alviesinger
alviesinger aus Frankfurt am main heißt Arne Hübner, ist 33 Jahre alt. Er hat sich 2007/04/22 21:39:20 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 2873 Filme bewertet und legendäre 736 Kommentare geschrieben. alviesinger ist Kritiker für bummelkino und hat unter anderem Es geschah in einer Nacht als Lieblingsfilm. Mehr
| Name | Arne Hübner |
|---|---|
| Alter | 33 |
| Stadt | Frankfurt am Main |
| Geschlecht | männlich |
| Schreibt sonst für | bummelkino |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Joaquin Phoenix, Alan Alda, Kang Ho-Song, Edward Norton, Toshiro Mifune, William Powell, Robert De Niro, Meryl Streep, Lino Ventura, Christopher Walken, Zach Galifianakis, Laura Linney, Peter Sellers, Kirsten Dunst, James Cagney, Bette Davis, Joel Kinnaman, Benedict Cumberbatch, Tom Wilkinson, William H. Macy, Daniel Auteuil, Liev Schreiber, Leonardo DiCaprio, Ben Kingsley, Tony Leung, Bruce Campbell, Marlon Brando, Tetsuya Watari, Jeff Bridges, Paul Giamatti, Andy Lau, Philip Seymour Hoffman, Catherine Keener, Alain Delon |
| Meine Lieblingsregisseure: | Woody Allen, Martin Scorsese, Joon-Ho Bong, Susanne Bier, Paul Thomas Anderson, Sergio Leone, Hans-Christian Schmid, Ridley Scott, Joel Coen, Ole Bornedal, Todd Solondz, Orson Welles, Wes Anderson, John Schlesinger, Fatih Akin |
Zettl
alviesinger 2.0 "Ärgerlich" 2012/01/28 22:02:38
Ohne jegliches Gespür für hintersinnigen Humor, Timing oder Charme holzhammert sich der „Kir Royal“-Macher Helmut Dietl durch sein wahrlich idiotisches Hauptstadt-Happening voll Politfilz und Boulevard-Presse. „Zettl“ ist eine gewollt groteske aber rundum misslungene Medien-Satire über eklige Promis, Lustgreise und notgeile TV-Stars – Dietl kennt sie alle, zeigt die Welt der unmoralischen…
Ohne jegliches Gespür für hintersinnigen Humor, Timing oder Charme holzhammert sich der „Kir Royal“-Macher Helmut Dietl durch sein wahrlich idiotisches Hauptstadt-Happening voll Politfilz und Boulevard-Presse. „Zettl“ ist eine gewollt groteske aber rundum misslungene Medien-Satire über eklige Promis, Lustgreise und notgeile TV-Stars – Dietl kennt sie alle, zeigt die Welt der unmoralischen Politprominenz ungeschminkt. Das ist ganz großes Nicht-Kino. Denn dieses furchtbar überdrehte Berlin-Schmierentheater ist eine Dauerfolter für den Zuschauer: Dietls Star-Ensemble kaspert andauernd herum, serviert fiesen Altherren-Humor, hilflos verfolgt der Zuschauer die abstruse Dummbeutelgeschichte – von Dietl und Co-Autor Benjamin von Stuckrad-Barre verbrochen. Hauptdarsteller Bully Herbig ist überfordert, hatte aber am Set wohl auch keine Freiheiten, darf deshalb nur als stotterndes Schimmerlos-Surrogat dümmliche Wortspiele absondern. Obendrein schraubt das schreibende Duo auch noch eine deplatzierte Nebenhandlung in das wirklich grausame Skript. Dietl und Stuckrad-Barre versuchen darin krampfhaft eine Verbindung zur alten Baby Schimmerlos-Serie herzustellen. In der völlig von der Gesamtgeschichte losgelösten Storyline trauern eine sichtlich gelangweilte Senta Berger und Froschhals Dieter Hildebrandt als Anti-Liebespaar den alten Zeiten hinterher. Der Zuschauer tut übrigens das Gleiche. Das ist deutsches Star-Kino zum Abgewöhnen. Eine ganz miese Nummer.
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sikkmeidack 2012/01/29 18:52:08
Antwort löschenGeh, der Baby Schimmerlos. Das waren noch Zeiten. (eigentlich nicht)
The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten
alviesinger 5.5 "Geht so" 2012/01/27 22:16:14
Gentleman Clooney als überforderter Papa im Paradies. Alexander Paynes „The Descendants“ ist ein grimmiges Plätscher-Drama mit ausbaufähigem Witz. Dafür ist die blanke Zurschaustellung der Gefühle so richtig schön menschlich, so brav und bietet so schöne Bilder! Payne ist arg bemüht die schönen Urlaubsbilderlandschaften ständig mit alltäglichem Leid zu konfrontieren, er will das Paradies…
Gentleman Clooney als überforderter Papa im Paradies. Alexander Paynes „The Descendants“ ist ein grimmiges Plätscher-Drama mit ausbaufähigem Witz. Dafür ist die blanke Zurschaustellung der Gefühle so richtig schön menschlich, so brav und bietet so schöne Bilder! Payne ist arg bemüht die schönen Urlaubsbilderlandschaften ständig mit alltäglichem Leid zu konfrontieren, er will das Paradies krampfhaft entzaubern und rüttelt an unserem Nervenkleid. Leider läuft der Produktionsmotor in diesem Ukulelen-Ungemach nicht rund, kommt mehrmals ins Stottern und säuft am Ende dank kräftigen Tränendrückens ab. Das Üble an „The Descendants“: Das Schicksal der Figuren berührt nicht, ohne Anteilnahme blickt man auf das Treiben in diesem trüben Streifen. So ist die vielfach gefeierte Tragikomödie („mitten aus dem Leben“ sagt die Floskelfee) ein Werk ohne viel Tiefgang aber mit einer äußerst trägen Dramaturgie und einem nimmermüden melancholischen Grundton - eine ziemlich sichere Nummer für Payne, der sich hier auch nicht davor scheut schmierige Seifenoper-Untiefen abzugrasen.
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Drive
alviesinger 6.5 "Ganz gut" 2012/01/24 22:03:20
Wow! Der Einstieg ist atemberaubend, die Bilderflut fasziniert, der Score wummert sich in dein Herz. Das ist zwar nur banale Action aber in ungewohnter Weise minimalistisch und unfassbar ergreifend, spannend. So hätte Anton Corbijn mal „The American“ inszenieren sollen. Es folgen Killerdialoge, eine schwermütige Romanze erblüht. Ganz toll! Und nach einer Stunde wechselt der Däne Nicolas…
Wow! Der Einstieg ist atemberaubend, die Bilderflut fasziniert, der Score wummert sich in dein Herz. Das ist zwar nur banale Action aber in ungewohnter Weise minimalistisch und unfassbar ergreifend, spannend. So hätte Anton Corbijn mal „The American“ inszenieren sollen. Es folgen Killerdialoge, eine schwermütige Romanze erblüht. Ganz toll! Und nach einer Stunde wechselt der Däne Nicolas Winding Refn plötzlich den Kurs, die Begeisterung schwindet. Der launische L.A.-Blues verwandelt sich in eine unpassende ultrabrutale Nummer, Winding Refn macht aus seinem blassen Helden einen doofen Racheengel, der irre, in stilisierter Zeitlupe und in fast schon koreanischen Ausmaßen losmetzeln darf, zwischendurch treudoof und scheinbar nachdenklich an und in alten Karren herumlungert und dann wieder für das Gute mordet. Die sowieso schon kaum existente Geschichte schrumpft weiter, der positive Eindruck lässt nach. Die bedrohlich-schönen Momente werden durch die grobschlächtige und sich dahin schleppende Inszenierung der zweiten Hälfte fast gänzlich aus der Erinnerung radiert. Am Ende bleibt ein aufgeblasener Neo-Noir-Thriller mit dicker Style-Schicht, der dank des famosen Soundtracks, einigen wirklich grandiosen Szenen und dem routinierten Spiel der Schauspieler, dann doch nur recht annehmbar geworden ist.
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Jack und Jill
alviesinger 2.0 "Ärgerlich" 2012/01/22 22:52:26
Was für ein unfähiger Unsinn! Adam Sandler haftet bekanntlich ein schlechter Ruf an. Dabei hat der Mann in seiner Produktionsvita so manchen unterhaltsamen Blödsinn zu bieten – siehe „The Wedding Singer“, „Happy Gilmore“ oder „50 First Dates“. Sein aktueller Krampf „Jack und Jill“ ist aber bei weitem das Übelste aus der Happy Madison-Schmiede, ein wahr gewordener Comedy-Albtraum…
Was für ein unfähiger Unsinn! Adam Sandler haftet bekanntlich ein schlechter Ruf an. Dabei hat der Mann in seiner Produktionsvita so manchen unterhaltsamen Blödsinn zu bieten – siehe „The Wedding Singer“, „Happy Gilmore“ oder „50 First Dates“. Sein aktueller Krampf „Jack und Jill“ ist aber bei weitem das Übelste aus der Happy Madison-Schmiede, ein wahr gewordener Comedy-Albtraum. In diesem unterirdischen Trauerspiel irren der feiste Sandler als tollpatschiger Crossdresser mit schlechter Perücke und schriller Stimme, die unfähige Katie Holmes als hilflose und dabei fast schon wieder überforderte Stichwortgeberin und ein sonnenverbrannter Pacino, der scheinbar bereits unter Demenz leidet oder durch illegales Glücksspiel zu diesem filmischen Verbrechen gezwungen wurde, über die Leinwand. Spaß hat bei diesem unerträglichen Anti-Unterhaltungsfilm niemand. Sandler beim Geldzählen scheinbar schon. Der Film ist also der erwartete Totalausfall, den man beim besten Willen nicht schönreden kann und der garantiert keinen Spaß macht. Sorry, aber das ist weder Trash noch Dada oder Prollhumor. Das ist einfach nicht gut, nicht gekonnt, schlichtweg überflüssiger Müll.
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The Artist
alviesinger 5.0 "Geht so" 2012/01/21 21:13:03
Ein netter Kniff, in der Tat. Michel Hazanavicius dreht einen Stummfilm im Jahr 2011, alle verneigen sich. „The Artist“ verkauft sich als Hommage an das goldene Kinozeitalter, hat eine dieser Epoche entsprechenden altbackene Geschichte, einen nervigen Zuckerwatten-Dauerscore und wahnsinnig berechenbare Charakterentwicklung auf Lager. Leider hat Hazanavicius inhaltlich dünner Schwarzweißstreifen…
Ein netter Kniff, in der Tat. Michel Hazanavicius dreht einen Stummfilm im Jahr 2011, alle verneigen sich. „The Artist“ verkauft sich als Hommage an das goldene Kinozeitalter, hat eine dieser Epoche entsprechenden altbackene Geschichte, einen nervigen Zuckerwatten-Dauerscore und wahnsinnig berechenbare Charakterentwicklung auf Lager. Leider hat Hazanavicius inhaltlich dünner Schwarzweißstreifen außer der gelungenen Atmosphäre und einigen schicken Sets wenig zu bieten. Schade auch, dass „The Artist“ weitestgehend bekannte Klischees wiederholt abbildet – denn so clean, ordentlich und drogenfrei waren die 20er und 30er Jahre schon lange nicht mehr zu sehen. Das ist eben Arthaus-Wohlfühlkrempel, schön zum Zerstreuen der Alltagssorgen und der Sehnsucht nach der guten alten Zeit, einer Zeit oder auch Epoche, die kürzlich noch Woody Allen in „Midnight in Paris“ trefflich thematisierte. Wer alte Zeiten aufleben lassen möchte, diese unterhaltsam mit den Sehgewohnheiten der Gegenwart aufmischen möchte und daraus im Endeffekt etwas Neues schaffen möchte, sollte bei den Coen-Brüdern und ihren Meisterwerken wie „Barton Fink“ oder „The Hudsucker Proxy“ siegen lernen. Der Retro-Schmachtfetzen „The Artist“ mit der ewigen Grinsekatze Jean Dujardin hat dies leider nicht gemacht, sondern kopiert einfach nur alte Werke, feiert sich auf Kosten der Vergangenheit selbst und tritt dabei auf der Stelle – fast 100 Minuten lang. Was kommt als nächstes? Ein Michael-Bay-Blockbuster, der in „charmanter“ Weise mit Knetfiguren und Stopmotion-Technik arbeitet. Hach, wie nostalgisch! Und gewagt.
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Tag und Nacht
alviesinger 5.0 "Geht so" 2012/01/16 23:03:42
Kaum Inhalt, viel nacktes Fleisch. Sabine Derflinger inszeniert einen Film über zwei beste Freundinnen, die noch Träume haben, ihr Leben durch einen Nebenjob als Prostituierte finanzieren. Die Filmemacherin konterkariert den normalen Alltag der beiden mit den Besuchen bei unterschiedlichen Freiern. „Tag und Nacht“ will scheinbar einen unverstellten Blick auf die Welt der Escorts werfen, will…
Kaum Inhalt, viel nacktes Fleisch. Sabine Derflinger inszeniert einen Film über zwei beste Freundinnen, die noch Träume haben, ihr Leben durch einen Nebenjob als Prostituierte finanzieren. Die Filmemacherin konterkariert den normalen Alltag der beiden mit den Besuchen bei unterschiedlichen Freiern. „Tag und Nacht“ will scheinbar einen unverstellten Blick auf die Welt der Escorts werfen, will schonungslos aufdecken. Aber entlarvt wird hier gar nichts. Denn wer glaubt noch, dass das Leben eines Escort-Girls glamourös und wunderschön ist. So naiv dürfte/sollte niemand sein. Als Edel-Nutte muss eben jeder Fetisch bedient werden, es wird gesoffen, gekokst und geheult. Denn dafür rollt der Rubel. Was für eine Überraschung. Und so kommt am Ende eben eine mäßige wenn auch ehrliche Momentaufnahme mit blassen Akteuren heraus. Die körperliche Freizügigkeit der Darsteller sollte nämlich nicht mit einem intensiven Spiel verwechselt werden. Und so dümpelt dieses leider doch recht substanzlose Escort-Drama ziellos vor sich hin und wäre dementsprechend als kleines Fernsehspiel im Spätprogramm besser aufgehoben als auf der viel zu großen Kinoleinwand. Übrigens: Wer in die Materie Prostitution/Freier tiefer einsteigen möchte, sollte die informative und sehr unterhaltsame Graphic Novel „Paying for it“ von Chester Brown lesen.
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Die Muppets
alviesinger 7.0 "Sehenswert" 2012/01/14 16:52:07
Jason Segel und Nicholas Stoller greifen den Geist der alten Reihe gut auf. Mit viel Gesang und Tanzeinlagen zerrt man den Zuschauer in das schrill-nostalgische Puppentheater, lässt ihn noch mal in die eigene Kindheit erfahrbar machen. Schön. Aber abseits der Fanbrille steht eben auch fest: Trotz der selbstironischen Zwischentöne und dem manchmal herrlich anarchischen Trubel trägt die lapidare…
Jason Segel und Nicholas Stoller greifen den Geist der alten Reihe gut auf. Mit viel Gesang und Tanzeinlagen zerrt man den Zuschauer in das schrill-nostalgische Puppentheater, lässt ihn noch mal in die eigene Kindheit erfahrbar machen. Schön. Aber abseits der Fanbrille steht eben auch fest: Trotz der selbstironischen Zwischentöne und dem manchmal herrlich anarchischen Trubel trägt die lapidare Comeback-Geschichte der Hollywood-Puppen keine 100 Minuten. Kermit und Co. sind ein spaßiger Haufen. Jedoch schwächelt „Die Muppets“-Produktion gerade durch ihre menschlichen Akteure. Besonders das eindimensionale auf Dauer-Happy gepolte Blödchen des All-American-Girl, von der armen Amy Adams verkörpert, ist ziemlich nervraubend. Da können auch ein rappender Chris Cooper (großartig!) und die schönen Cameos (wie Dave Grohl, Zach Galifianakis oder Neil Patrick Harris) wenig retten. Die goldene Regel lautet: Mehr Muppets, weniger Menschen! Egal. Denn nach einer Stunde wird das chaotische Musical etwas anstrengend, bleibt eintönig, für manche vielleicht auch zu brav. Aber für dieses Spartenpublikum gibt es ja immer noch „Meet the Feelbes“. Ansonsten: „Die Muppets“ ist für Fans das zu erwartenden Muss, ein großes Fest, für den Rest mag dieser Filztierschaulauf sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig sein.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Das traurige Leben der Gloria S.
alviesinger 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/10 21:59:41
Bitterböses aus Deutschland: Mit viel Spott zerlegen die Filmemacherinnen Ute Schall und Christine Groß die Welt der Unterhaltungsfilmer, die von hoher Kunst träumen, Realität abbilden möchten, jedoch blitzschnell wieder in alte Muster verfallen. In Zeiten von Scripted-Reality-Massenschund wie „Wie Bauer sucht Frau“ oder „Schwer verliebt“ ist dieses gewitzte „Schmierentheater“ ein…
Bitterböses aus Deutschland: Mit viel Spott zerlegen die Filmemacherinnen Ute Schall und Christine Groß die Welt der Unterhaltungsfilmer, die von hoher Kunst träumen, Realität abbilden möchten, jedoch blitzschnell wieder in alte Muster verfallen. In Zeiten von Scripted-Reality-Massenschund wie „Wie Bauer sucht Frau“ oder „Schwer verliebt“ ist dieses gewitzte „Schmierentheater“ ein gelungener Gegenpol, der gekonnt mit den ungeschriebenen Gesetzen spielt und diese amüsant auseinander nimmt. Am schön fiesen und konsequenten Ende von „Das traurige Leben der Gloria S.“ belügen sich alle, man fragt sich ob hier Kunst die Realität imitiert oder ob das alles nur noch eine große und unendliche Inszenierung ist? Und das ist gut so. Diese leicht verzerrte, durchgeknallte Komödie voll starker Frauen mag vielleicht nur ein kleiner Film sein, so überdreht und clever wurde in Deutschland aber schon lange nicht mehr gewitzelt. Das ist angenehmes, lautes Volksbühnen-Theater ohne eklige Hollywood-Glasur. Feines Kino. Noch feinere Persiflage.
Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Ziemlich beste Freunde
alviesinger 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/08 23:20:48
„Ziemlich beste Freunde“ ist eine reinrassige Konsens-Komödie mit sanftem Drama-Einschlag. Aber bitte nicht zu viel Geheule! Der Wohlfühl-Charakter sollte nicht im Mindesten gefährdet werden. Diese Gute-Laune-Komödie basiert auf einer wahren Begebenheit, zeigt wie viel Spaß ein Querschnittsgelähmter Millionär und ein armer Vorstadt-Ex-Knacki miteinander haben können. Was nach übler…
„Ziemlich beste Freunde“ ist eine reinrassige Konsens-Komödie mit sanftem Drama-Einschlag. Aber bitte nicht zu viel Geheule! Der Wohlfühl-Charakter sollte nicht im Mindesten gefährdet werden. Diese Gute-Laune-Komödie basiert auf einer wahren Begebenheit, zeigt wie viel Spaß ein Querschnittsgelähmter Millionär und ein armer Vorstadt-Ex-Knacki miteinander haben können. Was nach übler Schablonen-Unterhaltung klingt, macht aber überraschenderweise wirklich Spaß. Das liegt eindeutig am Banlieue-Aschenputtel, an diesem frechen, grobschlächtigen Hünen mit dem großen Herzen. Omar Sy wirkt als französischer Vorstadt-Eddie Murphy erfrischend unterhaltsam. „Ziemliche beste Freunde“ ist ein sympathisches Franko-Freundschaft „Pretty Woman“-Gehacktes, ein vorlautes Stück Kino, eine gelungene Komödie, die geradlinige Unterhaltung bietet, sozialkritische Zwischentöne weitgehend ausklammert, dabei auf schwülstige Gefühsduselei verzichtet und somit zum echten Gewinner aufsteigt. Eric Toledanos und Olivier Nakaches Komödie verzeiht man so einiges: Sogar die manchmal recht schwache Synchronisation und altbackene Hitlerbärtchen-Witze. Hoffentlich lässt Hollywood vom ersten Kinohit im Jahr 2012 die Finger. Denn ein auf den Kopf gestelltes Sequel mit Shia LaBeouf und Morgan Freeman ist eine äußerst unangenehme Vorstellung.
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
plattfuss69 2012/01/12 14:59:45
Antwort löschenDie Rechte sind schon von Hollywood eingekauft. Und warum auch nicht? Man muss es sich ja nicht anschauen.
CihatG91 2012/01/23 20:26:10
Antwort löschenShia LaBeouf und Morgan Freeman? Interessantes Beispiel ... :D
Darkest Hour
alviesinger 3.0 "Schwach" 2011/12/28 19:29:39
In Moskau kommen die Außerirdischen aus der Steckdose und mit „The Darkest Hour“ endet das deutsche Filmjahr 2011 katastrophal! Denn mit der Timur Bekmambetov-Produktion gibt es nach „Skyline“ und „World Invasion: Battle Los Angeles“ bereits den dritten ambitionierten wenn auch einmal mehr deutlich missglückten „Alien-Attacke ohne Drehbuch“-Versuch. Die russische Hauptstadt wird…
In Moskau kommen die Außerirdischen aus der Steckdose und mit „The Darkest Hour“ endet das deutsche Filmjahr 2011 katastrophal! Denn mit der Timur Bekmambetov-Produktion gibt es nach „Skyline“ und „World Invasion: Battle Los Angeles“ bereits den dritten ambitionierten wenn auch einmal mehr deutlich missglückten „Alien-Attacke ohne Drehbuch“-Versuch. Die russische Hauptstadt wird also angegriffen, erlebt die Apokalypse, der Zuschauer verfolgt indes einen filmischen Offenbarungseid, dessen fatale Geschichte an die Idiotie von Stephen Kings „Rhea M – Es begann ohne Warnung“ nahtlos anknüpft. Die jungen Leute, darunter „Into the Wild“-Star Emile Hirsch und „The Killing“-Ensemblemitglied Joel Kinnaman, fliehen vor den meist unsichtbaren Aliens. Und dann folgt was zig Genre-Vetreter bereits vor „The Darkest Hour“ gezeigt haben: Die Protagonisten flüchten, verstecken sich, verzweifeln, sterben, stecken fast schon auf, hoffen, ballern auf die Aliens und hauen ihnen schlussendlich ordentlich auf die Fresse. Ärgerlich ist zudem, dass diese Sci-Fi-Resteverwertung die Kinogänger mit einer völlig überflüssigen Charaktereinführung belästigt. Denn außer dem ambivalenten und einzig interessanten Charakter von Kinnaman, der nach der Hälfte sowieso abgemurkst wird, sind alle agierenden Nasen austauschbaren Flitzpiepen, die in jedem x-beliebigen Backwood-Horror, Teenie-Slasher oder Folterporno auftauchen könnten. „The Darkest Hour“ ist demnach ein weiterer Alien-Einheitsbrei ohne eigene Note mit zittrigen Feuerbällen, einem lächerlich-heroischen 80ies-Score, der weder spannend noch lustig ist, sondern durchweg dröge durch die Betonwüste Moskau leitet.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Gästebuch
Commentator 2012/02/01 15:07:26
Ach übrigens, Infernal Affairs war hammermäßig. Danke für die Empfehlung.
patcharisma 2012/01/02 22:52:35
Dear Mr. Alvesinger...
Wünsche Ihnen ein grosses 2012 full of bliss - let's sing and chant!
Herzlichst aus der Schweiz, Patrick
lieber_tee 2011/09/24 23:59:02
Hallo alviesinger,
mag Deine Rezensionen und die "Bummelkino" - Seite. Schick Dir mal eine Freundschaftsanfrage.
fkfilmkritik 2011/08/24 01:29:58
Hallo.
82 % sind doch mal sehr gut. Deine Kritiken sind wirklich toll. Helfen dabei sich für den ein oder anderen Kinobesuch zu entscheiden. Dabei auch nicht immer so streng objektiv.
Grüße. :)
JimiHendrix 2011/08/16 21:09:40
Ich stolpere auch recht häufig über deine Kritiken, welche doch tatsächlich ganz lesbar sind^^
Deswegen folgt jetzt auf den Punkt eine Anfrage , ich hoffe du hast Verwendung dafür.
frankfurter Grüße,
Jimi
Chris12zero 2011/08/09 21:51:12
Heiii !! ;)
Dachte es wird mal Zeit für 'ne Anfrage, auch wenn wir nur 47 % haben !!
Greetzers !! Chris
DerDude_ 2011/07/30 18:05:54
Findfest du es nicht bedenklich , Schrott wie "Meine Frau , die Spartaner und ich" eine höhere Wertung als Meisterwerke wie "American Beauty" zu geben ?
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