Matrix - Kritik

US 1999 Laufzeit 144 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Actionfilm, Kinostart 17.06.1999

  • 10

    Einer der Top 5 Filme.

    1
    • 9 .5

      §...Ein philosophisches Actionspektakel; ein Streifzug durch die Geschichte der Popkultur; eine clevere Abhandlung über Traum und Wirklichkeit; eine Demonstration in Sachen Stil und Design: Selten war das Science-Fiction-Kino intelligenter, vielschichtiger und eleganter als in Matrix, dem letzten großen Film des 20. Jahrhunderts. Neo, der das Neuartige ebenso im Namen trägt wie das Einzigartige des >>One<<, folgt wie Alice dem weißen Kaninchen in seinen Bau, doch sein Sturz führt nicht ins Wunderland, sondern in die Realität. Schmerzhaft und schockierend ist der Moment, wenn Neo nach einer halben Filmstunde aus dem digitalen Traum erwacht und die Wahrheit über seine bisherige Existenz als schnöder Energielieferant erfährt. Es folgt eine faszinierende Ausbildung zum virtuellen Befreiungskämpfer, eine raffinierte Reise durch Raum und Zeit, bei der die Regeln von Logik und Schwerkraft außer Kraft gesetzt werden. Furios und atemberaubend ist dann schließlich der Krieg gegen die Agenten der Matrix, ein Finale zwischen Pyrotechnik und Martial Arts, das mit innovativen Tricks wie der Bullet Time neue Maßstäbe fürs Actionkino setzte...§

      4
      • 9

        Einer der besten Actionfilme überhaupt.

        2
        • 10

          Überragender Film!
          Schon sehr oft gesehen und er wird für mich nie langweilig.

          • 8 .5

            Sollte ich mir auch den 2. & 3. ansehen?

            • 9 .5

              Man kann gegen den Film nichts sagen. Von der Machart und Storys hat er ja Meilensteine gesetzt.

              1
              • 9

                Immer und immer wieder habe ich den Film angefangen, aber niemals bis zum Ende geschaut. Jetzt habe ich mich endlich durchgebissen und bereue keine Sekunde. Matrix wird nicht ohne Grund als Meilenstein angesehen, das kann ich jetzt bestätigen. Ich will hier keinen Roman schreiben, da denke ich alles zum Film gesagt wurde. Wer ihn nicht kennt sollte ihn sich angucken, ob man ihn mag oder nicht ist die andere Sache. Ich für meinen Teil finde ihn klasse und wirklich unterhaltsam, auch wenn der Film wahrscheinlich etwas in die Jahre gekommen ist.

                • 10

                  Klein Vinnie, zarte 16 Jahre alt, wird von Kumpels gefragt, ob er mit ins Kino wolle. Da laufe so ein Film, der sei völlig abgefahren, voll die Wucht … Klein Vinnie trottete mit, weil Kino ist eh cool und es kündigten sich Ballereien an, was sowieso den Geschmack von Vinnie traf.

                  Der Film startete und gleich war Vinnie klar: Hier läuft echt krasser Scheiss! Das Intro mit Trinity (die ich optisch zu keinem Zeitpunkt je anziehend gefunden habe, aber egal, tut nichts zur Sache): Ultrageil! Ich dachte mir: Das ist aber hundertmal geiler, als was ich bislang gesehen habe! Der Stil des Films war aussergewöhnlich, eigenständig, phantastisch. Die kurze Actionsequenz suchte seinesgleichen. Sowas hatte ich auch nur annähernd noch nie gesehen. Ich war gefesselt.

                  Dann kam ein eher philosophischer Teil, der mich nochmals vom Sessel gehauen hat. Die Idee war zwar nicht neu, wie ich mittlerweile weiss, aber Klein Vinnie hatte diesen abgefahrenen Scheiss noch nie zuvor gehört. Ich meine, auf sowas muss man mal kommen. Umgesetzt: 1A. Hat mir echt richtig, richtig, richtig gut gefallen.

                  Das Spiel mit der Matrix, das Training, die ersten «richtigen» Handlungsstränge vor dem Hintergrund, dass der Zuschauer nun um die Funktionsweise der Matrix wusste, sind inhaltlich nicht der Kracher, gebe ich zu, aber stilistisch genauso geil wie der Rest des bis dahin Gesehenen. Ihr müsst euch mal vorstellen, welche Wirkung der Film auf pubertierende 16jährige hatte! Jeder wollte so ein Nokia 7110 haben (ich hatte später eines, habe es geliebt). Klar kann man sagen, dieser ganze Scheiss mit Ledermänteln und Sonnenbrillen sei doch hirnrissig, aber das wirkte damals so unendlich cool. Auch heute noch muss man zugeben, dass der Film in diesem Punkt stilbildend war. Wer was anderes sagt, soll es mir ins Gesicht sagen und sich dann eine von mir einfangen.

                  Gut, wo waren wir? Genau: Klein Vinnie sass begeistert, völlig platt im Kinosessel, einfach nur glücklich ohne Ende, zugeschüttet mit Endorphinen (oder wie heissen diese Glückshormone? Egal …), zugedröhnt von dieser Droge wie einer, der sich zum ersten Mal richtig krassen Stoff reinzieht (kann nicht aus Erfahrung berichten). Und dann? Was folgte dann? Neo und Trinity betreten das Hochhaus, in dem Morpheus gefangen gehalten wird, bewaffnet bis an die Zähne. Der Metalldetektor pfeift, der Wachmann tritt näher, fragend, misstrauisch, Neo öffnet seinen Mantel, präsentiert die 37 vollautomatischen Schusswaffen, die er auf sich trägt, Vinnie krallt sich an den Sessel, denkt sich: «Oh, Shit! Oh, Shit! Oh, Mann! Wie geil, wie geil, wie geil!» Und dann folgt es: Eine Szene, die so unglaublich, so unfassbar perfekt ist, dass ich heute noch (16 Jahre später) am liebsten aufspringen, lachen und weinen gleichzeitig und schreien würde! Die Szene hat mich echt richtig weggefegt. Ich war schon auf einem Über-Trip, aber diese Szene war so abgefahren, dass ich echt nichts dazu schreiben kann. Sie hat mich gekillt und reanimiert, mich einfach nur weggefegt. Ich war drauf und dran, einfach nur loszubrüllen, und ich glaube, der ganze Saal hätte eingestimmt.

                  Leute, das war im letzten Jahrtausend! So perfekt inszenierte und gleichzeitig so völlig abgedrehte Action hatte noch nie jemand davor gesehen. Nicht annähernd! Es hatte davor viele sehr gute Action-Szenen gegeben, aber das hier hat (nur schon vom technischen Standpunkt her) alles andere weggeputzt. Wenn ich es mir jetzt nochmals vor Augen führt, zittere ich am ganzen Körper. Ich brauche diesen Stoff! Wieder und immer wieder! Ich muss es mir gleich nochmals reinziehen. Muss!

                  Ich bin am Ende! Völlig fertig, wenn ich nur schon 16 Jahre später nochmals zurückdenke.

                  Wenn ich eine einzige, DIE ULTIMATIVE Actionszene nennen müsste, ich würde in einem Sekundenbruchteil mit: Matrix, Hochhaus antworten. Ganz klar. Viele Szenen aus vielen Filmen haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, aber keine andere hat mich so weggeknallt.

                  Auch der Rest des Films, der ebenso genial wie der Beginn ist, hat fast etwas fade daneben gewirkt. Aber das stimmt nicht, viele gute Szenen sind gefolgt, die mich alle ebenso begeistert haben.

                  Matrix war eine Revolution. Mag sein, dass die Jüngeren und auch die Älteren das nicht nachvollziehen können, aber der Film hat genau meinen Nerv getroffen, genau zur richtigen Zeit. Obwohl ich finanziell bedingt sehr, sehr selten im Kino war und im Traum nie daran gedacht hätte, mir einen Film mehrmals im Kino reinzuziehen, bin ich eine Woche später nochmals ins Kino, habe mir nochmals Matrix angeschaut und habe mich nochmals flashen lassen.

                  Ich weiss noch genau, dass es bereits damals hiess, es seien von Beginn weg drei Filme geplant gewesen. Ich weiss noch, wie ich es kaum erwarten konnte, endlich die Fortsetzungen zu sehen. Ich weiss noch, wie geil ich es fand, als ich Trailer mit Schwertkämpfen (HALLO?! WIE GEIL IST DAS DENN?!) gesehen habe. Und ich weiss noch, wie unglaublich enttäuscht, frustriert und wütend ich gewesen bin, als ich aus dem Kino gegangen bin. Die Wachowskis haben sich mit Matrix ein Denkmal gesetzt und sie haben mit grossen Erfolg praktisch alles davon wieder mit Matrix II und III zerstört. Ich könnte sie tagelang ohrfeigen. Aber Matrix wird immer einen grossen Platz in meinem Filmherzen haben. Für mich ist es der Über-Film und obwohl ich mich rasch begeistern lasse, gibt es nur wenige Filme, die ich ebenso wie Matrix liebe.

                  10
                  • 8 .5
                    drahdinedum 07.07.2015, 09:59 Geändert 07.07.2015, 10:10

                    Tjo! Den Film kann ich recht schnell zusammenfassen!

                    Erstsichtung:

                    Coole Idee, aber....

                    Morpheus - Ich bin ja so intellektuell, so (Pseudo-)Cool...
                    "Nimm die scheiß Sonnenbrille ab!!!"
                    -Zusammenfassend: Nervt mich!

                    Trinity - die find ich ja so greislig!
                    Nicht mal mit der Kneifzange!... !!!!!!!!!Nur Zwei Weiber?!?!?!!!!!!!!!!!!!!!!!!
                    Ich will zurück in die Matrix....

                    Cypher - taugt mir auch nicht wirklich...

                    Das Orakel - da kommt jetzt noch ein bisschen Mystery dazu... laaaangweilig!!!

                    Die paar Actionsequenzen, Keanu Reeves und vor allem Agent Smith machen Laune... dennoch nix soooo besonderes

                    Was soll all der Hype!?

                    Doch dann betreten Sie das Hochhaus... der Metalldetektor schlägt Alarm!

                    Und was dann abgeht....
                    Ist einfach visueller Hochgenuss!

                    Actionüberfeuerwerkgranatenbumbumbamwandendlanglaufwahnsinndurchdieluftschwebgekloppe....
                    Unglaublichst!!!

                    Das Gefühl beim ersten mal sehen (damals;-) ist kaum zu beschreiben!

                    Nur Avatar hat da ähnliches bei Mir ausgelöst!

                    Dauerstaunen!

                    Den hat bestimmt jeder meiner Generation mehrmals mit Kumpels gesehen...

                    Ich hab immer nur gelitten... wollte aber unbedingt durchhalten für diese halbe Stunde Filmgeschichte! ;-)

                    Und allein dafür gibt's 8,5/10!

                    4
                    • 9

                      Der legendäre Meilenstein des SciFi Genres.
                      Cool, revolutionär, actiongeladen, reißerisch
                      Beste Actionunterhaltung!

                      2
                      • 7 .5
                        BlueFox 02.07.2015, 05:58 Geändert 03.07.2015, 03:06

                        THE MATRIX ist ein exzellentes Beispiel dafür, dass die Form wichtiger ist als der Inhalt. Mittlerweile wird der Film eher (mit zaghafter Verneigung) belächelt und die Nachfolger werden nicht ohne Grund gemieden. Ich möchte in meiner Zerstreuung kurz erklären, warum ich die Umsetzung von diesem Film für eine Tragödie halte. Hier wäre es angebracht, vorher zu erklären, dass ich enthusiastisch auf klassische Märchen-Literatur reagiere. Eine Kunstform übrigens, die im Kino hauptsächlich mit Horror- und Mysteriefilmen kompensiert wird. Das Skript von THE MATRIX ist eins der besten Drehbücher, die im letzten Jahrzehnt geschrieben wurden. Und das ist so, weil im Gegensatz zu lauwarmer Knete wie EX MACHINA diese Geschichte auf einer Idee basiert, die zeitgeistliche Relevanz mit echter Analogie verbindet. Wir sind hier nicht ganz bei Hauff, aber wir reden von Filmen. Es ist mehr als einfach, die gesamte Geschichte der Matrix (1+1/2) komplett anders zu interpretieren als seine Oberfläche. Der evtl. alberne Tanz zwischen Aussage und Oberfläche ist das Herzstück einer guten Saga, weil sie nur so einen Ausgleich zwischen Unterhaltung und Anstrengung herstellen kann. Ich interpretiere ungern Gedichte und deshalb werde ich jetzt auch nicht darauf eingehen, was in diesem Film passiert. Das ist außerdem auch nicht nötig, weil viele Leute ohnehin verstehen, worum es geht. Es ist allerdings vielleicht interessant zu erwähnen, dass der Film möglicherweise auf etwas hindeutet, an das man nicht gerne erinnert werden möchte. Diese unsere Zeitepoche ist ungewöhnlich; und kein Historiker, der wirklich aufgepasst hat, kann das bestreiten. THE MATRIX wirkt trotzdem manchmal wie ein - man muss es sagen - amerikanischer Befreiungsschlag in einem Zustand der Hilflosigkeit. Man soll also hoffen dürfen. Das ist dann letztendlich der Schwachpunkt an der gelungenen Geschichte. Aber ohne jetzt darauf detailliert einzugehen, kommen wir zum wirklichen Problem: Die Form ist scheiße und unzugänglich. Der Film mag einen Meilenstein im Action-Kino darstellen, aber das betrifft nur wenige Aspekte der visuellen Darstellung. Die Wachowskis hielten es für nötig, auf ihrer Vision von zeitgelupten Kugeln, Mänteln, Frisuren und Techno zu bestehen. Dass die Leute davon nicht lange viel gehalten haben, wurde umgehend offensichtlicher, weil so etwas auch einfach nicht interessiert. Zunehmend hat das Matrix-Franchise gefordert, dass man sich auf diese sehr spezifische Sub-Kultur (plus japanischem Unsinn) einlässt. Und dabei wurde die schöne Geschichte nicht nur inhaltlich zerstört. Endes "Momo" ist wohl die Geschichte, die einem sofort einfällt, wenn man an die Matrix denkt. Die Wachowskis konnten sich allerdings nicht lossagen, von einer banalen Comicsprache, die vielleicht andere Leute weniger stört als mich. Pop-Referenzen sind nicht zeitlos und es wäre schön, wenn das endlich begriffen wird. Für die oben erwähnte Form ist die Sprache der Trash-Culture nicht besonders hilfreich.

                        5
                        • 10

                          Den Moment als nach Matrix das Licht wieder anging werde ich nie vergessen. Der absolute Mindfuck, was zur Hölle hatte ich da gerade gesehen?! Bzw hatte ich das da gerade überhaupt wirklich gesehen oder ist das alles pure Illusion?!

                          Es gab wenige Filme in meinem Leben die mich so nachhaltig beeindruckt haben. Eine Story die, wenn auch von ihrer Grundidee her nicht gänzlich neu, noch nie auf diese Art erzählt wurde, eine nie gesehene Optik, wegweisende Technik und ein Cast der passt wie die Faust aufs Auge. Es sind diese Filme wie Matrix, für die man sich durch 500 mehr oder weniger langweilige Standard-Actioner quält und sich über die kleinen, aber schwerwiegenden Schwächen in ambitionierten Projekten wie Snowpiercer und Inception ärgert.

                          Bei der Bewertung muss man natürlich den Zeitgeist einbeziehen. Heute wäre es eine solide 8,0 weil Matrix von seinem eigenen Vermächtnis zu Tode referenziert wurde, nicht nur in Sachen Bullet-Time. Aber mit all seinen Nachwirkungen auf die gesamte Branche rund um die Jahrtausendwende ist das eine glatte 10,0 für einen der besten Actionfilme der Geschichte.

                          3
                          • 10
                            angelo.cirillo.5 27.06.2015, 05:31 Geändert 27.06.2015, 13:29

                            Blaue Kapsel, Rote Kapsel? Ich wünschte ich könnte die Blaue endlos einnehmen, damit ich diesen Film immer wieder aufs neue genießen Könnte.

                            Der Film hat damals einen Hype gestartet, der bis heute anhält. Bullet-Time war damals im Grunde noch etwas vollkommen fremdes, doch seit Matrix wurde dieser Effekt zum Standard, der von Hunderten Filmen kopiert wurde. Aber kein einziger davon hat es auch nur ansatzweise geschafft, diese Perfektion darzustellen, wie sie in Matrix zu sehen war bzw. immer noch ist. Der Film hat auch soviel greifbares, im wahren Leben fühlen wir Menschen uns oft wie Batterien, die nur zu gesellschaftlichen Zwecken ausgesaugt werden. In der Grundgeschichte steckt soviel Kreativität, dass ich heute im normalen Sprachgebrauch immer wieder aus Matrix zitieren kann. Allgemein wurde hier eine völlig neue Fantasy-Welt erschaffen, die aber im Kern sehr nah an der Realität kratzt bzw. viele Fragen des natürlichen Lebens aufwirft. Ich kann mich davor nicht genug verneigen, dieser Film hat Geschichte geschrieben und die Filmwelt in neue Dimensionen katapultiert.

                            Keanu Reeves Rolle seines Lebens. Mit Hugo Weaving hat er einen genialen Kontrahenten gegenüber, der den Agent Smith absolut fantastisch und stylisch verkörpert. Auch der restliche Cast fügt sich nahezu ein und passt perfekt ins Gesamtbild.
                            Also, was genau ist die Matrix? Das sollte jeder für sich selbst beantworten...
                            ...aber für mich ist sie kreative Perfektion und zu einen der besten Filme aller Zeiten geworden.
                            In diesem Sinne werde ich mir mal eben die Blaue Kapsel schnell wieder einschmeißen :D

                            16
                            • 5

                              Der erste Teil war zumindest atmosphärisch gelungen, alle anderen Aspekte, Handlung, Spannungsaufbau, Thema, schauspielerische Leistung sind eher durchschnittlich.

                              Der Film stellt den Versuch dar, wie Morpheus schon selbst feststellt, ein modernes Remake zu "Alice im Wunderland" darzustellen. Oder eine moderne Interpretation zu Platons Höhlengleichnis. Der Versuch ist gewagt. Es handelt sich ja auch nicht um den ersten Versuch. Hidden Reality Filme gibt es schon zuhauf. Insofern stellt Matrix keine Revolution dar.

                              Nun zum Thema Kultstatus:
                              Matrix nimmt sich leider, trotz des recht anspruchsvollen Themas und der anfänglich gelungenen düsteren Grundstimmung selbst zu ernst, wie ein kleiner weißer Vorstadtjunge, der auf Ninja im Cyberspace machen will. Achja, genau das passiert ja im Film. Damit wäre die Zielgruppe geortet. Darum bin ich mit dem Ausdruck "Kult" sehr vorsichtig.

                              Ein dystopischer Film für Einsteiger, die es wahrscheinlich auch dabei belassen werden. Die beiden darauf folgenden Episoden ziehen im Prinzip die selbe Geschichte nur nochmal in die Länge.

                              2
                              • 4
                                mybluesky 17.06.2015, 01:13 Geändert 17.06.2015, 12:42

                                Ich kann dem Film nicht viel abgewinnen. Den nachfolgenden Teilen noch weniger.

                                • 7
                                  smartbo 16.06.2015, 11:43 Geändert 16.06.2015, 12:02

                                  Gut gemacht, intelligent verschachtelte Story. Optisch und atmosphärisch in jedem Fall genial gedreht. Schauspielerisch sehr gut.

                                  Kann allerdings mit den albernen/infantilen Kampfszenen nichts anfangen. Ist aber - claro - Ansichts- /Geschmacksache.
                                  Von daher gibt es von mir keine bessere Bewertung.

                                  • 10

                                    Da stimmt einfach alles.

                                    • 10

                                      für immer und ewig mein Lieblingsfilm

                                      1
                                      • 6 .5
                                        DerWaldHerr 06.06.2015, 14:16 Geändert 20.06.2015, 13:41

                                        Jahrelang hatte ich einen Hass auf Matrix, vorrangig auf persönlicher Ebene. Ich war damals (klingt relativ alt wenn man bedenkt, dass ich grade mal etwas über 21 bin...) richtig in der Metal Szene drin (naja, so tief wie man als 15-17jähriger auf nem Kuhdorf sein kann), trug an kühleren Tagen gerne mal Stiefel und einen langen Ledermantel. Meine ausgesuchte Stilrichtung wurde natürlich häufiger lächerlich gemacht mit "Scheiß Neo Matrix". Somit dachte ich mir, wenn ein Film solche Fans hat, dann muss der Film ja absolut scheiße sein.
                                        Ich konnte mir auch relativ leicht Hass Argumente gegen den Film aus dem Hintern ziehen. Z.b. dass die Bullett Time geklaut wurde aus Ringo Lams "Cover Hard", dass der komplette Film ein uninspiriertes Rip Off von "Ghost in the Shell" meets "Blade Runner" sei und das die Handlung nur aus hirnlosen Pseudo Philosophischen Blabla bestehen würde (um es schon mal vorweg zu nehmen: das ist sie nicht nur aus emotionaler Sicht, sondern auch objektiv betrachtet, die Wachowskis haben hier wirklich anscheinend nur Zitate aus einem Philosophie Buch für Hochschulabsolventen genommen, die cool klingen und haben sie ohne echten Kontext eingebaut) und dass die End Schießerei eine lahme Kopie von Woo's Action Epos "Hard Boiled" wäre.

                                        Nun bin ich aber etwas "älter", kann besser reflektieren und gehe nun an den Film etwas fairer heran.
                                        Wie bereits geschrieben, ist die Handlung von Matrix nicht wirklich die Stärke des Films. Viele Dialoge laufen ins nichts und die Intellektualität des Filmes ist nur behauptet, aber nicht vorhanden. Der von Keanu Reeves dargestellte Neo ist der klügste Charakter im Film, weil er die richtigen Fragen stellt, die natürlich nicht beantwortet werden um "mysteriös" zu klingen. So fragt er, woher man bitte wissen solle, warum das Orakel wirklich alles weiß und wie das möglich sein soll. Die Antwort der Charaktere? "Isso". Das ist keine Argumentation, dass ist nur der Beweis dass die Drehbuchautoren sich nicht wirklich gedanken um ihre Figuren gemacht haben und die nur einbauen, weil es cool aussieht. Generell machen die Figuren in Matrix ne ganze Menge nicht nachvollziehbares Zeugs dass zwar in Frage gestellt (und zwar auch hier ausschließlich von Neo), aber von den Figuren immer mit dummen Pseudo Intellektuellen Gelaber beantwortet wird, dass eben nirgendwo hinführt und dem Zuschauer vorlügt hier einen klugen Film zu sehen, obwohl der Streifen Handlungstechnisch auf einer ähnlichen Ebene wie Mark L. Lesters "Commando" argiert, nur eben mit mehr zusammenhanglos eingebauten Philosophischen Metaphern.
                                        Aber gut, zumindest wird die Handlung nicht langweilig.

                                        Die Darstellerischen Leistungen sind in Matrix bekanntermaßen nicht wirklich gut. Keanu Reeves, so sehr ich seine Leinwandpräsenz auch mag, ist kein guter Schauspieler. Sein Darstellung des Neos ist auf Steven Seagal Niveau. Der Rest ist auch nicht wirklich besser, auch wenn Laurence Fishburne der beste Darsteller in diesem Film ist, und seine Darstellung basiert einzig und allein darauf, dass er eine mächtige, autoritäre Präsenz besitzt. Generell bietet der Film eigentlich keine einzige Schauspielerische Leistung, sondern nur "Präsenz" seiner Darsteller. Kann man gut finden, kann man schlecht finden, funktionieren tut es aber irgendwie.

                                        Was revolutionär war zu dem Zeitpunkt, sind der Schnitt, die Kamerafahrten und die visuellen Ideen. Klar, die bekannteste ist, wie ich schon geschrieben habe, aus "Cover Hard" entnommen, sah dort aber ziemlich scheiße aus, sieht hier deutlich besser aus. Der Vorteil von Matrix war, dass die Art wie der Film gedreht wurde, eher von Hong Kong Filmen denn von Amerikanischen Filmen inspiriert wurde, somit gab es kaum einen Film aus den USA zu dem Zeitpunkt, der SO aussah. Es ist unverständlich, wieso der Film damals nicht wenigstens für die Oscars nominiert wurde bei dieser einzigartigen Art und Weise wie der Film aussah.
                                        Die Action ist immer noch überaus gut choreographiert, hat nur den Nachteil, dass die Kampfszenen so unglaublich oft parodiert wurden, dass sie mittlerweile eher schlecht gealtert sind, was aber kaum Schuld des Filmes ist.

                                        Fazit:
                                        Audio-visuell ein Meisterwerk, zumindest zu dem Zeitpunkt als er erschien. Mittlerweile hoffnungslos veraltet, dank zahlloser Parodien, und bietet eine durchschnittliche Action Story, die mit viel sinnlos eingesetzten Philosophischen Phrasen bestückt ist. Unterhaltsam und verständlich, warum dieser Film einen so großen Kult auslößte.

                                        • 6 .5

                                          Kann man durchaus mal machen.

                                          • 0 .5

                                            uninteressant

                                            2
                                            • 10

                                              Super anfang, einzigartige idee super philosophisch aber leider endet matrix mit viel bum bum und waffen/kämpfen etc. :/

                                              • 9
                                                brucelee76 04.05.2015, 18:37 Geändert 11.05.2015, 17:30

                                                Hi Leute,

                                                der ewig freie Kinozuschauer oder Kino-Mainstream-Sklave, wurde Film sowie Story technisch durch die Matrix, in eine neue Dimension katapultiert. Indem er durch eine suggestive Hinterfragung, seine Existenz in seiner realer Umgebung neu definieren soll!!

                                                Theoretisch praktisch wird hier eine geniale Mogel-Verpackung dem freiwilligen Zuseher serviert. Was schon seit geraumer Zeit volle Fahrt in mehreren Nacht und Nebel Aktionen nur ohne Scheinwerfer-Licht, sich in allen Schichten unserer Gesellschaft bedenkenlos eingenistet hat!
                                                So wird hier in der Matrix scheinbar erfolgreich, die eigene Realität mit der Illusion vermischt. So das der Zuschauer selbst nicht mehr durchblickt, ob er nun einen freien Willen hat oder sein Weltbild und all seine Motivation, nur alleine dem (Geldwerte)-System (hier im Film sind es die Maschinen) dienen soll.

                                                Und wie in der Filmwelt sowie in der realen Welt, wird der gesalbte Messias/Neo uns retten?! Er wird den Karren für uns schon irgend wie mit göttlicher Kraft aus dem Dreck ziehen. Das Problem dabei ist, es wird definitiv kein Messias die Menschheit retten. Weil auch diese imaginäre Erfindung nichts für Umsonst macht.

                                                Mein Fazit: Der Spiegel wird dem Fernsehvolk hervor gehalten. Wir sehen uns selbst und applaudieren wie perplex und staunen wie alles geregelt und genormt ist.
                                                Und das zeigt uns Matrix in seiner Genialität wie absurd und perfide er eigentlich ist. Und zwar das System selber darf das System kritisieren und wir die es betrifft, dürfen dabei zuschauen und das obskure beklatschen.

                                                24
                                                • 8
                                                  Amazing 12.04.2015, 23:50 Geändert 12.04.2015, 23:56

                                                  The Matrix ist natürlich Kult pur. Dieser Klassiker hat einfach so viele unvergessliche und großartige Szenen. Ein parade Beispiel dafür ist die grandiose Lobby Szene. Jedoch muss ich dazu sagen, dass ich den Film an manchen Stellen ein wenig langatmig finde, jedoch ist der Film dennoch alles in allem ausgezeichnet.

                                                  • 7

                                                    Der gestrige Tag stand voll und ganz im Zeichen von "Matrix", was höchstwahrscheinlich an dem Cover der letzten Ausgabe von "Vogue - Fragen ohne Antwort" lag. Vielen dank noch mal hier an dieser Stelle, für die vielen tollen und auch humorvollen Kommentare. Es hat wirklich Spaß gemacht. Auch in anderen Beiträgen auf Moviepilot, kamen wir immer wieder zurück zu Matrix und wie es der Zufall so will (wirklich nur ein Zufall), stand "The Matrix" auch als nächstes auf meiner Liste der Keanu Reeves Werkschau.

                                                    Hier auch noch einmal ein Danke an Fenrisúlfr für die Nominierung des Moviepilot-Stöckchens zum Thema Marvel Cinematic Universe.

                                                    "The Matrix", spannender Science Fiction Actionknaller mit Kultstatus.

                                                    Der im Jahre 1999 entwickelte Science Fiction-Film "The Matrix", bei dem die Wachowski Geschwister Regie geführt haben und auch das Drehbuch schrieben, ist ein außergewöhnlicher Streifen aus dem Genre, da er auffallend philosophische und theologische Inhalte, wie zum Beispiel die Erkenntnistheorie, den Gnostizismus oder Themen zum Zen-Buddhismus pflegt. Außerdem machte der Film auch den sogenannten Bullet-Time-Effekt (ein spezielles Verfahren der Zeitlupenfotografie) bekannt und erregte eine Menge Aufsehen wegen seiner aufwendig gestalteten Kampfszenen im Stil von Kung-Fu-Filmen, die zusammen mit digitalen Effekttechniken sehr innovativ gezeigt wurden. Mir persönlich brodelt bei dem Wort "Kult" ja immer ein wenig die Magensäure, aber ich muss zugeben, dass "The Matrix" diesen Titel zurecht verdient hat.
                                                    Science Fiction ist ja bekanntlich nicht mein Genre, hin und wieder findet ein blindes Huhn jedoch auch mal ein Korn. "The Matrix" konnte mich schon immer unterhalten und vor allem mit seiner Aufmachung begeistern. Hier spielt nämlich eben nicht nur der Unterhaltungsfaktor eine Rolle, sondern auch die Kunst des Filmemachens an sich. Die Szenenbilder in der Matrix, also in der Welt, wie wir sie kennen ist mit einem grünen, sehr gelbstichigen Filter überzogen, im Gegenzug zur Realität, die in blau eingefärbt sind. Die Vermutung liegt hier nahe, die Scheinwelt wohl wie ein Gift anzusehen, grün und ungesund. Allerdings nur eine These meinerseits, vor allem ein leichtes, jedoch gutes Stilmittel um die Welten auseinander zu halten.
                                                    Ebenso kult ist wohl auch das Kostümdesign, welches sich meiner Meinung nach ein wenig an Marilyn Mansons (der auch seinen Beitrag am Soundtrack leistete) Kleidungsstil anlehnte. Dennoch frage ich mich, was der Hintergrund der langen Mäntel und der Lack und Leder-Mode in "The Matrix" war. Sicher sieht es cool aus, nur die Mäntel waren für meinen Geschmack einfach too much. Neo hat by the way in diesem Teil hier das beste Outfit, die anderen in den kommenden Filmen gefallen mir nicht so.
                                                    Die Tatsache, dass Will Smith (Wild Wild West) die Hauptrolle in der Trilogie übernehmen sollte erschreckt mich irgendwie immer wieder. Ich habe nichts gegen Smith, jedoch finde ich nicht, dass er in die Rolle gepasst hätte. Bei Will bekommt alles immer etwas einen komödiantischen Touch, auch wenn er mit "I am Legend" durchaus Ernsthaftigkeit bewiesen hat, er ist und bleibt in meinen Augen immer ein Quatschkopf. Keanu Reeves (Street Kings) dagegen ist für die Rolle des Thomas A. Anderson wie für gemacht. Da der Streifen an sich wirklich auch eine Ruhe ausstrahlt, vor allem durch die philosophischen Aspekte, konnte meiner Meinung nach kein anderer Darsteller diese Rolle übernehmen. Reeves ist in jedem Film der Ruhepol, er selbst hält sich nicht sonderlich für den ausgeglichenen Typ, dennoch hat er eine enorme Ausstrahlung. Und die passt perfekt in "The Matrix", denn Neo ist mehr oder weniger der ruhige Denker.

                                                    Was mir nicht gefällt, ist die Wandlung, die Neo während des Films macht. Zuerst ist er noch am erforschen, stellt ständig Fragen und weis nicht, was er von dem Ganzen halten soll. Und urplötzlich wendet sich von jetzt auf nachher das Blatt und er zieht los mit Waffen und was das Equipment sonst noch hergibt. Ein bisschen unnachvollziehbar. Dennoch begeistert mich die Action, besonders die Kampfszenen. Das unötige Rumgeballere jedoch hätte man getrost weglassen können, denn warum schießt man auf sein Gegenüber, bis das Magazin leer ist und trifft doch nicht. Natürlich bewegen sich die Agenten enorm schnell, aber in der U-Bahn Szene hätte Neo durchaus treffen müssen, so ein schlechter Schütze war er vorher ja auch nicht. Allerdings wäre das Ende nicht so spannend und hell yeah, das hat es wirklich in sich. Nicht nur der Zweikampf zwischen Agent Smith (gespielt von Hugo Weaving "Transformers") und Neo ist enormer Nervenkitzel, nein auch der Spurt von Neo durch die Stadt, um zum nächsten Ausgang zu kommen. Ich fiebere immer wieder mit, auch wenn ich den Film schon zig mal gesehen habe.

                                                    Der Soundtrack ist spitzenklasse, ebenso wie die Leistung von Hugo Weaving (The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring) als Agent Smith. Noch nie habe ich ihn böser erlebt!
                                                    Schade ist, dass der weibliche Charakter, in dem Fall Trinity, wieder so eine Stereotype ist, da doch der Agent, Neo und auch Morpheus (gespielt von Laurence Fishburne "Apocalypse Now") wirklich interessante Facetten zu bieten haben. Trinity jedoch ist wieder diese typische Frau, die auf hardcore macht und im Kern ganz weich ist. Kurz: Ich mag sie nicht! Vor allem nervt ihr rumgeplänkel mit Neo "Neo ich muss dir etwas sagen ..." und er steht da und wartet geduldig und dann sagt sie trotzdem nichts. Wenn man nichts zu sagen hat, soll man einfach den Mund halten. Schlimm!

                                                    Im Großen und Ganzen ist "The Matrix" ein solider Actionfilm, an dem man seinen Spaß hat, bedauerlicherweise knickten die Nachfolger jedoch enorm ein. Ich für meinen Teil bin vor allem froh, dass Keanu Reeves das Angebot für "Speed 2: Cruise Control" ausschlug und sich dieser Reihe widmete, denn diese gehört für mich zu seinen besten Performances.

                                                    Original erschienen auf: https://passionofarts.wordpress.com/

                                                    11