Horror-Kracher verschwindet bei Netflix: Einer der besten Slasher-Filme, der sogar Polizeieinsätze auslöste

24.11.2022 - 15:55 UhrVor 2 Tagen aktualisiert
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© Sony/Netflix
Maniac
Bei Netflix könnt ihr nur noch wenige Tage den brutalen Slasher Maniac streamen. Der ehemals indizierte Schocker dringt tief in die kaputte Seele eines Serienmörders im dreckigen New York der 80er ein.

Hinweis: Den nachfolgenden Artikel haben wir in ähnlicher Form schon mal veröffentlicht und neu aufbereitet, weil Maniac bald bei Netflix verschwindet.

Neben der Geschichte rund um einen Serienmörder lässt Maniac vor allem ein New York der 70er und 80er wiederauferstehen, das mit kalten Nächten, einsamen Gassen, versifften öffentlichen Toiletten oder kargen Hotelzimmern als abschreckender Moloch erscheint.

William Lustigs Film, der in Deutschland bis 2020 noch indiziert war, ist mittlerweile ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben worden. In Großbritannien bekam der Film Anfang der 80er selbst stark geschnitten keine Altersfreigabe, wonach ihn der Verleih trotzdem in Kinos brachte. Dieses Vorgehen löste sogar Polizeieinsätze aus , bei denen Kopien des Films beschlagnahmt wurden.

Ihr könnt den brutalen Horrorfilm gerade bei Netflix im Abo streamen, aber nicht mehr allzu lange. Maniac ist noch bis zum 30. November bei Netflix verfügbar.

Der brutale Horror in Maniac zeichnet auch das Porträt einer einsamen, verlorenen Seele

Lustigs Film handelt von dem Außenseiter Frank Zito (Joe Spinell), der nach einem Kindheitstrauma alleine in seiner Wohnung umgeben von Schaufensterpuppen lebt, mit denen er redet. Nachts treibt er in der Großstadt als Serienmörder sein Unwesen und stalkt junge Frauen, die er schließlich brutal ermordet und verstümmelt. Eines Tages verliebt er sich in die Fotografin Anna (Caroline Munro), mit der er sich ein besseres Leben vorstellt.

Durch die eindringlich-beklemmende Performance von Hauptdarsteller Joe Spinell und die extrem harten Mordszenen, die vom Meister der Horror-Spezialeffekte Tom Savini "veredelt" wurden, erzeugt Maniac eine extrem unangenehme Atmosphäre. Besonders unvergesslich ist ein Kopfschuss mit einer Schrotflinte, den es selten so knallhart zu sehen gab.

Maniac

Neben den expliziten Tötungssequenzen zeichnet der Regisseur seinen Protagonisten zunehmend als tragischen Charakter. Ohne Hilfe von seinem Umfeld ist Frank dazu verdammt, wieder und wieder in sein gewohntes, geschädigtes Muster zu verfallen, wobei jedes Mal Menschen sterben müssen.

Durch die kalte, schmutzige Atmosphäre des damaligen New Yorks funktioniert Maniac dadurch ebenso als räudiger Exploitation-Slasher wie als tieftraurige Charakterstudie einer verlorenen, kaputten Seele, die an ihrer Einsamkeit zugrunde geht.

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Habt ihr Maniac schon gesehen oder wollt ihr euch den Film noch anschauen?

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