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Argo

Argo (2012), US Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 08.11.2012


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7.6
Kritiker
46 Bewertungen
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7.5
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7546 Bewertungen
306 Kommentare
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von Ben Affleck, mit Bryan Cranston und Ben Affleck

In Argo flüchten sechs Diplomaten während der iranischen Revolution aus der besetzten US-Botschaft. Ben Affleck will sie als Filmcrew getarnt aus dem Land schmuggeln.

Ben Afflecks Film Argo basiert auf einer wahren Begebenheit: Am 04. November 1979, auf dem Höhepunkt der iranischen Revolution, stürmen Revolutionsgarden die US-Botschaft in Teheran und nehmen 52 Mitarbeiter als Geiseln. Argo erzählt allerdings die Geschichte einer Gruppe von sechs Botschaftsmitarbeitern, denen gleich zu Begin der Besetzung die Flucht in eine nahegelegene Wohnung außerhalb des Botschaftsgeländes gelang.

Nun, einige Wochen nach dem Überfall, halten sich die entkommenen Amerikaner in der kanadischen Botschaft versteckt, doch Revolutionsgarden sind ihnen bei ihrer Suche schon sehr nahe gekommen. In den USA erhielt unterdessen der CIA-Agent Tony Mendez (Ben Affleck) den Auftrag sie zu befreien. Er beschließt die Amerikaner als Filmcrew für den ‘kanadischen Star Wars’ namens Argo, zu tarnen und so außer Landes zu schmuggeln. Er gründet gemeinsam mit dem Hollywoodproduzenten John Chambers (John Goodman) eine Produktionsfirma, castet Schauspieler und lässt sogar ein Drehbuch anfertigen, um die Tarnung perfekt zu machen. Um die Geiseln von seinem Plan zu unterrichten reist er selbst als vermeintlicher Co-Produzent in den Iran ein. Vor der Abreise muss die frisch ernannte Crew jedoch zunächst den vorab festgelegten Drehplan des iranischen Kulturministeriums durchstehen, ohne Verdacht zu erregen.

Hintergrund & Infos zu Argo
Nachdem sein letzter Job als Regisseur für The Town – Stadt ohne Gnade sowohl bei Kritikern als auch an der Kinokasse ein ordentlicher Erfolg war, kommt mit Argo die nächste Regiearbeit des oscarprämierten Multitalents Ben Affleck in die Kinos. Dabei setzt er auf ein Script, dass schon lange die Black-List der interessantesten unverfilmten Drehbücher anführte.

So unglaublich die Story von Argo auch klingt, es handelt sich tatsächlich um eine wahre Geschichte. Dabei hätten die iranischen Revolutionsgarden allen Grund zur Vorsicht gehabt, denn Argo war in der griechischen Mythologie der Name des Schiffes, mit dem Jason und die Argonauten das Goldene Vlies aus den Klauen eines Drachens entwendeten.

Auch der reale CIA-Agent Tony Mendez hat sie die Idee zu seinem Fake-Film Argo nicht aus den Fingern gesogen. Tatsächlich wollte der Produzent Barry Geller einen Science-Fiction Film namens Lord of Light drehen, der auf einem Roman von Roger Zelazny basierte. Als sein Geschäftspartner jedoch Gelder veruntreute, wurde das Projekt eingestampft. Die Handlung sollte auf einem fremden Wüsten-Planeten angesiedelt sein. Da der Iran ein perfektes Setting hierfür war und ein unterirdischer Basar, wie es ihn in Teheran gab, sogar ausdrücklich in der ersten Drehbuchfassung erwähnt wurde, taugte das eigentlich schon gestorbene Filmprojekt Lord of Light unter seinem neuen Namen Argo immerhin noch als perfekte Tarnung für die Geiselbefreiung.

Bei den Oscars 2013 gewann Argo in den Kategorien Bester Filmschnitt, Bestes Adaptiertes Drehbuch und auch die Hauptkategorie Bester Film. Bei den Golden Globes 2013 gewann Argo in der Kategorie Bester Film – Drama. (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Argo
Genre
Politdrama, Drama, Thriller
Ort
Iran
Handlung
CIA, Filmteam, Geisel, Geiselbefreiung, Geiseldrama, Geiselnahme, Täuschungsmanöver
Tag
Wahre Begebenheit
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
GK Films, Smoke House Productions, Warner Bros. Pictures

Kritiken (34) — Film: Argo

Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

Die Stärken des Films liegen zu Beginn bei der Planung als auch beim Schluss bei der Durchführung, während der Mittelteil so die ein oder andere Länge aufweist – nichts aber, was sich nicht verschmerzen ließe, bleibt das Interesse am Fortgang der Geschichte doch durchaus bestehen. Ein wenig hätte sich Affleck zwar den amerikanischen Hurra-Patriotismus sparen können, der aber insbesondere bei dieser Thematik wohl kaum verwundert. Festzuhalten bleibt, das “Argo” ein durchaus sehenswerter Film ist, dem man seinen Oscar sehr wohl gönnt.

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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] "Argo" ist ein thematisch brisanter Thriller, der gekonnt nicht nur die Atmosphäre und die herrschenden Zustände der damaligen Zeit aufbereitet und dem Zuschauer in knappen, präzisen Bildern nahebringt, sondern auch eine ziemlich clever inszenierte Satire, wenn man bedenkt, mit welch abstrus scheinenden Mitteln hier versucht worden ist, die Geiseln außer Landes zu bekommen. Würde sich Affleck nicht auf den Wired-Artikel "The Great Escape" stützen und dieser nicht auf den Aufzeichnungen des realen Tony Mendez basieren, der im Film von Affleck himself verkörpert wird, würde man zugegebenermaßen mit dem Kopf schütteln und sich fragen, welcher Hollywood-Drehbuchautor hier über das Ziel hinausgeschossen sein mag. Hier allerdings trifft es wirklich zu, dass das Leben die besten Geschichten schreibt, die in diesem Fall auch noch recht wirklichkeitsnah und ohne falsches Pathos auf die Leinwand gebracht worden ist. [...]

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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6.5Ganz gut

Die Bewertung für "Argo" fällt mir ungewohnt schwer, da die dritte Regiearbeit von Ben Affleck ein zweischneidiges Schwert ist. Viele Dinge sind wirklich gut und rein auf das reduziert, was "Argo" sein will, nämlich in erster Linie ein Unterhaltungs- und Spannungsfilm, ist das über weite Strecken gelungen, wenn auch nicht perfekt. Das Problem bei der Sache ist, dass er sich dafür eines Themas, eines politischen Hintergrundes bedient, der wenn er als Kulisse für so einen Film dient, doch einen etwas differenzierteren Blick erfordern würde, auch wenn es nur am Rande geschieht.
Fange ich erst bei den guten Dingen an: Affleck, das haben auch sein vorherigen Filme gezeigt, ist als Regisseur besser, als er jemals als Darsteller war. Er kann eine Geschichte erzählen, Schauspieler führen, hat ein Gefühl für Bilder, Musik, Schnitt und Stimmung. Sehr gutes Handwerk, keine Frage. Das Thema seines Films ist interessant, sehr sogar. Gerade da diese, im ersten Moment wie eine typische Hollywooderfindung klingende, Geschichte sich (wohl) tatsächlich so zugetragen hat, macht seinen Reiz aus. Manche Ideen klingen so verrückt, die können nur aus dem echten Leben stammen. In der ersten Stunde, dann, wenn es um die Planung der Befreiungsaktion geht, ist "Argo" sehr unterhaltsam. Der Cast ist klasse gewählt. Affleck kann tatsächlich auch mal als Darsteller überzeugen, die Glücksgriffe sind (mal wieder) Alan Arkin und John Goodman. Bryan Cranston erfüllt seine Rolle anständig, sie bietet eben nicht den Unterhaltungswert der seiner Kollegen, kann er nichts für. Der ironisch-bissige, leicht zynische Blick auf den alltäglichen Wahnsinn in der Traumfabrik Hollywood macht Spaß, da zeigt "Argo" genau das, was er später vermissen lässt: Eine andere, hinterfragende Sichtweise. In der zweiten Stunde, sobald die Handlung in den Iran verlegt und sich um die eigentliche Befreiungsaktion dreht, kann der Film nicht mehr ganz so sehr punkten. Solide ist das durch und durch, nur hervorragend oder bemerkenswert fand ich das nicht. Funktioniert ganz gut, haut mich aber auch nicht vom Sockel. Da fehlt es "Argo" an echten Highlights. Liegt zum Teil auch daran, dass die tollen Darsteller und Figuren der ersten Hälfte nun natürlich kaum noch eine Rolle spielen. Die Handlung fokussiert sich logischerweise nun auf, den nun mal nicht mehr als vernünftigen, Affleck und die 6 Geiseln. Die sind leider gar nicht mal so interessant charakterisiert und besetzt, sie sind halt Mittel zum Zweck. Anwesend, um gerettet zu werden.
Dennoch ist "Argo" da lange noch kein schlechter Film, langweilig wird er niemals und wenn das jetzt alles wäre, ein zufriedenes "Sehenswert" würde er von mir bekommen.

So, jetzt zum Problem: "Argo" will kein politischer Film sein, ist auch vollkommen in Ordnung, nur hinterlässt er aufgrund seines extrem einfach gehaltenen Gut/Böse-Schemas einen faden Beigeschmack. In der Einleitung wird zwar auf die Hintergründe der iranischen Revolution eingegangen und die entscheidende Rolle der USA, nur das muss der Film schließlich auch, um die Motive zu erklären. Nur ab dann wird das total ausgeblendet. Ohne jetzt Gewalt, Geiselnahme und Meuchelmorde verteidigen zu wollen, aber: Man erntet, was man sät. Da ist was dran. Sicher, der Film dreht sich nicht um die Leute, die es verbockt haben sondern um diejenigen, die die Suppe letztendlich auslöffeln müssen. Nur wird das im weiteren Verlauf nicht mal mehr am Rande irgendwie erwähnt, kein bisschen Selbsterkenntnis oder Reflektion der eigenen, verheerenden, selbstgerechten Außenpolitik ist zu erkennen. Im ganzen Film sind nur böse Iraner zu sehen, jeder scheint ein wütender, kaltblütiger Henker zu sein oder zumindest ein zwielichtiger Verräter. Das gesamte Land scheint eine einzige, riesige Todesfalle zu sein, "Escape From Teheran" mit Ben Affleck statt Snake Plissken. Das ist ja auch nicht komplett aus der Luft gegriffen, natürlich war das ein heißes Pflaster, nur in dieser Eindimensionalität und ohne nur noch ein einziges mal auf das Warum einzugehen ist dann schlicht zu einfach. Problematisch vor allem deshalb, da das aktuelle Weltbild des Iran, speziell in den USA, ja heute nicht viel besser ist. Aufgrund seines, zweifellos, gefährlichen Staatschefs wird ein ganzes Land wieder dämonisiert, als "Schurkenstaat" bezeichnet, was auf das gesamte Volk zurück fällt. Und durch diese Darstellung hier untermauert "Argo", auch wenn das niemals das Anliegen der Macher ist, diese Sicht nur. Das hätte man bedenken sollen, so wirkt er, leider, doch politisch, nur in die falsche Richtung, obwohl er das gar nicht möchte.
Deshalb Punktabzug, so leid mir das tut.
Ach, und Oscar als "bester Film", den letzten Kritikpunkt sogar nicht berücksichtigt, ist wirklich too much.

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

JackoXL

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Gar nicht mal abwegig. Unter einem politisch-interessierten Regisseur (und der demenstsprechenden Inszenierung) wäre die Wahl wohl anders ausgefallen.


SoulReaver

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Der Mann soll die politische Ebene schleunigst wieder verlassen und sich den Bostoner Streets widmen. Dann mag ich ihn auch schnell wieder. :)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.0Sehenswert

Ben Afflecks dritte Regiearbeit beweist es erneut: er ist ein guter Regisseur. "Argo" ist inszenatorisch aus einem Guss – wenn auch etwas zu lang-, fesselt dank toller Darsteller und bleibt stets so spannend, dass die politische Einseitigkeit seiner Erzählung, erst dann auffällt, wenn alles vorüber ist und nur noch die letzten Letter des Abspanns über die Mattscheibe flimmern. Ein politisch mutloser, aber dennoch unterhaltsamer Film. Aber dafür dann gleich der Oscar…?

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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4.0Uninteressant

[...] In „Argo“ geht es genaugenommen nur um eine Gruppe westlicher Helden, die sich – mal wieder – in die Höhle des Löwen begeben um ihre Landsmänner zu retten und später vor der wehenden Nationalflagge dem Zuschauer ein warmes Gefühl in der kitschempfänglichen Herzgegend zu verleihen. Objektivität ist hier nicht vorhanden, wie sollte sie auch, die Traumfabrik thematisiert oberflächlich ein amerikanisches Faktum und will das massentauglich verpacken. Tiefgang ist ebenso nicht mit von Partie, die Kanten der Protagonisten wurden abgeschliffen und Hauptsache man kann man mit Mendez und seiner Crew sympathisieren. Wenn Alexandre Desplats rührselige Komposition erklingt, der Vorkämpfer und Drahtzieher sein Küsschen bekommt und der Zuschauer bis auf den Grund des Hollywoodkakaos abgetaucht ist, dann erweist sich „Argo“ endgültig als triviales Silbertablettkino für ein Publikum, dass denkt mit Ehrlichkeit konfrontiert zu werden, in Wahrheit aber in den patriotischen Standardabläufen Hollywoods festsitzt. [...]

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Le Samourai

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vollkommen zurecht.


Frankie Dunn

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Ha! Hast es etwas anders als ich ausgedrückt, aber das hier unterschreibe ich 1:1. Gelungener Kommentar.


Chuchaqui: Critic.de

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7.0Sehenswert

Argo ist mit Recht als grandioser Hollywoodstreifen der alten Schule gefeiert worden und wird wohl auch in der Award Season noch von sich reden machen. Doch der Film ist nicht nur ein starkes Beispiel für die Lebendigkeit der Unterhaltungsmaschinerie Hollywood, sondern auch für dessen problematische Bedeutungskonstruktion. Affleck behauptet seine Geschichte zwar als eine „wahre“ und ordnet sie in einen realen historischen Kontext ein. Doch wird dieser Kontext stets dramaturgischen Instanzen untergeordnet, der Showdown auf dem Flughafen fiktional dramatisiert und Mendez spielt im letzten Teil noch einen Wertkonflikt zwischen Gehorsam und persönlicher Verantwortung durch, der an die ähnlich banalen moralischen Debatten aus Afflecks anderen Filmen erinnert. In Argo wird die Moral zwar deutlich besser in den Plot integriert, bereitet aber eine andere Form von Unbehagen: Der Kontext der Iranischen Revolution wird hier zum bloßen Hintergrund, vor dem eine sehr amerikanische Heldengeschichte erzählt wird – und damit zu einer in der Post-9/11-Gesellschaft nicht unproblematischen Projektionsfläche.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Der authentisch ausgestattete „Argo“ ist merklich darum bemüht, sich eng an die faszinierende wahre Begebenheit zu halten, nimmt bei der Handlung aber auch einige dramaturgische Schönheitskorrekturen vor, um auf konventionelle Unterhaltung zu setzen. Letzteres bewegt sich im legitimen Rahmen. Die Situationskomik angesichts des skurrilen Vorhabens und der Ernst der Lage sind gekonnt herausgearbeitet und ausbalanciert. Vor allem formell trumpft „Argo“ durch glänzend durchdachte Kameraarbeit und einen noch besseren Schnitt auf – die ganze Zeit über legt der Film ein vorbildliches Tempo und Timing vor. [...]

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Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

Obwohl die historischen Ungenauigkeiten schon im Vorspann ihr faulig Haupt erheben, zieht einen der Film sofort rein. In der ersten Hälfte glänzt Affleck mit einer detailgenauen Inszenierung, die emotionale Intelligenz mit dem absurden Humor der Geschichte paart und das Gefühl von außenpolitischem Siedepunkt so beklemmend einfängt, als wäre hier ein neuer Costa-Gavras geboren. Ein wunderbarer Gastauftritt von Rafi Pitts sorgt zusätzlich für Glaubwürdigkeit. Schade nur, daß punktgenau mit Einsetzen der eigentlichen Rettungsaktion das alles nur noch den abgegriffensten "ging ja noch mal gut"-Spannungsklischees unterworfen wird und Affleck zu diesem Zweck Großbritannien und Neuseeland unverdient diskreditiert und Kanadas Rolle unerhört herunterspielt. Am Ende dann nur noch Hollywood: Alexandre Desplat, einst offensichtlich zu Unrecht als neue Filmmusik-Hoffnung gefeiert, lässt ordentlich die Schnulzgeigen jaulen und die US-Flagge flattert dazu im Wind. Plötzlich doch nur ein herablassendes Moneymaker-Produkt, das den Iran und seine Bürger nebenher nochmal schön dämonisiert.

Ein zwiespältiger Film.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Co-Pilot

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Ein dummer Iran.Ich bin für den Film.


TheBruceWayne

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@Co.Oilot Ja natürlich der Film hat vollkommen Recht.Wie können es diese hirnlosen Iraner nur wagen gegen die Usa aufzubegehren.Die dürfen nichts anderes sein als ihre Rohstolllieferanten ????


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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9.0Herausragend

Der Film scheint eine Geschichte so zu erzählen, wie es sich damals wirklich zugetragen hat. Das beginnt schon am Anfang, wo altes Videomaterial verwendet wird und endet damit, dass im Nachspann die Gesichter der echten Botschaftsmitarbeiter gezeigt werden. Zwar ist anzunehmen, dass hier und da beim Erzählen der Geschichte getrickst wurde, dennoch zweifelt man keinen Moment daran, dass es genau so passiert sein könnte.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Ben Affleck wird richtig gut. In seiner dritten Regiearbeit liefert er locker einen der spannensten Politthriller des Jahres im Gewand eines True-Story-Heist ab. Er macht selbst eine ganze gute Figur als CIA-Extraktions-Spezi Mendez, lässt aber seinen Mitspielern genug Raum ebenfalls zu beeindrucken. Für die brachialeren, humorigen Momente ist der Double-Act John Goodman/Alan Arkin als Hollywood-Gespann perfekt besetzt und die eher unbekannteren Darsteller die die Diplomaten spielen verschwinden überzeugend hinter ihren Figuren. Der realistische Look, die minimalistische Nachstellung der 70er/frühen 80er ist überzeugend und weckt Erinnerungen an die Hochzeit des Politthrillers ohne dabei die unumgänglichen Anklänge an heutige Unruhen in arabischen Ländern zu ignorieren.

Mit Leichtigkeit gelingt es Affleck bei all dem die Ballance zu finden, zwischen Drama und den fraglos skurrilen Momenten dieser wahnwitzigen Rettungsaktion. Wenn er eine Pressekonferenz für den schlockigen Sci-Film Argo gegen echte Nachrichtenbilder montiert, mischt sich bitterer Humor mit echtem Drama. Es wäre leicht gewesen ein überdrehte Farce a la Dr.Strangelove aus der Story zu machen, doch Affleck will alles: Drama, Thriller-Spannung und Humor und zur großen Überraschung schafft es es genau das abzuliefern.

Das die reale Geschichte dabei gerade zum Ende hin extrem zugespitzt wird (selten war eine Passkontrolle so spannend!), das die Rolle des CIA viel größer gemacht und die der Kanadier abgewertet wird, das nicht alles haargenauso gewesen ist, wie es der Film erzählt und für Geschichtsunkundige viele Details fehlen die den Amerika-Hass der Revolutionäre nachvollziehbar machen – diese Vorwürfe muss sich der Film gefallen lassen, auch wenn Affleck gerade zu Beginn versucht die Situation mit ein paar US-Kritischen Momenten einzuordnen. Doch letztlich stehen die Menschen im Mittelpunkt, das Leben der Diplomaten die es zu retten gilt und nicht der politische Diskurs und Affleck inszeniert deren Konflikte und das Misstrauen das die Diplomaten Mendez entgegenbringen meisterlich. Ohne große Action, getragen von der Absurdität des Plans und der rasanten Umsetzung ist Argo einer der Highlights des Jahres, der zeigt wie gut altmodisch, schnörkellos inszenierte Filme doch tatsächlich sein können.

12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Le Samourai

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was der cineast sagt.


SiameseAlex

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was batzman sagt.


alviesinger: bummelkino

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7.5Sehenswert

Das Leben schreibt doch immer noch die besten Geschichten. Chris Terrio verarbeitet die wahren Begebenheiten im Umfeld der Geiselnahme von Teheran zu einem routinierten Thriller mit überaus amüsanten Momenten. Ben Affleck beweist in seiner dritten Regie-Arbeit, dass er sein Handwerk mehr als nur ordentlich beherrscht und sich mittlerweile als guter Filmemacher in Hollywood etabliert hat. Aber der Star des Films ist und bleibt die unfassbar unglaubliche Geschichte. Wie die CIA hier gezwungenermaßen zum Hollywood-Trash-Produzent wird, ist großes Kino. Was für ein Coup! Da kann eigentlich gar nicht mehr viel schief gehen: Und Affleck stützt seine Arbeit verständlicherweise darauf, versammelt ein großartiges Ensemble, das radikal Klischee-haft besetzt wird und wickelt die Geschichte mit bekannten Versatzstücken aus dem Polit-Thriller-Universum ab. In der letzten Viertelstunde wird „Argo“ auch richtig spannend – wenn auch überdramatisiert. Aber so funktioniert eben Hollywood und das ist auch gut so. Affleck dreht an den richtigen Schrauben und entwickelt ein gekonntes Timing. Insgesamt ist das schönes Genre-Kino ohne wirklich Bahnbrechendes zu bieten. Oberklasse-Routine.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.5Ausgezeichnet

Zur insgesamt gelungenen Inszenierung von „Argo“ tragen sowohl der Schnitt von William Goldenberg als auch die an die klassischen Thriller der siebziger Jahre wie „Die drei Tage des Condor“ (Sydney Pollack, 1975) oder „Die Unbestechlichen“ („All the President’s Men“, Alan J. Pakula, 1976) erinnernde Kameraführung von Rodrigo Prieto und die Filmmusik von Alexandre Desplat entscheidend bei. Produktionsdesignerin Sharon Seymour und Kostümdesignerin Jacqueline West sorgen mit vielen Details von den großen Brillengestellen über die breiten Koteletten und Jackettrevers bis zu den langen Haaren und den Schnur- beziehungsweise Vollbärten oder auch mit den Schnurtelefonen und dem VW-Bulli für ein glaubwürdiges Siebziger-Jahre-Ambiente.

„Argo“ konzentriert sich insbesondere auf die Retter. Wie kaum anders zu erwarten war, erhält kaum ein Iraner ein individuelles Gesicht. Ob Revolutionäre oder Bürokraten – sie treten als Masse auf und erfüllen lediglich eine narrative Funktion. Wenn jemand aus dem Iran doch noch aus der Masse heraustritt, dann handelt es sich um die Haushaltshilfe in der Residenz des kanadischen Botschafters, die sich auf die Seite der Amerikaner schlägt. Aber auch die sechs zu rettenden amerikanischen Botschaftsangehörigen erhalten kaum individuelle Züge. Lediglich ein paar Informationen werden bei den Krisensitzungen in der CIA-Zentrale über sie bekannt. Robert Anders, Henry Lee Schatz, die Ehepaare Mark und Cora Lijek sowie Josef und Kathleen Stafford werden so gut wie ausschließlich als Gruppe gezeigt. Tritt einer aus dem Ensemble heraus, dann folgt dies ebenfalls Genrekonventionen: Ausgerechnet derjenige, der sich zunächst gegen den wahnwitzigen Plan am meisten gesträubt hatte, behält im entscheidenden Augenblick am besten die Nerven. Das häufig gescholtene ausdruckslose Gesicht Ben Afflecks passt bestens zu seiner Rolle als zurückhaltender und verschwiegener CIA-Agent. Zu den weiteren Hauptfiguren in „Argo“ avancieren jedoch die in Hollywood eingeweihten John Chambers und Lester Siegel. Chambers (1923–2001) war wegen seiner Arbeit für „Planet der Affen“ und „Star Trek“ einer der bekanntesten Maskenbildner Hollywoods. Demgegenüber ist Lester Siegel eine erfundene Figur, eine Hommage an zahlreiche gescheiterte Hollywood-Produzenten. John Goodman und Alan Arkin liefern mit diesen Figuren eine muntere Hollywood-Satire: Betrügen, falsche Informationen groß streuen, die Medien und die Zuschauer blenden, so zu tun, als ob man einen Film drehen würde, obwohl die dadurch verfolgten Absichten ganz andere sind, gehörten laut dieser „Branchenkenner“ zum Wesen Hollywoods. Dieses Subplot sorgt nicht nur für humoristische Einfälle. Es ist ein Kommentar zur Wirkkraft der Fiktion, sozusagen das Spiegelbild der alten Weisheit „Die besten Drehbücher schreibt das Leben“: eine tatsächliche Rettungsaktion als Teil der fiktiven Verfilmung eines fiktiven Drehbuchs zu tarnen.

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goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

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8.5Ausgezeichnet

Filmvergleiche sagen mehr als 1000 Worte: "Argo" vereint in sich die Leichtigkeit von CIA-Komödien à la "Sneakers" und den Charme von 70er-Jahre Thrillern wie "Die drei Tage des Condors" mit einer ausgeprägten Liebe (und Glauben) zum Medium Film. Ben Affleck hat den Martin Scorsese in sich entdeckt, der nur darauf wartete, die eigene Filmsucht zum Ausdruck zu bringen. Verhüllt wird der leichtfüßige Heistplot von dem wahren Hintergrund, der politischen Brisanz, der diplomatischen Aussichtslosigkeit und der erschreckenden Aktualität, die bis heute nachklingt. Zusammen mit einer verblüffenden Detailbesessenheit entsteht aus all dem eine einnehmende Symbiose aus Unterhaltung und Drama mit einem Löffel voll Bildungsanspruch "Made in Hollywood". Als ob Spielbergs "München" von Soderbergh zum Goodfeel Movie umgeschnitten worden wäre.

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.5Herausragend

Über den Schauspieler Ben Affleck kann man ja geteilter Meinung sein. Aber als Regisseur hat er mit der Kriminalgeschichte „Gone Baby Gone“ und dem Heistthriller „The Town“ zwei richtig gute Filme zu verantworten und darum war ich schon gespannt, wie sein dritter Film „Argo“ wird.
Ganz kurz zur Story. Während der iranischen Revolution 1979 wird die US-Botschaft in Teheran gestürmt. Viele Menschen werden für letztendlich fast 500 Tage als Geiseln genommen. Doch sechs Mitarbeiter der Botschaft konnten während der Stürmung in die kanadische Botschaft fliehen. Natürlich stellte sich nach einiger Zeit die Frage: wie kann man diese sechs Menschen aus dem Iran herausbringen. CIA-Mann Tony Mendez (Ben Affleck), Spezialist für solche Situationen, hat den Plan, als Produzent eines neuen, fiktiven Fantasy/Science-Fiction-Filmes namens „Argo“ in den Iran zu reisen und die Flüchtlinge, als sein Filmteam getarnt, zu befreien. Diese Aktion klingt unglaubwürdig, ja sogar wahnwitzig. Aber genau so hat es sich auch in der Realität zugetragen.
Affleck, der wie schon bei „The Town“ auch die Hauptrolle seines Filmes übernommen hat, macht hier eigentlich alles richtig. Er mischt originale Archivaufnahmen mit den selbst gedrehten Bildern. Er schafft es, in seinem Film von Beginn an Spannung aufzubauen und, was oft noch viel schwieriger ist, sie auch bis zum Ende hochzuhalten.
Die Schauspieler sind alle gut und, fast noch wichtiger, glaubwürdig. Sehr stark waren unter anderem Bryan Cranston als Mendez’ Vorgesetzter, John Goodman und Alan Arkin als eigentlich ungleiche und dann doch wieder so ähnliche Vertreter der Fraktion Hollywood. Am meisten überrascht hat mich aber Ben Affleck. Mag man ihm häufiger (manchmal zu Recht) fehlendes schauspielerisches Talent vorwerfen, keine Identifikation mit der Rolle oder weiß der Geier was noch. Aber hier spielt er genau richtig. Er bringt den CIA-Agenten Tony Mendez hervorragend rüber!
Die Musik ist klasse gewählt und passt auch perfekt zu den gezeigten Bildern. Die Erzählweise ist sehr geradlinig gewählt, aber genau das muss man bei dieser Geschichte auch haben. Trotzdem, oder gerade deswegen, ist die Story unheimlich dicht erzählt, es gibt keinerlei überflüssige Szenen. Und obwohl so unheimlich viel passiert, lässt man sich doch die nötige Zeit, der Film wirkt nie gehetzt. Wie schon erwähnt bleibt auch der Spannungspegel sehr hoch, obwohl ja (zumindest wer sich mit der Geschichte ein wenig auskennt) der Ausgang kein großes Geheimnis ist.
Besonders gut gelungen ist die Einbindung realer historisches Quellen in den Film. Dazu zählen originale Aufnahmen von Fernsehsendungen, Reden von Präsident Jimmy Carter, Dokumente und einiges mehr. Bilder der iranischen Revolution, zum Beispiel die Stürmung der Botschaft oder das legendäre Bild von der Verbrennung der amerikanischen Flagge, wurden von Affleck haargenau und detailgetreu nachgedreht (wie der Abspann beweist).
Das Gefühl und die Optik um das Jahr 1980 herum wurde (soweit ich das aus der Rückperspektive erkennen kann) sehr gut getroffen. Und zuletzt kommt auch der Humor nicht zu kurz, jedoch wird es nie übertrieben, nie hat man das Gefühl, dass es unpassend war.

Ach, was verliere ich hier so viele Worte: Meine sehr hohen Erwartungen konnte „Argo“ mit Leichtigkeit übertreffen, er ist ein richtig richtig toller Polit-/Agententhriller, für mich bisher DER Film des Jahres.

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Filmering: Filmering.at

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9.0Herausragend

Bereits mit seinen ersten beiden Regiearbeiten hat Ben Affleck ordentlich aufgezeigt, aber mit Argo schafft er es tatsächlich noch einmal eines drauf zu setzen. In seinem bisher wohl ausgereiftesten und komplettesten Werk gelingt es ihm auf hohem Niveau den Polit-Thriller mit der Hollywood-Satire zu kreuzen. Die sympathischen und höchst unterhaltsamen Szenen mit John Goodman und Alan Arkin stehen in Kontrast zu den packenden Szenen im Iran, und insgesamt sorgt Argo so für eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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6.5Ganz gut

Das patriotische Pathos ist gebrochen: In "Argo" spiegelt sich die Krise der US-Außenpolitik in der Krise des amerikanischen Kinos wider.

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J0J0

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Haha, bitte? Was soll das überhaupt bedeuten?


V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Überzeugend inszeniert vom anscheinend sehr kompetenten Filmemacher Ben Affleck. Daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen.

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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

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8.5Ausgezeichnet

Oscar-Preisträger Ben Affleck wandelt mit seiner dritten Regie-Arbeit auf den Spuren von Robert Redford und widmet sich dem Genre des Polit-Thrillers mit authentischem Hintergrund.

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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio

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6.5Ganz gut

'Argo' ist ein unterhaltsamer, äußerst spannender und souverän inszenierter Thriller, der im Look der Siebzigerjahre daher kommt.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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8.0Ausgezeichnet

Affleck spielt den Agenten mit ernster Miene, Vollbart und Pilzkopf. Vor allem aber zeigt er sich als souveräner Regisseur.

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Alle Kritiken (34)


Kommentare (272) — Film: Argo


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cyty

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Also ich habe ihn nun auch endlich geschaut. Ich bin ja eigentlich kein Fan von Verfilmungen auf wahren Begebenheiten, aber dieser Film hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Tolle Arbeit von dem herausragenden Ben Affleck sowohl als Hauptdarsteller und Regisseur. Definitiv einer der besten Filme des Jahres 2012.

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Apathy

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vielleicht nicht der beste Film 2012, aber der verflucht spannendste.

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Chris12zero

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

So, nach der Zweitsichtung schrei ich's einfach mal beherzt frei raus:

ARGO FUCK YOURSEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEELF!! :)

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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natural born zombie

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Bewertung7.0Sehenswert

Argo ist ganz nett, spannend, ab und zu ein lustiger Spruch, schön anzuschauen. Kein Top-Film, aber durchaus okay. Absurd, dass die Geschichte mehr oder weniger real ist.
In einem Punkt muß ich einigen meiner Vorrednern aber widersprechen: Ich finde den Film gerade nicht patriotisch und propagandistisch, und das ist sehr angenehm, sonst hätte der Film bei mir mindestens 4 weniger erhalten, da bin ich nämlich sehr allergisch dagegen.
Aber es wird die Vorgeschichte mit dem von Amerika gestürzten demokratisch gewählten Präsidenten und den von Amerika eingesetzten Folter-Schah zumindest kurz erzählt und erklärt, warum die Iraner alles Recht haben auf Amerika böse zu sein. Natürlich vollbringen die Amis dann die Heldentat, das sei ihnen vergönnt. Aber die Iraner werden nie als "Teufel" dargestellt, sondern sind in ihrem berechtigten Zorn immer zu verstehen. Ganz anders etwa wie in den Propaganda-Schrott-Machwerken von Kathryn Bigelow, die Folter rechtfertigen und "Amerika, Amerika über alles" brüllen.
Noch eins: Ben Affleck scheint ja ein richtig guter Regisseur zu werden, als Schauspieler ist er aber immer noch enttäuschend und nichts anderes als ein wandelnder Kleiderständer.

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MaceWindu1998

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Bewertung7.0Sehenswert

Inzwischen weiß ich nicht mehr, wieso ich Argo anfangs 10 Punkte gegeben hatte. Der Film ist natürlich gut, aber auch den Oscar fand ich übertrieben. Es gehen sowieso zu viele Oscars an Filme mit realen Tatsachen!

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JuLe.Oida

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Bewertung9.0Herausragend

Wow, habe nicht viel erwartet und wurde sehr überrascht!!!
Spannende Story, Schauspieler passen für mich sehr gut, PASST!

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Simon Moon

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Ein wenig (milde ausgedrückt) patriotisch. Aber ansonsten, zumal man vorher wusste wie es ausgeht, sehr spannend und gutes Lokalkolorit. Ein rundum gelungener Film, ausser man wird politisch spitzfindig.


tziiib

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Bewertung3.5Schwach

was ein durchschaubarer propagandistischer film

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robertpires27

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Bewertung6.5Ganz gut

Man hat bekommen was man erwartet...That´s Hollywood ! Es war vorneherein klar, dass mich kein hochreflektierter und unpatriotischer Film ohne Happyend erwartet, vor allem nicht bei einem Politthriller aus Hollywood, der im Mittleren Osten spielt , und sogar noch einen Oscar für den besten Film bekommen hat. Deshalb kann ich diesen Umstand auch nicht in meine Bewertung einfließen lassen.
Der Film ist handwerklich gut gemacht. Das Drehbuch ist raffiniert adaptiert, die Ästhetik ansehnlich, die dramatischen Zuspitzungen gelungen und die gute Besetzung macht ihren Job dementsprechend. Es wurde schon schlechtere Politthriller produziert, bessere auf jeden Fall auch. Ein "Sehenswert" vergebe ich nicht, denn im Vergleich zu anderen Werken ist er eher gehobene Durchschnittskost.
Den Oscar 2013 als besten Film hat er definitiv nicht verdient, allein die alljährliche Nominierungsfarce treibt wieder bunte Blüten...Alan Arkin hat seine Rolle als alter Haudegen der Filmbranche zwar glaubwürdig rübergebracht aber ist das gleich eine Oscarnominierung wert ?

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Moe

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe mir die Kinofassung angeguckt, ich werde den Film definitiv noch einmal im Extended Cut angucken. Aber so vom ersten Eindruck her war das für mich nicht der beste Film der 2013er Oscars. Keine Frage, der Film ist nicht schlecht. Ben Affleck mag ich sehr als Regisseur, als Darsteller bietet er auch eine solide Leistung. Sein Film ist durchweg spannend und wie immer wieder kleine Tempospitzen einfließen, das ist wirklich gut. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Doch nach dem Film war da dennoch etwas, was ich auch jetzt nicht genau beschreiben kann, was mir fehlte. Das Zünglein an der Waage, wie man so schön sagt. Der Film lohnt sich auf jeden Fall und wie gesagt, ich werde ihn mir nochmal angucken.

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loveissuicide

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Bewertung9.5Herausragend

Wow, der war ja echt spannend! Bis zum Schluss! Zusammen mit den Schauspielern, die ihre Sache echt gut machen und dem realen Hintergrund ist Affleck hier echt was Tolles gelungen. Hab schon lange nicht mehr so mitgefiebert.

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Martyman

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Bewertung9.5Herausragend

Kommentar-Update 2014!
Ben Afflecks "Argo" ist ein Oscar-Film, typisch, ganz ohne Frage! Die wahre Genialität kam leider erst in der zweiten Sichtung (nun 9,5 Pkt., vorher 8,0) noch mehr zum Vorschein, keine Ahnung wieso...
Der Film erzählt eine wirklich interessante Geschichte, die eigentlich unglaublich ist, wäre da nicht der Umstand, dass sie tatsächlich so (ähnlich) passiert ist.
Das Drehbuch wurde dann noch aufgepeppt durch eine gute Portion Witz und die Schauspieler werfen sich mächtig ins Zeug. John Goodman und Alan Arkin sind einfach der Hammer zusammen!
Für ordentlich Spannung und Dramatik sorgte zudem auch der teilweise hektische Schnitt bzw. die wackelige Kameraführung, welche von schöner Filmmusik des mittlerweile zu den ganz Großen gehörenden Alexandre Desplat untermalt wurden.
Was aber vor allem jedem Filmfan ganz viel Spaß macht, sind die zahlreichen Anspielungen auf alte Filme - ob nun über Planet der Affen geredet wird oder die Star Wars- bzw. Star Trek-Figuren oder Filmposter eingeblendet werden. Das war ein ganz großes Plus an der Inszenierung und es machte, wie erwähnt, einfach Spaß.
Geschichte muss somit wirklich nicht immer langweilig sein - "Argo" liefert einen weiteren Beweis dafür.
Ruhig und packend - ja, das ist möglich, und funktioniert hier richtig gut!
Was aber vor allem im Kopf bleibt: "Argo, fuck yourself."
Tolle Leistung, Ben Affleck!

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concienda

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich bin leicht enttäuscht, da ich größere Erwartungen an Argo hatte. Argo ist ein spannender Thriller, gut geschrieben und gespielt, emotional und hat trotz des ernsten Themas die passende Dosis Humor. Zwar hätten andere Filme den Oscar wohl mehr verdient, aber dafür hatten wir immerhin zwei Batmans und einen Heisenberg gemeinsam auf der Bühne. Das gabs bis dahin auch noch nicht.

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schroemasta

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Bewertung7.5Sehenswert

Toller Darsteller und vor allem am Ende super spannend. Kurz und knapp, guter Film.

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lasse98

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Bewertung9.0Herausragend

Bereits die thematische Einführung zu Beginn im Comic-Stil war sehr gut gelungen. Sie nahm nur wenig Zeit ein und man war sofort auf der Höhe und konnteden Hass des Volkes nachvollziehen. Die Massenszenen waren einfach toll inszeniert. Sowohl auf dem Basar als auch bei dem Aufstand zu Beginn war die klaustrophobische Enge förmlich greifbar.
Verzweiflung, Wut und Angst war den Entflohenen förmlich anzusehen, denn ihre Arche schien wie das schlimmste Gefängnis auf Erden.
Doch auch die Story hatte viel zu bieten. Von Anfang an war der Film extrem spannend, was sich gen Höhepunkt ins unermessliche steigerte.
Einzig für das Ende gibt es in meinen Augen Abzüge: Denn die persönlichen Sorgen Ben Afflecks aka Tony Mendez waren im bisherigen Filmverlauf minimiert worden, wurden dann aber in den letzten Minuten plötzlich aufgegriffen, ohne das der Zuschauer tiefer darin Eintauchen konnte, bzw. irgendwelche Hintergründe kannte.
Die übermäßige Glorifizierung wird man wohl so hinnehmen müssen auch wenn sie vielleicht nicht nötig gewesen wäre. Die Amis halt...

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Friedsas

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hatte etwas Angst die Geschichte würde mich nicht fesseln oder gar komplett kalt lassen. Aber dem war nicht so. Er war spannend inszeniert und bis in die Haarspitzen mit Stars besetzt (zumindest viele die ich erkannte).

Das natürlich wieder etwas gelogen wird und richtig überdramatisiert ist nunmal Hollywood ;) Kann man bei der einem derartig guten Film aber auch verschmerzen. Insgesamt wurde sich aber an die Fakten gehalten.

Zurecht den Oscar bekommen.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Während der iranischen Revolution werden am 4. November 1979 52 Amerikaner in Teheran als Geiseln genommen. Sechs von ihnen gelingt es, sich unbemerkt davon zu stehlen und in das Haus des kanadischen Botschafters zu flüchten. Nun sollen sie in einer Hollywood-reifen Geheimaktion von der CIA in Sicherheit gebracht werden.

Ich gebe zu ich war vorsichtig skeptisch, weil das Thema mich erst nicht so interessiert hat.Man kann sich auch irren.Argo ist ein brisanter und hochspannender Film, der systematisch die Vorbereitung der Geheimaktion zeigt.Man fiebert richtig mit und Ben Affleck beweist einmal mehr, daß er ein großer Regisseur ist und wenn auch noch George Clooney seine Finger mit im Spiel hat, kann eigentlich nichts schiefgehen.Als Zuschauer ist man vom Geschehen derart gefesselt, daß man fast so leidet wie die Protagonisten selber.

Ein würdiger Oscargewinner, von mir gibts dafür 8/10 für Argo.

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DKennyK

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Bewertung5.5Geht so

Abgesehen von realen Hintergrund erinnert mich ARGO sehr stark an WAG THE DOG.
Beide Filme haben das Problem, bei mir relativ schnell Langeweile zu verursachen und dazu zu führen, nach sehr kurzer Zeit bereits viel von dem Film vergessen zu haben. Dabei muss aber natürlich die hadnwerkliche Finesse und das schauspielerische Können gelobt werden und auch der Oscar war keine unnachvollziehbare Ehrung, wirklich funken tut er aber nicht.

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Moviegod

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ist dieser Film gut? Ja! Ist er sogar sehr gut? Natürlich! Aber ist er wirklich der beste Film des Jahres gewesen und hat dafür den Oscar verdient? Nunja, da scheiden sich die Geister. Hier hat sich gezeigt, wie gerne sich Hollywood doch selbst lobt und in den Himmel hebt. Die Geschichte ist packend und immer nachvollziehbar und auch das Setting und die Schauspieler bringen diese realistische Stimmung stets gut rüber. Hier bin ich auch echt von Herrn Affleck überrascht. Dass er ein verdammt guter Regisseur ist, weiß der geneigte Fan spätestens seit "The Town". Aber seine Darstellung, die in manchen Filmen bisher nie so zu gefallen wusste, kann man hier als wirklich gut deklarieren.
Eine Nominierung als bester Film hat er durch diese ganzen Punkte wirklich verdient und ich gönne den Goldjungen dem Team Affleck/Clooney/Haslov auch. Doch den Oscar selbst hätte ich eher Django oder Les Miserbales verliehen.
Nichtsdestotrotz einer der besten Thriller der jüngeren Filmgeschichte

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Onzema

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Bewertung2.0Ärgerlich

Dieser Film ist einiges aber sicherlich nicht spannend und gut

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pischti

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch ich verabschiede mich mit folgendem Kommentar von 2013 und wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2014. Gestern habe ich mir endlich den bei den diesjährigen Oscars als besten Film ausgezeichneten "Argo" angesehen und war positiv überrascht. Wie Kobbi in seinem Kommentar schon schrieb, ist Affleck nicht der größte Darsteller, spielt sich meiner Meinung nach fast immer selbst, bzw. immer die gleichen Figuren (sympathisch, unauffällig, etc.), ABER, als Regisseur find ich ihn klasse. Sowohl "Gone Baby Gone", "The Town" als auch jetzt "Argo" sind allesamt würdiger Genrevertreter und befinden sich meiner Meinung nach deutlich im "sehenswerten" Bereich. Affleck versteht es, eine Geschichte spannend, systematisch und rund zu erzählen, dazu gesellt sich eine recht einfache, aber zielstrebige Umsetzung und ein lobenswertes filmtechnisches Handwerk. "Argo" ist ein Politthriller/Politdrama, welcher/welches die wahre und vor allem interessante Geschichte des ehemaligen CIA-Geheimdienstoffiziers Tony Mendez (gespielt durch Affleck selbst) zeigt. Trotz Afflecks gewöhnlicher Schauspielkunst schafft er es, den Film zu tragen, auch wenn er hier Unterstützung von zwei Größen wie John Goodman oder auch Alan Arkin bekommt, deren Charaktere dem Film eine angenehme Prise Humor verleihen. "Argo" war für mich, trotz einer Länge von knapp 2 Stunden, nie langweilig, hatte einen guten Spannungsbogen, hat die Story einfach toll erzählt und hat mein Filmjahr 2013 vernünftig abgeschlossen. In diesem Sinne: Argo, fuck yourself.

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pischti

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das was Uwe sagt :)


vanilla

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das was beide sagen;-)



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