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GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia

GoodFellas (1990), US Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 11.10.1990


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8.3
Kritiker
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8.1
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20720 Bewertungen
215 Kommentare
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von Martin Scorsese, mit Robert De Niro und Ray Liotta

Mit GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia zeigt Martin Scorsese den Aufstieg und Fall von Ray Liotta im Schatten des Mafiosi Robert De Niro.

Henry Hill (Ray Liotta) beschließt schon mit seinen zarten elf Jahren, dass er eines Tages Gangster werden will. Gesagt getan: Mit 13 Jahren wird er zum Schützling des Nadelstreifen-Killers James ‘Jimmy The Gent’ Conway (Robert De Niro) und verbringt fortan mit den GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia. Neben Jimmy wird auch Tommy DeVito (Joe Pesci) zu seinem Verbündeten und gemeinsam verdienen sie sich ihren Lebensunterhalt mit Schutzgelderpressung und Diebstählen. Als sie sich in das lukrative Geschäft des Drogenhandels verwickeln lassen und Tommy zusehends brutal Zeugen verschwinden lässt, wächst Henry das Leben als Mafiosi zusehends über den Kopf. Doch in der Cosa Nostra ist kein Platz für Zweifler und Aussteigen ist keine Option.

Hintergrund & Infos zu GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia
GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia ist Martin Scorseses Antwort auf die Der Pate-Trilogie von Francis Ford Coppola – weniger romantisch, aber dafür deutlich brutaler. Daher gab es auch anfängliche Schwierigkeiten mit der Produktionsfirma Warner Bros. Jedoch beschloss das Studio dann doch GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia in der ungeschnittenen Fassung zu veröffentlichen. Belohnt wurde Martin Scorsese dafür mit sechs Oscarnominierungen, von der Joe Pesci den für den besten Nebendarsteller bekam.

Die Story des Films basiert auf dem Roman ‘Wise Guy’ von Nicholas Pileggi, der auch zusammen mit Scorsese das Drehbuch zu GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia verfasste. Der Roman beruht wiederum auf wahren Ereignissen und Personen, auch wenn die Namen geändert sind. Daher waren immer Berater am Set von GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia, die die Protagonisten persönlich kannten.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia
Genre
Drama, Gangsterfilm, Mafiafilm, Thriller
Zeit
1950er Jahre, 1960er Jahre, 1970er Jahre, 1980er Jahre
Ort
Brooklyn, Gefängnis, New York City
Handlung
Affäre, Aggressivität, Alte Freunde, Aufstieg und Fall, Beste Freunde, Betrogene Ehefrau, Brutalität, Cosa Nostra, Drogenhandel, Drogensucht, Ehe, Ehekrise, Ehepaar, Entlassung aus dem Gefängnis, FBI, FBI Agent, Falle, Freiheitsentzug, Gang, Gangster, Gangsterboss, Gangsterehre, Gefängnis, Geständnis, Gewalt, Gewaltausbruch, Haftstrafe, Hehlerei, Irish-Amerikaner, Italo-Amerikaner, Kokain, Krimineller, Kultfilm, Lebensgefahr, Lebenslauf, Luxus, Mafia, Mafiosi, Mentor, Misstrauen, Mord, Mordserie, Mörder, Reichtum, Schutzgeld, Todesdrohung, Täter, Verbrechen, Verfolgungswahn, Vergeltung, Vernachlässigung in der Ehe, Verrat, Verräter, Vertrauen, Verzweiflung, Wahnvorstellung, Zeuge, Zeugenschutzprogramm
Stimmung
Aufregend, Berührend, Hart, Sexy, Spannend, Witzig
Tag
AFI Top 100, Kultfilm, Time's All TIME Top 100 Movies
Verleiher
Warner Bros Film GmbH
Produktionsfirma
Warner Bros.

Kritiken (11) — Film: GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia

JackoXL: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

Ein verspätetes Happy Birthday an Martin Scorsese mit einem Kommentar zu meinem Lieblingswerk von ihm. Da auszuwählen ist schon schwierig, aber "GoodFellas" hat den entscheidenden Vorteil, dass er mein erster Scorsese war und nicht unerheblich zu meiner Filmleidenschaft beigetragen hat. Ich muss etwa 14 gewesen sein, als ich ihn zufällig im TV erwischt habe. Filme habe ich schon vorher gerne geschaut, aber "GoodFellas", so was hat ich bis dahin noch nicht vor der Flinte gehabt. Ich klebte fasziniert vor der Mattscheibe, so eine Geschichte und dieser Erzählstil waren etwas komplett Neues für mich.

Jetzt bin ich mehr als doppelt so alt und es ist tatsächlich kein Jahr vergangen, in dem ich "GoodFellas" nicht mindestens einmal gesehen habe. Deshalb mein Scorsese-Herz-Film.

So, genug von meinem persönlichen Kindheitsgewäsch, nun zum Film.

"So lange ich denken kann, wollte ich schon immer Gangster werden....Für mich hatte es wesentlich mehr Anreiz Gangster zu werden, als Präsident der vereinigten Staaten."

Genau das erzählt Martin Scorsese über 145 Minuten in einem schier atemlosen Tempo. Der amerikanische Traum, vom Habenichts zum Lebemann, aus der Gosse an die Futtertröge voll Dollar, wer hart arbeitet, kommt ans Ziel. Nur eben nicht auf dem Weg, wie sich das der Bilderbuchami vorstellt. Der klassische Traum, angesiedelt in einer Parallelgesellschaft. Reizvoll dank dicker Autos, maßgefertigter Anzüge, dem Gefühl von Familie und Zusammenhalt. Die erste Verurteilung wird gefeiert wie die Taufe, man gehört nun zu einem elitären Kreis, der seinen Luxus auf dem Rücken und im Schatten der normalen Gesellschaft auslebt. Man lebt im Hier und Jetzt, denn wer ernsthaft weiter denkt, sollte ins Grübeln kommen. Da ist nichts mit Rente und so dick das Band der Freundschaft sein mag, das Ende des Traums kann eigentlich nur die Kugel im Kopf oder das Zimmer mit vergitterter Aussicht sein.

"Du verpfeifst niemals deine Freunde und hälst immer den Mund."

Klingt toll, aber was, wenn einem der Arsch so auf Grundeis geht, das die Eier einfrieren? Wie in der normalen Gesellschaft, irgendwann kann der Punkt kommen, dass der eigene Kopf wichtiger ist als der der Freunde. Was für Otto-Normalbürger nur bedeutet, das man zu Weihnachten mit einer Grußkarte weniger rechnen sollte, kann hier der Sargnagel sein. Im besten Fall ist man einfach nur noch wie "die Anderen", auf die man vorher so verächtlich hinabgeblickt hat.

"Das ist der schwerste Teil. Heute ist alles anders. Kein Trubel mehr. Ich muss immer bloß warten wie jeder andere. Bekomme nicht mal anständiges Essen. Gleich nach meiner Ankunft hier bestellte ich Spaghetti mir Marinara-Soße und ich bekam Eiernudeln mit Ketchup. Ich bin ein durchschnittlicher Niemand. Ich werde den Rest meines Lebens wie irgendein Trottel verbringen."

Scorseses Epos ist für mich der beste amerikanische Gangsterfilm nach Coppolas Godfather-Filmen. Ganz anders erzählt, ruppiger und weniger elegant, aber auf seine Art einfach nur fantastisch, unglaublich detailgetreu und bis ins Letzte liebevoll. Ich liebe Scorseses Stil. Wie er Jahrzehnte in 2 1/2 Stunden abhandelt, ohne das ich das Gefühl habe, irgendwas verpasst zu haben. Seinen Einsatz von Musik, die Kamera von Michael Ballhaus, die Dialoge ("Wie meinst du das, ich bin komisch?!") und die Darsteller.

Lieblingsfilme zu beschreiben find ich immer so schwierig, da sie dieses Besondere haben, dass man einfach fühlt, ohne es direkt in Worte fassen zu können. "GoodFellas" hat das, und zwar ganz viel davon.

32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

JackoXL

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Danke ace. :)


cinram

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"Kindheitsgewäsch" ist doch immer interessant zu lesen und zeigt, wie mancher User unter uns einen Bezug zu einem, oder DEM Lieblingsfilm entwickeln konnte!
"Goodfellas" gehört auch zu meinen Lieblings- Gangster- Epen und wie bei Dir, steht er auch bei mir mindestens einmal im Jahr an!
Sechsmal Oscarnominiert, erhielt nur der großartige Joe Pesci den Preis für seine einmalige Performance, denn damals war Costners genialer Western "Der mit dem Wolf tanzt" DER Abräumer!
Aber wir wissen ja, das tut der Qualität keinen Abbruch!


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Scorseses schier alle Regie-Register ziehende, straffe Inszenierung mit überdurchschnittlich angebracht wirkendem Off-Kommentar täuscht gekonnt darüber hinweg, dass der Film keine klaren Höhepunkte enthält. Ein wichtiger Wendepunkt in der Handlung ist gar seltsam beiläufig eingefügt. Die Geschichte klebt stur an der Hauptfigur und verschenkt zuweilen die Chance auf interessantere Abzweigungen. Das Spiel, in dem immer irgendwer von irgendwem Geld will, wird gegen Ende leider dann doch arg redselig, etwas wirr und zäh. Nichtsdestotrotz bleibt eine verdammt gut gemachte Gangstergeschichte mit faszinierenden Charakteren.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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9.0Herausragend

Ein amerikanisches Meisterwerk der Popkultur, über dessen zahllose Qualitäten wohl kein Wort mehr verloren werden muß. Nur eins: GOODFELLAS ist so gut gealtert, weil ein Regisseur auf der Höhe seines Könnens alle Register seiner filmsprachlichen Mittel zieht und jeden einzelnen Trick aus der Kiste paßgenau einsetzt. Schneller sind auch heutige Filme nicht, vor allem nicht gekonnter. Schade nur, daß Scorsese mit dem katastrophalen CASINO einige Jahre später in dieselbe Kerbe schlagen wollte und damit seinen künstlerischen Niedergang einläutete.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

sam_ace_rothstein

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Katastrophales Casino? Ich muss mich doch sehr wundern. Casino ist neben Goodfellas und Taxidriver das beste von Scorsese. Ist mir unbegreiflich wie jemand der Goodfellas mag Casino nicht gut finden kann!


J4KOB

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Das was ich an meinem Nichtkritikerstatus am meisten genieße, ist die Tatsache, dass ich nach Lust und Laune rein subjektiv bewerten kann, ohne mich um die rein objektive Qualität eines Films kümmern zu müssen. Als Kritiker hätte ich da ein schlechtes Gewissen.
Vlt gibt es an "Casino" einiges zu bemängeln (ich wüsste beim besten Willen nicht was), aber den als katastrophal zu bezeichnen, das is schon ganz schön heftig und obendrein ziemlich schwachsinnig.


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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9.0Herausragend

[...] Scorsese inszeniert mit 'GoodFellas' ein einmaliges Portrait über einen Mann, der schon als kleiner Junge von der Mafia begeistert war. Begeistert davon, wie sie leben und welche Rechte ihr gegeben werden. Jeder respektiert sie, jeder fürchtet sie und niemand macht ihnen Probleme und wenn doch wird das Problem schnell aus dem Weg geräumt. Genau das will Henry Hill. Vom Laufburschen arbeitet er sich durch verschiedene Straftaten und über einen Zeitraum von 30 Jahren hoch zum Profi-Gangster und organisiert schließlich selber die großen Überfälle. Doch Henry wächst über sich hinaus, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und übernimmt sich. Er fängt an mit Drogen zu handeln, wird selber abhängig und der Fall droht. Auf seinem Weg begegnet er vielen Menschen, doch mit niemand wächst er so zusammen wie mit Jimmy und Tommy. Beide zeichnen sich durch ihre kaltblütigen Vorgehensweisen aus. Doch vor allem Tommy fällt durch seine Brutalität immer wieder auf. Wenn er ohne weiteres einen Barkeeper, der eine abfällige Bemerkung abgegeben hat, erschiest und sein Verhalten die ganze Zeit für mehr als angebracht bezeichnet, oder einen alten Bekannten auf übelste Verprügelt und später mehrere male mit einem Küchenmesser auf ihn einsticht, wird deutlich wie verroht die Gefühle dieses Menschen schon sind. Karen, die Frau von Henry, weiß nicht auf wen sie sich mit ihm einlässt. Doch die Wahrheit kommt immer mehr an die Oberfläche. Karen ist zwar verstört von der Vorgehensweise, kann sich aber trotzdem nicht von Henry lösen und wirkt immer wieder angetan von den Verbrechen ihres Mannes. Die Charaktere zeichnet Scorsese in einer fesselnden Art und Weise wie man sie sich besser nicht wünschen kann. Er verleiht seinen tragischen Figuren die nötige Tiefe und zeigt uns die Mafia nicht euphorisch, sondern realistisch. [...]

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Mr.Film: City of Cinema

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9.0Herausragend

"Wenn man zu einer Bande gehört, sagt einem niemals jemand, dass man dich umbringen will. So läuft das nicht. Es gibt keine Auseinandersetzungen oder Flüche wie im Film. Deine Mörder kommen mit einem Lächeln. Sie kommen als deine Freunde, als Leute dich sich ein ganzes Leben lang um dich gekümmert haben. Und sie kommen immer dann, wenn man ganz unten ist und ihre Hilfe am nötigsten braucht."

Nein, "GoodFellas" ist nicht der kleine Bruder von "Der Pate", dieser Film kann locker mit "Der Pate" mithalten, anstatt 'Al Pacino' und 'Marlon Brando' gibt es eben 'Robert De Niro' und 'Ray Liotta'. Und die machen ihr Sache absolut genial. De Niro überzeugt als knallharter Gangster der das Mafia-Geschäft wohl ernster nimmt als alle anderen, Liotta ist eine aufsteigende Mafiagröße, derjenige bei dem feiern im Vordergrund steht, derjenige der der Drogensucht immer mehr verfällt. Joe Pesci glänzt als durchgeknallter Psychopath der immer wieder überstürzt handelt, er ist das dritte Mitglied im Trio.

["Für mich hatte es wesentlich mehr Anreiz Gangster zu werden, als Präsident der Vereinigten Staaten."]

Beim schauen fragt man sich: Das basiert wirklich auf einer realen Begebenheit? Ja, tut es. Das verblüfft einen noch mehr, das Mafialeben wird hier so realistisch wie möglich dargestellt. Die Dialoge sind allererste Sahne, facettenreiche Wendungen machen den Film durchgehend unterhaltend. Ein Blick auf den Regie-Stuhl und man weiss warum der Film so gut geworden ist - Martin Scorsese.

["Du hast die zwei wichtigsten Dinge im Leben kapiert. Du verpfeifst nie deine Freunde und hältst immer den Mund!"]

Dieser Blick in das Mafiageschäft sagt vieles aus: Wie kommt man ganz nach oben? Welche Machenschaften sind für dieses Geschäft von Vorteil? Wie muss der eigene Charakter aussehen? Hier erfährt man alles. Henry Hill(Ray Liotta) demonstriert was man alles machen muss um in dieser Branche ein ganz Großer zu werden, er tut alles dafür.
Eine weitere grandios rübergebrachte Aussage des Films - es gibt keine Freunde in der Mafia. Sobald du mit dem Geld am Ende bist wirst du beseitigt. Und diese Aufgabe übernimmt nicht selten die am nahestehendeste Person.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten

Mr.Film

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Ach jeden Tag mind. 1 Film, hab ja Ferien und im TV läuft zur Abwechslung nicht nur Schrott :P


_Garfield

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Okay dann würde ich auch meine Merkliste abarbeiten, hast du es gut...:D


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Martin Scorsese fulminant inszenierter Film, gehört neben den ersten zwei Teilen von Coppolas "Der Pate" zum besten was der amerikanischer Gangster-Film zu bieten hat. Die von Michael Ballhaus geführte Kamera dringt ganz nah aber nie voyeuristisch in die Kreise der Mafia ein. Die Darsteller geben sich ebenso wenig Blöße wie die auf Tatsachen beruhende Handlung und die Sogwirkung von Geld, Macht und Angst wird von Scorsese immer wieder mit schockierenden Bildern als Schattenseite der Gesellschaft entlarvt.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

mikkean

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Schöne Review über einen Film, der als echter Gigant des Genres zu bezeichnen ist.


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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9.0Herausragend

[...]„GoodFellas“ erzählt eine wahre Geschichte, die einem in manchen Momenten wahrlich unglaublich vorkommt und deren größten Coup Scorsese dabei sogar aus der Handlung ausspart. Der Raub von sechs Millionen aus dem Frachtraum einer Lufthansa ist bis heute einer der spektakulärsten Kriminalfälle und hätte wohl schon für sich genommen als Aufhänger und Inhalt eines kompletten Films genügt. In „GoodFellas“ jedoch wird die geplante Durchführung besprochen, vom eigentlichen Überfall ist aber gar nichts zu sehen. Damit beraubt sich „GoodFellas“ aber nicht etwa eines Highlights, denn längst ist Scorsese an dieser Stelle viel wichtiger, wohin es für seine Figuren geht, die nun endgültig an den großen Reichtum gelangt sind und doch in den nächsten Jahren darin untergehen. Dem Hauptdarstellertrio Ray Liotta, Robert De Niro und Joe Pesci gelingt es, jeden ihrer Charaktere durch individuelle Ausprägungen für sich genommen interessant und glaubwürdig zu gestalten, innerhalb ihrer kleinen Gruppe und auch im Ganzen der Familie Spannung zu erzeugen. Pesci, im Jahr zuvor als geschwätzige Witzfigur in „Lethal Weapon 2“ und im Jahr 1990 neben „GoodFellas“ außerdem als zum Folteropfer werdender Einbrecher in „Kevin – Allein zu Haus“ zu sehen, trumpft auch hier als Tommy mit exaltierter Hibbeligkeit auf, die er aber von einer Sekunde auf die andere in aggressive Bedrohlichkeit kippen lässt, womit er mit seinen Gewaltausbrüchen zur extremsten und am heftigsten eine Reaktion auslösenden Figur wird. Liest man dann, dass er gegenüber dem echten Tommy De Vito (in Wirklichkeit Thomas DeSimone) sogar noch etwas hinter dessen Taten zurückbleibt, dürfte der eigene Wille zur Annäherung an ein Leben als Gangster wohl ganz schnell dem Platz vor dem Fernseher weichen, um sich lieber nochmal „GoodFelles“ anzusehen.[...]

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Herausragend

Perfekte Filme kann und vor allem soll man sich immer wieder ansehen. «GoodFellas» von Martin Scorsese ist einer von diesen Filmen.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.5Sehenswert

Das man auf den Paten nochwas draufsetzen kann, zeigt Scorsese mit Goodfellas. Ein extrem narrativer Film mit ständigem Off-Kommentar. Natürlich großartig gespielt. Allerdings nicht so gut wie Casino.

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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9.0Herausragend

Die Special Edition von Goodfellas macht schon Laune, ärgerlich aber auch hier, das der Audiokommentar von Scatman Scorsese nicht untertitelt wurde. Die Retrospektiven sind auch nur knapp über PR-MakingOf-Niveau, aber der Film ist halt absolut großartig. Geld verpulvern, Geld "verdienen", gutes Essen - das Gangsterleben in seinen schillerndsten Facetten eben. Martin findet eine bemerkenswerte Balance zwischen Tragik und Komödie. Die Belanglosigkeit in der Gewalt, mit der "Pulp Fiction" zum Kult hochgejubelt wurde, entwickelt hier ungleich größere Fallhöhe. Da kann noch soviel über Fußmassagen philosophiert werden, alles schön und cool, aber mein heimlicher Star unter den Killer-Comedians ist mittlerweile der olle Pesci - die Kaffeewasser-Szene ist einfach zum Brüllen!

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.5Ausgezeichnet

Zurecht der beliebteste Mafiafilm nach dem Paten. Goodfellas ist zugänglicher und süffiger als ähnliche Filme, weil er behäbige Einleitungen vermeidet und sich sofort in seine Story stürzt. Dabei wird er trotz Überlänge nie langweilig und erfordert vom Zuschauer gleichzeitig weniger Durchhaltewillen als beispielsweise Casino. Pesci als Psychopath funktioniert wunderbar, genauso wie Ray Liotta der hier noch eine relativ sympathische Figur geben darf. Auch für jemand wie mich, der Mobster-Movies nicht zu seinen Favoriten zählt, eine eindeutig sehr unterhaltsame glorifizierung des Gangsterlebens. If you don't mind being killed once in awhile, it's a good life.

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Mister L

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Ich fand Liottas Rolle eher wenig symphatisch und finde darüber hinaus glorifiziert der Film eigentlich viel weniger als dass er den Struggle und die schwierigen Seiten einer kriminellen Karriere zeigt, oder?


Mister L

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Mit den anderen Punkten stimme ich aber voll überein ;) geiler Streifen



Kommentare (204) — Film: GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia


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Kohax

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Bewertung5.5Geht so

VORSICHTSHALBER: SPOILER!!!

Es ist nun mal leider so, das für mich "Der Pate" der einzige Mafiafilm ist... und der mich jetzt auch nicht vom Hocker gerissen hat... ist nun mal nicht mein Genre. Denn für mich laufen diese Filme immer nach einem Schema F ab. Man gerät in die Kreise, arbeitet sich hoch, macht einen großen Coup, lebt glücklich vor sich hin, anschließend kommt der Absturz. Aus Sicht der Polizisten ist es genau dasselbe, nur das dort die Gangster hinterher geschnappt werden und man nicht in die Kreise gerät. Böser Gangster, schwierige Ermittlungen, geniale Idee oder ein Zufall kommt daher, dramatische Verfolgsszene/Showdown, Gangster wird dingfest gemacht.
Deswegen kann man hier auch nicht für eine Offenbarung bei mir reden.

ABER!!!

Drei Sachen fand ich hier wirklich gelungen.
1. Ein klasse Soundtrack. Hervorragende Lieder, die super zum Film passten und dem ganzen etwas witziges/groteske verpasste.
2. Ich glaube, ich habe noch nie einen Film gesehen, in denen der Tod so majestätisch grausam dargestellt wurde. Spreche hiermit auf die Szene an, bei der nachdem großen Coup alle Mitwirkenden umgebracht wurden und deren Auffindung gezeigt wurde. Fand ich großartig. Vor allem mit der Musikuntermalung.
3. Das letzte Drittel des Films, wo Henry mitsamt Frau paranoid wurden. Absolut herrlich und hab ich wirklich genossen.

Naja, wie gesagt, nicht mein Genre, kenne aber deutlich schlechtere Filme allgemein und dieser Kategorie.

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KingLee

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Traum von einem Gangster film,DeNiro,Pesci,Liotta
tragen diesen film und schieben sich die sprachbälle gegenseitig zu
Fazit:sehr sehr spanned, traum cast,legendär,Gangster-film der ersten güte

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uncut123

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ray Liotta spielt hier alle an die wand!

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Medardus

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Ha ! Das ne Ansage, mit der ich leben kann, stimmt. GEiler Typ und gleich nochmal die Szene angeschaut, wie er in das Copacabana kommt <3


uncut123

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g


maroje.alchehabi

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Bewertung9.5Herausragend

Absolut geiler Film !!! Scorsese weiß ganz genau wie man einen guten Film über die Mafia macht. Ich denke über GoodFellas muss man nicht viel schreiben oder? Einem Kommentar bzw. einer Kritik die dem Film gerecht wird, ist schwer zu schreiben ;)

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undDerwolf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Lieblingsfilm, weil ich Filme über das Mafia-Milieu liebe. Weil Scorsese weiß, wie man ein Porträt über die Mafia inszenieren muss. Weil viele Schauspieler auch in meiner Lieblingsserie Sopranos mitwirken und umgekehrt. Weil auch Robert de Niro am Start ist. Weil die Plansequenz im Copacabana und jene, in der andere Mafiosi sowie deren skurrile Spitznamen vorgestellt werden, perfekt sind. Oder weil es einfach Spaß macht, ihn anzuschauen.

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BlackLevel

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Bewertung7.0Sehenswert

Sicherlich ist es nicht ganz unberechtigt, dass "GoodFellas" zu den Referenzwerken des Mafia-Film Genre zählt. Aber ich für meinen Teil, könnte (leider) nur bedingt etwas damit anfangen..

Es steht außer Frage, das dieser Film aus technischer Sicht klasse gemacht ist und auch die Besetzung gefällt und kann überzeugen. Scorsese eben^^
Inhaltlich zeigt der Film sehr detailliert die Machenschaften der italienischen Mafia, innerhalb der USA, über drei Jahrzehnte.
Die Mafia als organisiertes, familiäres und hierarchisches Verbrechersyndikat, mit all seinen kurzzeitigen Vorzügen und den langfristig negativen Folgen.

Doch irgendwie konnte mich das Gezeigte, nicht so wirklich mitreißen.
Mitunter empfand ich diverse Szenen sogar als langweilig bzw uninteressant. Dem stehen allerdings auch einige sehr starke und packende Momente gegenüber..

Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich "Casino" schon vorher kannte und zu schätzen wusste. Beide Filme sind ja bekanntlich sehr ähnlich, sowohl inhaltlich, als auch von der Besetzung her. Nur das ich für mich in "Casino" eben keine Längen ausmachen konnte und das obwohl er ca. 30 Minuten mehr Laufzeit als "GoodFellas" aufweist..

Dennoch sehenswert, besonders für Liebhaber des Genres..

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Ioosh698

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nachdem ich in letzter Zeit zum totalen Martin Scorsese Fan "mutiert" bin, kam ich nun endlich in den Genuss eines weiteren Filmes dieses Genies. Die Rede ist von "GoodFellas- Drei Jahrzehnte in der Mafia", für viele Leute ein Werk, dass sogar noch vor "der Pate" steht.
Auch wenn meine Erwartungen nicht zu 100% erfüllt wurden, so ist"GoodFellas" dennoch ein super Film der es heute schon längst zum Klassiker geschafft hat.
Es sei auch erwähnt, das dieser Streifen hier mein Eintritt in das Mafiagenre gewesen ist...

Die Geschichte des Filmes hat mir jedenfalls von Anfang an sehr gut gefallen. Vor allem die Dauer der Handlung, die sich über Jahrzehnte erstreckt, hat voll meinen Geschmack getroffen ( Ich persönlich mag Filme deren Geschichte sich über Jahrzehnte oder ein ganzes Leben hinweg hinzieht...).
In "GoodFellas" erzählt Scorsese die (wahre) Geschichte des Henry Hill. Dieser beschließt schon früh, sich in den Reihen der Verbrecher, Gangster und Mafiabosse einen Namen zu machen. Er scheint wie für diese art von "Arbeit" geboren zu sein, leistet sich nur wenige Fehler. Irgendwann trifft Henry auf Jimmy Conway und wird durch dessen Lehren nach und nach zum Profi-Gangster. Ein Leben voller höhen und tiefen...
Ja, die Darstellung dieser Story ist Martin Scorsese wahrlich gelungen. Ein grandioses Epos rund um Liebe, Verrat, Hass und Konkurrenzkampf bei dem man niemandem trauen kann. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Im großen und ganzen hat mir die Geschichte also sehr gut gefallen. An manchen Stellen fehlte der Story aber ein ganz kleines bisschen das gewisse etwas. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt den ich an der sonst tadellosen Geschichte von "GoodFellas" zu bemängeln habe.
Mir gefiel es auch, das man den Fokus nicht auf unnötige Gewaltdarstellungen und hirnlose Ballerein legte, sondern wirklich starken Dialogen bzw. Charakteren den Vorrang ließ! Mit rund 140min. hat der Film meiner Meinung auch genau die richtige Länge verpasst bekommen. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Was mit ebenfalls sehr gut gefiel, war der Soundtrack und die stimmige Atmosphäre des Filmes. Es war zwar wie gesagt erst mein erster Film in diesem Genre, doch schon jetzt hab ich mich in dieser Mafiaatmosphäre pudelwohl gefühlt. Schöne Kulissen untermauern das ganze dann noch zusätzliche, zusammen mit der Filmmusik die wirklich toll in diese 70er und 80er Jahre Atmosphäre passt.

Der stärkste Faktor dieses Streifens sind aber ganz klar die Schauspieler. Hammer! Ray Liotta passt perfekt in die Rolle des Henry Hill und hat meines erachtens eine phänomenale Ausstrahlung und eine große Portion Charisma. Er schafft es Hills Gewissenskonflikt in Verlauf des Filmes sehr gut rüberzubringen und dem Zuschauer zugänglich zu machen. Kurz gesagt: Ray Liotta war in keinem anderen Film besser! Und nach dieser Leistung kann ich ihm sogar seinen Fehltritt in Bolls "Schwerter des Königs" verzeihen. In "GoodFellas" zeigt er was er drauf hat!
Joe Pesci spielt hier ebenfalls grandios und erhielt völlig zurecht einen Oscar. Verdient! Dieser kleine überdrehte, verrückte und zynische Kerl hat es fausitg hinter den Ohren und würde am liebsten alles und jeden über den Haufen schießen.
Und dann gibt's ja noch Robert De Niro... Heute überwiegend nur noch ein Schatten seiner selbst, so ist auch "GoodFellas" ein Beweis dafür, das De Niro zurecht als der beste lebende Schauspieler bezeichnet wird ( auch wenn manche seiner heutigen Filme echt übel sind und doch nun wirklich nicht mehr sein müssen, oder? Ich meine, dieser Mann hat soviel erreicht, das er sich sowas eigentlich nicht mehr geben müsste...). Aber dennoch, hier trumpft er richtig auf. SO will ich De Niro sehen, SO und nicht anders!

Fazit: Wie schon gesagt, völlig überzeugen konnte mich "GoodFellas" nicht, was nicht heißt das dieser Film schlecht ist. Im Gegenteil, "GoodFellas" ist ein Epos erster Klasse und absolut zeitlos! An manchen Stellen war mir der Film eben nur ein wenig zu langatmig und zäh in seiner Erzählweise. Doch die super Schauspieler werten den Film für mich persönlich noch einmal zusätzlich auf. So gebe ich Martin Scorseses "GoodFellas- Drei Jahrzehnte in der Mafia" starke 8,5 Punkte. Für mich selbst ein gelungener Einstieg in's Mafia/Gangstergenre.
Mal sehen wie andere Genrevertreter wie "Scarface" oder "Der Pate" bei mir ankommen...

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Samweis_Gamdschie

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Wünsche dir noch sehr viel Spaß mit diesem Genre, hast ja noch einiges nachzuholen ;) Da dieses Genre mein Liebstes ist, sage ich dir es werden noch richtige Granaten auf dich zu kommen, jedoch solltest du dir im klaren sein, das "Goodfellas" einer der kürzesten in diesem Genre ist und dir Filme wie "Es war einmal in Amerika", "Der Pate" 1+2, "Casino" einiges mehr an Sitzfleisch abverlangen werden ;)


pischti

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Ich möchte an dieser Stelle noch einen kleinen Geheimtipp mit Michael Shannon einwerfen. "The Iceman" ist wirklich ein guter Vertreter im Mafia-Genre, der Mann spielt hier großartig und Liotta sieht man auch hier ^^


Alienator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Stilistischer und inhaltlicher Klassiker

Der Begriff Klassiker zu definieren kann manchmal schwer sein. Ebenso wie der Begriff des „Kultfilms“. Manchmal zu überstrapaziert, und für jeden individuell erfassbar. Was ein „Klassiker“ und was „Kult“ ist mag nicht allgemein definierbar sein. So ist es für jeden eine Sache wie er einen Film sieht und was er persönlich daraus zieht. Ich empfinde diesen Film als „Klassiker“. Vollkommen unabhängig von der Entstehungszeit kann ich ihn guten Gewissens als solches bezeichnen. „Klassiker“ sind m.E.n. nicht zeitbedingt, sondern bedürfen bestimmten Voraussetzungen. So ist es auch hier. „Good Fellas“ entpuppt sich als mit das größte Werk Scorceses. Er schafft hier ein Mammutprojekt der besonderen Art. Warum ist das so? Warum ist dies nun ein „Klassiker“ für mich? Ich möchte das kurz aufdröseln. Dieser Film bietet drei Aspekte des filmischen Schaffens, welches ausschlaggebend ist um einen Film die Zeit überdauern zu lassen. Zum einen ist hier die stilistische Seite. Die Technik die hier Scorcese schuf, zusammen mit der genialen Kamera von Michael Ballhaus und dem Schnitt von Thelma Schoonmaker, ist, auch für einen Mafiafilm, bahnbrechend. Im Gegensatz zum anderen Mafiafilm der Furore machte („Der Pate“) ist hier alles schnelllebig gedreht. Hier herrscht das Chaos. Hier gibt es keine Ruhephasen, kein langes Verharren auf Gesichter. Hier ist alles wild; die Kamera wirbelt um den Schauspieler und führt uns in eine Welt ein, die so sonderbar abstrakt und fremd ist, dass sie gleichzeitig eine große Faszination darstellt. Allein die lange Kamerafahrt in den Club ist eine Meisterleistung von Ballhaus. Die Kamera und der Schnitt in Kombination mit der stimmigen Musik (hier zeigt Scorcese seine Kunst perfekte Szenen zu zeigen, da er Musikstücke ausgesucht hat, die vollkommen passend zur Zeit und zur Szene sind und damit ist er ebenfalls ein Vorreiter der ganzen „Inspired by“-Alben und/ oder Tarantinos Faible fürs musikaussuchen), zeigt einen neuen Stil in der Darstellung des Mobs. Dieser Stil beeinflusst bis heute Filmschaffende, wie jüngst die Serie „Boardwalk Empire“ oder „Mob City“, und hat einen größeren Einfluss auf die moderne Popkultur als „Der Pate“. Und hier ist der zweite Unterschied und der zweite Aspekt des „Klassiker“-Mythos dieses Films: der Inhalt. Während tatsächlich „Der Pate“ sehr ruhig und elegisch daherkommt und in langen, langsamen Szenen eine eher romantische Seite des Mobs zeigt und die Schmutzigkeit nur partiell offenbart, da kommt Scorceses Werk mit einer inhaltlichen Schwere daher, die man so vorher noch nie sah. Hier ist nichts moralisch, nichts rein „schwarz“ oder rein „weiß“. Es gibt in Scorceses Mafiawelt keine wirkliche ethische Säule an denen die Menschen sich hochhangeln können. Sie sind im Grunde ganz auf sich alleine gestellt. Es gibt hier keine Familie die einen hilft. Der Mensch geht hier unter wenn er sich auf diese Welt einlässt. Scorcese appelliert unterschwellig an das menschliche Gewissen sich aus einer Welt herauszuhalten die einen in den Sog der Verdammnis bringt. Eine Thematik, die er häufig später ebenfalls zeigte, wie z.B. „Casino“ oder „The Departed“. Und hierzu kommt jetzt der dritte Aspekt. Und zwar die Kombination der beiden zuvor genannten Aspekte. Scorcese schafft es in kongenialer Weise sowohl den Stil als auch den Inhalt in eine perfekte Balance zu bringen. Die schnelle Inszenierung versinkt im Chaos und spiegelt eben genau das (Innen-) Leben der Darsteller wieder. Wenn Scorcese schnelle Szenen mit schnellen Schnitten und der Musik kombiniert (wie in der quasi Drogenszene von Ray Liotta), dann bringt er die Seele direkt auf die Leinwand. Das Leben ist hier kurz, schmerzlos und brutal. Genau so drehte er das auch. Neben den exzellenten Darstellern brilliert hier vor allen Dingen eins: der Film als erzählendes Medium. Für mich ein „Klassiker“. Noch vor „Der Pate“.

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Alienator

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Vielleicht bekommt er ja noch mal eine gute angeboten. zu wünschen wäre es ihm.


Dahmer

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joa er hätte es verdient!


loveissuicide

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Bewertung7.0Sehenswert

So viele 10er-Wertungen hier. Ich fand den auch ganz gut, aber irgendwie laufen solche Mafia-/Gangsterstreifen immmer nach dem gleichen Schema ab. Mir ist da ganz egal, welche Filme vorher schon da waren und welche erst später abgedreht wurden, ich sehe das aus heutiger Sicht. Man gerät in die Kreise der Mafia/Gang/was auch immer, möglichst jung, arbeitet sich hoch, etabliert sich, wird Teil der Oberschicht, man wird hochmütig, dann folgt der Fall. Zu oft schon gesehen. Ich erkenne in Goodfellas jetzt nicht den großen Unterschied zu anderen derartigen Filmen. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich ihn schlecht fand. Aber auch nicht heraussragend.

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung9.5Herausragend

Hab mir vorgestern Abend erst wieder "Goodfellas" angeschaut und muss sagen der Film gefällt mir immer besser. Hab ihn jetzt 3 Mal gesehen und stehe zwischen 9.5 und 10 Punkten. Ich gebe ihm aber 9.5 weil er sich mit anderen Gangsterfilmen nicht ganz messen kann. An "Scarface", "Der Pate", Es war einmal in Amerika"kommt er nicht ran, dies sind meine 3 Lieblingsgangsterfilme.
"Goodfellas", "Casino", "Der Pate 2" stehen nur kurz hinter den vorher genannten Filmen. Alles aber Meisterwerke.

Der Film hat mit seinen 139 Minuten eine perfekte Laufzeit für die Story. Langweile tritt hier nicht auf.
Die Schauspieler sind einfach nur grandios, einfach alle !!!
Joe Pesci ist hier einfach in seinem Element. Man kann der Junge was.
Einfach ein mieses Arschloch, der jeden erschießen würde.
Ray Liotta der ebenso einfach nur grandios spielt. Mit Abstand seine beste Leistung.
Natürlich darf einer der besten Schauspieler auch nicht fehlen, nämlich Robert Di Niro der einfach perfekt in einen Gangsterfilm passt. Schade, dass er heute nicht mehr an seine früheren Leistungen rankommt. Man hab ich Respekt vor ihm.

Hier sieht man mal wieder was ein top Regisseur und tolle Schauspieler ausrichten können. Ja meistens wird es ein Meisterwerk.
Für mich ist "Goodfellas" der beste Martin Scorsese Film. Er gehört einfach zu den besten Regisseuren.

Für Liebhaber des Gangsterfilm Genre gehört "Goodfellas" genau so wie "der Pate" zu einem Pflichtfilm, den man gesehen haben muss.
Für alle die sich "Goodfellas" noch nicht angeschaut haben, ihr werdet auf keinen Fall enttäuscht.

Top Regisseur
Grandiose Schauspieler
Top Atmosphäre
Tolle Dialoge
Nie Langweilig
Ein Meisterwerk.

"Für mich hatte es wesentlich mehr Anreiz Gangster zu werden, als Präsident der Vereinigten Staaten."

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MoviehunterXL

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Goodfellas ist der Film an dem sich jeder Mafia-Film heutzutage messen muss. Für mich hat dieser Film sogar noch Vorrang vor dem Paten. Scorcese ist einfach der Meister des Genres. In den Hauptrollen glänzen De Niro, Liotta und Pesci in all ihren Facetten. Besonders ein cholerischer Pesci schafft es vollends zu begeistern und ein Liotta war niemals besser. Ein absolutes Meisterwerk!

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doctorgonzo

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Heutzutage? Für immer!


razzo

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Bewertung10.0Herausragend

Gib mir Scorsese. Gib mir Mafia. Gib mir De Niro, Liotta und Pesci.

Gib mir Goodfellas.

Ja verdammt, wenn es ins Gangstergenre geht, dann ist Martin Scorsese mein Mann. Er hat es einfach, diese Gabe faszinierende Geschichten zu erzählen, sie in berauschende Bilder zu verpacken und ihnen etwas Besonderes, etwas Einmaliges einzuhauchen. Den Scorsese-Touch, diese fesselnde Atmosphäre, die noch dichter als seine Augenbrauen ist. Ein wahrer Maestro der Cosa Nostra.

Mit ''Goodfellas'' gelingt ihm sein erstes Meisterstück der mafiösen Unterhaltung. Noch nie war das organisierte Verbrechen so perfekt durchkomponiert, so intensiv in Szene gesetzt. Eine Story, die über drei Jahrzehnte geht und dabei die ehrenwerte Gesellschaft in ihre Einzelteile zerlegt, auf ihr Wesen reduziert. Ein Haufen von Egoisten, die das schnelle Geld suchen und den noch schnelleren Tod finden. Im Zweifel gilt Ehre und Loaylität nur dem Revolver in der Hose. Abschaum in feinen Anzügen bleibt eben doch nur Abschaum. Und wenn das Blut auf dem teuren Anzug klebt, ist selbst dieser nur noch einen Dreck wert.

Die schauspielerischen Leistungen sind hier dagegen Gold wert. Ray Liotta in seiner größten Rolle, ein Robert De Niro in seiner Glanzzeit und Joe Pesci als unberechenbarer Pitbull sind hier ein richtiges ''Trio Infernale''. Jeder holt alles raus, jeder spielt so gut er kann. Vor allem Pesci ist eine Naturgewalt. Ein charmanter Dreckskerl, ein Wahnsinniger, bei dem man nie weiß, ob man ihn jetzt lieben oder einfach nur verachten soll. Wann hat ein so kleiner Kerl schon mal so ''GROß'' gewirkt?! SEINE Rolle!!!

Ganz klar, dieser Film ist auch in seinem Genre ein ganz, ganz Großer. Das Wort Meisterwerk ist ein seltenes in meinem Wortschatz, aber hier ist es wieder mal angebracht...

Goodfellas. Ein Meisterwerk.

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Big_Kahuna

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Kann razzo da nur Recht geben, Lydi, das musst du einfach ändern! ;p


Lydia Huxley

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Ist versprochen, Jungs! Der ist bald fällig :)


hoppla87

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Sehr genialer Mafia Film auch echt was zum lachen dabei und ein genialer Robert De Niro und
Ray Liotta.

Suped Story gute Kamera gut durchdachte Geschichte.

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hoppla87

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es gab einfach ein paar stellen die lustig waren.
aber ist wohl geschmackssache


loveissuicide

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Die Stelle mit "Du findest mich lustig? Lustig was?" fand ich schon eher zum Lachen :-))


Medardus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe ihn mir nochmal angeschaut und das war dann, denke ich das vierte Mal. Es ist fasznierend zu beobachten, wie man selbst sich dabei erwischt irgendwelche Handlungen zu feiern oder sogar gewissen Leuten den Tod zu wünschen, einfach weil sie nerven. Das ist eine moralisches Problem auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite so verdammt entertaining. Auch die ganzen anderen Widerlichkeiten kommen mit hoch, stoßen ab und in der nächsten Sekunde finde ich die Leute wieder extrem sympathisch, wenn sie im Gefängnis zusammen kochen oder oder oder.

Das sollte man Scorcese sehr hochanrechnen, ähnlichen auch den Leuten um SOPRANOS hier diese Waage gefunden zu haben, die Extremen auszuloten. Die Musikauswahl tut ihr übriges und ich komm nicht darum herum hier einen Film zu feiern, der es sich eigentlich einfach macht und man hier schnell gemeinsame Nenner finden kann. Er ist von der Bildkompoistion auch einfach klasse, auch wenn er vielleicht sehr konventionell dabei ist, haut er mich einfach um. Man denke an die Copacabana Szene...wahnsinn.

Auch allein wie geil die Typen in ihren Anzügen aussehen, wie sie gemachte Leute sind und wie sie ihr Ding einfach durchziehen. Ich kann mich da irgendwie nicht freisprechen, es super zu finden und es zu feiern, vielleicht auch meine inneren Wünsche dazu prjezieren ein ab und an Badass zu sein, haha.

Diese Gedanken schwimmen da immer mit und fuck yeah, ich liebe Joe Pesci als Hurensohn³

Top Film und neben Pate, Es war einmal in AMerika etc. ...Mafia Filme foor teh win. Auch allein da es so viele Lesearten dazu gibt und viele Dinge da mit gezeigt und vorgeführt werden können <3

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Mr.Joshua

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Lieblingsfilm!

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loveissuicide

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Danke für diesen schönen Kommentar, der eine perfekte Erweiterung der Bewertung rechts oben ist ;-)


Mr.Joshua

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Nun gut was soll ich bei Goodfellas erzählen...Ein großartiger wenn nicht der beste Mafia Film aller Zeiten. Henry Hill träumt davon ein großer man zu werden, mit Geld, Macht und Respekt. Er verdient sich hier und da ein bisschen Kleingeld bei seinen "neuen Freuden". Er bekommt ärger in der Schule, seine Freunde kümmern sich um das Problem. So geht es weiter, nur das es in den Jahren schlimmer wird mit den Kriminellen Geschichten. Ich habe Goodfellas gefühlte 20x gesehen, kann aber sagen das es ein Film ist (nicht wie heutzutage) den man öfters sehen kann. Ohne die lust zu verlieren. Drei Jahrzehnte in der Mafia-Goodfellas-Großartige Lebensgeschichte! Martin Scorsese´s Goldstück!


snyky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Also ich muss sagen ich bin nicht so der Mafia und Gangsterfilm Fan und das trägt eine Menge dazu bei wie der Film auf einen wirkt.
Vorerst, schauspielerisch und Setting und der ganze Kram, gar kein Problem, alles in Ordnung. Da muss niemand mekern Anfang. und Ende sind besonders Stark und fesselnd (Der Mittelteil leider nicht immer). Es gibt viel Voiceover in dem Film, besonders am Anfang, was ich sehr unterhaltsam und packend fand. Aber das Problem bei Mafiafilmen ist, ja A) ich kann diese ganzen Sizilianer nie auseinander halten und B) ich weiß nie wer hier wer ist, die zwei Punkte waren aber nicht so schlimm wie beim Paten, da die anderen Figuren eh nicht so wichtig sind, es ist noch relativ überschaubar. Aber die ganze Geschichte verläuft sich etwas im Sande in der Mitte, treibt ab in diesen Alltagskram der Mafia mit vielen Themen und Kleinigkeiten, die mal unterhaltsam sind und mich mal eher herumrutschen lassen haben. Die Dialoge sind auch gut, aber manchmal weiß ich nicht um was es geht, um was geht es in der Geschichte, ist ja eigentlich ähnlich wie beim Paten. Hier trifft es sich wohl nicht so gut dass ich kein Mafiafilm Fan bin. Man stellt sich natürlich so die Frage, oh wie ist der Kerl den so und wie ist der so, mag ich den jetzt, was soll ich von den halten? Die Figuren sind auf jeden Fall nicht zu glatt. Es gibt halt einige Löcher was bestimmte Charaktere angeht, erst werden sie eingeführt und dann kommen sie lange nicht mehr vor. Es gibt allerdings keine unerklärbaren Logiklöcher auch wenn ich nicht verstanden habe, wie so die Frau von dem ihn angerufen hat obwohl er gerade in einen komplett andern Laden war, so gut haben die sich also abgesprochen WOW. Vllt habe ich so Logiklöcher auch übersehen da, mich die Handlung nicht so gepackt habe und ich nicht so darauf geachtet habe. Es passiert allerdings sehr viel, hin und wieder war es für mich langweilig, dann kam wieder was Interessantes war so ein Hin und Her für mich. Robert De Niro hat eine Menge Wind rein gebracht weil er sehr sympathisch rüber kam, der Film hat auch durch aus zum Nachdenken angeleitet. Fand ihn besser als diesen langgezogenen Pate Streifen aber war kein Film für mich der der beste Film aller Zeiten war, tut mir leid, geb. ihn aber trotzdem 8/10 Punkte der Film kann ja nichts dafür das ich auf so eine Art von Film nicht abfahre und er hat ja so einen glänzenden Ruf und er ist ja nicht schlecht in dem was er sein will und für seine Zeit.

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HaudenLukas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

...wo Francis Ford Coppola in "Der Pate" malerisch poetische Mafiafantasien walten lässt, überzeugt Scorsese mit einer deutlich härteren Milieustudie über das Leben in und um die Mafia herum...hierbei überzeugen vor allem seine drei Hauptdarsteller (Liotta, De Niro und besonders Pesci) deren Lebensweg alle dann nicht unterschiedlicher hätten dargestellt werden können...die drei Jahrzehnte werden dann teils recht intensiv mit Höhepunkten und Niedergängen der jeweiligen Figuren klassisch erzählt...Goodfellas erweist sich mehr als eine allgemeine Beschreibung über die Mythen der Mafia (ohne jemals Mystisch zu sein) und wie schnelllebig es in den dortigen Kreisen sein kann...

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Val Vega

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Punkt.


HaudenLukas

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... (hab sogar drei :D)


Codebreaker

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich weiß gar nicht mehr wie das genau begonnen hat, aber ich finde Gangsterfilme, Mafiafilme und alles dergleichen einfach wahnsinnig cool, auf eine ganz besondere Art faszinierend, natürlich nicht auf so eine, dass ich jetzt losgehe und jemandem in den Fuß schieße, jemanden umbringe und ihn dann irgendwo vergrabe oder dass ich beginne mit Drogen zu dealen. Nein, dieses Gewerbe ist einfach so verdammt cool, dass es einfach jede Menge Spaß macht, dabei zu zuschauen.
Und ich glaube diese unbeschreibliche Faszination ist in keinem anderen Film bisher so rüber gekommen, wie bei "GoodFellas".
Damit meine ich jetzt nicht, dass er DER beste Mafiafilm aller Zeiten ist, natürlich gibt es noch "Der Pate" oder viele viele andere, sodass man das unmöglich sagen kann.
Auf jeden Fall wird nun das getan, was ich mir nach der Erstsichtung schon gedacht habe, nach neuerlichem Sehen wird "GoodFellas" nun zum Lieblingsfilm aufgestuft.
___
"Solange ich denken kann, wollte ich schon immer Gangster werden!"
Verdammt, ja! Der Film beginnt und sofort weiß man wohin die Reise geht. In "GoodFellas" geht es im Grunde genommen um einen Mann, der eben schon immer Gangster sein wollte, weil er auf die selbe Art fasziniert davon ist, wie wahrscheinlich viele andere auch. Irgendwie ist dieses ganze Gewerbe schon cool, mal abgesehen davon, dass es mit Mord und Totschlag zu tun hat. Dieses ganze Leben wird in diesem Film einfach so genial vorgestellt, wie es besser nicht sein könnte, zumindest so, wie man es sich vorstellt. Man gehört zu einer ganz großen Familie, dreckige Geschäfte werden betrieben und trotzdem hält man zueinander.
DAS kommt genial rüber, so genial, dass bei mir einfach so ein Gefühl entsteht, dass mir so viel Lust auf den Film macht. So viel Spaß macht es zu zuschauen, ja man fühlt sich nahezu schon "dazugehörig". Als wäre man ein Teil von dieser Familie. Jeder kennt jeden und jeder steht auch füreinander ein. Und doch... kann es sich in einem Moment auch alles ändern. Macht man einen Fehler, kann alles vorbei sein und man kann alle seine "Freunde" gegen sich haben.
"Wenn man zu einer Bande gehört, sagt einem niemals jemand, dass man dich umbringen will. So läuft das nicht. Es gibt keine großen Auseinandersetzungen oder Flüche wie im Film. Deine Mörder kommen mit einem Lächeln. Sie kommen als deine Freunde, als Leute, die sich ein ganzes Leben lang um dich gekümmert haben. Und sie kommen immer dann, wenn man ganz unten ist und ihre Hilfe am nötigsten braucht."
Das ist alles so faszinierend und das obwohl das alles eigentlich gar nicht so schön ist. Man hat täglich mit dem Tod zu tun und ist auch ständig in Gefahr. Man hat sehr gute Freunde, die einen trotzdem bei Fehlern umbringen können. Man hat kein "schönes" Leben in dem Sinne. All das kommt meiner Meinung nach in diesem Film so toll rüber.
Wie gesagt, ich kann es nicht beschreiben, aber es fühlt sich sooo gut an diesen Film zu schauen. Dieses Feeling, dieses Leben, all das wird super eingefangen, präsentiert... eventuell nicht zwangsläufig so wie es überall auch wirklich ist, aber zumindest so, wie man es sich vorstellt. Und weil das so ist, weil dieser Film quasi alles PERFEKT umsetzt, wie ich es mir vorstelle, macht das diesen Film zu einem Lieblingsfilm. Es macht so viel Spaß zu zusehen, dabei ist das alles so kurzweilig und natürlich auch diese Figuren, die ebenfalls PERFEKT besetzt sind:
Ray Liotta, der brillant spielt, wirklich ganz groß! Wie eigentlich alle ist auch er auf seine Art und Weise sympathisch, dennoch spielt er cool, bringt den Gangster, der ab und an dennoch nicht ganz überzeugt von allem, auch wenn es DAS Leben ist was er sich immer gewünscht hat, super rüber! Als ich den Film zum ersten Mal sah, war ich irgendwie überrascht, von Liotta, einfach weil er mir vorher nicht wirklich aufgefallen ist und auch nachher nicht...
Robert De Niro - einfach einer der besten Schauspieler aller Zeiten, inzwischen auch einer meiner Favoriten, was der so alles gemacht hat, ist nicht mit Worten zu beschreiben und auch klasse, dass er in diesem genialen Genre zu Hause ist.
Und natürlich... Joe Pesci - auch er spielt wirklich grandios! Diese herrlich abgedrehte Art, manchmal denkt man sich echt, was das denn für ein Typ ist, der schon leicht psychopathisch daher kommt, der aber einfach cool, lustig, bedrohlich und nochmal, GENIAL ist!
An dem Film stimmt meiner Meinung nach einfach alles. Super Zitate, Situationen die man nicht so einfach vergisst, dieser ganze Mythos um das Geschäft, der meiner Meinung nach super präsentiert wird: so wie man ihn sich vorstellt und dennoch wird nichts "schön geredet", einfach nur: cool!
___
Ich könnte sicherlich noch viel mehr schreiben, vielleicht wäre es aber auch nur das, was ich nun schon oft wiederholt habe. "Goodfellas" ist fantastisch, macht Spaß und liefert einen Einblick in das Gangster -/Mafialeben, wie man es sich vorstellt. Wahnsinns Schauspieler und ebensolche Figuren, jede Menge Spaß, eine dreckige Stimmung. Unterhaltsam und kurzweilig, eine Geschichte über das Leben eines Mannes, der im Endeffekt doch noch zu einem "durchschnittlichen Niemand" wird. Ein Film den ich immer und immer wieder sehen kann und vor allem auch noch sehr oft werde, ein geniales Feeling während des Schauens - ein Lieblingsfilm.
Vielen Dank Herr Scorsese, einem Mann der sich sowieso in diesem Genre auskennt und der mit "GoodFellas" einen Film für die Ewigkeit geschaffen hat!
"Anders zu leben kam für uns nicht in Frage, hh, diese guten Leute, die ihre scheiß Jobs für erbärmliche Löhne arbeiteten und jeden Tag die U-Bahn zur Arbeit nehmen mussten und sich Sorgen um ihre Rechnung machten, die waren für uns tot. Ich meine, dass waren Versager, die hatten nichts drauf! Wenn wir was wollten, nahmen wir uns es einfach. Wenn sich jemand ein zweites Mal beschwerte, wurde er so übel zugerichtet, sie können mir glauben, die beklagten sich nie wieder. Es war eben alles Routine, man hat garnicht mehr darüber nachgedacht. Es gehörte eben alles zum Geschäft, was soll man noch lange darüber nachdenken."

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DonChris

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Klasse Text, zu einem absoluten Klassiker, der natürlich auch bei mir eine 10 mit Herz hat ;)


Codebreaker

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Dankeschön! :)


Moritz01

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Grandioser Mafia Film mit tiefgreifender Story und tollen Charakteren.

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concienda

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In Vorbereitung auf Wolf of Wall Street hab ich es nach der 6 oder 7 Sichtung endlich geschafft mal einen Kommentar zu einem von Scorceses Besten zu schreiben.

Wenn ich mir etwas so oft ansehen, dann ist es entweder eine A-Team Folge oder einer meiner absoluten Lieblingsfilme und Goodfellas fällt dann eher in die zweite Kategorie. Martin Scorcese beweist mal wieder, dass kaum einer so authentisch inzenieren kann wie er. Man wird so tief in den Film hineingezogen, dass man schon fast das Gefühl hat mit den Charakteren am selben Tisch zu sitzen. Die Art wie Martin Scorcese Voice-Over (die so gut klingen als würde der echte Henry Hill selbst erzählen) und seine Kamera schaffen eine absolut dichte Atmosphäre. Das liegt natürlich auch an dem klasse Cast. Ray Liotta liefert hier seine beste Leistung ab, Joe Pesci hat den Oscar völlig zurecht bekommen und dass de Niro auf gewohnt hohem Niveau ist, steht außer Frage. Klasse fand ich auch Lorraine Bracco, die ich vorher nie auf dem Schirm hatte und danach leider auch nirgendwo mehr wirklich bewusst wahrgenommen habe.

Damit ist Goodfellas nicht nur der erste und einzige Film in dem Samuel L. Jackson kein Highlight ist (nicht dass ich seinen Auftritt nicht trotzdem immer feier), sondern für mich auch ein absolut großartiger Gangsterfilm, den ich sogar noch über dem Paten ansiedle. Goodfellas hat gleich zwei Punkte auf meiner Liste des Lebens hinzugefügt:
1. Auch einmal eine Frau dadurch beeindrucken, dass ich sie ins Restaurant führe, wie Henry Karen ins Copacabana
2. Und (wer will das nicht) einmal ungestraft einen Kellner in den Fuß schießen.

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Hornblower

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Lorraine Bracco hat eine sehr wichtige Rollen bei "The Sopranos" - falls es Dich interessiert (im Mobster/Gangster-Genre scheinst Du Dich ja wohl zu fühlen). :)


concienda

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Das Gangstergenre ist mein Liebstes ;) Und danke, dass wusste ich noch nicht. Die Sopranos nehm ich mir mal vor, wenn ich mit The Wire fertig bin.



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