Kampf der Titanen

Clash of the Titans (2010), US/GB
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Actionfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 08.04.2010

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4.1 Kritiker
52 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.4 Community
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von Louis Leterrier, mit Sam Worthington und Ralph Fiennes

Im Kampf der Titanen geht es um die ultimative Macht: Männer kämpfen gegen Könige, Könige gegen Götter. Selbst die Götter führen Krieg gegeneinander – und dadurch könnten sie die Welt vernichten. Perseus (Sam Worthington) ist als Gott geboren, aber als Mensch aufgewachsen. Ohnmächtig muss er erleben, wie seine Familie dem Rachegott Hades (Ralph Fiennes), dem Herrn der Unterwelt, zum Opfer fällt. Weil er nun nichts mehr zu verlieren hat, erklärt Perseus sich zu dem tollkühnen Versuch bereit, Hades zu überwinden, bevor dieser den Götterkönig Zeus (Liam Neeson) entmachtet und die Erde ins Höllenchaos stürzt. Auf gefährlichen Pfaden führt Perseus eine Gruppe unerschrockener Krieger in die verbotenen Welten. Dabei muss er sich gegen infernale Dämonen und fürchterliche Monster wehren, doch eine Chance auf Erfolg hat er nur, wenn er seine göttliche Kraft akzeptiert, der Vorsehung trotzt und sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt.

Hintergund & Infos zu Kampf der Titanen
Kampf der Titanen (OT: Clash of the Titans) ist eine Art Remake des Films Kampf der Titanen aus dem Jahr 1981 und basiert auf dem antiken Perseus-Mythos: Dem König von Argos, Akrisios, wird durch ein Orakel prophezeit, dass sein Enkel, der Sohn seiner Tochter Danae, ihm zum Verhängnis werden wird. Daher sperrt er seine Tochter streng bewacht in ein Kellerverlies, um einen Enkel zu verhindern. Zeus befruchtet sie allerdings durch Goldstaub und Perseus kommt zur Welt. Akrisios zögert beide zu töten, und setzt sie auf dem Meer aus. Beide werden an Land gespült und von einem Fischer aufgenommen.
Akrisios erfährt von ihrem Überleben und stellt Perseus die Aufgabe, ihm das Haupt der Medusa zu bringen. Jeder, der sie direkt anblickt erstarrt jedoch sofort zu Stein. Allerdings erscheint Pallas Athene und übergibt Perseus einen glänzenden Schild, in dessen Spiegelbild er Medusa gefahrlos sehen kann. So gelingt es ihm, ihr den Kopf abzutrennen.

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Cast & Crew


Kritiken (28) — Film: Kampf der Titanen

Stefan_R.: Mann beisst Film

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7.0Sehenswert

Die Neuauflage hat aus dem filmischen Vorbild all das extrahiert, was ein größtmögliches Potenzial versprach, addierte ein paar neue Faktoren und kam so in der Summe auf ein actionreiches Spektakel, das trotz seiner uralten Geschichte des neuen Jahrtausends würdig ist. Zu keinem Zeitpunkt versucht der Film, so etwas wie dramaturgische Tiefe zu heucheln, sondern verlässt sich einzig auf seine wahre Stärke: mit ein wenig Selbstironie, einer Prise modernstem Trash, viel Humor und noch mehr bildgewaltigem Krawall aufzutrumpfen, ohne sich dabei wirklich ernst zu nehmen. Kurzum: "KAMPF DER TITANEN" ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als höchst unterhaltsames Popcorn-Kino, das aus diesem Umstand überhaupt keinen Hehl macht.

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Stefan_R.

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Subtil? Wer, ich?


stuforcedyou

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Schon wieder. Stefan, du bist ne Bombe. :)


Spideragent: http://darkagent.blog.de/

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6.0Ganz gut

Das war es nun also. Das von mir langersehnte Remake des gleichnamigen Klassikers aus dem Jahre 1982 läuft enlich in den heimischen Kinos. Regie führte der französische Actionprofi Louis Leterrier, der zuvor für die ersten beiden "Transporter" Filme mit Jason Statham, "Unleashed" mit Jet Li und "The Incredible Hulk" mit Edward Norton verantwortlich war. Eine spannende Grundgeschichte, ein erfahrenes Effektteam, ein aufstrebender Regisseur, der sich beweisen will und eine illustre Schar von begabten Schauspielern. Da konnte ja eigentlich nichts schief gehen.

Schief gegangen ist dann leider doch einiges, dass ich nicht enttäuscht war liegt größtenteils rein an meiner Erwartungshaltung. Hauptproblem ist wohl - einmal abgesehen von dem wild zusammengeschusterten Drehbuch und den teilweise peinlichen Dialogen - die Art der Regie. Leterriers Werk wirkt wie das eines Teenagers, dem man die Mittel gegeben hat, den Lieblingsfilm seiner Kindheit neu verfilmen zu dürfen. Die Zutaten stimmen zwar, zu einem homogenen Ganzen verschmelzen sie jedoch kaum und teilweise wurde einfach zuviel hineingepackt, dafür ist leider zu wenig aus starken Charakteren herausgeholt worden.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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1.5Ärgerlich

Unsägliches doof-doofes CG-Remake eines ohnehin nicht sonderlich aufregenden, aber zumindest charmanten Stop-Motion-Abenteuers, das weder als solides Effektspektakel, noch halbwegs launige Bearbeitung der griechischen Mythologie durchgeht. Trotz irre peinlicher Camp-Auftritte von Ralph Fiennes und Liam Neeson gelingt es Nichtskönner und "Hulk"-Verwurster Louis Leterrier nicht einmal, hier den erhofften unfreiwilligen "Trash of the Titans" aufzufahren, weil der Film viel zu dröge und formelhaft den "Herr der Ringe"-Baukasten plündert und selbst in den unmotivierten Actionszenen endlos langweilt. Ein Film, der irgendwie völlig neben der Spur liegt und sich trotzdem vehement dagegen wehrt, einigermaßen vertrasht werden zu können. Somit wieder nur einer von vielen ermüdenden Bla-Blockbustern im Mainstream-Tief des Kinojahres 2010.

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kahaujiko

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besser hätte man es nicht ausdrücken können... die PURE wahrheit : )


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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6.0Ganz gut

[...]Die ersten Ereignisse, die das eigentliche Abenteuer in Gang setzen, bewerben sich ganz ungeniert um einen der forderen Plätze, wenn es um die Anzahl ihrer „because the plot says so“-Momente geht. Leterrier, seine drei Drehbuchautoren, aber auch einige vom Studio angeordnete Änderungen des Plots und Abweichungen vom Original (in dem Perseus mit Andromeda immerhin verheiratet ist) wuppen den Film hier teils bedrohlich nah ans belanglose Herunterbehaupten später aufzugreifender Thesen (warum sollte ein gerissener Kerl wie Hades seine Gesundheit denn bitte an die eines Geschöpfes binden, das er selbst erschaffen hat?). Irgendwie ist das Ganze aber auch so herrlich naiv und bescheuert und dabei so aufplusternd offensiv im Umgang damit, dass das alles schließlich gar nicht so schwer zu akzeptieren ist. „Kampf der Titanen“ ist, als beobachte man Kinder beim Spielen. »Ich bin unbesiegbar!« »Neee, warum?« »Eben darum!«. Und so, wie sich Kinder dann entweder in die Haare kriegen, oder das behauptete einfach akzeptieren und weitermachen, so kann man sich auch mit „Kampf der Titanen“ auseinandersetzen und arrangieren[...]

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Khitos: Kälte Reich

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5.5Geht so

[...] Weiterhin lob ich den Film besonders wegen seiner doch sehr ansehnlichen Aufnahmen. Die Kamera fängt viele schöne Bilder ein, die, zwar vielen anderen Filmen ähnelnd, aber dennoch einfach gern anzusehen sind. Wenn ich so den Text verfasse, merke ich selbst, dass der Film mir in punkto Bewertung doch mehr gefiel, als ich ihm eigentlich zurechnen wollte. Die Makel sind natürlich vorhanden. Besonders stört mich, wenn man noch kleine Liebesgeschichten oder Andeutungen derer einbringt, die einfach unnötig sind. Des Weiteren ist natürlich das Skript besonders schlecht ausgefallen, was den Handlungsverlauf beeinträchtigt und auch die Dialoge, die nicht von den besten Poeten stammen. Das macht aber nichts. Louis Terrier hat wieder einmal einen unterhaltsamen Film geschaffen, der für sich gesehen unterhalten kann, mit einigen eye candys versehen ist (Gemma, Kaya und Alexa Davalos als Andromeda) und wer wirklich nicht gleich aus dem Kino flieht, nur, weil Zeus so verdammt schön grell und ungewollt komisch leuchtet, dem kann ich den Film empfehlen. Anderen, aber auch.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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0.5Schmerzhaft

"Kampf der Titanen" ist spaß- wie hirnloses Schrei-Haudrauf-Remmidemmi-Monsterchen-Doof-Kintopp. Schmeckt wie abgestandenes Hokuspokus-Popcorn, ist völlig überflüssig.

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MlleChipie

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teils würde ich sagen!
paar SFX cool, wie der Mantel von Hardes, aber leider ist es zu offensichtlich: alles vor Greenbox mit 3d hintergrund, es wirkt vom Bild herunrealistisch.
meiner meinung nach nicht sehenswert!


Marco31

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Monumentaler Fantasyfilm mit magischen Kreaturen und atemberaubenden Actionsequenzen, der dank interessanter Figuren und einer solide entwickelte Dramaturgie gut unterhält. Störend wirkt allerdings die nachträgliche Umgestaltung auf 3D; was man aber auf DVD nicht mehr so zu spüren bekommt, angesichts fehlender Tiefenschärfe verpufften die räumlichen Effekte im Kino trotzdem sehr. Alles in allem ein gutes Remake eines 80èr Jahre Fantasieposes.


Julio Sacchi: Das Manifest

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6.0Ganz gut

Flacher Monsterspaß mit recht ansprechend inszenierten Krawallszenen, der allerdings mit seinen Figuren zwischen den Fights so gut wie gar nichts anzufangen weiß. Was man als 12jähriger noch mit großen Augen weggesteckt hätte, stößt einem doch heute säuerlich auf: Die altgedienten Schauspielgrößen Neeson (als matschig geblurte Discokugel Zeus) und Fiennes (sieht aus wie ein würdelos gealterter Krautrocker mit Goth-Allüren) in einem gnadenlos tuntigen Olymp rumalbern zu sehen, sorgt für ungläubige Erheiterung. Gemma Arterton sieht ganz süß aus in ihren braunen Stiefeln, kommt als debil glotzende Geisterfrau Io aber genauso trutschig rüber wie im letzten Bond. Mehr Tante Tutti als Aterton geht im Moment im Kino nicht. Worthington ist wieder mal okay, aber der Retter in der Not ist Mads Mikkelsen, der mit der richtigen Mischung aus Distanz und Leidenschaft genau den richtigen Ton trifft. Wer nicht blinzelt, kriegt sogar Elizabeth McGovern zu sehen. Letztlich entspricht der Film den Erwartungen, die man an ihn stellen konnte, und macht nicht durchgängig, aber mitunter durchaus Laune. Die 3D Effekte sind größtenteils eher zweidimensional und lange Strecken über praktisch nicht vorhanden.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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4.0Uninteressant

[...]Dies alles wäre allerdings nicht weiter schlimm, gelänge es „Kampf der Titanen“ den Zuschauer zu fesseln. Dass Leterrier hier scheitert, liegt nicht zuletzt auch in der unmotivierten Aneinanderreihung von Actionszenen begründet, die für die Handlung nicht relevant sind, auch nicht relevant sein wollen, sondern mehr oder wenig auch für sich alleine stehen könnten. Riesenskorpione, grausame Hexen, die Medusa, sowie am Ende der Kraken – für all diese fiesen Ungeheuer gilt: Sieht ganz nett aus (mal mehr und mal weniger), ist ab und an spannend (mal mehr und mal weniger), und dann ist es auch schon wieder vorbei. Nebenbei darf Perseus noch ein wenig ob seiner göttlichen Herkunft schmollen, die wohlmeinenden Geschenke von Zeus ablehnen, und am Ende auf dem geflügelten Pegasus mit der Frau seiner Träume in den Sonnenuntergang reiten, äh fliegen. Wie aufregend. Im Grunde macht „Kampf der Titanen“ also meistens falsch, was man falsch machen kann. Das vorhandene Potential der Geschichte wird nicht ausgeschöpft, die Effekte sind bei weitem nicht immer State of the Art, noch dazu holt man zu wenig aus den vorhandenen Darstellern raus. Letztlich, und das ist die Quintessenz der Chose ist der Trailer zu „Kampf der Titanen“ der bessere Film geworden, versprach dieser doch immerhin krachende Sandalen-Rock’n’roll-Action vom Feinsten. Der Film jedoch ist nicht mehr als ein provinzielles Musikantenstadl in Toga und Sandalen. Warum dann also nicht gleich Florian Silbereisen als Hermes den Götterboten besetzen?

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Xander8112: at the movies

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4.0Uninteressant

[...] denn zu großen Teilen ist er ganz einfach spannungsbefreit. Zudem nimmt er sich einfach viel ernster, als es ihm gut tut und die Schauspieler haben diese Berufsbezeichnung nicht immer wirklich verdient. Alles in allem also: Auch wenn ich dem Remake positiv und mit heruntergeschraubten Erwartungen gegenüberstand, so wurde ich dann doch noch ein klein wenig enttäuscht. Und, davon einmal abgesehen, erinnerten mich die Djinn dann doch zu sehr an Briegel den Busch, und das geht gar nicht.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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3.0Schwach

Schon das Original war kein Meilenstein. Die jetzt startende Neuverfilmung von "Kampf der Titanen" (u. a. mit "Avatar"-Star Sam Worthington) ist leider genauso seelenlos und präsentiert uns einmal mehr das ganze Arsenal der aktuellen Tricktechnologie. Eigentlich gibt es nur eine gute Szene. Da sucht Perseus in einem Waffenarsenal nach brauchbarem Kampfgerät - und zieht die mechanische Eule aus dem Originalfilm aus der Truhe. "Was ist das?", fragt er verwundert. "Lass liegen", lautet die Antwort. So geht es neumodischen Spielereien: Sie sind morgen schon der Plunder von gestern. Auch "Kampf der Titanen '10" wird dieses Los ereilen.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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3.5Schwach

Der neue "Kampf der Titanen", ab morgen im Kino, weiß eigentlich nichts so genau. Er stellt seine Bit & Byte-Monster zur Schau, hastet ziellos von einer Action-Sequenz zur anderen. Er klemmt seine illustren Schauspieler - von Ralph Fiennes bis Liam Neeson - in die Zwischenräume, gibt ihnen aber nicht wirklich etwas zu tun. Er wurde kurz vor Kinostart auf 3D getrimmt, obwohl ursprünglich gar nicht als dreidimensionaler Film konzipiert. Er ist sozusagen der Rückschritt vor dem Fortschritt.

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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

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4.5Uninteressant

Wenn man nur mit etwas mehr Sinn für freiwillige Komik, mit inszenatorischem und dramaturgischem Geschick an die Sache herangegangen wäre. Nicht, dass man sich am Fundus der antiken Götter- und Heldensagen nicht auch freier bedienen dürfte. Im Fall von "Kampf der Titanen" wirkt der Umgang mit Handlungsversatzstücken und Figuren aus der griechischen Mythologie (Stichwort: Perseus-Mythos) aber ebenso beliebig wie leicht planlos.

Dies ist typisch für den ganzen Film, der nicht nur das große Spezialeffekt-Finale mit einem gefürchteten Seeungeheuer ("The Kraken!") vergeigt. In den Actionsequenzen wird vor allem aufs (Schnitt-)Tempo gedrückt - sonst lässt sich, abgesehen vom Score von Ramin Jawadi, kein Wille zu spezifischen kreativen Überlegungen erkennen. Dass man hinter der 3-D-Brille immer noch einen merklichen Helligkeitsverlust in Kauf nehmen muss, trägt zur Übersicht in den kitschigen Panoramen nicht bei.

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Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...

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5.0Geht so

Die Reise zu den einzelnen Stationen ist routiniert mit typischem Kumpelhumor und plötzlich aus dem Nichts auftauchenden Gefahren gespickt. Zwar ist – dank moderner Animationstechnik – einiges größer, bedrohlicher und wirkt natürlich auch realer als in dem von Ray Harryhausen liebevoll produzierten und mit Spezialeffekten versehenen Vorgänger; dennoch begeht der Film zunächst nicht die Fehler anderer Großproduktionen vergleichbarer Couleur, die sich ganz auf den Zauber der digitalen Kreaturen verlassen und darüber das filmische Erzählhandwerk vergessen. Die Actionszenen sind wohl gesetzt, und obwohl durchaus schnell geschnitten, kumulieren sie nicht in übersteigerter Hektik. Die Ausstattung, zwischen kahl und düster schwankend, sorgt für ein atmosphärisch stimmiges Tableau. Unnütz und überflüssig hingegen wirkt die 3D-Technik, die dem Film nachträglich aufgezwungen wurde. Ursprünglich nicht für diese Technik konzipiert und produziert, verpuffen die Effekte fast wirkungslos, was an der bei den Dreharbeiten nicht berücksichtigten Tiefenschärfe liegt. Ein Übel, das „Kampf der Titanen“ mit anderen 3D-Großproduktionen teilt. Nötig war das sicher nicht, denn auch ohne 3D-Effekte wäre dieses mit Schauwerten gespickte Spektakel überaus unterhaltsam.

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José Garcia: Textezumfilm

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1.0Ärgerlich

„Kampf der Titanen“ scheitert nicht nur am unübersichtlichen Drehbuch von Travis Beacham, Phil Hay und Matt Manfredi, das dem „Helden“ darüber hinaus kaum Entwicklungspotential bietet. Auch das ständige Abkupfern von anderen Filmen (von „Star Wars“ über „Die Mumie“ und „Der Herr der Ringe“ bis „The Dark Knight“) könnte verziehen werden, wenn diese „Zitate“ in die Handlung sinnvoll integriert wären. Regisseur Louis Leterrier erleidet indes Schiffbruch ausgerechnet in seinem ureigenen Terrain, den visuellen Effekten. So sind die Kampfszenen so schnell geschnitten, dass der Zuschauer teilweise überhaupt keine Chance hat zu erkennen, was nun auf der Leinwand geschieht. Die computeranimierten Monster wirken darüber hinaus so unecht, der lichtdurchflutete Olymp mit seinem Wolkengrund und seinen auf Säulen thronenden Göttern so unfassbar albern, dass man an eine Persiflage denken könnte, würde sich der Film selbst nicht so ernst nehmen. Die teils „mystisch“ angehauchte, teils einfach bombastische Musik trägt ebenfalls zum missglückten Eindruck bei. Überdies wirken die nachträglich eingebauten 3D-Effekte aufgesetzt und überflüssig, so dass im Gegensatz etwa zu „Avatar“ keine echte Tiefenwirkung entsteht.

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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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6.5Ganz gut

[...] Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht für Fans dieses Films. Die gute ist, daß das 2010-Remake eine Verbesserung des Originals von 1981 ist. Die schlechte ist nun, daß der Grad der Verbesserung unbedeutend ist. Vieles, was an dem Remake dieser Auslegung der griechischen Mythologie aufgewertet wurde, geht durch eine der schlechtesten 3D-Effektgabe verloren.
[...]

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Kyle Smith: New York Post Kyle Smith: New York Post

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7.0Sehenswert

[...]
"Kampf der Titanen" erweist sich als ein stürmisches Action-Abenteuer nach alter Schule. Es ist speziell für Kids gemacht, mit genau sovielen mythischen Kreaturen wie in einem Jahr in Hogwarts, sowie einer gesunden Dosis Totschlag ohne die wahnsinnige Mordlust wie in "300". Die Dritte Dimension tut nichts zur Sache, spar dir die 5 Kröten, und schau es in 2D.
[...]

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D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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0.0Hassfilm

"Kampf der Titanen" fungiert als gute Fallstudie über das, was mit der Hollywood-Blockbuster-Mentalität falsch läuft. Der Film ist nicht mal ein großes Zugunglück, das würde nämlich im Gedächtnis bleiben.
[...]
In der Mitte des Films nahm ich meine 3D-Brille ab, und obwohl das Bild verschwommener schien, war der Film nun fesselnder für mich.
[...]

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Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

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6.5Ganz gut

[...]
Solide Teamarbeit [...] macht den "Kampf" zu einem Popcorn-Movie, der zu den alten Fantasy-Epen zurückreicht, und in die digitale Filmzukunft weist, in welcher es das Wort "undenkbar" nicht mehr länger gibt.
[...]

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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1.5Ärgerlich

[...]
Als die Randalen zwischen den zornigen Göttern und den sterblichen Soldaten endlich beginnen, kommt da doch das große Gähnen - ebenso viel wie im Rest des Films. Dieses Möchtegern-Epos überreizt die Nerven [...] und ist nicht mal zeitweilig spannend.
[...]

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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2.5Ärgerlich

[...] Die Actionszenen geraten völlig durcheinander [...], nicht wird in aussagekräftige Sequenzen unterteilt. An diesen Film wird man sich später nicht erinnern.

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Alle Kritiken (28)


Kommentare (265) — Film: Kampf der Titanen

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BAD.B.

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Bewertung3.0Schwach

Gute Effekte, die Story naja ist sicherlich nicht neu,das ist das einzige was man so über den Film sagen kann. Er wird nach 30 min. sowieso langweilig und das ganze "sterben und dann wieder leben" geht einem auch bald auf den Sack ! Der Film ist auch nichts für einen Filmabend da er alles nur nicht spannend ist. Eigentlich ist dieser Film eher Zeitverschwendung als Unterhaltung !!

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Oliver0403

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Film, der wieder mal nur so vor Special Effects strotz. Aber das Ergebnis ist garnicht mal so schlecht. Und die Besetzung mit Liam Neeson, Sam Worthington und Ralph Fiennes ist auch gut geworden.

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Stewie23

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Bewertung1.0Ärgerlich

Warner Bros setzt Franchise komplett in den Sand Teil 143.

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GabbaGandalf

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Bewertung4.0Uninteressant

Erwartungen haushoch untertroffen. Computeranimiert bis ins geht nicht mehr und trockene Story.

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DonTino90

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Bewertung6.5Ganz gut

Netter Film, den ich mir nach dem Trailer gar nicht ansehen wollte, es jetzt getan hab und dank der Action ihm eine 6,5 gebe. Die Griechische Mythologie finde ich interessant, aber kam leider einfach zu Kurz.
Von den ganzen Göttern an ihrer Tafelrunde kam ja keiner außer Apollo?(Weiß nichtmehr die sahen ja eh alle gleich aus und glitzerten wie Zeus/Edward) zur Sprache.
Trotzdem ganz gut und ich werde mir den nächsten auch zu Gemüte führen

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marcowski

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Bewertung3.0Schwach

Aufwendige Optik und großspurige Action aber leider ohne jegliches Gespür für mythologische Sagen - Liam Neeson als Zeus ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

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Impeesa

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ziemliche Mogelpackung, nicht ein Titan war zu sehen und der Dschinn hat da gar nichts verloren. Dafür gab's Liam Neeson und Ralph Fiennes.

Was meine Bewertung jedoch so weit runtergezogen hat, war meine Empörung darüber, was für ein egoistisches Arschloch Perseus doch war: Mag ja sein, dass er Probleme hat, mag auch sein, dass er sich von seiner göttlichen Abstammung distanzieren mag, jedoch hätte ich vom Held des Films etwas mehr Teamgeist erwartet, sodass er seine Kameraden eben nicht in den immer härter werdenden Kämpfen verrecken lässt, weil er sich zu fein ist, die Waffen zu benutzen, die ihm die Götter in die Hand gelegt haben und mit denen er seine Feinde binnen Sekunden hätte niederstrecken können.

Der blanke Hohn ist jedoch, dass er, als alle seine Mitstreiter aus obigen Gründen verschieden waren und ihm niemand mehr zusieht, dann doch zu den Götterwaffen greift, den Tag rettet und zum Helden wird.

An Stelle der Steinfiguren und Skorpionsexkremente, die ungesund viel Toleranz für seine Komplexe aufgebracht haben, wäre ich ziemlich angepisst.

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Dschadie

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Bewertung6.5Ganz gut

fand ihn gar nicht sooo übel, bin aber auch ohne erwartungen an das ganze ran gegangen.

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CJ1203

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Bewertung3.0Schwach

Von seinen optischen Qualitäten abgesehen, besitzt "Kampf der Titanen" weder Tiefgang noch Symbolkraft. Es ist der Ausverkauf der griechischen Mythologie, der hier geboten wird, eine Vermischung diverser "Heldentaten" aus dem Leben des Perseus'.
Sam Worthington spielt das lächerlich anmutende Abbild eines griechischen Helden, der nicht ganz zu wissen scheint, wie ihm geschieht. Seine Wandlung vom Fischerjungen zum übermenschlichen Halbgott ist bestenfalls daran zu erkennen, dass er sich in der zweiten Hälfte des Filmes zumindest etwas gesprächiger zeigt.

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Sgt. Cortez

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Bewertung5.5Geht so

Es ist schon interessant, wie konsequent dieser Film jegliche tiefergehenden Charaktere vermeidet. Von den ganzen tollen Gefährten des Perseus bleibt einem nicht ein Name hängen. Als man gewillt ist, sie näher kennenzulernen, erschlägt die Medusa 7auf einen Streich. Da bleiben dann nur noch die Typen mit den Äxten übrig. Okay, für die Äxte habe ich dem Film ein paar Punkte geben. Der Rest ist für die Effekte und Liam Neeson.
Auch die Götter bleiben bis auf Hades und Zeus gänzlich namen- und sprachlos.
Rückblickend bleibt einem aber auch echt wenig von dem Film hängen. Warum kämpfen die nochmal gegen die Skorpione? Wer sind diese Wüstentypen eigentlich? Wer ist dieser Verrückte da? Wen interessiert es, wenn Andromeda drauf geht, sie sagt eh' nur zwei Sätze in dem Film.
Fragen über Fragen, die den Filmemachern leider wohl recht egal waren. Kurzweiliges Popcornkino.

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Lester Burnham

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Sandalenfilm zwischen Fantasy-Edeltrash und griechischem Mythologiemärchen. Dass es hier mehr auf Optik und Effekte ankommt als auf eine clever ausgearbeitete Story oder tiefgründige Figuren, wird schon in den ersten Minuten klar, als die Zeus-Statue in Schutt und Asche gelegt wird. Es wirkt insgesamt so, als seien die Action-Szenen einfach nur simpel hintereinander gereiht worden. Logische Verknüpfungen sucht man weitestgehend vergeblich. Der Kampf gegen die Riesenskorpione ist vorbei, gut, dann geht's gegen Medusa. Das hat zwar wenig mit Geschichten erzählen zu tun, ist aber ungemein unterhaltsam. Ich für meinen Geschmack war jedenfalls beeindruckt, als sich die Skorpione aus dem Sand gegraben haben oder der Kraken am Ende dem Wasser entstiegen ist. Und ich hatte meinen Spaß, immer wenn Perseus und Konsorten ihr Schwert in die Hand genommen und zum Kampfe aufgerufen haben. Gestaunt habe ich auch - ob so toll fotografierter Landschaften, Szenenbilder, Masken (die Hexen und der Fährmann!) und Kostüme. Dass man letztlich das Gehirn auf Autopilot schalten kann, hat mich weniger gestört. Selbst wenn ich mir ein etwas längeres Finale gewünscht hätte und die Götter doch arg trashig dahergekommen sind (gerade Zeus!), hat mir der Film im Endeffekt einfach Spaß gemacht! Und darauf kommt es doch an.

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GRooGGer

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Endlich habe ich die Bezeichnung für verkorkste Hollywood Produktionen gefunden -> Edeltrash


Filmkenner77

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Bewertung2.5Ärgerlich

Was habe ich diesen Film geliebt und wie liebe ich ihn noch: Große Stars wie Laurence Olivier, Maggie Smith oder Claire Bloom, herrliche, liebevoll gestaltete Tricks, reichlich Atmosphäre und Ideen, Spannung und tolle Monster. Ein Film, eigentlich für das Jahr 1981, aus der Zeit gefallen. Als ich den Film damals als Kind sah, beeindruckte mich die Stop-Motion-Technik eines Ray Harryhausen, dessen Karriere als Meister dieser Technik mit “Kampf der Titanen“ zu Ende ging. Mit wie viel Enthusiasmus musste jemand am Werk sein, der mit solchem Aufwand Monster ohne die heute in solchen Produktionen üblichen Computer erschuf? Noch heute halte ich "Kampf der Titanen" für einen der Höhepunkte und Referenzbeispiele für gelungene Stop-Motion-Technik. Spätestens mit Beginn des CGI-Zeitalters (Das Geheimnis des verborgenen Tempels 1985) ist diese Technik aber ein Relikt aus der Vergangenheit und kommt heute nur noch in einigen Animationsfilmen zum Tragen. "Kampf der Titanen" wirkte 1981 wie ein verspäteter Nachzügler von Filmen wie "Sindbads siebente Reise" (1958) oder "Jason und die Argonauten" (1963) und optisch wähnt man sich tatsächlich in einem Film aus den 60er Jahren. Man folgte dem ungewollten Helden Perseus auf seiner Odyssee zu finstersten, geheimnisvollsten Orten der griechischen Mythologie. Wenngleich natürlich auch das Original stark vereinfacht oder gar verfälscht und sicherlich nicht ohne Schwächen ist, so merkt der Zuschauer doch in jeder Phase, dass dort ein Film mit sprichwörtlichem Herzblut gemacht wurde.
Und hier nun folgt der Übergang zum gleichnamigen Werk, dem so genannten Remake, von 2010. Die einzige Liebe, die man hier verspürt, ist die Liebe zum schnöden Mammon, was alleine durch die Tatsache einer nachträglichen, vollkommen misslungenen 3D-Konvertierung dokumentiert wird, die hier nicht weiter behandelt werden soll. Viel mehr interessiere ich mich für die Figurenzeichnung und die Story. Nun ja, interessieren ist vielleicht ein wenig zu viel des Guten, denn interessieren kann man sich ja eigentlich nur für etwas, was tatsächlich vorhanden ist. Beginnen wir mit einem Beispiel für die Figurenzeichnung anhand von Calibos. Im Original ist Calibos der „Herr des Moores“, der durch einen Fluch schrecklich entstellt wurde und Prinzessin Andromeda, seiner ehemaligen Verlobten, das Glück durch immer neue tödliche Rätsel für ihre zahlreichen Verehrer verwehrt. Im Remake wird aus König Akrisios, der im Original nur zu Beginn einen Kurzauftritt hat, der gehörnte Calibos. Zeus verführte einst seine Frau, woraufhin Akrisios seine Frau und den neugeborenen Halbgott Perseus auf dem Meer aussetzte und schließlich von den Göttern für seine Tat mit Entstellung bestraft wurde. Während im Original eine beinahe tragische Figur geschaffen wurde, die ausgestoßen von der menschlichen Gemeinschaft in den Tiefen des Moores ihr trauriges Dasein fristet, wird die Geschichte des Calibos im Remake in ein oder zwei Szenen abgehandelt. Danach hat dieser noch zwei unspektakuläre Auftritte, trägt aber zum Fortlauf der Handlung im Gegensatz zum Original nichts bei. Somit verkommt eine der wichtigsten Figuren des Originals zu einer enttäuschenden Randfigur ohne echte Funktion. Natürlich kann man jetzt insistieren, dass man keine 1:1 Neuverfilmung wollte, aber leider muss ich darauf erwidern, dass die Neuerungen gegenüber dem Original allesamt total misslungen sind und die Dinge, die man aus dem Original übernommen hat, schlecht kopiert wurden. Zu den Neuerungen: Was zum Teufel soll ein schwarzer Pegasus? Ist dies eine sinnstiftende Neuerung? Wenn nein, warum dann diese Änderung? Die Jinns, nichtmenschliche Wüstenmagier, sind eine weitere Neuerung, die eigentlich nicht Not tut. Warum man sie in die Story eingefügt hat, bleibt ein Rätsel.
Die Reise führt Perseus zu den stygischen Hexen. Im Original wird eine herrlich skurril-gruselige Atmosphäre bei den Menschen fressenden, blinden Schwestern entfacht, im Remake ist das Ganze belanglos am Rande zur Lächerlichkeit. Schließlich der Höhepunkt der Films: Die Fahrt auf dem Styx in die Unterwelt zur Höhle der Medusa und der anschließende Kampf gegen die Gorgone. Ein Highlight in der Schaffensphase von Harryhausen ist die Gestaltung der Medusa. Die Minuten im Tempel der Medusa zählen zweifellos zu den eindrucksvollsten und spannendsten des 81er-Originals. Im Remake legte man auf das schreckliche Äußere der Gorgone keinen großen Wert und projizierte einfach das Gesicht eines Calvin-Klein-Modells auf den Körper der Medusa. Das Ergebnis ist schlichtweg erbärmlich. Der Höhepunkt des Films verkommt zu einer viel zu hektisch geschnittenen Effektorgie ohne jegliche Spannung. Im Original entschied man sich gegen diese Dynamik heuchelnde Maßnahme und setzte auf betonte Langsamkeit, die jedoch dazu führte, dass sich Atmosphäre und Spannung auf den Punkt genau entwickeln konnten. Der Kampf gegen das Seeungeheuer reiht sich nahtlos in das enttäuschende Machwerk ein. Tricktechnisch mag dies alles in Ordnung sein (wobei das Monster eine gewisse Ähnlichkeit mit einem der Monster aus „Warlords of Atlantis“ aufweist -Kenner dieses Films werden wissen, was ich meine), aber auch hier scheint der Regisseur nach der Devise zu handeln: „Wenn ich den Film deutlich unter zwei Stunden Lauflänge halte, wird mir ein Bonus gewährt." Alles in diesem Werk wirkt lieblos aneinandergeklatscht. Die Übergänge sind teilweise miserabel, die Figuren an Oberflächlichkeit kaum noch zu überbieten. Keiner einzigen Figur wird Raum für Entfaltung gegeben. Die großen Momente der Story werden nicht ausgekostet, sondern in 08/15 Manier abgehandelt, als ob Perseus zum Abendessen wieder pünktlich daheim sein müsste.
Zu den Stars: Liam Neeson hat als Zeus wenig Screentime, macht aber noch das Beste aus der flachen Rolle. Ralph Finnes als Hades, nun ja, eine Rolle, die es im Original nicht gab und die eigentlich verzichtbar ist. Aber Finnes wird wohl mehr auf den Scheck denn auf die Rolle geschaut haben, die nicht viel hergibt. Sam Worthington ist hoffentlich ein besserer Schauspieler als er hier zu zeigen im Stande ist. Sein Perseus bleibt wie alle anderen Protagonisten blass und ohne jedes Charisma.
Zum Schluss noch ein Wort zum Regisseur: Wer auf die Idee gekommen ist, den Dilettanten Louis Leterrier für ein Remake von „Kampf der Titanen“ zu verpflichten, muss schon sehr verzweifelt oder ahnungslos gewesen sein. Seine „eindruckvolle“ Vita umfasst Filme wie „Transporter 1+2“, die aber auch keinerlei Berührungspunkte mit diesem Genre und der Art, wie man solche Filme dreht, besitzen. Die Hektik dieser Filme, im modernen Actiongenre vielleicht angemessen, überträgt er 1:1 auf einen monumentalen Fantasyfilm. Damit beweist Leterrier, dass er weder ein Gespür für Stoffe noch für Timing besitzt. Und da Jonathan Liebesman diese Fähigkeiten auch nicht sein Eigen nennt, darf bei der in diesen Tagen anlaufenden Fortsetzung „Zorn der Titanen“ davon ausgegangen werden, dass sich dieser in seiner Machart kaum grundlegend von „Kampf der Titanen“ unterscheiden wird. Warum man etwa einem Wolfgang Petersen, der sich in den Genres auskennt, nicht mit der Regie beauftragt hat, bleibt ein Rätsel. Vermutlich war durch das befürchtete Effektgewitter das Budget für einen anständigen Regisseur ziemlich knapp bemessen, so dass man sich vor dem Büro umschauen musste, welcher arbeitslose Regisseur gerade vorbeikam.
Letztlich bleibt „Kampf der Titanen“ ein Paradebeispiel für einen vollkommen missglückten Blockbuster, der vielleicht tricktechnisch und ausstattungsmäßig halbwegs zu überzeugen vermag und mit einigen großen Stars aufwarten kann, aber im Grunde Hollywoodkino der schlimmsten Sorte darstellt. Sinnfrei, seelenlos, flach und schlichtweg eine Schändung des großartigen Originals. Der Film spielte das Vierfache seiner Produktionskosten von 125 Millionen Dollar ein. Viele Fans werden damals enttäuscht das Kino verlassen haben, denn der Stoff gibt viel mehr her, als Leterrier aus diesem Machwerk herausholt. Auf den Punkt gebracht: Das Original setzte zumindest rudimentär auf Charakterzeichnung. Mit wenig Geld realisierte man mit Liebe zum Detail und zum Medium Film gute Ideen. Das Remake schuf mit viel Geld mehr oder minder gute, aber vollkommen uncharmante Special-Effects. Somit ist das einzige Monster in „Kampf der Titanen“ ein seelenloses, nämlich der Film selbst.

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kleinkeks

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Kompliment, Deine Rezension bringt es wirklich genau auf den Punkt, warum der Film so ein Reinfall war...


Filmkenner77

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Danke dir. Ich fand ihn gerade so enttäuschend, weil mich das Original vor allem als Kind so begeistert hat.


Jeff Lebowski

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Bewertung0.0Hassfilm

Ich rufe hiermit offiziel dazu auf, diesen Film totzuhaten!!!

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Rukus

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Vergiss dabei nur nicht, dass zu viele Köche den Brei verderben können. ;)

Ich für meinen Teil mag die Antike auch sehr. Mythologie ist toll, ob nun griechisch-römisch, nordisch, keltisch ... Ich mag auch einige "alternative" Umsetzungen (ich sag nur Xena *g*), aber Krampf der Titanen ist schon ziemlich nah am Bodensatz. Es ist aber noch Luft nach unten. *gg*


styx.canomo

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aber auch nur noch ein hauch


Agentin Erdbeere

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Bewertung0.0Hassfilm

Einfach nur furchtbar! Was machen Schauspieler wie Mads Mikkelsen und Liam Neeson in so einem Film?

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Mr. Pink

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Geld verdienen.


Agentin Erdbeere

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Na klar. Aber das war eine rhetorische Frage;-)


Actlight

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Bewertung7.0Sehenswert

Diese Story als Grundgedanken finde ich wirklich sehr gut. Die Special-Effects waren auch schön anzuschauen.
Leider muss ich denMeisten hier recht geben. Die Story war sehr flach. Man hätte mehr daraus machen können und auch müssen. Heutzutage sind 3 Stunden Filme ja schon fast normal. Hätten sie den Film eine Stunde länger gemacht und dafür die Grundstory noch etwas ausgebaut, da bin ich mir sicher, der Film wäre eingeschlagen wie eine Bombe.

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dufagbold

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die handlung gibts auch bei super mario


Actlight

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Ich muss zugeben, ich wusste nicht einmal, dass es ein Original gibt. Dann sollte ich mir dieses mal anschauen, bevor ich mir ein weiteres Urteil bilde. ;-)
Wegen der Story meinte ich im Übrigen, dass solche Geschichten über Götter oder andere übermächtige Wesen immer sehr spannend sind und mit guter Umsetzung auch immer wieder eine Augenweide sein können.


freakualizer

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kein Interesse

Ich musste immer wieder umschalten...

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Filmkenner77

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Glückwunsch, dass du das noch konntest. Ich verfiel in Schockstarre und konnte nicht glauben, was ich da sah. ;-)


freakualizer

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LOl- ich wollte es nicht glauben und konnte wohl dank dessen freien Geistes den Kanal wechseln ^^


Janus_Kopf

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Bewertung3.0Schwach

Wohl eher Krampf der Titanen...

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Spielberg_Fan

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Bewertung4.5Uninteressant

„Kampf der Titanen“ ist in technischer Hinsicht einwandfreies Popcorn-Kino, welches kurzweilig unterhält und auch mit relativ guten Spezial Effekten aufwarten kann. Zieht man aber das liebevoll gestaltete Original zum Vergleich heran, so muss man dieser schlecht in 3D-konvertierten Neuauflage einiges abschlagen. Die Charaktere sind furchtbar platt gehalten, die Aufbau der Geschichte verläuft nach dem typisch modernen Blockbuster-Prinzip – schnell alles abhandeln, damit mehr Platz für Effekte bleibt – und die Dialoge sind teilweise kaum zu ertragen. Da wäre es wahrscheinlich in der Unterwelt noch angenehmer. Auch Blockbuster-Kino kann sich Zeit für eine Geschichte lassen und trotzdem noch für genügend Action und Effekten sorgen.

Erwartungsgemäß darf man also von „Kampf der Titanen“ nicht viel erwarten, außer ein nettes Effektfeuerwerk, welches wie schon gesagt, technisch sehenswert ist, aber in seinem gesamten Aufbau plumpes modernes Mainstream-Kino ist, welches die Figuren der griechischen Sage nicht zu schätzen weiß.

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regiseurin

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Bewertung5.5Geht so

Naja also da gefiel mir ja das schweigsame Original besser. Wo war die süße Roboter- Eule ?? Der Höllenhund?? Hmm die haben, so scheint es mir ein wenig ausgelassen. Der einzige Grund wieso er nicht unter 5,0 Punkte geht is der wunderschöne Pegasus. Aber bitte, wieso zum teufel ist er schwarz?!? Sie hätten auch statt einem Friesen einen Lippizaner nehmen können, der ist genauso prachtvoll. Und das Seeungeheuer im Original war auch besser!

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agynessa

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Bewertung6.0Ganz gut

Eigentlich bin ich ja jetzt nicht unbedingt ein Freak von Fantasy Filmen, aber die Effekte sind doch schon sehr ansehnlich. Bei der Story muss man wahrscheinlich eher schmunzeln, Naja und Männer in Röcken sehen irgendwie auch albern aus. Jedenfalls wurden meine Augen nicht komplett beleidigt und eingeschlafen bin ich auch nicht, das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen.

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