The Limits of Control - Kritik

The Limits of Control

US/JP · 2009 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 12 · Kriminalfilm, Thriller, Drama · Kinostart
Du
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    RoboMaus 05.03.2017, 15:53 Geändert 05.03.2017, 22:28

    Jim Jarmuschs Filme erfordern einiges an Geduld. Viel Geduld. Mehr Geduld, als ich für 'The Limits of Control' aufbringen konnte. Hängt das von der Tagesform ab? Nein, nicht in diesem Fall. Zu keiner Phase meines Lebens hätte ich die Geduld aufgebracht, mir diesen Film anzuschauen, ohne mich zu fragen, was zur Hölle ich hier eigentlich mache.

    Ein Schwarzer kommt regelmäßig zu einem Madrider Straßencafé, trifft dort Leute, die ihm einen Hinweis in einer Streichholzschachtel geben, bewegt sich immer wie in Zeitlupe, was auch den Handlungsfortschritt bei kompletter Abwesenheit einer Story charakterisiert, um nach eineinhalb Stunden des Rätselratens in die Wüste zu gehen und am Ende (SPOILER) Bill Murray zu erdrosseln (SPOILER ENDE).

    Obwohl so gut wie nichts in diesem Film passiert, erscheint er auf seine Art interessant, weil es ständig so aussieht, als ob etwas passieren müsste. Er lebt quasi von der Hoffnung, die er beim Zuschauer induziert. Das ist geschickt gemacht und die vier Punkte wert - zu mehr reicht es leider nicht, weil ich die Hoffnung schon ab der Mitte aufgegeben habe.

    Könnte es in Zukunft passieren, dass ich weise werde, wie andere Leute hier eine Höchstnote verteile und 'The Limits of Control' anschaue, ohne mich zu fragen, was zur Hölle ich da eigentlich mache? Das ist ungefähr so wahrscheinlich wie.......... dass ich den MP-Kommi der Woche der schreibe :)

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    • 7
      nofuture 10.02.2017, 21:01 Geändert 10.02.2017, 21:43

      Ich hatte vor ein paar Tagen ein Gespräch mit einem anderen Moviepiloten über diesen Film. Stimmt so zwar nicht. Vielmehr stieß ich durch seine Anregung darauf. Ok, dacht ich. Jim Jarmusch's Filme erfordern ganz grundsätzlich eine gewisse Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen, für die dann doch sehr eigenwilligen Einstellungen, Dialoge und eine Geduld mit dieser gewisse Langatmigkeit, welche seine Filme begleiten umzugehen.
      Zumindest meiner Erfahrung nach, mit den paar Streifen die ich schon gesichtet hatte.
      Soweit hatte ich aber Blut geleckt. Und jetzt komme ich dazu was ich eigentlich sagen will. Ich sah den Film, welcher nebenbei eine Herausforderung ist. Für jemanden, den es nach einer schnellen Berieselung sehnt, oder einen klaren Handlungsverlauf benötigt, ganz bestimmt kein Film der ersten Wahl.
      Nungut. Ich sah den Film und fragte mich unentwegt und auch nach dem Endem dieses Filmes, was er wohl bedeuten könnte.
      Wie lassen sich all diesen Methapern, Anspielungen, Philosophischen Verweise und oft nichtssagenden Bildern eine Form, oder Struktur einverleiben. Eine Struktur welche schlüssig wirkt, mit einer Aussagekraft besticht.
      Ohne die Kritiken eines ganz gescheiten Filmkritikers nachzulesen. Was sehe ich in diesem Film. Gute Frage, derer ich auch nicht mächtig bin sie zu beantworten.
      Also ich fand dann schon schöne Worte, verkleidet im Mantel der Rhetorik, ausgeschmückt, mit wie ich dachte, feinsinniger Interpretation und Wahrnehmung.
      So kam es, dass wir uns unverhofft im Salon der virtuellen Welt dem individuellen Blick auf die jeweils unterschiedlich gesehenen Bildern widmeten.
      Plötzlich war ich gebannt dessen was ich dann las.
      Eine Aneinanderreihung an Interpretationen, eine Feinfühligkeit zwischen den sprichwötlichen Zeilen zu lesen und eine Klarheit sich seiner Meinung auch sicher zu sein. Messerscharf dachte ich. Begleitet mich bis heute.Und wiederum lustig, eigentlich ganz anders als ich das gesehen hatte. Und nicht nur das, ich stellte plötzlich all das in Frage was ich wahrgenommen hatte. Nicht aus Unsicherheit, mehr daraus, auf was es in dieser Art in Filmen einfach ankommt.

      Wie ich etwas wahrnehme und was ich wahrnehme hängt ausschließlich von mir selber ab. Wache Augen. Fragen stellen, ermöglichen einem hier ein expressionistisches Kunstwerk zu betrachten, welches aber erst mit einem Gewissen Abstand oder Auseinandersetzung eine Harmonische Form erzeugt. Wie im echten Leben. Jarmusch's Film, präsentiert hier zwar sicher arrogant aber wahrhaftig einen Blick der mehr als nur zu sehen erfordert.

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        Eine filmgewordene Mediation über die eigenen Begriffe von Kontrolle, Selbstkontrolle, Furcht, Aufgabe und Erkenntnis. Kontrolle ist Illusion, der Weg zum Erkennen eine Spur von Hinweisen. Selbstreferentiell und dadurch mit dem Zuschauer merkwürdig verwachsen.

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          999CINEASTOR666 27.11.2016, 13:35 Geändert 05.01.2017, 23:29

          The Limits of Control - Der geheimnisvolle Killer (AT: No Limits No Control) / US/JP / 2009

          >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

          Ich muss mir wirklich selber kräftig auf die Schultern klopfen, dass ich diesen pseudointellektuellen Arthouse-Dünnschiss bis zum enttäuschenden Ende durchgestanden habe. Es wird eine belanglose Geschichte in kunstvoll gestalteten Bildern und einem beachtlichen Ensemble im Schneckentempo erzählt, damit man dann nach über Anderthalbstunden völliger Ödnis mit schwachsinnigen wie kryptischen Dialogen eine halbgare Auflösung serviert bekommt, die zumindest meinem Geschmeck widerspricht. Man sollte sich seiner Fantasie nie berauben lassen, ist die Quintessenz des Ganzen.

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            Da braut sich was zusammen. Oder doch nicht? Diesem ganz und gar kryptischen, hochgestochenen Verschlüsselungsfilm, sein Rhythmus ähnelt einer Rolltreppenfahrt im Halbschlaf, gibt Isaac de Bankolé körperliches Vorhandensein. Er läuft nicht, er gleitet, schleift synthetisch an Plätzen vorbei. Die peniblen Rituale – ausgetauschte Streichholzschachteln, "doppelter" Espresso, empfindungsloses Papierverschlucken – gehört zu einer halbnahen und wiederum vollends fernen, erstarrten Ruinenwelt, die sich subjektiv an Molekularstrukturen hält. Wird eines dieser Moleküle mutwillig entfernt oder verschoben (wie ein aufreizend durchsichtiger Regenmantel), kippt das vermeintlich objektive Bild, während es an einem anderen Platz an einem anderen Ort neu "konstruiert" wird. Derartige Thesen zum Radikalen Konstruktivismus verbirgt Jarmusch unter dem Antiunterhaltungsarrangement eines Kunstaufsatzes, desinteressiert gegenüber allem, das zum kontrollierten Grenzgebiet zählt. "Dieser" Entgrenzungsraum im Austausch dessen, den "The Limits of Control" bildpoetisch ausstaffiert, ist der Versuch einer Loslösung Jarmuschs von der inneren, selbstverantwortlichen Forschungsfahrt zum Warten auf das Signal für diese Forschungsfahrt ("Broken Flowers"). Aber die Menschen, die Menschen verlieren dabei das Menschliche. Das ist es, was "The Limits of Control" so artifiziell, schwülkalt und geradewegs "tot" macht, was ihm die frühere Jarmusch-Wärme verwehrt.

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              Nach diesem Werk von Jim Jarmusch muss ich zwangsläufig daran zweifeln, überhaupt eben diesen Film gesehen zu haben, denn die gesichteten Rezensionen sind verblüffenderweise doch eher positiv,...nur an diesem gähnend öden Film kann ich einfach nichts Positives entdecken, auch kann man diesmal – VERWUNDERLICH bei Jim Jarmusch – nicht mal von einem Ensemblefilm sprechen, da die übliche(?) Prominenz eher untergeht,...einzig John Hurt glänzt in einem Gastauftritt,
              nicht so wie Bill Murrays Auftritt,
              der doch eher untergeht (genau wie dessen Rolle)
              Auch der idiotische Schluss lässt eher an die Arbeit eines Praktikanten denken

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                Liebe auf dem zweiten Blick.
                Es gibt da so einen Trick, wenn man einen Film betrachten will, so wie er wirklich ist, sollte man sich vorher Spoilern lassen. Denn viele Filme, die mich anfangs enttäuschten, haben ihre Genialität mir dann doch erst auf den Zweiten Blick offenbart.
                So auch The Limits of Control.
                Während ich noch nach dem ersten Sehen des Films völlig angeödet war, verstand ich ihn nun auf einmal. Es geht um dass was wir sehen und was wir dabei denken. The Limits of Control ist ein Antithriller im Wahrsten Sinne des Wortes. Er ist wie ein bewegtes Museum. Es gibt eine Gesicht, die ist aber weniger relevant.
                The Limits of Control lebt von seiner neutralen Stimmung. Von Figuren, die ganze Räume mit ihrer Präsenz füllen.
                Nun, wo ich ihn das zweite Mal sah, war es doch eine ungemein inspirierende Reseise. Man gleitet hinein und hindurch. Es geht nicht um das was getan wird, sondern dass was man dabei denkt, was möglicherweise die Figuren denken.
                Kurz, das Seiende, während es einfach ist wie es ist.
                Doch geht man daran, so wie ich anfangs und erwartete einen Thriller, wird man eben stark entäuscht.

                • 4

                  Bin ja sonst ein glühender Jarmusch-Fan und habe alle Filme ein-oder mehrmals gesehen. Aber der hier ist nicht nur ungewöhnlich langatmig, sondern auch weitgehend sinnbefreit. Die immer gleichen, hölzernen Dialoge bei der Streichholzschachtelübergabe (;-)) wirken genau so verkopft, wie die willkürlichen Gastspiele des Nackedeis in den Hotelzimmern.

                  Fazit: Jarmusch goes Lynch, aber leider eher zweite, als erste Staffel von Twin Peaks. ;-) Muss man nicht gesehen haben.

                  • 10

                    Mein absoluter Lieblingsfilm, und in Worte eigentlich nicht zu beschreiben, da dieser auf dermaßen vielen Ebenen funktioniert, wie ich es in keinem anderen Film je erlebt habe.
                    Verwirrend und aufschlussreich, hypnotisierend und anregend. Ein Trip für den Geist der unzählige Interpretationsmöglichkeiten offen lässt. Kein Film, sondern ein unvergleichliches Erlebnis .

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                    • 6

                      Ehmm.. was war das denn? Gähnende Langweile über 1 Stunde und 50 Minuten. Trotzdem konnte ich zu keinem Zeitpunkt abschalten. Der Regisseur hat wohl damit zumindest ein Teilziel erreicht...

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                      • 3 .5

                        Gäähn!

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                          Für die einen sind Jarmusch-Filme unverbindliche Spielerei, Outlaw-Koketterien und späthippieske Streicheleinheiten für Selbstreferenzsüchtige. Für die anderen ist jede Einstellung aus "The Limits of Control" ein Kunstwerk, jede Dialogzeile Poesie. [Georg Seeßlen]

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                          • 7
                            quastenflosser 27.01.2015, 11:16 Geändert 27.01.2015, 11:42

                            Jarmusch hat mich....
                            Nach 'Broken Flowers' war das nun mein zweiter Film von ihm und ich bin begeistert. Vieles an seinem Stil gefällt mir. Die Bilder sind toll, der Cast ist bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt und auch die Musik macht was her.

                            Ich kann verstehen das viele mit 'The Limits of Control' Probleme haben, da die Erzählstruktur und auch die Dialoge sehr langsam vor sich hin plätschern. Jarmusch setzt hier mehr auf Mimiken, Gestiken und einzelne Zitate um Akzente zu setzten. Isaach de Bankolé beherrscht dieses Ruhige und geheimnissvolle perfekt und mir hat es richtig spaß gemacht ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Auch über Gael Garcia Bernal habe ich mich rießig gefreut, da ich davon überzeugt bin das der noch irgendwann voll durchstarten wird. Über Bill Muray muss ich nicht viel sagen, der Mann allein wertet Jeden Film schon um mindestens einen Punkt auf.

                            Wenn ich einen Film drehen könnte, dann würde ich mir sicher einiges von Jarmusch abschauen. Sei es die Bildkomposition oder die ruhige aber dennoch humorvolle Art seiner Filme. Der Mann hat es mir irgendwie angetan und ich werde mir jetzt wohl ein paar seiner anderen Filme anschauen müssen.

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                              A very Boring Movie. Wenn das Kunst, Philosophie bzw derglechen sein soll, dann will ich damit nullkommanull zu tun haben. Hab mir den Film nur wegen den zugegebenermaßen wirklich tollen Bilder angeschaut, die auch die 2 Punkte meiner Bewertung ausmachen

                              • 6 .5

                                Ein wahrlich sehenswerter, einmaliger, mutiger Film, dessen Aussage nach Erstsichtung noch fraglich ist.
                                Der Zuschauer verfolgt in übertrieben gestrecktem Pacing einen Mr. X, der weder Namen noch Auftrag hat, uns aber schnell an typische Agentenfilme erinnert. Unterstrichen wird das durch Geheimzettel und Erkennungsphrasen, die ihn von Kontakt zu Kontakt näher an sein eigentliches Ziel führen. 2 Kaffeebecher, Codefetzen in Streichholzschachteln, der Satz "Sprechen sie spanisch?"; all diese wiederkehrenden Elemente erinnern uns an die frühen Bonds und Co. Oder ist dieser Weg schon das Ziel? Lassen wir das abrupte Ende mal außer Acht, so finden sich hier nämlich noch zu viele Ungereimtheiten: Wiederkehrende Symboliken, forshadowings und Deja Vus, Widersprüche im Verhalten des Protagonisten.. Irgendwie will der Film mehr, als nur den Weg eines Namenlosen Killers beschreiben, doch so recht verstehe ich das wohl noch nicht. Vielleicht ergibt sich etwas mehr bei zweiten Ansehen!

                                • 6

                                  Insgesamt war mir da zu viel Gedönse, für solch ein schlichtes Finale. Und es bleiben einige Fragen offen, bei denen ich nicht den Eindruck habe, dass ein zweites oder drittes Mal anschauen eine Antwort liefern könnte. Schade. Ist der Film optisch doch ein Leckerbissen.

                                  • 6 .5

                                    Optisch einer der besten Filme die ich je gesehen habe, die Bilder sind grandios und die Landschaft toll in Szene gesetzt. Auch die Dialoge waren sehr interessant und schön erzählt. Was mich letztendlich gestört hat war, dass man bei einem solch langatmigem Film ein Finale erwartet das einen umhaut und dieses gab es schlichtweg nicht. Der Schluss war ganz ok aber für einen solch langen Weg den man bis dahin gebraucht hat war es mir einfach zu wenig, da rettet auch die tolle Optik nichts mehr. Ich denke der Film währe wesentlich besser geworden wenn man ihn auf 80-90min reduziert hätte, aber so war er über weite Strecken doch zu zäh und langweilig.

                                    • 0

                                      dieser Film hat es geschafft, das- sobald ich den Namen" jarmusch´ auf irgendeinem Cover lese, den Film ausschließe.
                                      das ist irgendwie mit vergebenen Frauen zu vergleichen:
                                      die fass ich auch nicht an.
                                      ummm. ... obwohl
                                      na egal,
                                      selten so einen langweiligen, langatmigen und uninteressanten Film gesehen.
                                      keine Ahnung warum ich nicht ausgeschaltet habe.
                                      ich vermute das der Streifen mich eingeschläfert hat und ich einfach nicht in der lage war auszuschalten.
                                      grausam

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                                      • 8

                                        Mit "The Limits of Control" stellt Regisseur Jim Jarmusch selbst Fans seiner Filme auf die Probe.
                                        Eine langsame Erzählweise und das Motiv von Dynamik und ständiger, zielloser Bewegung der Figuren ist bekannt und werden von Jarmusch hier auch wieder voll ausgekostet, doch der Regisseur betritt hier zudem eine Art interpretative Ebene, bei der man aufgeschlossen an den Film herangehen muss.
                                        Ein mysteriöser, wortkarger Unbekannter im Anzug reist durch Spanien und trifft ständig rätselhafte Leute, die mit ihm monologartig Gespräche über verschiedene Bereiche von Kunst und Kultur führen. Dabei erhält er meist immer kleine Zettelchen in Streichholzschachteln, die er nach Betrachtung mit einem Schluck Espresso runterspült.
                                        Das Ziel seiner Reise ist ebenso ungewiss wie sein Antrieb. "Everything is subjective. Use your imagination and your skills", bekommt die Hauptfigur und somit auch der Zuschauer lediglich relativ früh mit auf den Weg.
                                        Verschiedene Elemente, beispielsweise bestimmte Sätze, Praktiken der Hauptfigur oder das wiederholte Auftauchen mancher Personen, baut Jarmusch repetitiv in den Film ein. Dabei kommt es zu manch wundervollen Dialogszenen, in einem Gespräch über Filme allgemein äußert Tilda Swinton: "The best films are like dreams you're never sure you've really had".
                                        Auch "The Limits of Control" wirkt mit seiner trance- bzw. traumartigen Struktur oftmals sehr surreal und unwirklich. Rein visuell dürfte das Werk Jarmusch´s bisher schönsten Film darstellen. Die Bildkompositionen, Kameraeinstellungen und Landschaftspanoramen Spaniens erzeugen wunderschöne, gigantische Bilderfluten, in die sich der Zuschauer fallen lassen darf.
                                        Es ist schwierig, auch nach dem Ende des Streifens zu einer eindeutigen, konkreten Erklärung über das eben Gesehene zu gelangen. Der Film könnte genauso gut eine träumerische Metapher darüber sein, dass man sich im Leben die verschiedenen Bereiche von Kunst und Kultur, z.B. Film, Musik, Malerei bewahren und erhalten sollte, wie andererseits vielleicht ein völlig beabsichtigter Scherz von Jim Jarmusch, der hier bewusst einfach überhaupt keine schlüssige Handlung mehr erzählen wollte. Trotz seiner Langsamkeit und der für einige vordergründigen Leere bietet der Streifen definitiv mehrere Betrachtungsweisen und Denkspielräume.
                                        "The Limits of Control" ist wohl der bisher schwierigste Film von Jim Jarmusch. Die visuelle Brillanz, die traumartig-entrückte Atmosphäre und der repetitive, langsame und überaus kryptische Erzählrhythmus formen sich mit den starken Darstellern zu einem fiebrigen, faszinierenden Kunstwerk, zu dem einige Zugang finden, während sich andere frustriert langweilen.
                                        "The old men in my village used to say: Everything changes by the colour of the glass you see it through."

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                                        • 3 .5

                                          Der Wolf!
                                          Das Lamm!
                                          Auf der grünen Wiese!
                                          Das Lamm
                                          schreit
                                          HURZ!

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                                          • 8

                                            "The Limits of Control" fühlt sich an wie ein Traum, an den man sich tagsüber zurückerinnert und vielleicht nicht ganz entschlüsselt, aber doch weiß, dass man ihn gerne geträumt hat. Die Bildsprache, diese Ästhetik in den Bildern von Jim Jarmusch, hat mich während dem Sehen ganz eingenommen und wahrhaftig in einen Traumzustand versetzt.

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                                            • 4 .5

                                              abgesehen vom ende war er mir zu lahm...

                                              • 5

                                                abbruch nach gut einer stunde. ich schau jetzt mal nach hotels in madrid!

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                                                  [...] Wie empfinden wir Realität, was ist noch Oberfläche, wo beginnt der Kern? Wie verschieden ist die Wahrnehmung zweier Menschen von der selben Sache? Wo liegt die Schönheit unserer Welt verborgen? Erkennen wir sie nur in artifiziellen Werken, die von unserer Hand geschaffen sind? Ja und nein. Das Gefühl, das jede einzelne Einstellung auslösen kann (wenn man es zulässt) hat Jarmusch selbst am besten beschrieben: „Es ist mein Ziel, dass die Zuschauer solche Bilder sehen, als wären sie Gemälde. Und dass sie, wenn sie das Kino verlassen, diese Gegenstände wieder ganz anders wahrnehmen.“ – und damit seine Intention präzise auf den Punkt gebracht. [...]

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                                                    wow.... 33 minuten durchgehalten. was ich sah war... nichts... *räusper* ... ich meine natürlich, das was ich sa war... kunst... *räusper* und die liegt nun mal im auge des betrachters.

                                                    sorry, mit dieser art von kunst, kann ich nichts anfangen. mir fällt nur ein wort ein: langweilig.
                                                    in den ersten 30 minuten gab es keine handlung, kein nachvollziehbares gespräch -jedenfalls nicht für einen mehr oder weniger intelligenten zuschauer-.

                                                    folgendes ist in den ersten 30 minuten passiert. KEIN spoiler, denn es passierte ja -wie bereits gesagt- nichts:
                                                    es gab bilder von landschaften, ruhigere momente, eine taxifahrt, ruhigere momente, bilder von gemälden, ruhigere momente, bilder von "joga-artigen- übungen", ruhigere momente, bilder wenn der hauptprotagonist zwei espresso trinkt, ruhigere momente, bilder von einer prostituierten im regenmantel, ruhigere momente, ... ups, die prostituierte hatte rgendwie nicht gepasst, aber es machte den öden film kurzzeitig (sagen wir etwa 30 sekunden) interessant, wenn auch weiterhin nicht sehenswert.

                                                    FAZIT:
                                                    dieser film war nichtssagend, öde und nicht unterhaltsam. nach meiner ansicht waren es 30 minuten purer zeitverschwendung. ich hatte nicht einmal bock auf bill murray zu warten.
                                                    ich will euch eigentlich nur davor bewahren, lebenszeit mit diesem film zu verschwendung. für den durchschnittsgucker ist der film langweilig! ach, das schrieb ich ja bereits oben. egal...

                                                    es sei denn ihr habt eine extrem abartige kunstneigung, oder seit filmwissenschaftler oder so. dann viel spaß mit den ruhigen momenten.

                                                    für die prostituierte gibts den gnadenpunkt.

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