alviesinger
alviesinger aus Frankfurt am main heißt Arne Hübner, ist 34 Jahre alt. Er hat sich Sun, 22 Apr 2007 19:39:20 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 2950 Filme bewertet und legendäre 766 Kommentare geschrieben. alviesinger ist Kritiker für bummelkino und hat unter anderem Es geschah in einer Nacht als Lieblingsfilm. Mehr
| Name | Arne Hübner |
|---|---|
| Alter | 34 |
| Stadt | Frankfurt am Main |
| Geschlecht | männlich |
| Schreibt sonst für | bummelkino |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Joaquin Phoenix, Alan Alda, Kang Ho-Song, Edward Norton, Toshiro Mifune, William Powell, Robert De Niro, Meryl Streep, Lino Ventura, Christopher Walken, Zach Galifianakis, Laura Linney, Peter Sellers, Kirsten Dunst, James Cagney, Bette Davis, Joel Kinnaman, Benedict Cumberbatch, Tom Wilkinson, William H. Macy, Daniel Auteuil, Liev Schreiber, Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley, Tony Leung, Bruce Campbell, Marlon Brando, Tetsuya Watari, Jeff Bridges, Paul Giamatti, Andy Lau, Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Alain Delon |
| Meine Lieblingsregisseure: | Woody Allen, Martin Scorsese, Joon-Ho Bong, Susanne Bier, Paul Thomas Anderson, Sergio Leone, Hans-Christian Schmid, Ridley Scott, Joel Coen, Todd Solondz, Orson Welles, Wes Anderson, John Schlesinger, Fatih Akin |
Sie lieben sich, sie streiten sich, sie trennen sich, sie lieben sich… Diese gewollt abgeklärt und aufgesetzt realistische Neo-Romcom bemüht sich um Abstand zum romantischen Kitsch-Kino á la Nora Ephron und Richard Curtis. Regisseur Lee Toland Krieger präsentiert zwei Joga-Mittdreißiger aus Los Angeles mit Nerdbrille, die ständig fluffige Indie-Mucke hören und nicht miteinander können aber auch…
Sie lieben sich, sie streiten sich, sie trennen sich, sie lieben sich… Diese gewollt abgeklärt und aufgesetzt realistische Neo-Romcom bemüht sich um Abstand zum romantischen Kitsch-Kino á la Nora Ephron und Richard Curtis. Regisseur Lee Toland Krieger präsentiert zwei Joga-Mittdreißiger aus Los Angeles mit Nerdbrille, die ständig fluffige Indie-Mucke hören und nicht miteinander können aber auch nicht voneinander getrennt sein wollen. Das Problem: Dieser wehleidige Krampf will krampfhaft anders sein, nicht als Fließbandromanze abgestempelt werden und gerät trotzem weder witzig noch berührend. Denn das Drehbuch von Rashida Jones und Will McCormack ist immens schwach. Die simple Rechnung: 2 Schauspieler schreiben 1 Skript geht nicht auf. Dabei sind Jones und ihr Schauspielpartner Andy Samberg eigentlich brillante Komödianten und grundsympatische Typen. In „Celeste & Jessy“ beweisen sie jedoch das Gegenteil. Dieser beliebige Käse über episch coole Yuppies von der Westküste und deren 2.0-Hipster-Szene ist eine enttäuschende Dümpel-Romanze, die uns Normalsterbliche in ihrer schlichten Einfältigkeit schlichtweg zermürbt. Dann doch lieber zum x-ten Mal "Annie Hall" schauen.
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Mensch, war das langweilig! Jason Statham rächt sich bei seinen Ex-Arbeitskollegen und schäkert mit Jennifer Lopez. Fast zwei Stunden lang verfolgt der Kinogänger die lahmarschige Hatz, die im schönen Palm Beach endet. Völlig lieblos und scheinbar uninteressiert hat der Routinier Taylor Hackford („Ein Offizier und Gentleman“, „Ray“) diesen Möchtergern-Thriller auf – vielleicht unbewusst – altbacken…
Mensch, war das langweilig! Jason Statham rächt sich bei seinen Ex-Arbeitskollegen und schäkert mit Jennifer Lopez. Fast zwei Stunden lang verfolgt der Kinogänger die lahmarschige Hatz, die im schönen Palm Beach endet. Völlig lieblos und scheinbar uninteressiert hat der Routinier Taylor Hackford („Ein Offizier und Gentleman“, „Ray“) diesen Möchtergern-Thriller auf – vielleicht unbewusst – altbacken getrimmt. Inklusive nerviger Rückblenden. Was anfangs nostalgisch anmutet und 80er Jahre-Feeling versprüht, verkommt zu einem drögen Action-Schnarcher, der zudem mit Jason Statham absolut fehlbesetzt ist. Seine Figur soll ein charmanter, wenn auch raubeiniger Macho sein. Das kann Statham nicht. Er funktioniert vielleicht bestens als Stallones stichwortgebender Sidekick oder als wortkarger Dauerprügler mit Sixpack in diversen Video-Weltpremieren. Wenn er aber allein den Film zu tragen hat, der hier sogar – anders als in anderen seiner Filme üblich – eine Art Handlung bietet und seine Figur eine gewisse Ambivalenz aufweist, dann wird es für den netten Kerl richtig schwer. Und Hilfe bekommt der überforderte Hauptdarsteller auch nicht. Denn die Produzenten stellen Statham auch noch die hysterische Tanzmaus Jennifer Lopez an die Seite. Und so herrscht leider sehr oft gemütliche Laientheater-Stimmung. Besonders übel: Selbst der mittlerweile ziemlich abgehalfterte Nick Nolte, der in „Parker“ ab und an durchs Bild schlurft, hier fast schon mitleiderregend fertig aussieht, und mit Statham wenige Zeilen wechseln darf, spielt das an Minenspiel leider begrenzte Muskelpaket immer noch an die Wand. Und am Rande für alle Action-Geier: Wenige Szenen, brutal und blutig. Kurz gesagt: „Parker“, das war nix.
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Wir kennen noch alle die Bilder der schrecklichen Tsunami-Katastrophe aus dem Jahr 2004. Neun Jahre später kommt nun Juan Antonio Bayona („Das Waisenhaus“) mit der cineastischen Aufarbeitung daher. Erzählt wird die berührende Geschichte einer Familie, die den Natur-Terror hautnah miterlebte. Und dieses Bio-Drama wird nach gewohnten Maßstäben chronologisch abgearbeitet: Urlaubsparadies wird genossen,…
Wir kennen noch alle die Bilder der schrecklichen Tsunami-Katastrophe aus dem Jahr 2004. Neun Jahre später kommt nun Juan Antonio Bayona („Das Waisenhaus“) mit der cineastischen Aufarbeitung daher. Erzählt wird die berührende Geschichte einer Familie, die den Natur-Terror hautnah miterlebte. Und dieses Bio-Drama wird nach gewohnten Maßstäben chronologisch abgearbeitet: Urlaubsparadies wird genossen, Flutwelle kommt, das Paradies wird zur Hölle, die Familie zerrissen - findet sie auch wieder zusammen? „The Impossible“ ist mitunter ergreifend und bedrückend aber auch überaus zwiespältig. Das viele Leid, die Not, die Toten, die Kranken. Der Kinogänger verkommt zum Gefühlsspanner, die Tragödie zur Emotionsmaschine. Das ist zwar alles mit dem nötigen Respekt inszeniert, viele Überlebende der Tragödie dürfen als Statisten fungieren. Der Kinogänger bekommt die Bilder, die man aus den Nachrichtensendungen kennt noch einmal serviert - aber diesmal nicht so doof grobkörnig und darüber hinaus noch mit einer persönlichen Geschichte. Also, ich brauche das nicht. Die Thematik ist schrecklich, macht betroffen und ruft eigentlich nach einem stillen Dokumentarfilm, nicht nach 30 Millionen Dollar teurem Betroffenheitskino mit Superstars wie Ewan McGregor, Naomi Watts, süßen Kinderdarstellern und lärmenden Sound-Effekten.
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Das ist schön gruselig. Das ist nostalgisch. Das hat Herz. Das Merkwürdige daran? Der Film „Frankenweenie“ stammt von Tim Burton. Dem mittlerweile zum Goth-Fließbandfilmer verdammten Regisseur. Er kann es also noch. Wie Burton hier dem Genre huldigt, ist vorbildhaft. Die Animationen dienen der Geschichte, sehen schnieke aus und verkommen endlich einmal nicht nicht zum Selbstzweck. Die 50-Jahre-Utopia-Welt,…
Das ist schön gruselig. Das ist nostalgisch. Das hat Herz. Das Merkwürdige daran? Der Film „Frankenweenie“ stammt von Tim Burton. Dem mittlerweile zum Goth-Fließbandfilmer verdammten Regisseur. Er kann es also noch. Wie Burton hier dem Genre huldigt, ist vorbildhaft. Die Animationen dienen der Geschichte, sehen schnieke aus und verkommen endlich einmal nicht nicht zum Selbstzweck. Die 50-Jahre-Utopia-Welt, das "Twlight Zone“-Gefühl – alles sehr stimmig. Dann schäkert Burton noch mit den Motiven der Aufklärung inklusive Hexenjagd, bietet genügend Insider-Gags, die noch nicht ausgelutscht sind, zitiert Filmgeschichte und gruselt die Kinogänger auf sehr liebevolle Weise. Und einen epischeren – wenn auch sehr kurzen – Monster-Clash gab es seit Jahren nicht mehr auf der großen Leinwand zu sehen. So lässt sich schlussfolgern: Burton, verzichte einfach öfter auf den ollen Schmink-Depp und schon gelingen dir wieder wunderschöne Kleinode, die jedes Fan-Herz höher schlagen lassen. Überraschung gelungen. Außerdem will ich jetzt auch so einen duften Hund wie Sparky!
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Zwölf Jahre nach „Cast Away“ setzt Robert Zemeckis wieder auf echte Schauspieler und widmet sich mit John Gatins doch recht klapprigem Drehbuch dem persönlichen Drama eines amerikanischen Antihelden. Bei „Flight“ sollten Kinogänger wissen, dass hier die große Denzel Washington-Show gefeiert wird. Das Hoffen und Bangen mit dem ewig strauchelnden Protagonisten und die Schuldfrage in einem korrupten…
Zwölf Jahre nach „Cast Away“ setzt Robert Zemeckis wieder auf echte Schauspieler und widmet sich mit John Gatins doch recht klapprigem Drehbuch dem persönlichen Drama eines amerikanischen Antihelden. Bei „Flight“ sollten Kinogänger wissen, dass hier die große Denzel Washington-Show gefeiert wird. Das Hoffen und Bangen mit dem ewig strauchelnden Protagonisten und die Schuldfrage in einem korrupten System werden thematisiert. Am Ende geht es um banale Grundfragen nach wie Verantwortung oder Verleugnung – Ethik im ganz großen Hollywood-Gewand. Ob man dafür aber über zwei Stunden benötigt, bleibt offen. Denn Zemeckis liefert Routine-Ware. Der Altmeister inszeniert einfallslos, Emotionen werden mit den Greatest Hits der Rolling Stones erzeugt, die durchaus berechenbare Dramatik wirkt sehr geleckt. Auch das gewollt ambivalente Verhältnis zwischen Washington und dem Kinozuschauer will nicht so 100-prozentig gelingen. Bis der Film seine wahre Geschichte gefunden hat, dauert es ewig, unnötige Haken werden geschlagen. „Flight“ schielt schamlos auf die Oscars, bietet hervorragend gespieltes Hochglanz-Kino, kann als Gesamtpaket weder packen, noch fesseln. Für einen großartigen Regisseur wie Robert Zemeckis ist „Flight“ eine doch recht dürftige Nummer geworden, die nie richtig abhebt, sondern am Ende regelrecht abstürzt.
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Mark Tonderais Film wildert ordentlich bei Alfred Hitchcock. Die Geschichte des „Terminator 3“-Regisseurs, Jonathan Mostow, presst eine erfolgreiche Produktion des Altmeisters aus den 1960er Jahren in einen zeitgemäßen Rahmen um zahlungswillige Teenager ins Kino zu locken. Die Thriller-Hausmannskost mit Horroranleihen – erwähnenswert ist der Schuss „Carrie“ - wird dazu noch äußerst gewagt in eine…
Mark Tonderais Film wildert ordentlich bei Alfred Hitchcock. Die Geschichte des „Terminator 3“-Regisseurs, Jonathan Mostow, presst eine erfolgreiche Produktion des Altmeisters aus den 1960er Jahren in einen zeitgemäßen Rahmen um zahlungswillige Teenager ins Kino zu locken. Die Thriller-Hausmannskost mit Horroranleihen – erwähnenswert ist der Schuss „Carrie“ - wird dazu noch äußerst gewagt in eine wildromantischen Romanze im schmierigen „Twilight“-Gewand gehüllt. Selbstverständlich dürfen in dieser blutarmen Mär auch die üblichen Wachrüttel-Schockmomente – größtenteils durch nerviges Lautstärke-Aufdrehen erzeugt – nicht fehlen. Dieser nette, kurzweilige, doppelbödige Thrill eignet sich bestens für Heranwachsende, die vom Spannungskino des Altmeisters namens Hitchcock noch nie etwas gehört haben. Bis auf den etwas bräsigen Run-And-Hide-Showdown ist „House At The End Of The Street“ ein anständiger Low-Budget-Thriller – für Genre-Fans empfehlenswert. Das ist sicherlich nur eine Kinorandnotiz, die schnell vergessen ist aber eins zeigt: Die wandelbare Jennifer Lawrence macht sich auch als Scream-Queen gut.
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Die erste Enttäuschung des neuen Kinojahres! Suggerierte der zweifelsohne geniale Trailer noch ein dramatisches Bombast-Drama, versinkt die international fragwürdigerweise abgefeierte rührselige Romanze in voller Länge alsbald in schlichter Nüchternheit. Regisseur und Autor Jaques Audiard hat mit „Der wilde Schlag meines Herzens“ und „Der Prophet“ bisher Großartiges geleistet. Doch sein aktuelles…
Die erste Enttäuschung des neuen Kinojahres! Suggerierte der zweifelsohne geniale Trailer noch ein dramatisches Bombast-Drama, versinkt die international fragwürdigerweise abgefeierte rührselige Romanze in voller Länge alsbald in schlichter Nüchternheit. Regisseur und Autor Jaques Audiard hat mit „Der wilde Schlag meines Herzens“ und „Der Prophet“ bisher Großartiges geleistet. Doch sein aktuelles Werk mit einer arg konstruierten Geschichte fällt hinten ab. Audiard verzichtet diesmal auf triefende Emotionen und inszeniert schnörkel- wie auch weitgehend gefühllos. Damit tut er seiner Schmalspurgeschichte über einen körperlichen Krüppel und einen Gefühlskrüppel beileibe keinen Gefallen. Beim Zuschauer kommt zu keiner Zeit Mitgefühl noch Interesse an den Figuren auf. Die Leiden der Liebenden wirken aufgesetzt – auch das routinierte Spiel von Marion Cotillard und des recht properen Matthias Schoenaerts richten da wenig aus. Audiards linearische Verliererballade ist nicht der erwartete cineastische Schlag in die Magengrube á la „Schmetterling und Taucherglocke“, sondern bietet blöderweise nur zwei Stunden lang mittelmäßiges Gefühlskino voll aufgeblasener Dramatik.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten
Trimalchio Thu, 10 Jan 2013 22:23:40 -0000
Antwort löschen"Beim Zuschauer kommt zu keiner Zeit Mitgefühl noch Interesse an den Figuren auf." Das liest sich in 90% der Kritiken deutlich anders, weswegen die Allgemeingültigkeit hier fehl am Platze ist.
lieber_tee Thu, 10 Jan 2013 22:30:26 -0000
Antwort löschenHab den Film nicht gesehen aber in alvies Formulierung sehe ich keine Allgemeingültigkeit sondern eine subjektive Sichtweise, da Film-Kritik grundsätzlich persönlich ist.
Da muss nicht noch extra die Ich-Formulierung benutzt werden...
Tekl Sat, 02 Feb 2013 00:48:38 -0000
Antwort löschenJeder Äußerung ist subjektiv, aber die Formulierung "Beim Zuschauer" entfernt sich schon stark von der Subjektiven Ansicht. Für mich klingt das auch sehr verallgemeinert. Ergänzt wird es ja noch mit der Formulierung "zu keiner Zeit", die Trimaichios Einwand bekräftigt. Den Vogel schießt die Rezension aus meiner Sicht aber mit dem Einwurf "recht proper" ab. Wozu soll das gut sein?
lieber_tee Tue, 05 Feb 2013 19:39:49 -0000
Antwort löschenKann mich nur wiederholen, da ich die Formulierung "Beim Zuschauer" oder "zu keiner Zeit" üblich in Filmrezensionen finde. Es ist offensichtlich subjektiv, klar, soll ja auch so sein. Zu dem "propperen" Einwand kann sich alvie äußern...
Tekl Tue, 05 Feb 2013 22:51:27 -0000
Antwort löschenDas ist ja nicht nur bei Rezis üblich, dieser undifferenzierte Sprachgebrauch und die Pauschalisierung ist weit verbreitet, Mario Barth füllt sogar Stadien damit. Das macht's für mich nicht besser, die Missverständnisse sind ja dennoch da, siehe Sexismusdebatte.
lieber_tee Fri, 08 Feb 2013 15:00:43 -0000
Antwort löschenDa habe ich gerade den Eindruck das du viele Äpfel und Birnen mit Gemüse zusammen packst..:).
Tekl Tue, 12 Feb 2013 08:19:43 -0000
Antwort löschenDie Vergleiche bezogen sich alleine auf den Sprachgebrauch und sollten keine Verbindung zum Inhalt oder zum Rezensenten herstellen.
Endlich der neue David O. Russell! So muss das neue Jahr starten. Mit „Silver Linings“ zeigt einer der talentiertesten US-Regisseure der Gegenwart ein Moralwerk über Verständnis, Hoffnung und die Liebe. Diese lebensbejahende Stück Kino ist eine tragikomische Mischung aus Russells Frühwerk „Flirting with Disaster“ und dem nicht leicht verdaulichen „I Heart Huckabees“ (mit dem ich mich bis heute schwer…
Endlich der neue David O. Russell! So muss das neue Jahr starten. Mit „Silver Linings“ zeigt einer der talentiertesten US-Regisseure der Gegenwart ein Moralwerk über Verständnis, Hoffnung und die Liebe. Diese lebensbejahende Stück Kino ist eine tragikomische Mischung aus Russells Frühwerk „Flirting with Disaster“ und dem nicht leicht verdaulichen „I Heart Huckabees“ (mit dem ich mich bis heute schwer tue). Wir tummeln uns einmal mehr in dem typisch Russellschen Mikrokosmos: Der Filmemacher katapultiert uns in ein schäbig-schönes Philadelphia voller Menschen aus der immer kleiner werdenden Mittelschicht, die mit Zwangsneurosen, bipolaren Störungen und weiteren seelischen Defekten im krisengeschüttelten Amerika der Gegenwart ihr Leben angehen. In der ungewöhnlichen Liebesromanze spielt Bradley Cooper souverän, Jennifer Lawrence macht auf coole Schnute (steht ihr gut) und Chris Tucker gibt sich auch mal wieder die Ehre. Ihn außerhalb des unerträglichen „Rush Hour“-Kindergartens zu sehen, kann nur gutgeheißen werden. Auch wenn „Silver Linings“ an manchen Stellen etwas überdreht wirkt, ist das Werk stets ehrlich und herzlich, bleibt herrlich unromantisch. Das Wohlfühl-Kino á la Russell ist im Vergleich zu all den gleichgeschalteten Romcom-Ergüssen der vergangenen Jahre eine emotionale Achterbahnfahrt. Gerade die intensiven Zusammenbrüche des Protagonisten sind wundervoll inszeniert und gelingen dank musikalischer Led Zeppelin-Ausbrüche bedrohlich, zeigen die fragile Verfassung der Figur auf hervorragende Weise. Großartig. In „Silver Linings“ ist jeder ein Stück weit abgefuckt. Und trotzdem ist der Kram neben all dem Geschrei, Gekloppe und Nervenzusammenbrüche schön gefühlsduselig. Einfach ein unverlogenes Filmvergnügen. Und einen heulenden(!) Robert De Niro gibt’s auch noch zu bestaunen.
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Und wieder einmal ist eine Göre besessen! Regisseur Ole Bornedal erzählt eine berechenbare Mär, die angeblich auf wahren Begebenheiten basiert. Der Kinogänger verfolgt den schablonenhaften Verlauf dieser auf kühl getrimmten Verwurstung von „Der Exorzist“, „Poltergeist“ und „Die Körperfresser kommen“. Bis darauf, dass der Besessen-Krempel mit einem jüdischem Aberglauben daherkommt, geizt dieser kalte…
Und wieder einmal ist eine Göre besessen! Regisseur Ole Bornedal erzählt eine berechenbare Mär, die angeblich auf wahren Begebenheiten basiert. Der Kinogänger verfolgt den schablonenhaften Verlauf dieser auf kühl getrimmten Verwurstung von „Der Exorzist“, „Poltergeist“ und „Die Körperfresser kommen“. Bis darauf, dass der Besessen-Krempel mit einem jüdischem Aberglauben daherkommt, geizt dieser kalte Kaffee von der Horror-Theke mit Originalität. Auch hier werden Türen zugeschlagen, es wird böse geflüstert, leere Kinderaugen glotzen einen böse an. Blut fließt aber nicht. Denn an einer gewinnträchtigen Altersfreigabe war der Verleiher sehr wohl interessiert. Und so heißt es einmal mehr: Jähzornige Blagen in tristen Häusern, ein drittklassiger Cast stolpert durch diesen schlichten Low-Budget-Grusler. „Possession“ ist neues(?) Halloween-Futter, schnell vergessen und dürfte in dem Meer von nichtssagenden Gruselproduktionen blitzschnell untergehen. Das Fatale: Verantwortlich fürs Drehbuch ist Juliet Snowden, eine Knalltüte von Autorin, die bereits mit „The Knowing“ bewies, wie man einen Film kaum blöder auflösen kann, ist gut im Geschäft. Die Dame hat bereits das Skript für das unsägliche „Poltergeist“-Remake verzapft. Da dürfte etwas ganz Schlimmes auf die Horror-Gemeinde zukommen.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Flibbo Thu, 08 Nov 2012 20:32:52 -0000
Antwort löschenOkay, damit hat sich das dann natürlich erledigt. Warum dachte ich eigentlich, der Film wird was Überdurchschnittliches? Muss wohl eine überdurchschnittlich überzeugende Marketingkampagne gewesen sein.
PrettyPenny Sat, 24 Nov 2012 08:07:23 -0000
Antwort löschenIch muss dir vollkommen zustimmen, obwohl ich sagen muss, dass der Trailer schon einige Vorahnungen in mir geweckt hat.
Affenpranke Sun, 05 May 2013 13:46:11 -0000
Antwort löschenDa bist du aber mit deinen 4 Punkten sehr großzügig gewesen.
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SamRamJam Sun, 17 Mar 2013 08:39:44 -0000
Huhu,
bin durch deine "The American" Kritik auf dich gestossen, mag deine Schreibstil, und würde dich gerne in meinem Dashboard lesen. Freunde?
Arakune Tue, 19 Feb 2013 22:04:09 -0000
Weil ich Dich in Zukunft gerne öfter in meinem Dashboard lesen würde...
Flibbo Sat, 29 Sep 2012 00:05:50 -0000
Wow, warum hasst du „Lohn der Angst“? Gerade gesehen und für gut befunden. Dafür finde ich „Hesher“ auch nur unwesentlich besser als du.
Memduman Sun, 16 Sep 2012 23:07:41 -0000
Lese viele deiner Kritiken wirklich gerne, haben nicht selten etwas horizonterweiterndes! Würde mich freuen die Kritiken aufm Dashboard weiterhin mitzuverfolgen :)
Commentator Wed, 01 Feb 2012 14:07:26 -0000
Ach übrigens, Infernal Affairs war hammermäßig. Danke für die Empfehlung.
Commentator Mon, 09 Jan 2012 10:45:05 -0000
Hab mir jetzt Internal Affairs besorgt. Wehe, der ist nicht gut. ^^
patcharisma Mon, 02 Jan 2012 21:52:35 -0000
Dear Mr. Alvesinger...
Wünsche Ihnen ein grosses 2012 full of bliss - let's sing and chant!
Herzlichst aus der Schweiz, Patrick
lieber_tee Sat, 24 Sep 2011 21:59:02 -0000
Hallo alviesinger,
mag Deine Rezensionen und die "Bummelkino" - Seite. Schick Dir mal eine Freundschaftsanfrage.
fkfilmkritik Tue, 23 Aug 2011 23:29:58 -0000
Hallo.
82 % sind doch mal sehr gut. Deine Kritiken sind wirklich toll. Helfen dabei sich für den ein oder anderen Kinobesuch zu entscheiden. Dabei auch nicht immer so streng objektiv.
Grüße. :)
JimiHendrix Tue, 16 Aug 2011 19:09:40 -0000
Ich stolpere auch recht häufig über deine Kritiken, welche doch tatsächlich ganz lesbar sind^^
Deswegen folgt jetzt auf den Punkt eine Anfrage , ich hoffe du hast Verwendung dafür.
frankfurter Grüße,
Jimi
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Arne Hübner ist Kritiker für bummelkino.
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