Die eine oder andere Nebenfigur tritt zwar stärker hervor, er wirkt aber auch zunehmend bleiern. Zu akademisch ließ man sich hier auf die Herstellung von historischer Patina ein, die erst dann wieder zu Leben erwacht, wenn sie gleichsam über sich selbst erzählt.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Obgleich der Filmtitel listig eine Urknalltheorie andeutet, ist Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford keineswegs ein klassischer Western. Trotz etlicher Schießereien gibt der Film eine wundersam beschauliche und poetische Saga ab, die einen frischen und faszinierend neuen Ausblick auf ein verwaschenes Genre bietet.

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facepalm

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Wo gibt es in dem Film bitte "etliche Schießereien"?


Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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8.0Ausgezeichnet

Nicht James, Ford ist hier die Identifikationsfigur. Dessen Verehrung für ein Ikon der amerikanischen Geschichte, seine ambivalente Beziehung zu einem mehrfachen Mörder, beleuchtet Andrew Dominik en detail. Sein Film scheut nicht davor zurück, die Psychologie seiner Protagonisten in aller Ausführlichkeit und auf über 150 Minuten auszubreiten, was sich nicht immer frei von Längen darstellt.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Ein Versuch über den Western und das Verbrechertums, ein Beitrag zur reichen Kulturgeschichte des Verrats, ein Zen-Western, im schlafwandlerischem Stil inszeniert: Wie für die Figuren ist auch für die Zuschauer der Weg das Ziel, denn dieses kann nur der Tod, Jesse James' Ende und das Ende des Films sein.

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Chuchaqui: Critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Habe lange gebraucht, um mich endgültig festzulegen. Mittlerweile bin ich mir aber sicher: Ein sehr guter Film. Zwar gegen Ende etwas zu lang geraten und auch in den Unschärfe-Experimenten mit der Kamera habe ich wenig Sinn gesehen. Ansonsten aber starkes Kino mit tollen Bildern und vor allem sehr guten Darstellerleistungen, v.a. von Pitt und Affleck. Auch die Musik von Nick Cave trägt zum Kinoerlebnis bei.

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Kommentare (104) — Film: Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

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jimmey11

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Bewertung9.0Herausragend

Jesse James, Robert Ford. Ein Dialog.

Jesse:
Zuerst kaum wahrgenommen, den unscheinbaren Unsichtbaren, der mit der brüchigen Stimme. Lobeshymnen hat er mir gesungen, Gedichte hat er mir geschrieben. Keine Herausragenden, aber sie gefielen mir doch. Und langsam in mein Leben, langsam in meine Festung, die Undurchdringbare, eintrat. Sie einriss, mit bloßen Händen. Was ich nie für möglich gehalten, was ich aufgegeben hatte, fand ich in ihm. Keinen Bruder. Keinen Freund. Doch ebenso verloren, ebenso allein wie ich.

Rob:
Ich habe niemanden. Ich bin niemand und verlange nichts. Ich lasse all das über mich ergehen und meine Figur löst sich im Schatten, nicht mal ein Umriss bleibt zurück. Nichtmal die Erinnerungen. Es gab nur einen einzigen Menschen für mich, nur eine Person der ich ewig und ohne zu wissen warum, verfallen war. Meine Bestimmung. Mein Schicksal.

J.:
Ich habe niemanden. Eine lebende Legende ohne Ziel. Unsichtbar und doch nicht unbekannt. Je mehr Bewunderer ich habe umso einsamer fühle ich mich. Sie verstehen nicht. Sie wissen nicht. Nur er weiß es. Ich sehe es in seinen Augen. Ein Einziger der zu mir vordringt. Und doch zurückschreckt. Warum? Warum bleibst du stehen und drehst dich weg? Warum lässt du mich allein? Komm zurück. Lass mich Mythos werden und beende mein Leid.

R.:
Bevor ich die Waffe hebe und ein letztes Mal auf den Mann blicke, der mir alles war. Bevor ich die Waffe hebe und ein letztes Mal an die Hefte denke, an das warme Gefühl im Bauch, den Kloß im Hals beim Gedanken an Jesse. Bevor ich die Waffe hebe und abdrücke. Und mein Leben in den Abrund reiße. Bevor ich Legende zum Mythos werden lassen.

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snour

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich war nie ein Fan von Western, aber bei diesen Film hatte ich nie das Gefühl gehabt, dass er versucht Western Klischees zu erfüllen.
Viele finden es auch nicht gut, dass der Titel den Inhalt des Films verrät, aber ich persönlich finde es viel wichtiger "WIE" und natürlich "WARUM" Jesse von Robert ermordet wird.
Ich bin auch ein großer Fan von Brad Pitt, denn er schaff es immer wieder einen Film durch seine Präsenz aufzuwerten.

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Hagen Hagen

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Bewertung9.5Herausragend

Wunderbare Bilder, wunderbare Darsteller, wunderbarer Film.

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Roolfer

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...wunderbarer soundtrack


Hagen Hagen

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stimmt. Und wunderbare Dialoge.


Jose Pereira

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Bewertung5.5Geht so

Oh... wer den Titel kennt, kennt den Film. (Ich bin überrascht.)
Mich wundert es, dass viele Jesse James als Meisterwerk feiern, und den Banditen als Robin Hood bezeichnen. In welcher Szene hat er denn Heldentaten bewiesen? Ich habe keine einzige gesehen. Ist er aufeinmal ein Held, weil er mit seinem kleinen Sohn in die Kirche geht? Amen. Und wieso wird Robert Ford als Feigling dargestellt? Ähm.. wäre im Vergleich Jesse James dann nicht selbst ein Feigling? So viel Mut aufzubringen, den Mann umzubringen, den Robert ein lebenlang vergöttert hat, ist die einzig richtig coole und intelligente Aktion im Film. (Respekt!!) Gegen Casey Affleck sieht Brad Pitt ziemlich blass aus. Trotz langgezogenen Szenen ist die Atmosphäre sehr interessant, besonders die wahrhaftig zu erkennende Verzweiflung in den Gesichtern. Das Ende mit den Drinks an der Bar hat mich jedoch enttäuscht, daher nur eine 5,5.

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bluebigpappa

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Also lohnt sich der Film nicht? Ich wollte den immer mal sehen aber der passte von der Laufzeit her meistens nicht "dazwischen"!


Keky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Puh!!! Nicht gerade "The Wild Bunch"Egal wie schön und glaubwürdig geschauspielert wird und ebenso egal wie realistisch und bezeichnend ein Film sein kann. Das hier ist definitv ein Streifen für den man Durchhaltevermögen braucht. Er ist ewig lang und hat auch noch ne richtige Schlaftabletten Kamera-Arbeit. Aber wer sich für eine amerikanische Geschichtsfigur wie Jesse James und seine Spießgesellen interessiert sollte sich den Film ansehen. Und ein Plus hat der Film wirklich: Er hält sich an ein realistische Darstellung dieser Epoche

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Lumpowitz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Jesse James kann als einer der ersten großen Helden im Zirkus der Massenmedien gelten. Unzählige Zeitungsartikel und Groschenromane beschäftigten sich schon zu dessen Lebzeiten mit den Taten des Zugräubers, stilisierten ihn zu einer Art Wohltäter, der im Sinne des Volkes die Macht der großen Bankiers und Bahnmonopolisten schwächte. Ein moderner Robin Hood ist er im Film von Andrew Dominik aber nicht. Mit dem erbeuteten Geld ernährt James zwar seine Familie, aber er nutzt sie auch, um sich inkognito als reicher Geschäftsmann zu gebärden. Wer mit ihm reitet, ist ihm letztlich egal. Eben jene Ignoranz bekommt auch Robert Ford zu spüren, der über seinen Bruder mit der James-Gang in Kontakt kommt. Für ihn ist es das Größte, mit Jesse auf Raubzug zu gehen, bewundert er ihn doch von Kindesbeinen an. Und auch wenn sie Bob zum Spottobjekt der anderen Bandenmitglieder macht, steht er zu seiner Obsession. Robert Ford will sein wie Jesse James - nein – er selbst will Jesse James sein. Der jedoch belächelt nur die Schmeicheleien des Tagträumers. Nicht weil er über den Dingen steht, sondern weil er genau weiß, wie viel oder wenig Wahrheit die Legenden um seine Person beinhalten. Jesse James zerbricht an seinem Status Quo, an der Überhöhung seiner Person, der eigenen Lebenslüge, und flüchtet sich in Paranoia. Der Fanatismus von Bob Ford erfährt eine klare Ablehnung und verkehrt sich in Hass.

Was Andrew Dominik mit „Die Ermordung des Jesse James…“ auf die Leinwand gebracht hat, darf gut und gern als Musterbeispiel des psychologischen Western bezeichnet werden. Der Film macht alles richtig. Jede seiner Figuren darf ihr eigenes Süppchen kochen, um es den Anderen alsbald löffelweise zu servieren. In höchst angespannten Situationen werden dann misstrauische Blicke gewechselt, minutenlang. Es wird künstlich gelacht, um die eigene Angst zu kaschieren. Es wird gegenseitig gestichelt und die Münder speien Zwietracht. In eben diesen Augenblicken ist Dominiks Werk am stärksten und installiert eine sogartige Spannung, die sich ausschließlich zwischen den instabilen Persönlichkeiten seiner Antagonisten zuträgt und sich wie von selbst ergibt. Sie muss nicht in Schusswechseln und Verfolgungsjagden erst erschaffen werden. Die Revolver werden hier spärlich und nur kurz aus ihren Halftern gelöst. Wenn gestorben wird, dann ohne Umschweife.

Man könnte „Die Ermordung des Jesse James…“ als dialoglastig abtun, aber das würde ihm nicht gerecht. Er lebt von seinen unzähligen Unterhaltungen wie vom Verzicht auf Getöse. Dass er dabei nie banal wirkt, hat der Film neben seinem vorbildlichen Skript auch dem ausgezeichneten Cast zu verdanken. In den Besprechungen des Films wurde Casey Affleck gern herausgehoben, dabei verdient der leider nach wie vor unterschätzte Brad Pitt dieselbe Aufmerksamkeit. Und auch die zahlreichen (männlichen) Nebendarsteller gesellen sich mit nuanciertem Spiel zu den Titelfiguren: Sam Rockwell, Paul Schneider, Jeremy Renner, Garret Dillahunt und kurz Sam Shepard – die ganze Gang trägt zum außerordentlichen Gelingen dieses epischen Werks bei, das einfach keine Schwächen hat. Seien es die edlen Bilder von Kameramann Roger Deakins oder der elegische Soundtrack des Duos Nick Cave/Warren Ellis. Der Western funktioniert auf jeder Ebene. Er ist alles: Psychologisch ausgereiftes Kammerspiel, moralisch ambivalente Heldendemontage, prachtvoller Ensemblefilm und große Tragödie. Ein Monument!

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J!GS4W

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ohne Worte

http://www.youtube.com/watch?v=OlwkA42MGLc

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Coach T

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Dieser Soundtrack ist genial.


NewZooYorker

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Dieser Film ist genial ;D


Le Samourai

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Irgendwie immer vor mir hergeschoben, nun endlich mal geschaut.
Hinter dem beachtlichen Filmtitel "The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" verbirgt sich ein absoluter Lichtblick aus der Traumfabrik Hollywood, einer der besten Western der letzten 20 Jahre, ein wunderbar unaufgeregter, wunderschön anzusehender Augenschmaus, der das Cineastenherz höher schlagen lässt. Die Bildkompositionen sind der reinste Wahnsinn und Roger Deakins fügt seiner unfassbaren Vita ein weiteres Highlight hinzu - für mich der beste aktive Kameramann Hollywoods, der im selben Jahr neben "Jesse James" auch noch für seine Arbeit in "No Country for Old Men" oscarnominiert wurde. Schauspielerisch gibt's da ebenfalls wenig zu meckern, die schwierige Figur des Jesse James verkörpert Brad Pitt glaubhaft und ambivalent und liefert eine seiner besten Performances der letzten Zeit ab. Auch Casey Affleck übrzeugt vollkommen. Nick Caves' Soundtrack hat mich umgehauen, ein Skandal dass da noch nicht mal ne Oscarnominierung drin war.
Trotz seiner stolzen 160 Minuten kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf, die Inszenierung ist mutig, da sehr gemächlich und unaufgeregt, hat aber gleichzeitig was hypnotisierend-erhabenes.
Blockbusterfans werden ihn hassen, wahre Filmfreunde werden ihre helle Freude an diesem kleinen Meisterwerk haben.

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Mr Vincent Vega

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Liebe und Ron Howards Tochter, da passt was nicht.


Le Samourai

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:)


RoosterCogburn

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Bewertung3.0Schwach

Ich habe etwas außergewöhnliches erwartet und auch bekommen. Dieser Film ist außergewöhnlich lang (2 1/2 Std), außergewöhnlich unspannend und langatmig erzählt, vor allem aber außergewöhnlich langweilig. Zu dem ist er schwerfällig inszeniert, wirkt pathetisch und polarisierend. So will ich tolle Schauspieler wie Brad Pitt oder C. Affleck nicht sehen. Ein Western ohne jegliche Spannung und Action. Mies!

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Keyser_Söze

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Ah gut.. Habe die Kritik gelesen. Meinte mit dem Lieblingswestern "Spiel mir das Lied vom Tod", da er 10 Punkte hatte. Wie ich gerade bemerkt habe, sind nun 2 weitere Western mit einer 10 Punkte Bewertung aufgetaucht. ;-)


RoosterCogburn

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"Spiel mir das Lied vom Tod" ist nicht der einzigste Western den ich mit 10 Punkten bewerten würde :)
Ich habe auch gerade erst begonnen auf moviepilot Filme zu bewerten und Rezensionen mittels Kommentare zu hinterlassen. Mein Profil und der "Filmgeschmack" hier wächst noch. Ich habe moviepilot noch gar nicht richtig für mich entdeckt ...


ZakkWylde

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Bewertung7.5Sehenswert

Kein Action geladener Western. Die Vermeidung von Western Klischees, durchaus tiefgründig daher kommend und deshalb sehenswert. Das Transzendente, was beispielsweise ein Film von Kurosawa transportiert, wird allerdings nicht geboten. Es ist letztlich doch ein Teil aus der Filmfabrik. Aber immerhin wird dem Genre Western eine neue Facette hinzugefügt, die bereichert. Was nervt ist die Stimme aus dem Off. Nicht, dass überhaupt ein Kommentar erklingt, sondern die mal wieder doofe Übersetzung des Original-Kommentars. Irgendwie bemüht historisierend, allerdings nicht überzeugend. Vielleicht mal jemanden mit mehr Kompetenz beim Synchron-Drehbuch nehmen?! Ich find´s insoweit Aua!

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Ichundso

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Bewertung9.0Herausragend

Es fehlen die Knalleffekte, die großen Momente, an die man sich später zurückerinnern kann. Der Film hat begrenzte Möglichkeiten und das weiß er auch, deshalb ist es furchtbar schwer, etwas über ihn zu schreiben. Was bleibt, sind unfassbar gute Dialogpassagen und eine einzigartige Erfahrung. Aber das hier ist Kino, meine Freunde. Das ist Kino.

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facepalm

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Das ist es.


brainchild

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Bewertung5.5Geht so

"Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" (oder kurz: "DEdJJddFRF") bietet zwei unglaublich talentierte Schauspieler, hat einen interessanten, da ungewöhnlich nüchternen (oder ernüchternden) Ansatz und wurde visuell sehr atmosphärisch in Szene gesetzt - und trotzdem musste ich mich noch nie so sehr durch einen Film quälen wie bei diesen 156 Minuten. Es passiert einen Großteil der Zeit über einfach so gut wie nichts, Spannungsmomente kommen, wenn überhaupt, erst gegen Ende auf. Die Handlung nach der Ermordung hätte dann auch einen größeren Anteil am Film verdient, stattdessen "verschwendet" der Regisseur die meiste Zeit damit, die seltsame Beziehung zwischen James und Ford zu erklären. Dass das nötig ist, um Fords Charakter, um den es schließlich geht, zu verstehen, bezweifle ich nicht, aber es ist einfach so überhaupt nicht packend, was sich da abspielt. An James' Schicksal nimmt man gar keinen Anteil, an dem von Ford wirklich erst gegen Ende halbwegs.
Ich sag's mal so: Der wenig elegante, ebenso wenig einfallsreiche, dafür übermäßig verkomplizierende und in die Länge gezogene Titel spiegelt den Film verdammt gut wieder. Natürlich ist er auch sehr eigen und mutig, da unkonventionell, geraten, das verheißt hier aber leider trotzdem kaum Unterhaltungsqualität.

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Roolfer

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Bewertung9.0Herausragend

Schauspielerische Glanzleistung, Soundtrack und grandiose Bilder führen zu einer einzigartigen Atmosphäre. Das allein macht den Film schon sehenswert.

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Virgil

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film ist für mich auch ein Bilderbuch volle schöner, düsterer Landschaften. Ich mag das Beklemmende. Das er in die Länge gezogen ist, stört mich überhaupt nicht. Den Film selber habe ich nicht Zuhause, dafür aber den Soundtrack, der wunderbar zu der dunklen Stimmung passt. Nur selten fühle ich mich durch eine Musik in den Film zurück versetzt.

Und ich hätte nicht gedacht, das Ben Affleck so einen talentierten Bruder hat.

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David_Lynch

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Bewertung9.0Herausragend

The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford - 9/10

Ein Filmname, den man sich auf der Zunge zergehen lassen kann und wie er passender nicht sein könnte. Er klingt wie der Titel einer Facharbeit, etwas zu nüchtern und irgendwie merkwürdig paradox. Doch er passt perfekt auf diese filmische Analyse, die eher Studie als Unterhaltung ist und mich gerade dadurch unterhalten konnte. Selten habe ich so eine perfekte Darstellung einer legendären Person gesehen. Da müssten Ridley Scott (Produzent) mit seinem Robin Hood, Brad Pitt (Hauptdarsteller) mit seinem Achilles und selbst Jeremy Renner (Nebendarsteller) mit seinem Jeffrey Dahmer eigentlich allesamt in den Keller gehen und heulen. Solch ein einzigartiges Bio-Pic gibt es nur alle 10 Jahre. Hervorzuheben sind unter anderem der tolle Soundtrack von Nick Cave, die wunderschönen, in bleach bypass getauchten, Gemälde die man hier 24 Mal pro Sekunde zu sehen bekommt und eine stargeschmückte Schauspielerriege, die bis in die allerkleinste Rolle perfekt besetzt ist und von jedem mit absoluter Leidenschaft gespielt wird. Eigentlich unerhört, dass eine Cast wie diese (sie erinnert fast an Vehikel wie "Ocean's Eleven") einen solchen Film aufwertet und wirklich jeder an die Bestleistungen seiner Karriere heranreichen kann. Abzug muss es leider aber auch geben, allein fürs Editing und Pacing. Wie ich bei Wikipedia sehen konnte entstand der Film zusammen mit "No Country For Old Men" und "There Will Be Blood", welche beide filmtechnisch einen Tick überlegen sind, weil wohl auch Talente von diesem Film abgewandert sind um die anderen beiden zu unterstützen. Wirklich schade, aber zerstört hat es ihn trotzdem nicht. Nur gibt es im letztens Drittel vor der Ermordung (denke Mal das dürfte kein Spoiler sein ^^ ) ein paar Längen und als Film-Film fühlt er sich einfach so an, als wenn er 3 bis 4 mal enden würde. Um den Punkt machen zu können, den er macht war der lange Epilog aber natürlich absolut nötig. Wie gesagt, es handelt sich eher um eine hochanalytische Charakterstudie, die man in Schulen und Universitäten aufführen sollte.
Ich bin damit froh, noch einen weiteren tollen Film mit Jeremy Renner gefunden zu haben, der taucht in letzter Zeit wirklich überall auf und ich bemerke ihn in vielen älteren Sachen. Auf den neuen Film vom Regisseur Andrew Dominik "Cogan's Trade", ebenfalls mit Brad Pitt in der Hauptrolle freue ich mich jetzt außerdem umso mehr.

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Jonesman

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hast du durch irgendwelche dokumente bestätigt, dass jesse james tatsächlich so ein nachdenklicher typ gewesen ist, wie er hier stilisiert wird? würde mich interessieren. wenn ja, hat der film eine bestnote verdient. wenn nein, dann ist es für mich ein weiterer film der eine westernfigur glorifiziert.


BigDi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In jeder Szene psychologisch bis zum Bersten aufgeladen, in elegante Bilder verpackt und auf eine modern elegante Weise präsentiert erzählt "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" nicht nur vom Niedergang seiner Titelfigur(en), sondern vom Niedergang einer ganzen Epoche. Aus dem real vergossenem Blut und großen Überfällen bleibt letzten Endes nichts übrig als eine Postkarte und ein Theaterstück und der letzte Versuch, an die Berühmtheit der früheren Ikone anzuknüpfen, scheitert, weil die Zeit dieser schlicht und ergreifend vorbei ist. Die letzten menschlichen Spuren beseitigt und mit dem Rücken zum Tod, der anders vielleicht nie eintreten wird, weil selbst ihm der Mut von früher fehlt. Großes, angenehmes und pointiertes Hoffnungslosigkeitskino.

Es mag sicherlich überinterpretiert erscheinen, aber die Besetzung von Brad Pitt, der in "Fight Club" DIE hintersinnige Ikone der modernen Antikonventionalität verkörperte und seitdem mit keiner einzigen Rolle an diese damalige Wucht anknöpfen konnte, als den nur noch durch seine vermeintlich glorreiche Vergangenheit definierten Jesse James wirkt doch sehr intelligent. Ebenso wie die Besetzung seines Gegenparts: Ähnlich wie Robert Ford war Casey Affleck eher der Mann im Schatten eines bekannteren Mannes, in dem Falle seines Bruders. Das hat sich auch nach diesem Film - leider - nicht wirklich geändert. Den Beweis dafür, dass er mehr Aufmerksamkeit verdient, hat er mit seiner Leistung aber definitiv erbracht.

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xXxWantedxXx

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Will den endlich sehen. Jetzt erst recht.


DonohneKohle

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr guter Film mit tollen Schauspielern und Atmosphäre.
Jedoch hätte man nochauf 2 Dinge näher eingehen müssen .

1.Im Film wird zwar oft erwähnt, dass Jesse James von allen verehrt wird, nicht aber warum. Das verwundert einen zunächst natürlich, denn er ist ein Verbrecher. Erst im Internet erfuhr ich, dass er einen ähnlchen Status wie Robin Hood hat.

2.Warum Robert Ford die James Bande und Jesse selbst verrät, bleibt realtiv unklar und kann es auch jetz nach dem 2ten mal anschauen nicht nachvollziehen.

hätte man diese beiden dinge noch deutlicher angesprochen hätte ich wohl 10 punkte vergeben

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DonohneKohle

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womit?
klar das geld.
und im dialog mit seinem bruder erklärt er auch, früher oder später passiere es sowieso, oder in der szene im lager des obstladens
jedoch überzeugt dies nicht richtig, denn robert ford weiß genau, dass er von nun an gefährlich lebr, da jesse ihn umbringen würde
ausserdem verstehe ich nicht, warum robert seinen kindheitstraum, mit jessse auf beutezug zu gehen, total aufgibt.Es wäre imme rnoch möglich, auch wenn er hier und da mal gehänselt wird


hoffman587

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Er tötet ihn aus Heldenverehrung, Paranoia, Eifersucht, Neid.


Hooded Justice

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Bewertung9.0Herausragend

... JESSE JAMES ist weder spannend, noch besonders handlungsreich an Überraschungen; doch trotzdem ein absolutes Glanzstück, das allein durch seine bereits hochgelobte Atmosphäre - lediglich geschaffen durch seine fantastischen Schauspieler, die sagenhafte Optik und die perfekt passende Musikwahl - alles aus der eher lahm erzählten Handlung wieder herausholen kann. Der Film schafft es - wenn der Zuschauer das will und auch zulässt -, einen in jedem Moment mitzuziehen und das zu zeigen, was sich vor allem hinter der Story und nicht unbedingt in der Story verbirgt. Und ich muss zugeben, dass der Filmgenuss nicht gerade selten nur an Casey Affleck lag, der sich mir sympathisch mit seiner Rolle ins Herz spielte. Dagegen sah der zwar immer noch hervorragend agierende Brad Pitt eher grau aus.
JESSE JAMES mag kein Film sein, der besonders unterhält, aber ein einzigartiger Film seines Genres, der Ausdruck verleiht wie lange kein Vergleichbarer. Wunderbares Atmosphärekino.

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Finnigan

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Bewertung5.0Geht so

Die Besetzung ist klasse. Brad Pitt, Casey Affleck, Jeremy Renner, der großartige Sam Rockell und sogar die wunderbare Zooey Deschanel in einer kleinen Rolle. Die Aufnahmen sind absolut beeindruckend und künsterlisch. Einfach wundervoll der dezente, aber sehr intensive Soundtrack. Auch der Plot weiß grundsätzlich zu überzeugen.
Nur leider schafft das zweieinhalbstündige Westerndrama an kaum einer Stelle wirklich Spannung aufzubauen. Der Plot ist - so künsterlisch die Aufnahmen, so großartig der Cast und so fantastisch der Soundtrack auch sind - leider relativ langweilig umgesetzt und manchmal auch etwas konfus inszeniert worden. Das finde ich schade, in meinen Augen hat man da doch Potenzial verschenkt. Sehr genial fand ich die letzten rund 15 Minuten. Das war fesselnd, das war tragisch, das war gesellschaftlich bezeichenend. Vorher ist der Film aber leider sehr sehr zäh erzählt worden.

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Olivaaaa

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beschreibt auf den punkt genau was ich über den streifen denke..daumen hoch


Mr.Film

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Bewertung4.5Uninteressant

Was man hier erwartet ist ein wahrer Blockbuster. Was wir präsentiert bekommen? Den Inbegriff der Langeweile. Die Vorraussetzungen waren doch gut, eine tolle Story und talentierte Schauspieler waren da. Künstlerisch kann ich dem Film nichts negatives nachsagen doch das reicht mal wieder nicht. Der Film wurde mit viel zu viel Filmkunst überladen und wenn etwas zu sehr im Vordergrund steht, wird doch etwas in den Hintergrund geschoben, oder nicht? Genau. Die Unterhaltung kommt viel zu kurz.
"Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" kann man gut mit einem Museum vergleichen, künstlerisch zum hinknien aber nicht sehr unterhaltend. Und der Museen-Gänger bin ich sowieso noch nicht.
Dazu kommt noch diese Geschichte die sooo in die Länge gezogen wird, 1.5 Stunden hättens auch gemacht.
Die tollen Schauspieler spielen hier mit tiefgreifenden Dialogen die nach einer Zeit einfach nur noch nerven.
Nein, das war nichts.

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stuforcedyou

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VERDAMMT! Okay, mal gucken was du sonst noch so "falsch" bewertet hass. :)


Mr.Film

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Ohoh, dass könnte in deinen kritischen Augen ja viel sein :D Ich versteck mich schon mal und ignoriere meine nächsten Emails - aus Angst! :/


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