Vergesst endlich Twilight: Robert Pattinson spielt den besten Batman aller Zeiten

The BatmanWarner Bros.
05.03.2022 - 09:10 UhrVor 11 Monaten aktualisiert
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Vor dem The Batman-Start wurde Robert Pattinson von vielen DC-Fans noch verlacht und abgelehnt. Jetzt hat er die bisher eindrucksvollste Version des Helden abgeliefert.

Für viele wird Robert Pattinson anscheinend für immer der blass-glitzernde Vampir aus der Twilight-Reihe bleiben. Das haben zumindest unzählige Reaktionen auf seine Besetzung als neuer Batman in Matt Reeves' DC-Blockbuster gezeigt, der seit dieser Woche im Kino läuft.

Wer Pattinson neben seiner Twilight-Laufbahn als aufregenden Charakterdarsteller in Filmen wie The Rover, Good Time oder Der Leuchtturm erlebt hat, konnte sich aber denken, dass der Schauspieler ein spannender Casting-Coup für The Batman ist. Der fertige Film ist jetzt der endgültige Beweis: Robert Pattinson hat nichts weniger als die bisher beste Verkörperung des DC-Helden auf der großen Leinwand abgeliefert.

Robert Pattinson punktet in The Batman am stärksten im Superhelden-Anzug

In den bisherigen Batman-Verfilmungen von Tim Burton, Joel Schumacher oder Christopher Nolan hatte die Titelfigur immer noch etwas Heldenhaftes an sich. Sie überstrahlte die Schatten, aus denen sie trat. Zack Snyders Interpretation der Figur mit Ben Affleck war schon näher an den Comic-Wurzeln und ließ einen teilweise psychopathischen Batman durchscheinen.

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Robert Pattinson verkörpert jetzt aber einen Dunklen Ritter, der schon in den ersten Szenen von The Batman als psychopathisch-furchteinflößender Rächer auftritt. Im Voice-over beschreibt er sich treffend als nachtaktives Tier. Außerdem erklärt er, dass er sich nicht einfach nur im Schatten versteckt. Er ist selbst zum Schatten geworden.

Endgültig vorbei sind die Joel Schumacher-Zeiten. Da verkam Batmans Auftritt zum albernen Faschingskostüm mit Gumminippeln. Selbst in Christopher Nolans gefeierter Dark Knight-Trilogie war Batman mehr cooler Actionheld als getrieben- furchteinflößender Ermittler.

Sympathie und Coolness braucht dieser Batman nicht

Durch Pattinsons perfekte Kieferpartie unter der Maske sowie seine tiefdunkel grollende Stimme tritt dieser Batman endlich als präziser Detektiv wie in den DC-Comics auf. Viel beunruhigender ist aber die teilweise verstörende Gewalt, durch die Pattinsons Batman (Patman?) manchmal blind vor Aggression auf Bösewichte einprügelt. Selbst unbedeutende Kleinkriminelle schlägt er fast zu Brei.

Pattinson führt Batman brillant zu seinen Comic-Wurzeln zurück, indem er ihn als beängstigende Erscheinung spielt. Diese Ehrfurcht vor der Figur ist den bisherigen Kinofilmen trotz eines Bösewichte erschießenden Batflecks überwiegend abgegangen. Pattinson verzichtet bei seiner Darstellung komplett auf Sympathie und Coolness. So entsteht ein Batman, als wäre er noch nie dagewesen.

Mindestens so wichtig wie der Superheld sind in Batman-Filmen auch immer die Bösewichte, die die Hauptfigur häufig sogar überstrahlen. In Matt Reeves' DC-Blockbuster verschwimmen Pattinsons Batman und Antagonisten wie der Riddler aber gleichwertig zu finsteren Spiegelbildern im dauerverregneten Abgrund Gotham City.

Robert Pattinson glänzt auch in den zu kurz geratenen Bruce Wayne-Szenen

Im Vergleich zu Batman selbst bekommt Robert Pattinson deutlich weniger Laufzeit als Mann hinter der Maske. In diesen Szenen verkörpert der Star den Milliardärssprössling trotz aller Emo-Memes eindrucksvoll als depressiv-ausgemergelten Bruce Wayne. Damit toppt Pattinson selbst Christian Bale in The Dark Knight Rises, der sich mit gebrochenem Rückgrat aus einer tiefen Höhle ins Leben zurückkämpfen muss.

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Im Jahr Zwei als Batman leidet Pattinsons Vigilant immer noch am stärksten unter der Ermordung seiner Eltern. Dabei spielt Pattinson seinen Bruce Wayne mit gequältem Ausdruck zwischen fahlem Vampir-Dasein bei Tageslicht und später enthüllten Geheimnissen aus seiner Familiengeschichte.

Der Kontrast zwischen diesem lebensmüden, lethargischen Bruce Wayne und Batman als wuchtige Kampfmaschine könnte kaum größer sein. Trotzdem gelingt dem Star in Matt Reeves' Geschichte glaubhaft der Weg aus dem Schatten. Er bewegt sich im Finale sogar hin zu einem vagen Symbol der Hoffnung für Gotham City.

Mit The Batman tritt Robert Pattinson selbst hoffentlich aus dem Schatten der Twilight-Häme. Als bester Kino-Batman aller Zeiten sollte er auch die letzten Zweifler verstummen lassen.

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Der düstere neue DC-Film spaltet das Podcast-Team unserer FILMSTARTS-Kollegen im Verhältnis 2:1: Während Sebastian und Julius tief reingezogen wurden ins kaputte Gotham, wurde die dreistündige Laufzeit für Tobias zur Geduldsprobe.

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