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Stephen Kings Buch so opulent wie Herr der Ringe

marek.bang (Marek Bang), Veröffentlicht am 19.11.2012, 15:00

Während sein Thriller Argo weltweit Erfolge feiert, arbeitet Ben Affleck bereits an einem neuen Projekt. The Stand ist die Adaption des gleichnamigen Romans von Stephen King. Der Hollywoodstar vergleicht das Epos bereits mit dem Herrn der Ringe.

Ben Affleck in Argo Ben Affleck in Argo © Warner Bros.

Schauspieler und Regisseur Ben Affleck ist gerade damit beschäftigt, den Roman The Stand von Stephen King für die Leinwand zu adaptieren. Nun berichtet er dem Magazin GQ über die Schwierigkeiten, den über 1000 Seiten langen Stoff in einen einzigen Spielfilm zu packen. Die drei einzelnen Abschnitte im Roman des Altmeisters seien schon jeweils einen kompletten Film wert, meint der Hollywoodstar, der gerade mit seinem Polit-Thriller Argo große Erfolge feiert und als heißer Kandidat für einen Oscar gehandelt wird.

Mehr: Ben Affleck und Bryan Cranston über Argo

Bereits vor einem Jahr wurde Ben Affleck von Warner Brothers beauftragt, dem Drehbuchautor David Kajganich, unter anderem verantwortlich für das Script zu Blood Creek, bei der Adaption zu helfen und The Stand daraufhin auch selbst zu inszenieren. Nun gibt er im GQ-Interview zu, im Augenblick eine harte Zeit bei der Arbeit an dem Projekt zu haben. Schließlich sei Stephen Kings Roman seiner Ansicht nach ‘ein Herr der Ringe in Amerika’. Die zentrale Frage des Buches sei keine geringere als die nach der Zukunft der menschlichen Gesellschaft, ganz nach dem Motto: Was würden wir anders machen, wenn wir die Chance hätten, nochmal von vorn zu beginnen?

Stephen Kings epischer Roman beginnt mit dem Abschnitt Captain Trips, in dem die Zivilisation in Folge einer gigantischen Epidemie kollabiert. Im zweiten Teil mit dem Titel On the Border wird eine post-apokalyptische Welt skizziert, in der sich wenige Überlebende der Katastrophe um zwei geistige Anführer versammeln. Im finalen Abschnitt The Stand kommt es dann zum Duell der beiden neu entstandenen Kräfte, dessen Sieger über die Zukunft der Menschheit entscheiden wird.

Ben Affleck und Dave Kajganich stecken noch mitten im Schreibprozess und wir können gespannt bleiben, ob diese breit angelegte Geschichte wirklich in einem einzelnen Film erzählt werden wird.

Traut ihr Ben Affleck eine gelungene Adaption von The Stand zu?


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Kommentare

über Stephen Kings Buch so opulent wie Herr der Ringe


ilaria.rhaja

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als (fast) geborener echter Stephen King Verehrer und Bücherwurm bin ich (shame on me) irgendwie immer erstmal pauschal dagegen, seine Geschichten zu verfilmen. Der Horror, die Spannung, die Gänsehaut - das Grauen, in welches uns die Vorstellungskraft beim Lesen zu versetzen vermag, ist nicht in Bilder zu fassen, die dann ja für alle gleich aussehen aber dann wieder auf alle anders wirken - und zwar nicht so, wie sie ursprünglich ausgedacht wurden. (Ergibt das Sinn? Ich glaube, man könnte meine schräge Aussage auseinandernehmen, wenn man wollte, aber ich meine es so wie ich es sage. Vielleicht versteht mich ja jemand x) ) Es gibt natürlich wundervoll verfilmte Bücher von King - Misery und The Green Mile ganz vorn, Dreamcatcher weit dahinter, die anderen weit abgeschlagen, auch wenn die nicht-Leser oder einige andere, vor allem Filmschaffende Horrorfreunde bestimmt noch mehr toll finden - doch die meisten sind so abstrus erdacht, dass es schlichtweg unmöglich ist, das beste aus der Geschichte in den film zu packen. Die 'Szene' mit der Schildkröte aus 'ES' oder sogar die unheimliche Begegnung von Stan mit dem Vogel bei der alten Eisenhütte (ich bitte eventuelle Namensfehler zu verzeihen).. ich kann mir kein Bild, bewegt oder statisch, vorstellen, das den Irrwitz und die Gänsehaut und die Angst, eben alle Gefühle, die die Charaktere und dann auch mich/den Leser beim Lesen (!) erfüllen, darzustellen vermag.

Aaaaber wie ich schon sagte, irgendwie immer erstmal.. der Gedanke, dass ein so positiv verbissener, passionierter Mensch wie Affleck (ich mag ihn nicht mal wirklich, weder als Schauspieler noch als was er sonst noch so tut) sich scheinbar intensivst mit der Drehbuchadaption eines meiner liebsten King-Bücher 'The Stand' auseinandersetzt, bringt mich dann ins Grübeln. (Die Entdeckung der diesjährig erscheinenden filmischen Neuauflage von Carrie hatte mich kurz gefangen, doch ein Video (first footage), das die Schüler im Schwimmbad zeigt, brachte die seichte Vorfreude wieder zum umkippen. Im Schwimmbad.. Der irgendwo gelesene Kommentar, dass der die diesmal von einer besetzte Regiestuhl die im ersten Carrie-Film fehlenden weiblichen Aspekte ergänzen könne, ist für mich nicht mehr überzeugend (auch wenn es damit nichts zu tun hat), wenn Carrie im zwar schwarzen aber dennoch 'normal' geschnittenen Badeanzug gezeigt wird. Gabs nicht im Buch, würde Carries mom nie erlauben, macht mir den film schon kaputt. oops, abgedriftet. nerdy und besserwisserisch und kleingeistig dazu :))
Zurück. Affleck und The Stand. Ich kann mir sogar vorstellen, dass er die rolle von Stu übernimmt, aber dafür muss er wahrscheinlich ein bisschen über sich hinauswachsen ;)
solange er, wie es zum beispiel der mensch (ach wie hieß er denn), der den 'Anschlag' verfilmen wollte getan hat, sich mit King zusammen setzt und dessen Kritik wirklich annimmt, kann vielleicht was draus werden. Ich fürchte allerdings, so wie es, in meinen Augen, in leider zu vielen der Verfilmungen geschehen ist, dass auch hier die kaum zu übertreffende Verdrehung von Gehirnwindungen und damit Geist und Seele anfressende Gruseligkeit, die - hach ja, ich komm nicht davon weg - bei Kings Paranormalitäten einbeziehenden Geschichten meiner Ansicht nach nur beim Lesen erzeugt werden kann, verloren geht. Ich höre bereits die 'lahm' und 'unspannend' und 'so toll ist King ja gar nicht' Kommentare. Scheint als nähme ich es persönlich, wenn jemand seine Geschichten nicht mag :D oje.

Die Frage, auf der mein komischer Ausbruch hier gründet, war diese: 'Traut ihr Ben Affleck eine gelungene Adaption von The Stand zu?'
- Ich traue ihm eine gelungene Adaption zu, ja. Affleck scheint sich zu mausern in seiner Arbeit als Produzent oder Regisseur oder wat er da macht, und ich weiß, dass ich seine neuesten Filme endlich mal sehen muss. Ja, weil ich es als Filmfan spannend finde, wie saugute (Lieblings-)Bücher von anderen verstanden, gefühlt, 'gesehen' werden. Ich kann es jedoch nicht lassen zu erwähnen, dass es bei den meisten King Büchern als sehr schwierig betrachtet werden darf, die Essenz der Geschichte so in einem Film aufblühen zu lassen, wie sie es in einem individuellen Kopfkino kann.
Natürlich weiß ich, dass es bei Filmen wie bei Büchern Gefallen und Ablehnung gibt und jemanden, dem die Verfilmung nicht gefällt, das Buch nicht unbedingt besser ansprechen muss.. [lesen Sie bitte an jeder beliebigen Stelle des obigen Textes weiter, irgendwann stoßen Sie sicher auf meine redundante Aussage, das Lesen der Bücher des brillianten Autors Stephen King sei immer besser als sich Filmadaptionen reinzutun :D]

Ich bin in jedem Fall gespannt und schaue mir den Film ganz sicher an :)

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f-rex

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3 Teile wären super, Affleck schaukelt das schon.

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Staffmann

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The Stand ist ein großartiges Buch und alles andere als mindestens drei Teile wäre meiner Meinung nach eine Beleidigung. Dafür ist es einfach viel zu vielschichtig und umfassend.

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toensberger

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Ich könnte mir "The Stand" und "ES" sehr gut als HBO Serie vorstellen. Vllt. mit Damon Lindelof und J.J. Abrams als Produzenten. Gerade "ES" bietet vom Aufbau her vielschichtigen und abwechslungsreichen Stoff für viele Episoden.

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se.mo.359

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Wie sieht es eigentlich mit " Der dunkle Turm" aus? War da nicht Javier Bardem in der der Hauptrolle vorgesehen? Zu "The Stand": könnte was werden. Aber eine Trilogie sollte es dann schon werden. Wer für einen Schwachsinn wie Twillight mehr als einen Film drehen muss, kann hier auch gerne drei machen :).

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Cangooo

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Javier fällt wohl raus und russell crowe hört man jetzt oft soll die hauptrolle übernehmen, aber bei dem projekt stockt es ja ziemlich.
Hab The Stand noch nicht gelesen, wird aber wohl das nächste Buch nach "Der Turm". Was der King da aber alleine oder gerade mit dem Dunklen Turm Zyklus geschaffen hat ist einfach unglaublich! Ein großer Autor der große Filme verdient.


JackoXL

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Den Versuch ist es auf jeden Fall wert, Affleck traue ich das nach "Gone Baby Gone" und "The Town" sogar zu ("Argo" noch nicht gesehen). Ein Mehrteiler wäre aber angebracht, sonst wird das schwierig.

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MoZ

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Das Buch fand ich super, auch der TV-Mehrteiler war ganz gut. Aber bei beiden hat mich das deus ex machina-Ende gestört. Bei der neuen Verfilmung sollte die "Hand Gottest" doch bitte etwas subtiler umgesetzt werden.

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Kritikologe

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:)


MoZ

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Ja, genau ;-) Nein, ich will natürlich nicht spoilern.


Dustinho

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Ich denke es ist schwierig wenn nicht gar unmöglich, dieses Epos in einem Film zu erzählen.
Selbst die Miniserie von 1993 hat einige spannende Abschnitte aus dem Buch entweder nur angeschnitten oder einfach rausgelassen und dadurch viel Potenzial liegen lassen
Ich glaube man benötigt mindestens 2 wenn nicht gar 3 Filme, um diese Story adäquat erzählen zu können

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PeaceMaker93

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wenn man aus dem Hobbit sogar schon 3 Filme macht, dann würde man "The Stand" bestimmt auch in mehreren Teilen verfilmen, da man die Fülle sonst gar nicht unterbringen könnte.