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Das Geld liegt vor der Kamera

Veröffentlicht am 23.11.2009, 14:00

Über Millionengagen aus Hollywood wundert sich keiner mehr. TV-Stars verdienen deutlich weniger – wieviel genau aber, das war bisher ein gut gehütetes Geheimnis. Jetzt wurde es gelüftet!

"Ihr verdient wieviel?!" - Bild 2429391 "Ihr verdient wieviel?!" © Sat1

Am Wochenende berichteteten wir zum Weltfernsehtag, und vielfach wurde eine Phrase verwendet: Das Fernsehen ist tot, eine neue Zukunft winkt. Heute wissen wir mehr: Das Fernsehen lebt noch! Zumindest, wenn man sich die gezahlten Gagen ansieht – und die hängen ja immer an den (erhofften) Einnahmen. Wenn man es von dieser Seite betrachtet, ist Opa Fernsehen noch ganz rüstig. Natürlich kommen die im TV gezahlten Summen nicht an Spielfilm-Gagen heran, aber manche deutsche TV-Stars müssen sich überhaupt nicht vor ihren amerikanischen Brüdern verstecken. So manche Gewinner der Geld-Lotterie in der guten alten Glotze werden kaum überraschen, andere hatte niemand als Goldesel auf der Liste.

Der unumstrittene Spitzenverdiener pro ausgestrahlter Sendung ist natürlich TV-Urgestein Thomas Gottschalk. Der Moderator von “Wetten, dass…?” bekommt pro Sendung 100.000 Euro. Da die Show aber nur sechs Mal pro Jahr ausgestrahlt wird, erwirtschaftet sich Gottschalk in seiner Freizeit noch einen Nebenverdienst mit Werbeauftritten – wer kennt nicht die fast schon traditionellen Cameos für Haribo? Wenn Thomas Gottschalk als Urgestein bezeichnet wird, muss Frank Elstner beinahe ein Dinosaurier sein. Der Erfinder von “Wetten, dass…?” ist die graue Eminenz der großen Samstag-Abend Unterhaltung und hat nach seinem Abschied bei der Wett-Sendung noch viele andere Reihen erfolgreich moderiert. Am Samstag präsentierte er zum letzten Mal die Sendung “Verstehen Sie Spaß?”, die übrigens ein weiterer Kandidat für die Liste der TV-Show Lindwürmer ist. Wie üblich, kassierte er für seinen Auftritt 50.000 Euro.

Wo aber sind die Frauen? Man vermisst die Spitzenverdiener, die ganz großen Entertainer. So ist auch nicht etwa Sandra Maischberger oder Sonja Zietlow beim Wettrennen ums Geld vorne mit dabei. Die SpitzenverdienerIN ist Judith Williams, die Moderatorin des Homeshopping-Senders HSE. Satte 1,500 Euro beträgt ihr Stundenlohn. Darüber hinaus ist sie am Umsatz ihrer Kosmetik-Linie beteiligt, und erhöht ihren Jahresgewinn auf 1,8 Millionen Euro. Die Nummer zwei der weiblichen Großverdiener ist Jeanette Biedermann, die für jede Folge von “Anna und die Liebe” eine Gage von 5,000 Euro bekommt. Da wundert man sich eigentlich, dass sie aus der Serie aussteigen, zumindest aber pausieren will (wir berichteten hier).

Die “Bild”-Liste der mit Geld gesegneten Fernsehstars geht weiter: TV-Ekel vom Dienst Dieter Bohlen ist ebenso dabei, wie “Tagesschau”-Sprecher Marc Bator. Frauen sind, wie bereits erwähnt, in Serienrollen erfolgreicher: Sophia Thomalla verdient ganz gut mit den Serien “Bergdoktor” und “Eine wie keine”. Viele andere berühmte Moderatoren bessern ihr Grundgehalt dadurch auf, dass sie sich mit eigenen Produktionsfirmen am Umsatz der Sendung beteiligen. Dies macht Johannes B. Kerner, Reinhold Beckmann und vor allem Günther Jauch am Ende auch zu Spitzenverdienern.

Gebt es doch zu, ihr schaut auch Fernsehen. Welcher Star ist eurer Meinung nach total überbezahlt? Hier in unserem Fernsehprogramm findet ihr, was sehenswert ist.


Say-what (Sylwia Plaza)

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Kommentare

über Das Geld liegt vor der Kamera

Jade

Jeanette Biedermann möchte pausieren ? - Das ist absolut verständlich wenn man sich tagtäglich für eine so (Ironie incoming) mickrige Gage, voller Inbrunst vor die Kameras stürzt und einfach alles an schauspielerischem Talent aufbringt was vorhanden ist. - Die Arme!

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MartinDoeringer

ja, die Arme:
5000 x 5xdie Woche = 25.000
Monat: 100.000
Jahreseinkommen: über 1 Mio


Vegeta

Eigentlich traurig wenn man bedenkt das ein normaler Arbeiter bis 67 schuften muss, oft dann Knochen etc. kaputt hat und schließlich mit einem kleinen Lohn und einer noch kleineren Rente abgespeißt wird.

Sicher, diese Leute (Schauspieler, Moderatoren) bringen auch Leistungen, manchmal sehr große. Aber ich kann immer wieder nur mit dem Kopf schütteln wenn ich diese Unterschiede vergleiche. Da steht Verdienst und Leistung in keinem Verhältnis mehr zueinander. Zudem wundert es dann auch nicht mehr wenn mit 50 Jahren einige schon mehr Privatleben einplanen, mit dem Verdienst könnte ich mit 50 mich auch hin setzen und das Leben mehr genießen.

Na ja, dies ist ja eh nur die Spitze des Eisberges, wer in Hollywood zu den großen gehört, würde über diese Löhne sicher nur verwundert die Nase rümpfen und es als Trickgeld auf den Tisch legen.

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Ortega Lorre

Ja, du hast ja recht. Das sag ich ja oben auch.
Aber die meisten Schauspieler haben eben auch nur ihre 20 Drehtage pro Jahr, wenn überhaupt. Es ist alles relativ. Du arbeitest an einem Produkt mit dem viel umgesetzt wird und kannst nicht jeden Tag daran arbeiten. Also steigt der Wert, du kannst trotzdem davon leben und bekommst deinen Anteil an einem großen Geschäft. Eine mittlere Werkstatt setzt nicht soviel um wie eine Serienfolge.
Ich werte das gar nicht, sondern erkläre woher das kommt.
Und umso mehr du drehst,umso weniger Geld bekommst du pro Tag. Beispiel:
Wenn du nur zwei Drehtage an einem gut finanzierten Film hast, bist du, wenn du kein Star bist, bei einer Gage zwischen 900 und 2000 € pro Drehtag. Kann auch mehr sein. Ist Verhandlungssache, und der Bekanntheitsgrad spielt da eine Rolle, Leute wie Iris Berben bekommen natürlich mehr.
Wenn du allerdings bei dem gleichen Film 30 Drehtage hast, weil du die Hauptrolle spielst (aber kein Star bist!). Wirst du beispielsweise pauschal mit 25.000€ bezahlt. Damit hast du viel auf einmal, aber weniger Tagesgage als die Nebendarsteller.
Außerdem läuft das alles schön über Lohnsteuerkarte, und da schlägt der Fiskus kräftig zu wenn du in wenigen Wochen soviel Geld verdienst. Das du den Rest des Jahres vielleicht gar nichts verdienst, weil du keine Angebote hast, und ein Jahr auf deinen Lohnsteuerjahresausgleich warten mußt, sieht dann keiner.
Soviel verdient man dann doch nicht. Wenn man nicht zu den von dir genannten Top Verdienern gehört.
Besonders wenn du nebenbei noch am Theater bist, wo deine LSK 1 oder 3 liegt. Und die Film/Fernsehproduktion bekommt deine LSK 6, dann kannst du von 1200€ Drehtag gute 50% abziehen, und nochmal 10% für die Agentur, das Catering geht auch noch ab etc. Da bleiben dir von deiner 1200€ Gage, auf dem Konto 400€.
Und das eben nur einige male im Jahr.
Die breite Masse der Schauspieler die man so in Film und Fernseh sieht, sind eben keine Großverdiener.
Wenn aber die Großverdiener weniger verdienen sollten, stellt man die Verwertungslogik auf den Kopf. Daher kann ich mich gar nicht darüber beschweren. Ich steiger die Zuschauerzahlen oder Einschaltquoten minimal um vielleicht 100 Leute. Eine Veronica Ferres zieht Hundert-Tausende bzw Millionen an. Natürlich bekommt sie mehr vom Kuchen, als der Licht Assistent, auch wenn der nach Drehschluß noch die ganze Scheiße wegräumen mußte und am nächsten Morgen wieder als erstes am Set ist und rund drei Stunden geschlafen hat.
Das ist Ungerecht, Richtig. Aber eben Kapitalismus. Nur muß man an die Filmschaffenden denken die eben nicht 280 Tage im Jahr arbeiten können, auch wenn sie es alle wollten.


Vegeta

Wie gesagt, das ist mir klar und mir gehts auch gar nicht um die Otto Normal Schauspieler die ihr, sagen wir es plump, normalen Lohn für Essen, Trinken und vielleicht mal auch was für den privaten Luxus nach Hause bringen. Da ist es wie mit den Schriftstellern, man lebt eben von dem was man im Jahr machen kann/darf.

Ich seh es auch ein das Stars höhere Löhne erhalten, kein Thema, Punkt der Sache ist diese extreme Höhe dessen und wenn man so manchen Star in seinen Villen sitzen sieht, mit seiner Auto Sammlung von XY Porsche und Co. etc. weiß man, das bei einem Teil der Lohn für die geleistete Arbeit, selbst im Vergleich mit der Zuschauer "Anziehung" in keiner Relation mehr steht.

Ich betone es nochmal, ich verurteule nicht die normalen Schauspieler oder die Tatsache das größere Stars mehr bekommen, aber die enormen Summen, die da trotz Steuern und Co. bei so manchen noch über den Tisch gehen und das ist bei vielen nicht mal eben das Jahresgehalt. Mir gehts nicht darum das Schauspieler nun das Selbe verdienen sollen wie....sagen wir ein Bauarbeiter (monatliches Geld gerechnet) es geht nur um diese riesen Spanne dazwischen und von den größeren Stars ist für so einige das Monatsgehalt eines Bauarbeiters deren fast schon tägliches Essengeld. Das meine ich damit, diese riesen Summe die dann nach der Steuer und Co. noch immer übrig bleiben.


Zitrone

Das ist echt nicht normal was die verdienen. Jeanette Biedermann bekommt 5000€ pro Folge. Ich möchte auch mit soviel Talentlosigkeit so eine Gage verdienen. Die Biedermann versteht vom schauspielern genauso viel wie ich von Astrophysik.

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Brennegan

Vielleicht solltest du dich mal in Astrophysik probieren ...


stalker

Da ärgere ich mich über ganz andere Dinge.

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keddschabb

Leider kann man die GEZ nun nicht mehr mit der Begründung, Johannes B. Kerner sei vollkommen überbezahlt, kündigen. Aber dass diese Call-In-Flitzpiepen dank Gewinnbeteiligungen und so nun mehr verdienen als nahezu jeder andere Moderator, geht mir wirklich auf die Nerven.
Die Quelle für die Zahlen, die in diesem Artikel benutzt werden, würde ich allerdings gerne wissen.

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alanger

ganz verschämt wird die bildzeitung genannt. ("Die “Bild”-Liste der mit Geld gesegneten Fernsehstars") und die hat ja so ihre quellen.


keddschabb

Oh, diesen Satz habe ich übersehen. Sorry.


theunexpecteds

Charlie Sheen ist derzeit einer der am besten verdienenden amerikanischen Fernsehstars. Für jede Folge der Sitcom Two and a Half Men erhält der Darsteller rund 825.000 Dollar, rechnete die US-Zeitschrift „TV Guide“ vor.
Von wegen lächerliche 5.000 € pro Folge von “Anna und die Liebe” für Jeanette Biedermann ...

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Vegeta

Genau das sagte ich ja, so mancher Star in den USA und Co. vergibt solche Löhne sogar schon als Trinkgeld. Würde man die mit normalen Arbeitern vergleichen, würde das ganze noch trauriger aussehen.


xtheunknown

ich will ja nicht hoffen das, auf neid und missgunst aufgebaute, bild artikel hier zur regel werden. dann lieber ab und zu mal hier reinschauen: http://www.bildblog.de/

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alanger

der lustige bildblog, bild-online für alle die natürlich NIE bild lesen würden.


annaberlin

für bildniveau sind doch aber die sätze noch viel zu lang ;-)



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