Der Stuntman "hat Glück, noch am Leben zu sein": Fast & Furious-Produktion muss nach Set-Unfall 1 Mio. Dollar zahlen

28.11.2023 - 18:50 UhrVor 3 Monaten aktualisiert
Dwayne Johnson in Hobbs and ShawUniversal
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Ein Stuntman stürzt beim Fast & Furious 9-Dreh acht Meter in die Tiefe. Die Folgen für den Mann sind "lebensverändernd". Wie konnte es zu dem Unfall kommen?

Große Hollywood-Produktionen treffen scharfe Sicherheitsvorkehrungen, um das Risiko für ihre Stunt-Teams zu begrenzen. Dennoch kommt es auf den Sets von James Bond oder Fast & Furious immer wieder zu Unfällen. Im Jahr 2019 stürzte der Stuntman Joe Watts bei der Produktion von Fast & Furious 9 mehrere Meter in die Tiefe und überlebte mit schweren Verletzungen.

Der Fall landete vor Gericht und ist einem Bericht von Deadline  zufolge nun abgeschlossen. Erfahrt in diesem Artikel, wie es zu dem Unfall kommen konnte und welche Folgen er hatte.

Schwerer Fast and Furious-Unfall führt zu Millionen-Strafe: Was genau ist passiert?

Fast and Furious

Beim Dreh von Fast 9 in Hertfordshire, UK absolvierte Joe Watts eine Kampfszene auf einem Balkon, schreibt die BBC . Er stürzte aus acht Metern Höhe auf nackten Beton und schlug dabei auch mit dem Kopf auf. Wie konnte es dazu kommen? Die Untersuchung vor Gericht stellte einige Sicherheitsmängel auf dem Set fest. So löste sich Watts' Sicherheitsleine bei einem Stunt. Die Leine sei zwischen zwei Stunts nicht geprüft worden. Das Gericht kritisierte zudem, dass der Stunt zwar geprobt, aber während des Drehs "in letzter Minute" geändert wurde.

So wurde etwa die Sicherheitsmatte nicht angepasst, was vom Gericht als "erstaunlich" beurteilt wurde. Die Health and Safety Executive (HSE), die die Klage eingereicht hatte, wirft der Produktion im Detail vor ...

  • 1. Die Leine nicht doppelt überprüft zu haben bzw. kein System für eine solche Überprüfung etabliert zu haben
  • 2. Nicht die erforderlichen Fallschutzmatten ausgelegt zu haben, um die Folgen eines unbeabsichtigten Sturzes abzumildern

Der Richterin zufolge habe Joe Watts bei diesen Umständen "Glück, noch am Leben zu sein."

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Joe Watts erlitt bei dem Sturz einen Schädelbruch und einen Hirnschaden. Seine Verletzungen werden als "lebensverändernd" bezeichnet. Die verantwortliche Produktionsfirma FF9 Pictures gestand während der Verhandlung Gesundheits- und Sicherheitsmängel und akzeptierte die Strafe von 1 Million US-Dollar.

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