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Warum ich auf die neue Kinodimension gerne verzichte

Batzman (Oliver Lysiak), Veröffentlicht am 09.04.2010, 17:24

Batzman meint: 3D – der neue heilige Gral des Kinos – ist so überflüssig wie ein Schuss ins Knie

Walking on walking on broken glass... Walking on walking on broken glass... © montage: moviepilot

3D ist wie dieser gallertartige, puderzuckerbestäubte türkische Honig. Oder Wackelpudding mit Waldmeistergeschmack. Ich weiß genau, dass mir davon schlecht wird. Es ist nicht wirklich lecker, sondern eher auf interessante Art und Weise scheußlich. Es hat keinen Nährwert, macht dick und ich bedauere schon im Moment des Essens, dass ich das Zeug gefuttert habe – und doch, alle paar Jahre hab ich mal wieder Lust drauf.

Ich weiß nicht, woher die Neugierde kommt, denn letztlich hat sich 3D auch nicht wirklich weiterentwickelt. Klar, das alte anaglyphe 3D, welches in den 50er Jahren zum ersten Mal die Zuschauer weg vom Fernseher und zurück in die Kinosäle locken sollte, war ja ganz lustig. Genau wie seine Neuauflagen in den 60er, 70er und den 80er Jahren, in denen vor allem Sequels ausgenudelter Horrorfilme mit dem Versprechen der 3.Dimension nochmal wiederbelebt werden sollten. Ob Der Weiße Hai III, Amityville 3, Und wieder ist Freitag der 13. oder die letzten Minuten von Freddys Finale – Nightmare on Elmstreet 6 – 3D war das Gimmick der Wahl, wenn die Ideen langsam dünn wurden. Auch im TV sah das nicht anders aus. Zwar gaben sich die 3D-Testsendungen in den dritten Programmen Anfang der 80er Jahre noch wissenschaftlich bemüht (Ein kauziger Moderator entschuldigte sich, dass er das Wohnzimmer der Zuschauer mitbenutzte, als er einen Ausklapptisch gen Kamera schob), aber schon wenige Jahre später holte RTL das Format wieder auf den Boden der Tatsachen: Gegen die sinkenden Quoten der Hupen-Show Tutti-Frutti setzte der Kölner Sender das damals neue Pseudo-3D-Format, bei dem bewegende Hintergründe im Zusammenspiel mit einer Folienbrille ein gewisses Räumlichkeitsgefühl vorgaukelten. Wobei die spärlich bekleideten Tutti-Früchtchen jedoch trotz Doppel-D weiterhin recht flach daherkamen.

Same Shit, Different Day

Die 90er brachten dann zwar Magic-Eye-Bilder und Shutterbrillen für den PC, aber abgesehen von IMAX-Kurzfilmen war 3D ziemlich tot und niemand hat es wirklich vermisst.

Ab Mitte der Noughties begann dann die jüngste Welle des plastischen Kinos. Der ansonsten sehr geschätzte Robert Rodriguez pimpte den 3. Teil der Spy Kids und ließ quietschbunt Die Abenteuer von Shark Boy und Lava Girl in 3-D auf uns los und sorgte neuerlich für Kopfweh und tränende Augen. Und natürlich fabulierte James Cameron davon, dass Avatar – Aufbruch nach Pandora die Sahnetorte von innen aufrollen würde. Schon im Vorfeld dieser “Revolution” schwappten neben einigen wohltuend positiven Beispielen wie Oben und Coraline wieder hauptsächlich trashige Horrorfilme in den Zuschauerraum: My Bloody Valentine und Final Destination 4 machten das, was 3D-Filme seit Anbeginn der Zeit machten: dem Zuschauer irgendwas ins Gesicht schmeißen. Was ungefähr 10Minuten ganz lustig ist und dann ziemlich anstrengend wird. Und nach dem Erfolg von Avatar – der 3D auch ins Bewusstsein derjenigen brachte, die wohl bei Quax, der Bruchpilot oder Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders das letzte Mal im Kino waren, kochte die Hype-Machine endgültig über. Wurden Regisseure davor nur vereinzelt genötigt, in 3D zu drehen (wie das Finale von Harry Potter und der Orden des Phönix), galt für einigte Studios wie Warner ab sofort die Parole, dass kein großer Effektfilm mehr ohne die erfreulichen Mehreinnahmen die dank des 3D-Aufschlags möglichen sind, in die Lichtspielhäuser gelangen würde.

Was den ganzen Hype noch nerviger macht, denn nachdem selbst der bisher aufwendigste 3D-Film Avatar kein wirkliches Killerargument liefern konnte, warum 3D mehr als ein Gimmick ist, wird die notwendige Diskussion um den Sinn und Zweck von 3D-Filmen schon von einer anderen, wichtigeren verdrängt. Der um das neue Pseudo-3D, das nachträglich ermöglichen soll ursprünglich 2D gedrehte Filme in die 3. Dimension poppen zu lassen. Was nicht funktioniert. Jedes Beispiel eines nachträglich hochgerechneten Films, sieht käsig und billig aus. Selbst in Burtons Alice im Wunderland der ja nun wahrlich schöne Bilder anzubieten hat, irritiert der platte Pop-Up-Look, der dieses Fake-D (wie es ein US-Kollege taufte) auszeichnet. Objekte sehen nicht in sich dreidimensional aus, sondern wirken wie flache Ebenen, die hintereinander angeordnet werden. Was bei den tatsächlich stereoskopisch gedrehten Filmen wie wie dem Valentinstag oder dem dritten Final Destination-Sequel schon bisweilend stört, ist beim Fake-D der Normalfall. Selbst recht sorgfältig bearbeitete Filme wie Alice’ Wunderlandwelten verlieren an Wucht, weil die Figuren flach bleiben und 3D nur vortäuschen.

Schlimmer als 3D ist nur Fake-D

Dass es aber noch viel schlimmer geht, zeigt jetzt das Remake von Kampf der Titanen, das wohl tatsächlich die billigste, schäbigste, irritierenste und publikumsfeindlichste Fake-D-Bearbeitung bislang darstellt. Wer bisherige sog. Ghosting-Effekte und überanstrengte Augen durch schlecht konzipierte 3D-Szenen monierte, darf in Louis Leterrier s Werk eine ganze neue Dimension des misslungenen plastischen Kinos erleben. Warner glaubte den bereits fertig in 2D abgedrehten und konzipierten Film in gerade mal acht Wochen (wenn man James Cameron glauben darf) auf 3D umrüsten zu können und liefert ein absolutes Desaster ab. Hier stört nicht nur der Pop-Up-Effekt, sondern die komplette Bildgestaltung, die das Bild meist einfach nur unscharf, kraftlos und matschig wirken lässt. Nichtmal die aus dem Rechner stammenden Monster wurden in echtem 3D herausgerendert (wie man es bei Alice noch machte). Es fällt schwer, sich auf den eigentlichen Film zu konzentrieren, weil dieses Fake-D einen beständig aus der Handlung reißt, wenn die Helden plötzlich mehr nach plastinierten Scheibenmännchen von Günther von Hagen aussehen, im missratenem Versuch, ihnen etwas Tiefe zu verleihen. Noch viel mehr Freude bereitet die Ankündigung auf weitere Fake-D-Filme. Die beiden kommenden Harry Potter-Filme werden in jedem Fall künstlich aufgepoppt und auch diverse Klassiker stehen vor ihrem Rerelease in künstlichem 3D. The big 3D-Scam ist in vollem Gange und das, obwohl nicht mal echtes 3D wirklich überzeugen kann.

Nochmal ganz deutlich: Ich halte selbst heutiges State-of-the-Art 3D, wie es in Avatar zum Einsatz kam, für ein Gimmick, das wenig bis nichts zur Gesamtwirkung des Films beiträgt. Im Gegensatz zu Ton, Farbe, diversen Breitwandformaten, bei denen sich ihr Nutzwert und ihre Vorteile sofort offenbaren, warte ich immer noch auf den Moment, in dem mir ein Filmemacher zeigen kann: “Das funktioniert nur in 3D. Es gibt keine Möglichkeit, diese Geschichte mit genau derselben Wirkung in 2D zu erzählen.” Die unterschiedlichen Möglichkeiten von Stumm- und Tonfilm erschließen sich sofort. Genauso Farbe und Schwarz/Weiß, Standard und Cinemaskope. Alles gehört zum selbstverständlichen Fundus der filmischen Ausdrucksmittel, derer sich versierte Filmemacher je nach Erfordernis bedienen können. 3D soll – zumindest wird dies derzeit von den Apologeten der Technologie so proklamiert – ebenfalls nur eines dieser Ausdrucksmittel werden. Das Problem dabei ist, aus meiner Sicht allerdings, dass es seit den 50ern Jahren keine wirkliche Entwicklung gegeben hat, was 3D angeht. Die Technik wird besser, aber im Gegensatz zu den anderen Möglichkeiten fällt den Regisseuren anscheinend wenig neues ein. Noch immer bedeutet 3D in erster Linie in die Kamera deutende Finger, Waffen und überraschend hervorspringendes Buh-Material. Das zurückhaltendere Guckkasten 3D, wie es in den Pixar-Filmen oder Coraline zum Einsatz kommt, ist angenehmer und weniger plakativ, bietet letztlich aber auch nichts, das in 2D nicht funktionieren würde. Und selbst die modernste derzeitige Technik ändert nichts daran, dass die 3D-Brillen das Bild unglaublich dunkel machen und den Farben ihre Brillanz nehmen.

Wo sind die Ideen? Wo bleibt der Moment, an dem 3D sich vom Zwang emanzipiert auch 2D tauglich sein zu müssen? Wo bleibt eine originäre 3D-Erzählweise, die sich nicht auf platte Effekte beschränkt? Wo bleibt der wirkliche Nutzwert, der grandiose Unterschied, den frühere Fortschritte mit sich brachten? Kurz gesagt: Was hat 3D tatsächlich anzubieten, das es diesmal davor bewahrt, wieder in die Vergessenheit zu versinken?

Und wenn schon das echte 3D dank reduzierter Bildqualität immer noch nicht der Weisheit letzter Schuss ist, welche Entschuldigung gibt es dann für die unnötigen Fake-D-Versionen neuer und alter Filme? Wird das Publikum wirklich bereit sein, wenn sich der initiale Wow-Effekt gelegt hat, für diese Art von Kino mehr Kohle auf den Tisch zu legen? Wird es sich nicht irgendwann fragen, was der ganze Zauber soll?

Und wäre es wirklich so schlimm, wenn in 3-4 Jahren der Boom abflauen würde und sich die Filmemacher wieder drauf konzentrieren könnten, gute Filme zu drehen, ohne auf Biegen und Brechen mit den Einschränkungen des 3D-Formats kämpfen zu müssen?

Ich hab für den Moment nämlich schon wieder Bauchweh und ein bisschen schlecht ist mir nach den kämpfenden Titanen auch.

Aber in zehn Jahren… da würd ich das nochmal probieren.


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Eixenxxl

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Filme wie "Kampf der Titanen" sind wie ich finde noch recht ordentlich umgesetzt!!!... wirklich schlecht sehen filme wie [REC]3D, Unsere Welt 3D, Locked Down 3D und Cargo 3D aus weil dort eigentlich GAR KEINE Effekte sichtbar sind bzw VERKEHRT dargestellt werden... eine riesen Sauerei diese als "3D Bluray" zu vermarkten wenn einem beispielsweise die Knöpfe von Mänteln oder Rücklichter von Autos entgegen kommen o.O

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Rukus

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Ich geb genau 0 Euro zusätzlich für 3D aus. Dieser Hype ist extrem nervig und bringt keinen Film voran, nicht optisch und erst recht nicht inhaltlich. Im Gegenteil, es nervt mich extrem, wie ständig irgendwelcher Schrott auf den Zuschauer zufliegt. Das Problem ist, dass eben diese Szenen auch in den 2D-Versionen so extrem auffällig sind. Ich hoffe inständig, dass mal wieder ein Filmemacher auf Retro setzt und den Schmu weglässt. Am besten hol ich mir ne Stummfilmbox und geniesse den Film ...

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derHOBBIT

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Bei Avatar hab ich auch schon Kopfweh gekriegt!

Achja und warum meint ihr denn ist Avatar der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten geworden? Noch nie habe ich 14 Euro Eintrittspreis mehr bereut wie bei Avatar!

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kawummbaby

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Ich will nicht darauf verzichten. Auch nicht auf Farbfernsehen und sei es nur, um es in Farbe zu sehen. Schön, wenn es jemand dann noch benutzt, um mit der Farbe was Tolles anzufangen, aber Farbe an sich ist schön und 3D auch. Ich bin mir sicher, wenn erstmal 50 von diesen 3D Filmen hinter uns liegen, werden etliche ambitionierte Filmemacher anfangen, dem Ganzen noch künstlerische Effekte zu entlocken. Nur nicht so ungeduldig sein. Bei der ersten Videophonieübertragung gab es auch noch kein Chatroulette.

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dAShEIKO

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Batzmann trift (LEIDER) den Punkt.
Ich bin weißgott technikverliebt. Seit ich meine erste eigene DolbyDigital-Anlage habe, schau ich Filme nur noch ungern über "normale" Stereolautsprecher. Erfindungen wie Philips' Ambilighttechnologie finde ich sehr bereichernd. Und das von vielen Heimguckern verhaßte, weil nicht verstandene Widescreenformat ist, wenn der Regisseur sich als Maler betrachtet, schlicht essentiel wie eine Leinwand (siehe dazu Sidney Pollacks Ausführungen zu diesem Thema: http://www.youtube.com/watch?v=tEPAgNrvZaw)...

...Aber 3D vermag nicht den Blickwinkel zu erweitern. Aber wenn schon, dann RICHTIG! Fake-D braucht klein Mensch. Genausowenig wie eine pseudo-Stereo- oder Pseudo-Surroundtechnik. Die vielen kleinen Schwebeteilchen im Wald von Pandora haben mich schon ein wenig mehr in diese Welt hineingezogen. Und Effekte wie die "Augenszene" in Bloody Valentine sind einfach grandios. Aber auf Ebenen hin und hergeschobene Pappkameraden wie in einem billigen tschechischen Trickfilm brauch ich nicht wirklich.

Es ist, wie eir insgeheim doch schon alle vermuten, eine Mode mit der Hollywood sehr sehr viel Geld machen kann, ohne Output zu bringen. Dieser künstlerische Output fehlt meiner Meinung nach den allermeißten Blockbustern der letzten Jahre - und trotz großem Gejammer auf Milliardärsniveau vergeht kaum ein Quartal ohne Meldungen über das boomende Kinogeschäft.

Was bei dem vermuteten abebben der 3D-Welle übrig bleiben wird, sind Digitale Beamer und die reflektierenden Leinwände, die auch bei herkömmlichem Filmmaterial hervorragende Bildqualität bieten. Bis dahin müssen die 100.000Euro-Beamer bezahlt sein ;)

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Kendo1982

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Ich sehe den momentanen Hype des 3D Kinos als eine pure Modeerscheinung, am Anfang vielleicht interessant, wird es früher oder später wieder verschwinden. Die Überekstase nach den ende des Film, ist bei mir leider ausgeblieben, (was nicht ausgeblieben ist waren die Augenschmerzen) und mal ganz ehrlich so toll ist die 3d Darstellung eigentlich gar nicht.

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LB_FAN86

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Sehe das ganz genauso ...

Hab' mir "Kampf der Titanen" angesehen und weiß jetzt wohl auch, warum der 3D-Effekt so bescheiden ausgefallen ist. Danke für den tollen Artikel!

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count)(down

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Was ich dazu sagen kann:
Räumliches denken ist gar nicht so schwierig!
Das Konsumenten melken mit 3D kotzt mich gewaltig an!
Und wenns denn unbedingt sein muss, sollte man bekannt machen das Dolby3D um längen besser funktioniert als RealD!

btw.
Insofern Warner "Interception" nicht auch noch 3D aufzwingt, erhoffe ich mir von dem Film das er auch ohne Effekthascherei mehrdimensionaler sein wird als manch 3D Film.

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theunexpecteds

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Ich fragte mich schon vor Jahren, warum man nicht Filme immer in 3D dreht. Statt einer Kamera mit einem Objektiv, einfach eine mit zwei. Keine gezielte Effekthascherei mit auf einen zufliegenden Objekten, sondern einfach 3D Wahrnehmung. Ich weiß ja nicht wie alle Vorredner durchs Leben laufen, aber ein drei Dimensionales Bild wirkt für mich einfach echter und steigert das Gefühl 'in' dieser Szene zu sein. Sicherlich, man kann sich auch schwarz/weiß Filme anschauen, welche durchaus ihren Reiz haben. Aber welcher Film wird noch in s/w gedreht, seit dem man die Technik zur Farbe hat?
Genauso sehe ich das mit 3D, ist die Technik ausgereift ( ist sie je nachdem vielleicht noch nicht ganz; siehe Kopfschmerzen etc.) kann man das auch gut und gerne nutzen.
Nebenbei kommt mir bei der ganzen Diskussion der Beigeschmack, 'früher war alles besser...', gute und schlechte Filme gabs schon immer, da wird auch 3D nichts dran ändern!

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Batzman

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Das der Vergleich mit Farbe/sw oder Stummfilm/Tonfilm unpassend ist, habe ich oben ja schon ausführlich adressiert. Und die derzeitigen sog. 3D-Verfahren ermöglichen halt - wie auch schon erklärt - stereoskopische Bilder und kein dreidimensionales Bild.


theunexpecteds

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Der Vergleich ist einfach der, der das man das Mögliche nutzt.
Und der Wahnwitzige Anspruch, 3D != stereoskopische Bilder, da gibts nur eins zu. Geh spiele am PC/Konsole zocken. Es wird nicht möglich sein Blickrichtung zu berücksichtigen, ohne das Bild interaktiv zu 'rendern' und auf solche Konserven Grafik kann ich dann drauf verzichten, siehe al'a Beowulf (der gerade just jetzt im TV läuft).
Auch Argumente wie Helligkeit, Farben etc. lass ich nicht gelten. Gerade im Heim-Kino bereich ist die berechtigte Frage zu stellen: wieso sollte ich mir einen mehrere Meter großen, extrem teuren, extrem Stromverbrauchenden ( 3D fähigen ) Fernseher kaufen? Das ganze ist mit einer Brille, mit Display für jedes Auge ohne Helligkeitsverluste, Ghostbilder, ohne Kopfschmerzen und einer subjektiven riesen Leinwand für viel weniger möglich. ( auch wenn es dies noch nicht als massen Produkt verfügbar, aber sofort machbar ).
Es geht auch ohne? Ja dann halt doch ein Auge zu, auf dem zweiten sieht man eh besser...


jardem

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Ich würde mal gern wissen was Tarantino eigentlich so über 3D denkt.

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okami6

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Bis zu einer bestimmten Zoll-Größe stimme ich euch zu. Da ich zu 90 % auf 3m Diagonale schaue, muß ich sagen das echtes HD ab dieser Größe einen so großen Mehrwert hat, das ich zunehmend verärgert über das schlechte Bild bin, das mir einige Kinos bieten. Selbst Trashperlen behalten ihren Charme bei guter Bildauflösung. Eine normale DVD bringt bei großer Bilddiagonale leider nicht mehr besonders viel.


okami6

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Natürlich nicht, mein letzter 10er liegt 7 Jahre zurück, da gab's noch kein HD. :)


EllHomer

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Wenn der Rest der Welt auch so denkt, wird 3D bald wieder verschwinden....hoffentlich.

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Hard_Boiled

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Jawoll! Endlich mal jemand, der gegen diese Mainstream-"Neuheit" endlich mal auch meinen Standpunkt vertritt. Du sprichst mir aus der Seele, Batzman. Und zwar aus der Filmseele. Filme leben hauptsächlich durch ihre Geschichte und die Darsteller/Figuren. 3D ist für mich schnöde Effekthascherei. Gottseidank ist z.B. Herr der Ringe oder Matrix davon verschont geblieben...

Ich fürchte mich schon vor der Zeit, wo eventuell ehemalige 2D Filme mit 3D fürs Heimkino "verschönert" werden sollen... *brrrr* Grausig...

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okami6

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Nennt mich altmodisch, mir persönlich ist aber ein normal präsentierter Film mit Fokus auf guter Storyline mit platter aber schöner Bildbrillianz lieber. Halt.....meinen Erinnerungen nach war ja 3D altmodisch. Alles wird scheinbar irgendwann recycelt. 70er Jahre Designermöbel, übergroße Sonnenbrillen....ich persönlich warte eigentlich nur auf die Lift-Kräuterbrause und die guten Saucen von Ubena, aber die kommen wohl nie wieder.....Mist
Noch was, ich bin kein Hellseher, aber die zukünftigen 3D-Flimmerkisten werden möglicherweise floppen, es sei denn, es wird zur Mode sich alle 2 Jahre einen neuen TV zu kaufen.

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Nemsis

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Also..eigentlich find ich das garnicht schlimm, was grade mit 3D so abgeht. Schließlich zeigt es sehr gut, dass die meisten Menschen 3D sehen wollen im Kino, auch wenn es Müll ist (Kampf der Titanen).
Letzt endlich führt solche Entwicklung nur dazu, dass wir bald alles in 3D haben werden, wenn endlich die Technik dazu ohne Brillen steht. Und das wird geil!

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Chrisetoph

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Im Hansapark Sierksdorf lief immer eine 3D-Piraten-Parodie mit Leslie Nielsen. Nicht, dass das wichtig wäre, aber ich wollte es gesagt haben.

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Chrisetoph

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bzw. 4D. Mit wackelnden Sitzen und herumspritzendem Wasser.


MasterTNQ

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lol.... 4D


Bitle

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bis jetzt habe ich nur avatar, liebling ich hab die kinder geschrumpft udn alice im wunderland in 3D gesehen

bei zwei filmen war ich begeistert, doch bei alice hab cih mir mehr erwartet.. hätte cih genausogut in die normal vorstellung gehen können....

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DustRaiser

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Waldmeister-Wackelpudding ist der King, aber ansonsten sehe ich das genauso wie Batzmann.

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Frezzer

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Amen Bruder!

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BAD ONI0N

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Hab gestern bei "Telefonica" in Madrid einen Fernseher gesehen, der ohne Brille einen 3D-Effekt verursacht hat. Wenn ihr euch schon bei den Brillen über Unschärfe beschwert sollte ihr euch das unbedingt mal ansehen. Ein ähnliches Kopfschmerzgefühl hatte ich nur, als ich mir vor 4 Jahren nochmal GTA1 auf der PSone reingezogen habe.
GRAUSAM und absolut unausgereift!!! Da habe ich spontan den Entschluss gefasst mir in naher Zukunft keine 3D-Filme mehr anzutun. Es sei denn ich erfahre aus vertrauenswürdigen Quellen von gravierenden Techniksprüngen oder von DEM ultimativen 3D-Erlebnis des Jahrzehnts!!! Vielleicht schafft das ja Rob Rod?!

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eaten_

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Signed.

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Dexter23

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Die Fake-D Technik ist noch nicht Kinoreif und braucht noch ein paar Jahre. Das MIT in Boston und das Frauenhofer Institut haben aber eine vielversprechende Entwicklung in der Pipeline.

Was das echte 3D angeht:
Die Technik wurde in diesem Maßstab noch nicht eingesetzt, steckt noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen, d.h. es fehlt noch an Erfahrungen und Ideen. Diese können aber auch nur gemacht werden, wenn man weiter in 3D investiert. Die Regisseure haben ein Werkzeug bekommen und müssen erst lernen damit rumzuspielen, ist halt nur eine Frage der Zeit.

Dennoch, Fakt ist, den Kinos liefen die Besucher davon, eine Veränderung war also dringend nötig. Ob 3D die gewünschte Veränderung bringt bzw. gebracht hat, bleibt abzuwarten.

Sicher ist nur, dass 3D den (viel zu hohen) Erwartungen der Besucher bisher scheinbar nicht standhalten konnte. Wenn ich mir die Kommentare so angucke, frage ich mich, was mancher sich hier von dem Sprung in die 3. Dimension alles versprochen hat...

Aber wem 3D im Kino nicht gefällt, dem kann ich Sportveranstaltungen wie Olypia oder die Fußball WM in 3D empfehlen. Wirklich überzeugt hat mich die Technik bisher nur in diesem Bereich...und zwar auf dem Fernseher. ;)

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Le_ruse

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Erschwingliche Kinopreise wären sicherlich auch ein Weg, die Leute wieder zum Vorbeischauen zu bewegen. Gerade die Deutschen sind ja entsprechend preisbewusst.
"Wollen wir ins Kino gehen?" kommt preislich mittlerweile der Frage "wollen wir zur Mittagstischzeit zum Italiener und dort 3 Gänge futtern?" ziemlich nahe.

In Zeiten von Wirtschaftskrise, Lohndumping und Massenarbeitslosigkeit spart man sich natürlich diesen übermäßigen Luxus, wartet einen Moment länger und leiht sich den Film für 1,- € VideoWorld aus. Dabei kann man dann sogar eigene Chips knabbern, ohne diese beim Einlass verstecken zu müssen ;-)


Dexter23

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@Narrisch
In den kommenden Monaten kommen bereits die ersten Full HD 3D Fernsehr für Zuhause für (teilweise) weniger als 2000€. Die liefern sogar ein besseres 3D Bild als das Kino. Interessanterweise hat das Kino diese Entwicklung sogar unterstützt um 3D insgesamt salonfähig zu machen.

@Le_ruse
Kino ist wirklich teuer geworden, allerdings spare ich mir das Geld was für Zigaretten und viel Alkohl draufgeht und gehe dafür ins Kino. Ich schätze, falls 3D weiterhin finanziellen Erfolg verspricht, werden sich die Preise sich im Laufe der Zeit anpassen und mit denen der 2D Vorstellungen in der Mitte treffen.


ska-p_lyric

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Vollkommen richtig. Zu 95% ist das 3D "Upgrade" die reine Abzocke!

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christoph-m

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Liegt auch am Film - bei 'Avatar' hat's mich genervt, bei 'Alice im Wunderland wollte ich nicht drauf verzichten.

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Cheezbrgr

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Schon als ich den Titel "Warum ich auf die neue Kinodimension gerne verzichte" gelesen hatte, wusste ich wer den Artikel wohl verfasst hat...

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Weltensegler

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Batzman, du hast es erkannt! Genau so ist es, sehr schön geschrieben! Natürlich versucht man immer noch einen draufzusetzen, aber 3D ist einfach wirklich nur ein Gimmick, man zahlt mehr und kann dann stolz behaupten: "Den hab ich in 3D gesehen!!!!!" Ich hab bisher 5 Filmen in 3D gesehen (4 im Kino), bei "Oben" u. auch "Avatar" möchte ich mich unabhängig von der Qualität der Filme absolut nicht beschweren, das hat schon was hergemacht! Bei "Ice Age 3" war's okay, wie du selber geschrieben hast bei "Final Destination 4" einfach unnötig, der Film war so mies - reiner Markentinggag. "Coraline" fand ich hingegen positiv, auch wenn ich den leider nur mit Heim-3D-Brille sehen konnte. 3D leider nach dem die Filmindustrie eh schon vermehrt auf Special FXs setzt ein weiter Schritt weg vom Schauspielkönnen zur Austauschbarkeit. Denn mit 3D ist Handlung und Darstellerleistung noch weiter in den Hintergrund gerückt, ob jetzt Jake Gyllenhaal oder 5 andere Leute den Prince von Persien machen ist völlig egal. Bei Yahoo gab's kürzlich einen Artikel über Sam Worthington, wo gemeint wurde, er sei in 2 Megablockbustern - aber verhältnismäßig wenige Leute kennen seinen Namen. Das sagt schon so viel aus.

Ist schon traurig, wenn man merkt, wie da unendlich viele Millionen $ rausgehauen werden, nur um einen Film optisch perfekt zu machen, dabei könnte man mit weniger Geld und dezent eingesetzten Effekt und dafür Geld für eine durchdachte Story als auch Charaktere mit Tiefgang, mit denen man mitfiebert (und sie nicht als austauschbare Sidekicks sieht, die ruhig sterben können, Hauptsache der Held gewinnt das Spiel am Ende) kann. Ich werde mir bedeutend wenige Filme im Kino ansehen und mich vorher in jedem Fall besonders informieren, da ich eher ein Fan von Gegenteil von 3D bin, also viel Charakterarbeit und wenig Effekte...

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xtheunknown

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3d ist ein guter gag wie man ihn am besten bei cartoons, wie in diversen freizeitparks zu erleben, einsetzt. avatar hätte die chance gehabt ein film zu werden der diese technologie nutzt um die story zu unterstützen. den kritken nach ist das nicht gelungen.

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Narrisch

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Wir haben es nicht mehr mit rot, grünen Matschbildbrillen zu tun, einer Technologie also die sich kaum weiterentwickelt hätte. Wie wir alle wissen ist das Gegenteil der Fall. 3D Kino ist ein mitreißendes Erlebniss und sieht gut aus wenn man es denn mit einem Film zu tun in dem die 3D Effekte sauber und geschickt eingesetzt werden. Das Filme, die nachträglich mit 3D aufgehübscht wurden, den technischen Möglichkeiten nicht gerecht werden und eigentlich nur pure Abzocke sind, ist nichts neues. In guten Fimen werden die 3D Effekte geschickt und mit Tiefe eingesetzt, der Qualitätsverlust des 2D Bildes ist fast nicht sichtbar, zumindest in einem Kino in dem man die Technik auch im Griff hat.
Natürlich gibts auch Kinozuschauer, denen tatsächlich schlecht wird oder die den 3D Effekt nicht sehen können. Das ist Pech, dann darf dann leider auch keine Achterbahn fahren.
Die entscheidende Frage ist aber eine andere. Will das Publikum Filme in 3D sehen, ja oder nein? Ich für mich sage ja, wenn die Qualität stimmt und die kann stimmen wenn man es richtig macht. Wenn Filmemacher lernen mit der Technik richtig umzugehen kann langfristig nicht nur Eyecandy sondern vielleicht wirklich eine erzählerische dritte Dimension daraus werden. Das 3D Kino hat eine Chance verdient und ich für mich gebe ihm die Chance. Den schnell verhunzten, nachträglich aufgemotzen 3D Müll muss sich niemand anschauen.

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Le_ruse

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Meine Meinung: Ja! Selbst Avatar, der ja bekanntlich mit vollkommen neuartig entwickelten Kameras und so weiter und so fort gedreht wurde, konnte mit seinem 3D-Zeugs nicht überzeugen. Mein Problem: So richtig 3D isses trotzdem nicht. Es bietet nur mehrere Bildebenen: Vor der Leinwand, dahinter und genau drauf. Zumal es dadurch schwieriger wird, dem Blickpunkt des Regisseurs zu folgen ... wenn da so'n paar Fliegen scheinpar vor der Leinwand herumleuchten, wird man doch eher abgelenkt. Zumal die Effekte gerade von äußeren Plätzen noch einmal weiter "verzerrt" werden.

So ein wenig hab' ich im ersten 3D-Film längerer Zeiten doch das Trashige 3D alter Zeiten vermisst. Damals, als ich als kleines Kind im Disneyland irgendwelche Star Wars-Roboter direkt vor mir(!) herumfliegen sehen konnte. Selbst dieses Anfangstrailerdings, das bei Avatar lief, nutzte diese Technik noch eindrucksvoller aus, als eine Kugel bis auf ein paar Reihen herankam und dort quasi einem meiner Vorderleute über'm Kopf flog.

Wenn schon 3D, dann muss der Film auch entsprechend konzipiert sein. Für ein wenig mehr Schärfe lohnt sich der ganze Aufwand meines Erachtens nicht. 3D ist auch derzeit etwas für die Art Filme, wie sie bisher eh schon liefen: im IMAX zum Beispiel. Wenn ich mir schon 'ne Brille aufsetzen und Extragebühren zahlen muss, dann soll das Geschehen bitte auch im Raum stattfinden. Vor mir, über mir und über dem Kopf meiner Vorderleute. Und nicht gefühlte 10cm vor der Leinwand. Irgendwo ist die Vorstellung, dass Bruce Willis quasi durch's Publikum jagd, aber auch nicht soo prall. Letztlich stell ich's mir mit einigen Zeichentrickfilmen recht cool vor - ansonsten ist's wirklich eim Gimmick: ganz nett. Aber sicherlich keinen Hype wert.

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manitu17

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Ich warte im Bereich 3d bei Filmen ja immer noch sowas in der Art hier:

http://blog.ausgefallene-ideen.com/2010/03/24/nintendo-macht-3d-mobil-3ds-angekuendigt/

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manitu17

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*auf sowas in der Art hier


doctorgonzo

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Das Problem ist, dass 3D Filme, die ohne tolle Story sondern der (vermeintlich) tollen Optik gemacht werden, auch weiterhin das Potential haben, die dröge, unkritische, BILD-lesende Masse zu begeistern. Deshalb bin ich nicht ganz so optimistisch was das baldige Verschwinden dieses Phänomens angeht.
Was mich wirklich annervt ist dieses vorschulhafte Argument "Ihr müßt ja nicht reingehen". Es ist eben zumeist so, dass die (vermeintlichen) 3D-Filme eben nur in 3D angeboten werden und wenn man diesen Film sehen will, hat man eben keine Wahl.
3D ist nicht grundsätzlich schlecht, aber der inflationäre Gebrauch macht diese ganze Technik zur Lachnummer.
Gute Filme werden immer gute Filme bleiben, unabhängig von 2D, 3D, Geruch oder Geräusch. Nur besteht eben die Gefahr, dass jetzt verstärkt optikbeladene Filme, die den geistigen Ansprüchen eines Michael Bay genügen, in die Kinos schwemmen (also noch mehr als ohnehin schon) und den Filmen, denen ein bisschen Geist innewohnt noch mehr Platz verloren geht, bloss weil sie eben nicht als Hochglanz-3D-Produkt daherkommen. Und bei Fake-D Filmen sollten selbst die Dumpfbacken, denen sonst Geschichte, Dialoge und Stil in einem Film egal sind, solange Optik und Effekte stimmen, am Aufruhr teilnehmen.

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ThaFabi

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Dieser Beitrag ist viel spannender als so mancher auf 3D spezialisierter Film...

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Sheeeeep

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Wer braucht schon drei D, es reicht doch doppel D (ja ich weiß der Witz war so ultra flach, den könnte man 'Die Reise zum Mittelpunkt der Erde' Witz nennen (aber vielleicht drückt dieser schlechte Spruch auch nur aus das mein IQ knapp über Zimmertemperatur liegt (ich sollte weniger sinneserweiternde Drogen nehmen ... (hey, des war echt nur Witz!))))

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reznik

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Der Doppel D witz war also ultraflach (ja war auch flach)


Smoin

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Ich weiß nich, es wird ja keiner gezwungen rein zu gehen! Und dass die 3D-Filme den anderen den Platz wegnehmen stimmt doch auch nicht! Die meisten Kino haben ja nur einen 3D-Saal... Und bis jetzt is noch jeder auch in 2D reingegagen!

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Mr. Goodkat

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Ich bin größtenteils der selben Meinung. 3D wird nicht zum Standard werden, der momentane Hype wird sich mit der Zeit sicher wieder legen.
3D von Grund auf schlecht zu reden ist meiner Meinung nach aber auch falsch. Ich bin kein großer 3D-Fan, dennoch ist das Effektkino für Filme mit visuell herausragenden Bildern und Filme, bei denen man das Gehirn am besten zu Hause im Safe einschließt. Eben ein "Gimmick", reines Entertaining, und momentan auch ein Grund für einen Preisaufschlag seitens der Studios. So stark wie die Kontraste von Stumm - und Ton- bzw. Schwarzweiß- und Farbfilmen sehe ich 2D und 3D Filme nicht. 2D wird weiterhin Standard sein und auch bleiben.

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dtrzor

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Besser hätte ich's nicht sagen können.


asaaki

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Obwohl ich ja deinen Kritiken meist kritisch gegenüberstehe, kann ich hier nur mein Zeichen druntersetzen und zustimmend nicken.

Ich versteh ja echt nicht, was jetzt auf einmal der ganze Film-in-3D-Quatsch soll. Und dann Fake-D mit der Info unten drunter "Auch in 2D" - so als wenn "Ja, du Steinzeitmensch darfst auch noch Altformat guggn." (Gesehen auf der Kampf-der-Titanen-Filmseite)

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Bandrix

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Die letzten beiden Potter- Teile werden schön altmodisch in 2D geschaut...falls die überhaupt so in meinem Kino laufen...
Bei "Kampf der Titanen" konnte ich nicht wählen!

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nurleben

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Fake-D ist ne Frechheit, keine Frage.

Aber warum erwähnst du in dieser Rant denn gar nicht, wie gut dir das 3D in "Drachenzähmen leicht gemacht" gefallen hat :P?

"Doch, der Film macht Spaß und kann auch in 3D empfohlen werden. Alleine der Schlusskampf lohnt die blöde Brille auf der Nase."

:D:D:D

Außerdem ist das 3D-Bild nicht unbedingt dunkler. Das Rundkino hier in Dresden nutzt im Gegensatz zu den meisten 3D-Kinos (die nur einen Projektor hochfrequent abwechselnd beide Bildkanäle projizieren lassen) zwei Projektoren, einen für das linke und einen für das rechte Auge. Das gibt ein schön helles Bild.

Aber in einem gebe ich dir recht: Der Sprung von 2D zu 3D hat bis jetzt weniger Mehrwert zu bieten als die vorherigen Technologiesprünge.

In ein paar Jahren gibt es dann hoffentlich eine eigene Bildsprache der 3D-Filme und Filme, die diese aufs beste ausschöpfen.

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kinogaengerin

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Ich sollte vielleicht doch mal die halbe Stunde Zugfahrt auf mich nehmen und ins Rundkino gehen. ;) Denn 3D bei Avatar hat mich absolut nicht überzeugt.


Batzman

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Selbst das beste Referenz-3D (also Vorführungen direkt bei den Filmlabeln und bei Presse-Events) änderte für mich bislang nichts daran, dass das Bild zu dunkel und die Farben muddiger wirkten als die 2D Fassung. How to train your dragon funktioniert hauptsächlich weil es ein guter Film ist. Der Schlusskampf hat 1-2 Momente die in 3D wirklich gut aussehen. ABER: Der Film verliert trotzdem nix, wenn man ihn in 2D sieht und weder Story noch Inszenierung profitieren großartig vom 3D. Es ist eben ein Gimmick - ich fand auch die 3D-Fassung von Bolt, Up und Coraline nett anzuschauen, aber wirklich notwendig sind sie nicht. Ich würde etwas vermissen, wenn die Filme Vollbild wären, wenn sie s/w daherkämen oder in Mono. Aber fehlende 3D ist wirklich das letzte, was meinen Filmgenuß beeinträchtigen würde.

Was die eigene Bildsprache angeht: siehe meine Antwort oben an BigH. Ich denke 60 Jahre waren eigentlich genug Zeit so eine Sprache zu entwickeln....


guggenheim

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Mag stimmen oder nicht.
Ich bin zum Glück tiefenentspannt, weswegen mir sowas am Heck vorbeizieht...

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doctorgonzo

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tiefenentspannt ist eben ein tolles Wort...


noir

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ich hoffe ja immer noch auf arthouse produktionen oder kunstfilme die den effekt RICHTIG ausnutzen, man stelle sich z.B Tony Conrads "The Flicker" in 3D vor... obwohl besser nich

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Sonse

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Der beste 3D-Film ist und bleibt für mich ein sogenannter "guter Film".
Da brauche ich nicht mal eine extra Brille um voll dabei zu sein.
Ehrlich.
Das geht.

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BigH

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Auf Fake-D (guter Terminus!) kann ich absolut verzichten, und ja, mich haben die 3D-Effekte von "Avatar" auch nicht eben vom Hocker gerissen. Aber die Tatsache, daß die Studios jetzt verstärkt auf 3D-Filme setzen (ungeachtet der unterschiedlichen Qualität der Effekte) zeigt, wie ich denke, daß die Zeit für diese Technik jetzt einfach gekommen ist. Möglicherweise wird es noch eine gewisse Zeit dauern, bis die Technik so ausgereift ist, daß man die Effekte als vollkommen natürlich wahrnimmt. Möglicherweise wird es noch lange dauern, bis ein Regisseur auf eine bahnbrechende Idee kommt, wegen der 3D unverzichtbar für seinen Film ist. Aber man sollte 3D als Stilmittel wie auch als Technik einfach noch etwas Zeit geben sich zu entwickeln. Im Augenblick ist 3D kaum mehr als eine Spielerei und eine Gelddruckmaschine für die Filmstudios, da gebe ich Batzmann durchaus Recht. Aber warten wir doch einfach mal ab, was die nächsten Jahre so bringen.
Die Studios sind im Zugzwang. Wenn die (technische) Qualität der 3D-Filme so lausig ist wie bei "Clash of the Titans", dann wird das Publikum langfristig diese neue Technik boykottieren. Also haben die Studios letztlich ein durchaus berechtigtes (wirtschaftliches) Interesse daran, ihr Publikum bei der Stange zu halten, sonst rollt der Rubel irgendwann nicht mehr. Und was die künstlerischen Aspekte der Technik anbelangt... wenn es die Hauptdarstellerin von "9 1/2 Wochen" zum Oscar bringen und ein eigentlich künstlerisch an die Wand gefahrenes Franchise um einen als Fledermaus verkleideten dunklen Rächer neu belebt werden kann, dann halte ich es nicht für unwahrscheinlich, daß wir zu unseren Lebzeiten auch noch ultimativen 3D-Film, der unsere Sehgewohnheiten für immer verändert, zu sehen bekommen. Hollywood hat schon merkwürdigeres zustande bekommen...

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BigH

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Fairnesshalber muß man aber auch sagen, daß sich die 3D-Technik grundsätzlich schon weiterentwickelt hat. Während wir uns in den Anfangstagen von 3D noch mit rot-grünen Pappbrillen herumschlagen durften, die zwar einen gewissen Effekt erzielten, gleichzeitig aber auch das Farbspektrum des Films völlig über den Jordan jagten, haben wir heute Shutter-Brillen auf der Nase, mit denen die 3D-Effekte (solange sie anständig produziert wurden) schon um einiges besser sind. Die Technik ist prinzipiell da, jetzt muß nur noch einer alles aus ihr herauskitzeln. Schauen wir uns doch mal die frühen DVDs an. Da war der Film drauf, mit viel Glück eine zweite Tonspur, womöglich noch Untertitel, die sich aus Lizenzgründen bei der englischen Tonspur nicht abschalten ließen, und als Bonusmaterial bekam man den Trailer und ein paar nicht animierte Infotafeln zu den Darstellern vorgesetzt. Heute bekommt man da für sein Geld meist erheblich mehr geboten (und wenn man lange genug wartet, kann man sich den Film nochmal und nochmal kaufen, weil eine noch besser ausgestattete Special Mega Extended Director's Cut Ultimate Edition im Steelbook herauskommt, aber das ist ein anderes Thema). Deshalb bleibe ich bei meinem Standpunkt: Jegliche Kritik an den aktuellen 3D-Filmen ist 100%ig berechtigt. Aber trotzdem bin ich sicher, daß wir, wenn wir der neuen Technik eine Chance geben sich auch und vor allem künstlerisch zu entwickeln, früher oder später von einem Meilenstein überrascht werden, der so etwas wie den Dammbruch für andere Filmschaffende darstellt. Das kann noch Jahre dauern, zugegeben, aber deswegen 3D auf alle Zeiten hinaus als Stilmittel abzuschreiben wäre meines Erachtens ein fatalter Fehler. Ich halte es da einfach mit meinem Lieblingszitat von Samuel Beckett: "Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better"...


Batzman

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Die Technik hat sich leicht weiterentwickelt. Die anaglyphen Systeme sind im Kino ja schon seit Ewigkeiten (in den 80ern) verschwunden und durch polarisierte Brillen oder Shutterbrillen ersetzt worden. Und ja mittlerweile gibt es die Rundpolarisation, die auch bei leicht geneigtem Kopf den 3D-Effekt beibehält. Aber das sind ja im Grunde eher technische Erleichterungen, die das Tragen der Brille weniger unangenehm macht. Das lässt aber immer noch 30 Jahre, die das 3D-Kino bis jetzt Zeit hatte irgendeine neue Bildsprache zu erfinden. Selbst wenn man nur die Zeit der 3D-Imax-Kinos nimmt, die es seit 1986 gibt, sind es noch 24 Jahre in denen sich das 3D-Kino hätte weiterentwickeln können... Aber verglichen mit der Entwicklung die die DVD oder sogar die Blu-ray in wesentlich kürzerer Zeit durchlaufen hat, sind die Fortschritte des 3D-Kinos doch ziemlich erbärmlich. Ich frage mich ob es wirklich möglich ist, mit diesem Format mehr anzufangen, als es bisher getan wird oder ob nicht tatsächlich schon die Fahnenstange dessen erreicht ist, was das "neue" 3D kann. Vielleicht bekommt die Technik es ja hin, dass das Bild irgendwann nicht mehr so dunkel und die Farben nicht mehr so gedämpft aussehen wie bei den derzeitig eingesetzten System, aber das ändert nichts am grundlegenden Problem: Das es keine neue Bildsprache gibt, die 3D irgendwie wirklich sinnvoll einsetzt.

Was natürlich tatsächlich auch daran liegt, das das was als 3D verkauft wird in Wirklichkeit nur ein stereoskopisches Bild ist und kein wirkliches 3D, das sich zusammen mit der Kopfhaltung des Zuschauers verändert und es beispielsweise ermöglichen würde Objekte zu enthüllen, die sich hinter anderen verstecken, wenn man den Kopf etwas hebt, senkt oder zur Seite neigt - also eben das echte 3D das wir im Alltag gewohnt sind oder von guten Hologrammen. Das Stereoskopische Sehen des heutigen "3D"-Films ist im Grunde etwas sehr unnatürliches.


moep0r

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Kaese hoch 3(D) !
Man sollte fuer das Geld lieber tolle Drehbuecher kaufen.

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Ansi

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Ich hatte nicht daran geglaubt, dass dieser Tag einmal kommen würde, aber ich kann Batzman nur zustimmen.
Es gibt in der Tat keinerlei Mehrwert, den das 3D-Feature mit sich bringt. Mehr als ein anfangs nettes Gimmick ist es absolut nicht, auch wenn die Werbeabteilungen der großen Studios ihr bestes tun, dies vorzugaukeln und damit bereits erfolgreich auf Kundenjagd gehen.
Auf Fake-D kann man auch in Zukunft getrost verzichten, da es aller höchstens trashig wirkt.

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Mikkel

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Ich habe meinen Spaß mit 3D :) Seitdem geh ich wieder häufiger ins Kino (auch 2D). Ist einfach nochmal eine neue "Dimension" (tja, wortwörtlich...) einen Film zu erleben. Wer nicht drauf steht, kann die Filme ja trotzdem in 2D gucken oder ganz drauf verzichten...

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philopee

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Kritisch wirds nur wenn in Zukunft Filme nur noch auf 3D gmacht werden würden. Aber ich hoffe da sind wir noch weit davon entfernt.


BigDi

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Der ganze kommerzielle Kram, der mit 3D verbunden ist, ist sicherlich nervtötend bis widerwärtig - aber das ist wohl bei jeder neuen technischen Entwicklugn der Fall. Und ich persönlich erlebte "Avatar" dank dem 3D-Effekt, als würde es tatsächlich vor meinen Augen geschehen, und nicht auf einer einige Meter entfernten Leinwand. Das ist für Arthouse-Dramen etc. in den meisten Fällen ziemlich irrelevant, aber für reine Unterhaltung ist es - wenn es denn vernünftig umgesetzt ist - durchaus eine Bereicherung. Und der Atmosphäre tut es auch gut.

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philopee

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Danke...

Danke.

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BigDude

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True Story!

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annaberlin

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Sehe das ganz genauso. Boykott der 3D, spart eure Euros!!!

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Jodo Kast

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Problem nur, wenn ich keine andere Wahl habe als 3D in dem Kino meiner Wahl, wenn ich den Film trotz berechtigter Kritik mal sehen will...


Marienkäfer

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Also ich habe gestern erst das 3D-Kino ausprobiert und muss sagen, es wird viel zu viel Drama darum gemacht. Ich fand die 3D-Werbung viel besser als den 3D-Film. Ich kann gut darauf verzichten, ausserdem ist es im Cinemaxx auch noch Schweineteuer. Da schaue ich mir die Filme doch lieber normal an =) Aber ich muss den Autor zustimmen, in 10 Jahren werde ich es vermutlich auch noch einmal ausprobiern.