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Profi-Team verliert absichtlich

eSport: Großer Wettskandal bei Counter-Strike

21.01.2015 - 11:30 Uhr
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Counter-Strike: Global Offensive
© Valve Corporation
Counter-Strike: Global Offensive
Im August des letzten Jahres verlor das bekannte Counter-Strike: Global Offensive-Team iBUYPOWER ein Match gegen einen weitaus schwächeren Gegner unter merkwürdigen Umständen. Die Vorwürfe der Manipuliation erreichen nun ihren Höhepunkt.

Wer immer noch glaubt, dass eSport kein "richtiger" Sport ist, weil dafür eben Maus und Tastatur gebraucht werden, dürfte spätestens in de letzten Monaten gemerkt haben , wie rasant die internationale Relevanz von großen League of Legends - oder auch StarCraft II -Tunieren angestiegen ist. Wie jeder andere Sport muss sich der eSport aber auch mit den schwarzen Schafen der Community herumschlagen.

Das professionelle Spieler-Team von iBUYPOWER muss sich derzeit die Anschuldigung gefallen lassen, dass die Mitglieder mit alternativen Steam-Accounts Wetten auf ein eigenes Counter-Strike: Global Offensive -Match abgeschlossen und dann absichtlich verloren haben. Gemeint ist hier ein Match im August des letzten Jahres gegen das unterklassige Team von NetcodeGuides.com.

Schon damals sei vielen Zuschauern aufgefallen, wie untypisch die Spielweise der iBUYPOWER-Mitglieder gewesen sei. Die Taktiken waren unorganisiert, zu unpassenden Momenten wurde das spielinterne Messer gezückt und bei Niederlagen haben die Spieler mit einem Grinsen reagiert. Am Ende verlor der haushohe Favorit mit 16 zu 4 absolvierten Runden.

Damals schoben es die Profis auf Erschöpfung und fehlendes Training, doch laut einem Bericht von The Daily Dot  sind nun glaubwürdige Screenshots einer Unterhaltung zwischen dem ehemaligen Team-Mitglied Derek Boorn und seiner damaligen Freundin aufgetaucht, in der Boorn zugibt, dass das Match manipuliert und er in die entsprechenden Wetten involviert gewesen sei. Insgesamt gehe es um Geldsummen von über 10.000 US-Dollar.

Counter-Strike: Global Offensive Wettskandal

Schon kurz nach dem Match hat der eSportler Shazeb Kahn gegenüber einem Journalisten zugegeben, dass er von den Manipulationen wusste und daher seine eigenen Wetten angepasst habe. Darauf angesprochen ruderte er jedoch zurück und gab keine weiteren Kommentare mehr ab. Laut Boorn sei der Hintermann, der die illegalen Wetten organisiere ein Spieler namens "cud". Der vietnamesische Student, der hinter diesem Pseudonym steckt, streitet Verbindungen zu dem Skandal aber bislang ab.

Findet ihr, dass die Glaubwürdigkeit von eSport durch solche Skandale leidet?

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