Horse and Wagon

Wir schauen Homeland - Staffel 3, Folge 9

Homeland
© Showtime
Homeland

Homeland hat nun endgültig die gewohnten Erzählpfade verlassen, um auf schnell voranschreitenden Autobahnen zu brausen. Während die einen den wiedergefundenen Fokus mit Sicherheit begrüßen, werden sich die anderen nach einer plausiblen Story umsehen, die nun endgültig in ungreifbare Ferne gerückt ist. Dennoch weist die neunte Folge der dritten Staffel enorm starke Charaktermomente auf, wenn nicht vielleicht sogar den stärksten der gesamten Staffel bisher. Horse and Wagon führt fort, was in der letzten Episode an Überraschungen auf uns lauerte. Brody (Damian Lewis) ist wieder da und wird nach völliger Passivität auch sogleich zu einem elementaren Storyelement rekrutiert. Das Brody-Carrie-Saul-Dreieck ist wieder intakt und verspricht einen spannenden Balanceakt zwischen Angewöhnung und Aufeinanderprallen der drei Figuren in den Folgeepisoden.

Was passiert: Carrie (Claire Danes) erwacht nach dem Attentat von Quinn (Rupert Friend) im Krankenhaus und dem Baby geht’s gut. Der baldige CIA-Chef Lockhart (Tracy Letts) stattet ihr sogleich einen Besuch ab und versucht, ihr Informationen zu entlocken. „I’m in pain killers, i can barely understand anything you are saying“, kontert sie mit einem Grinser. Jedoch macht sie große Augen, als der Senator sie fragt, was der amtierende CIA-Boss Saul Berenson (Mandy Patinkin) denn die letzten Tage in Caracas gemacht hätte. Sie weiß es nicht, aber sie kann es erahnen. Später erfährt Saul, dass Miras Ex-Freund für Lockhart diese Info über seinen kleinen Trip zum Tower of David auf illegale Weise erspitzelt hat. Doch anstatt die zukünftige Amtsübernahme von Lockhart zu verhindern, will Saul, um den Ruf von seiner Frau und der CIA zu wahren, bloß noch etwas mehr Zeit für seinen aktuellen Plan. Lockhart gewährt sie ihm, ohne mit der Wimper zu zucken.

Auf der anderen Seite der Gemütslage kämpft der zurückgebrachte Brody um sein Überleben. Während Carrie also die Schmerztabletten verabreicht bekommt, ist Brody auf Entzug und könnte dringend welche benötigen. Einer illegalen Droge sei Dank, bringt Saul ihn zumindest körperlich in kürzester Zeit auf Vordermann. Denn Saul hat Großes vor mit ihm. Alleine kann er Brody jedoch nicht davon überzeugen, bei seinem ausgeklügelten Play mitzuspielen. Da muss Carrie her, die zur Zeit bloß nicht so gut auf Saul zu sprechen ist. „What did you do to him?“, fragt sie den Bärtigen. Mit „You know the assumptions behind that questions are so misguide it frightens me“, spricht Saul aus, was wir denken. Doch mit der Darlegung seines Plans, kann Saul Carrie dann doch auf seine Seite ziehen.

Er will ihn an der iranischen Grenze auszusetzen. Von dort aus muss sich dieser als angeblicher Attentäter von Langley seinen Weg zu den mächtigsten Männern des Landes durchkämpfen, um einen davon zu ermorden. Sauls kürzlich dort platzierter, alter „Freund“ und nun Informant Javadi (Shaun Toub) soll dann in dessen Position nachrücken, um friedliche Verhandlungen zwischen den USA und Iran zu ermöglichen.

Die Präsenz von Carrie alleine reicht Brody jedoch nicht, um seinen Lebenswillen wiederzufinden. So verspricht Carrie ihm, mit seiner Tochter Dana (Morgan Saylor) sprechen zu können, was sie letzten Endes einhält. Auch wenn sie damit wieder einmal die gesamte Operation gefährdet. Zwar verläuft das Wiedersehen nicht so, wie sich der Vater das vorgestellt hat, sorgt bei uns aber für Gänsehaut. Und am Ende ist auch bei Brody die Motivation wieder hoch, diese ganze Selbstmord-Mission zu überleben.

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moviepilot Team
sciencefiction Andrea Wöger
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