Filmplakat von Wo die wilden Kerle wohnen Wo die wilden Kerle wohnen

Where the Wild Things Are, US 2009 — Kritik

Kritiker — Ganz gut 6.9

Der Film Wo die wilden Kerle wohnen wurde von 22 Kritikern bewertet.

fko: filmsprung.ch

8.5Ausgezeichnet

«Where the Wild Things Are» ist ein einfühlsamer und abwechslungsreicher Abenteuer-Film für jedes Alter.

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Khitos: Kälte Reich

8.5Ausgezeichnet

Ein Kinderfilm? Nein. Spike Jonze meinte, dass es eher ein Film über die Kindheit sei. Es ist mit Sicherheit kein Kinderfilm! Viel mehr ist es eine Charakterstudie. Aus dem kleinen Kinderbuch erschuf Jonze ein wunderbares Werk mit liebenswerten, gewöhnungsbedürftigen und gruseligen Monsterchen. Es ist auch überaus positiv anzurechnen, dass hier nicht viel mit CGI gearbeitet wird und auf alte Methoden zurückgegriffen wurde. Die Wilden Kerle sind echt und das sieht und fühlt man auch. Die Fantasyreise des kleinen Max ist erleuchtend und fesselnd mitanzusehen. Der kleine Max erinnert mich stets an einen kleinen Jungen, den ich im realen Leben kenne, was mir den Kinobesuch noch ein wenig spaßiger gestaltet hat. Aber auch ohne diesen witzigen Zufall überzeugt Where The Wild Things Are, denn entgegen aller Erwartungen ist es ein trauriger, düsterer Film, der viel aussagt ohne viel zu reden.

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Flibbo: [neue Website coming soon]

7.5Sehenswert

Ein Film, der dank Handkameras und nie zu bunten Bildern wie ein Independent-Streifen aussieht, aber über ein sehr stattliches Budget verfügt und dabei gänzlich aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt wird – also mal wieder was anderes – das ist „Wo die wilden Kerle wohnen“. Die freie Adaption des gleichnamigen Bilderbuchklassikers besteht aus einer sehr simplen Geschichte, die jedoch psychologisch fein durchdacht ist. Regisseur und Drehbuchautor Spike Jonze lässt wie schon in „Being John Malcovich“ oder „Adaption“ die Grenzen zwischen Realität und Traum völlig verschwimmen, in diesem Fall jedoch ganz gradlinig und mit kindlicher Selbstverständlichkeit.

Die Welt, in der die Hauptfigur auf die zotteligen Monster trifft, ist eine waschechte Jungen-Fantasie, inklusive Szenen, die kleine Zuschauer auf dumme Gedanken bringen könnten. So schuf Jonze mit Max einen glaubhaften Protagonisten, dem in der Fantasiewelt, in die er sich flüchtet, verschiedene… Mehr

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

8.5Ausgezeichnet

WHERE THE WILD THINGS ARE ist eine wunderbare Komposition aus verschiedenen Zutaten. Spike Jonze trifft perfekt den Nerv des Buches und verzaubert mit seinen Figuren, die den Vorbildern nicht ähnlicher sein könnten. Die Mischung aus Kostümen und punktierter Animation funktioniert blendend. Insgesamt fühlt sich WHERE THE WILD THINGS ARE an wie ein warmer Sonnenuntergang. Eine Geschichte aus dem Leben, die berührt und in seiner Einfachheit unglaublich komplex bleibt. Bravo. (Toller Soundtrack von Karen O!)

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Michael Kienzl: critic.de

Jüngere Kinder könnten mit dieser teilweise sperrigen und düsteren Version eines Kinderfilms Schwierigkeiten haben. Der Film verfügt zudem über eine Indie-Credibility, die sich vor allem an Erwachsene richten dürfte. Wie Spike Jonze aber ein Kinderbuch für die große Leinwand adaptiert, ohne den eigenen Stil zu verwässern oder Zugeständnisse an das Genre zu machen, ist in jedem Fall sehenswert.

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G. Jekubzik: Filmtabs

8.0Ausgezeichnet

„Wo die Wilden Kerle wohnen“, die Verfilmung von Maurice Sendaks Kinderbuch, ist trotz der vielen Grobiane ein ungemein zärtlicher, in kleinen Gesten und Momenten oft rührender Film. Vieles wirkt spielerisch in diesem gleichermaßen leichten und psychologisch exakten Meisterwerk: Die Handkamera wie bei Amateuren, aber nahe an dem Empfinden von Max. Die nette, kindisch wirkende Mädchenmusik von „Karen O and the Kids“ bringt die Wildheit von Max auf den Soundtrack. Die Lehre der Wilden Tiere lautet klug einfach: Mit diesen Riesen ist es wie mit den unkontrollierbaren großen Gefühlen - sie können Freunde sein, aber auch zerstörerisch

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

8.0Ausgezeichnet

Spike Jonze hat es wohl tatsächlich geschafft einen der depressivsten Filme dieses Jahres abzuliefern, der ziemlich konsequent alle Erwartungen unterläuft die das Publikum an einen aufwendig produzierten Kinderfilm stellt. Gegen “Where the wild things are” wirkt “Coraline” wie ein echter Happy-Go-Lucky Streifen.

Das spricht jedoch keineswegs gegen diese Kindheitsphantasie, die sich die große Aufgabe gestellt hat, aus einer quasi nicht vorhandenen Geschichte (Junge wird auf sein Zimmer geschickt, flieht in der Phantasie zu den wilden Kerlen, feiert mit ihnen, vermisst sein Zuhause und geht heim), die hauptsächlich von ihren inspirierten Zeichnungen lebte, einen abendfüllenden Spielfilm zu machen. (...)

Jones nimmt fast den kompletten Film über, die sehr egoistische, eigensinnige Perspektive seines jungen Hauptdarstellers ein, der sich von der Welt unverstanden, ignoriert, mißhandelt und vernachlässigt fühlt. Max, der vom jungen Max Records mit beeindr… Mehr

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TheCorey: Wicked Vision, Das Manifest...

Von der technischen Umsetzung her ist Where the Wild Things Are ausgesprochen gelungen. Die digitalisierten Gesichter auf den realen Kostümen synthetisieren gut und es schadet den Wilden Kerlen nur, wenn Jonze sie durch die Luft springen lässt. Hier wirken die Bewegungen nun wenig natürlich, was aber ob der geringen Präsenz an Sprüngen annehmbar ist. Somit ist Where the Wild Things Are vielleicht kein Meisterwerk, aber trotzdem – und gerade in seinen letzten Minuten – ein teils wunderchöner und ergreifender Film geworden.

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J. Berardinelli: ReelViews

8.0Ausgezeichnet

Wo die Wilden Kerle wohnen ist vielleicht der erste Familienfilm in der neueren Geschichte, der sich nicht nur auf die Story oder Charakterentwicklung stützt, sondern auch auf die Ideen und die Vision des Regisseurs. Das Ergebnis ist eine magische Erfahrung für alle bis auf die hibbeligsten Kinder, und eine Gelegenheit für die Eltern, einen Kinderfilm mal zu genießen als zu ertragen. Für den Regisseur ist dies ein Lieblingsprojekt, und es schneidet besser ab als andere Werke, an denen der Macher emotional zu nahe dran ist. Es gibt kleinere Untimmigkeiten, aber diese tun dem Vergnügen keinen Abbruch. Dieser Film ist die 2009er Antwort auf den "Zauberer von Oz".

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Roger Ebert: Chicago Sun Times

7.0Sehenswert

Spike Jonze und Dave Eggers haben die Herausforderung der Adaption dieses kleinen Meisterwerks gemeistert, indem sie einen echten Jungen und die imaginären Monster in einem Film gezeigt haben. Der Streifen fühlte sich lang an, und manchmal gab es Abschnitte, in denen ich weniger als begeistert war. Ist es möglich, dass die Kurzgeschichte doch zu wenig Inhalt hatte für einen Spielfilm in voller Länge? Alles in Allem wird der Film wohl besser ankommen bei Erwachsenen, die einen geliebten Klassiker aus Kindertagen kennen, als bei Kindern, die mit zackiger Action-Animation aufgewachsen sind.

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Edward Douglas: ComingSoon.net

6.5Ganz gut

Die erfindgunsreichen Bilder aus Sendaks Buch werden in Spike Jonzes Film beibehalten, leider fällt der Ton und die Absichten des Romans irgendwie auf die Seite, um die Ideen des Regisseurs über die Kindheit zu analysieren. Dies hat wenig zu tun mit den Gründen, warum die ältere Generation das Buch so mochte. Leider ist der Film ein seltsamer Mix aus Kunstfilm und ein paar Szenen, die Kinder unterhalten sollen. Die Kritiken werden wohl gemischt sein, obwohl Jonzes Karma gut genug ist, um die negativeren unter den Meinungen abzufedern. Zumindest sollte man ihm Beifall zollen für den Mut, etwas Eigenes zu machen – und nicht einfach einen lieblos zusammengekleisterten Mainstream-Stinker abzuliefern wie Scooby-Doo.

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M. Phillips: Chicago Tribune

9.0Herausragend

Wirklich, ich bin unglaublich verliebt in die Filmversion von „Wo die wilden Kerle wohnen“. Dieses Mal stimmt alles, von Kopf bis Schwanzspitze, vom Moment an wo im Prolog die Action eingefroren wird, bis hin zur finalen Szene mit der schwer erkämpften Wiedervereinigung von Mutter und Sohn. Warner Bros. sollte man Beifall zollen für solch ein starkes und atemberaubendes Kunststück – die seltene Adaption eines Klassikers der Kinderliteratur, der tiefer geht als das Original.

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Roger Moore: Orlando Sentinel

4.0Uninteressant

Als ein Kinderfilm ist es langweilig, als ein gewagtes filmisches Abenteuer schrammt der Film knapp an Wahnwitz und Fiasko vorbei. Er ist zwar viel zu nachdenklich und beeindruckend, um ihn ohne weiteres zu ignorieren. Aber das Werk ist auch so eindeutig und deprimierend, dass man sich wundert, was genau den Kult um das Kinderbuch ausmacht, und warum der Autor sich ausgerechnet Spike Jonze ausgesucht hat. Jonze hat sich zwischen den „Kerlen“ verloren und hat das Wilde und den Spaß draußen gelassen.

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Claudia Puig: USA Today

7.5Sehenswert

Filme erlauben trotzigen Kinder meist keine volle Pallette an Emotionen. In diesem Film aber durchlebt der neunjährige Max eine verwirrende Lawine an Gefühlen, was in einem Film von überraschendem Tiefgang und voller Genauigkeit und Energie resultiert. Max mag sich in seinem Löwenkostüm kopfüber ins Abenteuer stürzen, letzendlich ist er nur ein wildes Kind. Er ist kreativ, gefühlvoll und manchmal einsam.

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D. Edelstein: USA Today

8.0Ausgezeichnet

Der Gegensatz zwischen einer wilden Landschaft, einem echten Jungen und kindlichem So-tun-als-ob sollte eigentlich nicht funktionieren, oder vielleicht nur auf dem Level eines Muppet-Films. Aber es funktioniert traumhaft. Statt dass man von Computer-Illusionen bombardiert wird, wird uns erlaubt, unseren Unglauben zu vergessen und unsere eigene Vorstellungskraft einzubringen. Bei all der Kunstfertigkeit fühlt sich der Film doch rau und handgemacht, beinah primitiv an. Es ist ein großartiges Baumhaus von einem Film.

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Todd McCarthy: Variety

6.5Ganz gut

Leichtfüßig, emotional an das Thema angepasst und dem gefeierten Originalmaterial instinktiv treu, erntet der Film viele Pluspunkte für den handgemachten Look und die un-homogene, darf-man-es-sagen: organische Darstellung unbefangener kindlicher Vorstellungskraft. Aber die guten Absichten und der magische Stil von Regisseur Spike Jonze kann nicht ganz dafür entschädigen, dass es dem Film ein wenig an Narration und inhaltlicher Fülle fehlt.

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Kommentare — Sehenswert 7.3

Der Film Wo die wilden Kerle wohnen wurde von 407 Mitgliedern bewertet.

sjura

Bewertung9.5Herausragend

da hat spike jonze tatsächlich ein meisterwerk des kinderfilms hingelegt. weiß nur nicht genau, wie viele "echte" kinder die komplette story verstehen werden. aber das ist egal. im zweifelsfall ist der film einfach schön anzusehen und ansonsten in einer sehr symphatischen weise durchgeknallt. :-)

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Kill_Diether

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Als ich vor ein paar Jahren das Bilderbuch meinen
Kindern zeigte, haben uns die schönen Zeichnungen
gefallen. Als ich vor ein paar Tagen mit meinen jetzt
größeren Kids den Film sah, habe ich nun auch verstanden
worum's geht: "There is one in all of us" ...und immer alle
abwechselnd. Der Erwachsene vergisst die Intensität.
Die wilden Kerle zeigen ihm aber was wirklich Sache ist.

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Andy Herman

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hier wurde eine traumhafte Atmosphäre mit gut gemachten Wesen geschaffen. Das alles wirkt total schön und einzigartig. Top Film für die Kinder, aber auch für Erwachsene.

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McClain

Bewertung4.0Uninteressant

Schade , ich hätte mehr von diesem Film erwartet. Der Trailer hat einen echt heiß gemacht auf den Film. Auch wenn das Thema des Films interessant ist ist die Umsetzung nicht wirklich gelungen. Ansonsten sind die Monster echt gut gelungen und sind Prototypen eines Traumwesens.

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JoeShoe

Bewertung8.5Herausragend

Ein wunderschöner Film. Real, menschlich, fantastisch, tröstend, wild, nah und liebevoll. Nur für Kinder (oder solche, die es wieder werden wollen). Und der Soundtrack ist ein extra-Lob wert.

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loewenzahn

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vor 1 Stunde lief der Abspann und ich heule immer noch ein wenig. Eine wundervolle Verfilmung eines meiner liebsten Bücher aus der Kindheit! So traurig, so sensibel und so schön erzählt. Er hat meine Erwartungen weit übertroffen!

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Plor

Bewertung9.0Lieblingsfilm

http://seite360.wordpress.com/2010/01/04/rezension-zu-spike-jonzes-wo-die-wilden-kerle-wohnen/

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Chewbacca

Bewertung9.5Lieblingsfilm

Spike Jonze hat eine Geschichte auf Zelluloid gebannt, die so wohl noch nie erzählt wurde mit wunderbaren Landschaften und Fantasie: die Welt der Wilden Kerle.
Ich bin immernoch fasziniert von der Größe von Maurice Sendaks Erzählung und dem wahren Tiefgang, der hinter diesen liebevollen riesigen Kostümen steckt. Das Erwachsenwerden ist wirklich schwer und der trotzige Max, der wirklich ideal besetzt ist, stellt die wichtigste aller Fragen: "Wie mache ich wirklich jedermann glücklich?" Der Film liefert keine Antwort, denn ich bin mir nicht einmal sicher, ob es eine gibt. Als König der Wilden Kerle will er es jedem Recht machen und muss sich mit Gefühlen, wie Wut, Trauer, Eifersucht und Angst befassen. Dabei erkennt er in ihnen sein eigenes Wesen wieder und begreift, dass man nicht immer alles haben kann, was man will.

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hunila

Bewertung8.5Herausragend

Echt nicht schlecht!
Die Kreaturen sind mit wirklich viel Liebe gestaltet und schön anzusehen.
Man wird in die bizarre Welt förmlich hineingezogen, das macht Spaß.
Die Geschichte wird zwar kindlich erzählt ist aber meiner Meinung nach trotzdem für jedes Alter ansprechend.

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5abotage

Bewertung4.0Uninteressant

für Kinder zu aufregend, für Erwachsene zu langweilig....sicher eine tolle Geschichte und super gemachte Figuren, aber dennoch fehlt dem Film der letzte Schlif.
Ein leidliches Thema, das Eltern für ihre Kinder zu wenig Zeit haben!

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Marc885

Bewertung8.0Herausragend

Sehr hübsch gemacht, tolle Kostüme und Kulissen, ein großartiger kleiner Hauptdarsteller und tolle Musik.
Kann man uneingeschränkt empfehlen.

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Bogatzke

Bewertung8.5Herausragend

Sehr schöner Film. Die stimmungsvollen Aufnahmen ergänzen sich perfekt mit dem wunderbar leichtfüßigen Soundtrack. Der tolle Hauptdarsteller sowie die herrlich zotteligen Monster zeigen auf bizarr-einnehmende Art und Weise wie die Themen Freundschaft, Eifersucht, Einsamkeit, Melancholie und nicht zuletzt das wilde aus der Reihe tanzen unser Leben nicht nur in der Kindheit bestimmen.

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GMU

Bewertung3.5Schwach

Gestern schlenderte ich in den Potsdamer Platz Arkaden lang und nahm bei Hugendubel das Buch “Wo die wilden Kerle wohnen” in die Hand, welches ich in null Komma nix durchhatte. Das Buch hatte mit dem vor gut ‘ner Woche geschauten Film einiges gemein, aber noch viel mehr war mir fremd. Weil es im Buch schlicht nicht vorkam.

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käpntiglo

hm nja weil das buch ja auch nicht sooo lang ist? -.-
Um einen 90minüter daraus zu machen, muss man noch was dazudichten ... Ich finde z.B. Wo dem einem Wilden Kerl den Arm ausgerissen wird nicht so toll ... passt meiner Meinung nicht so wirklich (thematisch) rein ... eher überflüssig!


Liam Quinn

Bewertung8.5Herausragend

Als die Idealvorstellung in uns noch der Utopie gleichte, war Phantasie nicht nur grenzenlos sondern spürbar lebendig. "Wo die wilden Kerle wohnen" zeigt Erwachsenen wie sie einst waren und nie wieder sein werden. Wenn man ein Kind ist möchte man wachsen und merkt erst zu spät, dass hinter sich schon längst eine Welt voller Scherbenhaufen entstanden ist. Leicht erdrückend und zum Teil melancholisch gemalt. Ein ruhig in Szene gesetzter, liebevoll ausgearbeiter Film, der zum nachdenken anregen soll. Eine Ode an die traumhaft naive Kindheit.

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moep0r

Bewertung7.0Sehenswert

Ich hatte aufgrund der Vorhersage von 8.5 und diversen Reviews relativ hohe Ansprueche an den Film, die dann im Endeffekt leider nicht erfuellt werden konnten. Der Film ist ansich ganz nett anzusehen und auch die Charaktere gewinnen einen gewissen Platz im Herzen des Zuschauers. Allerdings ist die Geschichte meiner Meinung nach etwas zu vorhersehbar. Allerdings ist das wohl zu entschuldigen, wenn man bedenkt, dass der Film auch Kindern zugaenglich bleiben soll. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob 6-10jaehrige dem Film die ganze Zeit ueber folgen koennen.

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Autolycus

Bewertung9.0Lieblingsfilm

Wunderschöne Adaption des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Maurice Sendak. Großartig wie Spike Jonze in seiner verspielten und tiefgründigen Verfilmung sein Hauptaugenmerk auf die sensible und fantasievolle Wahrnehmung seines kindlichen Protagonisten legt. Herrlich depressiv und emotional aufwühlend ohne dabei ins Pathetische abzudriften.

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Nahtigall

Bewertung7.5Sehenswert

Sehr gelungen.

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Amalthea

Bewertung8.0Herausragend

Diese tollen Monster. Haben doch sich gegenseitig, und sind trotzdem so einsam. Und dieses Dilemma steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Man schwankt zwischen dem Bedürfnis, sie in den Arm zu nehmen und dem, sich ängstlich wegzuducken.

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surfpoet69

Bewertung3.0Schwach

Tschuldigung, gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Der Film ist langweilig und hat maximal einen Höhepunkt. Das ist leider nichts, so sehr es mich gefreut hätte!

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Kris

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie raffiniert! Max ist sauer und befindet sich in der kindlichen Phase, in der er einfach alles ungerecht und unfair findet. Aber als er nach einem Streit mit seiner Mutter in sein ganz persönliches Abenteuer abtaucht, warten auf der anderen Seite keine plüschigen Märchenfiguren, sondern sehr eigentümliche Monster. Schon bald findet er sich in der Rolle des Erwachsenen wieder und muss versuchen, die Gruppe zusammen zuhalten. Das will ihm so gar nicht gelingen. Wie subtil er da Verständnis für die Erwachsenen beigebracht bekommt!
Und wie wunderbar sind diese Monster, die nicht niedlich oder liebenswert gezeigt werden, sondern auch mal aggressiv, unzufrieden, orientierungslos, verängstigt - wie Menschen nun mal so sind. Und genau wie Max wachsen sie uns dennoch oder gerade deswegen ans Herz.
Eine wirklich gelungene Darstellung, besonders in der melancholischen Stimmung und der optischen Umsetzung der "wilden Kerle", die ich mir kaum besser vorstellen könnte.

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MaTn

I am wiedermal not allowed to like this Kommentar ...


MaTn

Ahh ... jetze ...


suzee

Bewertung9.0Lieblingsfilm

Die deutschen Synchronstimmen haben mich leider etwas arg irritiert, klangen sie teilweise doch etwas unbeholfen und unpassend.
Aber jetzt, nachdem ich mir den Film nocheinmal im Original angeschaut habe, hat nichts mehr von dieser wunderschön unaufdringlich erzählten Geschichte abgelenkt. Dave Eggers und Spike Jonze verzichten gänzlich auf jedwedige Effekthascherei, sowohl in der Art ihrer Erzählung, als auch in der technischen Umsetzung.
Jonze gibt der verwirrten und überwältigenden Gefühlswelt des kleinen Max eine liebenswerte Gestalt und ermutigt einmal mehr zu einer (möglichen) Neujustierung der (eigenen) Perspektive.

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spanky

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Yeah! Danke, dass ein Spike Jonze dieses Buch verfilmen durfte und nicht ein James Cameron oder George Lucas, die einem mit ihrem CGI-Porn das Hirn weggestrahlt hätten. Jonze hat ein großes Gespür für den Raum, den diese Geschichte braucht und lässt genügend Platz, dass Phantasie und Gefühl sich entfalten können.

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Weltensegler

Bewertung8.0Herausragend

Manche verpulvern Zig Millionen in Special FXs. Heutzutage sogar ein paar mehr. Und es gibt ein paar besondere Filmmacher, die daran scheinbar nicht interessiert sind. „Where The Wild Things Are“ lief mir mehrmals über den Weg, wurde gelobt – somit hab ich ihn mir angesehen.

Zugegeben könnte man die Geschichte des 100 Minuten Films in 5 Sätzen zusammenfassen. Aber es war so viel mehr. Richtig gelungen fand ich den dezenten, außergewöhnlichen Soundtrack, der Darsteller von Max war richtig klasse. Auch die Wilden Kerle waren auf ihre weise sympathisch, klassisches Beispiele von rauer Schale, weicher Kern. Selbst an der Synchronisation hatte ich nichts auszusetzen, es wurden richtig tolle Stimmen verwendet. Muss zugeben, bisher noch nie einen ähnlichen Film gesehen zu haben, der sich fast komplett von typischen Filmmustern und –Klischees befreit und durch die Macht der Bilder überzeugen kann. Es wurden mehr als einige tolle Momente geboten, dafür brauchte es nicht mal eine richtige Kulisse, der Wald, die Wüste, die Höhle, das war als Schauplatz genug.

Hat mich wirklich so positiv überzeugt, wie ich das gehofft hatte.

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duffy

Sehr schön!


pellekraut007

Ich seh ihn mir jetzt auch an! Grunz!


pfeffer

Bewertung8.5Herausragend

Nach all dem bereits gesagten sei besonders lobend hervorgehoben, dass Jonze hier ausgesprochen souverän nahezu sämtliche Genre-Fallen umschifft: weder Special-Effect-Onanie, noch Kalauer-Dauerfeuer - und auch die Pathos-Keule bleibt im Sack. Chapeau!
Grandios auch die letzten Szenen des Films, die so intensiv wie wortlos sind (nämlich: sehr).

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marteina

ich kann dir nur beipflichten! rührend aber nicht rührselig... mit einem beeindruckenden max und einem wunderbaren soundtrack.


le.gonzo

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Man möchte sich nicht ausdenken, was passiert wäre wenn ein anderer Regisseur Wo die wilden Kerle wohnen verfilmt hätte - Vorraussichtlich ein massentauglicher, locker, leichter Kinderfilm mit furzenden Slapstick-CGI-Monstern, die sich mit den Chipmunks und Konsorten messen müssen. Sowas könnte man vielleicht erwarten, wenn man Bilder zum Film sieht, doch genau das hat Regisseur Spike Jonze gottseidank vermieden und aus dem berühmten Kinderbuch einen wahnsinnig guten Film gemacht.

Angefangen bei der Story. Die Story des Bilderbuchs ist eigentlich recht schnell erzählt: Der Junge Max stellt zum Überdruss seiner Mutter Unsinn an und wird deswegen ohne Essen ins Bett geschickt, Dort flüchtet sich Max in die Welt der wilden Kerle und stellt sich den großen, haarigen Monstern als ihr neuer König vor. Sie machen zusammen allerlei Zeug, Max fährt züruck. Ende. Eigentlich eine Geschichte, in der sich als Spielfilm relativ wenig rausholen lässt. Spike Jonze und Co-Autor Dave Eggers haben es jedoch geschafft ein paar Sätze zu einem 100 minütigen Film aufzublasen. So ist Max im Film ein aggressiver, enttäuschter Junge, für den weder seine Mutter noch seine Schwester viel Zeit übrig haben. In einem Streit läuft er von zu Hause weg und findet sich eine Seereise später auf der Insel der wilden Kerle wieder. Und schon gleich in der ersten Szene ihres Auftritts vermittelt uns Jonze, dass die wilden Kerle keineswegs nur lustige Kuscheltiere sind, sondern gefährliche Monster, die Max am liebsten erstmal auffressen möchten. Doch so wild wie ihr Titel, sind die wilden Kerle gar nicht. Sie sind eher depressiv und gelangweilt und schlagen deswegen auch einfach mal ihr Lager zu klump. Als Max auftaucht und behauptet er wäre ein König ist vor allem einer der wilden Kerle hochauf beigeistert. Mehr soll von der Story nicht verraten sein, doch es ... So einfach die Geschichte auch sein mag, so groß ist ihre Wirkung und ihre eigentliche Bedeutung - Es geht nicht einfach darum, wie Max mit den wilden Kerlen rumturnt, denn jeder der Kerle spiegelt ein teil von Max Persönlichkeit wieder, vor allem der impulsive Carol. Wo die wilden Kerle wohnen ist nicht einfach der lustige Kinderfilm den man erwarten könnte, sondern eine extrem melancholische, zum Teil traurige Reise in die Welt der Gefühle eines Kindes. Das hört sich jetzt vielleicht trocken, hochestochen und depressiv an, aber das ist es ganz und gar nicht. Der Film ist zu einem großen Teil sehr melancholisch und auch traurig ja, aber nicht minder lustig, aufregend und erfrischend originell. Niemals kommt das Gefühl von Aufgesetztheit oder absichtlicher Melancholie auf. Der Trailer hat den Kern des Films schon Richtig gut ausgedrückt, wenn dort "In jedem von uns ist Hoffnung, Angst, Trauer, Abenteuer..." geschrieben steht.

Ein großer Grund dafür ist, neben der äußerst gelungenen Regie und dem guten Drehbuch das Schauspiel von Jungdarsteller Max Records, der im Großteil des Films auch der einzige Mensch ist. Kinder neigen dazu in Filmen zu nerven, weil sie meistens nervige und oberflächliche Rollen geschrieben bekommen, nur selten trauen sich Filmemacher auch Kindern komplexe Rollen mit Tiefe zu geben. Hier war genau das der Fall und es ist grandios gelungen, da auch Records ein Talent ist wie es im Buche steht. Er gibt der Figur Tiefe und lässt mitfühlen und nachvollziehen. Kein Wunder, dass es schon eine Oscaranzeige gibt, die Records als besten Hauptdarsteller vorschlägt.
Wie schon erwähnt ist auch die Regie ein Punkt, warum der Film so gelungen ist. Schon in seinen Musikvideos und vorherigen Filmen hat Spike Jonze bewiesen, dass er ein Außnahmetalent ist und zeigt das hier erneut. So werden die durchaus schwierigen Themen in einer frischen und unkonventionellen Inszenierung angegangen - Ohne groß symbolisch schwere Bildsprache, dafür mit Wackelkamera und umwerfenden Bildern (So sieht man am Anfang des Films noch klar die HD-Optik durch, was später aber gar nicht mehr aufällt (Vielleicht weil eine andere Kamera benutz wurde, ich weiß es nicht). Es werden braun und Orangetöne benutzt, die Später zur gefühltstechnischen Wendung des Films auf Blau und Grün umschwenken), und Farben, die durch und durch frisch und anders wirken ohne zu schwer zu wirken. Auch die Wackelkamera stört rein gar nicht und wurde auch nicht als "Wackelkamera um des Wackelkameras Willen" oder so ähnlich benutzt, wie zum Beispiel beim letzten James Bond.

Die wohl Beste Entscheidung des Films hat aber echt wenig mit der Story oder der Inszenierung zu tun, sondern mit der Technik. So sind die wilden Kerle nämlich alles Puppen bzw. gigantische Kostüme - So ungefähr wie bei Die Dinos nur vortschrittlicher und größer. Obwohl diese mit einem Belüftungssystem ausgestattet waren, durften die Leute die drin steckten, nicht länger als, ich glaube, 30 Minuten drin bleiben, da sie sonst keine Luft mehr bekommen hätten. Das nur mal so am Rande.
Es ist aber zu sagen, dass man diese Puppen, die von Jim Henson´s Creature Shop kommen, die 1979 von Muppet-Erfinder Jim Henson gegründet wurde und seitdem Puppen und Effekte auf dem höchsten Niveau der Technik machen, noch niemals besser gesehen hat. Man merkt mit wie viel Liebe zum Detail man die wilden Kerle designt und gemacht hat und wie man sie sowohl extrem buchgetreu gestaltet hat, sich in einigen Aspekten aber auch etwas künstlerische Freiheit genommen hat um sie neu zu interpretieren. Die wilden Kerle sind einfach durchweg perfekt, sowohl von der Gestaltung als auch von den Bewgungen. Und da merkt man halt wie weit diese Puppen dem Computer vorraus sind, obwohl sie heutzutage kaum noch eingesetzt werden. Sie haben einfach einen ganz eigenen Charme und strahlen etwas Besonderes aus und targen zur gesamten Atmosphäre des Films bei, was man von vielen CG-Figuren nicht sagen kann, auch wenn die zum Teil schon 100%ig realistisch aussehen. Ganz ohne CGI gings aber doch nicht: So sind die Gesichter der wilden Kerle im Computer entstanden, was man ihnen aber zu keiner Sekunde ansieht. Perfekter gehts wirklich nicht mehr - Allein die verschiedenen Gesichts- und Gefühlausdrücke waren beeindruckend - Selten hat man so mit übergroßen Monsterpuppen mitgefühlt. Sowieso gibt es im Film reichlich wenig Effekte aus dem Computer zu sehen. So verlässt man sich zu 99% auf die genialen Sets und die realen Landschaften, die wunderschön eingefangen wurden. Unterstrichen wird diese ganz besondere Atmosphäre, die von der wunderbaren Optik, den Puppeneffekten und den Sets ausgeht noch vom sehr schönen, melodischen und klangvollen Score von Yeah Yeah Yeahs-Frontfrau Karen O. sowie Jonze und Coen-Brüder-Stammkomponist Carter Burwell, von dem sich aber nicht wirklich etwas raushören lässt.

Ingsesamt gesehen ist Wo die wilden Kerle wohnen einfach eins: Ein Meisterwerk. Ein heutzutage schon viel zu häufig verwendeter Status, der auf diesen Film aber wirklich mal zutrifft. Spike Jonze (und Dave Eggers) hat es geschafft aus einem Bilderbuch einen anspruchsvollen, melancholischen, ruhigen und traurigen als auch sehr amüsanten, spaßigen Film zu machen, der sich wohl nirgends unterordnen lässt und unbeschreiblich schön ist. Außergewöhnlich, anders, erfrischend, originiell und bis ins kleinste Detail perfekt. Der beste Film des Jahres 2009 und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr...

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BrianRix

Bewertung9.0Lieblingsfilm

Wundervoll! Der vielleicht schönste Film des Jahres, mit den menschlichsten Monstern der Filmgeschichte. Max Records (was für ein Name!) ist eine Entdeckung. Der Soundtrack ist famos. Unbedingt gucken!

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KlapTrap

Bewertung8.5Herausragend

WHERE THE WILD THINGS ARE ist einer dieser Filme die komplett jegliche Erwartungshaltung unterlaufen, und dich gerade dadurch wie eine Abrißbirne erwischen.
Was nicht heißt, das ich den Kinosessel komplett euphorisiert verlassen habe, sondern das ich die erste halbe Stunde eigentlich so ziemlich gar nichts empfunden, gedacht oder verstanden habe.
Außer daß das nicht der Film war, den ich erwartet hatte zu sehen.
Selbst mit Vorbericht und Reviewkentniss ist man schlichtweg unvorbereitet auf das was Jonze hier zusammengeköchelt hat, denn Gefühle und Tonlagen lassen sich nur schwer in einem Text artikulieren, und wenn dann fallen sie bei jedem Leser auf komplett anderen, subjektiven Nährboden.

Sei es die permanente Melancholie, die Tatsache das alle Figuren in WTWTA an ihren Unzulänglichkeiten zu knabbern haben, die eigentliche Ereignislosigkeit oder das Ausbleiben jeglichen, für Märchen so selbstverständlichen, Moralzeigefingers - der Film hat gleich eine ganze Liste an Dingen die ihn so gegen den Genre-Strich gebürstet, und damit so verstörend wirken lassen.
Man könnte in der Tat tasächlich soweit gehen und sämtliche "wilden Kerle" aus dem Plot herausstreichen, und gegen Menschen austauschen - das Drehbuch wäre (fast) haargenau das Gleiche.
Es wimmelt vor unterdrückter Aggresion, Neid, unerfüllter Liebe und Egospielen in diesem Märchenland, und sorgt damit dafür, das sämtliche Märchenarchetypen schonmal vor der Tür bleiben.
Und trotz seiner Ereignislosigkeit, seinen sich wiederholenden Bildern liegt etwas zwischen den Zeilen, überzieht den ganzen Film und lässt einem mit dem Gefühl zurück, weniger vom Film gesehen zu haben, als eigentlich da war.
Da ist eine nervöse Unruhe, ein für diese Art von Genre undenkbarer Abgrund der sich quer durch das Werk zieht, und den man mit aus dem Kinosaal nimmt.

Das fängt schon beim kindlichen Protagonisten an, der typisch für ein Märchen sich immer mehr aus der Welt zurückzieht, und seinen Eigenbrötlerein nachgeht.
Doch ander als zuletzt bei zb. CORALINE oder auch LET THE RIGHT ONE IN wird hier kein sympathischer, übersensibeler, in seinem Rückzug romantisierender Charakter geschildert.
Max ist laut, agressiv, verstört.
Kein Michel von Lönneberga, keine Coraline - sondern ein, ob seiner Einsamkeit, entsetzlich frustrierter Mensch.
Und es geht weiter mit den wilden Kerlen, die allesamt nur wenig Hoffnung und Zauber für Märchenfiguren versprühen, und deren erste richtige Frage an Max dann auch folgerichtig ist, ob er die Traurigkeit von ihnen verbannen könne !

Das versucht Max dann auch, und ab da dreht die GEschichte sich permanet um kindliche Spiel die Max anführt, um die Gruppe zusammenzuschweißen.
Nur das auf Grund der Gruppenkonstallation permanent Unsicherheit und unterdrückte Agression in der Luft liegen.
Auch Max gegenüber, der sich zwar sicher fühlt in dieser Gruppe von perzigen, urigen Kreaturen, aber sich auch gewiss ist, jederzeit von ihnen aufgefressen werden zu können.
Und das der Film in diesem Punkt keinen Spaß versteht, auch hier die Märchenkonstallationen unterläuft, beweist er bildhaft.
In WTWTA wird nicht mal kurz mit "ick will dir fressen" gedroht - wenns sein muß, wird schonmal ein ganzer Arm abgerissen.

Diese Art der Inszenierung führt dazu, das wir uns nie ganz sicher sein können, ob der wilden Kerle, ob des Handlungsverlaufes, und schon gar nicht ob des Endes.
Denn natürlich kommt die Zeitenwende, Max Aufnahme in die Gruppe wird Entwicklungen unterworfen die scheinbar Niemand in diesem Gefüge völlig unter Kontrolle hat, geschweige denn versteht, und am Ende - und das sei nicht wirklich als Spoiler anzusehen - bleiben etliche Dinge unaufgelöst.

Max muss natürlich in die wirkliche Welt zurückkehren, doch auch hier verweigert der Film sich jeglichen , althergebrachten Genrestützen.
Es wartet zwar eine dankbare Mutter auf ihn, aber ein neuer, besserer Morgen ?
Der Film verrät es nicht, so wie er sich jeglicher Erklärung oder Moral entzieht und mit einem "fade to black" endet, der für ein Märchenfilm fast schon als Schock gewertet werden muss.

Kein Kitsch, kaum Lacher, keine universelle, oberflächliche Moral und (fast) keine phantasievollen FX-Money-Shots : WHERE THE WILD THINGS ARE ist alles andere als das Märchen, das einen selbst der Trailer noch glauben lassen will.
Eher ein (manchmal) typisches Spike-Jonze-Neurosen-Drama, das zufälligerweise Fabelwesen als Maincast besitzt.
In der Kritik von CORALINE schrieb ich damals, ich warte immernoch auf DEN düsteren Märchenfilm der nicht nur verspricht erwachsen daherzukommen, sondern dabei auch Mittel und Wege findet sich von Carolls "Alice im Wunderland" zu lösen.
Nun, hier ist er.
Und so sehr er inzwischen in mir nachgeklungen ist, und mir jetzt gefällt, so bin ich mir doch ziemlich sicher, das der Film für genügend ratlose und enttäuschte Gesichter sorgen wird.
WTWTA ist weder Tim Burton noch Henry Selick.
Vielmehr ist der Film eine Fallstudie, ein Versuch von äußerst verschrobenen Außenseitern eine Art von Gemeinschaft zu bilden.
Und schon deswegen glaube ich, das viele sich lieber ein weiteres Mal CORALINE in den DVD-Player schieben wollen.
Denn WHERE THE WILD THINGS ARE hat Zähne.

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Schlegel

Will sehen.


pellekraut007

Mein Gott, jetzt aber ins Kino! Wo sind meine Knoblauchzehen gegen die oberblöden Laberfressen, die nicht mal im Kino ihren Rand halten können!
Ach nein, ich laß einfach die Socken ein paar Tage an und zieh dann die Schuhe an. Dann kann ich diesen, so umfangreich von dir und den anderen beschriebenen Film genießen!


Phlox

Bewertung9.0Lieblingsfilm

Erwartungen nicht enttäuscht. spike jonze hat es wieder einmal hingekriegt.

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duffy

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein wundervoller, absolut rührender Film mit ganz ganz tollen Bildern. Nicht episch, einfach nur schön. Ein Feelgood Streifen mit melanchonischer Tendenz, der einen entspannt aber nachdenklich in die vorweihnachtliche Landschaft entlässt. Kein Film, den man wieder vergessen wird.

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Joshdeniro

Bewertung8.5Herausragend

Ich hab tatsächlich Kinder in der Vorstellung gesehen und die sahen nach dem Film auch recht mitgenommen aus. Ich kenn das Buch nicht, aber irgendwie lässt der Film ein mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Das mag für Erwachsene gut funktionieren, gerade wenn ein Film so stimmungsvoll umgesetzt ist. Das liegt vor allem an dem so wunderbar gut passenden Soundtrack von Karen O(Yeah Yeah Yeahs) & the Kids. Ob Kinder bei dem Film auf ihre Kosten kommen bezweifle ich. Denn im Film sieht man nur Problembürger, egal ob Max oder die wilden Kerle. Alle tragen sie ihr Häufchen Elend mit sich rum.

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Deine Meinung zum Film Wo die wilden Kerle wohnen

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